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Startseite - GBT Forum - Reinraumtechnologie Vorschriften Richtlinien Lexikon
 

Reinraumtechnologie Vorschriften Richtlinien Lexikon

Text Datum Benutzer
Reinraumtechnologie Vorschriften Richtlinien Lexikon
Hallo,
wir suchen Informationen zum Thema Reinraumtechnologie Vorschriften Richtlinien Lexikon.
Vielen Dank
Gruss Reinhard
03 Jan 2005
22:57:38
G. Reinhard
Reinraumtechnologie Vorschriften Richtlinien Lexikon
Hallo, im Anhang Infos zum Thema Reinraum ( Richtlinien, Vorschriften), viel Erfolg! Gruss Richter




Richtlinien und Empfehlungen Reinraumtechnik ‱FED STD 209E Airbone Particulate Cleanliness ‱VDI Richtlinien Reinraumtechnik Messtechnik o VDI 2083 Blatt 3, Feb. 83 o VDI 2066, 1955 Staubmessung in strömenden o IES-Recommended Practice-CC-006-84-T o IES-Recommended Practice-CC-001-86 ‱ IES-Recommended Practice-CC-007-89 ‱ DIN 24184 und DIN 24185 ‱ Eurovent 4/8 (DEHS-(DOP)- Aerosoltest)

Auszug aus:

http://www.gbt.ch/knowhow/doc500029/Reinraum.pdf


Lexikon: Abrieb: Spezielle Form der Partikelemission, die auf das mechanische Abtragen von Material bei reibender Bewegung zurĂŒckgeht.

Abriebfestigkeit: In der Reinraumtechnik unbedingt erforderliche Eigenschaft von OberflÀchen der verwendeten Baumaterialie, GerÀten und Inventare.

Abscheidegrad: Gravimetrisch ermitteltes VerhĂ€ltnis der im Luftfilter abgeschiedenen Masse der ASHRAE-Staubes zu der, die dem Filter zugefĂŒhrt wird.

Aerosol: In Luft verteilte, fein dispergierte, feste oder flĂŒssige Materie (Luftkolloid).

Aerosol-Photometer: GerĂ€t zum Feststellen von Aerosolkonzentrationen auf der Basis von Streulichtmessungen; eine Absolutmessung ist nicht möglich, jedoch ist bei einem in bezug auf die KorngrĂ¶ĂŸenverteilung konstanten Aerosol ein RĂŒckschluß von der IntensitĂ€t des Streulichts auf die Massenkonzentration des Aerosols durch Kalibrieren möglich.

Antistatische AusrĂŒstung: AusrĂŒsten der OberflĂ€chen bzw. der Materialien so, daß eine schwache elektrische LeitfĂ€higkeit entstehende statische Aufladungen ausschließen lĂ€ĂŸt.

Anströmgeschwindigkeit: Luftgeschwindigkeit, mit der die Schwebstoff-Filterelemente senkrecht angeströmt werden. Wegen der unvermeidbaren FlÀchenverluste im allgemeinen etwas höher als die Geschwindigkeit der turbulenzarmen VerdrÀngungsströmung.

Archimedes-Zahl: Dimensionslose Kennzahl, gebildet aus dem VerhĂ€ltnis der TrĂ€gheitskraft zu AuftriebskrĂ€ften infolge entstehender Temperaturunterschiede; sie ist somit ein Maß fĂŒr die StabilitĂ€t der StabilitĂ€t der turbulenzarmen VerdrĂ€ngungsströmung (Cave: Wegen fehlender turbulenter Durchmischung ist die Archimedes-Zahl auf das Raumvolumen zu beschrĂ€nken, in dem die WĂ€rmequelle lokalisiert ist, darauf ist die in der Zahl eingehende WĂ€rmelast zu beziehen).

ASHRAE*-Test: Luftfilter-PrĂŒfverfahren nach ASHRAE 52 68 (USA), bei dem der PrĂŒfling abwechselnd mit ASHRAE-Staub, einem aus Gesteinsmehl, Ruß und Bauwoll-Linters gemischten Staub, zur Bestimmung des gravimetrischen Abscheidgrades und mit natĂŒrlichen Luftaerosol zur Bestimmung des Wirkungsgrades durch die verfĂ€rbende Wirkung der Aerosolteilchen beaufschlagt wird.

(*ASHRAE: American Society of Heating, Refrigation, and Airconditioning, Engineers)

Aufnahmerahmenkonstruktion: Rahmenwerk aus winkligen Profilen, in die die Schwebstoff-Filter eingesetzt und mit den zur Aufnahmerahmenkonstruktion gehörenden Anpreßvorrichtungen gleichmĂ€ĂŸig dicht in die Filtersitze gepreßt werden.

Behaglichkeit: Aus den Zustandswerten und physischen sowie psychischen Faktoren resultierender Bereich von Temperatur und Feuchte sowie Luftgeschwindigkeit, innerhalb dessen ein "Normalmensch"keine ungehaglichen Erscheinungen (KĂ€lte, Hitze, Zug) wahrnimmt.

Contamination control: AngelsĂ€chsischer terminus technicus fĂŒr Reinraumtechnik (wird auch fĂŒr Abluftreinigung gebraucht).

Cross-Flow: AngelsĂ€chsischer terminus technicus fĂŒr Querstrom.

Dichtheit: Der Zustand in dem : alle Schwebstoff-Filterelemente luftdicht in der Aufnahmerahmenkonstruktion sitzen und alle in der Filterwand bzw. die Filterdecke eingebauten Schwebstoff-Filterelemente keine Lecks haben.

DichtheitsprĂŒfung: Übertragung des Lecktests auf die Filterwand bzw. die Filterdecke.

Dichtung: Auf dem Schwebstoff-Filterelement aufgebrachtes dauerelastisches Teil, das sich auf den Filtersitz legt und nach dem Anpressen des Filterelements eine luftdichte Verbindung zwischen Filterelement und Aufnahmerahmenkonstruktion bewirkt.

DOP-Test: Nach Mil.Std. 282 (USA): PrĂŒfmethode zum PrĂŒfen von Schwebstoff-Luftfiltern (StĂŒckprĂŒfung) mit Hilfe eines thermisch erzeugten DOP-(Dioctylphthalat-) Nebels mit nahezu einheitlichem Partikeldurchmesser von 0,3. Die Bestimmung der Aerosolkonzentration vor und hinter dem PrĂŒfling geschieht mit Aerosol-Photometern.

Down-Flow: AngelsĂ€chsischer terminus fĂŒr Vertikalstrom.

Druckdifferenz: Differenz der statischen DrĂŒcke vor und hinter einem Filter. Die Druckdifferenz ist --- bei konstanter Anströmgeschwindigkeit --- ein Maß fĂŒr die Staubbeladung (auch FiltersĂ€ttigung).

