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Empfehlungen Standard Planung Gebäudetechnik Haustechnik

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Empfehlungen Standard Planung Gebäudetechnik Haustechnik
Guten Abend, ich suche Infos √ľber -- Empfehlungen und Standards - "Geb√§udetechnik" in der Planungsphase! Vielen Dank Gruss Grasser

12 Dec 2004
23:37:26
Grasser
Empfehlungen Standard Planung Gebäudetechnik Haustechnik

Hallo, im Anhang Text und Link zu Ihrem Thema! Viel Erfolg Ernst



EMPFEHLUNG Geb√§udetechnik-Anlagen Inhaltsverzeichnis Seite 1. EINLEITUNG.....................................................................................................................1 2. KONZEPT WIRTSCHAFTLICHKEIT/OEKOLOGIE/ENERGIE................................2 Wirt 2 Oekologie ............................................................................................................................. 2 Energie . 3 3. TECHNISCHE VORGABEN...........................................................................................5 3.1 Elektro ........................................................................................................................ 5 Energie ........................................................................................................................ 5 Zentrale Starkstromanlagen........................................................................................... 5 Beleuchtung ................................................................................................................. 7 Telefonie/Kommunikation .............................................................................................. 9 Universelle Kommunikationsverkabelung ....................................................................... 9 Gefahrenmeldeanlagen................................................................................................12 Blitzschutzeinrichtungen und √úberspannungsschutzmassnahmen ..................................13 Massnahmen zur Vermeidung von Korrosionssch√§den ..................................................14 Wartung und Bedienung...............................................................................................15 Abnahmen...................................................................................................................15 3.2 Heizung......................................................................................................................15 Energie .......................................................................................................................15 Zulieferung Energietr√§ger, Lagerung.............................................................................15 Raumlufttemperaturen (Auslegungstemperaturen, Winterbetrieb)...................................16 W√§rmeerzeugung ........................................................................................................17 W√§rmeverteilung .........................................................................................................21 D√§mmungen................................................................................................................22 Wartung und Bedienung...............................................................................................22 Abnahmen...................................................................................................................22 3.3 L√ľftung .....................................................................................................................23 Energie .......................................................................................................................23 L√ľftungssysteme .........................................................................................................25 W√§rmer√ľckgewinnungs-Anlagen (WRG) ......................................................................27 D√§mmungen................................................................................................................28 Wartung und Bedienung...............................................................................................28 Abnahmen...................................................................................................................28 3.4 30 Energie .......................................................................................................................30 K√§ltesysteme...............................................................................................................30 R√ľckk√ľhlung ...............................................................................................................31 Abw√§rmenutzung.........................................................................................................32 D√§mmungen................................................................................................................32 Wartung und Bedienung...............................................................................................32 Abnahmen...................................................................................................................33 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Jan. 2000 Seite 3.5 Sanit√§r .......................................................................................................................34 Wasserverbrauch/Energie ............................................................................................34 Sanit√§rapparate...........................................................................................................34 Wasserversorgung/L√∂schsysteme ................................................................................35 Wassererw√§rmungsanlagen .........................................................................................36 Druckluftversorgung.....................................................................................................38 W√§rmer√ľckgewinnung..................................................................................................38 D√§mmungen................................................................................................................39 Wartung und Bedienung...............................................................................................39 Abnahmen...................................................................................................................39 3.6 MSRL-Technik............................................................................................................40 Konzept ......................................................................................................................40 Wartung und Bedienung...............................................................................................40 Abnahmen...................................................................................................................40 3.7 Betriebsoptimierung ..................................................................................................41 Ziel .............................................................................................................................41 Vorgehen ....................................................................................................................41 4. VERWENDETE ABK√úRZUNGEN...............................................................................42 5. VERWENDETE BEGRIFFE..........................................................................................45 ANHANG.47 . Einschl√§gige Gesetze, Vorschriften, Verordnungen, Weisungen, Normen, Empfehlungen im Bereich Haustechnik ..............................................................................47 . Einzeldokumente f√ľr die Beauftragten ................................................................................48 . Interne Einzeldokumente f√ľr die Haustechnik-Berater ........................................................49

