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Gebäudetechnik Normen Richtlinien Verordnungen CEN DIN ASTMD VDI ISO Eurpa

Text Datum Benutzer
Gebäudetechnik Normen Richtlinien Verordnungen CEN DIN ASTMD VDI ISO Eurpa
Hallo,
ich suche eine "Übersichtsverzeichnis" ALLER Europäschien Normen, Richtlinien, Vorschriften, Verordnungen im Umfeld der Gebäudetechnik.
Besten Dank.
Gruss Schwager
10 Jan 2005
21:35:17
Schwager Max
Gebäudetechnik Normen Richtlinien Verordnungen CEN DIN ASTMD VDI ISO Eurpa
Guten Morgen,
im Anhang (text) von Aktuellen Normen und Richtlinien:
Gruss Kloner

Januar 2005

ISO 13791 Thermal performance of buildings - Calculation of internal temperatures of a room in summer without mechanical cooling - General criteria and validation procedures






DIN VDE 0105-100 (Entwurf) Betrieb von elektrischen Anlagen





DIN 18869 Gro√ük√ľchenger√§te - Einrichtungen zur Be- und Entl√ľftung von gewerbsm√§√üigen K√ľchen

Teil 1 (Norm-Entwurf, Oktober 2003): K√ľchenl√ľftungshauben; Anforderungen, Pr√ľfung
Teil 2 (Norm-Entwurf, Oktober 2003): K√ľchenl√ľftungsdecken; Anforderungen, Pr√ľfung
Teil 3 (Norm-Entwurf, Oktober 2003): Luftdurchl√§sse; Anforderungen, Pr√ľfung
Teil 4 (Norm-Entwurf, Oktober 2003): Luftleitungen; Ausf√ľhrung und Dimensionierung
Teil 6 (Norm-Entwurf, November 2004): Einbau und Betrieb von stationären Feuerlöschanlagen


VDI 4500 Technische Dokumentation

VDI-Gesellschaft Entwicklung Konstruktion Vertrieb (VDI-EKV)

Professionelle Technische Dokumentation ist ein Erfolgsfaktor bei der Vermarktung von Produkten - sie steigert die Produktqualit√§t, bietet Rechtssicherheit, f√∂rdert das Firmen-Image und unterst√ľtzt den Verkauf. Und sie gewinnt immer mehr an Bedeutung, nicht zuletzt wegen der ge√§nderten Produkthaftung und Anforderungen eines erweiterten EU-Binnenmarkts. Fast zehn Jahre nach Erscheinen der ersten Auflage der Richtlinie VDI 4500 tritt die Neuauflage mit zeitgem√§√üem Konzept die Nachfolge der vielbeachteten Erstfassung an, die bis heute f√ľr alle Bereiche der Technischen Dokumentation wertvolle Impulse gibt. Die Technische Dokumentation ist zu einem weiten Feld gewachsen, das sich dynamisch den Anforderungen des Markts einerseits und den Erkenntnissen aus Forschung und Praxis andererseits permanent anpasst. Um den heutigen Informationsbedarf von Entscheidungstr√§gern und Fachkr√§ften im Dokumentationsbereich befriedigen zu k√∂nnen, wurde die neue Richtlinie modular und zielgruppengerecht aufgebaut. Eine einheitliche Gliederung und Struktur aller sechs Richtlinien-Bl√§tter erleichtert das Zurechtfinden.

Blatt 1 (Entwurf Dezember 2004. Einspr√ľche bis 31. M√§rz 2005): Begriffsdefinitionen und rechtliche Grundlagen
Blatt 1 bildet den Grundstock und f√ľhrt in das Thema Technische Dokumentation √ľber Begriffsbestimmungen und rechtliche Grundlagen ein. Blatt 1 ist obligatorisch f√ľr jeden, der f√ľr Technische Dokumentation im weitesten Sinne verantwortlich ist. Schwerpunkte von Blatt 1 sind insbesondere f√ľr die Zielgruppen der Gesch√§ftsleiter, F√ľhrungskr√§fte, Technischen Redakteure und externen Dienstleister:
Grundlagen der Technischen Dokumentation, Dokumentationsarten, Rechtliche Forderungen, Rechtsnormen, Dokumentationspflichten, Kundenforderungen, Produktlebenszyklus.

Die weiteren Bl√§tter befassen sich mit ausgesuchten Grundlagen- und Spezialgebieten der Technischen Dokumentation, wobei jeweils auf direkte praktische Anwendbarkeit der Inhalte geachtet wurde. Bis zum Jahresende 2004 sind die erg√§nzenden Bl√§tter 2 (Technische Dokumentation - Organisieren und Verwalten) und 3 (Erstellen und Verteilen von elektronischen Ersatzteilinformationen) verf√ľgbar.




VDI 2167 Technische Geb√§udeausr√ľstung von Krankenh√§usern

VDI-Gesellschaft Technische Geb√§udeausr√ľstung (VDI-TGA)

Blatt 1 (Entwurf Dezember 2004. Einspr√ľche bis 31. Mai 2005): Heizungs- und Raumlufttechnik
Blatt 1 nennt Anforderungen an Heiz- und RLT-Anlagen in Bauten und R√§umen, in denen krankenhausspezifische Handlungen und Arbeiten sowie Eingriffe an Personen vorgenommen werden. Dies sind z. B. Krankenh√§user, Tageskliniken, Arztpraxen mit Eingriffsr√§umen, Einrichtungen f√ľr interne und externe Sterilisationsdienstleistungen oder Zentralsterilisation. Mit dieser Richtlinie wurde die SWKI-Richtlinie 99-3 angepasst, um allen mit Planung, Bau und Betrieb von Heizungs- und RLT-Anlagen in Krankenh√§usern besch√§ftigten Fachleuten kurzfristig Informationen √ľber den aktuellen Stand des Wissens und der Technik zu geben. Sie ist bei Neuanlagen und Sanierungen anzuwenden. Bei der Beurteilung bestehender Anlagen sind die Zielsetzungen sinngem√§√ü zu ber√ľcksichtigen.




Dezember 2004
DIN EN 12101 Anlagen zur Kontrolle von Rauch- und Wärmeströmungen



Teil 1 (Entwurf November 1995)
Spezifikation f√ľr Rauchsch√ľrzen; Anforderungen und Pr√ľfverfahren

Teil 2 (September 2003)
Bestimmungen f√ľr nat√ľrliche Rauch- und W√§rmeabzugsger√§te

Teil 3 (Entwurf Juni 2002)
Bestimmungen f√ľr mechanische Rauch- und W√§rmeabzugsger√§te

Teil 4 (Entwurf August 2003)
Bausätze zur Rauch- und Wärmefreihaltung

Teil 5 (Entwurf)
Bemessung und Berechnungsverfahren f√ľr RWA

Teil 6 (November 2001, z. Zt. in Bearbeitung) (Entwurf)
Differenzdrucksysteme; Baus√§tze. Bemessung und Berechnungsverfahren und Installationsablauf f√ľr differenzdruckbetriebene Anlagen zur Kontrolle von Raumstr√∂mungen

Teil 7 (Entwurf Juli 2004): Entrauchungsanlagen

Teil 8 (Entwurf Juli 2004): Festlegungen f√ľr Entrauchungsklappen

Teil 9 (Entwurf Dezember 2004): Steuerungsanlagen

Teil 10 (Entwurf Dezember 2003)
Energieversorgung




Dezember 2004
Bereinigung bei den Gebäudeautomationsnormen



Mit Ver√∂ffentlichung der DIN EN ISO 16484-5 Systeme der Geb√§udeautomation - Datenkommunikationsprotokoll ist neben der Normenserie f√ľr KNX/EIB derzeit nur BACnet als g√ľltige Norm im Bereich der Technischen Geb√§udeausr√ľstung vorhanden. Von vielen Planern unbemerkt wurden andere Vornormen und Entw√ľrfe f√ľr 'offene' Kommunikation in der Geb√§udeautomation europaweit und vom DIN zur√ľckgezogen. Damit wurde die bereits Anfang der 90er Jahre in der GA-Branche geplante Bereinigung vollzogen. Weitere Normungsprojekte bestehen f√ľr die LON-Technologie. Zur√ľckgezogen wurde die DIN V 32734:1992-04 (Digitale Automation f√ľr die technische Geb√§udeausr√ľstung) und der Entwurf DIN EN ISO 16484-1:1999-10 (CEN/TC 247 und ISO/TC 205 werden dazu eine neue technische Spezifikation herausbringen). Ebenfalls zur√ľckgezogen wurden die DIN V ENV 13154 Daten√ľbertragungsprotokoll in der HLKGeb√§udeautomation ‚Äď Feldebene, Teil 1 (Januar 2001: Objekte) und Teil 2 (August 1998: Daten√ľbertragungsprotokoll) sowie die DIN V ENV 13321 Datenkommunikation f√ľr die HLKGeb√§udetechnik ‚Äď Automationsnetz, Teil 1 (April 1999: BACnet, Profibus, World-FIP) und Teil 2 (Mai 2000: EIBnet).




Januar 2005
DIN 1045 ff Tragwerke aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton

Ab 1. Januar 2005 erfolgt die Genehmigung von Bauantr√§gen im Regelfall nur noch f√ľr solche Betonbauten, die auf der Basis der Reihe DIN 1045:2001-07 geplant wurden. Die Reihe der neuen DIN 1045:2001-07 weicht mit ihrer Bezugnahme auf die bei der europ√§ischen Normung erarbeiteten Konzepte weitgehend von der alten DIN 1045:1988-07 ab und erfordert damit eine eingehende zeitgerechte Besch√§ftigung mit der Materie.
Nach europ√§ischem Recht m√ľssen Eurocodes, sobald sie als Europ√§ische Norm vorliegen, von √∂ffentlichen Bauherren in Bauvertr√§gen verbindlich vereinbart werden.
Nach Beschl√ľssen in den verantwortlichen europ√§ischen Normungsgremien und in Absprache mit den zust√§ndigen Gremien der Europ√§ischen Kommission ist jedoch eine verbindliche Anwendung der Eurocodes in den Mitgliedstaaten erst im Jahre 2010 erforderlich.
Im Vorgriff auf diese Notwendigkeit hatten sich die am Bauen beteiligten und interessierten Kreise in Deutschland fr√ľhzeitig geeinigt, deutsche Bemessungsnormen konzeptionell bereits auf die europ√§ische Entwicklung umzustellen.
Ergebnis dieser Aktivit√§ten beim DIN ist f√ľr den Beton- und Stahlbeton die neue Reihe DIN 1045 (Ausgabe 2001), die auf den Eurocode 2 und der DIN EN 206-1 basiert.
Um eine Anpassung bei Planungsb√ľros, Bauindustrie und Bauaufsicht zu erm√∂glichen, wurde eine √úbergangsfrist vereinbart, in der DIN 1045:1988-07 und die neue Reihe 1045:2001-07 parallel nebeneinander anwendbar sind.

Mit Ende des Jahres 2004 l√§uft die Zeit ab, in der die beiden Normenwerke DIN 1045:1988-07 'Beton und Stahlbeton - Bemessung und Ausf√ľhrung' und Reihe DIN 1045:2001-07 'Tragwerke aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton' bauaufsichtlich parallel gelten.

Ab 1. Januar 2004 erfolgt die Genehmigung von Bauantr√§gen im Regelfall nur noch f√ľr solche Betonbauten, die auf der Basis der Reihe DIN 1045:2001-07 geplant wurden.

Die Reihe der neuen DIN 1045:2001-07 weicht mit ihrer Bezugnahme auf die bei der europäischen Normung erarbeiteten Konzepte weitgehend von der alten DIN 1045:1988-07 ab und erfordert damit eine eingehende zeitgerechte Beschäftigung mit der Materie.

Damit sind viele Bauingenieure mit Ende der Übergangszeit zwingend vor die Aufgabe gestellt, sich in die neue Norm mit ihren derzeit noch völlig ungewohnten Vorgaben einzuarbeiten. Wer sich dem verschließt läuft Gefahr, sich im Streitfall dem Vorwurf auszusetzen, nicht die anerkannten Regeln der Technik angewendet zu haben.






Januar 2005
VDI 2083 Reinraumtechnik

Gemeinschaftsarbeitsausschuss Reinraumtechnik (GAA-RR) im DIN und VDI

Blatt 1 (Juni 2003): Partikelreinheitsklassen der Luft

Blatt 2 (Februar 1996): Bau, Betrieb und Instandhaltung
Blatt 2 enthält im wesentlichen Angaben, um die in der Reinraumtechnik notwendigen Luftreinheitsklassen zu erzielen und einzuhalten. Das Blatt gliedert sich in folgende Abschnitte: Anwendungsbereich; zugehörige Vorschriften, Normen und Richtlinien; verwendete Begriffe; konzeptionelle, technische und bauliche Maßnahmen; Montage; Inbetriebnahme; Betrieb und Instandhaltung; Reinigung.
Aus zwei Tabellen mit Auswahlkriterien k√∂nnen je nach Anwendungsbeispiel und Reinheitsklasse der Luft die wichtigsten Funktionsmerkmale f√ľr Reinr√§ume und Reinraumbereiche mit relativen Angaben √ľber die Investitionskosten entnommen werden. Schematische Darstellungen der verschiedenen Reinraumkonzepte helfen bei der Wahl des richtigen Anlagensystems.
Skizzen √ľber den Einfluss von Personen und Gegenst√§nden in Reinraumbereichen mit turbulenzarmer Verdr√§ngungsstr√∂mung geben Hinweise auf die Arbeitsplatzgestaltung. Musterprotokolle f√ľr Abnahmepr√ľfungen und Funktionsmessungen dienen zur ordentlichen √úbergabe von Reinraumanlagen und -ger√§ten und geben Hinweise f√ľr die √úberwachung der Anlagenkomponenten w√§hrend des Betriebs sowie f√ľr die Instandhaltung.

Blatt 3 (Entwurf Januar 2004. Einspr√ľche bis 31. Dezember 2004): Messtechnik in der Reinraumluft

Blatt 4 (Februar 1996): Oberflächenreinheit
Blatt 4 behandelt das Planen, Erzeugen, Erhalten, Wiederherstellen und Nachweisen der erforderlichen Reinheit auf Oberfl√§chen in Reinen Bereichen. Blatt 4 umfasst die Klassifizierung der Oberfl√§chenreinheit, die Anforderungen an die Reinheit und die darauf bezogene Gebrauchst√ľchtigkeit von Oberfl√§chen, die Verfahren zur Reinigung und Dekontamination von Oberfl√§chen sowie die Methoden zur Pr√ľfung der Oberfl√§chenreinheit. Die Anforderungen an die Reinheit und Gebrauchst√ľchtigkeit von Oberfl√§chen beziehen sich auf drei Reinraumbereiche, n√§mlich auf den Kernbereich, den Umgebungsbereich der Prozessanlagen und den Au√üenbereich (Vorbereitungs- und Servicebereiche, Schleusen f√ľr Personal und Material).
Anforderungen, Verfahren und Nachweismethoden h√§ngen in hohem Ma√üe ab von den Eigenschaften der Oberfl√§chen, von der reinraumtechnischen Aufgabenstellung (Produkt- oder Arbeitsschutz) und vom zul√§ssigen Kontaminationsniveau beziehungsweise der erforderlichen Reinheitsklasse der Luft, wie sie in Blatt 1 der Richtlinie behandelt sind. Letztes Ziel aller reinraumtechnischen Ma√ünahmen ist es, die Restverunreinigung auf Produkt- und Betriebsoberfl√§chen auf ein zul√§ssiges Niveau zu dr√ľcken, das den Prozess nicht mehr st√∂rt.

Blatt 5 (Februar 1996): Thermische Behaglichkeit
Blatt 5 enth√§lt gesundheitstechnische Anforderungen f√ľr die Behaglichkeit von Personen bei leichter T√§tigkeit (150 W) in Reinr√§umen. Die thermische Behaglichkeit des Menschen h√§ngt von der W√§rmebilanz seines K√∂rpers ab und von der √∂rtlichen Verteilung der W√§rmeabgabe. Die W√§rmebilanz wird bestimmt von personenbezogenen Gr√∂√üen, wie k√∂rperliche T√§tigkeit (Aktivit√§tsgrad) und Bekleidung (W√§rmeleitwiderstand) sowie von Gr√∂√üen des Umgebungsklimas, n√§mlich Umschlie√üungsfl√§chentemperatur, Lufttemperatur, relative Luftfeuchte und Luftgeschwindigkeit. Thermische Behaglichkeit ist dann gegeben, wenn sich aufgrund der W√§rmebilanz im Gleichgewichtszustand solche Haut- und Kerntemperaturen einstellen, die als angenehm empfunden werden.
Die Richtlinie gibt - nach Darlegung der Luftstr√∂mungsformen im Reinraum - Empfehlungen f√ľr die einzuhaltenden Behaglichkeitsparameter 'Lufttemperatur, relative Luftfeuchte, Luftgeschwindigkeit, Ger√§usche'. Auch die Messung der Luftgeschwindigkeit wird erl√§utert, w√§hrend die Messung der anderen Behaglichkeitsgr√∂√üen bereits in den Richtlinien VDI 2079 und VDI 2080 behandelt wurde.
Die Richtlinie ist gegliedert in die Abschnitte: Vorbemerkung - Anwendungsbereich - zugehörige Vorschriften, Normen und Richtlinien - Luftströmungsformen - Behaglichkeitsparameter - empfohlene Behaglichkeitsparameter - Messtechnik - Schriftum.

Blatt 6: Personal am Reinen Arbeitsplatz

Blatt 7 (Januar 2000): Reinraumtechnik ‚Äď Reinheit von Prozessmedien
Blatt 7 enth√§lt eine Klassifizierung der Reinheit von Prozessmedien. √úber die Reinheit fl√ľssiger und gasf√∂rmiger Medien hinaus ist diese Klassifizierung sinngem√§√ü auch auf komplette Systeme, d. h. unter Einbeziehung der Partikelfreisetzung von Anlagen, anzuwenden. Die Aufreinigung von Prozessmedien ist eine Komponente des Reinen Arbeitens. Die Reinheit der Prozessmedien wird durch eine Vielzahl m√∂glicher Kontaminationsquellen beeinflusst. In dem vorliegenden Richtlinienblatt wird vor allem der Einflu√ü partikul√§rer Kontaminationen bewertet. Die Partikelreinheit der in Reinr√§umen gefertigten Produkte ist nicht Gegenstand dieses Richtlinienblatts. Die technische Aufgabe besteht darin, sicherzustellen, dass ein vorgegebener Grenzwert der Kontamination in der Summe am jeweiligen Messpunkt nicht √ľberschritten wird. Im Sinne dieser Aufgabe werden Ausgangsstoffe, Beh√§lter, Anlagen und Filter ausgelegt und auf ihre Gebrauchst√ľchtigkeit hin qualifiziert.
F√ľr die Qualifizierung der Partikelreinheit beschreibt die VDI-Richtlinie standardisierbare Messverfahren und gibt Hinweise zur Sicherung der geforderten Reinheitsbedingungen. Die Anwendung dieser Messtechniken wird f√ľr die √úberpr√ľfung von Anlagen f√ľr die Prozessmedienversorgung (siehe auch die Bl√§tter 8 und 10 der Richtlinie) sowie f√ľr die Pr√ľfung von Handelsprodukten erl√§utert. Im Hinblick auf die Absicherung der Partikelreinheit von Prozessmedien am Gebrauchspunkt werden Ausr√ľstungen, Betrieb und Pr√ľfverfahren der Mikrofiltration behandelt.

Blatt 8 (September 2002): Reinraumtauglichkeit von Betriebsmitteln

Blatt 9 (September 1991): Qualität, Erzeugung und Verteilung von Reinstwasser

Blatt 10 (Oktober 1998): Reinstmedien-Versorgungssysteme
Reinstmedien (Chemikalien und Gase) kommen zunehmend in Reinsttechnologien wie z. B. der Halbleiterfertigung, Solartechnik, Faseroptik, Mikromechanik und vergleichbaren Branchen zum Einsatz. Ziel ist es, die Reinheit zwischen Medienanlieferung und dem Eingang beim Verbraucher nicht zu verschlechtern oder sogar zu verbessern. Blatt 10 behandelt den Aspekt der Reinheit bei Planung, Bau, Betrieb, √úberwachung und Dokumentation von Reinstmedien-Versorgungssystemen. Es bezieht sich auf die Verunreinigung mit Partikeln, Kationen, Anionen, TOC und andere spezifische Parameter wie Fremdstoffe oder Feuchte. Sicherheitsvorschriften und -empfehlungen sind nicht enthalten, wie auch Angaben √ľber Reinheitsanforderungen, die f√ľr die verschiedenen Anwendungen mit dem jeweiligen Betreiber definiert werden m√ľssen. Eine Reinheitsklassifizierung kann nach den entsprechenden Richtlinien festgelegt werden. Als gemeinsame Arbeitsgrundlage f√ľr Anlagenplaner, -bauer und -betreiber erleichtert die Richtlinie wesentlich eine zielgerichtete und praktikable Zusammenarbeit und die Bew√§ltigung der steigenden Anforderungen an die Reinsttechnologien.
Die Richtlinie ist gegliedert in die Abschnitte: Anwendungsbereich; Zugehörige Vorschriften, Normen und Richtlinien; Verwendete Begriffe; Reinstmedien-Versorgungssysteme; Reinstchemikalien-Versorgungssysteme; Reinstgas-Versorgungssysteme. Eingegangen wird auf Anforderungen, Planungskriterien, Materialien, Komponenten, Montage, Abnahme, Zertifizierung, Analytik, Dokumentation und Betrieb von Reinstmedien-Versorgungssystemen.