Durchlaßgrad: Wird im allgemeinen statt Abscheide-, Wirkungs- oder Entstauungsgrad bei Schwebstoff-Luftfiltern gebraucht. Der Durchlaßgrad D (in %) ist gegeben durch die Differenz 100 minus Abscheidegrad (bzw. Wirkungs-oder Entstaubungsgrad). Es ist immer an Hand der Testmethode zu prĂŒfen, ob der Durchlaßgrad massenbezogen (Sodium-Flame-Test), streulichtbezogen (DOP-Test) oder teilchenzahlbezogen (Methoden unter Benutzung von TeilchenzĂ€hlern) ist.

Enddruckdifferenz: Maximale, fĂŒr den Filter in einer Anlage zulĂ€ssige Druckdifferenz, die in der Mehrzahl der FĂ€lle von der Anlage und ihrem Ventilator gegeben wird. Die maximale Filterdruckdifferenz (die Grenze fĂŒr Staubdurchbruch oder mechanische BeschĂ€digungen liegt ---oft weit --- höher).

Erstluft: Die Luft, die nach ihrem Austritt aus einem Schwebstoff-Filter noch nicht mit einer Kontaminationsquelle oder mit dem von ihr ausgehenden Kontaminationskörper in BerĂŒhrung gekommen ist.

Feuchte: Gehalt der Luft an Wasserdampf in Gramm pro Kilogramm trockene Luft. Andere Angaben: Relative Feuchte in %, Taupunkt oder psychrometrische Differenz, die mit einem feuchten ThermofĂŒhler gegenĂŒber einem trockenen ermittelt wird.

Filter: Vorrichtung zum Entfernen von Verunreinigungen aus Fluiden.

Filterwand (Filterdecke): In der LF-Reinraumtechnik werden die Schwebstoff-Filter zu FilterwĂ€nden (fĂŒr Querstrom) bzw. zu Filterdecken (fĂŒr Fallstrom) so in einer Aufnahmerahmenkonstruktion zusammengefaßt, daß die gesamte FlĂ€che der Wand bzw. der Decke bis zu den anschließenden der Strömung fĂŒhrenden Begrenzungen von Schwebstoff-Filtern (nahzu) lĂŒckenlos ausgefĂŒllt ist.

Glove-Box: Dichter Kasten mit Sichtscheiben und dicht angebrachten Plastik-Handschuhen zum DurchfĂŒhren von Arbeiten an hochtoxischem oder hochinfektiösem Material (Isolatortechnik), ggf. mit LuftumwĂ€lzung und Filterung der umgewĂ€lzten Luft (auch fĂŒr Schutzgasarbeiten).

Grenzschicht: Übergangsschicht von der Strömung zu einer ruhenden OberflĂ€che, in der die Strömungsgeschwindigkeit auf Null absinkt. Eine Strömungsablösung beginnt mit InstabilitĂ€ten in der Grenzschicht.

HEPA-Filter: AngelsĂ€chsischer terminus technicus fĂŒr HOSCH-Filter (hier: Durchlaßgrad kleiner 0,01% nach DOP-Test).

Horizontalstrom: Die turbulenzarme VerdrĂ€ngungsströmung wird waagerecht gefĂŒhrt.

Hosch-Filter: Schwebstoff-Luftfilter, das im kritischen Abscheidebereich (etwa 0,2 bis 0,5 um) einen Durchlaßgrad unter 0,01% hat.

Hygiene im Reinen Raum: Alle Körperpflegemaßnahmen zur Verringerung der menschlichen Partikelmission, die Auswahl zweckmĂ€ĂŸiger Reinraumkleidung und die Maßnahmen des Reinigens und Verpackens dieser Kleidung sowie das Schaffen eines den Anforderungen entsprechendnen Raumklimas im Reinen Raum.

Klimaanlagen fĂŒr Reine RĂ€ume: Die von Ihnen aufbereitete Luft dient dem Einstellen der gewĂŒnschten Temperatur bzw. der gewĂŒnschten Feuchte der Luft in der Zirkulationsströmung eines LF-Reinraumsystems.

Kontaminationskörper: Von Hortig (85) geprĂ€gter Ausdruck fĂŒr das Gebiet, in dem unter BerĂŒcksichtigung des Quertransports Partikel zu erwarten sind. Der Kontaminationskörper wird zwar von der Kontaminationsquelle ausgehend grĂ¶ĂŸer, seine "Reinheit" nimmt aber wegen der Abnahme der Partikelkonzentration zu und die Frage ob und in welcher Entfernung von einer Kontaminationsquelle eine weiter "Reiner Arbeitsplatz" eingerichtet werden kann, ist von den entsprechen Anforderungen abhĂ€ngig. Wesentlich ist, daß diese sich ausbildenen Kontaminationskörper ĂŒberschaubar bleiben und die Reinen ArbeitsplĂ€tze daher so angefordert werden können, daß ihre gegenseitige Beeinflussung gering gehalten werden kann.

Laminar Air Flow: AngelsĂ€chsischer terminur technicus fĂŒr turblenzarme Ver drĂ€ngungsströmung, die nicht laminar im strengen Sinne ist (auch: unidirectional air flow oder uniform air flow).

Leck: Stelle im HOSCH-Filterelement, an der der Aerosoldurchlaßgrad den der Umgebung wesentlich ĂŒberschreitet. Oft wird eine Stelle in einem Filterelement dann als Leck, das nicht mehr toleriert werden kann, angesehen, wenn dort der lokale Durchlaßgrad gegenĂŒber einem kalt erzeugten DOP-Nebel (oder auch Paraffinölnebel) grĂ¶ĂŸer als 0,01% ist.

Lecktest: Untersuchung des Filterelements auf Lecks mit Hilfe eines kalt erzeugten DOP-Nebels (oder auch Paraffinölnebels) und eines Aerosolphotometer. Eine Leckbestimmung kann auch mit dem PartikelzĂ€hler durchgefĂŒhrt werden (Cave: GenĂŒgend hohe Nebelkonzentration auf der Zuströmseite ist Voraussetzung).

LF-Clean-Room-Technologie: AngelsĂ€chsischer terminus technicus fĂŒr LF-Reinraumtechnik.

LF-Reinraumtechnik: Reinraumtechnik, bei der die Raumluft in Form einer tur bulenzarmen VerdrĂ€ngungsströmung gefĂŒhrt wird.

Lichtstreuung: Licht, das auf ein Partikel fĂ€llt, wird in AbhĂ€ngigkeit von Partikeldurchmesser (und physikalischen Parametern des Partikels) aus der Einfallrichtung abgelenkt (Tyndall-Effekt). Die Winkelverteilung und IntensitĂ€t des gestreuten Lichtes hĂ€ngen von verschiedenen Parametern des Partikels, unter anderen von seiner GrĂ¶ĂŸe, ab (das Streulicht, das eine Vielzahl von MolekĂŒlen –kleinste Partike!---z.B. von einfallendem Sonnenlicht erzeugt, ist das Himmelblau: die langwelligen roten Spektralanteile des Sonnenlichts werden weniger stark gestreut: Morgen- und Abendrot).