1 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Jan. 2000 1. Einleitung Ziele Das Dokument legt f√ľr alle Haustechnik-Anlagen einen wirtschaftlichen Standard fest. Dabei werden neben der Erst-Investition auch die Betriebs- und Erhaltungskosten der Anlagen in der Wirtschaftlichkeit ber√ľcksichtigt. Die Empfehlungen weisen auf die weiterf√ľhrenden Unterlagen hin. Projektbezogene Anforderungen werden im Projektpflichtenheft definiert. Geltungsbereich Diese Empfehlungen gelten f√ľr alle Neu- und Umbauten, Instandsetzungs- und Instandhaltungsprojekte sowie Mietobjekte und Provisorien im Geltungsbereich der Verordnung √ľber das Immobilienmanagement und die Logistik des Bundes (VILB) und zwar √ľber alle Projektphasen. Einzelne Abschnitte (z.B. Raumtemperaturen) dienen auch der Betriebsoptimierung in der Bewirtschaftungsphase der Objekte. Pr√ľfung der Haustechnikkonzepte Die Vorgehensanweisungen und insbesondere die Genehmigungspflichten f√ľr Dokumente werden in den Organisationshandb√ľchern der Bau- und Liegenschaftsorgane geregelt. Adressaten Die Empfehlungen richten sich in erster Linie an die beauftragten Haustechnik-Ingenieure, aber auch an den Gesamtleiter und die √ľbrigen Mitglieder des Planungsteams. 2 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Januar 2000 2. Konzept Wirtschaftlichkeit/Oekologie/ Energie Wirtschaftlichkeit Kosten-Nutzen-Analyse Die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit und der Vergleich von Investitionsvarianten ist mit dem vom BBL zur Verf√ľgung gestellten Programm "Wirtschaftlichkeitsrechnung (WIRE) im Immobilienmanagement des Bundes" durchzuf√ľhren. Oekologie Umweltbelastung Die gr√∂sste Umweltbelastung verursacht ein Geb√§ude durch den Energieverbrauch der Haustechnik-Anlagen w√§hrend der Geb√§udenutzung. Die energetische Optimierung ist deshalb die wichtigste Massnahme zur Reduktion der Umweltbelastung. Diese hat nach untenstehender Priorit√§t zu erfolgen: - Bed√ľrfnisse der Benutzer sowie bauliche und gestalterische Konzepte sind kritisch zu hinterfragen und die Konsequenzen auf Umwelt/ Energie und Kosten aufzuzeigen - Generell sind die Voraussetzungen f√ľr einen niedrigen Energieverbrauch und einfache Haustechnik-Anlagen zu schaffen Integrale Planung Die "rationelle Verwendung von Energie" und der "√∂kologische Materialeinsatz" sind durch den Auftraggeber und das Planungsteam (Architekt, Bauingenieur, Haustechnikingenieure) gemeinsam anzugehen. Dabei gilt folgende Philosophie: - Optimale Abstimmung zwischen "Bau" und "Haustechnik" - Nur soviel Haustechnik wie notwendig einsetzen - Einfache und energetisch optimale Anlagen mit kurzen Versorgungswegen planen - Wartungsarme und wartungsfreundliche Anlagen planen - Langlebige Anlagenteile einsetzen - Kriterien f√ľr die Betriebsoptimierung in der Planung ber√ľcksichtigen Grundlagen Oekologie Eine Grundlage f√ľr den Einbezug der Oekologie bildet die SIA-Dokumentation D 0118 "Oekologie in der Haustechnik". Materialeinsatz Es sind Materialien zu verwenden, deren Zusammensetzung deklariert und deren Belastung im Materialkreislauf bekannt und gering sind. - Einzubeziehen ist der ganze Lebenszyklus von der Gewinnung der Rohstoffe √ľber die Herstellung, Verarbeitung und Nutzung bis zur Entsorgung der ausgedienten Anlagen. - Die Materialempfehlungen und Entsorgungswege sind nach der SIA-Dokumentation D 0118, Anhang 3, anzuwenden. 3 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Jan. 2000 - Weitere Informationen √ľber den √∂kologischen Materialeinsatz k√∂nnen den erfa info-Bl√§ttern der Koordination der Bau- und Liegenschaftsorgane des Bundes (KBOB) entnommen werden. Energie Bei der energetischen Optimierung des Beriebes haben Massnahmen zur Senkung des Energiebedarfes Vorrang vor der Verbesserung der Energieversorgung und der W√§rmeerzeugung. Energiebedarf Zielwerte F√ľr die Neu- und Umbauten werden f√ľr den Heizenergiebedarf und Elektrizit√§tsbedarf (L√ľftung/Klima) im Projektpflichtenheft Grenzwerte bzw. Zielwerte bei festgelegten Nutzungsbedingungen vorgegeben. Wenn die Wirtschaftlichkeit nachgewiesen werden kann, sind tiefere Werte anzustreben. Es gelten die Musterverordnung "Rationelle Energienutzung in Hochbauten" Bundesamt f√ľr Energie und Konferenz der kantonalen Energiefachstellen, "Energie im Hochbau" SIA 380/1 und "Elektrische Energie im Hochbau" SIA 380/4. W√§rmeverluste W√§rmegewinne Die W√§rmeverluste (z.B. Bauvolumen, Geb√§udeform, Zonierung, Fensteranteil, Konstruktion) und die W√§rmegewinne (z.B. Geb√§udestandort und -orientierung, Passive Sonnenenergienutzung) sind zu optimieren. Im Hinblick auf die Minimierung des Elektrizit√§tsbedarfes sind die baulichen Voraussetzungen f√ľr die Beleuchtung (z.B. Tageslichtnutzung, Raumgestaltung) und L√ľftung/Klima (z.B. Sonnenschutz, thermische Masse, Zonierung der R√§ume, Anordnung der L√ľftungsund Klimazentralen) zu schaffen. Die Ber√ľcksichtigung der effektiven internen W√§rmelasten (Personen, Betriebseinrichtungen, Beleuchtung) erm√∂glichen kosteng√ľnstige und energieoptimale L√ľftungs- und Klimaanlagen. Energie-Messkonzept Der Energieverbrauch ist im Hinblick auf einen rationellen Betrieb auszuwerten. Es sind die n√∂tigen Mess- und Registriereinrichtungen vorzusehen. Hiezu ist die Empfehlung "Energie-Messkonzept" massgebend. Eigene Elektrizit√§tsversorgung Folgende Technologien k√∂nnen gepr√ľft und soweit wirtschaftlich vertretbar und √∂kologisch sinnvoll eingesetzt werden: - Photovoltaik - Windgeneratoren - Kleinwasserkraftwerke 4 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Januar 2000 W√§rmeerzeugung Die Deckung des Heizenergiebedarfes hat optimal und in der nachstehenden Reihenfolge zu erfolgen: - Vorhandene Abw√§rme, soweit wirtschaftlich vertretbar und technisch m√∂glich, fach- und geb√§ude√ľbergreifend nutzen - Verteilverluste durch geschickte Standortwahl der Zentralen, Wahl der Betriebstemperaturen, Leitungsf√ľhrung und W√§rmed√§mmung minimieren - Erneuerbare Energien, soweit vertretbar, wie aktive Sonnenenergie, Umgebungsw√§rme (Grund-, See- oder Flusswasser, Geothermie) und Biomasse (Holz), einsetzen - Einsatz Fernw√§rme pr√ľfen - Fossile Energien in der Priorit√§t Erdgas, Erdoel einsetzen Folgende Technologien k√∂nnen gepr√ľft und soweit wirtschaftlich vertretbar und √∂kologisch sinnvoll eingesetzt werden: - Holzverbrennungsanlagen (St√ľckholz, Schnitzel oder Vergasung) - W√§rmepumpen (Antrieb elektrisch oder Verbrennungsmotor) - Sonnenkollektoren - W√§rme-Kraft-Koppelung (Antrieb wie Verbrennungsmotor, Dampf, Brennstoffzelle oder System Stirling) - Gasturbinenanlagen - Heizkessel Der Einsatz von W√§rme-Kraft-Koppelung ist vor allem bei mittleren und grossen Anlagen zu pr√ľfen. Dabei ist diese nur w√§rmegef√ľhrt zu planen und nur, wenn deren W√§rme w√§hrend der gesamten Betriebszeit sinnvoll genutzt werden kann. Grunds√§tzlich sind solche Anlagen nach dem Prinzip der "Maximalen Umweltschonung" zu konzipieren. 5 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Jan. 2000 3. Technische Vorgaben 3.1 Elektro Energie Energiekennzahlen Der beauftragte Haustechnikingenieur ist verpflichtet, durch fundierte Planung und Beratung seinen Teil zur Erreichung von tiefen Energiekennzahlen beizutragen. Hiezu ist das Kapitel 2.1 "Wirtschaftlichkeit/ Oekologie/Energie" besonders zu beachten. Zentrale Starkstromanlagen Erder Wahl des Erders Gem. NIN wird die Art des Erders grunds√§tzlich durch das energieliefernde Werk bestimmt. Es ist ein Fundamenterder zu erstellen. Kann kein Fundamenterder erstellt werden, kommen Band- oder Tiefenerder in Frage. Werden ausnahmsweise metallische Wasserleitungen als Erder verwendet, sind die Massnahmen zur Vermeidung von Korrosionssch√§den besonders zu beachten. Fundamenterder Als Fundamenterder ist, wenn immer m√∂glich, die Fundamentarmierung zu verwenden. Im Fundament ist nur dann ein seperates Erdband zu verlegen, wenn keine entsprechende Armierung vorhanden ist. Der Fundamenterder ist auch als Bestandteil des Hauptpotentialausgleichsleiters zu verwenden. Entsprechende Anschlussm√∂glichkeiten sind an allen relevanten Stellen vorzusehen. SEV-Leits√§tze Die Ausf√ľhrung des Fundamenterders hat gem. den SEV-Leits√§tzen zu erfolgen. Planung der Erderanlage Der Elektroplaner hat bei Beginn der Projektierungsarbeiten abzukl√§ren, ob die Fundamentarmierung als Erder verwendet werden kann, oder ob im Fundament ein separates Erdband verlegt werden muss. Es sind Planunterlagen zu erstellen, aus welchen s√§mtliche Anschlusspunkte f√ľr die Erdungs- und Potentialausgleichsleitungen und die