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Startseite - GBT Forum - Sprinkler ,Feuerlösch- und Brandschutzanlagen
 

Sprinkler ,Feuerlösch- und Brandschutzanlagen

Text Datum Benutzer
Sprinkler ,Feuerlösch- und Brandschutzanlagen
Hallo,
wir suchen Informationen zum Thema Sprinkler ,Feuerlösch- und Brandschutzanlagen.
Vielen Dank
03 Jan 2005
22:46:28
F. Bender
Sprinkler Feuerlösch- und Brandschutzanlagen Link Vorschriften
Hello, Im Anhang Text und Link zu Ihrem Thema.
Gruss Windig

Feuerlösch- und Brandschutzanlagen Einleitung Feuerlöschanlagen dienen als brandbekĂ€mpfende Maßnahmen dem abwehrenden Brandschutz. Sie werden dort eingesetzt, wo das Brandrisiko z.B. durch eine hohe Brandbelastung, eine rasche Brandausbreitung oder erhebliche Sachwerte erhöht oder ein schneller und wirksamer Löschangriff durch die Feuerwehr nicht möglich ist. Es werden


- selektiv und

- abschnittsweise wirkende Anlagen unterschieden [14]. Zu den selektiv wirkenden Anlagen zĂ€hlen Sprinkleranlagen, bei denen nur diejenigen LöschdĂŒsen ausgelöst werden, in deren Wirkungsbereich ein Brand erkannt wird. Abschnittsweise wirkende Löschanlagen werden bei der Erkennung eines Brandes fĂŒr einen ganzen Raum oder fĂŒr ein gesamtes Einzelobjekt ausgelöst. Dies ist z.B. der Fall bei KohlensĂ€urelöschanlagen, die im Brandfall den gesamten Raum mit Kohlendioxid fluten.


SelbsttĂ€tige Löschanlagen sind in der Regel mit einer Brandmeldeanlage (s. Brandmeldeanlagen) oder einzelnen automatischen Brandmeldern (s. Automatische Brandmelder) ausgerĂŒstet, damit ein Brand bereits im Entstehungstadium erkannt und unmittelbar die Löschanlage aktiviert werden kann. Gleichzeitig wird eine Brandmeldung an eine stĂ€ndig besetzte Stelle oder die Feuerwehr weitergeleitet. Damit die Feuerlöschanlage auch dann aktiviert werden kann, wenn die automatische Auslöseeinrichtung nicht anspringt, werden im Schutzbereich der Anlage und in der Löschzentrale Elemente zur Handauslösung installiert.

Brandschutzanlagen umfassen neben Einrichtungen zum Löschen auch solche zur BrandeindĂ€mmung, wie z.B. das Abriegeln von Brandabschnitten und das Schließen von Rauchklappen (s. Rauch- und WĂ€rmeabzugsanlagen).


Sprinkleranlagen

Eine Sprinkleranlage ist eine stĂ€ndig betriebsbereite Löschanlage, bei der aus einem im Schutzbereich ortsfest verlegten Rohrleitungssystem Löschwasser abgegeben wird. Die Löschwasserleitungen enthalten LöschdĂŒsen, sogenannte Sprinkler, die im betriebsbereiten Zustand verschlossen sind. Die Auslösung einer Sprinkleranlage erfolgt automatisch: Steigt die Temperatur im Wirkungsbereich eines Sprinklers auf den Wert der Nennöffnungstemperatur, wird die einzelne LöschdĂŒse zur Verteilung von Löschwasser freigegeben.

Ein wesentlicher Vorteil von Sprinkleranlagen liegt darin, daß sie direkt bei der Branderkennung aktiv in das Brandgeschehen eingreifen können, ohne daß zuvor anwesende Personen evakuiert werden mĂŒssen. Zu den typischen Einsatzbereichen von Sprinkleranlagen zĂ€hlen daher GebĂ€ude, in denen sich meist viele Personen aufhalten, wie z.B. WarenhĂ€user und KrankenhĂ€user, aber auch großflĂ€chige Objekte und RĂ€ume, wie z.B. Lagerhallen.

FĂŒr einen einwandfreien Einsatz mĂŒssen die Löschwasserleitungen stĂ€ndig unter Druck stehen. Wird ein Sprinkler geöffnet, so entsteht in der Leitung zwischen dem Sprinkler und dem zugeordneten Alarmventil ein Druckabfall. Das Alarmventil hat die Aufgabe, im Falle eines Druckabfalls, die Wasserversorgung fĂŒr die betreffenden Sprinkler zu steuern und eine Alarmierung auszulösen.

Zu jeder Sprinkleranlage gehört eine mechanisch akustische Alarmanlage. Die akustischen Alarmeinrichtungen sind so auszuwĂ€hlen, daß der Alarm jederzeit durch Personen wahrgenommen werden kann. ZusĂ€tzlich zur akustischen Alarmierung muß der Alarm an eine stĂ€ndig besetzte Stelle weitergeleitet werden. Diese Alarmeinrichtungen sind u.a. erforderlich, um den Wasserschaden durch einen Löscheinsatz gering zu halten, denn eine Sprinkleranlage muß von Hand abgeschaltet werden [3].

Sprinkleranlagen werden in DIN 14489 [1] genormt. Insbesondere fĂŒr die Planung und Installation gelten die Richtlinien des VdS [2]. Es werden die folgenden Bauformen unterschieden [1]:

- Naßanlage (N):

Das Rohrnetz der Sprinkleranlage ist bis zu den Sprinklern stĂ€ndig mit Wasser gefĂŒllt. Eine Installation in frostgefĂ€hrdeten Bereichen ist aus diesem Grunde nicht zu empfehlen.

- Trockenanlage (T):

Eine Sprinkleranlage gilt als Trockenanlage, wenn ihr Rohrnetz zwischen Alarmventil und den Sprinklern mit Luft gefĂŒllt ist und erst beim Öffnen eines Sprinklers fĂŒr den Löschwasserfluß freigegeben wird. Trockenanlagen werden ĂŒberwiegend in frostgefĂ€hrdeten Bereichen installiert.

- Trockenschnellanlage (TS):

Als Trockenschnellanlage gilt eine schnell ansprechende Trockenanlage, bei der das Öffnen des Alarmventils und damit das FĂŒllen des Sprinklerrohrnetzes mit Wasser bereits vor dem Öffnen eines Sprinklers durch Rauchmelder oder Flammenmelder bewirkt wird. Die Funktion der Anlage muß auch bei Nichtansprechen der Brandmelder (s. Automatische Brandmelder) oder bei Störung der Brandmeldeanlage erhalten bleiben. Trockenschnellanlagen werden dort installiert, wo mit einer schnellen Brandausbreitung und Frostgefahr zu rechnen ist.

- Tandemanlage (TD)

Eine Tandemanlage ist eine Trockenanlage, die an das Sprinklerrohrnetz einer Naßanlage angeschlossen ist. Tandemanlagen werden z.B. dort installiert, wo frostgefĂ€hrdete Bereiche mit Trockenanlage an Bereiche mit Naßanlagen angrenzen.