Luftduschen: Vorrichtung zum Abblasen der Reinen Kleidung vor dem Betreten des Reinen Raumes. Ihre Wirkung ist umstritten.

Luftfilter: Vorrichtung zum Entfernen luftgetragener Verunreinigungen aus strömender Luft.

Luftzustand: Durch Temperatur, Feuchte und Druck wird der Luftzustand im allgemeinen gekennzeichnet;oft werden diese Werte um den der Luftgeschwindigkeit erweitert.

Materialdurchreiche: Schleusenartig ausgefĂŒhrter, kastenförmiger Wanddurchbruch eines Reinen Raumes zum Ein- oder Ausbringen von Material, Werkzeug. Instrumenten usw.; im Regenfall mit zwei gegeneinander verriegelten TĂŒren und - falls erforderlich - mit LuftdurchspĂŒlung.

Partikel: Teilchen festen oder flĂŒssigen Aggregatzustands beliebiger Art, Dichte und Form. In der Reinraumtechnik ist der Begriff "Partikel" auf die begrenzt, deren Durchmesser gleich oder grĂ¶ĂŸer 0,5 um ist.

Partikelbewegung: die auf ein Partikel einwirkenden KrĂ€fte, verursachen eine Partikelbewegung, die nicht mit derjenigen der Luftströmung ĂŒbereinstimmen muß. Abweichungen können herrĂŒhren von Restturbulenzen (Quertransport). Wirbelströmungen, Sedimentation unter dem Einfluß der Schwere des Partikels. Coulomb`sche KrĂ€fte bei elektrisch geladenen Partikeln in elektrischen Feldern.

Partikelldurchmesser: Als Partikeldurchmesser wird ein Ă€quivalenter Durchmesser definiert. In der Reinraumtechnik ist dies der Durchmesser eines PolystyrolkĂŒgelchens, das die gleiche StreulichtintensitĂ€t erzeugt wie das Partikel. Andere Äquivalenzdurchmesser: Durchmesser des Kreises, der die gleiche FlĂ€che wie die Projektion des Partikels hat (bei mikroskopischer Betrachtung)! oder Durchmesser der Kugel, die die gleiche Fallgeschwindigkeit wie das Partikel besitzt (Stokes-Durchmesser; Stokes-Geschwindigkeit). Der Partikeldurchmesser wird in Mikrometern (um) = 10-6m=10-3mm (frĂŒher auch Mikron) angegeben.

Partikelemission: Unvermeidbare Abgabe von Partikeln bei beliebigen TĂ€tigkeiten.

Partikelkonzentration: Die Konzentration aller luftgetragenen Partikel in der Volumeneinheit Raumluft, d.h. im Kubikmeter (auch im Liter oder im Kubikfuß =28,3 l).

PartikelzĂ€hler: GerĂ€t zum Nachweis einzelner Partikel, die frei fliegen, ein Meßvolumen durchqueren und dort einen Teil des sie beleuchtenden Lichts streuen. Die IntensitĂ€t des Streulichts ist ein Maß fĂŒr den Partikeldurchmesser. Das Kalibrieren erfolgt mit den kugelförmigen Teilchen einer Polystyrol-Latex, die ihrerseits mikroskopisch vermessen werden. Mit elektronischen Maßnahmen (Diskriminator mit verschiedenen Ansprechschwellen und diesen Ansprechschwellen zugeordneten ZĂ€hlern) lassen die PartikelzĂ€hler eine Bewertung der Partikelkonzentration als SummenhĂ€ufigkeit in AbhĂ€ngigkeit vom Partikeldurchmesser zu.

Quertransport: Die Restturbulenz der turbulzarmen VerdrĂ€ngungsströmung hat eine Partikelausbreitung quer zur Strömungsrichtung zur Folge. Nach Messungen von Horting liegt der Ausbreitungswinkel bei 1 bis 20. Dies spricht fĂŒr eine Quertransportgeschwindigkeit von um 10cm/s bei einer Strömungsgeschwindigkeit von um 30 cm/s.

Reiner Arbeitsplatz: Ein in seiner Reinheit durch besondere Maßnahmen kontrollierter Arbeitsbereich, an dem Arbeiten mit Produkten oer an Objekten durchgefĂŒhrt werden, die durch UmgebungseinflĂŒsse geschĂ€digt werden oder di edie Umgebung schĂ€digen können.

Reiner Raum: Ein in seiner Reinheit durch besondere Maßnahmen kontrollierter Arbeitsbereich, in dem ein oder mehrere Reine ArbeitsplĂ€tze so vorhanden sind, daß die an diesen Reinen ArbeitsplĂ€tzen beschĂ€ftigten Personen an ihm plaziert sind (auch: Reine Arbeitskabine).

Reine Werkbank: Im allgemeinen ein, in SonderfĂ€llen auch mehrere Reine ArbeitsplĂ€tze, die so angeordnet sind, daß die an ihm bzw. an ihnen beschĂ€ftigte Person außerhalb des in seiner Reinheit kontrollierten Arbeitsbereiches plaziertist.

Reinheit: Die Reinheit ist das Freisein von beliebigen Verunreinigungen: quantitativ wird sie durch den Reinheitsgrad beschrieben. Die absolute Reinheit ist ein Grenzwert, dem man sich in der Praxis nur nÀhern kann, ohne ihn zu erreichen.

Wie weit dieses AnnĂ€hern erfolgen kann oder erfolgen muß, hĂ€ngt von den jeweiligen UmstĂ€nden ab, wobei der Aufwand mit steigenden Anforderungen an die Reinheit ĂŒberproportional steigt. In der Reinraumtechnik im allgemeinen auf Aerosol bezogen.

Reinheitsgrad: Quantitative Angabe ĂŒber die Reinheit; in der Reinraumtechnik im allgemeinen gemessen an der Partikelkonzentration (in SonderfĂ€llen auch Anzahl der Partikel auf OberflĂ€chen).

Reinheitsgrad der Raumluft: Partikelkonzentration, im allgemeinen Zahl der Partikel mit einem Partikeldurchmesser von 0,5 um und grĂ¶ĂŸer je Kubikmeter Raumluft (auch je Liter oder je Kubikfuß --- 28,31 ---Raumluft).

Reinraumklasse: Durch Abstufung des Reinheitsgrades entstehende Klassierung. Die Reinheitsklasse dient im allgemeinen zur Kennzeichnung der Anforderungen an die Raumluft oder zum Nachweis des Einhaltens dieser Anforderungen. Sie sind nach VCI 2083 festgelegt durch die Anzahl der Partikel mit Partikeldurchmessern 1 um und grĂ¶ĂŸer, wobei die die Reinraumklasse kennzeichnende Grenzkurve fĂŒr die SummenhĂ€ufigkeit der Partikel in AbhĂ€ngigkeit vom Partikeldurchmesser einer Junge-Verteilung entspricht und gleich der Steigerung der Grenzkurven der Reinheitsklassen des Ferderal Standard 209 der USA ist. Im praktischen Gebrauch stimmen folgende korrespondierenden Klassen ĂŒberein.

