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Startseite - GBT Forum - Butan- Kältemittel, Kälteanlagen,
 

Butan- Kältemittel, Kälteanlagen,

Text Datum Benutzer
Butan- Kältemittel, Kälteanlagen,
Butan- Kältemittel kann mir jemand auf diesem Gebiet weiterhelfen, insbesondere interessieren mich event. erfarungswerte.
Vielen Dank Belzer
13 Dec 2004
21:45:10
Belzer
Butan-Kältemittel/ Kälteanlage

Ein Besuch auf der Homepage: http://ttk1.ciw.uni-karlsruhe.de/kaelte/clfree.htm ist zu diesem Thema (Grundlagen )zu empfehlen!

13 Dec 2004
21:46:30
Unimittel
Butan-Kältemittel/ Kälteanlage

Hier eine Meinung, bitte nicht VERGESSEN!! Gruss F.Schnell

FCKW Ausstieg ohne Umstieg auf Treibhausgase


Keine Entwarnung für Ozonschicht und Erdklima Die Zerstörung der Ozonschicht - Schutzmantel der Erde vor gefährlichen UVStrahlen - schreitet weiter voran. Über dem Südpol reißt jedes Jahr wieder ein riesiges Ozonloch auf: in seinen Ausmaßen rund doppelt so groß wie der Kontinent Europa. Während des antarktischen Frühlings wurde 1995 bereits eine Halbierung des natürlichen Ozongehalts festgestellt. Auch auf der Nordhalbkugel treten inzwischen periodische " Ozonlöcher" auf.

Über Europa und Nordamerika hat sich die Ozonschicht seit den 70er Jahren um fast zehn Prozent verringert. Bereits ein Prozent weniger Ozongehalt, so die Angaben des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), verursacht ein um zwei Prozent höheres Hautkrebsrisiko. Auch Pflanzen und Tiere werden im Wachstum und Erbgut geschädigt. Hauptverantwortlich für die Ozonschichtzerstörung sind die Chloremissionen aus FCKW . Sie bauen das Ozon in der Stratosphäre ab.

Entwicklungsländer brauchen Unterstützung FCKW-Produktion und -Verwendung sind inzwischen international durch das " Montrealer Protokoll" reguliert. Es verbietet den Industrieländern ab 1996 die Herstellung vollhalogenierter FCKW - allerdings mit einigen Ausnahmen. So dürfen Industriestaaten weiter FCKW produzieren, wenn diese ausschließlich für den Export in Entwicklungsländer bestimmt sind, die ihren eigenen Bedarf nicht alleine decken. Das " Montrealer Protokoll" läßt Entwicklungsländern für den FCKW-Ausstieg 14 Jahre länger Zeit als den Industrienationen. Bei " weichen" FCKW (HFCKW) gilt sogar ein Zeitraum bis 2030 (Industrienationen) bzw. 2040 (Entwicklungsländer). Doch wenn die " Dritte Welt" nicht mit ausreichend Geld und Know-how für umweltschonende Stoffe und Verfahren unterstützt wird, können die Entwicklungsländer selbst diesen Zeitrahmen nicht einhalten. Kommt es hier zu keiner Einigung, setzt sich die Zerstörung der Ozonschicht unaufhaltsam fort - mit dramatischen Folgen für Mensch und Natur.


Chemiekonzerne setzen auf " Klimakiller" Solange keine verbindlichen Rahmenbedingungen und klaren Verbote existieren, werden die FCKW- und FKW-Hersteller weiter ihre ozonschicht- und klimaschädigenden Produkte verkaufen - läßt sich doch viel Geld damit verdienen. Die bislang führenden Hersteller - die amerikanischen Firmen Du Pont und Allied Signal, die französische Atochem und die belgische Firma Solvay - produzieren weiter kräftig H-FCKW. Außerdem setzt die gesamte Chemieindustrie verstärkt auf den FCKW-Nachfolger FKW-134a und andere FKW. Wenn sich diese " Alternative" durchsetzt, winken Profite in Milliardenhöhe, denn FKW-134a wird zu Preisen von zehn Mark und mehr pro Kilo gehandelt. Dafür nehmen es die Hersteller auch in Kauf, daß ihr gepriesenes Produkt ein extremer " Klimakiller" ist. Als Treibhausgas sorgt FKW-134a für eine weitere Erwärmung der Erdatmosphäre.

