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Startseite - GBT Forum - Kennzahlensysteme, Kennzahlen, Facility Management
 

Kennzahlensysteme, Kennzahlen, Facility Management

Text Datum Benutzer
Kennzahlensysteme, Kennzahlen, Facility Management
Sehr geehrte Damen und Herren,

seit kurzem schreibe ich in einem recht grossen Unternehmen meine Diplomarbeit. Anfangs diskutierten wir ueber die Themendarstellung ... Das Unternehmen selbst meinte, dass sie sehr gern ein FM-Kennzahlensystem bzw. erst einmal FM-Kennzahlen f√ľr die Vertriebssteuerung ermittelt haben wollten. Nun stehe ich vor einem riesigen Problem, was im moment fuer mich nicht loesbar ist. 1. Wie kann man pauschal die Kundenanforderungen an eine Immobilie definieren 2. daf√ľr relevante Kennzahlen ableiten um dann die FM Prozesse zu optimieren.


Bitte helfen Sie mir Ist dringend !!!!

Wie baut man FM Kennzahlen der Kundenanforderungen auf, um nachher die eigenen Prozesse dahingehend zu optimieren. (später dann kennzahlensystem) ?

Mit freundlichen Gr√ľ√üen
12 Dec 2004
23:22:31
Weisenler
Kennzahlensystem Facility Management √úbersetzung Link

Guten Tag, aus meinem Fundus zum Ihrem Thema ( Kostenlose "√úbersetzung" )

