Gebšudetechnik
.
deutsch english francais italinao
 Suche

 Startseite
 Organisation
 Know How
 Online Forum Gebšudetechnik
 Links

 Anmeldung

 Passwort vergessen?

Partner Login

Partner ID
 
 Passwort

 ‹ber GBT Gebšudetechnik
 FAQ & Hilfe Tool
 Ziele
 Bedingungen
 eMail
  Lexikon/Glossar Gebšudetechnik     Suche :       3811 Eintršge
 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
 
Feuerlöschpumpen
 
Feuerl√∂schpumpen sind speziell f√ľr die Brandbek√§mpfung konstruierte Str√∂mungsmaschinen, die zur Wasserf√∂rderung geeignet sind. Sie werden haupts√§chlich von der Feuerwehr verwendet. Weiterhin gibt es auch Feuerl√∂schpumpen, die als vorbeugender Brandschutz bei besonders gef√§hrdeten Objekten station√§r verwendet werden.



Feuerlöschpumpen bei der Feuerwehr
Die modernen Feuerl√∂schpumpen sind Kreiselpumpen, weshalb auch der Name Feuerl√∂schkreiselpumpe verwendet wird. Sie sind entweder tragbar, oder fest am Feuerwehrfahrzeug als Vorbaupumpe oder im Heck des Fahrzeuges montiert. Sie werden vom Fahrzeugmotor √ľber eine Welle angetrieben.


Tragbare Pumpen
Die tragbaren Pumpen ( Tragkraftspritzen / TS ) besitzen einen eigenen Motor, meist einen Ottomotor in seltenen Fällen auch mit einen Dieselmotor. Die Leistungsgrenze dieser Pumpen steht in engem Zusammenhang mit ihrem Gewicht, das von vier Feuerwehrleuten getragen werden können soll, und zwar nicht nur auf ebenem Grund sondern auch steileren Gebieten in den Bergen. Sie haben den Vorteil, dass sie auch entfernt vom Einsatzfahrzeug zur Wasserentnahme aus offenen Gewässern verwendet werden können.

In Deutschland und √Ėsterreich werden sie als Tragkraftspritze oder abgek√ľrzt TS bezeichnet.

Die Nennlförderleistung genormter Tragkraftspritzen TS 8/8 in Deutschland liegt bei 800 Liter Wasser pro Minute und 8 bar.
Die tats√§chliche Leistung reicht bei den modernen einstufigen Pumpen wesentlich √ľber die Norm hinaus (ca. 1600 l / 8 bar / TS 16/8).
Gleichzeitig gestatten die einstufigen Pumpen auch recht hohe Lenzleistungen. Die traditionellen zweistufigen Pumpens√§tze k√∂nnen auch zu einer Lenzpumpe LP 24/3 umger√ľstet werden, sind aber dann nicht mehr f√ľr den L√∂scheinsatz zu gebrauchen.

Als Antrieb fungieren i. d. R. adaptierte serienmäßige VW oder BMW-Industriemotoren. Die neueren Modelle haben auch einen elektrischen Starter und einen Akku dabei, wobei auch das Gewicht nicht unwesentlich ansteigt. Die älteren Modelle haben nur einen Schnurstarter oder eine Kurbel, der oft einige Kraft erfordert, den Motor zu starten.

Als Anschl√ľsse hat die TS 8/8 einen A-Sauganschluss und √ľblicherweise zwei B-Druckabg√§nge. F√ľr gebirgiges Gel√§nde bzw. Selbstschutzeinheiten (Beh√∂rden) und das Milit√§r gibt es auch leichtere Modelle (TS 4/5, TS 2/5 u. TS 0,5/5) mit entsprechend geringerer F√∂rderleistung und geringerem F√∂rderdruck. Sie haben nur einen B-Ausgang / C-Ausgang. Sie sind auch manchmal ausgelegt, dass sie ein Hubschrauber zum Einsatzort fliegen kann.

Meistens sind sie als Grundausstattung eines Löschgruppenfahrzeuges (z. B. LF 16 TS )oder Kleinlöschfahrzeuges ( TSF ) vorgesehen oder werden auf
Anhängern transportiert.
Ebenso werden sie in den relativ neuen Modellen der Kleinlöschfahrzeuge mit einem 1.000 Liter Tank (TSF - W) anstelle einer schwereren Einbaupumpe eingesetzt.

Es werden auch immer mehr elektrische Tauchpumpen zum auspumpen von Kellern oder zum Lenzen eingesetzt, die eine hohe F√∂rderleistung haben, aber keinen allzu hohen Ausgangsdruck erreichen. Sie haben den Vorteil, dass sie schnell in Stellung gebracht werden k√∂nnen und eine gute Lenzleistung bringen. Sie werden auf R√ľstwagen,(L√∂chfahrzeugen)und (Abrollbeh√§ltern) mitgef√ľhrt. Die elektrische Versorgung erfolgt √ľber einen Notstromgenerator der fest im Fahrzeug eingebaut ist (z. B. L√∂schgruppenfahrzeug 16-12oder LF 24 oder R√ľstwagen) oder durch einen tragbaren Stromgenerator (z. B. im R√ľstl√∂schfahrzeug).