Beispiel: Die Hoechst-Jahreskapazität an FKW-134a beträgt in Deutschland 13 000 Tonnen. Dies entspricht einem Treibhauseffekt von rund 43 Mio. Tonnen CO2, sprich der Hälfte der jährlich durch den PKW-Verkehr verursachten CO2-Emissionen (ca. 90 Mio. Tonnen). Von ozon- und klimaschonenden Stoffen wie etwa Propan und Butan oder Ammoniak wollen die Chemiekonzerne nichts wissen. Handelt es sich dabei doch um Naturgase, mit denen nicht viel Geld zu machen ist. Auch in Deutschland ist die Situation alles andere als befriedigend. Vollhalogenierte (" harte") FCKW werden hierzulande zwar seit Ende 1994 nicht mehr hergestellt. Statt dessen aber kommen teilhalogenierte, sogenannte " weiche", FCKW und chlorfreie FKW zum Einsatz.


Kein Umstieg auf FKW-Treibhausgase Die Klimaerwärmung ist eine der größten ökologischen Bedrohungen für Menschheit und Natur. Wissenschaftler diskutieren heute längst nicht mehr ob, sondern in welchem Ausmaß und wie schnell sich der vom Menschen verursachte Treibhauseffekt auswirken wird. Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), ein Gremium weltweit führender Klimafachleute, hat deshalb von den Industrieländern gefordert, ihre jährlichen Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2050 um 80 Prozent zu senken. Für Deutschland heißt das: Statt gegenwärtig 1 500 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente (siehe Kasten S. 10) dürfen jährlich höchstens noch 300 Mio. Tonnen anfallen.

Wer dieses Ziel erreichen will, muß Treibhausgase generell reduzieren - nicht nur die FCKW, sondern auch ihre Nachfolger aus der Retorte der Chemischen Industrie, die FKW. Der Gesamtbeitrag der in Deutschland verbrauchten FCKW und ihrer Nachfolgestoffe zur künstlichen Klimaaufheizung entspricht rund 70 Mio. Tonnen Kohlendioxid (CO2). Nur ein sofortiger FCKW-Ausstieg, die " Nullösung", würde wirksamen Klimaschutz bedeuten. Und dieser Ausstieg ist machbar, denn in fast allen Bereichen gibt es bereits klimaschonende Alternativen zu FCKW.

Wenig daran interessiert ist die Chemische Industrie. Sie betreibt den FCKW-Ausstieg als profitablen Umstieg. Ihre Devise: Austausch von FCKW durch FKW. Als Klimakiller stehen die FKW den FCKW nicht wesentlich nach: Das GWP (siehe oben) von FKW-134a beträgt 3 300, das von FCKW-11 sogar 5 000. Sollten die FKW-Hersteller erfolgreich sein und auf Dauer ihre Produkte dort plazieren, wo heute noch FCKW verbraucht werden, hätten sie für Deutschland eine jährliche Klimabelastung festgeschrieben, die der Wirkung von 40 bis 50 Mio. Tonnen CO2 entsprechen würde. Deshalb fordert Greenpeace: FCKW-Ausstieg sofort - und ohne Umstieg auf FKW!

Treibhauseffekt

Der natürliche Treibhauseffekt sorgt für eine Jahresmittel-Temperatur von ca. 15°C. Ein Teil der von der Erdoberfläche zurückgestrahlten Sonnenwärme wird durch Treibhausgase wie etwa CO2 gespeichert und erwärmt die Lufthülle. Wenn aber durch menschliche Aktivitäten zusätzlich Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen, entsteht der künstliche Treibhauseffekt, und das Klima wird aufgeheizt. Hält der gegenwärtige Trend an, ist im Jahr 2025 mit einem durchschnittlichen Temperaturanstieg um 2,5°C gegenüber der vorindustriellen Zeit zu rechnen. Die Folge sind weltweit zunehmende Naturkatastrophen und eine Gefährdung der Welternährung.