Hochf√ľhrungs- resp. Anschlussstellen f√ľr die Ableitungen der Blitzschutzanlage ersichtlich sind. Ausf√ľhrung und Ueberwachung Das genehmigte Erderprojekt muss dem f√ľr die Ausf√ľhrung verantwortlichen Unternehmer vor Baubeginn √ľbergeben werden. Der mit der Ausf√ľhrung des Fundamenterders beauftragte Unternehmer ist zu instruieren. Die Kontrolle, dass der Fundamenterder entsprechend den SEV-Leits√§tzen ausgef√ľhrt wird, obliegt dem Elektroingenieur. Verbindliche Dokumente f√ľr die Ausf√ľhrung von Erderanlagen . NIN . Leits√§tze des SEV √ľber Fundamenterder . Dokument SEV "L√∂sungsm√∂glichkeiten f√ľr die Erdung mit 6 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Januar 2000 oder ohne Ben√ľtzung der Wasserleitung" . Richtlinien zum "Korrosionsschutz von erdverlegten metallischen Anlagen" der Korrosionskommission (SGKC2) Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) Planungshinweise Eine USV-Anlage ist erforderlich, wenn - die Stromversorgung unterbrechungsfrei erhalten bleiben muss (8 - 30 Minuten). - ein System in seiner Funktionst√ľchtigkeit durch EMV-Probleme beeintr√§chtigt wird und andere Massnahmen nicht zum gew√ľnschten Erfolg f√ľhren. Vor der Planung einer USV ist eine Risikoanalyse durchzuf√ľhren. F√ľr die Planung von USV-Anlagen sind die Merkbl√§tter des Bundesamtes f√ľr Energie (BFE) "USV f√ľr Planer" und "USV-Anlagen bis 10 kVA" zu ber√ľcksichtigen. Notstromversorgungsanlage (NSV) Planungshinweise Eine NSV-Anlage ist erforderlich, wenn die Stromversorgung √ľber l√§ngere Zeit erhalten werden muss (> 30 Minuten). Es ist eine Liste der unbedingt erforderlichen Verbraucher zu erstellen, wobei der Gleichzeitigkeitsfaktor zu beachten ist. Redundante Anlagen sind nur dort zu planen, wo es die Ausfallh√§ufigkeit des EW erfordert oder wo √§usserst wichtige Anlagen angespiesen werden. Wo ein W√§rmebedarf abgedeckt werden kann, ist zu pr√ľfen, ob ein BHKW oder ein Notstromaggregat mit Abw√§rmenutzung zu planen ist. Bei reinen Notstromanlagen (< 48 Std./a) sind weder Abw√§rmenutzung noch Katalysatoren einzubauen. Untertaganlagen Nebst dem Elektrizit√§tsgesetz und deren Normen sind die "Weisungen f√ľr elektrische Anlagen in Untertagbauten des VBS" (WeU) des Eidg. Starkstrominspektorates (ESTI) zu beachten. Abnahmen F√ľr Abnahmen und periodische Kontrollen ist das ESTI zust√§ndig. Das NIV-Protokoll ist Voraussetzung. NIV-Messungen im Ex-Bereich d√ľrfen nur mit Arbeitsbewilligung durchgef√ľhrt werden. Munitionslagerr√§ume 7 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Jan. 2000 Spezielle Weisungen Als zus√§tzliche Weisungen sind insbesondere die WeU und die "Weisungen f√ľr elektrische Anlagen in Munitionslagern des VBS" (WeM) des ESTI zu beachten. Arbeitsbewilligung F√ľr Arbeiten in R√§umen mit eingelagerter Munition ist eine Arbeitsbewilligung n√∂tig. Die entsprechenden Gesuche sind vom Spez.- Ingenieur an den Betreiber einzureichen (Form. Gesuch um Arbeitsbewilligung in Munitionsmagazinen des VBS/BABHE). Ex-Untertaganlagen Spezielle Weisungen Als zus√§tzliche Weisungen sind insbesondere zu beachten: WeU; WeT; Ex-Zoneneinteilung der SUVA; Verzeichnis Zulassung Exgepr√ľfte Materialien. Ex-Zonen Die Ex-Zonenpl√§ne sind zu ber√ľcksichtigen; wenn nicht vorhanden, sind sie nach Absprache mit dem Auftraggeber durch den Elektroingenieur zu erstellen. Die Genehmigungsstelle ist die SUVA. Arbeitsbewilligung F√ľr Arbeiten in Ex-Bereichen ist eine Arbeitsbewilligung erforderlich. Die entsprechenden Gesuche sind vom Spez.-Ingenieur an den Betreiber einzureichen (Form. Gesuch um Arbeitsbewilligung in Exgef√§hrdeten Tankanlagen des VBS/BABHE). Oberirdische Ex-Anlagen F√ľr diese Anlagen gelten die Massnahmen von ui-Ex-Anlagen sinngem√§ss. Beleuchtung Aus lichttechnischen, energetischen und wirtschaftlichen Gr√ľnden ist f√ľr B√ľros eine direkte Beleuchtung mittels Fluoreszenzleuchten anzustreben. F√ľr Werkst√§tten, Sportst√§tten usw. sind vorzugsweise Punktentladungslampen vorzusehen. 8 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Januar 2000 Randbedingungen Folgende Randbedingungen sind abzukl√§ren und schriftlich festzuhalten: 1. Nutzungsart Sehaufgabe 2. Gestalterische Komponente Geb√§udeart: klassizistisch, modern, dekorativ, technisch 3. M√∂blierungsplan Belegungskonzept, Layout 4. Tageslichtverh√§ltnisse Fensteranteil in % der Bodenfl√§che 5. Raumabmessungen L/B/H Raumfl√§che, Lichtpunkth√∂he Decke (0,7) / W√§nde (0,5) / Boden (0,2) / Mobiliar (Reflektionsgrad Richtwerte Euro Norm) Qualit√§tsziele Als Qualit√§tsziele f√ľr Beleuchtungsanlagen sind bei der Planung folgende Schwerpunkte zu ber√ľcksichtigen: - Hohe Mitarbeiterakzeptanz - Generell bildschirmtaugliche Beleuchtungen f√ľr B√ľrobereiche - Geringer Energieverbrauch und geringe W√§rmebelastung - Optimales Preis-Leistungsverh√§ltnis - Unterhaltsfreundliche und alterungsbest√§ndige Beleuchtungsanlagen G√ľtemerkmale Um gute Sehbedingungen zu schaffen, sind bei der Planung und Ausf√ľhrung folgende lichttechnische G√ľtemerkmale zu beachten: - Beleuchtungsst√§rke (mittlere Beleuchtungsst√§rke im Raum und Beleuchtungsst√§rke am Arbeitsplatz) - Leuchtdichteverteilung bei indirekt oder direkt-indirekt Beleuchtung an der Decke max. 400 cd/m2 (optimal 200 - 300 cd/m2) - Begrenzung der direkten und indirekten Blendung - Lichtrichtung und Schattigkeit - Lichtfarbe und Farbwiedergabe (Farbwiedergabe-Stufe 1) - Flimmerfreiheit B√ľro/Labor etc. (EVG), restliche Zonen (VVG) Anschlusswerte F√ľr die Anschlusswerte gelten die versch√§rften Richtwerte der SIAEmpfehlung "Elektrische Energie im Hochbau" 380/4. Leistungsbedarf Repr√§sentationsr√§ume pro 100 lx max. 3,4 W/m2. Beleuchtungsst√§rken Die nachstehenden Betriebswerte sind Richtwerte! Raum Betriebswerte Em in lx B√ľros 300 - 450 Sitzungszimmer, Schulungsr√§ume 350 - 450 Labor 350 - 450 Archive, Lagerr√§ume 150 - 300 Parkgaragen Verkehrszonen 50 20 - 100 Legende: Em = mittlere Beleuchtungsst√§rke in Lux Entscheidungsgrundlagen F√ľr die Beurteilung der Beleuchtungsprojekte sind folgende Unterlagen erforderlich: 9 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Jan. 2000 1. Projektpl√§ne 2. Prospekte oder Angaben √ľber vorgesehene Leuchten und Lichtquellen 3. EDV-unterst√ľtzte Berechnungen, typische R√§ume (oder detaillierte Berechnung) 4. Kosten-Nutzenanalyse Bei wesentlichen Aenderungen der Farbpalette und der Raumgestaltung ist die Beleuchtungsanalyse zu √ľberpr√ľfen und evtl. zu √ľberarbeiten. Halogen-Niedervoltleuchten Halogen-Niedervolt-Leuchten sind energie- und unterhaltsintensiv und daher zu vermeiden. Abschalten Es ist zu pr√ľfen, ob eine automatische Abschaltung wirtschaftlich ist. Die Schaltgruppen sind so zu unterteilen, dass diese nach Tageslichtanteil, Arbeitspl√§tzen usw. abgeschaltet werden k√∂nnen. Telefonie/Kommunikation Ausf√ľhrung von Kabelanlagen und Installationen erfolgen gem√§ss den Richtlinien f√ľr die Installation von Telekommunikationsanlagen des VSEI. Weitere Angaben sind im Projektpflichtenheft festgehalten. Universalverkabelung Die Realisierung der Telefonverkabelung gemeinsam mit der EDVVerkabelung soll gem√§ss Seite 2.2.8 dieser Empfehlung gepr√ľft werden. Generell ist f√ľr die Telefonie der Einsatz von Steckdosen und Stecker des Typs RJ 45 anzustreben. Beschaffung Telefonieeinrichtungen Die Auswahl der PSA, TVA und der Endger√§te erfolgen gem√§ss den "Richtlinien betreffend die Beschaffung von Fernmeldeger√§ten in der allgemeinen Bundesverwaltung" der EFV sowie den Konzepten KOMBV. Weitere Angaben sind im Projektpflichenheft festgehalten. Universelle Kommunikationsverkabelung Grundlagen . Bundesratsbeschl√ľsse √ľber die Kommunikation in der Bundesverwaltung (KOMBV 1-3) . Verordnung √ľber das Bundesamt f√ľr Informatik und Telekommunikation (BIT) und √ľber die Koordination der Informatik in der Bundesverwaltung vom 11.12.89 sowie der Technischen Weisung Nr. 8 Gegenstand und Zweck Gem√§ss den Bundesratsbeschl√ľssen √ľber die Kommunikation in der Bundesverwaltung KOMBV 1-3 ist f√ľr die √úbertragung von Informationen generell die Universelle Kommunikationsverkabelung (UKV) in 10 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Januar 2000 der gesamten Bundesverwaltung vorzusehen. Der gesamte Ablauf eines LAN-Projektes (Aktiv- und Passivkomponenten) ist in der TW Nr. 8 des BIT geregelt. Gegenstand