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Vielen Dank Schnell

13 Dec 2004
22:14:49
Schnell
Unter http://www.haus.de sind zu Ihrem Thema Infos erhÀltlich!

13 Dec 2004
22:15:31
Krum
Wohngifte Schadstoffe LuftqualitÀt InnenrÀume Link Umwelt Probleme

Übersicht zu BeeintrĂ€chtigungen der LuftqualitĂ€t in InnenrĂ€umen

von Dipl.-Chem. H.-D.StĂŒrmer, Freiburger Institut fĂŒr Umweltchemie

1. Aufgabenstellung und Hinweise auf Innenluftprobleme

Hallo,im Anhang Text /Link zum Thema, gute Besserung!! GFruss Frey


Einen Großteil unseres Lebens verbringen wir in InnenrĂ€umen. Sie sollen uns vor den EinflĂŒssen der Außenwelt wie KĂ€lte oder auch Umweltschadstoffen bewahren, stellen jedoch hĂ€ufig selbst eine Belastung fĂŒr die menschliche Gesundheit dar. Diese Erkenntnis ist keineswegs neu: so haben schon die Pioniere der Hygienik wie Max von Pettenkofer im 19. Jahrhundert die Bedeutung von Frischluft, Kohlendioxidanteil und Licht erkannt und in Ă€rztliches Handeln umzusetzen versucht. Die heutigen Innenluftbelastungen sind in der Regel ganz anderer Natur: waren damals Ruß oder FĂ€ulnis charakteristische Quellen fĂŒr Innenluftprobleme, so sprechen wir heute in erster Linie ĂŒber Gebrauchschemikalien als Ursache fĂŒr gesundheitliche Probleme, die mit der Innenraumluft zusammenhĂ€ngen. Voraussetzung fĂŒr den Eingriff der Umweltchemie in einen gestörten Zusammenhang zwischen Mensch und Wohnung ist, dass die Art der Problematik ĂŒberhaupt als solche erkannt wird. Patienten, die beim Freiburger Institut fĂŒr Umweltchemie um Hilfe wegen Schadstoffen der Wohnung anfragen, werden meist vom Hausarzt, hĂ€ufig aber auch von UmweltverbĂ€nden, Gesundheits- und Umweltbehörden oder von Bekannten, seltener von Handwerkern und Architekten auf die möglichen Gefahren und die moderne Analytik dagegen aufmerksam gemacht. Einige finden den weg zu uns nach Presseberichten, etwa ĂŒber die Telefonauskunft. Soweit vorsorgliche Untersuchungen - bspw. auf die bekannten giftigen Holzschutzmittel - gewĂŒnscht werden, ist eine medizinische VoreinschĂ€tzung entbehrlich. HĂ€ufiger wollen Patienten aber nach langen vergeblichen BemĂŒhungen um die Heilung von einer gesundheitlichen BeeintrĂ€chtigung deren Ursache wissen. FĂŒr Ärzte wie fĂŒr Chemiker gilt dann zunĂ€chst herauszufinden, ob ĂŒberhaupt ein Zusammenhang mit der Wohnung, bzw. mit konkreten chemischen Schadstoffen vorliegt.

Als Hinweise fĂŒr einen kausalen Zusammenhang mit Schadstoffen in der Wohnung sind bejahende Antworten der Patienten auf folgende Fragen zu werten:

- Treten Allergien, asthmaartige Husten, Kopfschmerzen verstÀrkt morgens nach dem Schlaf in der Wohnung auf?

- Trifft es zu, dass Symptome bei Dienst- oder Ferienreisen verschwinden, nach RĂŒckkehr aber innerhalb weniger Stunden bis Tage wieder bemerkt werden?

- Findet der Hausarzt keinen Befund bei klassischen medizinischen Tests wie Blutsenkung, Leukozytenzahl, Pollenallergietest?

- Bemerken Fremde in der Wohnung auffĂ€llige GerĂŒche oder klagen nach einigen Stunden Besuch ĂŒber Kopfschmerzen?

- Treten die typischen Beschwerden in jahreszeitlicher Wellenform auf, insbesondere verstÀrkt ab Herbst?

An dieser Stelle aus traurigem Anlass einige Bemerkungen zur “Psychiatrisierung” der an Umweltgiften erkrankten: so sehr sich nĂ€mlich heute viele Ärzte einerseits um Umweltmedizin bemĂŒhen und teilweise exakt chemische Befunde vorher vermuten, so bedauerlich ist andererseits, dass einige andere ihre Patienten mit "rĂ€tselhaften" Symptomen heute noch vorzugsweise eher zum Psychiater schicken als zu einem chemischen Institut, das sich mit Giften in der Umwelt beschĂ€ftigt. SelbstverstĂ€ndlich gibt es Menschen, beispielsweise als Alters-Paranoiker, die sich eine Vergiftung einbilden, aber nach unserer Erfahrung ist dies ein Bruchteil der Anzahl, denen durch VerĂ€nderungen in der Wohnumwelt geholfen werden kann. Eine besondere Problemgruppe stellen dabei Patienten mit MCS (multipler chemischer SensitivitĂ€t) dar: sie reagieren oft auf “alle möglichen” Chemikalien, da ihr Immunsystem (meist durch eine allergische Überbeanspruchung) verrĂŒckt spielt. Auch diese Menschen bilden sich aber die Probleme nicht ein, sondern sind in einer wirklich sauberen Umwelt beschwerdefrei. Das schließt nicht aus, dass derartige Erfahrungen tatsĂ€chlich auch psychische Probleme nach sich ziehen: als Folge, nicht Ursache. Der Gang zur Psychotherapie ist deshalb oft auch dann anzuraten, wenn tatsĂ€chlich ein chemisches Problem die ursprĂŒngliche Ursache der Beschwerden darstellt.

2. Störungen der physikalischen Grundbedingungen

Voraussetzung fĂŒr ein gesundes Wohnen und damit Grundbedingung fĂŒr eine sinnvolle chemische Untersuchung im Beschwerdefall ist, dass die physikalischen Bedingungen fĂŒr Wohlbefinden eingehalten werden.

WĂ€hrend es heute in Mitteleuropa kein Problem mehr darstellt, die Temperaturen schon bautechnisch im ertrĂ€glichen Bereich zwischen 15 und 30 °C zu halten (wĂ€hrend man sich ĂŒber den "behaglichen Bereich" nach DIN 1946 und DIN 33403 trefflich streiten kann), treffen wir bei unseren Hausbesuchen doch immer wieder Wohnungen an, deren Luftfeuchte unangenehme Werte annimmt. Zwar hĂ€ngen die Einzelheiten von zahlreichen Faktoren ab, in der Klimatechnik werden aber zu Recht 35 % relative Feuchte als unterste, 70 % als oberste Grenze angenommen.

SchĂ€dlich ist besonders die zu trockene Luft in der Heizperiode, da viele Menschen schon unter 40 % r.F. mit Schleimhautreizungen reagieren, außerdem der Staub leichter freigesetzt wird und sich auf den Heizkörpern absetzt, wo es zur Entwicklung von Gasen kommen kann (Lit.: Recknagel/Sprenger, Kap. 123). So sind manche von den Kunden als Chemikalienprobleme eingeschĂ€tzte BeschwerdefĂ€lle schon nach Einbringen ausreichender BefeuchtungsgerĂ€te gelöst worden.

Zu feuchte Bedingungen bewirken andererseits leicht biologische Probleme (durch BegĂŒnstigung von Milben und Schimmelpilzen), auch reagieren echte Asthmatiker hĂ€ufig negativ auf hohe Luftfeuchte.