http://www.systransoft.com/

viel Erfolg! Gruss Krausse


Facility Management ist eine F√ľhrungsaufgabe Integration in die Unternehmens-und Informatikarchitekur Von Peter Staub* Das Facility Managment ‚Äďdefiniert als Management von Liegenschaften und der damit verbundenen Leistungen ‚Äďgeh√∂ren zu den wichtigen F√ľhrungsaufgaben einer jeder Unternehmung.Dabei spielt es keine Rolle,ob diese Leistungen das Kerngesch√§ft darstellen oder ob sie an eine Drittfirma ausgelagert wurden.Zur Verbesserung und Beschleunigung des Facility Managments stehen effiziente Informatikl√∂sungen bereit. Drei wesentliche Trends ver√§ndern das beruf- liche und private Leben:Die Digitalisierung,die Globalisierung und die Deregulierung .Alle drei Faktoren bewirken Ver√§nderungen sowohl bei der Gestaltung der Organisation als auch bei den Pro- zessen,den Informatikmitteln und weiteren Res- sourcen.Auch die Immobilien erfahren eine Dynamisierung,die hinsichtlich der Nutzung von Fl√§chen und R√§umen eine erh√∂hte Flexibilit√§t fordert.Der Nutzer m√∂chte Ressourcen schneller akquirieren und flexibler nutzen,aber auch schneller wieder abstossen k√∂nnen.Geh√∂rte fr√ľ- her das direkte Eigentum an Immobilien zum Stolz jeder Unternehmung,stellt es heute oft eine l√§stige Bindung von Kapital dar.Der Liegen- schaftenbesitz ist zunehmend nur noch indirekt √ľber Aktien von kotierten Immobiliengesellschaf- ten oder √ľber Fondsanteile interessant .Gerade die Immobilit√§t von Liegenschaften bedingt,dass sich jede Firma Gedanken √ľber den Umgang da- mit macht und entsprechende Instrumente bereit- stellt. Sorgloser Umgang mit Begriffen In der Unternehmensstrategie gilt es aber nicht nur die Eigentumsverh√§ltnisse zu regeln,sondern auch die Frage der internen oder externen Erbrin- gung der erforderlichen Dienstleistungen (Be- trieb,Instandhaltung etc.).Der Trend zur aktive- ren Bewirtschaftung von betrieblich erforderli- chen Sachmitteln √§ussert sich seit zehn Jahren in einer steigenden Vielfalt entsprechender Begriffe. W√§hrend beim Portfolio Management eher das Management von Assets,z.B.betriebseigenen Immobilien,mit den dazu geh√∂renden Trans- aktionen wie Kauf und Verkauf als Investment im Vordergrund steht,k√∂nnen das Management von Liegenschaften als betrieblich erforderliche Nut- zungsressourcen und die damit verbundenen Auf- gaben als Facility Management (FM)bezeichnet werden.Leider wird mit diesem Begriff insbeson- dere im Umfeld des Facility Management etwas sorglos umgegangen.So gibt es Ans√§tze,welche unter FM beispielsweise die ganzen Reinigungs-, Postdienst-und Instandhaltungsprozesse zu ver- stehen.Mit solchen Ideen wird wenig dazu bei- getragen,die wirklichen Anliegen des Facility Management umzusetzen.Auch die Bem√ľhungen verschiedener FM-Fachverb√§nde u eine Gliede- rung von technischem,kaufm√§nnischem,infra- strukturellem und Fl√§chen-Management bringt nicht viel Nutzen.Vielmehr geht es darum,Facil- ity Management als F√ľhrungsaufgabe in einer Unternehmung zu erkennen und in die Unterneh- mensleitung zu integrieren. FM kann nicht ausgelagert werden Auch im Zeitalter des Digital Business bleibt die Gestaltung der Unternehmensabl√§ufe im Rah- men des Prozessmanagements eine wichtige F√ľh- rungsaufgabe.Dabei unterscheidet man drei Ebe- nen:Die Kernprozesse umfassen die Leistungen zur Erf√ľllung der Kundenanforderungen und bil- den die Wertsch√∂pfungskette.Zu den Support- prozessen z√§hlen interne Leistungen zur Unter- st√ľtzung der Kernprozesse.Und die F√ľhrungs- prozesse schliesslich steuern und lenken die Kern-und Supportprozesse.Das Facility Ma- nagement geh√∂rt analog zur strategischen Pla- nung,zum Controlling oder Human Resources Management zu den F√ľhrungsprozessen.Deren Zweck ist es,die Supportprozesse im Zusammen- hang mit der Bereitstellung von betrieblich erfor- derlichen Ressourcen wie Betrieb,Erhaltung,Ver- waltung und Dienste mit geeigneten Instrumen- ten zu f√ľhren. An dieser F√ľhrungsaufgabe √§ndert sich auch nichts,wenn eine Firma solche Leistungen als Kerngesch√§ft anbietet.Bei diesen Unternehmun- gen geht es darum,Leistungen zur Reinigung,zur Instandhaltung etc.so koordiniert anzubieten, dass der Einkauf g√ľnstiger oder professioneller erfolgt,als wenn diese Aufgaben intern erbracht w√ľrden.FM bleibt also auch im Falle der Leis- tungs√ľbertragung an eine Drittfirma (Outsour- cing)eine interne F√ľhrungsaufgabe ‚Äďmit dem Unterschied,dass das Controlling nicht mehr be- z√ľglich internen,sondern bez√ľglich externen Be- auftragten erfolgt.Operative Prozesse k√∂nnen da- gegen sehr gut ausgelagert werden,w√§hrend das FM als F√ľhrungsprozess nicht outgesourct wer- den kann.Kostentransparenz,Wirtschaftlichkeit und Sicherstellung der Bed√ľrfnisse der