Gegenstand sind alle baurelevanten Massnahmen und Projekte f√ľr UKV-Anlagen innerhalb des Geltungsbereichs. Nicht Gegenstand sind alle Aktivkomponenten des Netzes. Zweck . die Verbindlichkeitserkl√§rung der entsprechenden Europ√§ischen Normen EN 50173 . die Festlegung eines generellen, sparsamen Standards . das Sicherstellen der notwendigen Kompatibilit√§t und der Herstellerunabh√§ngigkeit . die verbindliche Regelung des Vorgehens in nachfolgenden ausgew√§hlten Sachfragen . das Hinweisen auf weiterf√ľhrende Unterlagen Standards Generell gelten f√ľr die EDV-technischen Standards bei UKV-Anlagen des Bundes die Bestimmungen der Europ√§ischen Norm EN 50173. Anschlussdichte Die Nutzungs-Standards werden massgeblich durch die Anschlussdichte definiert (= Anzahl Anschl√ľsse pro Arbeitsplatz). Die Anschlussdichte ist als Richtwert in der Empfehlung UKV festgelegt. Es gelten hierbei die folgenden Definitionen: Definition Arbeitsplatz Definition Anschluss . Arbeitsplatz: Die Anzahl Arbeitspl√§tze wird f√ľr jedes Vorhaben im Projekt- Pflichtenheft festgelegt. Dabei wird die zeitliche Belegung mitber√ľcksichtigt (z.B. Teilzeitarbeitspl√§tze). . Anschluss: Ein UKV-Anschluss besteht aus einem 8-adrigen Daten-Kabel, welches bei der Installation auf eine Anschlussdose vollst√§ndig aufgeschaltet ist. Anwendung Durch eine differenzierte Anwendung soll ein Kosten/Nutzenoptimierter Mitteleinsatz erreicht werden. Hierzu werden folgende Instrumente festgelegt: 1. Kriterien f√ľr differenzierte Anwendung 2. Wirtschaftliche Steuergr√∂ssen 3. Stufenweiser Ausbau Differenzierte Anwendung Die Kriterien f√ľr eine differenzierte Anwendung der Weisung lauten: . Bei absehbarer Nutzungs√§nderung, Gesamtsanierung oder Aufgabe des Objekts innert 6 Jahren oder weniger, ist eine Abkl√§rung der Wirtschaftlichkeit einer UKV-Anlage erforderlich. Allenfalls ist 11 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Jan. 2000 eine billigere Verkabelung zu w√§hlen oder auf die UKV zu verzichten. . Ist eine bestehende Verkabelung (Telefonie, EDV) noch mindestens 6 Jahre quantitativ und qualitativ gen√ľgend und nutzbar, ist ebenfalls eine Abkl√§rung der Wirtschaftlichkeit der UKV erforderlich. Zu pr√ľfen ist ein stufenweiser Ausbau der UKV. Wirtschaftliche Steuergr√∂ssen Zur Erreichung von Kosten/Nutzen-optimierten L√∂sungen bestehen wirtschaftliche Steuergr√∂ssen, z.B. Anschlussdichte und Kostenpauschalen pro Anschluss. Kennwerte √ľber Kosten pro Anschluss werden durch den Auftraggeber erhoben. Stufenweiser Ausbau Durch den stufenweisen Ausbau k√∂nnen am Einzelobjekt Vor- Investitionen f√ľr einen schwer absch√§tzbaren zuk√ľnftigen Bedarf vermieden werden. Andererseits sollen sp√§tere Nachr√ľstungen nicht erschwert und somit unn√∂tig verteuert werden. Dabei werden folgende Ausbaustufen unterschieden: . Grundausbau: Alle baulichen Vorkehrungen f√ľr die sp√§tere Installation einer UKV-Anlage werden getroffen (Verteilerr√§ume, Steigzonen, Trassees, Durchbr√ľche etc.) . Vollausbau: Grundausbau plus alle Passivkomponenten installiert und voll aufgeschaltet (Verteiler, Kabel, Steckdosen, Messungen, Dokumentation, Beschriftungen etc.) Informatikvorhaben Projekt-Organisation Projekte f√ľr Kommunikations-Verkabelungen k√∂nnen von zwei Seiten initialisiert werden. a. F√ľr ein Informatikvorhaben (z.B. LAN-Nachr√ľstung) sind die erforderlichen baulichen Voraussetzungen zu schaffen. Dazu geh√∂rt auch die Kommunikations-Verkabelung mit ihren Passiv- Komponenten (Kabel, Stecksysteme etc.). Bauvorhaben b. Bei einem Bauvorhaben (Neubau, Sanierung, Umnutzung etc.) ist innerhalb der geplanten baulichen Massnahmen auch die Kommunikations- Verkabelung vorzusehen. Projektorganisation F√ľr den baulichen Teil von Verkabelungs-Projekten gilt die Projektorganisation gem√§ss Immobilienverordnung (Aufbau- und Ablauf- Organisation). Koordination Bei Verkabelungs-Projekten ist √ľber alle Phasen des Projektverlaufs eine Koordination zwischen dem Bauprojekt (Passiv-Komponenten) und dem LAN-Informatikprojekt (Aktiv-Komponenten) notwendig. Die Koordinationsaufgabe nimmt der LAN-Projektleiter gem√§ss TW Nr. 8 durch Einsitz in die Betriebsprojekt-Organisation wahr. 12 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Januar 2000 Phasenweise Projekt-Optimierung F√ľr die phasenweise Optimierung der UKV-Projekte sind verschiedene L√∂sungsans√§tze in Varianten darzustellen, z.B. f√ľr die: . Kabelf√ľhrung . Lage, Dimensionierung und Einrichtung der Serverr√§ume etc. Die Varianten sind durch nachvollziehbare Nutzen/Kosten-Bewertungen anhand folgender Kriterien zu beurteilen: . Kosten (Baukosten, Unterhaltskosten, Betriebskosten etc.) . Nutzen (Lage der Anschl√ľsse, Sicherheit und Zuverl√§ssigkeit, Nachr√ľstbarkeit etc.) Als Betrachtungszeitraum f√ľr die Wirtschaftlichkeit der Verkabelungen gelten 12 Jahre. Dokumentation Ausf√ľhrung Universelle Kommunikationsverkabelung . Die Abnahme der UKV-Anlagen hat mit beidseitiger Messung und Protokollierung aller Anschl√ľsse zu erfolgen. . Die UKV-Anlagen m√ľssen zum Stand ihrer Installation und Inbetriebnahme vollst√§ndig dokumentiert werden. Erfolgen zu einem sp√§teren Zeitpunkt √Ąnderungen, so ist der Veranlasser (Auftraggeber) f√ľr die Nachf√ľhrung der Dokumentation verantwortlich. Gefahrenmeldeanlagen Es d√ľrfen nur vom Verband kantonaler Feuerversicherungen bzw. vom Schweizerischen Versicherungsverband gepr√ľfte Gefahrenmeldeanlagen an √∂ffentliche Interventionsstellen (Feuerwehr, Polizei, Alarmempfangsstellen der beauftragten Sicherheitsfirmen) angeschlossen werden. Bei den Erstellern dieser Anlagen muss es sich um eine von den obengenannten Verb√§nden anerkannte Fachfirma handeln. F√ľr Gefahrenmeldeanlagen, die nicht an √∂ffentliche Interventionsstellen angeschlossen werden, k√∂nnen handels√ľbliche Ger√§te mit hoher Verf√ľgbarkeit eingesetzt werden (T√ľrschliesskontroll- Anlagen, technische Alarme von betriebstechnischen Anlagen usw.). Massnahmenplanung Die Fachberater Sicherheit erstellen f√ľr jedes Projekt eine Massnahmenplanung, die, nebst den Anforderungen an die bauliche Sicherheit, Konzepte bez√ľglich Ueberwachungsumfang in Form von Prinzipschemas f√ľr die zu projektierenden Gefahrenmeldeanlagen enth√§lt. 13 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Jan. 2000 Kontrollen Sichtpr√ľfung Die Sichtpr√ľfung gibt dar√ľber Aufschluss, ob alle Vorschriften und vertraglichen Vereinbarungen eingehalten wurden. Funktionspr√ľfung Mit einem Pr√ľf- und Testverfahren soll der Nachweis erbracht werden, dass die installierte Gefahrenmeldeanlage ihren geplanten Zweck erf√ľllt. Die Funktionspr√ľfung hat das Zusammenwirken aller Systeme, Subsysteme, Melder und Sensoren aufzuzeigen. Bei Ger√§ten mit Empfindlichkeitseinstellung ist der jeweilige Wert in der Anlagendokumentation festzuhalten. Dokumentation Die Dokumentation muss die revidierten Ausf√ľhrungsunterlagen enthalten. Blitzschutzeinrichtungen und √úberspannungsschutzmassnahmen Einrichtungspflicht Die Pflicht zur Erstellung einer Blitzschutzanlage richtet sich grunds√§tzlich nach Art. 2.5.f.f der Leits√§tze √ľber Blitzschutzanlagen. F√ľr besondere Bauwerke wird die Erstellung einer Blitzschutzanlage im Projektpflichtenheft umschrieben. Massnahmen zur Vermeidung von Sch√§den durch Ueberspannungen Das Risiko von Ueberspannungssch√§den ist durch eine EMVkonforme Leitungsf√ľhrung und den Massnahmen des inneren Blitzschutzes gem√§ss den anerkannten Regeln der Technik auf ein Minimum zu begrenzen. Die zu treffenden Massnahmen im Zusammenhang mit universellen Verkabelungen von Kommunikationsanlagen (LAN) sind in den "Empfehlungen des KBOB √ľber Universelle Kommunikationsverkabelung" aufgef√ľhrt. F√ľr spezielle Objekte und Installationen ist ein entsprechendes, ausgewogenes Schutzkonzept zu erstellen. Richtlinien BBL √ľber das Vorgehen bei der Planung von Blitzschutzeinrichtungen als Erg√§nzung zu den SEV-Leits√§tzen In der Vorprojektphase ist abzukl√§ren, ob eine Blitzschutzanlage vorzusehen ist. Ist eine solche notwendig, ist ein umfassendes Blitzschutzprojekt entsprechend den SEV-Leits√§tzen √ľber Blitzschutzanlagen auszuarbeiten. Das Blitzschutzprojekt muss s√§mtliche Massnahmen des √§usseren und des inneren Blitzschutzes enthalten. Die zu treffenden Abkl√§rungen sind im Kapitel 10 der SEV-Leits√§tze im einzelnen aufgef√ľhrt. Die Ueberwachung der korrekten Ausf√ľhrung der Blitzschutzanlage obliegt dem Elektroingenieur. Die gesetzliche Abnahmekontrolle erfolgt bei Geb√§uden, bei denen das ESTI die Hausinstallationskontrolle gem. NIV durchf√ľhrt, ebenfalls durch das ESTI. In den √ľbrigen F√§llen erfolgt die gesetzliche Abnahmekontrolle durch die zust√§ndige kantonale Instanz. Ueber die ausgef√ľhrte Blitzschutzanlage ist eine bereinigte Dokumentation zu erstellen (Kapitel 11.1 SEV-Leits√§tze). 