Schließlich zĂ€hlt zu den physikalischen Problemen die RadioaktivitĂ€t, besonders in Form von Radonbelastung in den Bergbauzonen der Mittelgebirge. Auf dieses Problem kann hier nicht nĂ€her eingegangen werden. Angemerkt sei jedoch, dass wir die in der baubiologischen Literatur immer wieder zitierten angeblich hohen Belastungen einiger Baustoffe wie Gips messtechnisch nicht nachvollziehen können, hier handelt es sich wohl um veraltete Aussagen. Die Probleme der RadioaktivitĂ€t sind stark regional beeinflusst und können daher hier nicht weiter behandelt werden.

Ebenfalls nicht Gegenstand dieser Darstellung sind die Probleme von elektrischen und elektromagnetischen Feldern, die in EinzelfÀllen zweifellos das Wohlbefinden stören können, und der gesamte noch weitgehend spekulative Bereich um das Thema "Erdstrahlen", der sich unserer Messtechnik entzieht.



3. Grundbaustoffe als Quellen von Chemikalien in der Innenluft

Im folgenden soll aufgezeigt werden, welche Schadstoffprobleme uns in der Praxis in den letzten 14 Jahren selbst begegnet oder aus Mitteilungen von befreundeten Laboratorien bekannt geworden sind.

Im Bereich der Grundbaumaterialien ist an erster Stelle der Zement zu nennen, wenngleich es sich hier vor allem um ein Arbeitsschutzproblem handelt (vgl. TRGS 613). Bedeutendster Fremdstoff ist Chromat, auf das zahlreiche Menschen allergisch reagieren, und das als krebserregend eingestuft ist. Zemente mit einem Chromatgehalt ĂŒber 2 % sind Gefahrstoffe im Sinne des Chemikaliengesetzes.

In unfertig bezogenen oder unmittelbar neben Baustellen gelegenen Wohnungen tritt gelegentlich das Problem auf, dass Zement und Kalk infolge ihrer stark basischen Eigenschaften als roher Staub eine Àtzende Wirkung entwickeln.

FĂŒr die Zukunft bedenklich stimmt, dass bei der Zementherstellung als Zuschlag eingebrachte Altreifen zunehmend auch Chloropren enthalten, wodurch es nach Ansicht fĂŒhrender Hygieniker grundsĂ€tzlich zu einer Dioxin-Problematik kommen könnte. Konkrete FĂ€lle in dieser Richtung sind aber noch nicht bekannt geworden. Dagegen vermuten wir in einem Einzelfall die Freisetzung einer zinnorganischen Verbindung infolge eines "Entsorgungs"-Zuschlages. Gesundheitliche Folge waren Brennen auf der Haut und hohe Zinnwerte im Blut mit Vergiftungserscheinungen.

Zumindest die deutsch Zementindustrie hat die Gefahren wohl erkannt und ist sehr zurĂŒckhaltend geworden hinsichtlich der Verwendung von ZuschlĂ€gen.

Auch der Verband der Ziegelindustrie fĂŒrchtet um den Ruf seiner Klientel und steht der - rechtlich durchaus zulĂ€ssigen - Verwendung von Fremdstoffen grundsĂ€tzlich sehr kritisch gegenĂŒber. TatsĂ€chlich sind zwar Belastungen der Anwohner von zahlreichen Ziegeleien bekannt geworden, die fertigen Ziegelprodukte sind dagegen nach unseren Untersuchungen offensichtlich nicht schadstoffbelastet. Auch bei diesem Baustoff ist Chromat der theoretisch kritischste Nebenbestandteil, der aber nur beim Bauvorgang als Staub freigesetzt werden kann. In einem Fall haben wir aber auch nicht ausreichend gebrannte Ziegel mit schwarzem, stinkendem Inhalt (nicht aus deutscher Produktion) untersucht, wahrscheinlich aus KlĂ€rschlammzusĂ€tzen.

Konkrete AllergiefĂ€lle sind uns im Zusammenhang mit MörtelzusĂ€tzen aufgefallen. Putze und Mörtel bestehen eigentlich aus anorganischen, fĂŒr die Innenluft in der Regel unproblematischen Rohstoffen (Sand, Zement, Wasser, tlw. Kalk und Gips).

TatsĂ€chlich werden jedoch heute sehr viele Mörtel- und Putzmischungen angeboten und verwendet, die organisch-chemische Hilfsmittel enthalten, so insbesondere Beschleuniger und Gleitmittel, z.T. auch Strukturhilfsmittel, Feuchteregulatoren u.a., wobei sich die herstellende Industrie sehr zurĂŒckhaltend mit der Offenlegung der Inhaltsstoffe zeigt.

dass diese Hilfsmittel nicht in jedem Fall (wie z.B. bei Polyvinylethanol) harmlos sind, bewies uns ein Fall, in dem eine Dame uns um Hilfe bat, weil sie sich unerklÀrlicherweise im Rohbau ihres neu gebauten Hauses nicht aufhalten könne. Es stellte sich heraus, dass sie hochgradig allergisch gegen einige Aromaten war, darunter Styrol, und wir konnten mit Hilfe des bei uns entwickelten DSC-Tests eindeutig Aromaten im Mörtel nachweisen.

Eine vertiefende Untersuchung war seinerzeit finanziell leider nicht möglich.

Auch andere Grundbaustoffe wie Gasbetonsteine, Kalksandsteine, Calciumsilikat-DÀmmplatten, Bimssteine und BlÀhton können als in aller Regel problemlos bezeichnet werden.

Dagegen mĂŒssen wir zu Ă€ußerster Vorsicht raten bei jeglicher Innenraum-Verwendung von bituminösem Material wie TrockenschĂŒttung, bituminierten Holzfaserplatten und auch bei qualitativ mangelhaftem Asphaltestrich. Geruchsbelastungen, manchmal aber auch krebserregende PAK in der Innenluft sind die Folge (polycyclische Aromaten, jeder kennt die Warnung vor ihnen auf den Zigarettenpackungen, wo sie unter Teerstoffe / Kondensat gerechnet werden). Viele Probleme dieser Art gibt es mit schwarzen Parkettklebern in Altbauten, die hohe PAK-Werte in der Innenluft (nur messbar ĂŒber den staub!) zur Folge haben. Achtung: die fĂŒr PAK im Wasser ĂŒbliche Bewertung anhand der “EPA-16”-Analytik fĂŒhrt zu drastischer UnterschĂ€tzung der Gefahren dieser Stoffklasse! Nur die Fluoreszenzmessung erfasst die polaren PAK!



4. DĂ€mmstoffe und Fasern

Asbestgefahren sind heute weithin bekannt, aber viele Bewohner alter Wohnungen wissen nicht, dass sie asbesthaltige BodenbelĂ€ge besitzen, die beim unsachgemĂ€ĂŸen Abbruch oder Ausreißen extreme Belastungen zur Folge haben. Deshalb: Finger weg vom Selbermachen, wenn alte PVC-BelĂ€ge ein fein faseriges Untermaterial aufweisen! Dringend untersuchen lassen und ggf. Fachbetrieb nach TRGS 519 beauftragen!

Auch freie kĂŒnstliche Mineralfasern (KMF) sind nach unseren Erfahrungen ein weithin unterschĂ€tztes Problem mit starken gesundheitlichen FolgeschĂ€den.

Betont werden muss, dass die DÀmmstoffe auf Basis von Mineralfasern nach fachgerechtem Einbau und Beseitigung der beim Bau erfolgten Kontaminationen der InnenrÀume unschÀdlich sind, zumindest bei Verwendung der modernen, sich in der Lunge nach einiger Zeit auflösenden Faserarten. Eine beachtliche Belastung der InnenrÀume mit Fasern kann dann ausgeschlossen werden. Leider wird in der Praxis - und zwar weniger beim Bau selbst als bei spÀteren Reparaturen - hÀufig gepfuscht und dann erst eine Gefahr ausgelöst.