Blatt 11 (Februar 1999): Qualitätssicherung
Die Reinraumtechnik stellt sehr hohe Anforderungen an die Qualit√§t der eingesetzten Systeme, Baugruppen, Komponenten und Materialien. Die Qualit√§t des Produkts im Fertigungsablauf muss ebenso √ľberwacht werden wie die der gesamten Fertigungsperipherie (z. B. Umgebung, Prozessmedien, Hilfsstoffe, Verbrauchsg√ľter, Pr√ľf- und Messtechniken, Personal). Auch f√ľr Zulieferungen m√ľssen Qualit√§tssicherungsma√ünahmen an den Schnittstellen festgelegt werden, wie z. B. Lieferspezifikationen, Qualit√§tsgarantien sowie √úbergabe- oder Abnahmeprozeduren.
Das Regelwerk VDI 2083 'Reinraumtechnik' definiert Reinheitsklassen f√ľr Planung, Bau und Betrieb von Reinraumtechnischen Anlagen und zeigt Wege zu ihrer Erzielung und Einhaltung auf. Blatt 11 definiert die f√ľr die Qualit√§t ma√ügeblichen Parameter und beschreibt notwendige Qualtit√§tssicherungsma√ünahmen f√ľr alle Bereiche der Reinraumtechnik. Es lehnt sich dabei an die Normenreihe DIN EN ISO 9000 an.
Nur hohe Reinheitsanforderungen in Verbindung mit speziellen Qualit√§tssicherungsma√ünahmen in den entsprechenden Produktionsbereichen erlauben es, die Prozesse mit der geforderten Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit durchzuf√ľhren. Die Umsetzung allgemeiner Hinweise der DIN EN ISO 9004-1 in spezielle Qualit√§tsanforderungen der Bl√§tter 1 bis 10 dieser Richtlinie wird aufgezeigt.

Blatt 12 (Januar 2000): Sicherheits- und Umweltschutzaspekt
Der Anwendungsbereich von Blatt 12 erg√§nzt das Blatt 2 der Richtlinie um jene sicherheits- und umweltrelevanten Ma√ünahmen, die erforderlich sind, um system√ľbergreifende Auswirkungen zu beherrschen. Um der Vielzahl unterschiedlicher Produkte, Prozesse, T√§tigkeiten und baulichen Randbedingungen in Reinr√§umen gerecht zu werden, enth√§lt die Richtlinie einen Leitfaden mit allgemeinen Angaben zur Vorgehensweise. Sie l√§sst sich nicht nur bei Neubau, Umbau und R√ľckbau, sondern auch bei Stillegung oder Erweiterung anwenden. Die sachgerechte Entsorgung von Anlagenkomponenten und Gebrauchsmaterialien wird ebenfalls angesprochen.
Das Richtlinienblatt ist in folgende Abschnitte gegliedert: Anwendungsbereich; Zugehörige Vorschriften, Normen und Richtlinien; Verwendete Begriffe; Leitfaden mit den verschiedenen Projektphasen.
Nachdem der Bedarf reinraumtechnischer Maßnahmen in der Einstiegsphase festgestellt wurde, werden in der anschließenden Konzeptionsphase eine Absichtserklärung und eine Zielsetzung formuliert. Auf dieser Grundlage lässt sich das Sicherheits- und Umweltschutzhandbuch erstellen, das in der Entwicklungsphase auf die planerische Umsetzung einwirkt. In der Umsetzungsphase wird auf die Realisierung und den damit verbundenen Betrieb bzw. Stillstand eingegangen. Ziel dabei ist die Requalifizierung des Systems.

Blatt 13 (Januar 2005): Qualität, Erzeugung und Verteilung von Reinstwasser


VDI 4682 Brennstoffzellen-Heizger√§te ‚Äď Gestaltung von Servicevertr√§gen

VDI-Gesellschaft-Energietechnik (VDI-GET). Entwurf Januar 2005. Einspr√ľche bis 30. Juni 2005

VDI 4682 gibt Empfehlungen f√ľr die inhaltliche Gestaltung von Servicevertr√§gen f√ľr Brennstoffzellenheizger√§te. Ein Leistungskatalog mit zugeh√∂rigen Service-Arbeiten ist beigef√ľgt. Die Richtlinie informiert √ľber Art, Form und Inhalte der Servicedienstleistungen. Ferner behandelt sie Begriffsbestimmungen und Grunds√§tze f√ľr Vertragsformen und und deren Gestaltung. F√ľr den Betreiber und den Service-Dienstleister werden Pflichten, Rechte und Kosten in Service-Vertr√§gen regelbar. Damit schlie√üt die Richtlinie eine L√ľcke, denn bisher bestanden keine Grundlagen, auf die sich ein Wartungsvertrag zwischen Betreiber und Handwerk beziehen konnte. F√ľr die Wirtschaftlichkeitsbeurteilung eines Brennstoffzellenheizger√§ts spielen die betriebs- und verbrauchsgebundenen Servicekosten neben den Investitionen und den Erl√∂sen f√ľr Strom und W√§rme eine wichtige Rolle. Sie werden nun f√ľr die Betriebsdauer einer Anlage transparent. Die Richtlinie wendet sich an Betreiber, Hersteller, Service-Dienstleister und Planer solcher Anlagen.

VDI 6031 Abnahmepr√ľfung an Raumk√ľhlfl√§chen

VDI-Gesellschaft Technische Geb√§udeausr√ľstung (VDI-TGA). Entwurf. Einspr√ľche bis 30. Juni 2005

VDI 6031 gibt f√ľr Raumk√ľhlfl√§chen spezifische Angaben √ľber Anforderungen an Pr√ľfungen, Pr√ľfverfahren und Messger√§te. Sie erg√§nzt damit die DIN EN 12599, die Pr√ľfungen, Pr√ľfverfahren und Messger√§te zur Feststellung der Gebrauchstauglichkeit von eingebauten raumlufttechnischen Anlagen zum Zeitpunkt der √úbergabe festlegt, abert nicht in allen Bereichen auf die Besonderheiten bei der Pr√ľffung von Raumluftk√ľhlfl√§chen eingeht. Ziel ist der Nachweis, dass die einzelnen Fl√§chen beziehungsweise. Fl√§chenbereiche gleichm√§√üig durchstr√∂mt sind und das System insgesamt funktionsf√§hig ist. VDI 6031 gilt f√ľr die Abnahmepr√ľfung von Raumk√ľhlfl√§chen. Die Ermittlung der K√ľhlleistung ist nicht Gegenstand dieser Richtlinie. K√ľhlfl√§chen k√∂nnen auch zur Heizung eingesetzt werden. Die Abnahmepr√ľfung von Raumheizfl√§chen, die nur zur Heizung dienen, wird nicht behandelt.



15 Jan 2005
08:54:02
Kloner Herbert
Geb√§udetechnik Wegleitung Verordnung Arbeitsgesetz Licht Raumklima L√§rm Ersch√ľtterungen Luftverunreinigungen Normen Richtlinien Verordnungen CEN DIN ASTMD VDI ISO Eurpa
Hallo, im Anhang Gebäudetechnik TGA HVAC im Umfeld des Arbeitsgesetz Schweiz.
Gruss Vogel

Wegleitung zur Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz
2. Kapitel: Besondere Anforderungen der Gesundheitsvorsorge
2. Abschnitt: Licht, Raumklima, L√§rm und Ersch√ľtterungen
Art. 18 Luftverunreinigung

Artikel 18
Luftverunreinigung
1 Luft, die durch Ger√ľche, Gase, D√§mpfe, Nebel, Rauch, Staub, Sp√§ne und dergleichen in einer die Gesundheit
beeinträchtigenden Weise verunreinigt wird, ist so nahe wie möglich an der Stelle, wo sie
verunreinigt wird, wirksam abzusaugen. Nötigenfalls ist die Verunreinigungsquelle räumlich abzutrennen.
2 Soweit erforderlich, ist die abgesaugte Luft durch Frischluft zu ersetzen; diese ist nötigenfalls ausreichend
zu erwärmen und zu befeuchten.
3Abgesaugte Luft darf nur in die R√§ume zur√ľckgef√ľhrt werden, wenn dadurch keine Gesundheitsbeeintr√§chtigung
der Arbeitnehmer entsteht.
Luftverunreinigungen in Arbeitsräumen stammen
meist aus dem Betrieb selber, ausnahmsweise auch
von ausserhalb (Strassenverkehr, benachbarte Betriebe).
Das Umweltschutzgesetz und dessen Luftreinhalteverordnung
verpflichten den Betrieb, keine
unzulässigen Schadstoffmengen nach aussen abzugeben.
Diese Bestimmungen werden hier nicht erläutert.
Nach Möglichkeit sind die Quellen der Verunreinigungen
so abzutrennen oder abzusaugen, dass die
Atemluft gar nicht verunreinigt wird. Luftr√ľckf√ľhrungen
sind möglichst zu vermeiden. Sie können nur in
Betracht gezogen werden, wenn die Verunreinigungen
einwandfrei aus der Luft entfernt werden können,
und wenn durch √úberwachung, Messung oder Berechnung
der Nachweis erbracht werden kann, dass
keine gesundheitsbeeinträchtigende Schadstoffkonzentrationen
entstehen können.
Absatz 1
Verunreinigungen durch Stoffe und Produktionsprozesse
sind primär zu vermeiden durch dieWahl anderer,
weniger schädlicher oder belästigender Stoffe
oder durch Fertigungstechniken, die weniger Verunreinigungen
verursachen.
Unvermeidbare Verunreinigungen sind möglichst nahe
an der Entstehungsstelle zu erfassen (vgl. Abb.
318-1 und 318-2).
Am wirksamsten geschieht dies durch geschlossene
Systeme (volle Kapselung der Quelle und separates
Wegf√ľhren der verunreinigten Luft). Ist dies aus
Gr√ľnden der Produktionstechnik nicht m√∂glich, so
können halboffene Systeme gewählt werden. Dies
sind z.B. Absaughauben, Badabsaugungen, Stauboder
Späneabsaugungen etc. Auch hier ist die verunreinigte
Luft separat abzuf√ľhren. Bei geringer Verunreinigung
oder bei nur wenig schädlichen oder belästigenden
Stoffen kann mit offenen Systemen gear-
BWA, März 1998, 1. Überarbeitung 318 - 1
Wegleitung zur Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz
2. Kapitel: Besondere Anforderungen der Gesundheitsvorsorge
2. Abschnitt: Licht, Raumklima, L√§rm und Ersch√ľtterungen
Art. 18 Luftverunreinigung
Art. 18
beitet werden. Die Verunreinigungen sind dann durch
geeignete Raumluftströmung von den Arbeitsbereichen
fernzuhalten oder aus diesen zu verdrängen.
Bei der Rauml√ľftung ist darauf zu achten, dass je
nach Dichte der auftretenden Gase oder Dämpfe die
Raumluft im Deckenbereich (bei Gasen mit einer
Dichte kleiner als der von Luft) beziehungsweise im
Bodenbereich (bei Gasen oder Dämpfen mit einer
Dichte grösser als der von Luft) abgesogen werden.
Auch bei halboffenen Systemen ist im allgemeinen eine
zus√§tzliche Rauml√ľftung n√∂tig, um an den Arbeitspl√§tzen
gute Luftverhältnisse zu erhalten. Mit einer
Rauml√ľftung werden die Verunreinigungen im Arbeitsbereich
durch Verd√ľnnung oder Verdr√§ngung
auf ein tolerierbares Mass reduziert. Ob die verunreinigte
Luft vor dem Abf√ľhren an die Umwelt noch gereinigt
werden muss, wird durch die Umweltschutzgesetzgebung
bestimmt.
318 - 2
Geschlossene Bauart
Halboffene Bauart
Offene Bauart
Abbildung 318-1:
Schematische Darstellung von Abluftsystemen
Fortluft
Umluft
Aus s e nluft
Fortluft
Filter
Luftverbesserung im Arbeitsbereich durch Verd√ľnnung
der Luftfremdstoffe im Aufenthaltsbereich von Personen.
Abluft
Zuluft
Abbildung 318-2:
Verschiedene Luftarten (Begriffe) einer Rauml√ľftung
mit örtlicher Absaugung
Wegleitung zur Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz
2. Kapitel: Besondere Anforderungen der Gesundheitsvorsorge
2. Abschnitt: Licht, Raumklima, L√§rm und Ersch√ľtterungen
Art. 18 Luftverunreinigung
Art. 18
Die Schadstoffbelastung der Raumluft soll, unter Ber√ľcksichtigung
des Standes der Technik, so tief wie
möglich gehalten werden. Bei nur belästigenden Stoffen
ist die Grenze so tief anzusetzen, dass sich die
grosse Mehrheit der betroffenen Arbeitnehmer (z.B.
mehr als 85 Prozent) nicht wesentlich bel√§stigt f√ľhlt.
Bei Stoffen, f√ľr die ein maximaler Arbeitsplatzkonzentrationswert
(MAK-Wert, siehe SUVA-Formular 1903)
festgelegt ist, ist dieser jedenfalls einzuhalten.
Absatz 2
Werden durch die Absaugungen oder L√ľftungen
gr√∂ssere Mengen der Raumluft weggef√ľhrt als durch
die nat√ľrliche L√ľftung zugef√ľhrt wird, so ist die abgesaugte
Luft durch Aussenluft zu ersetzen. Diese ist so
aufzubereiten und zuzuf√ľhren, dass dadurch keine
Zuglufterscheinungen auftreten. In der k√ľhlen Jahreszeit
ist die Aussenluft ausreichend zu erwärmen
und nötigenfalls zu befeuchten (vergleiche dazu Art.
16 ArGV3). Um grössere Energieverluste zu vermeiden,
kann aus Umweltschutzgr√ľnden der Einsatz von
W√§rmer√ľckgewinnungsanlagen n√∂tig sein.
Absatz 3
Verunreinigte Luft darf nur dann in den Raum zur√ľckgef√ľhrt
werden, wenn sie so gereinigt werden kann,
dass sie keine gesundheitliche Beeinträchtigungen
verursacht. Bei Stoffen, f√ľr die ein arbeitshygienischer
Grenzwert (MAK-Wert) festgelegt ist, darf der
Gehalt der Zuluft an diesen Stoffen 1/3 des Grenzwertes
keinesfalls √ľberschreiten. Es darf kein Ansteigen
des Gehaltes anVerunreinigungen √ľber die Zeitdauer
des Arbeitseinsatzes auftreten. Der Gehalt an Verunreinigungen
ist durch geeignete Massnahmen zu
√ľberwachen. Zudem muss die L√ľftungsanlage √ľber
eine Einrichtung verf√ľgen, die es erlaubt, kurzfristig
auf den vollständigen Aussenluft-/Fortluftbetrieb umzustellen.
Weitere Angaben finden sich beispielsweise in den
VDI-Richtlinien 2262 ¬ęLuftbeschaffenheit am Arbeitsplatz,
Minderung der Exposition durch luftfremde
Stoffe¬Ľ und 3929 ¬ęErfassen luftfremder Stoffe¬Ľ.
BWA, März 1998, 1. Überarbeitung 318 - 3
Wegleitung zur Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz
2. Kapitel: Besondere Anforderungen der Gesundheitsvorsorge
2. Abschnitt: Licht, Raumklima, L√§rm und Ersch√ľtterung
Auszug:http://www.seco-admin.ch/imperia/md/content/arbeit/arbeitnehmerschutz/wegl-d/v3weg180.pdf?PHPSESSID=4d4112deb0b03f7e9af4364c024c6ea0
15 Jan 2005
20:44:38
Vogel Johan
Geb√§udetechnik Wegleitung Verordnung Arbeitsgesetz Licht Raumklima L√§rm Ersch√ľtterungen Luftverunreinigungen Normen Richtlinien Verordnungen Heizung Klimatechnik L√ľftungstechnik Sanit√§rtechnik Elektrotechnik Automation Beleuchtung Systemwahl Planungs

Hallo, im Anhang nach meinem Erachtens gute Richtlinien f√ľr die Realisierung von Geb√§udetechnik!
MfG Reichenau


Allgemeines

BAU-STANDARDS

RICHTLINIEN

Fachspezifische Themen Nutzungsspezifische Themen
□ Planungsgrundlagen
□ Raumk√ľhlung
□ Heizungsanlagen
□ L√ľftungsanlagen
□ Sanit√§rinstallationen
□ Elektroanlagen
□ Beleuchtung
□ Geb√§udeautomation
□ Schulen
□ Energieversorgung - Systemwahl
□ Verwaltung


GEB√ĄUDETECHNIK


Tätigkeiten: Energie und Gebäudetechnik (AHB)
‚ÄĘ Konzeptionelle Beratung Energie und Geb√§udetechnik
‚ÄĘ Projektentwicklung Geb√§udetechnik
‚ÄĘ Kosten/Nutzen-Vergleiche
‚ÄĘ Energieberatung, Energiemanagement
‚ÄĘ Fachlicher Support
‚ÄĘ Kennzahlen Geb√§udetechnik
Allgemeines zu den Richtlinien Gebäudetechnik

Ziele
Die Richtlinien Geb√§udetechnik dienen als ‚ÄěLeitplanken‚Äú f√ľr die Planung im Bereich Energie und Geb√§udetechnik. In Erg√§nzung zu den bestehenden Normen und Vorschriften sollen sie zu √∂kologisch vorbildlichen, auf die Bed√ľrfnisse abgestimmten und wirtschaftlichen L√∂sungen f√ľhren. Die Stadt Z√ľrich setzt sich zum Ziel, die Bed√ľrfnisse der BenutzerInnen und BetreiberInnen ihrer Geb√§ude mit einer einfachen, angemessenen Technisierung zu befriedigen.
Gleichzeitig sollen die Betriebskosten minimiert werden. Dies setzt eine integrale Planung voraus, die nicht nur die technischen Gewerke unter sich, sondern auch das Zusammenspiel zwischen Architektur, Bau- und Gebäudetechnik optimiert.
G√ľltigkeit
Die Richtlinien Geb√§udetechnik sind grunds√§tzlich f√ľr alle Neubauten sowie bei vollst√§ndigem Ersatz der geb√§udetechnischen Installationen anzuwenden. In den √ľbrigen F√§llen entscheidet der Projektausschuss des Amtes f√ľr Hochbauten (AHB), nach R√ľcksprache mit der Fachstelle Energie und Geb√§udetechnik (FS E+GT), √ľber die Anwendung. Die Umsetzung der Richtlinien wird durch die zust√§ndige Projektleitung des AHB √ľberwacht. Allf√§llige Widerspr√ľche zu geltenden Normen und Vorschriften sind mit der Projektleitung zu kl√§ren und an die Fachstelle Energie und Geb√§udetechnik des AHB zu melden. Die Richtlinien werden durch die FS E+GT periodisch √ľberarbeitet und erg√§nzt. Sie wurden durch die Gesch√§ftsleitung des AHB am 4.Mai 2004 in Kraft gesetzt und m√ľssen von dieser alle 4 Jahre best√§tigt werden.


Die vorliegenden Richtlinien definieren die allgemeing√ľltigen Zielsetzungen, Grunds√§tze und Vorgaben der Stadt Z√ľrich f√ľr die Projektierung von Einrichtungen der Energie- und Geb√§udetechnik bei st√§dtischen Hochbauvorhaben. Dabei soll den Planenden gen√ľgend Spielraum f√ľr eigene Ideen und Konzepte sowie f√ľr innovative L√∂sungen gelassen werden.

RichtlinieGT Planungsgrundlagen

1. Projekt- und Qualitätsmanagement

1.1 Organisation

Die Immobilien-Bewirtschaftung, die Liegenschaftenverwaltung und andere Dienststellen vertreten die
Stadt Z√ľrich als Eigent√ľmerin von Geb√§uden und stellen deren Bewirtschaftung sicher. Bei einem
Bauvorhaben tritt die jeweilige Dienststelle als Bestellerin beim Amt f√ľr Hochbauten (AHB) auf. Das
AHB vertritt die Stadt als Bauherrin und ist f√ľr die Planung und Realisierung verantwortlich. Nach der
Fertigstellung √ľbergibt das AHB das Bauwerk an die Bestellerin f√ľr den Betrieb.

1.2 Planungsinstrumente und Dokumentation

Die Richtlinien Gebäudetechnik (RichtlinienGT)
sind Bestandteil eines Systems von
Planungsinstrumenten und Dokumenten,
das im AHB angewendet wird. Das System
besteht aus projekt√ľbergreifenden Vorgaben,
Richtlinien und Standards sowie der
projektspezifischen Dokumentation.
Das zentrale Dokument ist das Projekthandbuch.
Dieses definiert den Projektrahmen
(Ziele, Umfang, Risiken, Kosten, Termine),
legt die Projektorganisation fest und
regelt die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten
innerhalb des Projektteams.
Die projektspezifischen Anforderungen an
die Gebäudetechnik werden bei Bedarf in
einem entsprechenden Pflichtenheft festgelegt.
Dieses dient als Ergänzung und Präzisierung
zu den Richtlinien und wiederholt
somit die darin enthaltenen Vorgaben nicht.
Die Ergebnisse der Projektierung sind
durch die Gebäudetechnik-Planer/innen in
einem Energie- und Gebäudetechnikkonzept
zusammenzufassen und phasenweise
darzustellen.

2. Grundsätze, Rahmenbedingungen

2.1 Geltende Normen und Vorschriften

Die Richtlinien bilden eine Ergänzung zu bestehenden Normen und Vorschriften. Sie heben weder
bestehende Normen auf, noch schr√§nken sie deren Anwendung ein. Bei Unklarheiten √ľber Interpretation
und Anwendbarkeit der Richtlinien, entscheidet die Projektleitung AHB zusammen mit der Fachstelle
Energie- und Gebäudetechnik.
Zu den Themen Energie und √Ėkologie sind insbesondere folgende Publikationen zu beachten:
Vollzugsordner Energie des Kantons Z√ľrich (www.energie.zh.ch)
Liste der umweltrelevanten Gesetze, Verordnungen und Reglemente der Stadt Z√ľrich
Dokumentation Bauen und √Ėkologie des AHB (www3.stzh.ch/internet/hbd/home/beraten/
fachstellen/nachhaltiges_bauen.html)

2.2 Politische Vorgaben

Im Masterplan Energie (www3.stzh.ch/internet/esz/home/masterplan_energie.html) hat die Stadt Z√ľrich
ihre Strategie f√ľr ein umweltschonendes Verhalten festgelegt. Dieser soll auch einen wesentlichen
Beitrag zum Bundesprogramm ‚Äěeenergieschweiz‚Äú (www.energie-schweiz.ch) liefern. Die wichtigsten
Vorgaben im Geb√§udebereich sind in den ‚Äě7-Meilenschritten zum umwelt- und energiegerechten Bauen‚Äú
(www3.stzh.ch/content/internet/hbd/home/beraten/fachstellen/nachhaltiges_bauen) des Hochbaudepartements
festgehalten:
1. Neubauten erreichen den MINERGIE¬ģ-Standard. Ausnahmen in Spezialf√§llen sind zu begr√ľnden.
2. Bei Instandsetzungen wird wenn m√∂glich der MINERGIE¬ģ-Standard umgesetzt. Ausnahmen sind
zu begr√ľnden.
3. Beleuchtungen in Neubauten erreichen den MINERGIE¬ģ-Standard; alle Beleuchtungs-Sanierungen
liegen mindestens 25 % unter dem Grenzwert der Empfehlung SIA 380/4; 50 % der Instandsetzungen
erreichen den MINERGIE¬ģ-Standard f√ľr Beleuchtung.
4. Bei allen Bauten ist der Einsatz erneuerbarer Energien zu pr√ľfen. F√ľr relevante Technologien werden
Pilot- und Demonstrationsanlagen erstellt.
5. Wahl von Baukonstruktionen und -materialien mit hoher ökologischer Qualität, hohem Anteil an erneuerbaren
Rohstoffen und langer Nutzungszeit.
6. Nachhaltigkeit ist ein Entscheidungskriterium in Architekturwettbewerben und Studienaufträgen.
7. Die Gebäudebewirtschaftung erfolgt nach ökologischen Gesichtspunkten.