Einbaupumpen
Einbaupumpen sind meist heckseitig fest integriert in den Tankl√∂schfahrzeugen und L√∂schgruppenfahrzeugen ( LF 8/6, LF 16/12, LF 24 ). Sie werden mit dem Fahrzeugmotor √ľber den Nebenantrieb angetrieben. Sie haben √ľblicherweise ein Leistungspektrum von 1.600 - 2.400 l/min.

Flugfeldl√∂schfahrzeuge, wie sie bei der Flughafenfeuerwehr verwendet werden, haben i.d.R. einen eigenen Motor als Antrieb der Pumpe. Die F√∂rderleistungen und vor allem die Wurfweite sind dem Einsatzzweck entsprechend gro√ü. Als Beispiel sei hier die vom √∂sterreichischen Feuerger√§tehersteller Rosenbauer in den Fahrzeugen Panther und Simba verwendete Rosenbauer R 600 angef√ľhrt, die mit 7000 l min. bei 10 bar (im Tanksaugbetrieb) spezifiziert ist.

Der Normaldruck reicht bis 12 - 15 bar. Der meist in √Ėsterreich verbreitete Hochdruckteil erreicht 40 - 45 bar.
Je nach Leistung haben sie zwei bis vier Druckausgänge und sind eventuell fix mit einem am Fahrzeugdach montierten Monitor oder einer Schnellangriffseinrichtung verbunden. Saugseitig haben sie eine direkte Verbindung mit einem Wassertank und zusätzlich einen A-Sauganschluss.
Ein Hochdruckteil ist dieser direkt mit der Schnellangriffseinrichtung und mit einem HD-Ausgang versehen.

Einbaupumpen haben eine zus√§tzliche Bypass-Leitung, √ľber die eine kleine Menge Wasser auch immer in den Wassertank wieder retour gepumpt werden kann. Dies vermeidet ein Einfrieren des Tanks, sowie das √úberhitzen der Pumpe, wenn f√ľr l√§ngere Zeit kein Wasser gef√∂rdert wird, da das im Kreis gepumpte Wasser leicht erw√§rmt wird und in der Pumpe zur Dampfblasenbildung f√ľhren kann (Kavitation), was eine Besch√§digung der Pumpe zur Folge hat.


Vorbaupumpen
Die nicht so verbreiteten Vorbaupumpen sind frontseitig montierte Pumpen, die mit dem Fahrzeugmotor angetrieben werden. Diese Pumpen werden nur in Löschfahrzeugen älzterer Bauart oder an Fahrzeugen aus dem Kat-Schutz verwendet, die keinen eigenen Tank an Bord haben, weil beispielsweise eine Tragkraftspritze im Heck vorhanden ist. Sie Werden dort eingesetzt, wo eine Sammelwasserversorgung nicht vorhanden ist. Sie können jedoch aus jedem Hydranten ihr Wasser entnehmen oder von einem Tanklöschfahrzeug eingegespeist werden und das Wasser weiter fördern.


Entl√ľftungseinrichtung
Alle Pumpen ben√∂tigen eine Entl√ľftungseinrichtung zum Ansaugen, da die Kreiselpumpe nicht selbstansaugend ist und keine Luft f√∂rdern kann.
Dies wird durch spezielle Entl√ľftungseinrichtungen erreicht. Weit verbreitet sind Kolbenpumpen oder Membranpumpe, bei √§lteren Pumpen Gasstrahler (die Abgase des Motors werden in eine Injektor-Pumpe geleitet und das Wasser wird im Injektorprinzip in die Pumpe gef√∂rdert, bis sie entl√ľftet ist. Eher selten sind Fl√ľssigkeitsring- oder Trockenring-Entl√ľftungseinrichtungen.Die einfachste Entl√ľftungseinrichtung ist das Auff√ľllen des Pumpengeh√§uses mit Wasser.
Durch diese Entl√ľftungseinrichtungen erreicht man eine Saugh√∂he von maximal 7 m.


Allgemein
Wird eine Pumpe als Verst√§rkerpumpe bei der L√∂schwasserf√∂rderung √ľber lange Wegstrecken eingesetzt, so ist es wichtig, dass der Eingangsdruck nicht zu hoch wird. Um dies zu verhindern, verwendet man ein Druckbegrenzungsventil vor dem Eingang der Pumpe oder man berechnet den Ausgangsdruck zuz√ľglich der Wegestrecke und Reibungsverluste im Schlauch.
Diese Pumpen werden aber nicht nur zur Brandbek√§mpfung verwendet, sondern auch zum Auspumpen nach Hochwasser aus den √ľberfluteten Kellern oder Sch√§chten. Bei Einbaupumpen muss man hier bedenken, dass das verunreinigte Wasser nicht in den Wassertank kommt. Es ist dabei unbedingt die Bypass-Leitung geschlossen zu halten, oder der Tank mu√ü anschlie√üend gr√ľndlich gesp√ľlt werden.