Dabei ist zwischen der vermuteten asbestĂ€hnlichen Wirkung sehr kleiner Fasern Ă€lterer Rezepturen (den sogenannten WHO-Fasern) und der Reizwirkung aller Arten grober Fasern strikt zu unterscheiden. Wir konnten in mehreren FĂ€llen nachweisen, dass Reizerscheinungen der Atemwege im Zusammenhang mit der Freisetzung großer Mengen kĂŒnstlicher Mineralfasern standen. In einem belasteten BĂŒroraum erkrankten 12 von 13 Mitarbeitern mit einschlĂ€gigen Symptomen, zum Teil wurden Operationen wegen Vereiterung der Nebenhöhlen vorgenommen. Nach Notabdichtung und spĂ€terem Umzug verschwanden diese Krankheitsbilder vollstĂ€ndig.

Wenig bekannt ist, dass Mineralwolle auch eine Quelle fĂŒr Formaldehyd darstellen kann. Die Fasern werden nĂ€mlich mit Kunstharzen auf der Basis von Phenol, organischen Aminen und Formaldehyd verklebt. Die Emission von Formaldehyd war deshalb auch schon ein wichtiger Diskussionspunkt in der NĂ€he eines Herstellerwerkes. Wir vermuten, dass die GeruchsbelĂ€stigungen, die beim Belassen feucht gewordener Mineralwolle in GebĂ€uden gelegentlich zu beobachten sind, auf Zersetzungsprodukten dieser Bindemittel beruhen.

Der als DĂ€mmstoff weitverbreitete expandierte Polystyrol-Schaum (EPS) setzt bekanntermaßen noch Monate bis Jahre nach seiner Herstellung geringe Mengen Styrol frei. Befindet sich von der potentiellen Ausgasungsstelle nach außen hin betrachtet ein höherer Dampfwiderstand als nach innen, muss grundsĂ€tzlich mit einer Innenluftbelastung aus EPS gerechnet werden. Ob die erreichbaren sehr niedrigen Werte tatsĂ€chlich schĂ€dlich sind, ist unklar; wahrscheinlich trifft dies nur im Fall der zufĂ€lligen Entwicklung einer Allergie gegen Styrol zu, die sehr selten auftritt.

Vom extrudieren Polystyrol-Schaum (XPS) sind derartige Wirkungen nicht bekannt.

DemgegenĂŒber ist der zeitweise in KerndĂ€mmungen verwendete UF-Schaum eine mögliche Quelle fĂŒr hohe Belastungen mit Formaldehyd.

Gegen die Verwendung von PU-SchĂ€umen bestehen im Bereich des ökologischen Bauens verbreitet Vorbehalte, die nach einer von uns durchgefĂŒhrten intensiveren Untersuchung (1994) zwar frĂŒher berechtigt waren, unter heutigen Bedingungen jedoch (FCKW-freie SchĂ€umung, moderner Umgang mit halogenierten Zwischenprodukten) nicht mehr haltbar sind. Konkrete BelastungsfĂ€lle durch Polyurethan bzw. Isocyanaten aus moderner industrieller Produktion sind uns nicht bekannt geworden, der typische Geruch stammt von den als Starter verwendeten Aminen. Eher zu diskutieren sind die von einigen Herstellern verwendeten Flammschutzmittel, in der Regel chlorhaltige PhosphorsĂ€ureester. Ob sie allerdings aus der Polymermatrix wirklich freigesetzt werden können, ist fraglich, eigene Untersuchungen von uns an Staub aus diesem Material sprechen eher dagegen.

Eine kurzfristige BelĂ€stigung ohne gesundheitliche Folgen stellt manchmal die Verwendung von Silikonkautschuk dar. Silikondichtmassen enthalten Polysiloxane, die entweder mit EssigsĂ€ure oder Aminen in zĂ€he Konsistenz gebracht werden und nach Entweichen dieser Hilfsstoffe zu einer gummiartigen Masse polymerisieren. Dieser Geruch verschwindet nach wenigen Tagen. Das fertig vernetzte Silikon ist chemisch völlig inert und kommt fĂŒr Innenluftbelastungen nicht in Betracht.

Unangenehmer Geruch ist dagegen noch der harmlosere Aspekt im Fall ĂŒberhitzter Platten aus "Backkork". Nicht immer, aber wiederholt fanden wir deutliche Anteile an polycyclichen Aromaten (PAK), unter denen sich zahlreiche Karzinogene befinden. Dagegen ist SchĂŒttkork, auch aus Recyclingware (jedoch nur im Fall geeigneter Aufarbeitung!), weitgehend PAK-frei und als harmlos einzustufen. Unbehandelte Weinkorken sind als Baustoff ĂŒbrigens ungeeignet, da sie neben den Geruchsstoffen meist Pilzsporen und eine Chlorverbindung enthalten.

Auch ein anderer "ökologischer" DĂ€mmstoff muss nicht zwangslĂ€ufig harmlos sein: So fanden wir in einem Kokosmaterial chlorhaltigen Schimmelschutz, vermutlich die Ursache fĂŒr heftige allergische Reaktionen bei den Menschen, die das Material zu handhaben hatten.

Dagegen ergaben mehrfache Untersuchungen an Altpapierfasern ("Isofloc", mit Borsalz behandelt) keinen Grund zur Beanstandung, auf einen staubabweisenden Einbau sollte jedoch aus hygienischen GrĂŒnden geachtet werden.



5. Formaldehyd aus Spanplatten

Möbel und Einbaumöbel, aber auch noch viele FertighĂ€user enthalten heute zumeist Spanplatten als wesentliches Rohmaterial. Die HolzspĂ€ne werden dabei durch Phenol-Formaldehyd-Kunstharz in Form gehalten und verbunden. Diese Platten, wie auch einige Ă€hnliche Holzwerkstoffe (ausgenommen die unten beschriebenen isocyanatgebundenen Platten), setzen in mehr oder weniger beachtlichem Maße Formaldehyd frei, da sie aus Phenolen und Formaldehyd gefertigt wurden und dieser Vorgang nicht völlig irreversibel ist. Die RĂŒckbildung von Formaldehyd aus dem Harz wird durch Wasser gefördert.

Die Hersteller sind verpflichtet, fĂŒr das MöbelstĂŒck in seiner Gesamtheit die QualitĂ€t "E1" einzuhalten. Das besagt, dass in einem PrĂŒfkammerverfahren unter bestimmten Randbedingungen (vgl. in WKI 1990) die Luft in der PrĂŒfkammer nicht mehr als 0,12 mg/mÂł (=0,1 ppm) Formaldehydbelastung erreicht. Die VerhĂ€ltnisse in der PrĂŒfkammer entsprechen ungefĂ€hr der einer nahezu ungelĂŒfteten, aber trockenen Wohnung mit 1 mÂČ Platte je mÂł Volumen. In realen Wohnungen kann der Wert also je nach den Randbedingungen deutlich vom PrĂŒfwert nach oben oder unten abweichen.

Bei EinfĂŒhrung des Richtwertes durch das Bundesgesundheitsamt 1977 war an den Schutz auch von Asthmatikern und Kindern durch diesen Wert gedacht (DEPPE, in WKI-1990). Inzwischen zeigt die Erfahrung, dass fĂŒr einige Risikogruppen und besonders empfindliche Individuen der genannte Wert bei dauerhafter Einwirkung keineswegs ausreicht, um vor GesundheitsschĂ€den zu schĂŒtzen.