2.3 Energieversorgung

Grundsatz (gemäss Masterplan Energie)
Der Energiebedarf ist primär durch Verminderung des Nutzenergiebedarfs und Verbesserung der
Umwandlungswirkungsgrade zu senken. In zweiter Priorität sind zur Deckung des Bedarfs Abwärmen
und erneuerbare Energien zu nutzen. Der √ľbrige Energiebedarf soll durch Energietr√§ger gedeckt
werden, welche die Umwelt möglichst wenig belasten.
Variantenvergleich
Unter Anwendung des obigen Grundsatzes und der in der RichtlinieGT Energieversorgung - Systemwahl
definierten Anforderungen und Vorgaben sind f√ľr das Energieversorgungskonzept in der Regel
verschiedene M√∂glichkeiten zu pr√ľfen. Das Ergebnis der Pr√ľfung ist in einem Variantenvergleich mit
betriebswirtschaftlichen und ökologischen Vergleichsgrössen darzustellen (Details hierzu siehe obige
Richtlinie, Kapitel 4).
Der Entscheid f√ľr die Wahl des Energieversorgungskonzepts wird durch das Projektteam zusammen
mit den Verantwortlichen f√ľr die Geb√§udebewirtschaftung getroffen. Dieses entscheidet auch √ľber allf√§llige
Vorinvestitionen f√ľr sp√§ter zu realisierende Massnahmen.

2.4 Sommerlicher Wärmeschutz

Dem sommerlichen Wärmeschutz ist sorgfältige Beachtung zu schenken. Über die Anforderungen der
Norm SIA 180 hinaus sollen die st√§dtischen Bauten auch an Hitzetagen (Aussentemperatur > 30¬įC)
eine gute thermische Behaglichkeit aufweisen. F√ľr die Planung gelten folgende Grunds√§tze:
Ausreichend thermisch aktive Speichermasse (→Nachweis)
&#61589;&#61472;Wirksamer Sonnenschutz mit Gesamtenergiedurchlassgrad g < 0.15. Bei Bauten mit hohem Glasanteil
ist ein automatisierter oder fest installierter Sonnenschutz unerlässlich.
&#61589;&#61472;Minimierung der internen Lasten durch den Einsatz energieeffizienter Elektrogeräte und Beleuchtung
(siehe www.topten.ch).
&#61589;&#61472;Nach M√∂glichkeit Massnahmen f√ľr eine wirksame Nachtausk√ľhlung realisieren:
- Fenster oder sonstige Fassadenöffnungen, die während der Nacht sowie bei Wind und Regen
geöffnet bleiben können
- Luftf√ľhrung im Geb√§ude zur Nutzung des thermischen Auftriebs (Kamineffekt)
&#61589;&#61472;Der Einsatz aktiver K√ľhlsysteme f√ľr die Raumk√ľhlung ist grunds√§tzlich nicht zul√§ssig. √úber Ausnahmen
entscheidet der Projektausschuss.

3. Vorgaben f√ľr Ausschreibungen

Die Projektleitung AHB gibt den Gebäudetechnik-Planer/innen die Verfahrensform, den Verfahrensablauf
sowie die Eignungs- und Zuschlagskriterien bekannt.
Um die Vergleichbarkeit der Kosten unter den durch das AHB erstellten Objekten zu gewährleisten,
sind die Gewerke streng nach der BKP-Unterteilung des CRB (www.crb.ch) zu gliedern (SN 506 500).
Dabei sind die BKP-Positionen mindestens dreistellig aufzugliedern. Unter BKP 235 ‚ÄěApparate
Schwachstrom‚Äú m√ľssen die verschiedenen Anlagen (z.B. EDV-, Telefon-, Brandmelde-, Uhrenanlage,
etc.) separat aufgef√ľhrt werden.


RichtlinieGT Energieversorgung ‚Äď Systemwahl

1. Grundsatz

Gem√§ss Masterplan Energie der Stadt Z√ľrich (www3.stzh.ch/internet/esz/home/
masterplan_energie.html) gilt f√ľr die Energieversorgung von Geb√§uden der folgende Grundsatz:
Der Energiebedarf ist primär durch Verminderung des Nutzenergiebedarfs und Verbesserung der
Umwandlungswirkungsgrade zu senken. In zweiter Priorität sind zur Deckung des Bedarfs Abwärmen
und erneuerbare Energien zu nutzen. Der √ľbrige Energiebedarf soll durch Energietr√§ger gedeckt
werden, welche die Umwelt möglichst wenig belasten.

2. Gesamtheitliche Betrachtung

Die √úberlegungen zum Energieversorgungskonzept d√ľrfen sich nicht auf das zu planende Geb√§ude
oder dessen Grundst√ľck beschr√§nken. Vielmehr sind im Rahmen einer gesamtheitlichen Betrachtung
folgende Punkte mit einzubeziehen:
&#61589;&#61472;Verf√ľgbarkeit und m√∂gliche Anschlussleistung leitungsgebundener Energietr√§ger (Fernw√§rme,
Erdgas) sind abzuklären.
&#61589;&#61472;Es ist zu pr√ľfen, ob in der Umgebung des Objekts allf√§llig nutzbare Abw√§rme- oder Umweltw√§rmequellen
vorhanden sind.
&#61589;&#61472;Allenfalls sind auf dem gleichen Grundst√ľck oder in der Nachbarschaft Energieversorgungsanlagen
mit Kapazit√§tsreserven vorhanden, die genutzt werden k√∂nnten. Die diesbez√ľglichen Informationen
zu den städtischen Anlagen können aus der Objektdatenbank der Immobilien-
Bewirtschaftung entnommen werden.
&#61589;&#61472;Ferner ist zu ber√ľcksichtigen, ob in unmittelbarer Umgebung kurz- bis mittelfristig weitere (st√§dtische)
Bau- oder Sanierungsvorhaben anstehen, mit denen eine gemeinsame Energieversorgung
angestrebt werden könnte.

3. Energietr√§ger und ‚Äďsysteme

F√ľr die Energieversorgung von Geb√§uden stehen auf dem Gebiet der Stadt Z√ľrich verschiedene
Energietr√§ger zur Verf√ľgung. Um den Anforderungen bez√ľglich Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und
Versorgungssicherheit gerecht zu werden, bietet oft eine geschickte Kombination verschiedener Energieträger
die optimalen L√∂sung. F√ľr die Erarbeitung des Energieversorgungskonzepts sind die nachfolgenden
Vorgaben und Hinweise zu ber√ľcksichtigen.

3.1 Abwärme und Umweltwärme

Die Nutzbarkeit von Abwärme- und Umweltwärmequellen ist nach folgenden Kriterien zu beurteilen:
&#61589;&#61472;Energieertrag: M√∂glichst hoch im Verh√§ltnis zum Aufwand f√ľr die Gewinnung
&#61589;&#61472;Temperatur: Möglichst hoch und möglichst konstant
&#61589;&#61472;Leistungsverlauf: Möglichst kongruent mit dem Leistungsbedarf der Verbraucher

3.1.1 Abwärme

Mögliche Abwärmequellen sind: Abluftanlagen, EDV-Anlagen (Serverräume), grössere USV-Anlagen,
gewerbliche Kälteanlagen, Industrieanlagen, etc.
Der Schl√ľssel zur effizienten Abw√§rmenutzung ist deren geschickte Einbindung in das Gesamtsystem.
Je nach Temperaturniveau ist allenfalls sogar eine direkte Nutzung (ohne Wärmepumpe) möglich.

3.1.2 Erdwärme

Erdw√§rme wird mittels Erdsonden oder Energiepf√§hlen genutzt. F√ľr letztere M√∂glichkeit ist eine fr√ľhzeitige
Zusammenarbeit mit dem Bauingenieur erforderlich. Informationen √ľber m√∂gliche Standorte
und zum Bewilligungsverfahren siehe www.wasserwirtschaft.zh.ch/erdwaermenutzung/erderdsonden

3.1.3 Oberflächengewässer

Auf Stadtgebiet weisen der Z√ľrichsee sowie die Fl√ľsse Limmat und Glatt ein nutzbares W√§rmepotential
auf. Bevorzugt werden wenige gr√∂ssere Wasserfassungen und -r√ľckgaben, nicht zuletzt wegen
des Unterhalts der Wasserfassung (z.B. Wandermuscheln, Verschlammung), d.h. es sind gemeinschaftliche
L√∂sungen f√ľr viele Geb√§ude anzustreben. Weitere Informationen und Bewilligungsverfahren
siehe www.wasserwirtschaft.zh.ch/oberflaechengewaesser/ogwaermekuehl.

3.1.4 Aussenluft

Aussenluft als W√§rmequelle ist nur f√ľr kleine Anlagen oder in Kombination mit anderen Energietr√§gern
sinnvoll. Dem Schallschutz ist besondere Beachtung zu schenken.

3.1.5 Wärmepumpen

W√§rmepumpenanlagen f√ľr die Nutzung von Abw√§rme und Umweltw√§rme werden durch Beitr√§ge aus
dem Stromsparfonds der Stadt Z√ľrich unterst√ľtzt (www3.stzh.ch/internet/ewz/home/services/
stromsparfonds.html).

3.2 Erneuerbare Energien

3.2.1 Solarstromanlagen (Photovoltaik)

Die Stadt Z√ľrich will die eigenen Geb√§ude vermehrt f√ľr Solarstromanlagen nutzen. Solar-Contractoren
werden auf st√§dtischen Geb√§uden geeignete Fl√§chen unentgeltlich zur Verf√ľgung gestellt (Stadtratsbeschluss
267/2002). Kosten f√ľr Planung, Erstellung, Betrieb und Demontage der Anlage tr√§gt in der
Regel der Contractor.

3.2.2 Thermische Sonnenenergienutzung

Sonnenkollektoren f√ľr die Heizungsunterst√ľtzung sind aufgrund der klimatischen Bedingungen in der
Stadt Z√ľrich nicht sinnvoll. Bei Objekten mit regelm√§ssigem Verbrauch von Warmwasser (Wohnen,
Heime, etc.) ist jedoch eine solare (Vor)erwärmung desselben anzustreben. In diesen Fällen ist die
thermische Sonnenenergienutzung gegen√ľber der Photovoltaik zu bevorzugen.
Sonnenkollektoranlagen werden durch Stromsparfonds der Stadt Z√ľrich unterst√ľtzt (www3.stzh.ch/
internet/ewz/home/services/stromsparfonds.html).

3.2.3 Holz

Aus lufthygienischen Gr√ľnden sind Holzheizungen vor allem in Zentrumslagen zur√ľckhaltend einzusetzen
und die Anlagen sind in bestverf√ľgbarer Technik zu erstellen. Am Stadtrand sind unter guten
Voraussetzungen (insbesondere Brennstoff- und Asche-Logistik) bei kleineren Leistungen Pelletsfeuerungen
und bei gr√∂sseren Anlagen Schnitzelfeuerungen m√∂glich. Bei Projekten f√ľr Holzschnitzelfeuerungen
mit mehr als 150 kW Leistung ist R√ľcksprache mit dem Energiebeauftragten der Stadt Z√ľrich,
Bruno Bébié (bruno.bebie@dib.stzh.ch, Tel. 01 216 26 24) zu nehmen.

3.3 Fernwärme

Aus energie- und umweltpolitischer Sicht ist bei Anschlussmöglichkeit an die Fernwärme dieser Energieträger
priorit√§r zu nutzen. Die finanzpolitischen Vorgaben verlangen f√ľr jeden einzelnen Anschluss
den Nachweis der Wirtschaftlichkeit. Deshalb sind die Anschlussm√∂glichkeiten so fr√ľh als m√∂glich abzukl√§ren.
Informationen sind unter www.fernwaerme-zuerich.ch zu finden.

3.4 Erdgas

Erdgas wird von der Erdgas Z√ľrich AG (www.erdgaszuerich.ch) ausserhalb der Fernw√§rmegebiete
ziemlich flächendeckend angeboten. Die konkreten Anschlussmöglichkeiten an das Erdgasnetz sind
rechtzeitig bei der Erdgas Z√ľrich AG abzukl√§ren.

3.5 Heizöl

Heiz√∂l soll nur dann eingesetzt werden, wenn weder Fernw√§rme noch Erdgas verf√ľgbar sind und der
Bedarf nicht (vollständig) mit erneuerbaren Energien abgedeckt werden kann.
Bei grösseren Feuerungsanlagen ist die kombinierte Verwendung von Heizöl und Erdgas im Zusammenhang
mit dem Zweistoff-Tarifmodell der Erdgas Z√ľrich zu pr√ľfen. Dies gilt insbesondere dann,
wenn hohe Anforderungen an die Versorgungssicherheit gestellt werden.

3.6 Wärmekraftkopplungsanlagen

Aufgrund der mittelfristig anhaltenden Strom√ľbersch√ľsse und der definierten Ziele liegt der breite Einsatz
fossil angetriebener Wärmekraftkopplungsanlagen (WKK) bis auf weiteres nicht im Interesse der
st√§dtischen Energiepolitik. Davon ausdr√ľcklich ausgenommen sind WKK-Anlagen, die mit erneuerbarer
Energie betrieben werden. Diese Strategie ist auch auf die energiepolitischen Ziele des Bundes
abgestimmt.

4. Variantenvergleich

Unter Anwendung der oben definierten Grunds√§tze und Vorgaben sind f√ľr das Energieversorgungskonzept
in der Regel verschiedene Varianten zu pr√ľfen. Um unn√∂tigen Aufwand zu vermeiden, sollen
die entsprechenden Vorschläge vor Erarbeiten des detaillierten Variantenvergleichs mit der Projektleitung
AHB abgesprochen werden1.
Der Variantenvergleich muss die folgenden Elemente beinhalten:
&#61589;&#61472;Kurzer Systembeschrieb mit Funktionsschema
&#61589;&#61472;Investitionskosten unter Ber√ľcksichtigung allf√§lliger F√∂rderbeitr√§ge
&#61589;&#61472;Wirtschaftlichkeitsrechnung unter Ber√ľcksichtigung der Unterhalts- und Energiekosten mit Einbezug
der externen Kosten. Dabei sind die von der Stadt festgelegten Kalkulationsgrundlagen und
Kostensätze anzuwenden. Diese können unter www.energie.stzh.ch heruntergeladen oder bei der
Fachstelle Energie und Gebäudetechnik bezogen werden.
&#61589;&#61472;√Ėkologische Beurteilung nach folgenden Kriterien:
- CO2-Ausstoss (Tonnen pro Jahr)
- Schadstoffemissionen: SO2, NOX, PM10, ... (qualitativ)
- Graue Energie, bezogen auf die Nutzungsdauer (qualitativ)
&#61589;&#61472;Platzbedarf und erforderliche bauliche Massnahmen
&#61589;&#61472;Technische und wirtschaftliche Risiken
&#61589;&#61472;Verf√ľgbarkeit und Zuverl√§ssigkeit
&#61589;&#61472;Erf√ľllung der Vorgaben und Richtlinien des AHB
Die Beurteilung der Varianten soll anhand einer Nutzwertanalyse durchgef√ľhrt werden.




RichtlinieGT Heizungsanlagen

1. Wärmeerzeugung

1.1 Allgemeines

&#61589;&#61472;Bei der Festlegung und Dimensionierung des Wärmeerzeugungssystems ist der dynamische Verlauf
des W√§rmebedarfs (Tages- und Jahresgang) zu ber√ľcksichtigen. Die Leistung der W√§rmeerzeugung
muss sich jederzeit automatisch dem jeweiligen Bedarf anpassen. Hierbei soll im Jahresverlauf
die bestmögliche Energieeffizienz erzielt werden. Leistungsreserven sind zu vermeiden. In
begr√ľndeten Ausnahmef√§llen muss die Leistungsreserve explizit ausgewiesen werden.
&#61589;&#61472;F√ľr Kontrollen und Unterhaltsarbeiten soll jede W√§rmeerzeugungsanlage mit einer Serviceschaltung
ausger√ľstet sein, mit der diese w√§hrend einer begrenzten Zeit und unabh√§ngig vom aktuellen
Wärmebedarf unter Volllast betrieben werden kann.
&#61589;&#61472;Die Verf√ľgbarkeit des gesamten W√§rmeerzeugungssystems muss so hoch sein, dass keine unzumutbare
Beeinträchtigung der Gebäudenutzung auftreten kann. Der entsprechende Nachweis ist
im Energie- und Gebäudetechnikkonzept (siehe RichtlinieGT Planungsgrundlagen, Abschnitt 1.2) zu
dokumentieren. Bei gr√∂sseren oder komplexen Anlagen ist eine Risikoanalyse1 durchzuf√ľhren.
&#61589;&#61472;Die f√ľr Erfolgskontrolle (Einhaltung der Planungswerte) und Betriebsoptimierung erforderlichen
Messeinrichtungen sind bei der Projektierung mit einzuplanen. Im Minimum sind Energieverbrauch
und Betriebsstunden pro Wärmeerzeuger zu erfassen (bei getakteten oder mehrstufigen Aggregaten
Betriebsstunden- und Impulszähler je Stufe). Alle Messeinrichtungen sind in einem Messkonzept
√ľber das ganze Objekt darzustellen, welches mit den Verantwortlichen f√ľr die Geb√§udebewirtschaftung
abzusprechen ist (siehe RichtlinieGT Gebäudeautomation, Abschnitt 2.4).
&#61589;&#61472;Den Anforderungen des Schallschutzes (Norm SIA 181) ist bei der Projektierung von Wärmeerzeugungsanlagen
besondere Beachtung beizumessen.
&#61589;&#61472;Heizungsinstallationen d√ľrfen nur mit Trinkwasser ab Netz gef√ľllt werden. Chemische Zus√§tze sind
nicht erlaubt.

1.2 Gas- und √Ėlfeuerungssysteme

&#61589;&#61472;Brenner, Kessel und Kaminanlage m√ľssen eine funktionell aufeinander abgestimmte Einheit bilden.
&#61589;&#61472;Grundsätzlich sind modulierende Systeme mit gleitender Kesseltemperatur und Abgaskondensation
(Brennwerttechnik) einzusetzen. Bei √Ėlfeuerungen ist diese Forderung in Bezug auf den aktuellen
Stand der Technik und die Wirtschaftlichkeit (Kosten/Nutzenverh√§ltnis, Lebensdauer) zu √ľberpr
√ľfen.
&#61589;&#61472;Grunds√§tzlich sollen Brenner/Kesseleinheiten eingesetzt werden, die in der Liste der typengepr√ľften
Gebläsebrenner, Heizkessel und Wassererwärmer des BUWAL (www.umwelt-schweiz.ch/
buwal/de/fachgebiete/fg_luft/vorschriften/feuerungen/liste) aufgenommen sind. Bei abweichenden
Kombinationen sind die Emissionsgrenzwerte mit Garantiezertifikat (bis 350 kW) bzw. Abnahmemessung
(√ľber 350 kW) nachzuweisen.

1.3 Wärmepumpensysteme

&#61589;&#61472;Die geplanten Werte f√ľr Leistungszahl (COP) und Jahresarbeitszahl (JAZ) sind im Energie- und
Geb√§udetechnikkonzept zu dokumentieren. Die JAZ muss f√ľr das Gesamtsystem (inkl. F√∂rderenergie
f√ľr das W√§rmequellenmedium) beziffert werden. Die entsprechende Systemgrenze ist aufzuzeigen.
&#61589;&#61472;Die messtechnische √úberpr√ľfung der JAZ ist zwingend gefordert; die notwendigen Messeinrichtungen
sind einzuplanen (kleinere Anlagen vorbereitet f√ľr mobile W√§rmemessung, gr√∂ssere Anlagen
mit Wärmezähler).


&#61589;&#61472;Um vom verg√ľnstigten W√§rmepumpen-Tarif des ewz profitieren zu k√∂nnen, muss die W√§rmepumpenanlage
√ľber einen separaten Stromz√§hler direkt ab der Hauptverteilung angeschlossen werden.
&#61589;&#61472;Der K√§ltemittelinhalt im System soll so klein wie m√∂glich sein (Plattentauscher statt Rohrb√ľndeltauscher).
Druckverlust < 20 kPa.
&#61589;&#61472;Im unteren Leistungsbereich sollen ausschliesslich gepr√ľfte W√§rmepumpen mit D-A-CH G√ľtesiegel
(www.fws.ch/fws_061) eingesetzt werden.

2. Wärmeverteilung

&#61589;&#61472;Um Pumpenergie zu sparen sind Verbraucherkreise wenn immer möglich und sinnvoll mit variablen
Wassermengen und drehzahlgeregelten Pumpen zu konzipieren. √úberdies ist die Steuerung so
zu realisieren, dass während Zeiten ohne Last die Pumpen ausgeschaltet werden.
&#61589;&#61472;In Geb√§uden mit mehreren Nutzergruppen (Mietern) m√ľssen bei der Projektierung der W√§rmeverteilung
die Anforderungen an eine individuelle Verbrauchserfassung ber√ľcksichtigt werden. Alle
Messeinrichtungen sind in einem Messkonzept √ľber das ganze Objekt darzustellen, welches mit
den Verantwortlichen f√ľr die Geb√§udebewirtschaftung abzusprechen ist (siehe RichtlinieGT Geb√§udeautomation,
Abschnitt 2.4).
&#61589;&#61472;F√ľr die Raumheizung sind Zonen unterschiedlicher Last (z.B. Nord-/S√ľdseite) durch separate
Gruppen zu erschliessen, sofern die Wärmeabgabe nicht individuell geregelt wird (Thermostatventile).
&#61589;&#61472;Wenn immer möglich sind die Verteilnetze so zu gestalten, dass keine aufwändigen Abgleiche
notwendig sind. Wo dies nicht machbar ist, sind entsprechende Regelorgane einzubauen. Das
Einhalten der geplanten Wassermengen ist anlässlich der Abnahme zu belegen.