GWP und CO2 (= Global Warming Potential):

Maßeinheit für den Beitrag eines Treibhausgases zur Erwärmung der Atmosphäre. Basis ist das GWP von CO2, das gleich " 1" gesetzt wird. FCKW und FKW halten die Wärmeabstrahlung der Erde ausgerechnet da zurück, wo CO2 und Wasserdampf sie durchlassen. 1 kg FKW-134 wirkt wie 3 300 kg CO2, 1 kg FCKW-11 wie 5 000 kg CO2. Die GWP-Werte betragen also 3 300 bzw. 5 000 (bei einem zugrundegelegten Zeithorizont von zwanzig Jahren).



Es geht auch anders... Kälte und Klimatechnik Die Kälte- und Klimatechnik ist in Deutschland der Sektor mit dem höchsten FCKW-Verbrauch: 500 Tonnen voll- und 5 000 Tonnen teilhalogenierte Kältemittel jährlich (ohne Autoklimaanlagen). Dazu kommen noch 1 500 Tonnen FKW. Der Löwenanteil entfällt auf die gewerbliche und industrielle Anwendung, der kleinere Teil auf Gebäude-Klimaanlagen, Transport- und Haushaltskälte.

Zur Gewerbekälte zählen etwa die Verkaufskühlungen in Supermärkten sowie die Kühleinrichtungen in Großküchen, Hotels, Krankenhäusern etc. Zur Industriekälte gehören u.a. Kühlhäuser, Schlachthöfe und Brauereien. Problematisch sind vor allem die Kühlanlagen in Supermärkten: Von einem zentralen Maschinenraum strömt FCKW durch ein weitverzweigtes Rohrsystem zu einzelnen Kühlmöbeln. Je länger die Kühlleitungen, desto größer das Risiko von Leckagen (z.B. durch Materialschäden). Jährliche Betriebsverluste von durchschnittlich 20 Prozent der Füllmenge sind üblich, zum Teil liegen sie sogar über 30 Prozent. Das sind rund 750 Tonnen FCKW.

Keine große Rolle mehr spielen FCKW und FKW in der Haushaltskälte. Unter dem Druck von Greenpeace und vieler umweltbewußter VerbraucherInnen sah sich die inländische Kühlschrankindustrie 1994 zu ihrem Ärger gezwungen, den schon begonnenen Einstieg in das Kältemittel FKW-134a wieder rückgängig zu machen. Neugeräte aus inländischer Fertigung werden heute - bis auf Ausnahmen bei großen Gefriergeräten - mit dem Naturgas Isobutan (R600a) gekühlt. Die Chemiekonzerne wollen den Umstieg auf FKW bei all den Kältemitteln, die noch aus " harten" und " weichen" FCKW bestehen. Sie denken an Gewinnmaximierung und werben mit der Bequemlichkeit: Alte Anlagen könnten grundsätzlich weitergenutzt werden. Die Hersteller wollen den Markt nicht an Alternativen verlieren, an denen sie nichts verdienen. Die Kühlschrank-Pleite " FKW rein, dann wieder raus" steckt ihnen noch in den Knochen. Doch so recht kommt der Umstieg nicht voran. Denn das (teilhalogenierte) Hauptkältemittel FCKW-22 ist noch bis zum Jahr 2000 erlaubt. Warum sollten sich Kälteanlagenbauer und -nutzer auf ein neues Kältemittel festlegen, wenn sie - noch - nicht müssen?