VDI 2083/ Fed.Std. 209

3/100

4/-

5/10000

6/100000

Reinraumtechnik: Die Technik, Fertigungsschritte, Produktionstufen oder an dere gegenĂŒber Verunreinigungen empfindliche TĂ€tigkeiten unter den Bedingungen besonderer Ă€ußerer Reinheit durchzufĂŒhren.

Reynold-Zahl: VerhÀltnis von TrÀgheitskraft zu Reibungs-(ZÀhigkeits-) krÀften. Bei kleinen Reynoldschen Zahlen ist ein Strömung laminar. Oberhalb einer kritischen Reynold-Zahl (z.B. im zylindrischen Rohr RE>2230) bildet sich nach einem Einlaufvorgang ein turbulentes Strömungsprofil aus.

Sedimentation: Bewegung des Partikels im Schwerefeld der Erde. Zwischen etwa 100 um und etwa 1 um gilt das Stokes-Gesetz, nachdem sich eine konstante Sedimentationsgeschwindigkeit einstellt, die der Dichte des Partikels--Materials und dem Quadrat des Stokes-Durchmessers des Partikels proportional ist. Ein Partikel mit einem Stokes-Duchmesser von 10 um und einer Dichte entsprechend der des Wassers sedimentiert mit 3 mm/s, eines mit 1 um mit 30 um,s.

Schleusen: ZugĂ€nge zu in bezug auf ihre Reinheit kontrollierten Bereichen, in den z.B. durch gegeneinander verriegelte TĂŒren unterschiedliche Druckniveaus, die ein Übrströmen von verunreinigter Luft in den kontrollierten Bereich verhindern, aufrecht erhalten werden. Oft dienen derartige Schleusen gleichzeitig als Umkleideraum und sind daher mit Kleiderablagen fĂŒr unreine Kleidung, einem Vorrat fĂŒr reine Kleidung, Wascheinrichtungen und ggf. Luftduschen versehen.

Schwebstoff-Luftfilter: Luftfilter zum Abscheiden sehr fein (kolloidal) dispergierter luftgetragener Schwebstoffe.

Sodium-Flame-Test nach Brit. Std. 3921: PrĂŒfmethode zum PrĂŒfen von Schwebstoff-Luftfiltern (StĂŒckprĂŒfung) mit Hilfe eines aus verdĂŒster Natriumchloridlösung erzeugtem NaCI-Aerosols mit Partikeldurchmesser im Bereich von 0,05 um bis 2 um. Die Konzentrationsbestimmung erfolgt mit Hilfe spektralanalytischer Methoden (GelbfĂ€rbung einer Flamme!).

StabilitĂ€t der turbulenzarmen VerdrĂ€ngungsströmung: Die TrĂ€gheit der von Ventilatoren angetriebenen Strömung muß thermischen Auftrieb ĂŒberwinden können, ohne daß an den umströmten Körpern Turbulenzzonen in einem grĂ¶ĂŸeren unvermeidbaren Ausmaß entstehen.

Statische ElektrizitĂ€t: Vorwiegend durch Rei bungsaufladung entstehende LadungsanhĂ€ufunf, die zu elektrischen Feldern fĂŒhrt. Ausgleich u.U. durch Funken, der zĂŒndfĂ€hige Gemische zu zĂŒnden in der Lage ist.

StaubspeicherfĂ€higkeit: Die Masse des abgeschiedenen und in der FlĂ€cheneinheit eingelagerten Staubes (beiĂŒblichen HOSCH-Filtern grĂ¶ĂŸenordnungsmĂ€ĂŸig um 10 2 Gramm pro Quadratmeter.

StĂŒckprĂŒfung: PrĂŒfung jedes gefertigten Schwebstoff-Luftfilters mit einer geeigneten Methode (z.B. DOP, Sodium-Flame-und ggf. Lecktest).

Temperatur: Thermodynamische ZustandsgrĂ¶ĂŸe, die mit (trockenen!) ThermofĂŒhlern (Thermometern) gemessen wird.

Turbulenz: Statistisch verteilte, ungeordnete Schwankungen der Strömungsgeschwindigkeit, die quantitativ als Turbulenzgrad angegeben werden kann. Turbulenz darf nicht mit Wirbeln verwechselt werden.

Turbulenzarme VerdrĂ€ngungsströmung: Strömungsform, bei der der gesamte zur Strömungsrichtung senkrecht liegende Raumquerschnitt mit gleichförmiger Geschwindigkeit von der Raumluft durchströmt wird. Die Strömung entspricht einer gleichgerichteten Kanal-Anlaufströmung mit großer Reynold-Zahl. Verunreinigungen in der Raumluft werden verdrĂ€ngt; daher: LĂŒftung mit turbulenzarmer VerdrĂ€ngungsströmung: turbulenzarme VerdrĂ€ngungslĂŒftung (Kennzeichnung: Geschwindigkeit der Strömung).

Turbulenzreiche Strahlströmung: Strömungsform, bei der die Zuluft als Strahl in den Raum eingeblasen wird. Der Strahl erzeugt eine innere Zirkulationsströmung (das etwa 10 40fache des eingeblasenen Volumenstromes!!). In den turbulenten Randzonen des Strahls vermischt sich die Zuluft mit der Raumluft. In der Raumluft vorhandene Verunreinigungen werden verdĂŒnnt: daher: LĂŒftung mit turbulenzreicher StrahllĂŒftung auch turbulenzreiche VerdĂŒnnungslĂŒftung (Kennzeichnung durch Luftwechselzahl, d. h. auf das Raumvolumen bezogener Zuluftvolumenstrom.

Turbulenzgrad: Der Turbulenzgrad der turbulenzarmen VerdrĂ€ngungsströmung ĂŒbersteigt im allgemeinen 10% nicht.

TypprĂŒfung nach DIN 24 184: PrĂŒfung von Schwebstoff-Luftfiltern auf das Einhalten vorgegeener Abscheidegrenzen, die einmal an einem Typ einer Konstruktion durchgefĂŒhrt wird und ggf. in gewissen ZeitabstĂ€nden wiederholt wird. GeprĂŒft wird mit Paraffin-Ölnebel (thermisch erzeugt), radioaktiv markierten natĂŒrlichen Luftaerosol, frisch erzeugtem Quarzstaub (in SonderfĂ€llen): daneben wird ein Lecktest durchgefĂŒhrt (Ölfadentest).

Vertikalstrom: Die turbulenzarme VerdrĂ€ngungsströmung wird senkrecht gefĂŒhrt.

Vorfilter: Luftfilter mit geringerer Abscheidewirkung, die zur Entlastung nachgeschalteter Feinfilter eingesetzt werden.