3. Wärmeabgabe

&#61589;&#61472;Die W√§rmeabgabesysteme m√ľssen auf die Nutzung der jeweiligen R√§ume abgestimmt sein. In
Räumen mit stark schwankenden internen Lasten (z.B. Schulzimmer) sind träge Abgabesysteme
(z.B. Fussbodenheizung) nicht zulässig. Ausgenommen sind selbstregelnde Systeme (z.B. TABS)
mit Oberfl√§chentemperaturen &#8804; 25¬įC.
&#61589;&#61472;F√ľr R√§ume oder Zonen, in denen ein Bedarf f√ľr K√ľhlung besteht, ist ein kombiniertes Abgabesystem
zum Heizen und K√ľhlen (z.B. TABS) anzustreben.
&#61589;&#61472;Bei der Projektierung von Heizkörpern ist den Aspekten der Gestaltung (architektonisches Konzept),
des Unterhalts (Zugänglichkeit) und der Reinigung (keine .Schmutzecken.) Rechnung zu
tragen.
&#61589;&#61472;Schnell reagierende Abgabesysteme sind mit Thermostatventilen zur individuellen Raumtemperaturregelung
auszur√ľsten (in √∂ffentlichen und halb√∂ffentlichen R√§umen .Beh√∂rdenmodell. einsetzen).
Dabei muss gewährleistet sein, dass die Sensorköpfe die Raumtemperatur korrekt erfassen.
Abgesetzte F√ľhler sind wenn immer m√∂glich zu vermeiden.



RichtlinieGT Raumk√ľhlung

1. Nachweise

1.1 Bedarfsnachweis

Der Bedarfsnachweis f√ľr die Raumk√ľhlung ist gem√§ss Empfehlung SIA V382/3 zu erbringen. F√ľr die
Beurteilung der maximalen sommerlichen Raumtemperaturen muss eine dynamische Simulation (z.B.
mit DOE-2) durchgef√ľhrt werden.

1.2 Nachweis elektrische Energie

Der Verbrauch elektrischer Energie f√ľr die K√ľhlung ist gem√§ss Empfehlung SIA 380/4 nachzuweisen.
Hierf√ľr ist die jeweils aktuelle Version des Nachweistools (Download unter www.380-4.ch) zu verwenden.
Der Nachweis ist an die Fachstelle Energie- und Gebäudetechnik des AHB (in elektronischer
Form) einzureichen.
Bei MINERGIE¬ģ-Bauten dient der Nachweis der Ermittlung des Elektrizit√§tsbedarfs f√ľr die K√ľhlung
und das Ergebnis ist in den MINERGIE¬ģ-Nachweis zu √ľbertragen. Unabh√§ngig von der Anwendung
des MINERGIE¬ģ-Standards ist der Grenzwert nach Empfehlung SIA 380/4 einzuhalten.

2. Systemwahl und ‚Äďauslegung

Systemwahl und -auslegung f√ľr die Raumk√ľhlung sollen grunds√§tzlich nicht auf der maximal auftretenden
Wärmeleistung (in kW) sondern auf der maximalen, während eines Tages anfallenden, Wärmeenergie
(in kWh/d) basieren. Voraussetzung hierf√ľr ist, dass in den zu k√ľhlenden R√§umen
- gen√ľgend thermisch aktive Speichermasse vorhanden ist und
- Temperaturschwankungen von 3 bis 4 K √ľber den Tag zul√§ssig sind.
Als Alternativen oder Ergänzung zur mechanischen Kälteerzeugung sind im Rahmen der Systemwahl
folgende M√∂glichkeiten zu pr√ľfen:
&#61589;&#61472;Direkte Nutzung nat√ľrlicher K√§ltetr√§ger, und -speicher (freie K√ľhlung):
- Aussenluft (vor allem nachts)
- Erdreich: Lufterdregister, Erdsonden (Wärmequelle im Winter und Wärmesenke im Sommer)
- Oberflächengewässer (siehe RichtlinieGT Energieversorgung - Systemwahl, Abschnitt 3.1.3)
&#61589;&#61472;Nutzung der Verdunstungsk√§lte von Wasser (adiabate K√ľhlung), sorptionsgest√ľtzte K√ľhlung


3. Kälteerzeugung

3.1 Allgemeines

&#61589;&#61472;Bei der Festlegung und Dimensionierung des Kälteerzeugungssystems ist der dynamische Verlauf
des K√§ltebedarfs (Tages- und Jahresgang) zu ber√ľcksichtigen. Kurzzeitige Lastspitzen sollen
durch geeignete Massnahmen (Pufferspeicher, Lastmanagement) gebrochen werden. Die Leistung
der Kälteerzeugung muss sich jederzeit automatisch dem jeweiligen Bedarf anpassen. Hierbei soll
im Jahresverlauf die bestmögliche Energieeffizienz erzielt werden.
&#61589;&#61472;Die Verf√ľgbarkeit des gesamten K√§lteerzeugungssystems muss so hoch sein, dass keine unzumutbare
Beeinträchtigung der Gebäudenutzung auftreten kann. Der entsprechende Nachweis ist
im Energie- und Gebäudetechnikkonzept (siehe RichtlinieGT Planungsgrundlagen, Abschnitt 1.2) zu
dokumentieren. Bei gr√∂sseren oder komplexen Anlagen ist eine Risikoanalyse durchzuf√ľhren.
&#61589;&#61472;Die f√ľr Erfolgskontrolle (Einhaltung der Planungswerte) und Betriebsoptimierung erforderlichen
Messeinrichtungen sind bei der Projektierung mit einzuplanen. Im Minimum sind Energieverbrauch
und Betriebsstunden pro Kälteerzeuger zu erfassen.
&#61589;&#61472;Den Anforderungen des Schallschutzes (Norm SIA 181) ist bei der Projektierung von Kälteerzeugungsanlagen
besondere Beachtung beizumessen. Dies gilt ganz speziell f√ľr aussen installierte
(R√ľck)k√ľhlanlagen.

3.2 Kältemaschinen

&#61589;&#61472;Die Anforderungen in Bezug auf den Aufstellungsort gemäss Norm SN 253 130 (jeweils neueste
Ausgabe) m√ľssen erf√ľllt sein.
&#61589;&#61472;Kleine Anlagen mit kurzen Verbindungswegen können als direktverdampfende Systeme realisiert
werden. F√ľr gr√∂ssere Anlagen sind Kaltwassermaschinen einzusetzen.
&#61589;&#61472;Die geplanten Werte f√ľr Leistungszahl (COP) und Jahresarbeitszahl (JAZ) sind im Energie- und
Geb√§udetechnikkonzept zu dokumentieren. Die JAZ muss f√ľr das Gesamtsystem (inkl. R√ľckk√ľhlung)
beziffert werden. Die entsprechende Systemgrenze ist aufzuzeigen.
&#61589;&#61472;Die messtechnische √úberpr√ľfung der JAZ ist zwingend gefordert; die notwendigen Messeinrichtungen
sind einzuplanen (kleinere Anlagen vorbereitet f√ľr mobile W√§rmemessung, gr√∂ssere Anlagen
mit Wärmezähler).
&#61589;&#61472;Anlagen ab 5 kW elektrischer Leistung sind mit eigenem Stromzähler und Ein-/Ausschaltimpulszähler
auszustatten.
&#61589;&#61472;F√ľr Kontrollen und Wartungsarbeiten soll jede K√§ltemaschinenanlage mit einer Serviceschaltung
ausger√ľstet sein, mit der diese w√§hrend einer begrenzten Zeit und unabh√§ngig vom aktuellen K√§ltebedarf
unter Volllast betrieben werden kann.
&#61589;&#61472;Der K√§ltemittelinhalt im System soll so klein wie m√∂glich sein (Plattentauscher statt Rohrb√ľndeltauscher).
Die Wahl des Kältemittels hat den neuesten Erkenntnissen der Stoffverordnung zu entsprechen
(siehe www.umwelt-schweiz.ch/buwal/de/fachgebiete/fg_stoffe/recht/stoffverordnung).
Wo m√∂glich sind nat√ľrliche Arbeitsstoffe H-FKW-Stoffen vorzuziehen.
Nat√ľrliche Stoffe: CnHm, NH3, CO2 Bevorzugte H-FKW: R134a, R410A, (R407C)
&#61589;&#61472;Die Kondensationswärme ist wenn immer möglich zu nutzen (z.B. zur Brauchwasser-Vorwärmung).
Besteht im Jahresverlauf während längerer Zeit gleichzeitig Wärme- und Kältebedarf, ist
die Anlage als kombinierte Kältemaschine/Wärmepumpe zu konzipieren.

4. Kälteverteilung

&#61589;&#61472;Um Pumpenergie zu sparen sind Verbraucherkreise grundsätzlich mit variablen Wassermengen
und drehzahlgeregelten Pumpen zu konzipieren. √úberdies ist die Steuerung so zu realisieren, dass
während Zeiten ohne Last die Pumpen ausgeschaltet werden.
&#61589;&#61472;In Geb√§uden mit mehreren Nutzergruppen (Mietern) m√ľssen bei der Projektierung der K√§lteverteilung
die Anforderungen an eine individuelle Verbrauchserfassung ber√ľcksichtigt werden. Alle
Messeinrichtungen sind in einem Messkonzept √ľber das ganze Objekt darzustellen, welches mit
den Verantwortlichen f√ľr die Geb√§udebewirtschaftung abzusprechen ist (siehe RichtlinieGT Geb√§udeautomation,
Abschnitt 2.4).
&#61589;&#61472;Wenn immer möglich sind die Verteilnetze so zu gestalten, dass keine aufwändigen Abgleiche notwendig
sind. Wo dies nicht machbar ist, sind entsprechende Regelorgane einzubauen. Das Einhalten
der geplanten Wassermengen ist anlässlich der Abnahme zu belegen.

5. Kälteabgabe

&#61589;&#61472;Wasserf√ľhrende Systeme sind grunds√§tzlich gegen√ľber der K√ľhlung mit Luft zu bevorzugen. Wesentlich
h√∂here Luftmengen als hygienisch notwendig zu K√ľhlzwecken sind nicht zul√§ssig.
&#61589;&#61472;Wo die Voraussetzungen gegeben sind, ist ein kombiniertes Abgabesystem zum Heizen und K√ľhlen
(z.B. TABS) anzustreben.
&#61589;&#61472;Schnell reagierende Abgabesysteme (z.B. K√ľhldecken) sind mit einer Einzelraumregelung auszur√ľsten.
&#61589;&#61472;Kondenswasser an den Oberflächen von Abgabesystemen ist grundsätzlich durch entsprechend
hohe Vorlauftemperaturen zu vermeiden. Falls dies nicht möglich ist, muss eine zuverlässige Drosselung
oder Abschaltung durch eine autonome Regeleinrichtung erfolgen.






RichtlinieGT L√ľftungsanlagen

1. Allgemeines

1.1 Notwendigkeit und Dimensionierung der mechanischen L√ľftung

Die Notwendigkeit f√ľr eine mechanische L√ľftung ist gegeben, wenn
&#61589;&#61472;die Anforderungen an den Energieverbrauch dies verlangen (MINERGIE¬ģ, MINERGIE¬ģ-P)
&#61589;&#61472;die Aussenluft stark mit Schadstoffen belastet ist
&#61589;&#61472;der Gebäudestandort stark mit Lärm belastet ist
&#61589;&#61472;der hygienisch notwendige Luftwechsel anders nicht sichergestellt werden kann (z.B. innenliegende
Räume).
Im Zweifelsfall entscheidet das Projektteam zusammen mit den Verantwortlichen f√ľr die Geb√§udebewirtschaftung
√ľber die Realisierung mechanischer L√ľftungsanlagen. In jedem Fall muss das L√ľftungskonzept
durch das Projektteam genehmigt werden.
Die L√ľftungsanlagen sind grunds√§tzlich f√ľr den hygienisch notwendigen Luftwechsel zu dimensionieren.
Das Zu- oder Abf√ľhren von W√§rmelasten √ľber die L√ľftungsanlage ist nur in begr√ľndeten Ausnahmef√§llen
zulässig (z.B. wenn dies energetische oder wirtschaftliche Vorteile bringt).
Die erforderlichen Luftmengen sind aufgrund der projektspezifischen Vorgaben bez√ľglich Belegung
und Nutzung festzulegen. Fehlen solche, sind die Anforderungen mit der Projektleitung AHB zu klären.

1.2 Nachtl√ľftung

Mit auf den hygienisch notwendigen Luftwechsel ausgelegten L√ľftungsanlagen ist ein n√§chtliches
Ausk√ľhlen der R√§ume in der Regel nicht sinnvoll, da die erzielte Wirkung in ung√ľnstigem Verh√§ltnis
zur aufgewendeten Antriebsenergie steht.

1.3 Nachweis elektrische Energie

Der Verbrauch elektrischer Energie f√ľr die L√ľftung ist gem√§ss Empfehlung SIA 380/4 nachzuweisen.
Hierf√ľr ist die jeweils aktuelle Version des Nachweistools (Download unter www.380-4.ch) zu verwenden.
Der Nachweis ist an die Fachstelle Energie- und Gebäudetechnik des AHB (in elektronischer
Form) einzureichen.
Bei MINERGIE¬ģ-Bauten dient der Nachweis der Ermittlung des Elektrizit√§tsbedarfs f√ľr die L√ľftung
(und allenfalls Befeuchtung) und das Ergebnis ist in den MINERGIE¬ģ-Nachweis zu √ľbertragen. Unabh√§ngig
von der Anwendung des MINERGIE¬ģ-Standards ist der Grenzwert nach Empfehlung SIA 380/4
einzuhalten.

2. Luftaufbereitung

2.1 Aussenluftfassung

Aussenluftfassungen sind so zu platzieren und zu gestalten, dass möglichst
- keine Geruchs- und Schadstoffe √ľber die L√ľftungsanlage in das Geb√§ude gelangen k√∂nnen und
- kein zusätzlicher Wärmeeintrag im Sommer stattfindet.
Der Einbau eines Lufterdregisters zur Vorkonditionierung der Aussenluft ist grundsätzlich anzustreben.
Die M√∂glichkeit hierzu muss fr√ľhzeitig abgekl√§rt werden. Bei der Projektierung von Lufterdregistern
sind folgende Vorgaben zu beachten:
&#61589;&#61472;Sorgfältige Auslegung und Dimensionierung (Rohrlänge, -durchmesser und -abstand). Bei grösseren
Anlagen ist die Wirksamkeit durch eine Simulation nachzuweisen (z.B. mit dem Programm
WKM, siehe www.igjzh.com/huber).

&#61589;&#61472;Einfache Reinigungsmöglichkeit sicherstellen, Eindringen von Kleintieren verhindern
&#61589;&#61472;Entwässerung mittels syphoniertem Ablauf, Gefälle vorzugsweise vom Gebäude weg mit > 1%
&#61589;&#61472;Materialwahl: - mit Vorteil glattwandige Rohre, keine gewellten doppelwandigen Rohre
- vorzugsweise HDPE oder Beton, kein PVC
- Humussäurebeständigkeit
&#61589;&#61472;Ausf√ľhrung: - dichte Ausf√ľhrung (Radon, Wasser)
- kein Ansaugen durch die Sickerleitung
- auf stabilem Untergrund (Sand-, Magerbetonbett)

2.2 Luftfilterung

Die Aussenluft ist entsprechend den Nutzungsanforderungen und der Aussenluftbelastung zu filtern.
Besondere Beachtung ist der Problematik der lungengängigen Feinstäube (PM-10 und PM-2.5) zu
schenken. F√ľr normale Anforderungen hat eine Filtrierung nach Klasse F7 zu erfolgen.
Es muss daf√ľr gesorgt werden, dass Aussenluftfilter keinesfalls nass werden k√∂nnen (maximal 80%
r.F. am Filtereintritt).
Dimensionierung und Auswahl von Filtern sind nach folgenden Kriterien zu optimieren:
- Standzeit
- Wirksamkeit (m√∂glichst konstant √ľber die ganze Standzeit)
- Druckverlust (&#8594;&#61472;Energieaufwand)
- Preis
Um eine korrekte Wartung zu erm√∂glichen ist generell bei jedem Filter der Druckabfall zu √ľberwachen.

2.3 Luftbefeuchtung

Die Befeuchtung der Zuluft ist nur in begr√ľndeten Ausnahmef√§llen zul√§ssig (z.B. Museen oder Lagerr√§ume
f√ľr wertvolle Kulturg√ľter). Die Bedarfsermittlung soll nach der Empfehlung SIA V382/3 erfolgen.
Falls die Befeuchtung nicht in einem projektspezifischen Pflichtenheft explizit gefordert ist, liegt die
Entscheidung bei der Projektleitung AHB.
Ausgenommen hiervon sind Anlagen f√ľr die adiabate K√ľhlung oder die Feuchter√ľckgewinnung aus
der Abluft.

3. Luftverteilung und ‚Äďabgabe

&#61589;&#61472;Wenn immer möglich ist die Luftverteilung so zu gestalten, dass keine aufwändigen Abgleiche notwendig
sind. Wo dies nicht machbar ist, sind entsprechende Regelorgane einzubauen. Das Einhalten
der geplanten Luftmengen ist anlässlich der Abnahme zu belegen.
&#61589;&#61472;Brandschutzklappen sind wenn m√∂glich zu vermeiden. Werden trotzdem solche eingesetzt, m√ľssen
sie jederzeit zugänglich sein.
&#61589;&#61472;Das Kanalnetz sowie die Luftein- und -ausl√§sse sind so zu gestalten, dass eine Reinigung mit vern√ľnftigem
Aufwand möglich ist.
&#61589;&#61472;Den Anforderungen des Schallschutzes ist sorgfältige Beachtung zu schenken. Insbesondere gilt
es, die Ger√§usch√ľbertragung von Raum zu Raum (Telefonie) zu verhindern.
&#61589;&#61472;Die Bel√ľftung der R√§ume und Zonen soll wenn m√∂glich nach dem Prinzip der Verdr√§ngungsl√ľftung
erfolgen.
&#61589;&#61472;√Ėrtlich begrenzte Geruchs- oder W√§rmeemissionen sollen m√∂glichst lokal abgef√ľhrt werden.
&#61589;&#61472;Bei komplexen Raumsituationen ist die Wirksamkeit der L√ľftung durch eine Str√∂mungssimulation
nachzuweisen.
&#61589;&#61472;Sofern keine projektspezifischen Anforderungen bestehen, ist die Dichtheitsklasse des Kanalnetzes
mit der Projektleitung AHB abzusprechen.


4. Steuerung

Um den Anforderungen bez√ľglich Benutzerkomfort und Energieeffizienz zu entsprechen, m√ľssen L√ľftungsanlagen
grundsätzlich bedarfsabhängig betrieben werden:
&#61589;&#61472;Sind die R√§ume mehrheitlich zu regelm√§ssigen Zeiten belegt, wird die L√ľftung zeitabh√§ngig gesteuert.
&#61589;&#61472;Bei Belegung zu unregelm√§ssigen Zeiten erfolgt die Steuerung √ľber Pr√§senzmelder oder √ľber Bedienelemente
im Raum. Im letzteren Fall muss die Anlage zeitverzögert (Timer-Funktion) oder zu
einem bestimmten Zeitpunkt (Schaltuhr) automatisch ausgeschaltet werden.
&#61589;&#61472;Grössere Räume mit stark schwankender, unregelmässiger Belegung (z.B. Vortragssäle) sollen mit
variablen Volumenstromreglern (VVS) und Mischgassensoren (CO2+VOC) ausger√ľstet werden.
&#61589;&#61472;Sind mehrere Räume oder Zonen mit unterschiedlicher Belegung an derselben Luftaufbereitungsanlage
angeschlossen, muss die Bel√ľftung jeder dieser Zonen separat gesteuert werden. Die Luftaufbereitung
wird in Abhängigkeit des Bedarfs der Zonen mit variabler Luftmenge betrieben.



RichtlinieGT Sanitärinstallationen

1. Warmwasserversorgung

&#61589;&#61472;Die Dimensionierung der Warmwasserversorgung ist aufgrund der projektspezifischen Vorgaben
bez√ľglich Belegung und Nutzung vorzunehmen. Fehlen solche, sind die Anforderungen mit der
Projektleitung AHB zu klären.
&#61589;&#61472;Die Wassererwärmung muss in das Gesamtkonzept zur Wärmeerzeugung (siehe RichtlinieGT Heizungsanlagen,
Kapitel 1) einbezogen werden. Bei Objekten mit erheblichem Warmwasserverbrauch
(Wohnen, Heime, etc.) ist eine solare (Vor)erwärmung anzustreben (siehe RichtlinieGT Systemwahl,
Abschnitt 3.2.2).
&#61589;&#61472;Bei Nutzungen, die eine unterbruchslose Warmwasserversorgung erfordern (z.B. Krankenheime),
muss die Verf√ľgbarkeit auch w√§hrend Wartungsarbeiten (z.B. Entkalken) gew√§hrleistet sein.
&#61589;&#61472;Dem Legionellenschutz muss bei der Projektierung sorgfältige Beachtung geschenkt werden. Eine
√úbersicht der empfohlenen Massnahmen gibt das Merkblatt ‚ÄěLegionellen in Trinkwasserinstallationen
- was muss beachtet werden?“ des SVGW (www.svgw.ch/deutsch/filesPR/v700.pdf)
&#61589;&#61472;In Geb√§uden mit mehreren Nutzergruppen (Mietern) m√ľssen bei der Projektierung der Warmwasserversorgung
die Anforderungen an eine individuelle Verbrauchserfassung ber√ľcksichtigt werden.
Alle Messeinrichtungen sind in einem Messkonzept √ľber das ganze Objekt darzustellen, welches
mit den Verantwortlichen f√ľr die Geb√§udebewirtschaftung abzusprechen ist (siehe RichtlinieGT Geb√§udeautomation,
Abschnitt 2.4).