- Vorgesteuerte Anlagen (V)

Als vorgesteuerte Anlage gilt eine Trockenschnellanlage, die nur durch eine Brandmeldeanlage mit automatischen Brandmeldern in Verbindung mit dem Ansprechen eines Sprinklers ausgelöst wird. Das Öffnen eines Sprinklers allein bewirkt noch kein Öffnen der Ventilstation. Bei Störungen der Brandmeldeanlage wird die Anlage zur Trockenanlage. Das Einsatzgebiet der vorgesteuerten Anlagen sind Bereiche, in denen beschĂ€digte Sprinkler oder Rohrleitungsundichtigkeiten hohe SachschĂ€den verursachen können, z.B. EDV-Bereiche.


Auslegung

Die Bemessung von Sprinkleranlagen richtet sich zunÀchst nach der im jeweiligen Schutzbereich vorliegenden Brandgefahr (BG). Die Brandgefahr leitet sich aus der Brandbelastung und der Brandausbreitung ab. In [2] werden vier Klassen der Brandgefahr unterschieden:

- BG 1: Schutzbereiche mit niedriger Brandbelastung und geringer Brennbarkeit der GebÀude und deren Inhalt.

- BG 2: Schutzbereiche mit mittlerer Brandbelastung und mittlerer Brennbarkeit.

- BG 3: Schutzbereiche in Produktionsbereichen mit großer Brandbelastung und hoher Brennbarkeit.

- BG 4: Schutzbereiche mit Lagerung von Stoffen und Waren.

Weiterhin werden bei der Auslegung von Sprinkleranlagen die folgenden KenngrĂ¶ĂŸen herangezogen [2]:

- WirkflÀche:

Die WirkflĂ€che einer Sprinkleranlage ist die grĂ¶ĂŸte FlĂ€che, die rechnerisch noch ausreichend mit der vorgeschriebenen Wassermenge versorgt werden kann. Sie ist abhĂ€ngig von der Brandgefahr und betrĂ€gt in den meisten FĂ€llen 260 - 300 m2.

- Betriebszeit:

Die Betriebszeit gibt die Mindestzeit an, wĂ€hrend der die vorgeschriebene Löschwassermenge vorhanden sein muß.

- Wasserbeaufschlagung:

Mit der Wasserbeaufschlagung wird die Menge Wasser in mm (Höhe) angegeben, die pro Minute auf die schĂŒtzende FlĂ€che sprĂŒht (2,5 - 30 mm).

- maximale SchutzflÀche je Sprinkler:

Die maximale SchutzflĂ€che je Sprinkler gibt die FlĂ€che an, die ein Sprinkler rechnerisch mit Wasser besprĂŒht. Sie ist abhĂ€ngig von der GrĂ¶ĂŸe der Brandgefahr und der Bauart des Sprinklers. Tabelle 1 zeigt die maximale SchutzflĂ€che fĂŒr verschiedene Sprinklertypen und Brandgefahren.



Art des Sprinklers SchutzflÀche in m!EXP2! BG 1 BG 2 BG 3 BG 4 Normalsprinkler 9 9 9 9 Schirmsprinkler 21 12 9 9 Seitenwandsprinkler 9 9 9 nicht zulÀssig





Wasserversorgung

Als Wasserquellen fĂŒr Sprinkleranlagen können Versorgungsleitungen (s. Versorgung von Brandschutz- und Löschanlagen), HochbehĂ€lter, DruckluftwasserbehĂ€lter sowie Pumpenanlagen in Verbindung mit Wasserleitungsnetzen, VorratsbehĂ€ltern oder natĂŒrlichen Quellen (s. UnabhĂ€ngige Löschwasserversorgung) eingesetzt werden.

Bei den Löschwasserquellen fĂŒr Sprinkleranlagen werden


erschöpfliche und

unerschöpfliche Wasserquellen unterschieden. Unerschöpfliche Wasserquellen können den Wasserbedarf mindestens fĂŒr die geforderte Wirkdauer sicherstellen. Erschöpfliche Wasserquellen können hingegen nur einen begrenzten Wasserbedarf oder eine verkĂŒrzte Wirkdauer sicherstellen. Tabelle 2 beschreibt Möglichkeiten, die beiden Arten der Wasserversorgung zu kombinieren und nennt die jeweilig zulĂ€ssigen Einsatzbereiche. Es ist anzumerken, daß eine erschöpfliche Wasserquelle durch eine unerschöpfliche Wasserquelle ersetzt werden kann.



Tabelle 2: Wasserversorgung von Sprinkleranlagen [1] Einsatzbereich von Sprinkleranlagen Wasserquellen unerschöpflich erschöpflich fĂŒr kleine Brandgefahren - 1 bis etwa 1000 Sprinkler 1 - bis etwa 5000 Sprinkler 1 1 bis etwa 10000 Sprinkler 2 1 ĂŒber 10000 Sprinkler 2 2





Auslöseelemente

Das Auslöseelement eines Sprinklers soll die Löschwasserleitung freigeben, wenn die Temperatur im Wirkungsbereich die Nennöffnungstemperatur erreicht. FĂŒr diese Aufgabe werden Glasröhrchen mit einer bestimmten FlĂŒssigkeitsfĂŒllung oder StĂ€be mit einer bestimmten Metallegierung verwendet, die bei der Nennöffnungstemperatur zerstört werden. Das Auslöseelement ist so auszuwĂ€hlen, daß die Nennöffnungstemperatur etwa 30°C ĂŒber der höchsten Umgebungstemperatur liegt, die unter normalen Betriebsbedingungen im Wirkungsbereich des einzelnen Sprinklers herrscht [3]. Tabelle 3 zeigt die Nennöffnungstemperaturen und die dazugehörige Farbkennzeichnungen fĂŒr Sprinkler.



Tabelle 3: Nennöffnungstemperaturen von Sprinklern [3] Art des Sprinklers Nennöffnungstemperatur in °C Farbe Schmelzlotsprinkler 68/74 ungefĂ€rbt 93/100 weiß 141 blau 182 gelb 227 rot Glasfaßsprinkler 57 orange 68 rot 79 gelb 93 grĂŒn 141 blau 182 hellviolett 204/260 schwarz






Ortsfeste Pulverlöschanlagen Pulverlöschanlagen sind ortsfest eingebaute Löschanlagen, die als Löschmittel Pulver (s. Löschmittel Pulver) verwenden. Sie werden in DIN 14492 [4] genormt. Das Löschpulver wird in Drucktanks gelagert, aus denen es im Bedarfsfall mittels eines Treibgases durch ein Rohrleitungssystem zum Brandort gefördert wird. Im Schutzbereich wird das Pulver ĂŒber DĂŒsen verteilt. Dort greift das Löschpulver in den chemischen Verbrennungsprozeß ein und bringt den Brand bei gĂŒnstiger Ausbringung in nur sehr kurzer Zeit zum Erliegen. Das Löschmittel Pulver wird insbesondere bei der BrandbekĂ€mpfung von brennbaren FlĂŒssigkeiten oder Gasen eingesetzt. Aus diesem Grund finden sich Pulverlöschanlagen hĂ€ufig in:


Chemieanlagen und deren Prozeßanlagen,

Ölkellern,

FĂŒllstationen,

Verdichter- und Pumpstationen und

Übergabestationen fĂŒr Öl und Gas [5]. Wesentliche Elemente einer Pulverlöschanlage sind die Auslöse- und Steuerelemente, Druckminderer und Sicherheitsventile. Zur Bereitstellung des Löschpulvers sind, abhĂ€ngig von der AnlagengrĂ¶ĂŸe, auch mehrere StahlbehĂ€lter zulĂ€ssig. Das Volumen eines PulverbehĂ€lters liegt zwischen 50 und 4000 l.