14 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Januar 2000 Verbindliche Dokumente SEV-Leits√§tze √ľber Blitzschutzanlagen, Erdungs- und Ueberspannungsschutzmassnahmen im Zusammenhang mit universeller Geb√§udeverkabelung. Massnahmen zur Vermeidung von Korrosionssch√§den Den Korrosionsproblemen ist gr√∂sste Beachtung zu schenken. Materialwahl Muss ein Erder im Erdreich verlegt werden, ist der Wahl des geeigneten Erderwerkstoffes gr√∂sste Beachtung zu schenken. Metallische Wasserleitungen Metallische Wasserleitungen m√ľssen in einer homogenen, nicht aggressiven Bettung verlegt werden (kein Bauschutt, Papier oder Holz). Wasserleitungen als Erder Ausf√ľhrung gem. NIN 5.4.2.2 Geb√§ude im Einflussbereich von Geleiseanlagen und f√ľr erdverlegte Tankanlagen F√ľr Geb√§ude im Einflussbereich von Geleiseanlagen und f√ľr erdverlegte Tankanlagen werden die notwendigen Massnahmen zur Verhinderung von Korrosionssch√§den im Einvernehmen mit dem Bahneigent√ľmer und dem ESTI durch den Auftraggeber festgelegt. Richtlinien Richtlinien zum Korrosionsschutz von erdverlegten metallischen Anlagen (Korrosionskommission). 15 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Jan. 2000 Wartung und Bedienung Wartung und Bedienung F√ľr jede Anlage ist durch den Elektroingenieur ein Wartungs- und Bedienungs-Konzept zu erarbeiten. Apparate mit geringem Wartungsaufwand und einfacher Bedienung sind zu bevorzugen. Zug√§nglichkeit Bei der Planung und Ausf√ľhrung ist darauf zu achten, dass eine gute Zug√§nglichkeit f√ľr den Unterhalt gew√§hrleistet ist. Abnahmen F√ľr die Abnahmen sind die SIA-Normen 118 und 380/7 verbindlich. Den Ablauf und die Formulare der Abnahmen legt der Auftraggeber in separaten Dokumenten fest. Pr√ľfung der Anlage Die Abnahme der Anlagen ist nach der SIA-Empfehlung durchzuf√ľhren, dazu sind die zutreffenden Abnahmeprotokolle zu verwenden. Messungen Die gesetzlich vorgeschriebenen Messungen erfolgen gem√§ss NIV. 3.2 Heizung Energie Energiekennzahlen Der beauftragte Haustechnikingenieur ist verpflichtet, durch fundierte Planung und Beratung seinen Teil zur Erreichung von tiefen Energiekennzahlen beizutragen. Hiezu ist das Kapitel 2.1 "Wirtschaftlichkeit/ Oekologie/Energie" besonders zu beachten. Die Heizungsanlage kann durch Tiefhaltung der Betriebstemperaturen, gute Anpassungsf√§higkeit an den Betrieb und optimale Regelbarkeit ihren Teil zu einer hohen Nutzung der Energie, respektive zu tiefen Energiekennzahlen beitragen. Elektrische Energie Beim Einsatz von elektrischer Energie ist auf einen m√∂glichst hohen exergetischen Nutzungsrad zu achten (Umwandlung in mechanische Energie, z.B. Antriebsenergie f√ľr W√§rmepumpen). Zulieferung Energietr√§ger, Lagerung Tankvolumen Das Tankvolumen ist in der Regel so zu bemessen, dass es einen Einjahresbedarf zu decken vermag. Bei unverh√§ltnism√§ssig hohen Tankbaukosten oder bei Platzmangel kann das Tankvolumen entsprechend reduziert werden. 16 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Januar 2000 Raumlufttemperaturen (Auslegungstemperaturen, Winterbetrieb) Geb√§ude- und Raumart ti ¬įC Geb√§ude- und Raumart ti ¬įC Wohngeb√§ude gem√§ss SIA 384/2 B√ľro- und Verwaltungsgeb√§ude gem√§ss SIA 384/2 Schulungsgeb√§ude B√ľros Laboratorien * Bibliothek, Aufenthaltsr√§ume Theorier√§ume, H√∂rs√§le Essr√§ume, Kantinen K√ľchen Gymnastik-, Fitnessr√§ume Material-, Vorbereitungsr√§ume Unterkunft, Retablieren Korridore, Treppenh√§user, WC, Putzr√§ume Schwimmhallen (ca. 2 ¬įC √ľber Wassertemp.) B√§der, Duschen, Garderoben Fabriken, Werkst√§tten B√ľror√§ume, Meisterb√ľros,Theorier√§ume Cafeteria, Aufenthaltsr√§ume Werkst√§tten (Feinmechanik, elektron. App.) Malerei-Vorbereitung Spritz- und Tr√∂ckner√§ume Schneider, Sattlerei Schlauchbootwerkstatt, Duschen Malerei, Garderoben Werkst√§tten (grobe Arbeit), Schreinereien Schlosserei, Spenglerei, Schweisserei W√§schereien Wagenwaschr√§ume Akkur√§ume, Stromaggregate WC-R√§ume, Korridore, Treppenh√§user Einstellhallen, Garagen (Fahrzeuge mit elektron. Ausr√ľstung) Motorr√§ume (Feuerwehr, Not-Stromgruppen) Einstellhallen, Garagen (normale Fahrzeuge) 20 20 20 20 20 16 - 18 16 16 16 15 26 22 20 20 20 20 bel√ľftet 20 20 18 16 16 16 15 15 12 5 5 unbeheizt Kasernen, Truppenlager B√ľros, Wache, Arrestlokal Aufenthaltsr√§ume, Duschen, Garderoben Theorie-, Instruktionsr√§ume Essr√§ume, Kantinen K√ľchen, Unterkunft, Retablieren Waschr√§ume Korridore WC, Treppenh√§user Lager, Depot, Magazin, Putzraum Einstellhallen, Garagen Krankenabteilungen Untersuchungs-, R√∂ntgenr√§ume B√§der, Duschen Labors, Vorbereitung, Therapie Krankenzimmer, Aufenthalts-, Essr√§ume Hallen, Korridore ** Treppenh√§user, WC ** K√ľchen Garage (Krankenauto) Milit√§rspit√§ler Operationsr√§ume √úbrige R√§ume gem√§ss Richtlinien f√ľr den Bau von Waffenpl√§tzen Spezialr√§ume Wire-Center Telefonzentrale Server-Raum ETH, EMPA, u.a.m. *** 20 20 18 18 16 16 15 12 12 unbeheizt 24 24 22 20 20 20 18 15 20 - 25 15 15 15 * nach speziellen Angaben ** wo keine speziellen Vorschriften *** gem√§ss Pflichtenheft Benutzer 17 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Jan. 2000 W√§rmeerzeugung Auslegungskriterien Systemwahl Es sind in der Regel zwei oder mehrere W√§rmeerzeugungssysteme einander gegen√ľberzustellen. Betriebstemperatur Es sind Niedertemperatur-Systeme (Vorlauftemperatur max. gem√§ss den kant. Energiegesetzen oder kleiner oder gleich 60 ¬ļC) zu planen. Tiefere Medientemperaturen (z.B. f√ľr monovalente W√§rmepumpenoder W√§rmer√ľckgewinnungs-Anlagen) in Absprache mit dem Auftraggeber. Einfache L√∂sungen Bei der Planung der Anlagen soll die Wirtschaftlichkeit, die gute Regelbarkeit sowie die einfache Wartung, Bedienung und Betriebsoptimierung im Vordergrund stehen. S√§mtliche Abkl√§rungen betreffend evtl. sp√§terem Ausbau der Anlage sind zu treffen. Anlagekomponenten Qualit√§tsvorschriften Angebotsformulare In bezug auf den Standard der Materialien gelten die "Allg. Materialvorschriften Heizung" der SWKI-Richtlinie 94-2B. In den Angebotsformularen ist darauf hinzuweisen. Typenpr√ľfung Es sind, soweit vorhanden, typengepr√ľfte Komponenten einzusetzen. Heizkessel Eine optimale Bemessung der Heizkessel muss √ľber den ganzen Leistungsbereich einen umweltfreundlichen Betrieb sowie einen hohen Wirkungsgrad gew√§hrleisten. Schaltintervalle Es sind vor allem m√∂glichst lange Schaltintervalle anzustreben. Kaskaden Mehrkesselanlagen sind mit einer Kaskadenschaltung auszur√ľsten (siehe auch Regelungen). Heizungskamine, Rauchrohre Querschnitte Die Kaminquerschnitte sind an Hand der Feuerungsleistung, Kesselart, Brennstoffart und Kaminh√∂he sorgf√§ltig zu berechnen. Materialwahl Es sind generell korrosions- und s√§urefeste Materialien einzusetzen. 18 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Januar 2000 Oel-Gasbrenner Leistungsregelung Bis 50 kW Kesselleistung sind im Normalfall 1-stufige, dar√ľber 2- stufige Brenner einzuplanen. Der Einsatz von modulierenden Brennern ist mit dem Auftraggeber abzusprechen. Oelleitungen Die Oelleitungen sind in √∂l- und s√§urefesten Kunststoffrohren zu f√ľhren. Es sind nur Einleitersysteme zugelassen. Gasbrenner und Gasleitungen Gasleits√§tze Die vom SVGW aufgestellten Richtlinien "Gasleits√§tze G 1d/ 1989" und "Richtlinien f√ľr Gasheizungen" sind einzuhalten. Zudem ist der √∂rtliche Gaslieferant f√ľr die Planung beizuziehen. Sicherheitseinrichtungen SWKI 93-1 Die sicherheitstechnischen Einrichtungen f√ľr Heizungsanlagen sind gem√§ss SWKI-Richtlinie 93-1 zu planen und auszuf√ľhren. Expansionsgef√§sse Offene Expansionsgef√§sse sind nur in begr√ľndeten Ausnahmef√§llen m√∂glich. Diese Gef√§sse sind mit einer minimen Wasserzirkulation zu betreiben, welche einerseits eine Sauerstoffaufnahme beschr√§nkt, anderseits ein Einfrieren des Gef√§sses verhindert. Sicherheitsventile F√ľr Anlagen mit √ľber 100 ¬ļC Betriebstemperatur sowie Holzfeuerungen sind gepr√ľfte Sicherheitsventile mit garantierter Abblaseleistung einzusetzen. Die Abblaseleitungen dieser Systeme sind ins Freie zu f√ľhren. Pumpenanlagen Gesamtwirkungsgrad Der nachstehende, h√∂here Gesamtwirkungsgrad der Pumpe (inkl. Antrieb und Motor) muss nach M√∂glichkeit w√§hrend e 50 % der j√§hrlichen Betriebsstunden im Minimum erreicht werden. Massenstrom in m3/h 0,36 - 3,6 3,6 - 36 36 - 360 Bereich < Nassl√§ufer Inline Sockelpumpen Gesamtwirkungsgrad √ß 0,1 - 0,25 0,2 - 0,5 0,5 - 0,75 Drehzahlregelung Bei Anlagen mit stark variierendem Volumenstrom sind Pumpen mit mehreren Drehzahlstufen oder Drehzahlregelung vorzusehen. 