Wirbel: Zirkulationsströmung um einen Wirbelkern als drehungsfreie Potentialströmung (Potentialwirbel) oder um eine Strömungssenke bzw. Strömungsquelle als drehungsbehaftete Senker-bzw. Wellströmung. Bei der LF-Reinraumtechnik wichtig: Wirbelpaare (Karman-Wirbel) die sich bei der Strömungsablösung an umströmten Körpern ausbilden, ablösen und abklingend mit der Strömung "fortschwimmen" sowie (relativ) stationÀre Wirbelpaare in strömungstoten Gebieten. Dort kann ein Partikeltransport scheinbar gegen die Strömungsrichtung erfolgen.

Wirkungsgrad: Aus dem Unterschied der VerfĂ€rbung zweier Filterpapiere, eines mit Luft von dem zu prĂŒfenden Luftfilter beaufschlagt, eines mit der im PrĂŒfling gereinigten Luft, ermitteltes Maß fĂŒr die Abscheidewirkung.


Aus: http://www.kp-audio.de/Reinraum_Lexikon.htm

Witere Literatur: USA http://www.techstreet.com/info/ashrae.html http://www.ashrae.org http://tis.eh.doe.gov/hepa/nuke_air/chap1.pdf

03 Jan 2005
22:58:39
Richter
Reinraumtechnologie Vorschriften Richtlinien Lexikon
Im Anhang Links zum Thema Reinraumtechnologie.
Gruss Rost

http://www.caesar.de/

http://www.lva.co.at/reinraum.

http://www.widos.de/prod13.htmll
http://venus.isburg.ch/hta/ial

http://www.schillingengineering.de

http://www.mm.fh-heilbronn.de/

http://www.fotec.at/pages/reinraum

http://www.micronclean.de

http://www.ionstatex.de/unter.html.

http://www.deru-cleanroom.de

http://www.deru-cleanroom.de/reference/

http://www.reinraum.at

http://www.wfk.de/hsc/index.php?