Maßnahmen fĂŒr einen erfolgreichen Löscheinsatz

Der Vorrat an Löschpulver einer Pulveranlage ist begrenzt. FĂŒr einen erfolgreichen Löscheingriff muß eine solche Anlage daher eine sofortige und endgĂŒltige Wirkung haben. RĂ€ume, in denen eine Pulveranlage installiert werden soll, mĂŒssen so beschaffen sein, daß sich die fĂŒr den Löscheingriff erforderliche Pulvermenge im gesamten Schutzgebiet gleichmĂ€ĂŸig verteilen kann und daß davon keine grĂ¶ĂŸeren Mengen entweichen können. Um letzteres zu gewĂ€hrleisten, sollen sĂ€mtliche FeuerschutzabschlĂŒsse, wie z. B. TĂŒren, Tore und Klappen mit Schließvorrichtungen ausgerĂŒstet werden, die bei Aktivierung der Löschanlage selbsttĂ€tig schließen. Eventuell vorhandene LĂŒftungsanlagen mĂŒssen mit der Löschanlage gekoppelt sein und bei deren Auslösung automatisch abschalten. Die DĂŒsen sind so auszuwĂ€hlen und zu installieren, daß eine möglichst gleichmĂ€ĂŸige Beaufschlagung mit der Pulverwolke erfolgt. Gegebenenfalls sind besonders gefĂ€hrdete Bereiche mit einer erhöhten Anzahl DĂŒsen auszustatten. Der Löschstrahl muß so gerichtet und dosiert sein, daß brennende Stoffe durch ihn nicht aufgewirbelt und im Raum verteilt werden können [5].


Schutzbereich

Pulverlöschanlagen werden vorwiegend fĂŒr den Raumschutz eingesetzt. Sie können aber auch zum Schutz einzelner Objekte eines Raumes eingesetzt werden, wenn gewĂ€hrleistet ist, daß die Löschanlage wirksam in das Brandgeschehen eingreift, noch bevor der Brand auf benachbarte Objekte ĂŒbergreifen kann.

- Raumschutz:

Bei der Auslegung einer Pulverlöschanlage fĂŒr einen Raum dient das Bruttovolumen des Raumes als Bemessungsgrundlage. Soll die Anlage fĂŒr mehrere RĂ€ume ausgelegt werden, ist das Bruttovolumen des grĂ¶ĂŸten Raumes maßgeblich. Von dem Bruttovolumen können die Volumina von nichtbrennbaren GebĂ€udeteilen wie SĂ€ulen oder Fundamenten abgezogen werden, sofern in diese kein Pulver dringen kann. FĂŒr geschlossene RĂ€ume ist die erforderliche Pulver-Grundmenge mit 0,6 kg Pulver pro m3 Raum-Bruttovolumen anzusetzen [5].

- Objektschutz:

FĂŒr einen erfolgreichen Löscheinsatz, muß das gesamte Objekt in eine gleichmĂ€ĂŸige löschwirksame Pulverwolke gehĂŒllt werden können. FĂŒr Objekte, die nach mindestens 4 Richtungen durch Boden, Decke oder WĂ€nde abgegrenzt sind, ist ein Pulverbedarf von 1,0 kg/m3 Objektvolumen zu veranschlagen. FĂŒr Schutzobjekte, die kein durch rĂ€umliche Begrenzungen definiertes Volumen haben, wie Objekte innerhalb eines Raumes oder Freianlagen, ist ein virtuelles Raumvolumen zu ermitteln. Pro Kubikmeter des virtuellen Raumvolumens sind 1,2 kg Pulver bereitzuhalten. Bei offenen BehĂ€ltern mit brennbaren FlĂŒssigkeiten sind fĂŒr jeden Quadratmeter OberflĂ€che 4 kg Pulver vorzuhalten [5].


Pulverbedarf

Die Pulver-Vorratsmenge einer Pulverlöschanlage umfaßt die


Einsatzmenge,

die Zuschlagsmenge und

die Reservemenge [5]. Die Einsatzmenge setzt sich aus der Grundmenge und einem Aufschlag zusammen. Unter Grundmenge wird diejenige Menge verstanden, die fĂŒr einen erfolgreichen Löscheinsatz nach 3.2.3.2 bestimmt wird. Wenn Pulver durch Öffnungen aus dem Schutzraum dringt, verringert sich die fĂŒr den Löscheinsatz bereitstehende Pulvermenge. Zur Kompensation solcher Abströmverluste ist ein Aufschlag von 4 kg Pulver je Quadratmeter nicht verschließbarer RaumbegrenzungsflĂ€che auf die Pulver-Grundmenge vorzusehen.

Verluste, die sich durch das Verbleiben von Pulver in den VorratsbehĂ€ltern und in den Rohrleitungen ergeben, werden durch eine Pulver-Zuschlagsmenge berĂŒcksichtigt.

Da die Pulver-Einsatzmenge durch die Aktivierung der Anlage komplett verbraucht wird, ist es zur Erhaltung der Betriebsbereitschaft der Pulveranlage erforderlich, die PulvervorrĂ€te innerhalb eines kurzen Zeitraumes wieder aufzufĂŒllen. Wenn die Ersatzbeschaffung innerhalb von 36 Stunden nicht gewĂ€hrleistet werden kann, ist eine Pulver-Reservemenge bereitzuhalten. Da auch mit der Reservemenge ein erfolgreicher Löscheinsatz durchfĂŒhrbar sein muß, ist die Reservemenge mit 100% der Summe aus Einsatz- und Zuschlagmenge zu bemessen. Die Reservemenge ist in separaten BehĂ€ltern zu lagern [5].


Personenschutz

Wird die Löschanlage in RĂ€umen installiert, in denen Personen anwesend sind und durch einen Löscheinsatz gefĂ€hrdet werden können, muß sie mit einer selbsttĂ€tigen akustischen Warnanlage gekoppelt werden. Das Warnsignal muß sich deutlich von betriebsĂŒblichen Signalen unterscheiden und muß in allen Bereichen des Raumes gut zu hören sein. Wenn die Möglichkeit besteht, daß sich im Brandfalle Personen im zu schĂŒtzenden Raum aufhalten, so darf das Ausströmen des Pulvers nicht unmittelbar mit dem Ertönen des Warnsignals erfolgen sondern muß um eine Zeitspanne verzögert sein, wĂ€hrend der es den Anwesenden möglich ist, den Raum sicher zu verlassen. Im allgemeinen sollte der Zeitraum zwischen Alarmbeginn und Ausströmen des Löschpulvers ca. 30 Sekunden nicht ĂŒberschreiten [3].