eigenen Kunden m√ľssen durch FM intern sichergestellt werden.Auch wenn eine Unternehmung kein Eigentum an Immobilien besitzt,ist Facility Management notwendig.In diesem Fall stehen Fragen zur Beschaffung (Miete)und Freigabe (K√ľndigung)der erforderlichen Ressourcen,zur Fl√§chen-und Raumbewirtschaftung sowie zur transparenten Kostenverrechnung oder Gestal- tung des Mieterausbaus im Vordergrund. Die FM-Prozesse lassen sich aus der FM-Stra- tegie ableiten,die ihrerseits auf der Unterneh- mensstrategie beruht.So hat zum Beispiel die strategische Ausrichtung einer Unternehmung auf Teleworking unmittelbaren Einfluss auf die Stra- tegie bez√ľglich Immobilien und weiterer Support- leistungen.Andererseits ist die Aufbauorganisa- tion und die Informatikunterst√ľtzung abh√§ngig von der Prozessarchitektur,die eine zentrale Rolle im Unternehmensmodell einnimmt. Instrumente f√ľr das Prozessmanagement Freie Fl√§chen und R√§ume m√ľssen heute schneller bereitgestellt werden.Wo fr√ľher Fl√§- chen gehortet wurden,m√∂chte man diese schleu- nigst wieder abgeben,da sie mit Kosten verbun- den sind.Auch im FM-Bereich m√ľssen Entschei- dungen schneller auf fundierten Informationen und Daten getroffen werden.Dazu sind effiziente Management-Informations-Systeme (MIS)oder Decision-Support-Systeme (DSS)erforderlich. Fr√ľher wurden f√ľr das FM vor allem CAD-Sys- teme mit erweiterten Funktionalit√§ten f√ľr die Fl√§- chenbewirtschaftung eingesetzt.Dies reflektiert die urspr√ľngliche Entwicklung der Facility Management-Idee in den USA,wo Ende derachtziger Jahre erste Applikationen f√ľr das Fl√§- chenmanagement und andere Aufgaben zum Ein- satz kamen.In den neunziger Jahren hat sich die- ser Trend in Europa fortgesetzt,und alle namhaf- ten CAD-Hersteller haben ihre Applikationen zu Computer-Aided-Facility-Management (CAFM)- Systemen weiterentwickelt.Diese waren in ihren Anf√§ngen auf die Bed√ľrfnisse von Zeichnern und Konstrukteuren ausgerichtet und entsprechend schwerf√§llig.Erst gegen Ende der achtziger Jahre hat sich das Bewusstsein gewandelt und es ist er- kannt worden,dass Graphik und Visualisierung f√ľr die wirklichen Bed√ľrfnisse von Facility Mana- gern sekund√§r sind. Sie ben√∂tigen f√ľr ihre Entscheide vielmehr be- triebswirtschaftlich orientierte Kennzahlen.Daf√ľr sind datenbankorientierte Applikationen geeignet, w√§hrend graphische Werkzeuge f√ľr die Wieder- gabe von fl√§chen-und raumorientierten Daten sinnvoll sind.Applikationen,die in diesem Schnittstellenbereich gute Funktionalit√§ten anbie- ten,haben heute auf dem Markt hervorragende Chancen.Es √ľberrascht nicht,dass das bei gr√∂s- seren Unternehmungen am meisten verbreitete SAP-System seine lange gehegte Isolation gegen- √ľber anderen Applikationen ge√∂ffnet hat.Mit dem Modul CRE (Corporate Real Estate)bietet es Anbietern von Visualisierungswerkzeugen die Chance,√ľber sogenannte BAPI (Business Appli- cation Programming Interface)eine bidirektionale Verkn√ľpfung von grafischen Daten mit den alphanumerischen Daten von SAP zu kombinie- ren.Damit ergibt sich f√ľr Facility Manager im SAP-Umfeld ein enormes Potenzial,k√∂nnen sie doch wertvolle Datenbest√§nde integriert nutzen, bearbeiten und auswerten.Dieser Trend der Kopplung einer stark datenbankorientierten Ap- plikation mit grafischen Werkzeugen ist praktisch in allen CAFM-Applikationen feststellbar. In der Bearbeitung der FM-Informationen ist nicht Geschwindigkeit,sondern Beschleunigung gefragt.Die M√∂glichkeiten des Internets bedeu- ten hier Chancen und Herausforderungen zu- gleich.Die Prozesse werden durch die neuen M√∂glichkeiten revolutioniert und passen sich den M√∂glichkeiten der Informatik an,wie die Ent- wicklungen z.B.in der Vermietung von Wohnun- gen per Internet eindr√ľcklich beweisen.Auch im Facility Management bilden Web-basierte Appli- kationen mit einer automatisierenden Funktion f√ľr geeignete Prozessabl√§ufe (Workflow-Kompo- nente)die Zukunft.Mit den neuesten Entwicklun- gen stehen endlich taugliche F√ľhrungsinstrumen- te zur Verf√ľgung.Facility Manager,die diese Instrumente nicht rasch einzusetzen verm√∂gen, werden im Zeitalter des ¬ęReal Time Information Networks ¬ĽProbleme haben,ihre Entscheidungen hinsichtlich der Erf√ľllung der Kundenw√ľnsche gen√ľgend rasch und fundiert zu f√§llen. Literatur: L.Downes/C.Mui,Auf der Suche nach der Killer Applika- tion.Mit digitalen Strategien neue M√§rkte erobern.Campus Verlag,Frankfurt am Main/New York,1999. H.-R.Schalcher,Die Gunst der Nutzer erlangt,wer das Facility Management beherrscht,Immobilien 2000,Finanz und Wirtschaft,Mai 2000. C.Kaufmann,Modelle und Instrumente f√ľr das Manage- ment von Betriebsliegenschaften,Dissertation (Entwurf),Insti- tut f√ľr Bauplanung und Baubetrieb,ETHZ,2000.