19 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Jan. 2000 Sockelpumpen sind am Druck- und Saugstutzen mit je einem Manometer mit Reiberhahn auszur√ľsten. Bei Einbaupumpen sind an Stelle von Manometern sogenannte "TWIN-Lock" Messnippel einzubauen. Hauptpumpen in Parallelschaltung m√ľssen mit automatischen R√ľckschlagventilen oder Motordrosselklappen (Absprache mit dem Auftraggeber) ausger√ľstet werden, um eine automatische Pannenumschaltung zu erm√∂glichen. Regelungen Priorit√§tenwechsel F√ľr mehrere W√§rmeerzeuger sind Folgeschaltungen mit der M√∂glichkeit des Priorit√§tsaustausches zu planen. Aussenregelung Heizgruppen, welche entsprechend der Orientierung, Art und Betriebsweise eines Geb√§udeteils festgelegt wurden, sind ausschliesslich mit autom. Regelungen in Abh√§ngigkeit von der Aussentemperatur auszur√ľsten. Einzelraumregelung Der Einsatz von Einzelraumregelungen in Kombination mit einem Leitsystem ist jeweils speziell zu begr√ľnden. Wassererw√§rmungs-Anlagen Wassererw√§rmungssysteme Ueber verschiedene Wassererw√§rmungssysteme ist in Zusammenarbeit mit dem Sanit√§ringenieur eine Kosten-Nutzenanalyse zu erstellen. Verteiler und Sammler Kubische Verteiler und Sammler sowie Rohr in Rohr Verteiler sind zu vermeiden (R√ľcklaufaufheizung bei Alternativ-Energie-Anlagen). Armaturen Abschliessungen F√ľr Abschliessungen bis Gr√∂sse 1_" sind Kugelhahnen einzusetzen, ab 2" und gr√∂sser Absperrklappen (ab NW 80 mit Handgetriebe) oder Schieber. Bei jedem Gruppenabgang m√ľssen, sofern Gruppenpumpen vorhanden sind, Regulierventile oder Regulierhahnen eingebaut sowie Abschliessungen vorgesehen werden. Entleerungen Zusammengefasste Gruppenentleerungen sind unzul√§ssig. F√ľllstation Die F√ľllstation ist mit Schlauchsattel, Hydrometer und Sicherheitsventil auszur√ľsten. Verteil- und Anschlussleitungen Rohre Sofern keine besonderen Bedingungen vorhanden sind, k√∂nnen schwarze geschweisste Gas- und Sieder√∂hren verwendet werden. F√ľr Heisswasser-, Dampf- und Heiss√∂lanlagen sind nahtlose Rohre 20 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Januar 2000 mit G√ľteattest einzusetzen; die Schweissn√§hte sind r√∂ntgensicher auszuf√ľhren (K√§lte- und K√ľhlwasserleitungen siehe 2.5 K√§lte). R√∂ntgenkontrolle Bei vorgenannten Systemen werden R√∂ntgenkontrollen an den Schweissverbindungen angeordnet. Schlechte Schweissungen l√∂sen automatisch die Kontrolle s√§mtlicher Verbindungen aus. Befestigungen Alle Leitungsbefestigungen m√ľssen gegen Schall√ľbertragung isoliert sein. Heizwasseraufbereitung Wasserqualit√§t SWKI-88-4 Die Qualit√§t des Heizungswassers ist an Hand der SWKI-Richt-linie 88-4 (Wasserbehandlung f√ľr Heizungs-, Dampf- und Klimaanlagen) festzulegen. Zus√§tzlich sind ebenfalls die Empfehlungen des KRW sowie die Bedingungen der Lieferanten von Komponenten (Kessel, Armaturen, Radiatoren) zu beachten. Glykol-Wassernetz Besondere Beachtung ist dem Glykol-Wassernetz zu schenken (gem√§ss SWKI-Richtlinien 89-1 und erfa info-Blatt 1/89 "Korrosion durch Frostschutzmittel"). Das Bef√ľllen resp. Betreiben einer Heizungsanlage mit einem Wasserglykolgemisch (z.B. Bauheizung im Winter) ist nur im √§ussersten Notfall gestattet. Korrosionsschutz Heizungsleitungen S√§mtliche Leitungen sind nach erfolgter Montage mit einem geeigneten Rostschutzanstrich zu versehen (sichtbare, unged√§mmte Leitungen in Absprache mit der Bauleitung). K√§lte- und K√ľhlwasser- Leitungen Bei K√§lte- und K√ľhlwasserleitungen m√ľssen die verschiedenen Anstriche f√ľr die Vor- und Nachbehandlung der Rohre und die Ansetzstoffe der D√§mmung bez√ľglich gegenseitiger chemischer Vertr√§glichkeit aufeinander abgestimmt sein. 21 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Jan. 2000 W√§rmeverteilung Heizk√∂rper S√§mtliche Heizk√∂rper sind mit Ventil, absperr- und regulierbarer R√ľcklaufverschraubung sowie mit Entl√ľftungs- und Entleerhahnen auszur√ľsten. Versenkte Bodenkonvektoren sind nur in begr√ľndeten Ausnahmef√§llen einzusetzen. Thermostatventile Als Erg√§nzung zur Aussentemperaturregelung ist in der Regel der Einsatz von Thermostatventilen zwingend (Beh√∂rdenmodell, d.h. F√ľhlerk√∂pfe, die nicht vors√§tzlich verstellt und besch√§digt werden k√∂nnen). Fernleitungen S√§mtliche Fernleitungen m√ľssen mit nahtlosen Gas- und Siederohren ausgef√ľhrt werden. Es ist abzukl√§ren, ob ein G√ľteattest, z.B. bei Heisswasser und Dampfleitungen, erforderlich ist. Eine R√∂ntgenkontrolle der Schweissn√§hte ist obligatorisch. Befestigungen Die Befestigungen (Aufh√§ngungen oder Abst√ľtzungen) sind so zu konstruieren und anzubringen, dass sich die Rohre ungehindert ausdehnen k√∂nnen. Ebenso m√ľssen die Befestigungen eine ungehinderte Gleitm√∂glichkeit der Rohre gew√§hrleisten. Kompensatoren Werden Kompensatoren verwendet, sind auf jeder Anschlusseite zwei gut verankerte F√ľhrungen anzubringen. Fixpunkte, Gleitlager und Aufh√§ngungen m√ľssen eine entsprechend stabile Konstruktion aufweisen. Die Konstruktionsart der Aufh√§ngungen, Abst√ľtzungen und Fixpunkte ist f√ľr alle Fachgebiete zu koordinieren. Druckprobe Vor dem D√§mmen der Fernleitungen ist eine 24st√ľndige Druckprobe vorzunehmen und die Schweissn√§hte sind auf eventuelle Lecks zu untersuchen. Leckwarnger√§te Bei erdverlegten Fernleitungen sind die Leckwarndr√§hte auf Dosen zu f√ľhren (kein Leckwarnger√§t). Fernleitungsabschliessungen F√ľr die Fernleitungsabschliessungen sind Flanschenventile oder Klappen zu verwenden; die Abschliessungen sind so anzuordnen, dass eine partielle Entleerung m√∂glich ist. 22 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Januar 2000 D√§mmungen SIA 380/3 SWKI 94-2B Die Planung und Ausf√ľhrung hat nach SIA-Empfehlung 380/3 und der SWKI-Richtlinie 94-2B zu erfolgen. Sind in kantonalen Energiegesetzen dickere D√§mmungen festgelegt, sind diese anzuwenden. Bei K√§lteleitungen im Klimabereich gilt als minimale D√§mmdicke 30 mm. SIA 183 Es sind nur D√§mmaterialien nach der SIA-Empfehlung 183 mit Brennbarkeitsgrad mind. 5 und Qualmgrad mind. 2 zugelassen. Heiztemperaturen > 90¬įC Bei Mediumstemperaturen > 90¬įC ist die Ausf√ľhrung und D√§mmst√§rke nach wirtschaftlichen Aspekten auszulegen. Ummantelung Grunds√§tzlich sind nur bei Heisswasser-, Dampf- und Heiss√∂l-Anlagen, Apparaten, Verteilerbalken und Beh√§ltern Alu-Blech-Ummantelungen vorzusehen. F√ľr alle √ľbrigen Ummantelungen sind recyclierbare Folien einzusetzen. Wartung und Bedienung Wartung und Bedienung F√ľr jede Anlage ist durch den Heizungsingenieur ein Wartungs- und Bedienungs-Konzept zu erarbeiten. Apparate mit geringem Wartungsaufwand und einfacher Bedienung sind zu bevorzugen. Zug√§nglichkeit Bei der Planung und Ausf√ľhrung ist darauf zu achten, dass eine gute Zug√§nglichkeit f√ľr den Unterhalt gew√§hrleistet ist. Abnahmen F√ľr die Abnahmen sind die SIA-Normen 118, 380/7 und 384/1 verbindlich. Den Ablauf und die Formulare der Abnahmen legt der Auftraggeber in separaten Dokumenten fest. Pr√ľfung der Anlage Die Abnahme der Anlagen ist nach der SWKI-Richtlinie 96-5 durchzuf√ľhren, dazu sind die zutreffenden Abnahmeformulare zu verwenden. 