Treibmittel

Das Treibmittel in einer Pulverlöschanlage dient dazu,


den PulverbehÀlter auf den erforderlichen Betriebsdruck aufzuladen,

das Löschmittel zu fördern und auszutreiben und

den PulverbehĂ€lter nachzuladen, um einen schnellen Druckabfall zu verhindern [5]. Als Treibgas in ortsfesten Pulverlöschanlagen wird bevorzugt Stickstoff eingesetzt. Die TreibgasvorrĂ€te sind speziell fĂŒr die Löschanlage zu installieren und dĂŒrfen nicht mit anderen Verbrauchern gekoppelt werden. Als TreibgasbehĂ€lter dienen Gasdruckflaschen, die, je nach GrĂ¶ĂŸe der Anlage, auch in Flaschenbatterien zusammengefaßt werden können. Die Treibmittelversorgung ist so auszulegen, daß die gesamte , fĂŒr den Löscheinsatz erforderliche Pulvermenge innerhalb von 30 Sekunden ausgestoßen werden kann. Die Treibmittelversorgung muß so bemessen und organisiert werden, daß auch zur Förderung der Reserve-Pulvermenge ausreichend Treibmittel zur VerfĂŒgung steht. Treibmittel und Pulver dĂŒrfen auch gemeinsam in einem DruckbehĂ€lter gelagert werden [5].


Auslösung der Pulverlöschanlage

Die Auslösung einer Pulverlöschanlage kann automatisch oder von Hand geschehen. Damit eine Pulverlöschanlage auch bei Versagen eines automatischen Auslösesystems aktiviert werden kann, ist zusÀtzlich zu einer automatischen Steuerung immer eine Handauslösung zu installieren. Die automatische Auslösung kann auf mechanischem, pneumatischem oder elektrischem Wege erfolgen. Die Kombination von mehreren Auslösemechanismen ist zulÀssig.

Bei der Verwendung von Thermomaximalmeldern als Auslöseelemente einer Pulverlöschanlage sollten diese ansprechen, wenn die Temperatur im Schutzbereich einen Wert von 72°C ĂŒbersteigt. Liegt die Maximaltemperatur bei Normalbetrieb bei 40°C oder darĂŒber, so mĂŒssen Auslöseelemente gewĂ€hlt werden, deren Auslösetemperatur etwa 40°C ĂŒber dieser Temperatur liegt [5].


Ortsfeste Schaumlöschanlagen

Ortsfeste Schaumlöschanlagen sind Feuerlöschanlagen, betrieben mit dem Löschmittel Schaum. Sie gelten nach DIN 14493 [6] auch dann als ortsfest, wenn das Schaummittel durch Zumischerfahrzeuge oder bewegliche GerĂ€te dem Wasser zugemischt wird. Schaumlöschanlagen bestehen u.a. aus Pumpen, VorratsbehĂ€ltern fĂŒr Schaummittel, Zumischeinrichtungen, Schaumerzeugern, einer Auslösungseinrichtung und dem Rohrleitungs- und Verteilersystem.

Bei den SchÀumen wird basierend auf der VerschÀumungszahl zwischen Schwerschaum, Mittelschaum und Leichtschaum (s. Löschmittel Schaum) unterschieden. Analog des eingesetzten Schaumes werden ortsfeste Schaumlöschanlagen in:


Schwerschaumlöschanlagen,

Mittelschaumlöschanlagen und

Leichtschaumlöschanlagen eingeteilt. Schwer- und Mittelschaumanlagen werden zum Löschen von BrÀnden in Tanklagern eingesetzt, Leichtschaumlöschanlagen werden in GebÀuden installiert.

FĂŒr einen wirksamen Löscheingriff von Mittel- und Schwerschaumlöschanlagen ist sicherzustellen, daß der austretende Schaum die gesamte zu beschĂ€umende FlĂ€che ausreichend abdeckt [7, 8]. Dabei sind die Fließweiten des Schaumes, Wurfweiten, eventuelle Hindernisse, der Abbrand und die Art des Objektes zu berĂŒcksichtigen. Leichtschaumanlagen mĂŒssen das GebĂ€ude oder den Raum löschwirksam fĂŒllen [10].

Bei der Verwendung von Leichtschaum kann es vorkommen, daß dieser durch TĂŒren aus dem zu schĂŒtzenden Raum austreten kann und fĂŒr einen effektiven Löscheinsatz dann nicht mehr zur VerfĂŒgung steht. Daher sollten fĂŒr die Öffnungen des Raumes automatische Schließvorrichtungen vorgesehen werden, die mit dem Ansprechen der Schaumlöschanlage aktiviert werden. Im Falle der Auslösung der Anlage ist vor Ort eine akustische Alarmanlage zu aktivieren [3].

Um die Wasserversorgung auch im Notfall gewĂ€hrleisten zu können, mĂŒssen geeignete Einspeiseeinrichtungen fĂŒr die Feuerwehr bereitgehalten werden. Damit auch die Hauptabsperr- und Verteilungseinrichtungen im Brandfall betĂ€tigt werden können, sind sie entweder in der Löschzentrale oder auf entsprechende Weise im GelĂ€nde unterzubringen. Die Löschanlage muß von Hand auszulösen und zu bedienen sein.

Der Schaummittelverbrauch in Liter pro Minute wird anhand des Wasserbedarfs in Liter pro Minute und der prozentualen Zumischung (s. Löschmittel Schaum) berechnet. Der Einsatzvorrat an Schaummittel ist dann diejenige Menge die notwendig ist, das grĂ¶ĂŸte Einzelobjekt 30 Minuten lang zu beschĂ€umen. Als Gesamtschaummittelvorrat ist die zweifache Menge des Einsatzvorrates vorzuhalten. Das Schaummittel ist so zu lagern, daß die Löschanlage kontinuierlich betrieben werden kann. Die SchaummittelbehĂ€lter sind nach Möglichkeit in der Löschzentrale unterzubringen oder sie sollen in unmittelbarer NĂ€he aufgestellt werden. Die empfohlenen Lagertemperaturen sind einzuhalten [10].

Die Zumischung des Schaummittels zum Wasser kann entweder in der Löschzentrale (zentrale Zumischung) oder im GelĂ€nde kurz vor den Schaumerzeugern (dezentrale Zumischung) erfolgen. Bei der zentralen Zumischung werden Schaummittel und Wasser einer gemeinsamen Wasser-Schaummittelgemisch-Leitung von der Löschzentrale zu den Schaumerzeugern gefördert. Die dezentrale Zumischung erfordert zwei getrennte Leitungen fĂŒr Schaummittel und Wasser zur Zumischstelle.

Um die Anlage vor Ablagerungen von Schaummittelresten zu schĂŒtzen sind die schaumfĂŒhrenden Anlagenteile mit AnschlĂŒssen zum SpĂŒlen auszurĂŒsten. Die Betriebsbereitschaft einer Schaum-Löschanlage ist vom Betreiber monatlich zu ĂŒberprĂŒfen. Eine ernstfallmĂ€ĂŸige Naßprobe ist einmal im Jahr an wechselden Objekten durchzufĂŒhren. Die verwendeten SchĂ€ume dĂŒrfen gegenĂŒber den Anlagenteilen nicht korrodierend wirken [7, 8].