Der UNEP zufolge haben russische Forscher bereits 1982 eine "maximal erlaubbare Belastung" fĂŒr die Luft in Ballungsgebieten von 0,012 mg/mÂł gefordert (auch im Hinblick auf PflanzenschĂ€den!) (GERMANOVA). Wir halten diesen Wert ebenfalls als anzustrebenden Vorsorgewert zumindest fĂŒr Allergiker fĂŒr geeigneter, wenngleich er hĂ€ufig in Wohnungen mit modernen Möbeln nicht erreichbar sein wird.

Ähnlich sehen dies inzwischen auch SachverstĂ€ndige in Gerichtsverfahren: so berichteten verschiedene Zeitungen ĂŒber ein Urteil des OLG NĂŒrnberg (9 U 3700/89), bei dem der SachverstĂ€ndige eine konkrete Gesundheitsgefahr bei mehr als 0,025 ppm Formaldehyd ableitete, und ĂŒber ein Urteil des OLG Stuttgart (12 U 268/90), das einen MöbelhĂ€ndler zur ZurĂŒcknahme eines Schrankes verurteilte, wenngleich die FA-"Grenzwerte" nicht ĂŒberschritten seien, weil der Schrank stank.

Dabei dĂŒrfte eine Rolle gespielt haben, dass Formaldehyd aus Möbeln selten allein auftritt. MARUTZKY berichtet von einer Polyester-Beschichtung, bei der 22 flĂŒchtige Chemikalien identifiziert werden konnten (in WKI-1990, S. 81). Bei dieser und Ă€hnlichen Untersuchungen fielen stets die als Lösemittel verwendeten Ketone, höhere Aldehyde und Ester besonders auf.

An der Schlussfolgerung, dass diese Stoffe demgemĂ€ĂŸ auch fĂŒr die GeruchsbelĂ€stigungen verantwortlich seien, hegen wir in vielen FĂ€llen dennoch begrĂŒndete Zweifel, weil die Geruchsempfindlichkeit der Menschen bezĂŒglich einiger Stoffklassen die gĂ€ngige SensibilitĂ€t der Messverfahren ĂŒbertrifft.

Folglich muss hier die Grenze der analytischen Möglichkeiten in Betracht gezogen werden. Beispielsweise sind die mittlerweile verbreiteten Glycolamine nur sehr schwer erfassbar, und auch die mittleren Aldehyde (Butanal bis Heptanal) gelten als sehr geruchsintensiv, lassen sich aber nur sehr schwer auf die fĂŒr die Analytik von Innenraumbelastungen heute ĂŒblichen Adsorptionsröhrchen bannen.

Man findet Glykolamine und die anderen Aldehyde meist erst nach Anreicherung der Innenraumluft ĂŒber einen LuftwĂ€scher in dessen wĂ€ssriger Phase.

Hinzu kommt die Problematik der nur mĂ€ĂŸig flĂŒchtigen, aber teilweise sehr geruchsintensiven "SVOC" (semivolatile-organic compounds), darunter viele Konservierungsmittel, z.B. Aromaten mit funktionellen Gruppen. Sie entziehen sich dem GC-MS-Screening nur allzu leicht, zumal sie wie PAK meist an Staub kondensieren.

In diesem Zusammenhang sind auch die Ausgasungen der "formaldehydfreien" Spanplatten auf Basis von Isocyanaten zu sehen. Ihre spezifische AusdĂŒnstung entspricht in etwa der von frischen Polyurethanen, sie enthalten im Gegensatz zu diesen jedoch bedeutend höhere relative Anteile an freisetzbaren Isocyanaten, die mit der Feuchte der Luft zu Reizstoffen reagieren. Eine konkrete Messung ist andererseits nur mit speziellen Vorkehrungen durchfĂŒhrbar und setzt die Kenntnis der genauen Struktur des eingesetzten Materials voraus - kurz, diese Stoffe sind in der Praxis hĂ€ufig nur "mit der Nase zu kontrollieren", wenn diese gereizt reagiert.

Sehr belastend kann Formaldehyd aus Spanplatten werden, die feucht geworden sind und in relativ großer FlĂ€che auf die Bewohner einwirken. Das ist regelmĂ€ĂŸig der Fall in Ă€lteren FertighĂ€usern, die vor EinfĂŒhrung des E1-Wertes gebaut wurden. Werte zwischen 0,3 und 0,5 mg/mÂł (also bis rund fĂŒnffach ĂŒber dem Richtwert) sind keine Seltenheit. Die Bewohner leiden dann hĂ€ufig unter chronischen Nebenhöhlenkatarrhen, Schleimhautreizungen und AugentrĂ€nen.



6. Holzschutzmittel

In unserer analytischen Praxis sind heute noch die inzwischen verbotenen Stoffe PCP (Pentachlorphenol) und "Lindan" (Hexachlorcyclohexan in der Gamma-Form) die bedeutendsten Ursachen fĂŒr gesundheitliche Belastungen aus Wohngiften. Zahllose Altbauten sind damit immer noch an Fenstern, Balken oder Wandverkleidungen behaftet. Im Fall intensiver Anwendung des PCP mĂŒssen wir aus unseren Messerfahrungen ableiten, dass mit noch so guter LĂŒftung allein keine Unterschreitung von toxikologisch bedenklichen Belastungen möglich erscheint, zumal das in der Luft messbare PCP nur ein Indikator fĂŒr die karzinogenen - und daher in jeder Konzentration bedenklichen - chlorierten Dibenzodioxine darstellt.

Wir messen etliche Jahre nach der Anwendung zwar hĂ€ufig nur Werte deutlich unter 1 ”g/mÂł (dieser Wert wurde vom BGA als "Quasi-Grenzwert" genannt) in Wohnungen, die typische Symptome bei sich lĂ€nger darin aufhaltenden Personen offensichtlich verursachen. Messwerte bei Normaltemperatur um 0,04 ”g = 40 ng/mÂł sind durchaus als Alarmsignal zu verstehen. Anzumerken ist, dass beim Vergleich der Messwerte sehr genau zu arbeiten ist: so mĂŒssen die Nebenformen des PCP (sein Natrium-Salz und das nah verwandte Tetrachlorphenol) in den Messwert einbezogen werden, was eine geeignete (aber wenig bekannte) Probenaufbereitung voraussetzt. Insbesondere ist anzumerken, dass eine alte Analysevorschrift nachweislich falsch ist, nach der Materialproben mit Aceton extrahiert werden sollen: dieses Lösemittel löst Ă€ltere PCP-Na-Lacke nicht an und fĂŒhrt daher zu erheblich zu niedrigen Werten.

Auch die Analytik des PCP in der Luft gilt unter Praktikern als unzuverlĂ€ssig: so hĂ€ngt regelmĂ€ĂŸig ein großer Teil der PCP-MolekĂŒle am Staub, und der Messwert ist von der Luftbewegung im Raum sowie von der Temperatur abhĂ€ngig. Insofern sehen wir den "Sanierungszielwert" des BGA von 0,1 ”g/mÂł als nicht ausreichend an: der PCP-Luftwert ist nur ein sehr unzureichendes und nicht immer exakt reproduzierbar erfassbares Maß fĂŒr die beobachtete GefĂ€hrdung.

Dieser empirische Befund ist kein Wunder, wenn man berĂŒcksichtigt, dass in der HolzoberflĂ€che bei solchen FĂ€llen sĂ€mtliche höher chlorierten Dioxine, darunter die dem Seveso-Dioxin Ă€hnlichen 2,3,7,8-chlorierten HxCDD-Verbindungen, in Konzentrationen von etlichen hundert ppb gefunden werden (fĂŒr GegenstĂ€nde mit mehr als 5 ppb - berechnet als TEQ-Wert - sieht die Gefahrstoffverordnung ein Verbot des Inverkehrbringens vor!). Diese Anteile sind andererseits produktions-, sogar chargenabhĂ€ngig verschieden und im Einzelfall nicht bestimmbar.