03 Jan 2005
23:16:44
Rost
Reinraumtechnologie Vorschriften Richtlinien Lexikon VDI 2083
Richtlinienreihe VDI 2083
„Reinraumtechnik”
Die VDI-Richtlinie 2083 Reinraumtechnik regelt alle wesentlichen
Aspekte reinraumtechnischer Systeme: Planung und Bau,
Klassifizierung, Qualifizierung, Messtechnik, Betrieb und
QualitÀtssicherung.
Die erste Ausgabe des Richtlinienwerks (Entwurf 1973, Weißdruck
1976) beschrĂ€nkte sich auf das Thema „Partikelreinheit der Luft“.
Zusammen mit der Überarbeitung dieser ersten Ausgabe wurden
seit 1984 weitere aktuelle Reinraumthemen aufgegriffen: OberflÀchenreinheit,
Personal, Behaglichkeitskriterien, Prozessmedien,
ReinraumkompatibilitÀt, Reinstwasser, QualitÀtssicherung und
Umweltschutz.
Inzwischen ist eine weitere Überarbeitung in Arbeit. Blatt 1
„Klassifizierung“ ist bereits 2001erschienen. Blatt 3 „Messtechnik“
liegt als neuer Entwurf mit Ausgabedatum Januar 2004 vor.
Parallel dazu wird das gesamte VDI-Richtlinienwerk mit der internationalen
Reinraumnorm ISO 14 644 harmonisiert. Das Ziel
der laufenden Überarbeitung ist, die neuesten Entwicklungen der
Reinraumtechnik und zusĂ€tzliche Hilfen fĂŒr den praktischen
Einsatz dieser Regelsetzung einzuarbeiten. Die Neuerungen der
Richtlinie VDI 2083 sollen schrittweise auch in die internationale
Reinraumnorm einfließen.
Herausragendes Merkmal der VDI-Richtlinien gegenĂŒber den
Internationalen Normen ist dabei der wesentlich engere Praxisbezug.
WĂ€hrend sich die Normung, ihren Vorgaben entsprechend, vorwiegend
auf die Festlegung von Merkmalen beschrÀnkt, zielen VDIRichtlinien
auf die Darstellung von Systemlösungen ab und bieten
Hilfestellungen zur praktischen Anwendung der relevanten Normen.
VDI 2083 Blatt1: 2003-06
Reinraumtechnik; Partikelreinheitsklassen der Luft
Blatt 1 der Richtlinie VDI 2083 spezifiziert die Klassifizierung fĂŒr
ReinrÀume und reine Bereiche auf der Grundlage der Partikelreinheit
der Luft. Die Klassifizierung liefert einen Zusammenhang
zwischen der HĂ€ufigkeit und der GrĂ¶ĂŸe von Partikeln und deren
zulÀssiger Konzentration in ReinrÀumen. Ferner werden
Anforderungen an den Nachweis der Übereinstimmung mit dieser
Klassifizierung sowie Anforderungen an die fortlaufende Übereinstimmung
und die Dokumentation beschrieben. In AbÀnderung
der VorgÀngerversionen von VDI2083 Blatt 1, wurde die vorliegende
Klassifizierung mit der internationalen Norm ISO14 644-1
harmonisiert; beide sind fĂŒr beliebige Anwendungsbereiche vorgesehen.
FĂŒr den Vergleich mit anderen Reinraumklassifizierungen
liefert das vorliegende Richtlinienblatt eine grafische und tabellarische
GegenĂŒberstellung der neuen Klassifizierungen mit denen
von Anhang 1 des EC-GMP-Leitfadens und dem U.S.Fed.Std. 209 E.
VDI 2083 Blatt 2 : 1996- 02
Reinraumtechnik; Bau, Betrieb und Instandhaltung
FĂŒr den Einstieg in den Planungsprozess empfiehlt die Richtlinie,
die jeweilige Problemstellung der Kontaminationskontrolle den
vorgegebenen, in Form von Skizzen schematisch dargestellten
Reinraumkonzepten zuzuordnen. Als weitere Planungshilfe werden
Tabellen vorgestellt, welche die lĂŒftungstechnischen Parameter
mit Grenzwerten fĂŒr die Partikelreinheit und typischen Anwendungen
verknĂŒpfen. Diese Tabellen liegen fĂŒr partikelorientierte
Problemstellungen und Problemstellungen zur Kontrolle von Partikeln
und Keimen (Pharma/Medizin) vor. FĂŒr die konstruktive
Ausarbeitung stellt die Richtlinie reinraumtechnische Vorgaben
fĂŒr technische (Filter,Ventilatoren, Druckkaskaden usw.) und bauliche
(Schleusen, Böden,WĂ€nde, Decken, usw.) Maßnahmen dar.
Die abschließenden Kapitel behandeln Montage, Inbetriebnahme,
Instandhaltung und Reinigung. Einen Schwerpunkt bilden dabei
die Empfehlungen zur Qualifizierung, die immer mehr zum Schwerpunkt
reinraumtechnischer Planungsleistungen geworden sind.
VDI 2083 Blatt 3 E : 2004 - 01
Reinraumtechnik; Messtechnik in der Reinraumluft
In dieser Richtlinie werden Messverfahren, Messpunktzahlen und
Festlegungen zur Dokumentation beschrieben, die bei der Übergabe
von Reinraumsystemen, im Rahmen der Qualifizierung von Neuanlagen,
der Routinekontrolle und der laufenden Überwachung
eingesetzt werden. Die hier beschriebenen Methoden sind speziell
auf die Erfordernisse von ReinrÀumen ausgerichtet und unterscheiden
sich insofern von Messverfahren fĂŒr sonstige raumlufttechnische
Systeme.
Die Überarbeitung mit Angleichung an die ISO 14 644-3 wurde mit
dem Erscheinen eines neuen Entwurfes im Januar 2004 vorlÀufig
abgeschlossen. Im Hinblick auf die Harmonisierung mit der neuen
ISO 14 644-3 wurden wesentliche Änderungen am Entwurf von
1993 vorgenommen. WĂ€hrend in der ISO 14 644-3 nur Definitionen
hinsichtlich Messverfahren und MessgerÀte enthalten sind, werden
in der VDI 2083 Blatt 3 zusÀtzlich Messpunktzahlen sowie teilweise
Abnahmekriterien definiert bzw. empfohlen. Aus der Diskussion
zu VDI 2083 Blatt 3 ergeben sich ÄnderungsvorschlĂ€ge fĂŒr die
derzeit als Entwurf vorliegende Internationale Norm ISO14 644-3.
VDI 2083 Blatt 3 :1983 - 02
Reinraumtechnik; Messtechnik
VDI 2083 Blatt 4 :1996 - 02
Reinraumtechnik; OberflÀchenreinheit
In VDI 2083 Blatt 4 wird die Querschnittsfunktion „OberflĂ€chenreinheit“
fĂŒr alle wichtigen Reinraumelemente unter den Aspekten
Klassifizierung, Reinheit /GebrauchstĂŒchtigkeit, Reinigung /
Dekontamination und PrĂŒfmethoden behandelt.
Die Richtlinie legt ein Klassifizierungssystem fĂŒr die OberflĂ€chenreinheit
auf der Grundlage der Partikelkontamination vor und