Die wichtigen KenngrĂ¶ĂŸen zur Bemessung von Schaumlöschanlagen sind die Wasserbeaufschlagung, der Schaummittelbedarf und die Mindestbetriebszeit [10]. FĂŒr die unterschiedlichen Typen von Schaumlöschanlagen gelten verschiedene Richtwerte zur Bemessung, die in den folgenden Abschnitten erlĂ€utert werden.


Schwerschaumlöschanlagen

Der Wasserbedarf einer Schwerschaumlöschanlage hĂ€ngt von der zu beschĂ€umenden FlĂ€che ab. Wenn die Löschanlage mehrere voneinander getrennte Objekte schĂŒtzen soll, ist bei der Bemessung das grĂ¶ĂŸte Einzelobjekt maßgebend. Bei TanklĂ€gern wird der Wasserfluß durch die NettoflĂ€che des Auffangraumes oder die TankflĂ€che bestimmt. Der erforderliche Wasserfluß muß mindestens 120 Minuten zur VerfĂŒgung stehen [7]. Die Schaumaufgabestellen sind so anzuordnen, daß eine möglichst gleichmĂ€ĂŸige BeschĂ€umung erreicht werden kann.

- Festdachtanks mit/ ohne Schwimmdecke:

Der Wasserfluß bei Tanks mit einem festen Tankdach bis zu einem Durchmesser von 20 m, auch solchen mit Schwimmdecke, soll 6,6 Liter pro Minute und Quadratmeter TragflĂ€che betragen. Bei Tanks mit einem Durchmesser ĂŒber 20 m ist der Wasserfluß je Meter erweitertem Durchmesser um 0,2 m pro Minute und Quadratmeter TankflĂ€che zu erhöhen. Tabelle 4 gibt die Anzahl der mindestens erforderlichen Schaumaufgabestellen fĂŒr Festdachtanks an.



Tabelle 4: Anzahl der erforderlichen Schaumaufgabestellen fĂŒr Festdachtanks [7] Tankdurchmesser in m Anzahl der Schaumaufgabestellen < 8 1 > 8 - 18 2 > 18 - 25 3 > 25 - 32 4 > 32 - 40 5 > 40 - 45 6 > 45 - 52 7 > 52 je 20 m Tankumfang eine





- Schwimmdachtanks mit Schaumleitring:

Bei Schwimmdachtanks mit Schaumleitring ist ein Wasserfluß von 6,6 Liter je Minute und Quadratmeter RingflĂ€che zu gewĂ€hrleisten. Die RingflĂ€che umfaßt den Tankmantel und den Schaumleitring. Schwimmdachtanks ohne Schaumring haben den gleichen Wasserbedarf wie Festdachtanks [10].

FĂŒr Schwimmdachtanks mit Schaumleitring ist etwa je 26 m Tankumfang eine Schaumaufgabestelle vorzusehen. Als Richtlinie fĂŒr die erforderliche Anzahl an Schaumaufgabestellen gilt Tabelle 5.



Tabelle 5: Schaumaufgabestellen fĂŒr Schwimmdachtanks mit Schaumleitring [7] Tankdurchmesser in m Anzahl der Schaumaufgabestellen <= 17 2 <= 25 3 <= 33 4 <= 42 5 <= 50 6 <= 58 7 <= 66 8 >66 je 20 m Tankumfang eine




- AuffangrÀume:

Neben den Tanks selbst mĂŒssen auch die AuffangrĂ€ume, in denen die Tanks installiert sind beschĂ€umbar sein. FĂŒr AuffangrĂ€ume mit stehenden BehĂ€ltern betrĂ€gt der Wasserbedarf 3 Liter je Minute und Quadratmeter des Auffangraumes. Bei liegenden BehĂ€ltern besteht ein erhöhter Schaummittelvorrat von 6,6 Liter pro Minute und Quadratmeter des Auffangraumes. Die Schaumzuleitungen fĂŒr AuffangrĂ€ume mĂŒssen getrennt von denen fĂŒr Tanks verlegt werden.


Mittelschaumlöschanlagen

Der Wasserbedarf von Schaumlöschanlagen richtet sich nach der zu beschĂ€umenden FlĂ€che. Bei Tanklagern ist dies die NettoflĂ€che der Tanks und des Auffangraumes. Wenn die Mittelschaumlöschanlage fĂŒr mehrere Objekte installiert werden soll, so ist das grĂ¶ĂŸte Einzelobjekt zur Auslegung heranzuziehen. Der Wasserfluß muß fĂŒr mindestens 60 Minuten zur VerfĂŒgung stehen.

- Festdachtanks mit/ohne Schwimmdach:

Bei Tanks mit einem festen Tankdach bis zu einem Durchmesser von 20 m ist ein Wasserfluß von 3 Liter pro Minute und Quadratmeter TankflĂ€che zu veranschlagen. FĂŒr Tanks mit einem grĂ¶ĂŸeren Durchmesser ist der Wasserfluß je Meter Zunahme des Tankdurchmessers um 0,2 Liter pro Minute und Quadratmeter TankflĂ€che zu erhöhen. Gleiches gilt fĂŒr Festdachtanks mit Schwimmdecke und Schwimmdachtanks ohne Schaumleitring. Tabelle 6 gibt die Anzahl mindestens erforderlicher Schaumaufgabestellen fĂŒr Festdachtanks an.



Tabelle 6: Schaumaufgabestellen fĂŒr Festdachtanks [8] Tankdurchmesser in m Anzahl der Schaumaufgabestellen <= 18 2 <= 25 3 <= 32 4 <= 40 5 <= 45 6 <= 52 7 > 52 je 20 m Tankumfang eine





- Schwimmdachtanks mit Schaumleitring

Bei Schwimmdachtanks mit Schaumleitring ist von einem Wasserfluß von 3 Liter je Minute und Quadratmeter fĂŒr die RingflĂ€che auszugehen. Die RingflĂ€che wird von dem Tankmantel und dem Schaumleitring gebildet. FĂŒr Schwimmdachtanks mit Schaumleitring ist die Anzahl der erforderlichen Schaumaufgabestellen nach Tabelle 5 zu bestimmen.



Leichtschaumlöschanlagen

Zur Bemessung von Leichtschaumlöschanlagen ist die GrĂ¶ĂŸe des Schutzraumes maßgeblich. Die Wasserversorgung der Anlage ist so zu konzipieren, daß ausreichend Wasser fĂŒr einen 30-minĂŒtigen Löscheinsatz zur VerfĂŒgung steht [9].



Ortsfeste KohlensÀurelöschanlagen

KohlesĂ€urelöschanlagen sind ortsfeste Löschanlagen, die als Löschmittel Kohlendioxid verwenden. Sie werden eingesetzt, um BrĂ€nde in ihrer Entstehungsphase zu löschen. Die löschwirksame CO2-Konzentration wird so lange erhalten, bis die Gefahr einer RĂŒckzĂŒndung gebannt ist.