Eine daraus ableitbare Forderung zur Verminderung von Luftbelastungen um den Faktor 20 und höher ist mit LĂŒftungsanlagen technisch nicht zu leisten. Hier liegt also ein Fall vor, bei dem nur konsequente Beseitigung der Quellen die Belastung mindert.

Belastungen mit anderen Holzschutzmitteln sind weniger gravierend, jedoch im Hinblick auf Allergiker grundsĂ€tzlich nicht unbedenklich. Das gilt besonders fĂŒr das bis heute vielfach als "Topfkonservierer" verwendete Dichlofluanid. FĂŒr diese Substanz liegen zwar Untersuchungen ĂŒber die Aufnahme auf dem Magen-Darm-Weg vor, nicht aber fĂŒr inhalative Belastung. Entsprechende Tierversuche legen allerdings den Schluss nahe, dass die Aufnahme ĂŒber die Atemwege um ein Vielfaches gefĂ€hrlicher eingeschĂ€tzt werden muss.

An praktischen Erfahrungen liegen vor allem die Erfahrungen von KindergÀrten vor, bei denen Allergiesymptome nach Sanieren stark Dichlofluanid -haltiger HolzoberflÀchen deutlich abgenommen haben sollen.

Ähnlich unklar ist die Bewertung von Permethrin, einem chlorhaltigen Pyrethroid, das derzeit verstĂ€rkt als Wirkstoff in Holzschutzmitteln eingesetzt wird. Ob es fĂŒr Allergiker eine kritische Rolle spielen kann, bleibt noch wissenschaftlich umstritten.

Eindeutig als schwere Belastung einzustufen ist die Gruppe der Chlornaphthaline, die ebenfalls in den 70er Jahren als Holzschutzmittel (“Xylamon BN”) verwendet wurden. Sie kondensieren an alle anderen Bauteile, so dass in FĂ€llen dieser Art hĂ€ufig nur der Abriss des belasteten GebĂ€udes den Sanierungszielwert von 200 ng/mÂł Luft bewirkt ...

UngeklĂ€rt ist ein aus Beobachtungen vermuteter Synergismus der Chlorverbindungen, vor allem der Chlorphenole, mit Formaldehyd. Die in der amerikanischen Literatur diskutierte Bildung von Bis-Chlormethyl-Ether in Luft konnte bislang nicht verifiziert werden. Die Beobachtungen korrelieren aber sowohl mit unseren Erfahrungen wie auch den von LAHL und ZESCHMAR bereits 1984 referierten Erkenntnissen, wonach Augenreizungen bei Werten ab 0,01 ppm unter Bedingungen auftraten, die eine synergistische Wirkung vermuten ließen.

Zumindest fĂŒr allergisch veranlagte Menschen kritisch ist Holzschutzmittel auf Basis von TBT-Verbindungen. TBT steht fĂŒr TertiĂ€r-Butyl-Zinn-Verbindungen, ihre Analytik erfordert erheblichen Zusatzaufwand.

Als weitere kritische Holzschutzmittel mĂŒssen die TeerprĂ€parate genannt werden. Sie gehören wegen ihres hohen PAK-Gehaltes auf keinen Fall in Wohnungen, auch im Garten muss vor ihnen gewarnt werden, wenn Kinder damit in BerĂŒhrung kommen können. GrundsĂ€tzlich ist Teermaterial als SondermĂŒll zu betrachten.



7. Sonstige Farben und Tapeten sowie Klebstoffe

Formaldehyd in Tapeten ist selten geworden, auch die Tapetenfarben enthalten meist nur noch geringe Mengen Formaldehyd. DafĂŒr kommt es gelegentlich zu Problemen mit unausgehĂ€rteter Acryl-Dispersionsfarbe. Ursache ist meist die zu hohe Auftragschicht; das Acrylat bindet dann nicht ab, sondern lĂ€sst Spuren an AcrylsĂ€ure frei, die sich durch beißende Empfindung auf der Haut bemerkbar macht.

VielfĂ€ltig sind die Belastungen aus Lösemitteln. WĂ€hrend Leimfarben als unkritisch gelten können (aber wegen mĂ€ĂŸiger Haltbarkeit weniger Verwendung finden), enthalten die ĂŒblichen Dispersionsfarben nicht nur hĂ€ufig Formaldehyd (als Konservierungsmittel), sondern Acrylate, Styrol, Amine und Glycolamine, nach WKI (1991) auch Glycolether und Glycolacetate. Uns ist auch schon ein Lack als Gesundheitsbelastung aufgefallen, bei dem vermutlich der Gehalt an Butanonoxim eine Rolle spielte. Dieser Stoff reizt Augen und Haut sehr stark, er steht zwar in der Gefahrstoffverordnung, ist aber nicht verboten.

Auf keinen Fall dĂŒrfen mit lösemittelhaltigen Farben und Lacken frisch gestrichene RĂ€ume schon in den folgenden Tagen intensiv bewohnt werden. Dies gilt auch fĂŒr Lacke mit dem blauen Umweltzeichen, da dessen Aussagekraft sehr niedrig anzusetzen ist, wie schon aus der Formulierung "schadstoffarm" hervorgeht.

Heizkörperlack ist eine hĂ€ufige Quelle fĂŒr GeruchsbelĂ€stigungen, die im Winter einsetzen. Dauerhafte gesundheitliche Folgen sind jedoch nicht bekannt.

FĂŒr die Innenluft kann Holzparkett dann negativen Einfluss ausĂŒben, wenn mit stark lösemittelhaltigen Versiegelungen gearbeitet wurde, die nicht ordnungsgemĂ€ĂŸ aushĂ€rten. Monatelange Belastung mit Lösemitteln kann die Folge sein, wobei in erster Linie die alkylierten Benzolderivate (z.B. Xylol) zum Einsatz kommen.

Diese Aromaten werden auch als Entlacker und Klebstoffreiniger eingesetzt; infolge einer Falschanwendung mussten wir dazu einen Vergiftungsfall bearbeiten.

Sehr kritisch sind Lösemittelsysteme einiger FlĂŒssigbeschichtungen fĂŒr Fußböden, darunter insbesondere Alkydharze und sĂ€urehĂ€rtende Lacksysteme, die als SH-Lacke auch in der Diskussion von Ausgasungen aus Möbeln eine unrĂŒhmliche, aber mittlerweile recht bekannte Rolle spielen.

Es muss als ausgesprochener Kunstfehler und Verstoß gegen die “anerkannten Regeln der Baukunst” betrachtet werden, wenn Alkydharze in InnenrĂ€umen großflĂ€chig verarbeitet werden. Geruchsintensiv ist dabei vor allem der Bestandteil Hexanal (Crotonaldehyd). Schon 50 ng/mÂł bewirken einen unertrĂ€glichen Gestank.

SCHRIEVER und MARUTZKY (WKI 1991) berichteten ausfĂŒhrlich ĂŒber massive Belastungen in solchen FĂ€llen. Danach ist bei Fußbodenlacken und Parkettversiegelungen grundsĂ€tzlich zu rechnen mit aliphatischen Ketonen, Aldehyden, CarbonsĂ€uren und Butylacetaten, ferner mit Butanol und mit Ethoxyethylacetat in EinzelfĂ€llen. Sowohl bei PU- als auch bei Epoxy-Fußbodenlacken traten ferner Alkylbenzole auf, wie das auch unseren oben zitierten Erfahrungen entspricht.

Die in den letzten Jahren entwickelten Dispersionsversiegelungen haben bislang keinen Fall von Beanstandung bei uns aktenkundig werden lassen. Dagegen muss bei Klebstoffen mit Lösemitteln und deren Reaktion mit dem aufzuklebenden Material gerechnet werden.