23 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Jan. 2000 3.3 L√ľftung Energie Energiekennzahlen Der beauftragte Haustechnikingenieur ist verpflichtet, durch fundierte Planung und Beratung seinen Teil zur Erreichung von tiefen Energiekennzahlen beizutragen. Hiezu ist das Kapitel 2.1 "Wirtschaftlichkeit/ Oekologie/Energie" besonders zu beachten. Die Speicherung des Geb√§udes, die nat√ľrlichen L√ľftungsm√∂glichkeiten und die Nachtl√ľftung zur K√ľhlung sind zu nutzen. Wo es zweckm√§ssig ist, sollen Simulationsprogramme angewendet werden. Raumluftstr√∂me sind gezielt an den Verbrauchsort zu f√ľhren. Die Luftmengen sind soweit als m√∂glich zu reduzieren. Schadstoffe nicht in R√§umen oder Geb√§uden verteilen, sondern direkt abf√ľhren. Die Raumluftbedingungen sind wenn m√∂glich mit nat√ľrlicher L√ľftung zu erreichen. Mechanische L√ľftungsanlagen sind nur dort vorzusehen, wo dies erforderlich ist. Gr√ľnde dazu k√∂nnen sein: - Ueberm√§ssige interne W√§rmebelastung - Vorschriften - Schadstoffbelastung (SUVA, BAG) inkl. Strahlenbelastung - Sicherheitsgr√ľnde (SUVA, BAG, BBL Labornorm) - Hygienische Gr√ľnde - Geruchsbelastung - Extreme Feuchtebelastung - Extreme externe Schallbelastung - Innenr√§ume, wo nat√ľrliche L√ľftung unm√∂glich ist - Versuchsr√§ume oder andere R√§ume mit engen klimatischen Bedingungen Luftmengen Die Luftmengen sind nach anerkannten schweizerischen Empfehlungen und Richtlinien (SIA, SWKI, SUVA usw.) zu berechnen. Die Annahme von spezifischen Luftwechseln ist nur dort zugelassen, wo eine andere Berechnungsart nicht m√∂glich ist. Die Berechnungen sind detailliert und nachvollziehbar vorzulegen. Generell ist auf eine effiziente L√ľftung der R√§ume speziell zu achten (Optimierung der Luftf√ľhrung). Die Ausn√ľtzung der Temperaturschichtung und des nat√ľrlichen Auftriebs ist soweit m√∂glich zu nutzen (Quelluftausl√§sse, Pultkantenl√ľftungen in H√∂rs√§len usw.). Raumluftbedingungen Grunds√§tzlich sind die Raumluftbedingungen gem√§ss SIA 382/1 einzuhalten. Andere Raumluftbedingungen sind aus dem Raumdatenblatt zu entnehmen. K√ľhlung F√ľr die K√ľhlung ist ein Bedarfsnachweis gem. SIA 382/3 zu erbringen. K√ľhllastberechnung Die Berechnung der K√ľhllast ist nach SIA 382/2 oder dynamisch nach DOE-2 (oder gleichwertige Methode) vorzunehmen. 24 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Januar 2000 Elektrizit√§tsbedarf Der Elektrizit√§tsbedarf f√ľr L√ľftung ist durch Optimierung der bel√ľfteten Fl√§che, der Leistung (Volumenstrom, Druckverlust, Motorund Ventilatorwirkungsgrad) und der Vollaststunden (bedarfsabh√§ngige Steuerung/Regelung) zu minimieren. Der Elektrizit√§tsbedarf f√ľr K√ľhlung ist durch Optimierung der klimatisierten Fl√§che, der Leistung (W√§rmeabfuhr mit Luft oder Wasser, Temperaturniveau, Wirkungsgrad K√§lteerzeugung) und der Vollaststunden (bedarfsabh√§ngige Steuerung/Regelung) zu minimieren. Anlagekomponenten Qualit√§tsvorschriften Angebotsformulare In bezug auf den Standard der Materialien gelten die "Allg. Materialvorschriften L√ľftung/Klima" der SWKI-Richtlinie 92-2B. In den Angebotsformularen ist darauf hinzuweisen. Gesamtwirkungsgrad Der nachstehende Gesamtwirkungsgrad des Ventilators (inkl. Antrieb und Motor) muss w√§hrend e 50 % der j√§hrlichen Betriebsstunden im Minimum erreicht werden. Luftstrom in m3/h 2‚Äô500 5‚Äô000 10‚Äô000 e 15‚Äô000 Gesamtwirkungsgrad √ß 0,525 0,55 0,6 0,65 Besonderes Im weitern sind folgende Punkte zu beachten: - gute Zug√§nglichkeit - ausreichender Korrosionsschutz - Ersatzmaterial (Servicestelle in der Schweiz) Spezielle Anlagen in Werkst√§tten L√∂sungsunterlagen sind vorhanden f√ľr: - CO-Absaugungen inkl. Adapter - B√§der√ľberblasungen und Absaugungen - Arbeitsplatz-, Maschinen- und Werkzeugabsaugungen f√ľr Holz, Metall und Kunststoff 25 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Jan. 2000 L√ľftungssysteme Systemwahl Die Wahl des geeigneten Anlagesystems ist sorgf√§ltig vorzunehmen. Ist das System nicht zum vornherein gegeben, so nebst der Wirtschaftlichkeits- Berechnung auch ein Vergleich aller in Frage kommender Anlagesysteme zu erstellen: - Bauliche M√∂glichkeiten - Regelbarkeit - Erweiterungsm√∂glichkeit (sofern notwendig) - Zugsfreiheit/Behaglichkeit (sofern verlangt) - Betriebserfahrung Quell√ľftung Verdr√§ngungsl√ľftungs-Systeme sind zu bevorzugen. Im Sinne des Energiesparens sind Luftmengen soweit verantwortbar zu minimieren. Grunds√§tze _ SIA 382/1 bzw. 3 sind anzuwenden. K√ľhlsysteme Umluftk√ľhler Die anfallende Abw√§rme in den R√§umen ist in der Regel leitungsgebunden abzuf√ľhren (Umluftk√ľhler). K√ľhlung √ľber die Luft (L√ľftungsanlagen) soll nur in Ausnahmef√§llen (wo dies z.B. effizienter ist) vorgenommen werden. Adiabatische K√ľhlung F√ľr die Vork√ľhlung der Zuluft ist die adiabatische K√ľhlung zu √ľberpr√ľfen. Hygienische Aspekte Zielsetzung Eine gute Raumluftqualit√§t sicherstellen. Ausgangspunkte (Quellen) von Verunreinigungen vermindern (Rauchverbote, usw.) Schadstoffe (gasf√∂rmige Ausstr√∂mungen, usw.) sind wenn m√∂glich bereits nahe am Entstehungsort abzusaugen. Vermeiden, dass sich Geruchsstoffe mit der Raumluft vermengen oder verd√ľnnen. Ein anforderungsgerechtes (stufengerechtes) Filtrieren der Aussenluft und wenn n√∂tig der Fortluft ist sicherzustellen. Umweltschutz Die Ausstr√∂mungen (Ausstoss von Schadstoffen) sind zu kontrollieren, um Immissionen soweit wie m√∂glich zu verhindern. Befeuchtung Systemwahl Befeuchtungsanlagen zu Komfortzwecken sind nicht gestattet (SIA 382/1 und SIA 382/3). Der Einbau ist nur gestattet, wenn dies aus betriebs- oder arbeitstechnischen Gr√ľnden erforderlich ist. Die adiabatische Befeuchtung ist zu bevorzugen. Bei hohen hygienischen Anforderungen ist eine Dampfbefeuchtung zu pr√ľfen. Bei komplexen Anlagen m√ľssen die verschiedenen Systeme mittels einer Wirtschaftlichkeitsrechnung miteinander verglichen werden. Wenn wirtschaftlich vertretbar, sind Ultraschallbefeuchter oder Kaltdampfbefeuchter anzuwenden. 26 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Januar 2000 Legionellen Luftw√§scher und Zerst√§uber-Befeuchter sind mit Ultraviolett-Lampen auszur√ľsten. Mattenbefeuchter d√ľrfen aus hygienischen Gr√ľnden nur in begr√ľndeten Ausnahmef√§llen eingesetzt werden. Steuerung und Regelung Systemwahl F√ľr die Steuerung und Regelung sind jeweils auch DDC- bzw. SPSL√∂sungen miteinzubeziehen. Dabei sind neben dem Kostenvergleich (wirtschaftliche L√∂sungen) auch zuk√ľnftige Entwicklungen von Geb√§uden etc. mitzuber√ľcksichtigen. Der Einsatz eines Leitsystems ist dabei eine nicht zwingende Voraussetzung. Analogregler sind, solange technisch noch zeitgem√§ss, insbesondere in Einzelgeb√§uden mit einfachen L√ľftungs- oder Klimaanlagen mitzuvergleichen. Energiesparschaltung F√ľr die Schaltung, Steuerung und Regelung von L√ľftungs- und Klimaanlagen sind energiesparende Regime und Systeme zu w√§hlen. F√ľr die R√§ume sind vor allem bei mittleren und gr√∂sseren Geb√§uden mit hohen Luftmengen bzw. gr√∂sserem Energieaufwand benutzerabh√§ngige Steuerungen zu w√§hlen. Im besonderen sind f√ľr H√∂rs√§le, Films√§le, etc. Mischgasf√ľhler bzw. CO2-F√ľhler, f√ľr Seminarr√§ume, etc. Pr√§senzf√ľhler und f√ľr Einzelr√§ume Taster mit Timer einzuplanen. Ebenso sind andere R√§ume wie Garderoben, WC, etc. sinngem√§ss ebenfalls energiesparend zu regeln oder zu steuern. Konzepte Die Regelungs- und Steuerungs-Konzepte sind mit dem Auftraggeber abzusprechen. F√ľr jedes Projekt m√ľssen neben dem Prinzipschemata mit Funktions-Diagrammen detaillierte Regulierungs-Beschriebe ausgearbeitet werden. Frostschutzsteuerung Anordnung Das Frostschutzgeh√§use muss ausserhalb des Luftstromes eher in tieferer oder n√§herer Temperatur als der Messf√ľhler liegen. Ausnahme: Bei Monoblock-Aufstellung im Freien. Ausserhalb des Kanals resp. Monoblocks muss vor dem Frostschutzgeh√§use eine Messschlaufe von ca. 10 cm L√§nge (d.h. Kapillarrohrl√§nge von ca. 20 cm) im warmen Raumteil installiert werden, um Funktions-Tests durchf√ľhren zu k√∂nnen. Frostschutzthermostat direkt nach Vorw√§rmer bzw. vor dem K√ľhler montieren. Jeder spezielle Fall ist zu besprechen. Funktion Der Frostschutzthermostat muss auch bei abgestellter Anlage aktiv sein. Anlaufverhalten Unter 0¬įC Lufterhitzerpumpe ein (WRG ein) - Aussenluftklappe auf - Umluftklappe auf - Ventilator (bei gr√∂sseren Anlagen verz√∂gert) ein. 27 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Jan. 2000 Anfahrtf√ľhler im Frostschutzthermostat h√§lt eine konstante Lufttemperatur von 8 - 10¬įC (progressive Regulierung). Frostverhalten Ventilator aus - Aussenluftklappen zu - Umluftklappe auf - Internpumpe ein (WRG-Pumpe ein) - Heizventil auf. Sofern vorhanden: K√ľhlerpumpe ein, Kaltwasserventil zu. Die Internpumpe l√§uft weiter und die Anlage bleibt ausgeschaltet, bis das Bedienungspersonal die St√∂rung √∂rtlich quittiert hat (Selbsthaltung). Sicherheitsanforderungen