Klimaschonende Alternativen ... haben in der Kälte und Klimatechnik eine lange Tradition. Ammoniak, mit 120 Jahren das älteste Kältemittel überhaupt, hat hervorragende kältetechnische Eigenschaften. Der jahrzehntelange Umgang mit diesem Stoff zeigt, daß er trotz seiner Giftigkeit einsetzbar ist. In der Industrie, wo das Personal sicherheitstechnisch ausgebildet ist, nutzt man Ammoniak weit mehr als FCKW und FKW. In der Gewerbekälte und der Gebäudeklimatisierung wird mit Ammoniak aufgrund seiner Giftigkeit nicht im Direktverfahren, sondern im Zwei-Kreis-System gekühlt: Ammoniak erzeugt die Kälte, den Kältetransport zu den Kühlstellen (z.B. Supermarktregale) übernimmt ein Kälteträger etwa aus einem Wasser- und Alkoholgemisch. Indirekte Kühlsysteme laufen nicht nur mit Ammoniak. Da die Primärkälte außerhalb von Gefährdungsbereichen erzeugt wird, können auch entzündbare - energetisch aber sehr günstige - natürliche Kohlenwasserstoffe wie Propan oder Butan eingesetzt werden.

Beide Kältemittel sind im Kommen, nicht nur in Supermärkten: Ammoniak im mittelgroßen, Propan und Butan im kleineren Leistungsbereich. Der Vorteil indirekter Systeme: Durch die Kühlleitungen strömt kein Kältemittel, so daß Emissionen aufgrund undichter Stellen stark verringert werden. Nachteilig war bisher der zusätzliche Energieverbrauch, den das Pumpen des Kälteträgers durch die Leitungen verursacht. Energiespeichernde Kälteträger wie Flo-Ice (Eismasse in einem Wasser-Alkoholgemisch) können dieses Defizit beseitigen. Supermärkte in Norwegen oder Luxemburg arbeiten bereits mit diesem Verfahren. In Deutschland allerdings gibt es bislang nur zwei Supermärkte - von rund 50 000 bundesweit - die ein Zwei-Kreis-System mit klimaschonendem Kältemittel einsetzen.



Kunststoffschäumung Auch in der Herstellung von Dämmschäumen ist der FCKW-Ausstieg in Deutschland noch fern. Zwar wurden bereits 10 000 Tonnen vollhalogenierter FCKW durch Pentan und CO2 ersetzt, doch immer noch gelangen jährlich rund 5 200 Tonnen teilhalogenierter FCKW zum Einsatz. Hinzu kommen 1 400 Tonnen FKW. Die Hauptanwendung des teilhalogenierten FCKW-142b ist der wasserabweisende und druckfeste Dämmschaum aus extrudiertem Polystyrol. Erst im Jahr 2015 sollen hier H-FCKW als Treibmittel der Vergangenheit angehören. Dabei wäre die klimaschonende Alternative sofort einsetzbar: Es handelt sich um einfaches CO2.

Die beiden Hauptanbieter auf dem deutschen Markt - DOW und BASF - benötigen strengere gesetzliche Vorgaben, damit sie endlich auf Alternativ-Produkte mit CO2 umsteigen, statt weiter H-FCKW-Produkte herzustellen. Das Problem: CO2-Dämmschäume sind rund fünf Prozent teurer. Bisher liefert DOW H-FCKW-frei nur aus seinem schwedischen Werk. Dort ist der H-FCKW-Einsatz in Dämmschäumen nämlich verboten. Das wäre auch in Deutschland längst möglich gewesen. Inzwischen haben, nach Verhandlungen mit Greenpeace, BASF und DOW zugesagt, bis 1998 auch in Deutschland H-FCKW-frei zu schäumen. Die FKWHersteller haben bei der Kunststoffschäumung wenig Glück. Das einfache Auswechseln von FCKW durch FKW ist hier gründlich mißlungen. Aus der Kühlschrankdämmung wurde FKW-134a sogar wieder zurückgezogen.