8. Teppichböden

Viele der in den letzten Jahren auf den Markt gekommenen Teppichbodentypen haben sich als unfreiwillige Arbeitsbeschaffungsmaßnahme fĂŒr analytische Chemiker erwiesen: Probleme mit Teppichböden gehören zu den hĂ€ufigsten Ursachen fĂŒr "rĂ€tselhafte" Vergiftungserscheinungen in Wohnungen.

WĂ€hrend die Behandlung von Wollteppichen mit Permethrin infolge einiger Pressemeldungen recht bekannt ist, in der Praxis aber nur selten eine GesundheitsschĂ€digung dadurch glaubhaft gemacht werden konnte, schĂ€tzen wir die ĂŒberwiegende Zahl der Probleme mit Teppichböden als vom Unterboden verursacht ein.

Sie sind besonders tĂŒckisch insofern, als das klassische Instrument des solche Fremdstoffe aufklĂ€renden Chemikers, das GC-MS-GerĂ€t, bei diesen Stoffen weitgehend versagt, weil die entscheidenden Stoffe gasförmig instabil sind.

Als Hauptursache vermuten wir heute die Verwendung von Peroxiden - vermutlich als Vernetzungsmittel - in den SchaumrĂŒcken. Kommt im betreffenden Raum auch nur eine Spur Formaldehyd vor, so wird diese am Teppichboden zu AmeisensĂ€ure oxidiert, die sich Ă€ußerst unangenehm durch einen beißenden Geruch bemerkbar macht. Die Peroxide sind mit Hilfe der DĂŒnnschicht-Chromatographie (DSC oder TLC, siehe unser Info hierzu) nachweisbar, erkennbar am Verhindern der Silberfreisetzung nach Behandeln mit Silbernitrat. Dieser analytische Befund steht auffallend hĂ€ufig in Verbindung mit Beschwerden ĂŒber Reizungen der Atemwege. Das Entfernen der Teppichböden in solchen FĂ€llen schafft regelmĂ€ĂŸig Abhilfe.

Wir haben in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass zahlreiche weitere Beschwerden ĂŒber Innenluftbelastung sowohl in Wohn- wie auch in BĂŒrogebĂ€uden auf die Ausstattung mit chemisch belasteten Teppichböden zurĂŒckzufĂŒhren waren.

Dabei spielen als auslösende Stoffe neben dem erwÀhnten Peroxid zwei Gruppen eine herausragende Rolle:


Zum einen sind dies im SchaumrĂŒcken enthaltenen Nebenbestandteile, vor allem Phthalate als Weichmacher bei - inzwischen vom Markt weitgehend verschwundenen - PVC-SchĂ€umen und Styrol sowie bei den mit SchaumrĂŒcken versehenen Böden nicht definierbare Zersetzungsprodukte von SBR (Styrol-Butadien-Kautschuk, = "synthetisches Latex"; echtes Naturlatex wird selten verwendet). In der DSC findet man dann Hinweise auf freien Schwefel.

Zum anderen finden wir meist mehrere Insektizide, Fungizide und schon fĂŒr die Rohstoffe eingesetzte Konservierungsmittel, darunter die bekannten wie Lindan oder Permethrin, aber auch unbeachtete wie Dichlofluanid, Cypermethrin oder Endosulfan, in einem Fall konnten wir sogar 4-Chlormethyl-Phenol als Wirkstoff identifizieren.

ErwĂ€hnenswert ist, dass auch synthetische Teppichböden hĂ€ufig Insektizide enthalten, vermutlich um das Einnisten von Insekten in den LĂ€gern der HĂ€ndler auszuschließen.

Echte Wolle enthĂ€lt sehr hĂ€ufig Insektizide; auch wenn der Hersteller selbst nachweislich keine derartigen Stoffe verwendet, sind manchmal Spuren deutlich in der Analytik erkennbar. Teilweise rĂŒhrt dies von der Behandlung der Schafe gegen Zecken in BĂ€dern her, teilweise wird die Wolle in den Mischkammern kontaminiert.

HandelsĂŒbliche einzelne Teppiche weisen meist eine Vielzahl von Fremdstoffen auf, bei Importwaren manchmal immer noch die bei uns verbotenen Materialien wie Pentachlorphenol (PCP) oder sogar Toxaphen.

LinoleumbelÀge haben in EinzelfÀllen Probleme infolge Ausgasen von Zersetzungsprodukten bereitet. Dieses eigentlich "baubiologische" Material hat in EinzelfÀllen Ausgasen von Zersetzungsprodukten verursacht, vermutlich infolge fehlerhafter Versiegelung in Verbindung mit falscher Reinigung. Nachweisbar in der Luft waren Aldehyde und lÀngerkettige CarbonsÀuren.



9. Flammschutzmittel und Brandgase

In einem Fall erwies sich eine flammgeschĂŒtzte Gardine als Quelle fĂŒr dauernden Hustenreiz in einem Arztsprechzimmer.

In einem weiteren Fall untersuchten wir die Innenluft des "Serverraumes" eines Unternehmens, das seine Rechner in einem zentralen Raum untergebracht hatte. Nach Angaben der Belegschaft war es dort "nicht zum Aushalten". Mit Hilfe eines LuftwĂ€schers gelang die Anreicherung der seltsamen Geruchsstoffe in dessen Wasservorrat, der anschließend extrahiert und per GC-MS untersucht wurde. Es stellte sich heraus, dass massiv PhosphorsĂ€ureester vorlagen, was wir auf die AusdĂŒnstung der Flammschutzmittel aus den warmen Computerplatinen und -GehĂ€usen zurĂŒckfĂŒhren.

Die Innenluft nach BrÀnden ist - wie die bei intensiv dem Tabak frönenden Zeitgenossen - charakterisiert durch das Vorkommen polycyclischer Aromaten (PAK-Derivate, karzinogen!). Wenn dann noch ein Chlornachweis erbracht wird, ist von einer Belastung mit Dioxinen auszugehen, auch wenn diese direkt wegen des enormen Kostenaufwands nur in EinzelfÀllen nachweisbar sind.

Abhilfe schafft ĂŒbrigens ein Abreiben mit dem relativ harmlosen Ethylacetat (Vorsicht: dieses Lösemittel ist selbst feuergefĂ€hrlich!). Es reicht keineswegs aus, wie von Versicherungen hĂ€ufig empfohlen, nur eine Ionisierung oder Oxidation der den Geruch bestimmenden Phenole durchzufĂŒhren! Kontrollierbar ist der Reinigungserfolg ĂŒber das Auftreten von Fluoreszenten (UV-Licht 366 nm macht die PAK sichtbar) im Hausstaub.

In einem Fall wurde auch die unsachgemĂ€ĂŸe Verwendung von Mineralöl als Politur fĂŒr Möbel als PAK-Quelle entdeckt.

Aber Achtung: Ursachen fĂŒr einen derartigen Befund können auch ein teerhaltiger Asphalt-Estrich (siehe oben) oder intensiver Straßenverkehr sowie Zigarettenrauchen sein.



10. Dichtmassen

In bituminösen Dichtmassen haben wir teilweise hohe Anteile an PAK nachweisen können. Diese Materialien sollten vermieden werden, wenngleich ein Einfluss auf die Innenraumluft bislang nicht nachweisbar ist, sofern diese Stoffe auf der Außenseite von GebĂ€uden verwendet werden.