Durch die Freisetzung von Kohlendioxid (s. Löschmittel Kohlendioxid) wird der Sauerstoffgehalt der Luft im Löschbereich auf einen Wert herabgesetzt, bei dem der Verbrennungsvorgang nicht weiter ablĂ€uft. Raumschutzanlagen verwenden gasförmiges Kohlendioxid, bei Objektschutzanlagen und losem Brennmaterial wird Kohlendioxid in der Form von Nebel, bei FlĂŒssigkeitsbrĂ€nden als Nebel oder Schnee eingesetzt [3]. Kohlendioxid eignet sich besonders zum Löschen von


brennbaren FlĂŒssigkeiten,

brennbaren Gasen,

elektrischen und elektronischen Einrichtungen und von

festen Stoffen wie Holz, Papier und Textilien. Typische Einsatzgebiete von CO2-Anlagen sind daher z.B.


Betriebe zur Lackherstellung

ÖlbĂ€der,

Druckmaschinen,

elektrische SchaltrÀume und

EDV-Anlagen [11]. Der Betrieb einer CO2-Anlage ist dort fĂŒr den Objektschutz zugelassen, wo sichergestellt werden kann, daß der Brand sich nicht vor dem Ansprechen der Anlage auf benachbarte Objekte ausweiten kann [11].


Lagerung von Kohlendioxid

Kohlendioxid wird in flĂŒssiger Form unter Druck in Gasflaschen gelagert, die je nach GrĂ¶ĂŸe der Anlage auch zu einer Flaschenbatterie verbunden werden können. Unter BerĂŒcksichtigung des Lagerdruckes werden


Hochdruckanlagen und

Niederdruckanlagen unterschieden. In Hochdruckanlagen (etwa 40 bar) kann Kohlendioxid bei Raumtemperatur gelagert werden. Im Lagerraum ist eine Temperatur zwischen 0 und 35°C einzustellen. Um Kohlendioxid bei Niederdruck (etwa 20 bar) im flĂŒssigen Zustand lagern zu können, ist die Lagertemperatur konstant unter -20°C zu halten. Bei einem Temperaturanstieg auf ĂŒber -20°C wĂŒrde der Druck im LagerbehĂ€lter ansteigen. Um dies zu verhindern werden die LagerbehĂ€lter mit Sicherheitsventilen ausgerĂŒstet, die entsprechende Mengen Kohlendioxid ablassen. Damit die bei einem Ausfall der KĂŒhlung abzulassende Gasmenge gering gehalten werden kann, werden die KohlendioxidbehĂ€lter wĂ€rmeisoliert. Nach [11] muß die Isolierung so beschaffen sein, daß bei einem Ausfall des KĂŒhlaggregates und einer angenommenen Umgebungstemperatur von 30°C pro Stunde nicht mehr als 0,05% der erforderlichen CO2-Vorratsmenge ĂŒber das Sicherheitsventil abgeblasen werden.


Maßnahmen beim Löscheinsatz

Die Wirksamkeit von Kohlendioxid beruht auf der Absenkung des Sauerstoffgehaltes. FĂŒr einen erfolgreichen Löscheinsatz ist es daher erforderlich, das Nachströmen von Sauerstoff in den Schutzbereich und das Ausströmen von CO2 aus dem Schutzbereich zu minimieren. Das bedeutet fĂŒr die Gestaltung des Raumes, in dem eine CO2-Anlage installiert ist, daß Öffnungen des Raumes im Brandfall selbsttĂ€tig schließen mĂŒssen und LĂŒftungsanlagen automatisch ausgeschaltet werden.

Um Personen, die sich im Schutzbereich aufhalten, durch den herabgesetzten Sauerstoffgehalt nicht zu gefĂ€hrden und um ihnen eine angemessene Zeit zu geben, die ihnen das sichere Verlassen des Löschbereiches ermöglicht, sind die folgenden Maßnahmen zu ergreifen:


Installation einer selbsttÀtigen akustischen Warnanlage

BerĂŒcksichtigung einer Vorwarnzeit zwischen Abgabe des Alarmsignals und der Freigabe des Löschmittels (in der Regel max. 30 s)

TĂŒren und VerschlĂŒsse zu Fluchtwegen mĂŒssen auch von innen zu öffnen sein. Die Warnzeit kann entfallen, wenn die Anlage nur fĂŒr den Objektschutz ausgelegt ist und durch den Löscheinsatz keine Personen gefĂ€hrdet werden können.


Bemessung

Die fĂŒr einen erfolgreichen Löscheinsatz in einem Berechnungsbereich erforderliche CO2-Menge wird in AbhĂ€ngigkeit seiner UmfassungsflĂ€che und seines rechnerischen Volumens bestimmt. Das rechnerische Volumen ist das von der UmfassungsflĂ€che eingeschlossene Volumen. Die UmfassungsflĂ€che wird folgendermaßen festgelegt:

- Raumschutz:

Die UmfassungsflĂ€che ist die Summe der FlĂ€chen aller WĂ€nde, Decken und des Fußbodens, die den Berechnungsbereich begrenzen. ÖffnungsflĂ€chen werden mitberĂŒcksichtigt. Gleiches gilt fĂŒr umschlossene Einzeleinrichtungen.

- Einrichtungsschutz (Objektschutz):

Zur Ermittlung der UmfassungsflĂ€che von nur teilweise oder nicht umschlossenen Einrichtungen sind die nicht verschließbaren Öffnungen des Berechnungsbereiches durch gedachte BegrenzungsflĂ€chen zu ergĂ€nzen. Der so gebildete Berechnungsbereich muß den durch die CO2-Anlage zu schĂŒtzenden Bereich voll umschließen.

ZuschlĂ€ge zur Einsatzmenge sind dann zu berĂŒcksichtigen, wenn Brandgut vorhanden ist, zu dessen Verbrennung ein niedrigerer Sauerstoffgehalt der Luft ausreicht (z. B. Wasserstoff, Acetylen) oder wenn CO2 durch Öffnungen des Raumes entweichen kann. [11] enthĂ€lt ein Verfahren zur Bestimmung des CO2-Bedarfes. Elektronische Datenverarbeitungsanlagen werden bei den Berechnungen besonders berĂŒcksichtigt.

Eine KohlensĂ€urelöschanlage kann ĂŒbergreifend fĂŒr mehrere Flutungsbereiche installiert werden. Bei der Auslegung einer solchen Anlage ist dann darauf zu achten, daß der grĂ¶ĂŸte Flutungsbereich als Bemessungsgrundlage gewĂ€hlt wird.