Aus: http://www.nzz.ch
http://www.pom.ch

Sicherheit versus wirtschaftliche √úberlegungen Neue Chancen

Wer kennt als Sicherheitsverantwortlicher, als Planer oder als Errichter nicht die zunehmende Problematik, dass der potentielle Kunde oder Entscheidungsträger die kritische Frage nach dem Nutzen von Sicherheitsmassnahmen stellt.

Von Michael Sorge

Aus Sicht des Sicherheitsdienstleisters l√§sst sich der Nutzen und die Notwendigkeit von geplanten Massnahmen mit fachlichem Wissen und funktionalem Hintergrund exakt beschreiben. Allerdings zielt die Fragestellung der Kunden immer √∂fter auch in die betriebswirtschaftliche Richtung und damit weg von ausschliesslich funktionalen oder fachlichen Begr√ľndungen.

Eine Vielzahl von Fachvorträge - sowohl konzeptionell wie fachlich - beziehen sich auf die Konfliktfelder Kostendruck versus effizientem Brandschutz, Kostenoptimierung durch Facility Management, Outsourcing von Sicherheitsdienstleistungen, Reengineering von Sicherheitssystemen, Integrierte Sicherheitsdienstleistung, Qualitätsorientierte Sicherheitsdienstleistungen und Kostentransparenz und Kostenstellenrechnung.

Die Investitionen in Sicherheitsmassnahmen werden in diesem Spannungsfeld oftmals als immaterielle Kosten im Sinne der Investitionsrechnung angesehen, weil der Nutzen nicht durchg√§ngig betriebswirtschaftlich definiert werden kann. Aus Kundensicht ist jedoch die Beschreibung der Risiken (Was kann passieren? Wo liegt der pr√§ventive Nutzen der Sicherheit? Was ist vorgeschrieben?) gleichrangig mit der Darstellung messbarer, betriebswirtschaftlicher Auswirkungen der geplanten und vorgeschlagenen Investition. Wo liegt also neben dem Werteschutz der Wertbeitrag f√ľr den Kunden ?

Jede Unternehmung ist auf Renditeerwirtschaftung ausgerichtet; und was ist schlimmer: Der Gedanke an stagnierenden Umsatz bei steigenden Kosten und damit ein abnehmender Brutto-Cash-Flow oder die eher abstrakte Vorstellung an einen Brand oder Einbruch? Die negative Kostenentwicklung ist real - wird sie doch monatlich durch die Reports des Controllings dargestellt und erzeugt Handlungsdruck. Der Brand oder der Einbruch ist monatlich nicht real und verliert damit an Position im Ranking der zu behandelnden Sachthemen im Unternehmen.


Das Spannungsfeld Kundenutzen

Ausserdem bereitet die Durchf√ľhrung von Sicherheitsprojekten nicht immer nur Freude: Mitbestimmung/Betriebsrat, Akzeptanzprobleme, Datenerfassung, Datenschutz. Welcher unternehmerische Nutzen steht diesen Problemen (√Ąrger) entgegen? Andererseits ist die Notwendigkeit zur Investition in Sicherheitsmassnahmen sowohl bei Verwaltungs- und Gesch√§ftskomplexen wie bei anderen Industrieanlagen oder Industrieparks unbestritten und eher zunehmend ein wichtiger Standortfaktor. Die wichtigsten Rahmenbedingungen liefern die gesetzlichen, die planerischen und die versicherungstechnischen Anforderungen. Gleichbedeutend gilt dies f√ľr die sich st√§ndig ver√§ndernden Risikofelder im Umfeld eines Unternehmens.