Dagegen sind alte Fugendichtmassen relativ bekannte Problemchemikalien fĂŒr InnenrĂ€ume. Wir haben wiederholt FĂ€lle kennengelernt, in denen sie sich merklich negativ auf die Gesundheit Einzelner auswirkten. In wichtigen GebĂ€uden einer UniversitĂ€t wurden z.B. PCB-haltige Massen, also polychlorierte Biphenyle, verwendet, deren Emissionen in der Innenraumluft noch deutlich messbar sind. Die klassischen LĂŒftungsmaßnahmen mindern das Problem zwar, können die Belastung jedoch nicht völlig beheben (vgl. auch OCKELMANN 1994).

In diesem Zusammenhang muss erwÀhnt werden, dass PCB auch aus Elektroanlagen freigesetzt werden kann, insbesondere von Trafostationen und aus zerstörten Kondensatoren von Leuchtstofflampen.

In einem Privathaus hÀrtete eine Fugendichtmasse nicht durch und verströmte jahrelang einen penetranten Geruch nach Phenolen (die genaue Zusammensetzung konnte mangels finanzieller Mittel leider nicht geklÀrt werden).

Leider noch viel zu wenig bekannt ist der Problemkreis der Chlorparaffine als Fugendichtmasse. In mehreren sĂŒddeutschen Schulen ist dieses Problem aufgetreten, es wird praktisch nichts dagegen getan, obwohl Chlorparaffine als karzinogen betrachtet werden mĂŒssen. Problematisch ist, dass auch diese Stoffe mit der gewöhnlichen Gaschromatographie nicht zuverlĂ€ssig zu entdecken sind.

Im Umweltbundesamt wird an einer Verbotsverordnung gearbeitet, da diese Stoffgruppe Àhnlich gefÀhrlich einzuschÀtzen ist wie die bekannten PCB. Seit einigen Jahren tauchen Chlorparaffine immer wieder einmal in Ledermöbeln auf, vermutlich aus Lederpflegemitteln.



11. Gase entwickelnde Reinigungs- und Desinfektionsmittel

SchĂ€den aus Reinigungsmitteln sowie aus Desinfektionsmitteln sind auch dann zu erwarten, wenn diese unsachgemĂ€ĂŸ angewendet werden. Dazu gehört die Freisetzung von Formaldehyd, aber auch von Chlorgas bei der Reaktion von salzsĂ€urehaltigen Reinigern mit Oxidationsmitteln, wie sie in anderen derartigen Chemikalien enthalten sein können. Sehr selten ist in dieser Gruppe die Freisetzung von Chlororganika, indem etwa Ätznatron enthaltende Reiniger Restmengen von Desinfektionsmitteln erhitzen.

Die Vielzahl möglicher Reaktionen beim Einsatz unbekannter Mischungen von Chemikalien lĂ€sst vermuten, dass wir noch gar nicht alle Problemkombinationen kennen. GrundsĂ€tzlich ist deshalb der Gebrauch von Chemikalien in Haushalten stets auf ein Mindestmaß zu beschrĂ€nken.

HĂ€ufig beziehen sich Beschwerden auch auf die Geruchstoffe der Reinigungsmittel. Bei der einschlĂ€gigen Industrie glaubt man offenbar selbst an die Wirkung von "Aprilfrisch"; "Apfelduft" usw. als WerbetrĂ€ger, wĂ€hrend zahlreiche Kunden diese Substanzen eher störend empfinden. Gesundheitliche SchĂ€den sind aus dieser Gruppe aber nicht bekannt. Dagegen haben nach Moschus duftende Kosmetika hĂ€ufig Ă€ußerst problematische Chemie-Cocktails an Bord.



12. Spezielle Probleme in Altbauten

Vorwiegend in Altbauten finden wir Anreicherungen von Schwermetallen. SelbstverstĂ€ndlich können auch diese, besonders das Blei, eine gesundheitsbedrohliche Belastung der Innenraumluft darstellen. So haben wir im Rahmen von Arbeiten fĂŒr ein Bleikataster der Stadt Freiburg Belastungen hĂ€uslicher StĂ€ube im Bereich einiger tausend Milligramm je Kilogramm Staub feststellen mĂŒssen. Es besteht dabei ein komplexer Zusammenhang sowohl mit bergmĂ€nnischen als auch industriellen Altlasten der Umgebung.

Den höchsten Wert fanden wir allerdings mit 7000 ppm im Staub einer Töpferei, die Bleiglasuren verwendete.

Wie erst kĂŒrzlich festgestellt wurde, kommen als Quelle fĂŒr extreme Bleistaubwerte auch Dachdeckungen in Betracht, die - einer Mode folgend - um die Jahrhundertwende in Form "engobierter" Ziegel auf HĂ€user gebracht wurden und abwittern.

Ebenfalls einen Problemkreis in Ă€lteren HĂ€usern stellen undichte Schornsteine dar. In einem solchen Fall wurde eine leichte Vergiftung mit Kohlenmonoxid als Ursache fĂŒr "rĂ€tselhafte" Kopfschmerzen gefunden.



13. Garagen und Öltanks mit diffundierenden Abgasen

Eine noch vermutlich unterschĂ€tzte Gefahrenquelle fĂŒr die Innenraumluft liegt in eindringenden Schadgasen aus Garagen und Ölkellern. Uns sind mehrere FĂ€lle bekannt geworden, bei denen Abgase von Tiefgaragen in Wohn- und BĂŒrorĂ€ume sowie in eine GaststĂ€tte eindrangen, weil die AbluftfĂŒhrung nicht sicher genug von der Ansaugung der Zuluft getrennt wurde.

Ähnliche FĂ€lle betrafen Abgas aus einem Heizungskeller, das eine Streifbodendecke durchdrang sowie die Diffusion von Öltankabluft ĂŒber den offenen FĂŒllstutzen in eine KĂŒche.



14. Biologische Innenluftprobleme

"Der grĂ¶ĂŸte biologische Verschmutzer ist der Raucher" - nur ist er meist Bewohner und als solcher fĂŒr den Analytiker tabu.

Mehr können wir ausrichten gegen Milben. Ihre Bedeutung wird nach unserer Erfahrung manchmal ĂŒberschĂ€tzt, zumal man sich gut gegen diese Mitbewohner wehren kann: Trockenheit und KĂ€lte mögen sie ĂŒberhaupt nicht. Dies gilt auch fĂŒr Schimmelpilze, deren Sporen fĂŒr immungeschwĂ€chte Menschen eine Gefahr darstellen können.

HĂ€ufige Ursache fĂŒr GeruchsbelĂ€stigungen sind Faulgase aus mangelhaft gelegten oder gewarteten Rohren.

ErwÀhnenswert, aber leicht auch von Laien erkennbar, daher in unserer Praxis von untergeordneter Bedeutung sind Giftpflanzen sowie Allergien gegen Katzenhaare (bzw. deren Speichel) .





15. Methoden der analytischen Chemie

Wichtigste Instrumente fĂŒr unsere Arbeit sind die erwĂ€hnten Methoden GC-MS, d.h. Gaschromatographie mit Massenspektrometer, sowie die bei uns zunehmend als Standard-Screening verwendete DĂŒnnschicht-Chromatographie.

Daneben von erheblicher Bedeutung sind das Lichtmikroskop und das Raster-Elektronenmikroskop.

Schlechte Erfahrungen mussten wir mit direkt anzeigenden Reagenzröhrchen machen; deren Empfindlichkeit reicht fĂŒr Innenluft-Probleme hĂ€ufig nicht aus. FĂŒr Formaldehyd können wir nur die von der DFG (Deutschen Forschungsgemeinschaft) veröffentlichte Methode mit Auswertung im Labor empfehlen.

Die HochdruckflĂŒssigkeits-Chromatographie (HPLC) spielt wegen ihrer hohen Kosten bei uns nur eine Rolle in der Forschung, nicht aber fĂŒr die tĂ€gliche Routine-Analytik, die von den Kunden zumeist privat bezahlt werden muss. Erst in jĂŒngster Zeit haben einige Krankenkassen gemerkt, dass hohe Behandlungskosten gespart werden können, wenn die Wohnung in die Gesundheitsvorsorge einbezogen wird.