Nur in einem einzigen Fall haben sie es geschafft, sich ein Stück vom schwindenden Markt der Schaumtreibmittel zu sichern: PU-Montageschaum in Dosen. Montageschaum hat in den vergangenen Jahren andere Verfahren der Hohlraumausfüllung und der Befestigung von Fenstern, Türzargen und Rolladenkästen verdrängt. Heimwerker und professionelle Handwerker nutzen ihn gleichermaßen. Jährlich werden in Deutschland zehn Millionen solcher Dosen verkauft. Rund 14 bis 18 Prozent des Doseninhalts sind FKW, die als " Sicherheitstreibmittel" den Schaum herausbefördern. Drei Viertel der Dosen enthalten FKW-134a, etwa ein Viertel FKW-152a. Kein unwichtiger Unterschied: Das Treibhauspotential von 152a beträgt nur 460 gegenüber 3 300 von 134a.

Klimaschonende Alternativen... in Form von Kohlenwasserstoffen oder CO2 werden in den nächsten Jahren die FCKW beim Schaumstoff weitestgehend ablösen. Lediglich zu FKW-Treibmitteln im Montageschaum sind zur Zeit keine Alternativstoffe in Sicht. Sicherheitsgründe schreiben hier eine Begrenzung von leicht entzündlichen Treibmitteln wie Propan/ Butan auf 50 Gramm pro Kilo Doseninhalt vor und verlangen einen Zusatz von schwerer entflammbaren Treibgasen. Als solches scheidet CO2 aus, da es sich im flüssigen Schaum nicht löst. Somit bleibt es vorerst bei FKW. Allerdings gibt es klimaneutrale Alternativen zum Montageschaum selbst. In den meisten Fällen ist seine - ohnehin geringe - Dämmwirkung von untergeordneter Bedeutung. Daher reichen für Mauern und Wände einfacher Gips oder Fertigzement. Wer Dämmstoffe zum Ausfüllen braucht, kann z.B. Granulate, Spritzkork oder Mineralwolle verwenden.


Autoklimaanlagen

In den letzten Jahren hat die gesamte deutsche Autoindustrie einen unbändigen Drang nach Klimatisierung ihrer Fahrzeuge entwickelt. Warben früher nur Mercedes und BMW mit Klimaanlagen für frische Achselhöhlen, ziehen heute andere nach. Beispielsweise fährt bereits ein Viertel aller VW-GolfKunden einen Neuwagen mit Klimaanlage. Die neuen " Verbraucherwünsche" werden mit den vergangenen heißen Sommern erklärt. Zwei Millionen Fahrzeuge fahren noch mit einer alten FCKW-Anlage herum. Daraus entweichen jährlich 500 Tonnen Kältemittel. Seit 1994 füllt die Autoindustrie FKW-134a in die durchschnittlich 940 Gramm fassenden Neuanlagen. Das sind pro Jahr knapp 1 500 Tonnen, mit steigender Tendenz. Für das Jahr 2000 sagen industrienahe Studien eine Klimatisierung bei Neuwagen von 50 Prozent und beim Fahrzeugbestand von 30 Prozent voraus.

Der Kältemittelverbrauch wird von gegenwärtig 2 000 Tonnen (FCKW und FKW) auf 3 000 Tonnen FKW ansteigen. Ihr Treibhauspotential entspricht dann rund zehn Mio. Tonnen CO2. Das ist mehr als das Achtfache der Emissionen aller 50 deutschen Müllverbrennungsanlagen zusammen, die 1,2 Mio. Tonnen CO2 im Jahr erreichen. Fazit: Autoklimaanlagen heizen das Klima auf. Die FKW-Hersteller haben bei den Autoklimaanlagen ihr Traumziel erreicht. Die Autoindustrie hat nach kurzer Entwicklungszeit 1994 den Umstieg von FCKW-12 auf FKW-134a vollzogen. Problem: Die Autohersteller tauschen die alten FCKW-Anlagen nicht gratis aus, so daß noch bis zum Jahr 2000 Ozonkiller im Auto zum Alltag gehören werden. Außerdem bedeutet die " Alternative" FKW-134a auf längere Sicht keine Verbesserung, da es als intensives Treibhausgas für die Erderwärmung mitverantwortlich ist.