Die ausschliessliche Konzentration auf diese Vorgaben - quasi nach dem Legalit√§tsprinzip - wird aber auf Dauer nicht den unternehmerischen und innovativen Anspruch der Sicherheitsdienstleister sichern k√∂nnen. Vielmehr ist eine zukunftsorientierte Strategie erforderlich, welche den fachlichen, funktionalen und betriebswirtschaftlichen Anspruch der Kunden - des Marktes - mit den eigenen unternehmerischen Zielen im Bereich der Sicherheitsdienstleistung verbindet. Diese Strategie zielt darauf, dass Sicherheitsmassnahmen immer als Teil eines kompletten Dienstleistungsprozesses zu bewerten sind. In diesem Rahmen m√ľssen Sicherheitsprojekte messbare Beitr√§ge in puncto Innovation, Flexibilit√§t, Prozessunterst√ľtzung und Wertsteigerung beim Kunden erzielen.

Wertorientierte Dienstleistung Durch den Ansatz einer wertorientierten Dienstleistung wird eine mehrdimensionale und prozessorientierte Platzierung von Sicherheits- und Serviceleistungen unterst√ľtzt oder favorisiert. Zus√§tzlich wird bewusst die monet√§re Sichtweise des Kunden ( Investors ) in die Konzeption von Sicherheits- und Servicesystemen eingebunden. .


Wertorientierte Dienstleistung



Die Anwendung der Methodik zielt sowohl auf komplexe Industrieobjekte wie auch auf Verwaltungs- und Geschäftseinheiten oder Industrieparks mit einer heterogenen Mandantenstruktur. Das Prinzip einer wertorientierten Dienstleistung geht im Fokus von folgender Fragestellung aus: Welche Möglichkeit zur Wertschaffung besteht beim Kunden? Und: welche Auswirkung hat diese Strategie auf mein Portfolio und meinen eigenen Unternehmungswert? Dabei zielt der Begriff der Wertschaffung auf die Steigerung des Unternehmenswertes, beziehungsweise auf das Erbringen eines messbaren Beitrages zu dessen Steigerung.


Möglichkeiten zur Wertschaffung

Der Gedanke des Value Added Servicemanagement geht von einer ganzheitlichen Betrachtung von Sicherheits- und Serviceleistungen aus und wählt in Richtung Kunde eine prozessorientierte Vorgehensweise mit dem Ziel, durch wertorientierte Dienstleistungen und Systeme, dem Kunden einen wirtschaftlichen Vorteil zu verschaffen. Andererseits soll damit die eigene Marktposition positiv beeinflusst werden.

Dimension 1 Wir m√ľssen wissen wie der Kunde "tickt"! Der Markt f√ľr Sicherheits- und Serviceleistungen ist unbestritten ein attraktiver und wachsender Markt, mit der Tendenz, dass eine Neuaufteilung zwischen einzelnen Playern stattfindet. Wer Sicherheit als Teilprozess von Serviceleistungen betrachtet und mit Hilfe moderner Produkte und Systeme konzeptionell dies miteinander verbindet, wird auf Dauer erfolgreich agieren.

Diese These wird durch eine Kundenumfrage gest√ľtzt, welche im Rahmen eines BPR-Projektes ( Business Process Reengineering ) durchgef√ľhrt wurde. Erfragt wurden unter anderem die Kundenw√ľnsche bei Sicherheits- und Serviceleistungen und die Kundenanforderungen an den Dienstleister. Die meistgenannten Anforderungen sind: St√§rkerer Einsatz von Kosten/Nutzenanalysen, Unterst√ľtzung bei der Gesch√§ftssteuerung, Transparenz in der Produkteabrechnung, Unterst√ľtzung bei der Kostenplanung, Aussagef√§hige Reports und Dokumentationen und Nutzung von Benchmarks zur Positionsbestimmung.

Und was will der Kunde? Er will niedrige Kosten bei den fixen Anteilen, kalkulierbare Kosten bei Investitionen √ľber eine ertragsorientierte Investitionsrechnung, eine prozessorientierte Infrastruktur und Unterst√ľtzung bei Gesch√§ftsabl√§ufen, einen nachvollziehbaren Wertbeitrag, "One Face to the customer" bei Leistungsvereinbarungen und Service sowie eine dauerhafte, innovative Partnerschaft.