beschreibt in der grafischen Darstellung dieser Klassifizierung die
geeigneten Messverfahren in AbhĂ€ngigkeit von der PartikelgrĂ¶ĂŸe.
Anforderungen an die Reinheit und GebrauchstĂŒchtigkeit werden
fĂŒr ReinrĂ€ume, Fertigungseinrichtungen, ReinraumverbrauchsgĂŒter
wie z.B. Reinraumkleidung, Reinraum-Wischmittel, Reinraumpapier
und Reinraum-Verpackungsmaterialien spezifiziert. Ferner werden
Hinweise auf geeignete Materialien, auf OberflÀchenbeschaffenheit
und Pflegeverfahren gegeben.
Die Standardverfahren zur Reinigung und Dekontamination von
festen OberflÀchen werden anhand der verschiedenen Reinigungsprozesse,
der jeweiligen Stufen der Reinigung, der Art der zu entfernenden
Kontaminationen und der geeigneten Reinigungsmittel
spezifiziert und mittels ĂŒbersichtlicher Tabellen erlĂ€utert.
Die Methoden zur PrĂŒfung der OberflĂ€chenreinheit beinhalten
Spezifikationen zur Probenahme und zu den Nachweisverfahren.
Den Schwerpunkt bildet der Partikelnachweis mittels PartikelzÀhler,
Lichtmikroskopie und Elektronenmikroskopie.
Spezialverfahren werden z. B. fĂŒr den Bereich der Keimzahlmessung,
die PrĂŒfung von Reinraumkleidung, sowie fĂŒr Reinraum-
Wischmittel und Reinraum-Handschuhe angegeben. Eine Übersicht
der wichtigsten Verfahren der Kontaminationsanalytik fĂŒr
OberflĂ€chen schließt dieses Kapitel ab. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis
gibt weitere Hinweise zum Stand der Technik.
VDI 2083 Blatt 5 : 1996-02
Reinraumtechnik; Thermische Behaglichkeit
Im ersten Teil der Richtlinie erhÀlt der Benutzer eine umfassende
Systematik der unterschiedlichen Strömungskonzepte fĂŒr die
Zu- und AbluftfĂŒhrung in ReinrĂ€umen. Der zweite Teil behandelt
die Bewertung von ArbeitsplÀtzen in Bezug auf die thermische
Behaglichkeit (Thermal Comfort). Durch die VerknĂŒpfung thermischer
Parameter (Temperatur, Feuchte, Strömung, Turbulenz) und
personenbezogener Parameter (AktivitÀtsgrad, Kleidung) gelingt
es, den Grad der Behaglichkeit quantitativ zu bestimmen. FĂŒr den
Betrieb von ReinrÀumen sind diese Festlegungen insofern von
Belang, als Vorgaben der Kontaminationskontrolle bezĂŒglich der
Kleidung Konsequenzen fĂŒr die Einstellung des Raumklimas haben.
Andererseits wird auch gezeigt, wie der AktivitÀtsgrad (bzw.
‚Metabolismus‘), ĂŒber die WĂ€rmeabgabe der Kleidung das subjektive
Wohlbefinden beeinflusst.
VDI 2083 Blatt 6 : 1996 -11
Reinraumtechnik; Personal am Reinen Arbeitsplatz
Das Richtlinienblatt gibt einleitend Hinweise auf die Partikelfreisetzung
von Personal in AbhÀngigkeit von der BewegungsaktivitÀt.
FĂŒr den Kontaminationsfaktor Reinraumkleidung wird eine Tabelle
mit arbeitsplatzbezogenen Empfehlungen fĂŒr unterschiedliche
Reinraumklassen angegeben.
FĂŒr die Auswahl von Reinraumpersonal fĂŒhrt die Richtlinie einen
Katalog von Voraussetzungen auf, die sich auf die Schulung, auf die
Akzeptanz von EinschrĂ€nkungen außerhalb der Arbeitszeit und
auf gesundheitliche Aspekte beziehen. Als zentrale Aufgabe der
FĂŒhrung von Personal wird die Aus- und Weiterbildung herausgestellt.
Geeignete Schulungsprogramme behandeln neben reinraumtechnischen
Grundlagen die fĂŒr die jeweilige TĂ€tigkeit spezifischen
Lerninhalte, wie z.B. die Dokumentation von technischen bzw.
mikrobiologischen Daten.
Abschließend stellt die Richtlinie einen Katalog allgemeiner
Verhaltensregeln fĂŒr ReinraumarbeitsplĂ€tze sowie spezieller Regeln
fĂŒr ArbeitsplĂ€tze mit turbulenzarmer VerdrĂ€ngungsströmung vor.
Beispiele fĂŒr den Pharma-Bereich, den Medizin- Bereich und die
Halbleiter-Herstellung zeigen, wie die Einhaltung dieser Regeln
durch Erfolgskontrollen und Überwachungsmaßnahmen sichergestellt
werden kann.
VDI 2083 Blatt 7 : 2000 - 02
Reinraumtechnik; Reinheit von Prozessmedien
Analog zu der Reinheitsklassifizierung von Blatt 1 fĂŒr RĂ€ume und
ArbeitsplĂ€tze liefert Blatt 7 eine Klassifizierung fĂŒr flĂŒssige und
gasförmige Prozessmedien. Diese Klassifizierung soll sinngemĂ€ĂŸ
auch auf komplette Systeme, d. h. unter Einbeziehung der Partikelfreisetzung
von Anlagen angewendet werden. Die Spezifikationen
zur Messmethodik geben Hinweise zur Kalibrierung von Messsystemen
und zur QualitĂ€tssicherung. FĂŒr die Bestimmung der Reinheitsklasse
mittels DurchflusspartikelzÀhler werden die Verfahren
der Probenahme an Hand von Skizzen erlÀutert. Die filtrierenden
Verfahren (AnfÀrbe-, Dunkelfeld-, Epifluoreszenz-, REM-Methode)
werden an Hand bewÀhrter Materialien und Einstellungen
beschrieben.
FĂŒr die Qualifizierung von Reinstmedien, die zentral bzw. als
Handelsprodukt bereitgestellt werden, gibt die Richtlinie allgemeine
Hinweise, die dazu beitragen, störende EinflĂŒsse der Umgebung,
der Probenahmesysteme sowie sonstiger Messbedingungen auf
das Messergebnis zu minimieren. Im Hinblick auf die fĂŒr Reinstmedien
zentrale Rolle der Mikrofiltration gibt die Richtlinie detaillierte
Hinweise zum Systemdesign, zum Betrieb sowie zu den
technischen Mindestspezifikationen. Im Anhang A werden die
wichtigsten IntegritÀtstestverfahren (Bubble-point-, Diffusions-,
Wasserintrusionstest) behandelt.
VDI 2083 Blatt 8 : 2002- 09
Reinraumtechnik; Reinraumtauglichkeit von Betriebsmitteln
Die Richtlinie behandelt das Planen, Erzeugen, Erhalten, Wiederherstellen
und Nachweisen der Reinraumtauglichkeit von Betriebsmitteln
in reinen Bereichen nach VDI 2083 Blatt1 bzw. ISO14 644 -1.
Anforderungen, Verfahren und Nachweismethoden hÀngen von der
reinraumtechnischen Aufgabenstellung (Produktschutz, Arbeitsschutz)
und vom zulÀssigen Verunreinigungsniveau beziehungsweise