2. Wasserverteilung und ‚Äďabgabe

&#61589;&#61472;In der Trinkwasserzuleitung ist vor dem ersten Verbraucher ein Feinfilter vorzusehen.
&#61589;&#61472;Verbrauchergruppen m√ľssen separat absperrbar sein.
&#61589;&#61472;Bei gr√∂sseren Leitungen sind demontierbare Kontrollst√ľcke vorzusehen; sie m√ľssen absperrbar
sein.
&#61589;&#61472;Zirkulationssysteme sind wenn immer möglich so zu gestalten, dass keine aufwändigen Abgleiche
notwendig sind. Wo dies nicht machbar ist, sind entsprechende Regelorgane einzubauen. Das
Einhalten der geplanten Wassermengen ist anlässlich der Abnahme zu belegen.
&#61589;&#61472;Die Einrichtungen zur Wasserabgabe sind konsequent auf sparsamen Verbrauch zu optimieren:
- Wassersparende Armaturen
- Toilettensp√ľlungen mit Mengenbegrenzung (6 Liter) und zwei Sp√ľlmengen
- Urinale mit m√∂glichst geringen Sp√ľlmengen (&#8804;&#61472;2 Liter) oder in wasserloser Ausf√ľhrung1
- Duschen in Schul- und Sportanlagen mit zeitgesteuerten Duschautomaten ausr√ľsten
&#61589;&#61472;Einhebelmischer sind Batteriemischern vorzuziehen
&#61589;&#61472;Mechanische Mischer sind thermischen vorzuziehen
&#61589;&#61472;Weitere Massnahmen zum sparsamen Umgang mit Wasser sind dem Informationsblatt 2.3 ‚ÄěWassersparen‚Äú
in der Dokumentation Bauen + √Ėkologie des AHB zu entnehmen (www3.stzh.ch/
internet/hbd/home/beraten/fachstellen/nachhaltiges_bauen.html).
1 in Absprache mit der Projektleitung AHB

3. Abwasser

Gem√§ss Norm SN 592000, Ausgabe 2002, ist f√ľr die Entw√§sserung der gesamten Liegenschaft (Geb√§ude
und Grundst√ľck) ein ‚ÄěFachspezialist f√ľr das Entw√§sserungskonzept‚Äú zust√§ndig. Dieser muss zu
Beginn der Projektierung bezeichnet werden und tritt als Ansprechperson gegen√ľber Entsorgung und
Recycling Z√ľrich (www.erz.ch) auf.
&#61589;&#61472;Die Abw√§sser sind im Trennsystem nach SN 592000 zu sammeln und abzuf√ľhren.
&#61589;&#61472;Abwasserpumpen sind aus betrieblichen und hygienischen Gr√ľnden nach M√∂glichkeit zu vermeiden.
&#61589;&#61472;Abwasserleitungen und -sch√§chte m√ľssen f√ľr Reparaturen und Instandsetzungen zug√§nglich sein.
Insbesondere d√ľrfen keine Leitungen unter der Bodenplatte von Geb√§uden verlegt werden.

4. Wasserbehandlung

&#61589;&#61472;Wassernachbehandlungen f√ľr Trinkwasser d√ľrfen nur in Spezialf√§llen eingesetzt werden. Sie
sind bewilligungspflichtig.
&#61589;&#61472;Wasserenth√§rtungsanlagen sind auf die Warmwassererzeugung und die in SWKI 97-1 aufgef√ľhrten
Gebiete beschränkt.



RichtlinieGT Elektroanlagen

1. Energieversorgung

1.1 Konzept und Dimensionierung

Die elektrische Energie ist als integraler Bestandteil des gesamten Energieversorgungskonzepts zu
behandeln (siehe RichtlinieGT Energieversorgung - Systemwahl). In diesem Sinne ist in der Konzeptphase
eine besonders enge Zusammenarbeit zwischen Elektro- und HLK-Planenden erforderlich.
Die Dimensionierung der elektrischen Energieversorgung ist aufgrund der projektspezifischen Vorgaben
bez√ľglich Nutzung und Betrieb vorzunehmen. Durch sorgf√§ltige Abkl√§rung derselben muss eine
√úberdimensionierung vermieden werden.
Die Anlagen sind so zu projektieren, dass spätere Erweiterungen in beschränktem Mass möglich sind.
Jedoch m√ľssen die diesbez√ľglichen Vorinvestitionen minimal gehalten werden. Leistungs- und Platzreserven
sind in den Projektunterlagen klar auszuweisen.

1.2 Solarstromanlagen

F√ľr die Projektierung von Photovoltaikanlagen sind die Hinweise im Merkblatt ‚ÄěCheckliste / Empfehlungen
f√ľr Solarstromanlagen in Bauprojekten‚Äú des AHB zu beachten.

1.3 Unterbruchsfreie Stromversorgung (USV)

Die Notwendigkeit einer zentralen USV-Anlage muss klar nachgewiesen und durch die Projektleitung
AHB bewilligt werden. Die Kapazität der Anlage ist auf das betrieblich notwendige Minimum zu beschränken.
Vorgaben f√ľr die Projektierung:
&#61589;&#61472;Kleine Anlagen bis ca. 30 kVA können als Kompaktanlage (Kombination Wechselrichter mit Batterie
in einem Schrank) ausgef√ľhrt werden und sind in einem Raum zu platzieren, der maximal 25¬įC
erreicht.
&#61589;&#61472;Bei grossen Anlagen sind die Batterien in einen separaten Raum mit 22 bis max. 25¬įC aufzustellen.
Eine zu hohe Raumtemperatur reduziert die Batterielebensdauer erheblich.
&#61589;&#61472;Bei jeder Anlage ist eine manuelle Handumgehung und eine automatische Alarmierung bei Störungen
zu realisieren.

1.4 Netzersatzanlage (NEA)

Die Notwendigkeit einer Netzersatzanlage muss klar nachgewiesen und durch die Projektleitung AHB
bewilligt werden. Die Kapazität der Anlage ist auf das betrieblich notwendige Minimum zu beschränken.
Besteht eine objektinterne Bandlast in mindestens der gleichen Grössenordnung wie die erforderliche
NEA-Kapazität ist der Einsatz einer Wärmekraftkopplungsanlage (WKK) als kombinierte Grundlastund
Ersatzstromversorgung zu pr√ľfen.

2. Apparate und Installationen

2.1 Allgemeines

&#61589;&#61472;Es ist ein durchg√§ngiges Konzept f√ľr den Blitz- und √úberspannungsschutz zu erstellen. Dieses
muss auch Vorkehrungen f√ľr den Schutz von Informatik-, Kommunikations- und Bussystemen enthalten.
&#61589;&#61472;Kompensationsanlagen sind nach Möglichkeit aufgrund von unter Betriebsbedingungen vorgenommenen
Messungen auszulegen (verschobene Realisierung).


2.2 Schaltgerätekombinationen (SGK)

Schaltger√§tekombinationen haben der NIN 2000, Kapitel 5.3 zu entsprechen. Sie sind in typengepr√ľfter
(TSK) oder in partiell typengepr√ľfter (PTSK) Ausf√ľhrung nach SN EN 60439-1 zu erstellen. F√ľr
Schaltger√§tekombinationen, die auch f√ľr Laien zug√§nglich sind, gelten die SN EN 60439-3 und
SN EN 60439 3/A1.
Ferner gelten f√ľr die Ausf√ľhrung der SGK folgende Anforderungen:
&#61589;&#61472;Einspeisung mit Hauptschalter und √úberspannungsschutz
&#61589;&#61472;Steckdose Typ 15 mit Fehlerstromschutzschalter, vor dem Hauptschalter abgenommen
&#61589;&#61472;Last- und Steuerteil √ľbersichtlich getrennt angeordnet
&#61589;&#61472;Als Überstromunterbrecher sind bis zur Auslösestromstärke 63A Leitungsschutzschalter einzubauen.
Das Auswechseln unter Spannung muss möglich sein.
&#61589;&#61472;In der Regel ist eine Platzreserve von 20 bis 30% vorzusehen.
&#61589;&#61472;Farben gemäss RichtlinieGT Kennzeichnungssystem

2.3 Installationen

&#61589;&#61472;Bei Zuleitungen zu Verteilanlagen werden die Neutralleiter grundsätzlich nicht reduziert. Ausnahmen
sind nur auf Basis einer sorgfältigen Berechnung zulässig.
&#61589;&#61472;Bei dreiphasiger Erschliessung von Steckdosennetzen muss gewährleistet sein, dass die Belastung
des Neutralleiters in allen Betriebs- und Störfällen innerhalb der zulässigen Grenzen bleibt.
&#61589;&#61472;Die Zugänglichkeit aller ausserhalb von Schaltgerätekombinationen installierter Geräte und Apparate
(Sensoren, Aktoren, Regler, etc.) muss während dem Betrieb des Gebäudes gewährleistet
sein. Es ist nicht statthaft, dass f√ľr Unterhaltsarbeiten an diesen
- fest installierte Bauteile demontiert werden m√ľssen
- Mobiliar verschoben werden muss
- aufw√§ndige Steighilfen (Ger√ľste, Hebeb√ľhnen, o.√§.) erforderlich sind.
&#61589;&#61472;In Kleinkindereinrichtungen (Krippen, Kinderg√§rten) sind zwecks Ber√ľhrungsschutz bei halbgezogenen
Steckern grundsätzlich Steckdosen Typ 13 einzusetzen.

2.4 Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) / Elektrosmog

Nebst der Einhaltung aller einschlägigen Vorschriften und Normen sind bei der Projektierung folgende
Anforderungen zu ber√ľcksichtigen:
&#61589;&#61472;Der Beeinflussung elektronischer Systeme durch leitungsgebundene und nicht leitungsgebundene
Störsignale ist durch geeignete Massnahmen vorzubeugen:
- Getrennte Verlegung von Energie- und Signalleitungen
- Durchg√§ngiges Konzept f√ľr Erdung und Potentialausgleich
- Installationsvorschriften von Geräte- und Systemherstellern konsequent umsetzen
- Umsetzung der geplanten Massnahmen kontrollieren und durchsetzen
&#61589;&#61472;Zur Vorbeugung gegen Elektrosmog durch Hausinstallationen sind die im Informationsblatt 5.7
‚ÄěElektrosmog‚Äú der Dokumentation Bauen und √Ėkologie des AHB beschriebenen Massnahmen soweit
als möglich umzusetzen (www3.stzh.ch/internet/hbd/home/beraten/fachstellen/
nachhaltiges_bauen).



RichtlinieGT Beleuchtung

1. Allgemeines

1.1 Zielsetzung

Durch die Anwendung der vorliegenden Richtlinie sollen im wesentlichen die folgenden Zielsetzungen
erreicht werden:
&#61589;&#61472;F√ľr die Nutzenden verst√§ndliches Betriebsverhalten der Beleuchtungsanlagen (standardisierte,
einfache Steuerungen)
&#61589;&#61472;Einsatz von möglichst einfacher Technik
&#61589;&#61472;Hohe Energieeffizienz der Beleuchtungsanlagen
&#61589;&#61472;Keine Eigenentwicklungen

1.2 Raumgestaltung

Ein sehr wichtiger Faktor in der Beleuchtungsplanung ist die Raumgestaltung. Helle Räume (z.B.
weisse W√§nde und Decken, helle Bodenbel√§ge), haben gegen√ľber einer dunklen Raumgestaltung einen
wesentlich tieferen Elektroenergiebedarf f√ľr die Beleuchtung zur Folge. Die M√∂glichkeit von Farbgestaltung
ist gegeben, hat aber Auswirkungen auf die Beleuchtungsstärke. Die Beleuchtung hat dann
die Anforderungen erf√ľllt, wenn in jeder Zone gen√ľgend Licht f√ľr die jeweilige Nutzung vorhanden ist
und eine angenehme Raumatmosph√§re herrscht. Empfehlungen f√ľr energetisch g√ľnstige Reflexionsgrade
sind in der Norm EN 12464-1 enthalten.

1.3 Projektierung

Die Planung von Beleuchtungsanlagen haben nach der Norm EN 12464-1 sowie den Normen der
Schweizer Lichtgesellschaft (√úbersicht und Bestellungen unter www.slg.ch) und zu erfolgen. Die
EN 12464-1 macht Vorgaben zu Beleuchtungsst√§rken, Blendung und Farbwiedergabe f√ľr ca. 300
Nutzungen. Die wichtigsten davon f√ľr die Bauten der Stadt Z√ľrich sind in einer √úbersichtstabelle zusammengestellt.
Die vorgegebenen Beleuchtungsst√§rken m√ľssen auf &#61617;10 % genau eingehalten werden.
F√ľr typische R√§ume und bei speziellen Raumsituationen sind Beleuchtungsberechnungen mit einem
anerkannten Simulationsprogramm zu erstellen.
Bei der Auswahl der Beleuchtungskörper ist darauf zu achten, dass Leuchten mit elektronischen Vorschaltgeräten
(EVG) und optimale Reflektoren mit hohem Anteil an direktem Licht eingesetzt werden.
F√ľr Standardnutzungen sind m√∂glichst Serienleuchten (keine Eigenentwicklungen) zu w√§hlen. Der Betriebswirkungsgrad
der Leuchten muss einen Wert von 70 bis 90 % erreichen. Die Ausnahme bilden
spezielle Zonen, wie z.B. Empfang oder repräsentative Räume. Bei Sonderanfertigungen muss die
Lichtverteilkurve (LVK) und die Einhaltung der Blendbegrenzung belegt werden. Sie m√ľssen durch die
Projektleitung AHB genehmigt werden.
Zu einer optimalen Beleuchtung gehören Leuchtmittel mit einer hohen Lichtausbeute, d.h. mit einer
möglichst hohen Lumenzahl pro Watt. Es sind grundsätzlich Leuchtmittel der EU-Effizienzklasse A
einzusetzen. Zusätzlich ist in einem Objekt die Vielfalt an Leuchtmitteln möglichst gering zu halten.
Die Zugänglichkeit aller Leuchten muss während dem Betrieb des Gebäudes gewährleistet sein. Es ist
zu vermeiden, dass f√ľr das Auswechseln von Leuchtmitteln
- ganze Leuchten oder andere Bauteile demontiert werden m√ľssen
- aufw√§ndige Steighilfen (Ger√ľste, Hebeb√ľhnen, o.√§.) erforderlich sind.
Wo dies nicht möglich ist (z.B. hohe Hallen) sind mit möglichst langlebige Leuchtmittel (z.B. Long-life

1.4 Nachweis elektrische Energie

Der Verbrauch elektrischer Energie f√ľr die Beleuchtung ist gem√§ss Empfehlung SIA 380/4 nachzuweisen.
Hierf√ľr ist die jeweils aktuelle Version des Nachweistools (Download unter www.380-4.ch) zu
verwenden.
Bei grösseren Bauvorhaben (ab einer Bausumme von ca. 5 Mio. Franken) ist der Nachweis gemäss
dem Projektfortschritt zu √ľberarbeiten und wie folgt an die Fachstelle Energie und Geb√§udetechnik
des AHB (in elektronischer Form) einzureichen:
1. Nachweis: Projekt
2. Nachweis: Ausschreibung (Anpassung des Projektes an die effektive Lösung)
3. Nachweis: √úbergabe (Anpassung aufgrund √Ąnderungen w√§hrend der Realisierung)
Bei allen Neubauten muss der MINERGIE
¬ģ-Grenzwert f√ľr Beleuchtung
eingehalten werden. Bei Erneuerungen
ist dieser anzustreben.
Im Minimum ist der Grenzwert gemäss
nebenstehender Grafik einzuhalten.

2. Steuerung

Um die oben definierten Grenzwerte einhalten zu können, ist in den meisten Fällen eine automatisierte
Beleuchtungssteuerung erforderlich. Der Fokus liegt dabei auf dem konsequenten Abschalten nicht
benötigter Lichtquellen. Nachfolgend sind Funktionalität, Anwendung und Anforderungen an solche
Steuerungen definiert.
Es d√ľrfen grunds√§tzlich nur erprobte L√∂sungen mit Standardprodukten eingesetzt werden. Kann die
Funktionst√ľchtigkeit einer vorgeschlagenen L√∂sung nicht aufgrund vergleichbarer Referenzinstallationen
verifiziert werden, ist vorgängig zur Realisierung ein Musterraum einzurichten.

2.1 Halbautomatische Steuerung mit Abschaltung nach Präsenz und Tageslicht

√úber geeignete Sensoren wird die Beleuchtung ausgeschaltet, wenn gen√ľgend Tageslicht im Raum
vorhanden ist oder sich niemand darin aufhält. Das Einschalten erfolgt grundsätzlich manuell.
Anwendung in B√ľros, Sitzungszimmern, Schulzimmern, Arbeitsr√§umen, etc.
Anforderungen an die Präsenzerfassung:
&#61589;&#61472;Auch ruhig sitzende Personen m√ľssen zuverl√§ssig erfasst werden
&#61589;&#61472;Vollständige Abdeckung aller möglichen Aufenthaltszonen (keine toten Winkel)
&#61589;&#61472;Kombinierte Anwendung f√ľr Beleuchtung und HLK m√∂glich (unterschiedliche Ausschaltverz√∂gerungen)
Anforderungen an die Tageslichterfassung:
&#61589;&#61472;Möglichst geringe Beeinflussung durch Kunstlicht
&#61589;&#61472;Möglichst geringe Beeinflussung durch Möbel, Einrichtungen und Personen im Raum
&#61589;&#61472;Ber√ľcksichtigung des Einflusses von Sonnen- und Blendschutzeinrichtungen
&#61589;&#61472;Die Schwellwerte m√ľssen einstellbar sein und sind so festzulegen, dass keine grossen Helligkeitsspr√ľnge
beim Ausschalten auftreten.
&#61589;&#61472;Bei Raumtiefen > 6m separate Schaltkriterien f√ľr fensternahe und fensterferne Zone

2.2 Automatische Steuerung mit Bewegungs- und Tageslichtsensoren

√úber geeignete Sensoren werden Bewegungen von Personen sowie das Tageslicht im Raum erfasst
und die Beleuchtung entsprechend automatisch ein- und ausgeschaltet. In nat√ľrlich belichteten R√§umen
wird sie nur dann eingeschaltet, wenn nicht gen√ľgend Tageslicht vorhanden ist.
Anwendung f√ľr Verkehrsfl√§chen (Korridore, Treppenh√§user), Toiletten, Garderoben, Parkgaragen, etc.
Grenzwert
SIA 380/4
Grenzwert
AHB
Zielwert
SIA 380/4
¬ľ ¬ľ
Grenzwert
MINERGIE¬ģ


Anforderungen an die Bewegungserfassung:
&#61589;&#61472;Zuverlässige und rasche Erfassung sich bewegender Personen
&#61589;&#61472;Abdeckung und Ausschaltverzögerung sind auf die möglichen Nutzungen der jeweiligen Räume
abzustimmen
&#61589;&#61472;Kombinierte Anwendung f√ľr Beleuchtung und HLK m√∂glich (unterschiedliche Ausschaltverz√∂gerungen)
Anforderungen an die Tageslichterfassung:
Analog oben, jedoch ohne Zonenaufteilung bei grossen Raumtiefen.

2.3 Lichtregelung, Szenensteuerung

Dimmbare Beleuchtungsanlagen mit Lichtregelung und/oder Szenensteuerung sind nur in Einzelfällen
f√ľr spezielle R√§ume zul√§ssig (z.B. Mehrzwecks√§le, Konferenzr√§ume). Das entsprechende Konzept
muss durch die Projektleitung AHB genehmigt werden, falls die projektspezifischen Anforderungen
nicht in einem Pflichtenheft Gebäudetechnik festgehalten sind.

3. Notbeleuchtung

Falls durch Auflagen oder spezielle Anforderungen Notbeleuchtungsanlagen f√ľr Fluchtwegmarkierungs-
und Notausgangsleuchten zu installieren sind, gelten die folgenden Anforderungen zwingend:
&#61589;&#61472;Planung und Projektierung nach NIN SN SEV 1000:2000
&#61589;&#61472;Brandschutzrichtlinien der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherer (www.vkf.ch/http/shop/)
&#61589;&#61472;Verkabelung der Leuchten mit Kabeln mit Funktionserhalt min. 60 Minuten
&#61589;&#61472;Stromversorgung mit Spannungs√ľberwachung pro SGK
&#61589;&#61472;Zentrale ortsfest und in geeignetem Raum installiert
&#61589;&#61472;Die Anlage muss mit einer selektiven Lastabschaltung ausger√ľstet sein
&#61589;&#61472;Überstromschutzorgane gemäss NIN Ziffer 5.6.3.4
Anlagen mit mehr als 5 Notleuchten sind als Zentralbatteriesystem mit automatischer Funktions√ľberwachung
zu realisieren.
Falls die projektspezifischen Anforderungen nicht in einem Pflichtenheft Gebäudetechnik festgehalten
sind, muss das Notbeleuchtungskonzept durch die Projektleitung AHB genehmigt werden.





RichtlinieGT Gebäudeautomation

1. Allgemeines

Unter dem Begriff Gebäudeautomation sind alle Einrichtungen zur selbsttätigen Steuerung, Regelung
und Überwachung von gebäudetechnischen Anlagen sowie zur Erfassung von Betriebsdaten zusammengefasst.
Dies umschliesst die ganze Palette vom einzelnen Regler bis zum voll integrierten Leitsystem
und beinhaltet nebst der ‚Äětraditionellen‚Äú HLK-Regelung auch die Steuerung von Beleuchtung,
Sonnenschutz und allfällige Spezialanlagen. Entsprechend sind die Anforderungen an die Gebäudeautomation
je nach Grösse und Komplexität eines Objektes sehr unterschiedlich.
Diese Richtlinie deckt grundsätzlich alle Fälle ab. Der Grossteil der darin enthaltenen Vorgaben gelten
jedoch vor allem f√ľr gr√∂ssere und komplexere Anlagen.