Gleichwohl k√∂nnen mehrere Kundenbefragungen unterschiedliche Ergebnisse und Schlussfolgerungen ergeben. Als Basis f√ľr eine erfolgreiche Strategie sollte daher, gleich f√ľr welchen Projekttyp, ein Kundenbild erstellt werden. Es enth√§lt die Segmentierung der Kunden aus Sicht des Serviceleisters - auch im Hinblick auf die Gesamtrentabilit√§t von Sicherheits- und Servicemassnahmen. Das erstellte Kundenbild wird dabei auf die wesentlichen S√§ulen des Servicemarktes abgebildet: Das bereits "installierte" Gesch√§ft und das zu entwickelnde Gesch√§ft.

Dabei soll das Kundenbild diese Aussagekraft f√ľr die genannten S√§ulen besitzen: ¬∑ Perspektive zur Rentabilit√§t der eingesetzten Leistungen und Produkte ¬∑ Wie werden die Kunden zukunftsorientiert segmentiert ¬∑ Nach welchen Kriterien wird der Massnahmenmix von Service und Sicherheit f√ľr den Kunden definiert

Insbesondere bei Objekten mit heterogener Kundenstruktur, also bei Gesch√§fts- und Verwaltungskomplexen oder bei Industrieparks, ist eine fr√ľhzeitige Zusammenarbeit zwischen Bautr√§ger, Planer/Architekt, Vermarkter und Sicherheits- und Serviceleister von elementarer Wichtigkeit, weil dadurch das Erstellen eines homogenen und verl√§sslichen Kundenbildes bez√ľglich der technischen und organisatorischen Objektanforderungen unterst√ľtzt wird. Die am Markt zu beobachtende Tendenz von Zusammenschl√ľssen und Kooperationen dieser Art, ist aus Sicht eines Value Added Servicemanagement als vorteilhaft einzustufen. Ein Beispiel sehen Sie in der Grafik "Kundensegmentierung f√ľr Serviceleister".


Beispiel Kundensegmentierung f√ľr Servicedienstleister.

Die Massnahmen nach erfolgter Segmentierung sind Kundenidentifikation pro Segment nach Ver√§nderungspotential, Neukundenzuordnung und Massnahmeidentifikation sowie Konzept f√ľr Kunden. Die positive Zunahme der bereits erw√§hnten Kooperationen zwischen Bauplanung und Consulting wird durch die technische Entwicklung am Produkt- und Systemmarkt im Hinblick auf eine wertorientierte Dienstleistung unterst√ľtzt und sollte daher konsequent genutzt werden.

Diese technische Entwicklung vereint zunehmend die Elemente wie Sichern und Sch√ľtzen (Werteschutz), Unterst√ľtzung der Gesch√§ftsprozesse beim Kunden (Wertbeitrag) und transparente Kostenplanung (Wertbeitrag), und schl√§gt damit die Br√ľcke vom isolierten Sicherheitssystem hin zur Kombination von Werteschutz und Wertbeitrag im Sinne eines funktionalen und monet√§ren Kundenvorteils. Damit entsteht ein wichtiges Argumentationsfeld im Wettbewerb um den Kunden bei der kritischen Frage nach dem Nutzen. Das bedeutet, dass mit der fortschreitenden Entwicklung von Sicherheits- und Servicesystemen der Erfolgsfaktor Kundenorientierung und Kundenbindung positiv beeinflusst wird.


Produkt- und Systemzuordnung (Beispiel)



Dimension 2 Die Leistungsf√§higkeit innovativer Sicherheits- und Servicesysteme als technische Komponenten einer Massnahmenkonzeption beeinflusst einen weiteren wichtigen Erfolgsfaktor: Die Wertschaffung beim Kunden. Um die gr√∂sste Wirkung in Richtung Kunde zu erzielen, sollte die technische Konzeption eine transparente Investitionsplanung- und Rechnung erm√∂glichen, viele prozessunterst√ľtzende Elemente verbinden, organisatorische Folgemassnahmen und Aufwendungen ber√ľcksichtigen und in eine kooperative Objektplanung eingebunden sein. Das entspricht einer zunehmenden Erwartungshaltung der Kunden (siehe Kundenorientierung).

Mit der Zielsetzung einer messbaren Wertschaffung durch den Einsatz von Sicherheits- und Servicesystemen soll einer weiteren Entwicklung am Markt Rechnung getragen werden: Immer mehr Unternehmen wenden neue Managementsysteme zur differenzierten Betrachtung von Rentabilität und Wachstum an. Das Wachstum beeinflussende Entscheidungen eines Unternehmens sind eher dem inneren Kreis hinzuzurechnen (Investition in Produktionsanlagen, Zukäufe etc.) und können im aktuellen Zusammenhang vernachlässigt werden.