beziehungsweise
der erforderlich Luftreinheitsklasse ab. Das Ziel dieses Blattes
ist die Spezifizierung einer standardisierten Vorgehensweise zur
Qualifizierung oder zum Vergleich von Betriebsmitteln hinsichtlich
ihrer Reinraumtauglichkeit. Weiter beschreibt sie Vorgehensweisen
zur systematischen Ermittlung der Verunreinigungsparameter.
Kern des Blattes ist die standardisierte Ermittlung der Emission
luftgetragener Partikel unter BerĂŒcksichtigung einer statistischen
Analyse der Ergebnisse, um damit eine vergleichbare Beurteilung
von Betriebsmitteln zu ermöglichen. Die Anwendung dieser Richtlinie
gibt Anwendern und Herstellern von Betriebsmitteln die
nötige Transparenz bei der vergleichenden Beurteilung der Reinraumtauglichkeit
von einzusetzenden Betriebsmitteln.
VDI 2083 Blatt 9 E :1991- 09
Reinraumtechnik; QualitÀt, Erzeugung und Verteilung von
Reinstwasser
Zweck der Richtlinie ist die Spezifizierung des Stands der Technik
bezĂŒglich Planung, Bau, Betrieb und Überwachung von Reinstwasseranlagen.
Wesentliche Aussagen in der Richtlinie resultieren
aus Erkenntnissen von Schwachstellenanalysen bestehender Reinstwasseranlagen
und deren Fortschreibung auf die zukĂŒnftigen
Aufgabenstellungen.
VDI 2083 Blatt 10 :1998 - 02
Reinraumtechnik; Reinstmedien-Versorgungssysteme
Reinstmedien (flĂŒssige Chemikalien und Gase) werden fĂŒr alle
Arten der Reinraumproduktion eingesetzt, wie z.B. in der Halbleiterfertigung,
Solartechnik, Faseroptik, Mikromechanik und vergleichbaren
Anwendungen. Ziel ist es, die Minderung der Reinheit
zwischen der Medienanlieferung (Point of Supply/P.O.S.) und dem
Eingang beim Verbraucher (Point of Entry/P.O.E.) innerhalb vorgegebener
Grenzen zu halten. Zweck der Richtlinie ist die Spezifikation
des Stands der Technik bezĂŒglich Planung, Bau, Betrieb,
Überwachung und Dokumentation von Reinstmedien-Versorgungssystemen.
„Reinheit“ bezieht sich auf die Verunreinigung mit
Partikeln, Kationen, Anionen, TOC und anderen spezifischen Parametern
(Fremdgase, Feuchte, usw.). Es werden keine Anforderungen
an die zu gewÀhrleistenden Reinheitsbedingungen spezifiziert,
da derartige Vorgaben anwendungsbezogen mit dem jeweiligen
Betreiber abzustimmen sind.
VDI 2083 Blatt 11 :1999 - 02
Reinraumtechnik; QualitÀtssicherung
In diesem Dokument werden – in Anlehnung an die Normenreihe
DIN EN ISO 9000 und ĂŒbergreifend fĂŒr alle Bereiche der Reinraumtechnik
– die fĂŒr die maßgeblichen QualitĂ€tsparameter definiert
und notwendige QualitĂ€tssicherungsmaßnahmen beschrieben. Als
wesentliche Voraussetzung dafĂŒr, Reinraumprozesse mit der
geforderten Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit durchzufĂŒhren,
wird die Definition der jedem Produktionsbereich zugeordneten
Reinheitsanforderungen und QualitĂ€tssicherungsmaßnahmen
herausgestellt. Die Umsetzung allgemeiner Hinweise der
DIN EN ISO 9004-1 in spezielle QualitÀtsanforderungen der
BlÀtter 1bis 10 dieser Richtlinie wird aufgezeigt.
VDI 2083 Blatt 12 : 2000 - 01
Reinraumtechnik; Sicherheits- und Umweltschutzaspekte
Das Dokument ergÀnzt die Richtlinie VDI 2083 Blatt 2 um jene
sicherheits - und umweltrelevanten Maßnahmen, die erforderlich
sind, um systemĂŒbergreifende Auswirkungen zu beherrschen.
FĂŒr die Vielzahl unterschiedlicher Produkte, Prozesse, TĂ€tigkeiten
und baulichen Randbedingungen in ReinrÀumen, wird in diesem
Richtlinienblatt ein Leitfaden mit allgemeinen Hinweisen zur Vorgehensweise
bei Neubau, Umbau und RĂŒckbau sowie bei Stillegung
oder Erweiterung vorgegeben. Die sachgerechte Entsorgung von
Anlagenkomponenten und Gebrauchsmaterialien wird ebenfalls
beschrieben.
In Vorbereitung:
Die dritte Generation der VDI 2083
VDI 2083 Blatt4 : voraussichtlich Dezember 2004
Reinraumtechnik; Planung, Bau und Erst-Inbetriebnahme
von ReinrÀumen
Dieses Blatt von VDI 2083 unter dem Titel „Planung, AusfĂŒhrung
und Erst -Inbetriebnahme von ReinrĂ€umen“ orientiert sich am
Lebenslauf von Investitionsprojekten und setzt einen besonderen
Schwerpunkt bei den reinraumspezifischen Aspekten. Die in dieser
Richtlinie beschriebene systematische Vorgehensweise umfasst
die detaillierte Erfassung der Nutzeranforderungen mit Risikoanalyse
und Maßnahmen zur QualitĂ€tssicherung, die Planungsvorbereitung
und die DurchfĂŒhrung der einzelnen Planungsstufen,
die Erst-Inbetriebnahme, die Reinigung des reinen Bereichs, die
Schulung des betroffenen Personals sowie die Qualifizierung und
legt die Erfordernisse an die Dokumentation in den einzelnen
Projektstufen fest.
Die Richtlinie ist eine ErgÀnzung der korrespondierenden Internationalen
Normen im Hinblick auf die planerische Praxis und
versteht sich als Arbeitshilfe fĂŒr Planer und Nutzer.
VDI 2083 Blatt 13 : voraussichtlich Januar 2005
Reinraumtechnik; QualitÀt, Erzeugung und Verteilung
von Reinstwasser
Diese Richtlinie wird mittelfristig VDI 2083 Blatt 9 ersetzen. Im
Zuge der Überarbeitung soll in stĂ€rkerem Maß als bisher bei der
Betrachtung des Reinstwassers nach den spezifischen – und
unterschiedlichen – BedĂŒrfnissen der Pharmabranche und der
Halbleiterindustrie unterschieden werden.
Weitere Richtlinien und Richtlinienprojekte mit
Bezug zu Reinraumtechnik und Hygiene
VDI 6022
Hygiene-Anforderungen an Raumlufttechnische Anlagen
Blatt 1: BĂŒro- und VersammlungsrĂ€ume (1998-07)
Blatt 2: Anforderungen an die Hygieneschulung (1999-12)
Blatt 3: Gewerbe- und Produktionsbetrieben (2002-11)
VDI 6023: 1999-12
Hygienebewusste Planung, Errichtung, Betrieb und Instandhaltung
von Trinkwasseranlagen
VDI 6023 Blatt 2 E :2004-05
Hygienebewusste Planung, Errichtung, Betrieb und Instandhaltung
von Trinkwasseranlagen; Anforderungen an die
Hygieneschulung
VDI 2167 : 2004-11
Heizungs-, LĂŒftungs- und Klimaanlagen im Krankenhaus
Weitere Informationen zu den VDI-Richtlinien
dieses Prospekts:
Den VDI-Richtlinien-Newsletter und die Inhaltsverzeichnisse
aller VDI-Richtlinien finden Sie im Internet unter:
www.vdi-richtlinien.de
Verein Deutscher Ingenieure e.V.
VDI-Gesellschaft Technische GebĂ€udeausrĂŒstung (TGA)
Postfach 10 11 39
40002 DĂŒsseldorf
Telefon: +49 211 6214-500, Herr Wollstein
E-Mail: tga@vdi.de
Internet: www.vdi.de/tga
Wenn Sie nicht den Bestellcoupon nutzen, richten Sie Ihre
Bestellung von VDI-Richtlinien bitte an:
Beuth Verlag GmbH
10772 Berlin
Telefon: +49 30 2601-2260
Telefax: +49 30 2601-1260
E-Mail: info@beuth.de
Internet: www.beuth.de
Download: www.mybeuth.de
Die VDI-GesellschaftTechnische
GebĂ€udeausrĂŒstung (VDI-TGA)
Treffpunkt der Branche und der Experten –
Charakteristik des Arbeitsgebietes
Die VDI-TGA versteht sich als zentraler Umschlagplatz fĂŒr Informationen
und Innovationen, aber auch als Initiator fĂŒr Treffen und
Termine innerhalb der Branche. LangjÀhrige, enge Kontakte und
kontinuierliche Zusammenarbeit kennzeichnen die Verbindung
und den Austausch mit und unter den Mitgliedern. Der hohe
Organisationsgrad der Branchenvertreter und die ausgeprÀgte
Vereinstreue belegen das Vertrauen in die Kompetenz der VDI-TGA.
Die Mitglieder vor Ort in den Bezirksvereinen bilden mit ihrer
kontinuierlichen Arbeit die Basis der VDI-TGA.
Die Entstehung von VDI-Richtlinien
VDI-Richtlinien sind das Ergebnis ehrenamtlicher, technischwissenschaftlicher
Gemeinschaftsarbeit. Die Richtlinien werden
von Fachleuten in AusschĂŒssen erarbeitet und vom Verein
Deutscher Ingenieure herausgegeben. Zurzeit sind 1700 VDIRichtlinien
aus den verschiedensten technischen Bereichen
erhÀltlich.
Die Besetzung der RichtlinienausschĂŒsse orientiert sich an den
hohen Anforderungen, die an das Fachwissen der Mitglieder
gestellt werden. Dabei wird darauf geachtet, dass möglichst alle
interessierten Kreise vertreten sind.
In den RichtlinienausschĂŒssen der in diesem Prospekt genannten
VDI-Richtlinien sind Fachleute aus den folgenden Bereichen
vertreten:
‱ Beratung und Planung
‱ Anlagen- und GerĂ€teherstellung
‱ Aufsichts- und Genehmigungsbehörden
‱ Industrie und Betrieb
‱ Forschung und Lehre
Stellenwert einer VDI-Richtlinie
VDI-Richtlinien sind „Anerkannte Regeln der Technik“. Sie dienen
als richtungsweisende Arbeitsunterlagen fĂŒr den praktischen
Arbeitsalltag und beschreiben praxisnah den Stand der Technik
laufender und kĂŒnftiger Entwicklungen.
Den Status „Anerkannte Regel der Technik“ erlangen VDI-Richtlinien
durch das vorgeschriebene Veröffentlichungsverfahren.
ZunĂ€chst erscheinen sie als Entwurf (GrĂŒndruck) mit einer öffentlichen
Einspruchsfrist von mindestens vier Monaten und anschließend
in der endgĂŒltigen Fassung (Weißdruck) unter BerĂŒcksichtigung
etwaiger EinsprĂŒche. VDI-Richtlinien haben damit die
gleiche rechtliche Stellung wie DIN-Normen.
http://www.vdi.de/vdi/vrp/richtlinien/bestellung/10657/index.php
02 Feb 2005
19:14:17
Reinhart Erwin

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