2. Funktionale Anforderungen

2.1 Steuerung, Regelung

Die Steuerung und Regelung der gebäudetechnischen Anlagen hat nach folgenden Grundsätzen zu
erfolgen:
bedarfsabhängig Jede Anlage ist nur dann in Betrieb, wenn dies erforderlich ist. Bei verteilten Systemen
(Heizung, L√ľftung) geschieht die bedarfsabh√§ngige Steuerung √ľber die
Kette Verbraucher &#8594;&#61472;Verteilung &#8594;&#61472;Erzeugung/Aufbereitung.
automatisch Die Anlagen passen sich automatisch den wechselnden Betriebsbedingungen an
(Sommer/Winter, Tag/Nacht, Witterung, etc.). Durch den Betreiber vorzunehmende
Eingriffe (z.B. Sommer/Winter-Umschaltung) sind zu vermeiden.
Die Anforderungen an die Steuer- und Regelfunktionen der einzelnen Gewerke ergeben sich aus den
entsprechenden Richtlinien, den Standards f√ľr spezifische Nutzungstypen sowie den projektspezifischen
Vorgaben (Pflichtenheft Gebäudetechnik).

2.2 Bedienung, Schnittstellen Mensch/Technik

Bei der Gestaltung der Schnittstellen zwischen Mensch und Technik ist klar zwischen den Anforderungen
und Bed√ľrfnissen der verschiedenen Anwender zu unterscheiden. Die wichtigsten Anwendergruppen
sind
Benutzer Bewohner, Angestellte, G√§ste, Sch√ľler, etc.
Betreiber Hauswarte, technischer Dienst, ...
Servicetechniker Technisches Personal der Lieferanten von gebäudetechnischen Anlagen bzw.
Gebäudeautomationssystemen

2.2.1 Benutzer

Die Bedienschnittstellen f√ľr Benutzer sind auf ein notwendiges Minimum zu beschr√§nken und m√ľssen
intuitiv verständlich und einfach zu handhaben sein. Der Zweck von Bedienelementen muss durch deren
Gestaltung oder Platzierung eindeutig erkennbar sein. Bedieneingriffe m√ľssen jederzeit m√∂glich
(Ausnahme: sicherheitsrelevante Funktionen) und deren Auswirkung f√ľr den Bediener unmittelbar erkennbar
sein (Feedback).
Die Benutzer sollen keinen Zugriff auf die den Betreibern und den Servicetechnikern vorbehaltenen
Bedienschnittstellen haben.

2.2.2 Betreiber

Die Bedienm√∂glichkeiten f√ľr das Betriebspersonal sollen eine optimale Unterst√ľtzung f√ľr Wartung und
Unterhalt sowie Betriebsoptimierung der gebäudetechnischen Anlagen bieten. Je nach Grösse und
Komplexität des Objekts umfasst dies das ganze Spektrum von einfachen Störanzeigen bis zum kompletten
Leitsystem. Dabei sind folgende Bedienebenen zu unterscheiden:
Vorortbedienung Bedienschnittstellen am Ort der jeweiligen Anlage. Bei einfachen Anlagen befinden
sich diese direkt am Gerät, bei komplexen i.d.R. in einem Schaltschrank.
Zentralbedienung Bedienung aller Anlagen eines Gebäudes oder Gebäudekomplexes von einem
zentralen Ort aus. Hierf√ľr wird √ľblicherweise ein PC eingesetzt, der mit den Anlagen
√ľber ein Bus-System vernetzt ist.
Fernbedienung Informations√ľbermittlung an externe Stellen und/oder Bedienzugriff von ausserhalb
des Objekts.
Die nachfolgende Tabelle definiert die Anforderungen an die Bedienmöglichkeiten auf den verschiedenen
Ebenen.
Bedienfunktion Vorort Zentral Fern
Wartungsmeldungen, Störungen und Alarme anzeigen/melden 2 X X X
Störungen und Alarme quittieren 2 X X1 X1
Wartungsmeldungen, Störungen und Alarme aufzeichnen (History) (X) X (X)
Betriebszustände und Messwerte anzeigen X X (X)
Betriebszustände und Messwerte aufzeichnen (Trendlog) (X) X (X)
Sollwerte und Betriebsparameter einstellen X X1 (X1)
Zeitschaltfunktionen programmieren X X1 (X1)
Anlagen und Anlageteile ein- und ausschalten X4 X1 (X1)
Zustands- und Störungsprotokolle erstellen X (X)
Betriebsdaten erfassen und aufbereiten 3 (X) (X)
Statistische Auswertungen erstellen (X) (X)
1 Schutz vor unautorisiertem Zugriff erforderlich
2 siehe Abschnitt 2.3
3 siehe Abschnitt 2.4
4 Bei programmierbaren Steuerungen (DDC oder SPS) ist f√ľr diese Funktion eine zus√§tzliche, von
der anlagespezifischen Steuerungssoftware unabhängige Notbedienebene erforderlich (z.B. in
Form von Handschaltern auf den Ein-/Ausgabemodulen). Die entsprechenden Bedienelemente
sind vor unautorisierter Bet√§tigung zu sch√ľtzen (Anordnung im Innern des Schaltschranks). Die anlagetechnischen
Sicherheiten (Verriegelungen, Verz√∂gerungen) m√ľssen nicht gew√§hrleistet sein.
( ) optional (objektspezifisch festzulegen)
Während die Vorortbedienung in irgendeiner Form immer vorhanden ist, hängt die Notwendigkeit einer
Zentral- und/oder Fernbedienung von folgenden Kriterien ab:
&#61589;&#61472;Anzahl, Komplexität und örtliche Verteilung der gebäudetechnischen Anlagen
&#61589;&#61472;Notwendigkeit und Häufigkeit von Bedieneingriffen durch das Betriebspersonal
&#61589;&#61472;Betriebskonzept: - Regelmässig fachkundiges Personal im Objekt &#8594;&#61472;Zentralbedienung
- Betreuung durch externe Stelle &#8594;&#61472;Fernbedienung
Falls die projektspezifischen Anforderungen nicht in einem Pflichtenheft Gebäudetechnik festgehalten
sind, muss das Bedienkonzept mit den Verantwortlichen f√ľr die Geb√§udebewirtschaftung abgesprochen
und durch die Projektleitung AHB genehmigt werden.

2.2.3 Servicetechniker

F√ľr Servicetechniker stehen i.d.R. zus√§tzliche, √ľber diejenigen der Betreiber hinausgehende, Bedienfunktionen
zur Verf√ľgung. Diese sollen f√ľr die Betreiber gesperrt sein.
Komplexe Anlagen (z.B. Kältemaschinen) bieten vielfach die Möglichkeit, dass der Lieferant via Telefonmodem
direkt auf ‚Äěseine‚Äú Steuerung zugreift, um Ferndiagnosen zu stellen oder Optimierungen
vorzunehmen. Ob davon Gebrauch gemacht wird, ist objektspezifisch festzulegen, da dies sinnvollerweise
mit einem entsprechenden Servicevertrag verkn√ľpft wird.