Klimaschonende Alternative... bei Autoklimaanlagen ist nur der Verzicht darauf. Jede Klimaanlage, egal mit welchem Kältemittel, erfordert zusätzlichen Spritverbrauch für ihren Betrieb und das zusätzliche Gewicht. Wenn aber absolut nicht auf Autoklimatisierung verzichtet werden kann - etwa im heißen Süden der USA -, muß zumindest ein klimaschonendes Kältemittel verwendet werden. Unter den diskutierten Verfahren kristallisiert sich neben dem Naturgasgemisch (Propan/Butan) zunehmend CO2 als Alternative heraus.



Asthmasprays Asthmakranke müssen mehrmals täglich lindernde Wirkstoffe in die Lunge inhalieren. Dafür tragen sie meist eine kleine Spraydose mit sich. Die darin verwendeten Treibmittel - 99 Prozent des Doseninhalts - sind FCKW, und zwar ausschließlich vollhalogenierte mit hohem Ozonzerstörungspotential und Treibhauseffekt. Sie haben mit den antiasthmatischen Wirkstoffen nichts zu tun und dienen allein als Arzneihilfsstoffe. Als solche genießen die sonst verbotenen FCKW ein europaweites Privileg: 1 000 Tonnen fabrikfrische FCKW vom Typ 11, 12 und 114 durften die Pharmafirmen allein in Deutschland 1995 in Dosiersprays zur Asthmabehandlung füllen - allen voran mit 800 Tonnen der Marktführer Boehringer Ingelheim. Bei Sprays gibt es kein Recycling. Verbrauch ist gleich Emission.

Für rund 40 Prozent der Ozonschichtzerstörung, die durch die FCKW-Emissionen des Jahres 1995 ausgelöst werden, sind Dosiersprays aus der Asthmabehandlung verantwortlich. Den Treibhauseffekt nicht zu vergessen: Er entspricht sieben Mio.Tonnen CO2. Die FKW-Hersteller boten der europäischen Pharmaindustrie keinen innovativen, sondern einen bequemen Weg zum FCKW-Ausstieg an: Umstieg auf FKW-134a oder, wenn es nach den Vorstellungen der deutschen Hoechst AG geht, FKW-227. Beide Treibmittel sind extreme Treibhausgase: FKW-134a hat den 3 300fachen, FKW-227 sogar den 4 500fachen GWP-Wert von CO2 (siehe Kasten S. 10). Die breite Markteinführung der FKW-haltigen Asthma-Sprays wird sich mindestens bis ins Jahr 2000 hinziehen. Pro Jahr bedeutet dies 1 000 Tonnen FKW-134a, sprich rund 3,3 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente.

Klimaschonende Alternativen... gibt es längst. Die Wirkstoffe, die Asthmakranke benötigen, lassen sich auch in Pulverform inhalieren. Dieses Verfahren ist in vielen Industrieländern inzwischen stärker verbreitet als die Sprays. In Schweden etwa inhalieren über 90 Prozent der Patienten mit Pulvergeräten, in Deutschland sind es dagegen erst zehn Prozent. Die internationalen Marktführer haben neben ihren FCKW-Sprays nur wenig in die Entwicklung von Pulvergeräten investiert. Deren Umständlichkeit war bisher eher dazu angetan, die Pulverinhalation in Verruf zu bringen. Dabei sind Pulvergeräte der neuen Generation, die auch in Deutschland von einigen wenigen Unternehmen angeboten werden, nicht nur umwelt-, sondern auch patientenfreundlich, weil sie ebenso einfach zu bedienen sind wie Sprays.