Elektrische Schutzarten Gem√§ss DIN 40'050 und IEC-Norm 598-1. Entsprechende Terminologie (Selbsthaltung) ist anzuwenden. Ex-Zonen Gem√§ss Merkblatt SUVA Form. 2153 d. Ex-Zonenpl√§ne sind zu ber√ľcksichtigen. Ex-Zonenpl√§ne werden durch Elektroingenieur erstellt. Genehmigungsstelle SUVA Luzern. W√§rmer√ľckgewinnungs-Anlagen (WRG) WRG-Anlagen sind in allen L√ľftungs- und Klimaanlagen vorzusehen, wo dies aus energetischen und wirtschaftlichen Gr√ľnden sinnvoll ist oder durch die kantonalen Gesetze vorgeschrieben wird. Wo notwendig, ist auch der Feuchter√ľckgewinn mitzuber√ľcksichtigen. Der Verzicht auf den Einbau einer WRG-Anlage ist zu begr√ľnden. Jedoch sind in die wirtschaftliche Betrachtung auch mit einzubeziehen, ob andere g√ľnstigere Abw√§rmequellen zur Verf√ľgung stehen. Es ist zu pr√ľfen, in wieweit Umluft zur Wiederverwendung eingesetzt bzw. genutzt werden darf. Die Betriebszeit und hygienischen sowie sicherheitstechnischen Aspekte sind mitzuber√ľcksichtigen. Systemwahl Die Wahl des WRG-Systems ist gem√§ss der SWKI-Richtlinie 89-1 vorzunehmen. Optimierung WRG Der Planer hat bei der Auslegung einer Anlage einen Jahresnutzungsgrad von 70 % * (Richtwert) zugrunde zu legen. Er hat die Aufgabe, diesen Wert h√∂her anzusetzen, wenn dies die Betriebsumst√§nde der Anlage rechtfertigen. Er muss dies aber mit der Wirtschaftlichkeitsrechnung (inkl. externen Ko sten), mit g√ľnstigsten Jahreskosten betrachtet auf die Lebensdauer der Anlage, nachweisen. Der Planer hat die Wirtschaftlichkeitsberechnung bereits in der Projektphase vorzunehmen. Die Anlage muss immer innerhalb der maximalen Lebensdauer amortisiert werden. Ein tieferer Wert ist bei Anlagen mit sehr geringem Jahresbetrieb (<1000 h) zul√§ssig. Bei ganz kleinen Anlagen (<700 m3/h) oder kurzem Betrieb (<400 h) kann auf die WRG ganz verzichtet werden. Alle Investitionsmehr- und Minderkosten (auch heizungsseitig) sind in der Berechnung mitzuber√ľcksichtigen. 28 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Januar 2000 Bei komplexeren Anlagen mit variabler Geb√§udenutzung ist ein Geb√§udesimulationsprogramm (z.B. DOE-2) zur Berechnung einzusetzen. * kantonale Energiegesetze haben aber Vorrang Ausschreibung Die Ausschreibung der WRG-Anlage ist grunds√§tzlich nach der Richtlinie SWKI 89-1 vorzunehmen. Als Vorgabe muss neben dem min. Jahresnutzungsgrad auch der min. Nettoenergier√ľckgewinn eingetragen werden. In der Ausschreibung sind alle f√ľr die Berechnung notwendigen Daten vollst√§ndig anzugeben (wie Betriebsart und -zeit, Energietarife usw). Der Unternehmer und dessen Unterlieferanten haben neben dem effektiven Nettoenergier√ľckgewinn den Wirkungsgrad bei verschiedenen Aussentemperaturen anzugeben. Diese Werte dienen zur √úberpr√ľfung der Leistung der angebotenen WRGAnlage. Computerausdr√ľcke der Hersteller sind zugelassen. Glykol-Wassernetz Besondere Beachtung ist dem Glykol-Wassernetz zu schenken (gem√§ss SWKI-Richtlinien 89-1 und erfa info 1/89 "Korrosion durch Frostschutzmittel"). Alle Schnittstellen sind abzusprechen. Leistungsmessungen Bei WRG-Anlagen mit einer Leistung von > 50 kW sind permanente WRG-Leistungsmessungen vorzusehen. D√§mmungen SIA 380/3 SWKI 94-2B Die Planung und Ausf√ľhrung hat nach SIA-Empfehlung 380/3 und der SWKI-Richtlinie 94-2B zu erfolgen. Sind in kantonalen Energiegesetzen dickere D√§mmungen festgelegt, sind diese anzuwenden. SIA 183 Es sind nur D√§mmaterialien nach der SIA-Empfehlung 183 mit Brennbarkeitsgrad mind. 5 und Qualmgrad mind. 2 zugelassen. Wartung und Bedienung Wartung und Bedienung F√ľr jede Anlage ist durch den L√ľftungsingenieur ein Wartungs- und Bedienungs-Konzept zu erarbeiten. Apparate mit geringem Wartungsaufwand und einfacher Bedienung sind zu bevorzugen. Zug√§nglichkeit Bei der Planung und Ausf√ľhrung ist darauf zu achten, dass eine gute Zug√§nglichkeit f√ľr den Unterhalt gew√§hrleistet ist. Abnahmen F√ľr die Abnahmen sind die SIA-Normen 118, 380/7 und 382/1 verbindlich. Den Ablauf und die Formulare der Abnahmen legt der Auftraggeber in separaten Dokumenten fest. 29 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Jan. 2000 Pr√ľfung der Anlage Die Abnahme der Anlagen ist nach der SWKI-Richtlinie 96-5 durchzuf√ľhren, dazu sind die zutreffenden Abnahmeformulare zu verwenden. 30 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Januar 2000 3.4 K√§lte Energie Energiekennzahlen Der beauftragte Haustechnikingenieur ist verpflichtet, durch fundierte Planung und Beratung seinen Teil zur Erreichung von tiefen Energiekennzahlen beizutragen. Hiezu ist das Kapitel 2.1 "Wirtschaftlichkeit/ Oekologie/Energie" besonders zu beachten. K√§ltesysteme Systemwahl Bei der Bestimmung der Gr√∂sse einer K√§lteanlage ist die effektive, maximale Leistung der Verbraucher unter Einbezug der Gleichzeitigkeit der Einzelanlagen zu ermitteln. Reserven sind offen auszuweisen und von Fall zu Fall festzulegen. Bei der Wahl des K√§ltesystems sind folgende Kriterien in einem Variantenvergleich mit einzubeziehen: - Leistungsnachweis bei 100 % K√§lteleistung (Max. zul√§ssige Minderleistung minus 5 %) - Leistungsziffer bei 100 % K√§lteleistung (Max. zul√§ssige Toleranz minus 5 %) - Teilleistungsverhalten bei 75 %, 50 %, 25 % der K√§lteleistung - Betriebsverhalten - Erfahrungen, Referenzanlagen Kaltwasserspeicher Bei mittleren und gr√∂sseren Anlagen sind Kaltwasserspeicher vorzusehen. Sie sind einerseits derart zu dimensionieren, dass die K√§ltemaschine nicht mit mehr als 3 Schaltintervallen pro Stunde betrieben wird. Anderseits haben die Kaltwasserspeicher einen Notbetrieb, √ľber eine festzulegende Zeitspanne bei Ausfall der K√§ltemaschine, zu garantieren (z.B. Rechenzentren). Bei kleineren Anlagen ist der Einsatz (Notwendigkeit) eines K√§ltepuffers zu pr√ľfen. Verdampfungstemperatur Die Verdampfungstemperatur der K√§ltemaschine und somit die Kaltwassertemperatur ist so hoch wie m√∂glich anzusetzen (in der Regel ca. 1 ¬ļC unter dem niedrigsten Verbraucher), wo m√∂glich √ľber 6 ¬ļC / 12 ¬ļC. FCKW-freie K√§ltemittel Es d√ľrfen nur noch FCKW-freie K√§ltemittel eingesetzt werden (z.B. R 134a oder R 32 bzw. deren Mischungen in Ausnahmef√§llen auch NH3) . 31 KBOB Empfehlung / Haustechnik-Anlagen / Ausgabe 1 / Jan. 2000 Leistungsmessung Bei K√§ltemaschinen mit K√§lteleistungen (Qverd.) > 100 kW m√ľssen Messger√§te f√ľr die Messung der K√§lteleistungen eingebaut werden. Im besonderen sind folgende Messger√§te vorzusehen: - Leistungsmessung des elektr. Antriebs - Wasserseitige Stangenthermometer 1 ¬ļC-Einteilung, auf der Verdampfereintritts- und Austrittsseite - Dito auf der Kondensatorseite Ein- und Austritt - Durchflussmessger√§t f√ľr die Kaltwassermenge Genauigkeit ¬Ī 1 % Abw√§rme-Nutzung Temperatur-Niveau K√§lte- und K√ľhl- Wasserleitungen Die Abw√§rme von K√§lteanlagen ist soweit m√∂glich sinnvoll und wirtschaftlich zu nutzen. Das Temperaturniveau ist wenn m√∂glich bei einer Vorlauftemperatur von 45 ¬ļC bis 50 ¬ļC anzusetzen (Kondensationstemperatur < 50 ¬ļC). Im Normalfall sind schwarze, geschweisste Gas- und Siederohre zu verwenden. Der Einsatz von Kunststoffrohren f√ľr K√§lteleitungen im Taupunktbereich und Anschlussleitungen zu offenen K√ľhlturmsystemen ist in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht in Betracht zu ziehen. Korrosionsschutz K√§lte- und K√ľhlwasserleitungen Einfachere Oberfl√§chenbehandlungssysteme, als das in der SWKIRichtlinie 94-2B beschriebene, sind anzustreben und mit dem Auftraggeber abzusprechen. Befestigungen F√ľr die Aufh√§ngung und Befestigung der K√§lte- und K√ľhlwasserleitungen sind handels√ľbliche sog. K√§lteschellen zu verwenden. R√ľckk√ľhlung Abw√§rme-Nutzung Es ist zuerst immer abzukl√§ren, ob die anfallende Abw√§rme wirtschaftlich genutzt werden kann. Systemwahl F√ľr die abzuf√ľhrende Ueberschussw√§rme ist jeweils das optimalste R√ľckk√ľhlsystem auszuw√§hlen. Die Wahl des geeigneten Anlagesystems wie freie K√ľhlung / Trockenr√ľckk√ľhler /
12 Dec 2004
23:38:59
Ernst
Planung Fernheizung Management DokumentionGebäudetechnik Haustechnik

Hallo, im Anhang Links zum Thema, viel Erfolg! Gruss Grass

http://www.fh-muenchen.de/home/fb/fb05/vs/UnterlagenLehre/hoerner/ta-handbuch4.pdf

http://www.bauinf.tu-cottbus.de/Education/GIS/data0001/gis_db_ag.pdf

12 Dec 2004
23:40:05
Gross

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