2.3 √úberwachung und Alarmierung

Die Überwachung der gebäudetechnischen Einrichtungen ist eine der wichtigsten Aufgaben des
Betreibers. Sie kann durch Automatisierung wesentlich vereinfacht und rationalisiert werden. Allerdings
muss diese auf das Betriebs- und Unterhaltskonzept des jeweiligen Objekts abgestimmt sein.
Daher ist f√ľr jedes Objekt ein St√∂rmelde- und Alarmierungskonzept zu erstellen, welches mit den Verantwortlichen
f√ľr die Geb√§udebewirtschaftung abgesprochen wird.
Praktisch alle Anlagen mit elektronischer Steuerung sind heute von Haus aus mit einer Betriebsund/
oder Störanzeige ausgestattet. Im einfachsten Fall besteht die Überwachung darin, alle diese Anzeigen
periodisch zu kontrollieren.
Bei Objekten mit vielen und/oder komplexen Anlagen, oder wenn betriebliche Gr√ľnde dies erfordern,
ist die √úberwachung zu automatisieren. Hierbei sind die folgenden Anforderungen zu ber√ľcksichtigen:
&#61589;&#61472;Die geb√§udetechnischen Einrichtungen m√ľssen m√∂glichst l√ľckenlos erfasst werden. Dabei sind
folgende Prioritäten zu unterscheiden:
1. Vermeidung von Personenschäden
2. Vermeidung von Schäden am Gebäude und dessen Einrichtungen
3. Abweichungen vom normalen Betrieb (Störungen) melden
4. Fälligkeit von Unterhaltsmassnahmen (Wartung) melden
&#61589;&#61472;St√∂rmeldungen sind gezielt an die verantwortliche Stelle zu √ľbermitteln (Alarmierung). Diese kann
je nach Priorität und Ursprung der Meldung unterschiedlich sein. Ausserdem muss eine unterschiedliche
Behandlung je nach Tageszeit (Tag-/Nachtbetrieb) möglich sein.
&#61589;&#61472;Der Adressat einer Meldung muss die Möglichkeit haben, deren Empfang zu bestätigen (Quittierung).
Die Quittierung kann vor Ort, zentral oder via Fernzugriff erfolgen. Im weiteren soll die Möglichkeit
bestehen, dass bei ausblei
22 Jan 2005
20:41:23
Reichenau
Land Nordrhein-Westfalen Brandschutztechnische Anforderungen L√ľftungsanlagenRichtlinien Geb√§udetechnik TGA
Bauaufsicht
Brandschutztechnische Anforderungen
an L√ľftungsanlagen
RdErl. d. Ministeriums f√ľr St√§dtebau
und Wohnen, Kultur und Sport
v. 10.6.2003 ‚Äď II A 4 - 230.25
1
Die nachfolgend abgedruckte
Richtlinie √ľber brandschutztechnische
Anforderungen an L√ľftungsanlagen
L√ľftungsanlagen-Richtlinie - L√ľAR NRW
- Fassung Mai 2003 -
wird hiermit nach § 3 Abs. 3 der Landesbauordnung (BauO NRW) in der Fassung der Bekanntmachung
vom 1. März 2000 (GV. NRW. S. 256/SGV. NRW. 232), geändert durch Gesetz vom
9. Mai 2000 (GV. NRW. S. 439), als Technische Baubestimmung eingef√ľhrt.
2
Die Bauaufsichtliche Richtlinie √ľber die brandschutztechnischen Anforderungen an L√ľftungsanlagen
‚Äď Fassung Januar 1984 -, zuletzt ver√∂ffentlicht im MBl. NRW. 1997 S. 1073, wird aufgehoben.
3
Dieser Erlass gilt vorbehaltlich einer späteren anderen Regelung bis zum 31.12.2008.
Richtlinie √ľber brandschutztechnische
Anforderungen an L√ľftungsanlagen
(L√ľftungsanlagen-Richtlinie L√ľAR NRW)1)
- Fassung Mai 2003 -
Inhaltsverzeichnis
1 Geltungsbereich
2 Begriffe
3 Brandverhalten von Baustoffen
3.1 Grundlegende Anforderungen und Verwendbarkeitsnachweise
3.2 Verwendung brennbarer Baustoffe
3.2.1 L√ľftungsleitungen
1) Die Verpflichtungen aus der Richtlinie 98/34/EG des Europ√§ischen Parlaments und des Rates vom 22. Juni 1998 √ľber ein
Informationsverfahren auf dem Gebiet der Normen und technischen Vorschriften (Abl. EG Nr. L 204 S. 37), zuletzt geändert
durch die Richtlinie 98/48/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 20. Juli 1998 (Abl. EG Nr. L 217 S. 18), sind
beachtet.
3.2.2 Dichtmittel und Befestigungen f√ľr L√ľftungsleitungen
3.2.3 Beschichtungen und Bekleidungen sowie Dämmschichten
3.2.4 Lokal begrenzte und kleine Bauteile von L√ľftungsanlagen
3.2.5 √úbrige Bauteile und Einrichtungen von L√ľftungsanlagen
4 Anforderungen an Bauteile von L√ľftungsanlagen
4.1 Grundlegende Anforderungen
4.2 Feuerwiderstandsdauer
4.3 Verwendbarkeitsnachweis f√ľr feuerwiderstandsf√§hige L√ľftungsleitungen
4.4 Verwendbarkeitsnachweis f√ľr Brandschutzklappen und Rauchschutzklappen
5 Anforderungen an die Installation von L√ľftungsleitungen
5.1 Auswahl und Anordnung der Bauteile
5.1.1 L√ľftungsleitungen mit erh√∂hter Brand-, Explosions- oder Verschmutzungsgefahr
5.1.2 M√ľndungen von Au√üenluft- und Fortluftleitungen
5.1.3 L√ľftungsanlagen mit Umluft
5.1.4 L√ľftungsleitungen und andere Installationen
5.2 Verlegung von L√ľftungsleitungen
5.2.1 Alle Leitungsabschnitte
5.2.1.1 Begrenzung von Kräften
5.2.1.2 Durchf√ľhrung durch feuerwiderstandsf√§hige Bauteile
5.2.1.3 Abstände zu brennbaren Baustoffen
5.2.2 Leitungsabschnitte, die feuerwiderstandsf√§hig sein m√ľssen
5.2.3 Leitungen im Freien, die von Brandgasen durchströmt werden können
5.2.4 Einbau von Brandschutzklappen und Rauchschutzklappen
5.2.5 L√ľftungsleitungen oberhalb von Unterdecken
6 L√ľftungszentralen und Einrichtungen zur Luftaufbereitung
6.1 L√ľftungszentralen f√ľr Ventilatoren und Luftaufbereitungseinrichtungen
6.1.1 Grundlegende Anforderung
6.1.2 St√ľtzen, W√§nde, Decken, Fu√üb√∂den und √Ėffnungen der L√ľftungszentralen
6.1.3 Ausg√§nge von L√ľftungszentralen
6.1.4 L√ľftungsleitungen in L√ľftungszentralen
6.2 Einrichtungen zur Luftaufbereitung
6.2.1 Induktionsgeräte und zugehörige Leitungen
6.2.2 Lufterhitzer
6.2.3 Filtermedien, Kontaktbefeuchter und Tropfenabscheider
6.2.4 W√§rmer√ľckgewinnungsanlagen
7 Besondere Bestimmungen f√ľr L√ľftungsanlagen nach DIN 18017-3:1990-08
7.1 Regelanforderungen
7.2 Sonderlösungen
8 Abluftleitungen von gewerblichen oder vergleichbaren K√ľchen, ausgenommen Kaltk√ľchen
8.1 Baustoffe und Feuerwiderstandsklassen der Abluftleitungen
8.2 Verlegung der Abluftleitungen
8.3 Fettdichtheit der Abluftleitungen
8.4 Vermeidung von Verschmutzungen; Reinigungsöffnungen
8.5 Gemeinsame Abf√ľhrung von K√ľchenabluft und Abgas aus Feuerst√§tten
8.5.1 K√ľchenabluft und Abgas aus Feuerst√§tten f√ľr gasf√∂rmige Brennstoffe
8.5.2 K√ľchenabluft und Abgas aus Feuerst√§tten f√ľr feste Brennstoffe
9 Anforderungen an L√ľftungsanlagen in Geb√§uden besonderer Art oder Nutzung
10 Bauvorlagen im bauaufsichtlichen Verfahren
10.1 Bauvorlagen
10.2 Abschließende Fertigstellung
Tabelle 1
Schematische Darstellungen
Anhang
1
Geltungsbereich
1.1
Diese Richtlinie gilt f√ľr den Brandschutz von L√ľftungsanlagen. Sie gilt nicht f√ľr mit Luft arbeitende
Transportanlagen (z. B. Späneabsaugung, Rohrpostanlagen).
Diese Richtlinie gilt nicht f√ľr L√ľftungsanlagen in Wohngeb√§uden mit nicht mehr als zwei Wohnungen
und nicht f√ľr L√ľftungsanlagen innerhalb einer Wohnung oder einer Nutzungseinheit vergleichbarer
Größe.
1.2
Von dieser Richtlinie kann im Rahmen eines genehmigten Brandschutzkonzeptes abgewichen
werden.
2
Begriffe
Zu den L√ľftungsanlagen z√§hlen auch Klimaanlagen, raumlufttechnische Anlagen und Warmluftheizungen.
L√ľftungsanlagen bestehen aus L√ľftungsleitungen und allen zur Funktion der L√ľftung oder Klimatisierung
erforderlichen Bauteilen und Einrichtungen.
L√ľftungsleitungen bestehen aus allen von Luft durchstr√∂mten Bauteilen wie L√ľftungsrohren, -
formst√ľcken, -sch√§chten und -kan√§len, Schalld√§mpfern, Ventilatoren, Luftaufbereitungseinrichtungen,
Absperrvorrichtungen gegen die √úbertragung von Feuer und Rauch (Brandschutzklappen)
und Absperrvorrichtungen gegen Rauch√ľbertragung (Rauchschutzklappen) sowie aus ihren
Verbindungen, Befestigungen, Dämmschichten, brandschutztechnischen Ummantelungen,
Dampfsperren, Folien, Beschichtungen und Bekleidungen.
3
Brandverhalten von Baustoffen
3.1
Grundlegende Anforderungen und Verwendbarkeitsnachweise
Nach § 42 Abs. 2 Satz 1 Landesbauordnung (BauO NRW) vom 1. März 2000 (GV. NRW. S.
256 ber. S. 982 / SGV. NRW. 232) m√ľssen L√ľftungsleitungen sowie deren Bekleidungen und
Dämmstoffe aus nichtbrennbaren Baustoffen (Baustoffklassen A1 oder A2 gemäß
DIN 4102-1:1998-05) bestehen. Brennbare Baustoffe sind zulässig, wenn Bedenken wegen des
Brandschutzes nicht bestehen.
Das Brandverhalten von klassifizierten Baustoffen ist in DIN 4102-4:1994-03 katalogartig zusammengestellt.
F√ľr Baustoffe, die in dieser Norm nicht aufgef√ľhrt sind, muss die Nichtbrennbarkeit,
die Schwerentflammbarkeit oder die Normalentflammbarkeit gemäß § 20 Abs. 3 BauO
NRW durch ein allgemeines bauaufsichtliches Pr√ľfzeugnis einer hierf√ľr anerkannten Pr√ľfstelle
(siehe Bauregelliste A Teil 2) oder durch eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen
Instituts f√ľr Bautechnik nachgewiesen sein. Sonst ist eine Zustimmung im Einzelfall der
obersten Bauaufsichtsbehörde oder der von ihr bestimmten Stelle erforderlich.
Bei der Kombination von Baustoffen ist auf die Verbundwirkung gemäß den Hinweisen in den
Verwendbarkeitsnachweisen zu achten.
3.2
Verwendung brennbarer Baustoffe
3.2.1
L√ľftungsleitungen
Die Verwendung schwerentflammbarer Baustoffe (Baustoffklasse B1 gemäß DIN 4102-1:1998-
05) ist zul√§ssig f√ľr L√ľftungsleitungen,
a) die nicht durch Decken und W√§nde hindurchgef√ľhrt werden, f√ľr die mindestens eine feuerhemmende
Bauart verlangt ist,
b) mit Brandschutzklappen am Durchtritt durch Decken und W√§nde, f√ľr die mindestens eine
feuerhemmende Bauart verlangt ist; die Absperrvorrichtungen m√ľssen mindestens eine Feuerwiderstandsdauer
von 30 Minuten haben; die höheren Anforderungen an die Feuerwiderstandsdauer
aufgrund der Abschnitte 4 bis 6 bleiben unber√ľhrt; oder
c)mit einer nachgewiesenen Feuerwiderstandsdauer von mindestens 30 Minuten (schwerentflammbare
Baustoffe jedoch nur f√ľr die innere Schale) sowie f√ľr L√ľftungsleitungen, die in einem
Schacht mit nachgewiesener Feuerwiderstandsdauer von mindestens 30 Minuten verlegt
sind; die höheren Anforderungen an die Feuerwiderstandsdauer aufgrund der Abschnitte 4 bis 6
bleiben unber√ľhrt.
Abweichend von a) und b) sind brennbare Baustoffe nicht zul√§ssig f√ľr L√ľftungsleitungen
1. in notwendigen Treppenräumen, in Räumen zwischen den notwendigen Treppenräumen und
den Ausgängen ins Freie, in notwendigen Fluren, es sei denn, diese Leitungen haben mindestens
eine Feuerwiderstandsdauer von 30 Minuten oder
2. √ľber Unterdecken, die tragende Bauteile brandschutztechnisch sch√ľtzen m√ľssen.
Abweichend von a) bis c) sind brennbare Baustoffe nicht zul√§ssig f√ľr L√ľftungsleitungen
3. in denen Luft mit Temperaturen von mehr als 85¬įC gef√∂rdert wird oder
4. in denen sich im besonderen Maße brennbare Stoffe ablagern können (z.B. Abluftleitungen
f√ľr gewerbliche K√ľchen, siehe Abschnitt 8).
3.2.2
Dichtmittel und Befestigungen f√ľr L√ľftungsleitungen
Die Verwendung geringer Mengen brennbarer Baustoffe (Baustoffklassen B1 oder B2 gemäß
DIN 4102-1:1998-05) zur Abdichtung der Verbindungen in Bauteilen f√ľr L√ľftungsleitungen und
zu ihren Befestigungen ist zulässig.
3.2.3
Beschichtungen und Bekleidungen sowie Dämmschichten
F√ľr D√§mmschichten, Bekleidungen, Dampfsperren, Folien und Beschichtungen f√ľr L√ľftungsleitungen
gilt Abschnitt 3.2.1 sinngem√§√ü. Anstelle schwerentflammbarer Baustoffe d√ľrfen f√ľr
Dampfsperren, Folien und Beschichtungen mit einer Dicke von insgesamt nicht mehr als 0,5 mm
Baustoffe verwendet werden, die im eingebauten Zustand normalentflammbar (Baustoffklasse
B2 gemäß DlN 4102-1:1998-05) sind. Aus brennbaren Baustoffen bestehende Dampfsperren,
Folien und Beschichtungen mit einer Dicke von insgesamt nicht mehr als 0,5 mm d√ľrfen durch
Decken oder W√§nde, f√ľr die eine feuerhemmende oder feuerbest√§ndige Bauart vorgeschrieben
ist, hindurchgef√ľhrt werden.
3.2.4
Lokal begrenzte und kleine Bauteile von L√ľftungsanlagen
F√ľr lokal begrenzte Bauteile, wie in Einrichtungen zur F√∂rderung und Aufbereitung der Luft und
zur Regelung der L√ľftungsanlage sowie f√ľr kleine Teile, wie Bedienungsgriffe, Dichtungen,
Lager, Messeinrichtungen, d√ľrfen brennbare Baustoffe (Baustoffklassen B1 oder B2 gem√§√ü
DIN 4102-1:1998-05) verwendet werden. Dies gilt auch f√ľr elektrische und pneumatische Leitungen,
soweit sie au√üerhalb von L√ľftungsleitungen liegen und den zur L√ľftungsanlage geh√∂renden
Einrichtungen in L√ľftungsleitungen von au√üen auf k√ľrzestem Wege zugef√ľhrt sind. Ein- und
Ausl√§sse von L√ľftungsleitungen d√ľrfen aus brennbaren Baustoffen (Baustoffklassen B1 oder B2
gemäß DIN 4102-1:1998-05) bestehen.
3.2.5
√úbrige Bauteile und Einrichtungen von L√ľftungsanlagen
F√ľr die √ľbrigen Bauteile und Einrichtungen d√ľrfen brennbare Baustoffe nur nach Ma√ügabe der
Anforderungen der nachfolgenden Abschnitte 5.2.3, 6.1.4 und 6.2 und den entsprechenden Bildern
verwendet werden.
4
Anforderungen an Bauteile von L√ľftungsanlagen
4.1
Grundlegende Anforderungen
Nach ¬ß 42 Abs. 2 Satz 2 BauO NRW m√ľssen L√ľftungsanlagen, ausgenommen in Geb√§uden geringer
H√∂he, und L√ľftungsanlagen, die Geb√§udetrennw√§nde √ľberbr√ľcken, so hergestellt sein,
dass Feuer und Rauch nicht in andere Geschosse, Brandabschnitte, Treppenräume oder notwendige
Flure √ľbertragen werden k√∂nnen.
Diese Vorschriften gelten als erf√ľllt, wenn die L√ľftungsanlagen entsprechend den schematischen
Darstellungen der Bilder 1 bis 6 ausgebildet werden und die Anforderungen der folgenden Abschnitte
4.2 bis 8 nach Maßgabe der Bildunterschriften eingehalten sind.
4.2
Feuerwiderstandsdauer
Die √úbertragung von Feuer und Rauch entsprechend Abschnitt 4.1 muss durch eine Feuerwiderstandsdauer
in Minuten der L√ľftungsleitungen oder der Brandschutzklappen entsprechend
Tabelle 1 ausgeschlossen sein.
Besondere Anforderungen oder Erleichterungen f√ľr L√ľftungsanlagen in Sonderbauten bleiben
unber√ľhrt.
4.3
Verwendbarkeitsnachweis f√ľr feuerwiderstandsf√§hige L√ľftungsleitungen
L√ľftungsleitungen der Feuerwiderstandsklassen L30 und L90 einschlie√ülich ihrer Verbindungsund
Befestigungsmittel sind in DIN 4102-4:1994-03 angegeben. F√ľr L√ľftungsleitungen aus
Stahlblech wird auf Abschnitt 8.5.7.4 dieser Norm verwiesen.
F√ľr L√ľftungsleitungen einschlie√ülich ihrer Verbindungs- und Befestigungsmittel, die nicht DIN
4102-4:1994-03 entsprechen, m√ľssen die Feuerwiderstandsklassen durch ein allgemeines bauaufsichtliches
Pr√ľfzeugnis einer hierf√ľr anerkannten Pr√ľfstelle nachgewiesen sein (Bauregelliste
A Teil 2 oder Teil 3); sonst ist eine Zustimmung im Einzelfall der obersten Bauaufsichtsbehörde
oder der von ihr bestimmten Stelle erforderlich (§ 20 Abs. 3 BauO NRW).
4.4
Verwendbarkeitsnachweis f√ľr Brandschutzklappen und Rauchschutzklappen
Die Feuerwiderstandsklassen K30 und K90 von Brandschutzklappen sowie die Verwendbarkeit
von Rauchschutzklappen m√ľssen durch allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen des Deutschen
Instituts f√ľr Bautechnik in Berlin nachgewiesen sein; sonst ist eine Zustimmung im Einzelfall
der obersten Bauaufsichtsbehörde oder der von ihr bestimmten Stelle erforderlich (§ 20 Abs. 3
BauO NRW). In den Zulassungen f√ľr Brandschutzklappen kann die Verwendbarkeit durch Zusatzangaben
(z. B. ‚Äě-18017‚Äú f√ľr die Verwendung von Brandschutzklappen in Entl√ľftungsanlagen
gem√§√ü DIN 18017-3:1990-08 oder ‚Äě-U‚Äú f√ľr die Verwendung in Unterdecken) zu den vorgenannten
Feuerwiderstandsklassen und/oder durch die Verwendungsbestimmungen eingeschränkt
sein.
5
Anforderungen an die Installation von L√ľftungsleitungen
5.1
Auswahl und Anordnung der Bauteile
5.1.1
L√ľftungsleitungen mit erh√∂hter Brand-, Explosions- oder Verschmutzungsgefahr
L√ľftungsleitungen, in denen sich in besonderem Ma√üe brennbare Stoffe ablagern k√∂nnen (z.B.
Abluftleitungen von Dunstabzugshauben in Wohnungsk√ľchen) oder die der L√ľftung von R√§umen
mit erh√∂hter Brand- oder Explosionsgefahr dienen, d√ľrfen untereinander und mit anderen L√ľftungsleitungen
nicht verbunden sein, es sei denn, die √úbertragung von Feuer und Rauch ist durch
geeignete Brandschutzklappen verhindert.
Abluftleitungen aus Stahlblech von Dunstabzugshauben in Wohnungsk√ľchen d√ľrfen gemeinsam
in einem Schacht der Feuerwiderstandsklasse F30/90 (Feuerwiderstandsdauer gemäß Abschnitt
4.2) verlegt sein; die Sch√§chte d√ľrfen keine anderen Leitungen enthalten.
5.1.2
M√ľndungen von Au√üenluft- und Fortluftleitungen
Au√üenluftansaug- und Fortluft√∂ffnungen (M√ľndungen) von L√ľftungsleitungen m√ľssen so angeordnet
oder ausgebildet sein, dass durch sie Feuer oder Rauch nicht in andere Geschosse,
Brandabschnitte, Treppenr√§ume oder notwendige Flure √ľbertragen werden k√∂nnen.
Dies gilt z. B. durch Einhaltung einer der folgenden Anforderungen als erf√ľllt:
a) Au√üenluftansaug√∂ffnungen m√ľssen von Fortluft√∂ffnungen mindestens 2,5 m entfernt sein.
M√ľndungen m√ľssen von Fenstern, anderen Au√üenwand√∂ffnungen und von Au√üenw√§nden mit
brennbaren Baustoffen und entsprechenden Verkleidungen mindestens 2,5 m entfernt sein; dies
gilt nicht f√ľr die Holzlattung hinterl√ľfteter Fassaden. Ein Abstand zu Fenstern und anderen √§hnlichen
√Ėffnungen in W√§nden ist nicht erforderlich, wenn diese √Ėffnungen gegen√ľber der M√ľndung
durch 1,5 m auskragende, feuerbeständige und öffnungslose Platten aus nichtbrennbaren
Baustoffen gesch√ľtzt sind. Die M√ľndungen von L√ľftungsleitungen √ľber Dach m√ľssen Bauteile
aus brennbaren Baustoffen mindestens 1 m √ľberragen oder von diesen - waagerecht gemessen -
1,5 m entfernt sein. Diese Abstände sind nicht erforderlich, wenn diese Baustoffe von den Außenflächen
der L√ľftungsleitungen bis zu einem Abstand von mindestens 1,5 m gegen Brandgefahr
gesch√ľtzt sind (z.B. durch eine mindestens 5 cm dicke Bekiesung oder durch mindestens
3 cm dicke, fugendicht verlegte Betonplatten).
b) Die M√ľndungen von L√ľftungsleitungen sind durch Brand- oder Rauchschutzklappen gesichert.
5.1.3
L√ľftungsanlagen mit Umluft
Bei L√ľftungsanlagen mit Umluft muss die Zuluft gegen Eintritt von Rauch aus der Abluft durch
Brandschutzklappen mit Rauchausl√∂seeinrichtungen oder durch Rauchschutzklappen gesch√ľtzt
sein. Die Rauchauslöseeinrichtungen hierzu können in der Umluftleitung oder in der Abluftleitung
angeordnet sein. Sie k√∂nnen jedoch auch in der Zuluftleitung nach Zusammenf√ľhrung von
Außenluft und Umluft angeordnet sein, wenn hierdurch gleichzeitig die Außenluftansaugung gegen
Raucheintritt gesichert werden soll. Die Anordnung der Rauchauslöseeinrichtungen darf
deren Wirksamkeit durch Verd√ľnnungseffekte nicht beeintr√§chtigen. Bei Ansprechen der Rauchausl√∂seeinrichtungen
m√ľssen die Ventilatoren abgeschaltet werden, soweit der Weiterbetrieb
nicht der Rauchausbreitung entgegenwirkt.
5.1.4
L√ľftungsleitungen und andere Installationen
Im luftf√ľhrenden Querschnitt von L√ľftungsleitungen d√ľrfen nur Einrichtungen von L√ľftungsanlagen
und zugeh√∂rigen Leitungen vorhanden sein. Diese Leitungen d√ľrfen keine brennbaren oder
toxischen Stoffe wie z.B. Brennstoffe, organische W√§rmetr√§ger oder Fl√ľssigkeiten f√ľr hydraulische
Systeme und keine Stoffe mit Temperaturen von mehr als 110¬įC f√ľhren; zul√§ssig sind jedoch
Leitungen, die Lufterhitzern von außen Wärmeträger mit höheren Temperaturen auf dem
k√ľrzesten Wege zuf√ľhren.
In Schächten und Kanälen der Feuerwiderstandsklasse L 30/90 gemäß DIN 4102-4:1994-03,
Abschnitte 8.5.1 bis 8.5.6 d√ľrfen neben den L√ľftungsleitungen auch Leitungen f√ľr Wasser, Abwasser
und Wasserdampf bis 110¬įC sowie f√ľr Druckluft verlegt werden, wenn sie einschlie√ülich
eventuell vorhandener Dämmschichten aus nichtbrennbaren Baustoffen (Baustoffklassen A1
oder A2 gem√§√ü DIN 4102-1:1998-05) bestehen und die Anforderungen nach Bild 1.2 erf√ľllt
sind. Die Notwendigkeit brandschutztechnischer Ma√ünahmen f√ľr diese anderen Installationen
bleibt unber√ľhrt.
Dar√ľber hinaus sind in Sch√§chten und Kan√§len, deren W√§nde der Feuerwiderstandsklasse
F30/90 (Feuerwiderstandsdauer gem√§√ü Abschnitt 4.2) entsprechen und deren √Ėffnungen in diesen
W√§nden dichte Verschl√ľsse (z.B. mit umlaufendem Anschlag) mit derselben Feuerwiderstandsdauer
wie die W√§nde haben, neben den L√ľftungsleitungen auch andere (z.B. brennbare)
Installationen zul√§ssig, wenn alle ein- und ausf√ľhrenden L√ľftungsleitungen an den Durchtrittsstellen
(auch zur L√ľftungszentrale) durch Brandschutzklappen K30/90 (Feuerwiderstandsdauer
gem√§√ü Abschnitt 4.2), (ohne Zusatzkennzeichnung f√ľr eine einschr√§nkende Verwendung) gesichert
sind (siehe Bild 1.2). Die Notwendigkeit brandschutztechnischer Ma√ünahmen f√ľr diese
anderen Installationen bleibt unber√ľhrt.
5.2
Verlegung von L√ľftungsleitungen
5.2.1
Alle Leitungsabschnitte
5.2.1.1
Begrenzung von Kräften
L√ľftungsleitungen sind so zu f√ľhren oder herzustellen, dass sie infolge ihrer Erw√§rmung durch
Brandeinwirkung keine erheblichen Kräfte auf tragende oder notwendig feuerwiderstandsfähige
W√§nde und St√ľtzen aus√ľben k√∂nnen.
Dies ist erf√ľllt, wenn ausreichende Dehnungsm√∂glichkeiten, bei L√ľftungsleitungen aus Stahl ca.
10 mm pro lfd. Meter Leitungslänge, vorhanden sind.
Bei anderen Baustoffen der L√ľftungsleitungen wie hochlegierten St√§hlen und Nichteisenmetallen
ist deren L√§ngenausdehnungskoeffizient zu ber√ľcksichtigen.
Bei zweiseitig fester Einspannung der Leitungen ist Satz 1 erf√ľllt, wenn:
a) der Abstand zwischen zwei Einspannstellen nicht mehr als 5 m beträgt,
b) die Leitungen so ausgef√ľhrt werden, dass sie keine erhebliche L√§ngssteifigkeit besitzen (z. B.
Spiralfalzrohre mit Steckstutzen bis 250 mm Durchmesser oder Flexrohre),
c) durch Winkel und Verziehungen in den L√ľftungsleitungen auftretende L√§ngen√§nderungen
durch Kanalverformungen (z. B. Ausknickungen) aufgenommen werden (siehe dazu Bild 5) oder
d) Kompensatoren (z. B. Segeltuchstutzen) verwendet werden (Reaktionskraft < 1 kN).
5.2.1.2
Durchf√ľhrung durch feuerwiderstandsf√§hige Bauteile
Soweit L√ľftungsleitungen ohne Brandschutzklappen durch W√§nde oder Decken, die feuerhemmend
oder feuerbest√§ndig sein m√ľssen, hindurchgef√ľhrt werden d√ľrfen, sind die verbleibenden
√Ėffnungsquerschnitte mit geeigneten nichtbrennbaren mineralischen Baustoffen dicht zu verschlie√üen.
Ohne weiteren Nachweis gelten Stopfungen mit einer Dicke von höchstens 50 mm
aus Mineralfasern mit einem Schmelzpunkt >1000¬įC als geeignet. Die Stopfung ist in der St√§rke
der Decke oder Wand auszuf√ľhren. Durch weitere Installationen darf die Stopfung nicht gemindert
werden.
5.2.1.3
Abstände zu brennbaren Baustoffen
Leitungsabschnitte, deren √§u√üere Oberfl√§chen im Betrieb Temperaturen von mehr als 85¬įC erreichen
k√∂nnen, m√ľssen von fl√§chig angrenzenden, ungesch√ľtzten Bauteilen mit brennbaren Baustoffen
einen Abstand von mindestens 40 cm einhalten.
5.2.2
Leitungsabschnitte, die feuerwiderstandsf√§hig sein m√ľssen
Feuerwiderstandsf√§hige Leitungsabschnitte m√ľssen an Bauteilen mit entsprechender Feuerwiderstandsdauer
befestigt sein. Der Einbau dieser Leitungen muss DIN 4102-4:1994-03 oder den
Besonderen Bestimmungen der allgemeinen bauaufsichtlichen Pr√ľfzeugnisse entsprechen.
5.2.3
Leitungen im Freien, die von Brandgasen durchströmt werden können
F√ľr Leitungsabschnitte im Freien gen√ľgen anstelle von feuerwiderstandsf√§higen Leitungsbauteilen
Bauteile aus Stahlblech.
5.2.4
Einbau von Brandschutzklappen und Rauchschutzklappen
Brandschutzklappen und Rauchschutzklappen sind nach den Bestimmungen der jeweiligen Verwendbarkeitsnachweise
einzubauen.
5.2.5
L√ľftungsleitungen oberhalb von Unterdecken
Werden L√ľftungsleitungen oberhalb von Unterdecken, f√ľr die als selbstst√§ndiges Bauteil eine
Feuerwiderstandsdauer gefordert wird, verlegt, so sind diese L√ľftungsleitungen gem√§√ü DIN
4102-4:1994-03, Abschnitt 8.5.7.5 zu befestigen.
6
L√ľftungszentralen und Einrichtungen zur Luftaufbereitung
6.1
L√ľftungszentralen f√ľr Ventilatoren und Luftaufbereitungseinrichtungen
6.1.1
Grundlegende Anforderung
Innerhalb von Geb√§uden m√ľssen Ventilatoren und Luftaufbereitungseinrichtungen in besonderen
R√§umen (L√ľftungszentralen) aufgestellt oder innerhalb von L√ľftungsleitungsabschnitten der Feuerwiderstandsklasse
L 90 gemäß DIN 4102-6:1977-09 eingebaut werden, wenn an die Ventilatoren
oder Luftaufbereitungseinrichtungen in Strömungsrichtung anschließende Leitungen in
mehrere Geschosse (nicht in Geb√§uden geringer H√∂he) oder Brandabschnitte f√ľhren. Die L√ľftungszentralen
k√∂nnen auch selbst luftdurchstr√∂mt sein (Kammerbauweise). L√ľftungszentralen
d√ľrfen nicht anderweitig genutzt werden.
6.1.2
St√ľtzen, W√§nde, Decken, Fu√üb√∂den und √Ėffnungen der L√ľftungszentralen
Tragende Bauteile sowie Decken und W√§nde zu anderen R√§umen m√ľssen mindestens der Feuerwiderstandsklasse
F90 gemäß DIN 4102-2:1977-09 entsprechen. Andere Wände und Decken
sowie Fu√üb√∂den m√ľssen aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen oder durch mindestens 2 cm
dicke Schichten aus mineralischen, nichtbrennbaren Baustoffen gegen Entflammen gesch√ľtzt
sein. √Ėffnungen in den W√§nden zu anderen R√§umen m√ľssen durch Abschl√ľsse mindestens der
Feuerwiderstandsklasse T 30 gem√§√ü DIN 4102-5:1977-09 gesch√ľtzt und zu notwendigen Treppenr√§umen
und notwendigen Fluren zusätzlich rauchdicht gemäß DIN 18095-1:1988-10 sein.
6.1.3
Ausg√§nge von L√ľftungszentralen
L√ľftungszentralen d√ľrfen mit Aufenthaltsr√§umen nicht in unmittelbarer Verbindung stehen. L√ľftungszentralen
m√ľssen mindestens einen Ausgang zu einem Flur in der Bauart notwendiger Flure,
zu einem Treppenraum in der Bauart notwendiger Treppenräume oder unmittelbar ins Freie
haben. Innerhalb der Zentrale muss in höchstens 35 m Entfernung ein Ausgang erreichbar sein.
6.1.4
L√ľftungsleitungen in L√ľftungszentralen
L√ľftungsleitungen in L√ľftungszentralen m√ľssen
1. aus Stahlblech (jedoch nicht mit brennbaren Dämmschichten) hergestellt sein,
2. der Feuerwiderstandsklasse L 90 gemäß DIN 4102-6:1977-09 entsprechen oder
3. am Ein- und Austritt der L√ľftungszentrale Brandschutzklappen der Feuerwiderstandsklasse K
90 (gemäß Abschnitt 4.4) mit Rauchauslöseeinrichtungen haben; ausgenommen hiervon sind
Fortluftleitungen, die unmittelbar ins Freie f√ľhren.
Wenn nicht eine der Anforderungen nach Nr. 1 bis 3 eingehalten ist, muss f√ľr die Installation
der L√ľftungsleitungen (Leitungsbaustoffe der Baustoffklasse B1 gem√§√ü DIN 4102-1:1998-05) in
L√ľftungszentralen Folgendes erf√ľllt sein (siehe auch Bild 4.1):
a)die L√ľftungszentrale muss im obersten Geschoss liegen,
b) die L√ľftungszentrale darf keine √∂ffenbaren Fenster, sondern nur Verglasungen mit einer Feuerwiderstandsklasse
G 90 oder F 90 gemäß 4102-13:1990-05 haben,
c) die L√ľftungszentrale muss im Dach eine selbstt√§tig √∂ffnende, durch Rauchmelder in der L√ľftungszentrale
auslösende Rauchabzugseinrichtung haben; ihr offener Querschnitt muss mindestens
das 2,5-fache des lichten Querschnitts der gr√∂√üten in die L√ľftungszentrale eingef√ľhrten Abluftleitung
haben,
d) die L√ľftungsleitungen m√ľssen durch das Dach der L√ľftungszentrale ins Freie gef√ľhrt sein und
e) in der L√ľftungszentrale m√ľssen Bauteile von L√ľftungsleitungen aus brennbaren Baustoffen
gegen√ľber entsprechenden Bauteilen anderer L√ľftungsleitungen gegen Entflammen gesch√ľtzt
sein, und zwar durch
einen Abstand von mindestens 40 cm zwischen den entsprechenden Bauteilen beider Leitungen
oder
einen mindestens 2 cm dicken Strahlungsschutz dazwischen aus mineralischen nichtbrennbaren
Baustoffen oder
andere mindestens gleich gut sch√ľtzende Bauteile.
6.2
Einrichtungen zur Luftaufbereitung
6.2.1
Induktionsgeräte und zugehörige Leitungen
Die Anforderungen ergeben sich aus Bild 4.2.
6.2.2
Lufterhitzer
Bei Lufterhitzern, deren Heizfl√§chentemperaturen mehr als 160¬įC erreichen k√∂nnen, muss ein
Sicherheitstemperaturbegrenzer im Abstand von 50 cm bis 100 cm in Strömungsrichtung hinter
dem Lufterhitzer in die L√ľftungsleitung eingebaut werden, der den Lufterhitzer bei Erreichen
einer Lufttemperatur von 110¬įC selbstt√§tig abschaltet. Bei direkt befeuerten Lufterhitzern muss
zusätzlich ein Strömungswächter vorhanden sein, der beim Nachlassen oder Ausbleiben des
Luftstroms die Beheizung selbsttätig abschaltet, es sei denn, dass die Anordnung des Sicherheitstemperaturbegrenzers
auch in diesen Fällen die rechtzeitige Abschaltung der Beheizung
gew√§hrleistet. Dies gilt als erf√ľllt bei Warmlufterzeugern nach DIN 4794:1980.
6.2.3
Filtermedien, Kontaktbefeuchter und Tropfenabscheider
Bei Filtermedien, Kontaktbefeuchtern und Tropfenabscheidern aus brennbaren Baustoffen (Baustoffklassen
B1 oder B2 gemäß DIN 4102-1:1998-05; siehe auch Abschnitt 3.2.4) muss durch
ein im Luftstrom nachgeschaltetes engmaschiges Gitter oder durch eine geeignete nachgeschaltete
Luftaufbereitungseinrichtung aus nichtbrennbaren Baustoffen sichergestellt sein, dass brennende
Teile nicht vom Luftstrom mitgef√ľhrt werden k√∂nnen.
6.2.4
W√§rmer√ľckgewinnungsanlagen
Bei W√§rmer√ľckgewinnungsanlagen ist die √úbertragung von Rauch und Feuer zwischen Abluft
und Zuluft durch installationstechnische Ma√ünahmen (getrennter W√§rmeaustausch √ľber W√§rmetr√§ger
bei Zu- und Abluftleitungen, Schutz der Zuluftleitung durch Brandschutzklappen mit
Rauchauslöseeinrichtungen oder durch Rauchschutzklappen) oder durch andere geeignete Vorkehrungen
auszuschließen.
7
Besondere Bestimmungen f√ľr L√ľftungsanlagen nach DIN 18017-3:1990-08
7.1
Regelanforderungen
In L√ľftungsanlagen nach DIN 18017-3:1990-08 d√ľrfen Absperrvorrichtungen gegen Brand√ľbertragung
der Feuerwiderstandsklassen K30-18017 bzw. K90-18017 verwendet werden (siehe
Bilder 6.1 und 6.2.1 ‚Äď 6.2.3). Diese Absperrvorrichtungen sind dazu bestimmt, im Zusammenwirken
mit den Bauteilen der L√ľftungsanlagen nach DIN 18017-3:1990-08 zu verhindern, dass
Feuer und Rauch in andere Geschosse √ľbertragen werden. Die Absperrvorrichtungen sind zur
Verhinderung einer Brand√ľbertragung innerhalb von Geschossen nicht zul√§ssig (z.B. bei der
√úberbr√ľckung von Flur- oder Trennw√§nden).
Die Absperrvorrichtungen d√ľrfen auch f√ľr Abluftanlagen von Toiletten und B√§dern in nicht zu
Wohnzwecken genutzten Gebäuden sowie nach Maßgabe der allgemeinen bauaufsichtlichen
Zulassungen in Anlagen zur Entl√ľftung innenliegender Wohnungsk√ľchen und Kochnischen verwendet
werden (ausgenommen Sto√ül√ľftung und Anschluss von Dunstabzugshauben an die Absperrvorrichtungen).
Sie können ferner in Anlagen der Bauart nach DIN 18017-3:1990-08 verwendet
werden, bei denen die Zuluft √ľber Leitungen herangef√ľhrt wird, auch in diesen
Zuluftleitungen selbst.
Die Absperrvorrichtungen und zugeh√∂rige L√ľftungsleitungen m√ľssen den Bestimmungen der
jeweiligen Verwendbarkeits- oder Anwendbarkeitsnachweise gen√ľgen und im √ľbrigen folgenden
Anforderungen entsprechen:
1. Vertikale feuerwiderstandsf√§hige L√ľftungsleitungen (Hauptleitungen) m√ľssen aus nichtbrennbaren
Baustoffen (Baustoffklassen A1 oder A2 gemäß DIN 4102-1:1998-05) bestehen und der
Feuerwiderstandsklasse L30/90 oder F30/F90 (Feuerwiderstandsdauer gemäß Abschnitt 4.2)
entsprechen.
2. Sch√§chte f√ľr L√ľftungsleitungen m√ľssen aus nichtbrennbaren Baustoffen (Baustoffklassen A1
oder A2 gemäß DIN 4102-1:1998-05) bestehen und der Feuerwiderstandsklasse L30/90 oder
F30/90 (Feuerwiderstandsdauer gemäß Abschnitt 4.2) entsprechen.
3. Hauptleitungen im Innern von feuerwiderstandsfähigen Schächten sowie gegebenenfalls außerhalb
der Sch√§chte liegende Anschlussleitungen zwischen Absperrvorrichtung und luftf√ľhrender
Hauptleitung m√ľssen aus Stahlblech bestehen. Die Anschlussleitungen von Absperrvorrichtungen
au√üerhalb von Sch√§chten d√ľrfen nicht l√§nger als 6 m sein; sie d√ľrfen keine Bauteile mit
geforderter Feuerwiderstandsdauer √ľberbr√ľcken.
4. Der Querschnitt der Absperrvorrichtungen (Anschlussquerschnitt) darf maximal 350 cm²
betragen.
5. Der Querschnitt der luftf√ľhrenden Hauptleitung darf bis zu 1000 cm2 betragen, wenn die luftf√ľhrende
Hauptleitung
a) als feuerwiderstandsf√§hige L√ľftungsleitung oder Schacht mit einer Feuerwiderstandsklasse
L30/L90 oder F30/F90 (Feuerwiderstandsdauer gemäß Abschnitt 4.2) ausgebildet ist, innerhalb
dieser luftf√ľhrenden Hauptleitung oder innerhalb des Schachtes keine Installationen gef√ľhrt
werden und die verwendete Absperrvorrichtungen im wesentlichen aus nichtbrennbaren Baustoffen
bestehen (siehe Bild 6.2.1).
b) in einem Schacht der Feuerwiderstandsklasse L30/L90 oder F30/F90 (Feuerwiderstandsdauer
gem√§√ü Abschnitt 4.2) gef√ľhrt wird und der freie Querschnitt zwischen luftf√ľhrender
Hauptleitung und den Schachtwandungen im Bereich jeder Geschossdecke mit einem mindestens
100 mm dicken Mörtelverguss abgeschottet ist (siehe Bild 6.2.3).Auf den Mörtelverguss
kann verzichtet werden, wenn der Querschnitt des Schachtes 1000 cm2 nicht √ľberschreitet und
die verwendeten Absperrvorrichtungen im Wesentlichen aus nichtbrennbaren Baustoffen (Baustoffklassen
A1 oder A2 gemäß DIN 4102-1:1998-05) bestehen (siehe Bild 6.2.2).
6. In Schächten der Feuerwiderstandsklasse L30/90 oder F30/90 (Feuerwiderstandsdauer gemäß
Abschnitt 4.2) d√ľrfen neben den L√ľftungsleitungen auch andere Installationen aus ausschlie√ülich
nichtbrennbaren Baustoffen (Baustoffklassen A1 oder A2 gemäß DIN 4102-1:1998-
05), ausgenommen Aluminium und Glas, gef√ľhrt werden, wenn der freie Querschnitt zwischen
den luftf√ľhrenden Hauptleitungen, den anderen im Schacht zul√§ssigen Installationen und den
Schachtwandungen im Bereich jeder Geschossdecke mit einem mindestens 100 mm dicken
M√∂rtelverguss vollfl√§chig abgeschottet ist (siehe Bild 6.2.3). Rohrleitungsinstallationen d√ľrfen
in diesen Sch√§chten nur nicht brennbare Medien f√ľhren.
7.2
Sonderlösungen
Abweichend von den vorgenannten Bestimmungen kann die √úbertragung von Feuer und Rauch
in andere Geschosse durch L√ľftungsanlagen nach DIN 18017-3:1990-09 auch auf andere Weise
verhindert werden. F√ľr diese Anlagen ist ein Verwendbarkeitsnachweis (Bauprodukte) oder ein
Anwendbarkeitsnachweis (Bauarten) in Form einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung
auf der Grundlage einer Systempr√ľfung zu f√ľhren. Anderenfalls bed√ľrfen sie der Zustimmung im
Einzelfall der obersten Bauaufsichtsbehörde oder der von ihr bestimmten Stelle.
8
Abluftleitungen von gewerblichen oder vergleichbaren K√ľchen, ausgenommen Kaltk√ľchen
8.1
Baustoffe und Feuerwiderstandsklassen der Abluftleitungen
Die Abluftleitungen m√ľssen aus nichtbrennbaren Baustoffen (Baustoffklasse A1 oder A2 gem√§√ü
DIN 4102-1 : 1998-05) bestehen. Sie m√ľssen vom Austritt aus der K√ľche an mindestens die
Feuerwiderstandsklasse L 90 aufweisen, sofern die √úbertragung von Feuer und Rauch nicht auf
andere Art und Weise z.B. durch Absperrvorrichtungen, f√ľr die ein Verwendbarkeitsnachweis
f√ľr diesen Zweck vorliegt, verhindert wird. F√ľr Leitungsabschnitte im Freien gilt Abschnitt
5.2.3 sinngemäß.
8.2
Verlegung der Abluftleitungen
Die Abluftleitungen d√ľrfen untereinander und mit anderen L√ľftungsleitungen nicht verbunden
sein. Die Zusammenf√ľhrung der Raumluft mit der Kochstellenabsaugung innerhalb der K√ľche
und der Anschluss mehrerer Abzugshauben einer K√ľche an eine gemeinsame Abluftleitung sind
jedoch zulässig. Abschnitt 5.1.2 gilt sinngemäß.
Die Ventilatoren der Abzugsanlagen m√ľssen so ausgef√ľhrt und eingebaut sein, dass sie leicht
zug√§nglich sind und leicht kontrolliert und gereinigt werden k√∂nnen. Sie m√ľssen von der K√ľche
aus abgeschaltet werden k√∂nnen. Die Antriebsmotoren m√ľssen sich au√üerhalb des Abluftstromes
befinden.
8.3
Fettdichtheit der Abluftleitungen
Durch die Wandungen der Abluftleitungen darf weder Fett noch Kondensat austreten können.
L√ľftungsleitungen aus Blech mit gel√∂teten, geschwei√üten oder mittels dauerelastischem und gegen
chemische und mechanische Beanspruchung unempfindlichem Dichtungsmaterial hergestellten
Verbindungsstellen können als fettdicht angesehen werden.
8.4
Vermeidung von Verschmutzungen; Reinigungsöffnungen
In oder unmittelbar hinter Abzugseinrichtungen, z.B. Hauben oder L√ľftungsdecken, sind
geeignete Fettfilter oder andere geeignete Fettabscheideeinrichtungen anzuordnen. Filter und
Abscheider m√ľssen einschlie√ülich ihrer Befestigungen aus nichtbrennbaren Baustoffen
bestehen. Filter m√ľssen leicht ein- und ausgebaut werden k√∂nnen. Die innere Oberfl√§che der
Filter m√ľssen leicht ein- und ausgebaut werden k√∂nnen. Die innere Oberfl√§che der Abluftleitungen
muss leicht zu reinigen sein. Leitungen mit profilierten Wandungen, wie z.B. flexible Rohre,
und Leitungen aus porösen oder saugfähigen Baustoffen sind unzulässig.
Die Abluftleitungen m√ľssen an jeder Richtungs√§nderung, vor und hinter Absperrvorrichtungen
und in waagerecht gef√ľhrten geraden Leitungsabschnitten Reinigungs√∂ffnungen haben. Au√üerdem
sind im Bereich der Fettfilter oder anderer Fettabscheideeinrichtungen Reinigungsöffnungen
erforderlich, sofern nicht eine Reinigung dieses Leitungsbereiches von der Abzugseinrichtung
aus möglich ist. Die Abmessung der Reinigungsöffnungen muss mindestens dem lichten
Querschnitt der Abluftleitung entsprechen; es gen√ľgt jedoch ein lichter Querschnitt von 3600
cm².
Die Abluftleitungen m√ľssen an geeigneter Stelle Einrichtungen zum Auffangen und Ablassen
von Kondensat und Reinigungsmittel haben.
8.5
Gemeinsame Abf√ľhrung von K√ľchenabluft und Abgas aus Feuerst√§tten
8.5.1
K√ľchenabluft und Abgas aus Feuerst√§tten f√ľr gasf√∂rmige Brennstoffe
Nach ¬ß 42 Abs. 4 Satz 2 BauO NRW d√ľrfen die Abgase von Feuerst√§tten in L√ľftungsleitungen
eingeleitet werden, wenn die Abluft ins Freie gef√ľhrt wird und Bedenken wegen der Betriebssicherheit
und des Brandschutzes nicht bestehen.
Es bestehen keine Bedenken, die Abgase von K√ľchen-Gasger√§ten √ľber die Abzugseinrichtungen
und Abluftleitungen der K√ľchen abzuf√ľhren, wenn hierbei nach der technischen Regel Arbeitsblatt
G 634 : September 1998 - Installation von Gasger√§ten in gewerblichen K√ľchen in Geb√§uden
- des DVGW verfahren wird.
8.5.2
K√ľchenabluft und Abgas aus Feuerst√§tten f√ľr feste Brennstoffe
Werden Abgase von Feuerst√§tten f√ľr feste Brennstoffe (z.B. Holzkohlegrillanlagen, Pizza√∂fen)
gemeinsam mit der Abluft von K√ľchen abgeleitet, so m√ľssen die Abgase √ľber Schornsteine, die
den Vorschriften der Feuerungsverordnung (FeuVO NRW) vom 21. Juli 1998 (GV. NRW. S.
481 / SGV. NRW. 232) hinsichtlich der brandschutztechnischen Anforderungen an Schornsteine
entsprechen, abgef√ľhrt werden.
In die Schornsteinwandungen darf Fett in gefahrdrohender Menge nicht eindringen können. Bei
Schornsteinen mit Innenrohren aus geschweißten oder nahtlosen Rohren aus Edelstahl und mit
gegen chemische und mechanische Beanspruchung unempfindlichen Dichtungen ist dies z.B.
erf√ľllt. Die Schornsteine m√ľssen an jeder Richtungs√§nderung Reinigungs√∂ffnungen haben.
9
Anforderungen an L√ľftungsanlagen in Geb√§uden besonderer Art oder Nutzung
Nach ¬ß 54 Abs. 1 BauO NRW k√∂nnen f√ľr bauliche Anlagen oder R√§ume besonderer Art oder
Nutzung (Sonderbauten) besondere Anforderungen an den Brandschutz gestellt werden, wenn
ihre Benutzer oder die Allgemeinheit gefährdet oder unzumutbar belästigt werden.
Die Anforderungen der vorstehenden Abschnitte 3 bis 8 entsprechen in der Regel auch den
brandschutztechnischen Erfordernissen f√ľr L√ľftungsanlagen in Sonderbauten. Bei L√ľftungsanlagen
a) f√ľr Geb√§ude oder R√§ume mit gro√üen Menschenansammlungen,
b) f√ľr Geb√§ude oder R√§ume f√ľr kranke oder behinderte Menschen,
c) f√ľr R√§ume mit erh√∂hter Brand- oder Explosionsgefahr.
können zusätzliche oder andere brandschutztechnische Maßnahmen notwendig werden, z.B.
zus√§tzliche Rauchausl√∂seeinrichtungen f√ľr Brandschutzklappen. Die Anordnung der Rauchausl√∂seeinrichtungen
darf deren Wirksamkeit durch Verd√ľnnungseffekte nicht beeintr√§chtigen.
10
Bauvorlagen im bauaufsichtlichen Verfahren
10.1
Bauvorlagen
F√ľr L√ľftungsanlagen, die durch feuerwiderstandsf√§hige Decken oder W√§nde, ausgenommen
solche in Geb√§uden geringer H√∂he, oder durch Geb√§udetrennw√§nde gef√ľhrt werden, sind mit
dem Bauantrag f√ľr die L√ľftungsanlagen neben den Eintragungen in die Bauzeichnungen gem√§√ü ¬ß
4 Abs. 2 Nr. 8 der Verordnung √ľber bautechnische Pr√ľfungen (BauPr√ľfVO) vom 6. Dezember
1995, zuletzt geändert durch Verordnung vom 20. Februar 2000 (SGV. NRW. 232), folgende
Unterlagen erforderlich:
Schematische Darstellung entsprechend den Bildern dieser Richtlinie und Beschreibung der
L√ľftungsanlagen (Leitungen, L√ľftungszentralen, Absperrvorrichtungen [Brandschutzklappen,
Rauchschutzklappen], Rauchausl√∂seeinrichtungen, M√ľndungen sowie sonstige Bauteile der L√ľftungsanlage,
die brandschutztechnisch bedeutsam sind); mit Angabe der Feuerwiderstands- und
Baustoffklasse der Bauteile und L√ľftungsleitungsabschnitte.
10.2
Abschließende Fertigstellung
Zur abschließenden Fertigstellung ist von der Fachunternehmerin oder dem Fachunternehmer
eine Bescheinigung (Muster siehe Anhang) auszustellen, dass die L√ľftungsanlage den Bestimmungen
der Richtlinie entspricht und nur Bauprodukte verwendet oder Bauarten angewendet
worden sind, die den Bestimmungen der ¬ß¬ß 20 ff. BauO NRW gen√ľgen. Sind Absperrvorrichtungen
gegen Brand√ľbertragung oder Rauchschutzklappen vorhanden, muss in dieser Bescheinigung
auch bestätigt sein, dass diese Bauprodukte/Bauarten entsprechend dem Verwendbarkeitsoder
Anwendbarkeitsnachweis eingebaut sind und die ordnungsgem√§√üe Funktion gepr√ľft worden
ist. Die Bescheinigung ist von der Bauherrin oder dem Bauherrn der Bauaufsichtsbehörde
zuzuleiten. Die bei Sonderbauten vor der ersten Inbetriebnahme der L√ľftungsanlagen durchzuf√ľhrenden
Pr√ľfungen durch staatlich anerkannte Sachverst√§ndige ersetzen die Fachunternehmerbescheinigung
nicht.
Anlage 1 (Tabelle 1)
Anlage 2 (Schematische Darstellungen)
Anlage 3 (Anhang)
- MBl. NRW. 2003 S. 618
Anlage 1
Tabelle 1: Erforderliche Feuerwiderstandsdauer von L√ľftungsleitungen und/oder
Brandschutzklappen in Minuten
Gebäude Bauteile
Decken Flurwände und
Trennwände F
30
Gebäudetrennwände
Treppenraumwände
und Trennwände F
90
geringer Höhe keine
Anforderung
keine
Anforderung
90 2) keine Anforderung
nicht geringer
Höhe
90 2) 30 2) 90 2) 90 2)
2) Die Anforderung gilt nicht f√ľr Wohngeb√§ude mit nicht mehr als zwei Wohnungen.
Ministerialblatt f√ľr das Land Nordrhein-Westfalen ‚Äď Nr. 26 vom 8. Juli 2003 625
Ministerialblatt f√ľr das Land Nordrhein-Westfalen ‚Äď Nr. 26 vom 8. Juli 2003 626
Ministerialblatt f√ľr das Land Nordrhein-Westfalen ‚Äď Nr. 26 vom 8. Juli 2003 627
Ministerialblatt f√ľr das Land Nordrhein-Westfalen ‚Äď Nr. 26 vom 8. Juli 2003 628
Ministerialblatt f√ľr das Land Nordrhein-Westfalen ‚Äď Nr. 26 vom 8. Juli 2003 629
Ministerialblatt f√ľr das Land Nordrhein-Westfalen ‚Äď Nr. 26 vom 8. Juli 2003 630
Ministerialblatt f√ľr das Land Nordrhein-Westfalen ‚Äď Nr. 26 vom 8. Juli 2003 631
Ministerialblatt f√ľr das Land Nordrhein-Westfalen ‚Äď Nr. 26 vom 8. Juli 2003 632
Ministerialblatt f√ľr das Land Nordrhein-Westfalen ‚Äď Nr. 26 vom 8. Juli 2003 633
Ministerialblatt f√ľr das Land Nordrhein-Westfalen ‚Äď Nr. 26 vom 8. Juli 2003 634
Ministerialblatt f√ľr das Land Nordrhein-Westfalen ‚Äď Nr. 26 vom 8. Juli 2003 635
Ministerialblatt f√ľr das Land Nordrhein-Westfalen ‚Äď Nr. 26 vom 8. Juli 2003 636
‚Äď MBl. NRW. 2003 S. 618.