FCKW kein Thema mehr? Die Bundesregierung möchte glauben machen, das Thema FCKW sei für Deutschland erledigt. Sie rühmt sogar die " Erfolgsstory des deutschen Ausstiegs". Derartige Lobeshymnen sind jedoch fehl am Platz: Allein 1995 wurden hierzulande immer noch 12 000 Tonnen des Ozonkillers verbraucht. Erst im Jahr 2015 ist damit zu rechnen, daß keine ozonschichtschädigenden Stoffe mehr zum Neueinsatz kommen. Die Ausgasung " harter" FCKW aus Dämmschäumen - etwa in Gebäuden - wird noch bis in die zweite Hälfte des 21. Jahrhunderts mit jährlich über 1 000 Tonnen andauern. Deutschland ist über zwei Jahrzehnte lang FCKW-Großverbraucher gewesen.

FCKW aus Spraydosen, Mikroelektronik, Kältetechnik und Kunststoffschäumen sind zum großen Teil heute noch zur Ozonschicht unterwegs, denn ihr Aufstieg dauert rund zehn Jahre. Sie haben ihr Zerstörungswerk noch vor sich. So ist es umso dringender, jegliche Neu-Emissionen zu vermeiden. Greenpeace fordert: Alle FCKW, ob voll- oder teilhalogeniert, müssen in Deutschland umgehend verboten werden. Die bestehende FCKW-Halon-Verbots-Verordnung ist zu erweitern: Der Einsatz teilhalogenierter FCKW in Neuanlagen muß verboten und der Ausstieg bei Altanlagen bis zum Jahr 2000 vorgeschrieben werden. Und: Der FCKW-Ausstieg darf kein FKW-Einstieg sein.



Greenpeace fordert: National:

Eine Erweiterung der FCKW-Halon-Verbots-Verordnung: Der Einsatz teilhalogenierter (" weicher") FCKW in Neuanlagen muß verboten und der Ausstieg bei Altanlagen bis zum Jahr 2000 vorgeschrieben werden. Eine Verordnung, die den Einsatz der treibhauswirksamen FKW auf diejenigen Anwendungsgebiete beschränkt und nur befristet zuläßt, wo zur Zeit keine klimaschonenden Alternativen vorhanden sind. Der Nachweis, daß es keine klimaschonenderen Stoffe und Verfahren als FKW gibt, obliegt dem Anwender. Schärfere Zulassungsbestimmungen für Arzneimittel mit FCKW oder FKW. Sie dürfen nicht zugelassen werden, wenn nachweislich gleichwertige Alternativen verfügbar sind.

International:

Eine Verschärfung der EU-Verordnung über " Stoffe, die zum Abbau der Ozonschicht führen". Produktion und Anwendung teilhalogenierter FCKW sind spätestens ab 1998 einzustellen. Die Bundesregierung muß ihren Beitrag für den multi-lateralen Fonds zum Ausstieg der Entwicklungsländer aus Anwendung und Produktion von FCKW mindestens verdoppeln.

Das können Sie tun:

Achten Sie beim Kauf eines Gefriergerätes darauf, daß es kein Kältemittel FKW-134a enthält, sondern Naturgase. Kaufen Sie frische Ware statt Tiefkühlkost. Tiefkühlung in Lebensmittelmärkten wird noch fast ausschließlich mit FCKW betrieben. Fragen Sie in Ihrem Supermarkt nach, welches Kältemittel dort eingesetzt wird, und fordern Sie den Umstieg auf klimaschonende Alternativen. Sofern Sie bei der Anschaffung von klima- und kältetechnischen Anlagen (Gebäudeklima, Gewerbekälte usw.) mitentscheiden können, fordern Sie Verfahren ohne treibhauswirksame Kältemittel.
13 Dec 2004
21:48:56
Schnell
Butan-Kältemittel/ Kälteanlage

Im Anhang Info über Butan/Kältemittel, viel Erfolg! Gruss G.Krohne

http://www.boxer99.de/waermepumpen.htm#kältemittel

http://www.seilnacht.tuttlingen.com/Lexikon/Ozon.htm

http://www.boku.ac.at/iluet/tt/ttda.htm

http://www.fiz-karlsruhe.de/peu/izw/wp_dec95.html

http://www.spezialgase.de/spezialgasekatalog/glossar/F.html

13 Dec 2004
21:50:33
Krohne

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