FĂŒr einen schnellen und wirkungsvollen Löscheinsatz muß eine gleichmĂ€ĂŸige und schnelle Verteilung des Kohlendioxids im Schutzraum gewĂ€hrleistet sein. Die DĂŒsen sind entsprechend anzuordnen und so auszurichten, daß keine brennenden Stoffe aufgewirbelt oder verspritzt werden können. FĂŒr Anlagen, die einen Raum schĂŒtzen, ist im allgemeinen mindestens eine DĂŒse je 30 m2 GrundflĂ€che vorzusehen. Bei grĂ¶ĂŸeren BrĂ€nden ist mit einem stĂ€rkeren Auftrieb von Gasen zu rechnen. Dieser Auftrieb könnte verhindern, daß Kohlendioxid, das aus einer DĂŒse in der Raumdecke tritt, in untere Bereiche des Raumes gelangt und dort keine ausreichend hohe Kohlendioxidkonzentration mehr erreicht wird. Um dennoch eine FĂŒllung der unteren Raumteile mit Kohlendioxid zu ermöglichen, sollte bei hohen RĂ€umen (> 5 m) eine DĂŒse auf 1/3 der Raumhöhe installiert werden [11].

Die Kohlendioxidlagerung in Flaschen stellt keine unerschöpfliche Löschmittelquelle dar. Aus diesem Grunde sind besondere Vorkehrungen zu treffen, die die Anlage auch kurze Zeit nach einem Brandfall in einen betriebsbereiten Zustand zurĂŒckversetzen. Bis zum WiederauffĂŒllen der KohlendioxidvorrĂ€te darf maximal eine Zeit von 36 Stunden verstreichen. Kann eine Wiederbeschaffung des Löschmittels innerhalb der Frist nicht gewĂ€hrleistet werden, oder sind an die Kohlendioxid-Löschanlage mehr als 5 Flutungsbereiche angeschlossen, ist zusĂ€tzlich zu der CO2-Einsatzmenge eine mindestens gleich große Reservemenge fĂŒr die Anlage vorzusehen. Die Reservemenge muß ĂŒber Rohrleitungen direkt mit der Anlage verbunden sein. Wegen erhöhter Brandgefahr muß auch fĂŒr Anlagen, die im Bereich vollstĂ€ndig erhitzter, brennbarer FlĂŒssigkeiten installiert sind, eine Reservemenge Löschmittel vorgesehen werden. Wegen der hohen Anforderungen an die VerfĂŒgbarkeit des Löschmittels dĂŒrfen keine weiteren Verbraucher auf die KohlendioxidvorrĂ€te zugreifen. FĂŒr die CO2-VorratsbehĂ€lter gelten die Richtlinien fĂŒr DruckbehĂ€lter.


SprĂŒhwasser-Löschanlagen

SprĂŒhwasseranlagen sind ortsfeste Löschanlagen, die im wesentlichen aus festverlegten Rohrleitungen mit offenen LöschdĂŒsen, Ventilstationen und einer Auslöseeinrichtung bestehen. Sie werden zum Schutz von RĂ€umen und Objekten eingesetzt, bei denen mit einer schnellen Brandausweitung zu rechnen ist und bei denen Wasser als Löschmittel eingesetzt werden kann. Im Unterschied zu Sprinkleanlagen werden SprĂŒhwasseranlagen hĂ€ufig fĂŒr den Schutz einzelner Objekte genutzt. Einsatzbereiche von SprĂŒhwasser-Löschanlagen sind z.B.


Flugzeughallen,

MĂŒllbunker und MĂŒllverbrennungsanlagen,

Feuerwerkskörper- und Munitionsfabriken,

Kraftwerksanlagen und

BĂŒhnen [12]. SprĂŒhwasseranlagen können im Rahmen des vorbeugenden Brandschutzes auch zum KĂŒhlen von RĂ€umen und Objekten eingesetzt werden. Es besteht die Möglichkeit, nur einzelne Anlagengruppen oder die gesamte Anlage auszulösen. Im Gegensatz zu Sprinkleranlagen, deren Auslöseelemente auch als DĂŒsen dienen, erfolgt die Auslösung von SprĂŒhwasseranlagen ĂŒber separate manuelle oder automatische Auslösevorrichtungen.

Die Wasserbeaufschlagung richtet sich nach


der Form und den Maßen des zu schĂŒtzenden Raumes,

der Art des Objektes,

der Art und Menge des zu schĂŒtzenden Gutes,

der Höhe und Art der Lagerung und

möglichen WindeinflĂŒssen. Die Grenzen fĂŒr die Wasserbeaufschlagung liegen zwischen 5 und 60 Litern pro Minute und m2. Die Wassermenge muß je nach Brandrisiko zwischen 5 und 60 Minuten lang zur VerfĂŒgung stehen.

Wird eine SprĂŒhwasserlöschanlage als Raumlöschanlage mit Gruppeneinteilung ausgelegt, so sollte die zu schĂŒtzende FlĂ€che einer Gruppe im allgemeinen zwischen 100 m2 (geringes Brandrisiko) und 400 m2 (hohes Brandrisiko) betragen.

Zur Vermeidung von WasserschĂ€den mĂŒssen die aus der SprĂŒhwasseranlage austretenden Wassermengen in möglichst kurzer Zeit und auf kĂŒrzestem Wege abgeleitet werden. Dazu sind TRbF 100 Nr. 5.3 und TRbF 200 Nr. 4.3 zu beachten.

Das fĂŒr den Löscheinsatz erforderliche Wasser wird mit Pumpen durch die Löschwasserleitungen gefördert. Die Energieversorgung der Pumpe muß auch nach dem Abschalten der Stromversorgung des geschĂŒtzten Raumes oder Objektes sichergestellt sein. Ferner kann gefordert werden, daß die Anlagen zusĂ€tzlich mit einem ausreichenden Anschluß zum Einspeisen von Wasser durch die Feuerwehr ausgerĂŒstet sind. Die Ventilstationen mĂŒssen daher so ausgelegt sein, daß sie auch dann betĂ€tigt werden können, wenn es im geschĂŒtzten Bereich brennt [12].

Folgende Mechanismen sind zur Auslösung einer SprĂŒhwasserlöschanlage zulĂ€ssig:


Handauslösung,

selbsttÀtige mechanische Auslösung,

selbsttÀtige hydraulische Auslösung,

selbsttÀtige pneumatische Auslösung,

selbsttÀtige elektrische Auslösung,

Kombination der oben genannten Auslösungsmechanismen. Die selbsttĂ€tigen Auslösevorrichtungen mĂŒssen immer durch eine Handauslösung ergĂ€nzt werden. Die Handauslösung muß an der Ventilstation unter Umgehung der selbsttĂ€tigen Auslösung betĂ€tigt werden können. Im Brandfall muß eine Handauslösung außerhalb des zu schĂŒtzenden Bereichs, jedoch nahe am geschĂŒtzten Objekt möglich sein [3].


Ortsfeste Berieselungsanlagen

Ortsfeste Berieselungsanlagen werden nicht zum Löschen, sondern nur zum KĂŒhlen von BehĂ€ltern eingesetzt. Die Berieselung mit Berieselungsanlagen dient dem Schutz von BehĂ€ltern in der Nachbarschaft von brennenden BehĂ€ltern. Die brennenden BehĂ€lter selbst können auch gekĂŒhlt werden, allerdings darf die BrandbekĂ€mpfung dadurch nicht beeintrĂ€chtigt werden, etwa durch die Störung der Löschwasserversorgung oder durch die Zerstörung von Löschschaum. DIN 14495 [13] legt die brandschutztechnischen Anforderungen an Berieselungsanlagen fest, die nach den TRbF 100 Nr. 5.2 und TRbF 200 Nr. 4.2 erforderlich sind.