Auszug aus:
http://www.mswks.nrw.de/Ministerium/bauen/bauaufsicht/technischeGebaeudeausruestung/lueftungsanlagen/L__ftungsanlagen_Richtlinien.pdf
11 Feb 2005
13:38:03
Rechner Erwin
Luftqualität in Konferenzsälen
Gibt es eine Norm, die f√ľr Konferenzs√§le einen maximalen Wert f√ľr CO2-Konzentration festlegt?
Danke, Daniela Eichmeyer
01 Apr 2015
11:59:40
Daniela Eichmeyer
Luftqualität in Konferenzsälen
Hallo Frau Eichmeyer
Im Anhang Infos zum Thema CO2 in Räumen.
Viel Erfolg

Die ASHRAE-Norm empfiehlt, CO2-Ebene unter 800 ppm in B√ľro- und Wohnr√§umen.

ASHRAE 62,1-2.013
Standard 62,1-2.013 - L√ľftung von Acceptable Indoor Air Quality (ANSI Genehmigt)

‚ÄĘ EN 13779:
L√ľftung von Nichtwohngeb√§uden. Leistungsanforderungen Bel√ľftung, Klimatisierung und K√ľhlung

‚ÄĘ EN 15251:
Indoor Umwelteingangsparameter f√ľr die Gestaltung und Bewertung
der Energieeffizienz von Gebäuden, Adressierung der Raumluftqualität, thermische
Umwelt, Licht und Akustik

http://www.cdc.gov/nio

https://www.osha.gov/sh/

https://www.trane.com/commercial/Uploads/PDF/520/ISS-APG001-EN.pdf

http://www.ashrae.org/File%20Library/docLib/Public/ASHRAE-D-22759-20041018.pdf

http://www.val-tronics.com/downloads/appnotes/NOTEA41.PDF


‚ÄĘ 250-350 ppm Normale Hintergrundkonzentration in der Aussenumgebungsluft
‚ÄĘ 350-1,000 ppm Konzentrationen Typisch Besetzter Innenr√§ume mit gutem Luftaustausch
‚ÄĘ 1,000-2,000 ppm Beschwerden von M√ľdigkeit und schlechte Luft.
‚ÄĘ 2,000 bis 5,000 ppm Kopfschmerzen, Schl√§frigkeit und stagnierende, abgestandene, stickige Luft. Konzentrationsschw√§che, Verlust der Aufmerksamkeit, erh√∂hte Herzfrequenz und leichte √úbelkeit K√ĖNNEN AUCH vorhanden sein.
‚ÄĘ 5.000 Arbeitsplatzgrenzwert (als 8-Stunden TWA) in den meisten L√§ndern.
‚ÄĘ 40.000 ppm Exposition kann zu Schwerem Sauerstoffmangel, Permanenten Hirnsch√§den, Koma und zum Tod f√ľhren
23 Apr 2015
10:27:06
Patrick

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