Freiburg, im April 2001



Freiburger Institut fĂŒr Umweltchemie e.V.




Dipl.-Chem. H.-D. StĂŒrmer



Anmerkung: Teile dieses Textes sind in Berichten des FIUC (z.B. zu Untersuchungen am Energiesparhaus Kranichstein, zur Verwendung von Keramik am Bau und zur Fertighausanalyse der Arbeitsgemeinschaft der VerbraucherverbĂ€nde) bereits enthalten. Siehe unsere Berichte-Übersicht.

Hinweis: Die Verwendung von Markennamen und Warenzeichen im vorliegenden Text ohne entsprechende Hinweise geschieht, wie in wissenschaftlichen Texten ĂŒblich, rein informativ und unverbindlich und berechtigt nicht zur Annahme, dass diese Marken ungeschĂŒtzt wĂ€ren.





16. Wichtige Literaturhinweise

Anmerkung: Die verwendete Literatur ist wegen ihres Umfangs im Text nicht vollstÀndig zitiert. In den nachfolgenden Arbeiten finden sich jedoch weitere Grundlagenschriften.

FEIST 1994 W.Feist, W. Ebel, J. Militzer: Bau des Passivhauses in Darmstadt Kranichstein, Abschlußbericht. IWU Darmstadt (Annastr. 15), Febr. 1994

FIUC 1993 Untersuchung zur Schwermetallbelastung im Bereich der ehemaligen Erzgrube Schauinsland. FIUC-Bericht 93/1, Freiburg 1993.

FIUC 1994 Umweltchemische Beurteilung von PU-Element-Fertigbau. FIUC-Bericht 94-08, Freiburg 1994

GERMANOVA UNEP-Series "Scientific Reviews of Soviet Literature on Toxicity and Hazards of Chemicals", part 13: Formaldehyde; compiled by A.L.Germanova. Moscow 1982. (S.15)

GLASER 1994 J. Glaser: UmweltvertrÀglichkeit von Baustoffen. In: R. Hempfling und

S.Stubenrauch (Hrsg.): Schadstoffe in GebÀuden; Blottner Taunusstein 1994

KÖNIG 1989 H.König: Wege zum Gesunden Bauen, S.47. Ökobuch-V. Staufen, 1989 / 6.Aufl. 1993

KRUSCHE 1982 P.Krusche, D. Althaus, I.Gabriel, M.Weig-Krusche: Ökologisches Bauen. Hrsg. vom Umweltbundesamt; Bauverlag Wiesbaden u. Berlin 1982

LAHL/ZESCHMAR U.Lahl, B.Zeschmar: Formaldehyd, S. 40. BUND-Information Nr. 33, Dreisam-Verlag Freiburg 1984

OCKELMANN Polychlorierte Biphenyle in Fugendichtmassen - eine Kontaminations- quelle fĂŒr GebĂ€ude. In: R. Hempfling und S. Stubenrauch (Hrsg.): Schadstoffe in GebĂ€uden; E.Blottner-Verlag Taunusstein 1994

PAPPI/STÜRMER I. Pappi, H.-D.StĂŒrmer: UmweltvertrĂ€glichkeit von Baustoffen. Stiftung Verbraucherinstitut (Hrsg.), Berlin/Olsberg 1992

RECKNAGEL/SPRENGER Taschenbuch fĂŒr Heizung+Klimatechnik. Oldenbourg-V. 1981 ff.

RÜHL/KLUGER Handbuch Bau-Chemikalien. Ecomed-Verlag 1995 (Loseblatt).

SALTHAMMER, T.: Luftverunreinigende organische Substanzen in InnenrÀumen.

Chemie in unserer Zeit 28, H. 6/1994, S. 280-290 (dort weitere Literatur).

STÜRMER/WARTNER H.-D.StĂŒrmer, F. Wartner: Linoleum als Bodenbelag: SchĂ€dliche Immissionen durch falsche Reinigung. Deutsches Architektenblatt 26, (H.7) 1129 (1994).

TRGS ... Technische Regeln fĂŒr Gefahrstoffe: erscheinen im Bundesgesetzblatt.

WKI 1990 Wilhelm-Klauditz-Institut Fraunhofer-Arbeitsgruppe fĂŒr Holzforschung: Möbel und Formaldehyd. Tagungsband Braunschweig 21./22.2.1990

WKI 1991 Wilhelm-Klauditz-Institut Fraunhofer-Arbeitsgruppe fĂŒr Holzforschung: Geruchs- und Schadstoffbelastung durch Baustoffe in InnenrĂ€umen - eine Literaturstudie v. E.Schriever u. R. Marutzky. WKI-Bericht Nr. 24, Braunschweig Jan. 1991 Auszug aus: http://www.u-archiv.de/fiuc/wohngifte.htm

13 Dec 2004
22:16:33
Frey
Wohngifte Richtwerte KBE Keimzahlen BIO

Guten Morgen, im Anhang Link zu Ihrem Thema, viel Erfolg!! Gruss Kudel

http://www.maes.de/richtwerte.pdf

13 Dec 2004
22:17:44
Kudel
Acryl- und Polyurethanfarben und Lacke
Ich such Unterlagen,Literaturangaben und Hinweise zur Thematik der Wasserverungreinigung von obgenannten Bindemitteln. Mit bestem Dank und Gruss Reinhard Jossen
30 Jun 2005
22:20:25
reinhard.jossen@gmx.ch
Fertighaus/Holzhaus
Guten Tag, wir haben vor 3 Monaten ein Fertighaus/Holzhaus Bj. 1958 im Raum MĂŒllheim erstanden und sind nicht sicher, ob die anhaltenden HustenanfĂ€lle unsere Tochter Folge von nicht erkannter Belastung im Haus sind. Wo können wir Tests anfordern, bzw. durch wen durchfĂŒhren lassen ?

MfG. christian.neudoerfer@online.de
16 Nov 2006
21:06:50
Christian N
Fertighaus Holzhaus Wohngift Schadstoffe Test Institut Behörde Labor
Guten Tag,
im Anhang ein (von vielen) Institut das sich Ihrem Problem nach folgendem vorgejhen annimmt(vorerst Verlangen Sie ein Angebot fĂŒr den Test):

Wir Testen ihr Wohnumfeld auf Schadstoffe und Allergene aus Baumaterialien, Möbeln und Wasserinstallationen !

Unser Schimmel-Check "im Test" bei: "MDR-Fernsehen: Rat&Tat"

Informationen zu Wohngiften im "Tagesspiegel": "Verstecktim Hausstaub"

WĂ€hlen Sie das gewĂŒnschte Thema:

Wohngift-Check Trinkwasser-Check

Schimmel-Check Legionellen-Check

Und so funkionieren die Umwelt-Checks:

1. Wir senden Ihnen ein Probenahme-Set mit Gebrauchsanleitung, Fragebogen, den nötigen Probenahme-Materialien
2. Sie nehmen nach Anleitung Zuhause die Raumluft-, Hausstaub- oder Wasserproben aus ihrem Wohnumfeld auf einfache Weise und senden diese in der RĂŒcksendebox an unser Analyselabor
3. Wir untersuchen Ihre Proben nach fundierten chemischen bzw. mikrobiologischen Analyseverfahren und senden Ihnen einen PrĂŒfbericht mit gesundheitlicher Bewertung und -im Falle einer Belastung- Hinweisen zu Abhilfemaßnahmen

http://www.umwelt-checks.de

Viel Erfolg

Gruss Theodor
17 Nov 2006
08:06:37
Theodor

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