Löschwasser wird in einem gleichmĂ€ĂŸigen Film auf die SchutzbehĂ€lter beaufschlagt. Es wird in einem festverlegten Rohrleitungssystem gefĂŒhrt und ĂŒber eine geeignete Anordnung von Aufgabevorrichtungen verteilt. Je nach Lagergut, BehĂ€lterbauart, -grĂ¶ĂŸe und -standort kann die KĂŒhlung dabei fĂŒr die gesamte oder nur fĂŒr besonders gefĂ€hrdete Teilbereiche der BehĂ€lter vorgesehen werden. Die Berieselungsstromdichte liegt zwischen 40 und 60 Litern pro Quadratmeter und Stunde [13]. Die Wasserversorgung muß so dimensioniert sein, daß der Wasserdruck selbst bei einem 120-minĂŒtigen Löscheinsatz am grĂ¶ĂŸten Einzelobjekt ausreichend hoch ist. Zur Einspeisung von Löschwasser durch die Feuerwehr sind die erforderlichen AnschlĂŒsse vorzuhalten. Es wird zwischen folgenden Berieselungsarten unterschieden [13]:

- Mantelberieselung:

Stehende BehĂ€lter sind mit einer Ringleitung auszurĂŒsten, ĂŒber die das Wasser gleichmĂ€ĂŸig auf die ManteloberflĂ€che geleitet wird. Bei BehĂ€ltern, die eine Höhe von 12 m ĂŒberschreiten, kann es erforderlich sein, zwei oder mehrere Ringleitungen in gleichmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden um den BehĂ€ltermantel zu legen. Bei BehĂ€ltern mit einem Durchmesser von ĂŒber 20 m darf die Berieselungsanlage in maximal drei Abschnitte unterteilt werden. Ein Teilbereich muß mindestens einen Winkel von 120° abdecken.

- Dachberieselung:

Eine Dachberieselung ist aus brandschutztechnischen GrĂŒnden nicht unbedingt erforderlich. Eine vorhandene Dachberieselung fĂŒr die KĂŒhlung im laufenden Betrieb darf aber gleichzeitig eingesetzt werden, sofern die Wasserversorgung dadurch nicht beeintrĂ€chtigt wird.

- Berieselung mit Wasserwerfern:

BehĂ€lter können auch durch Wasserwerfer gekĂŒhlt werden. Dazu sind Wasserwerfer um die BehĂ€lter anzuordnen, die von Hand oder automatisch geschwenkt werden können.

KugelbehĂ€lter und zylindrische BehĂ€lter, die auf StĂŒtzen stehen, sind mit einer geeigneten Anordnung von DĂŒsen zu versehen, so daß eine gleichmĂ€ĂŸige Berieselung von allen Seiten erfolgen kann. Festdachtanks mit einem Durchmesser ĂŒber 20 m können auch ĂŒber das Dach berieselt werden, sofern das Wasser per Umlenkung vom Dach zum Mantel gelangen und gleichmĂ€ĂŸig nach unten rieseln kann.

Anders als bei den anderen Löschanlagen, werden Berieselungsanlagen nicht durch automatische Auslösesysteme oder allgemein zugÀngliche Handmelder ausgelöst, sondern durch speziell geschultes Personal [13].

Löschzentrale

In der Löschzentrale befinden sich alle AusrĂŒstungen, die zur Steuerung der Löschanlage erforderlich sind. Die Bedienung und Überwachung der Feuerlöschanlage muß jederzeit von der Löschzentrale aus erfolgen können, selbst dann, wenn es im Schutzbereich der Anlage brennt. Eine Löschzentrale soll


möglichst nahe am Schutzbereich, aber außerhalb des GefĂ€hrdungsbereiches liegen,

vor FrosteinflĂŒssen geschĂŒtzt,

vor dem Zutritt Unbefugter geschĂŒtzt,

ausreichend beleuchtet und

ein leicht zugÀnglicher Bereich oder Raum und

frei von brennbaren Stoffen und LagergĂŒtern sein.


3.2.9 Literatur

[1] DIN 14489 "Sprinkleranlagen" Ausgabe Mai 1985 [2] VdS-Richtlinie 2092 "Richtlinien fĂŒr Sprinkleranlagen - Planung und Einbau" Ausgabe Juni 1987 [3] Lemke Handbuch Brandschutz Loseblatt-Sammlung ecomed-Verlag [4] DIN 14492 "Ortsfeste BrandbekĂ€mpfungsanlagen - Pulverlöschanlagen" Entwurf Juli 1996 [5] VdS-Richtlinie 2111 "Richtlinien fĂŒr Pulver-Löschanlagen - Planung und Einbau" Ausgabe Februar 1985 [6] DIN 14493 "Ortsfeste Schaum-Löschanlagen, Teil 1: Allgemeines" Ausgabe Juli 1977 [7] DIN 14493 "Ortsfeste Schaum-Löschanlagen, Teil 2: Schwerschaum-Löschanlagen" Ausgabe Juli 1977 [8] DIN 14493 "Ortsfeste Schaum-Löschanlagen, Teil 3: Mittelschaum-Löschanlagen" Ausgabe Juli 1977 [9] DIN 14493 "Ortsfeste Schaum-Löschanlagen, Teil 4: Leichtschaum-LĆĄschanlagen" Ausgabe Juli 1977 [10] VdS-Richtlinie 2108 "Richtlinien ĂŒber Schaumlöschanlagen - Planung und Einbau" Ausgabe Februar 1985 [11] VdS-Richtlinie 2093 "Richtlinien fĂŒr CO2-Feuerlöschanlagen - Planung und Einbau" Ausgabe Juli 1983 [12] DIN 14494 "SprĂŒhwasser-Löschanlagen, Ortsfest mit offenen DĂŒsen" Ausgabe MĂ€rz 1979 [13] DIN 14495 "Berieselung von oberirdischen BehĂ€ltern zur Lagerung brennbarer FlĂŒssigkeiten im Brandfalle" Ausgabe Juli 1977 [14] Klingsohr, K. Vorbeugender baulicher Brandschutz, 3. Auflage Stuttgart, Dt. Gemeindeverlag, 1991 Hello, Im Anhang Tex und Link zu Ihrem Thema,viel Erfolg und Rohr frei! Gruss Windig


Weitere Infos unter Link:

http://teiresias.umsicht.fhg.de/WebTeiresias/leitfaden/brschutz/br_3_2

03 Jan 2005
22:48:45
Windig
Sprinkler Feuerlösch- und Brandschutzanlagen Link Vorschriften
Hallo da ich nicht die DIN Normen zur Hand habe brauche ich eure Hilfe. Ich benötige die PrĂŒffristen zum Thema Sprinkler ,Feuerlösch- und Brandschutzanlagen.
Vielen Dank
26 Jul 2006
15:09:39
D.Ganzer

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