Investitionsentscheidungen f√ľr Sicherheits- und Servicesysteme beeinflussen jedoch unmittelbar die Rentabilit√§t, denn durch den Entscheid pro Investition wird beim Kunden Kapital eingesetzt. Es darf daher unterstellt werden, dass der Kapitalgeber eine Verzinsung seiner eingesetzten Mittel erwartet, die sich mit anderen Kapitalanlagem√∂glichkeiten vergleichen l√§sst. Andererseits ist auch klar, dass sich jede Investition "abnutzt" und somit das eingesetzte Kapital zwecks Reproduktion der Investition ersetzt werden muss. Dieser Kapitalersatz muss durch die Investition selbst erwirtschaftet werden.

Die Rentabilit√§t von investiertem Kapital wird vermehrt in dynamischen, wertorientierten Steuerungskennzahlen ausgedr√ľckt. Statische Betrachtungsverfahren wie etwa Amortisationsdauer (Payoff/Payback-Verfahren) und Kostenvergleichsverfahren sind daher zur Darstellung einer Investition ungeeignet, weil sie eine Betrachtung der zeitlichen Zinswirkung auslassen und damit keine dynamische Kennziffer zur Wertschaffung liefern.

Zun√§chst ist es wichtig deutlich zu machen, dass leistungsf√§hige Sicherheits- und Servicesysteme die Gesch√§ftsprozesse unterst√ľtzen und/oder optimieren k√∂nnen. Damit kommen wir weg von der Meinung vieler Entscheidungstr√§ger, dass solche Investitionen - wie am Anfang erw√§hnt - nur immaterieller Natur seien, deren messbarer Beitrag angezweifelt werden darf. Das bedeutet aber auch weg von der oft diffusen und wechselhaften "Sicherheitsphilosophie" und hin zu konkret beschriebenen und bewerteten Sicherheits- und Serviceprozessen im Unternehmen.

Die Sicherheitsphilosophie ist die notwendige GuideLine; die wertorientierte Dienstleistung die konkrete Umsetzung in Richtung Wertbeitrag und Wertschaffung. Die hier angesprochenen Investitionen sind eindeutig Entscheidungen in Sachinvestitionen (Anlageverm√∂gen), deren Einnahmen nicht direkt die variablen Produktkosten, wohl aber die Gemeinkosten des Unternehmens beeinflussen und im g√ľnstigen Fall entlasten. Dies wiederum erlaubt dem Kunden eine Neukalkulation seiner Deckungsbeitr√§ge.

Im Folgenden sehen Sie mittels einer Vergleichsrechnung die Wirkung einer geplanten Investition in ein Zutrittssteuerungssystem in puncto statisches Berechnungsverfahren, dynamischer Investitionsrechnung und Aussagen zum Investitionsprojekt hinsichtlich seiner Wertschaffung/Wertbeitrag.

Bei diesem Rechenbeispiel wurde ein Kapitalkostensatz vonsechs Prozent gew√§hlt und im Rahmen der Investitionsrechnung die KPW-Methode dargestellt. Sowohl die H√∂he des Kapitalkostensatzes, als auch die Basis der Berechnungsmethode kann von Kunde zu Kunde unterschiedlich sein. Dies gilt insbesondere f√ľr den Kapitelkostensatz, der jedoch je nach Kunde/Branche erfragt werden kann. Der Kunde hat im folgenden Beispiel zwei Systeme in die engere Wahl gezogen:

System A: Anschaffungskosten: DM 400.000.- Nutzungsdauer: 5 Jahre bis zum Releasewechsel Laufender Betriebsaufwand (TCO): DM 40.000.- Einsparung pro Jahr: DM 180.000.-

System B: Anschaffungskosten: DM 600.000.- Nutzungsdauer: 5 Jahre bis zum Releasewechsel Laufender Betriebsaufwand (TCO): DM 60.000.- Einsparung pro Jahr: DM 340.000.-

Der angenommene Betriebsaufwand (Total Cost of Ownership TCO) beinhaltet alle Aufwendungen f√ľr den Kunden, wie Schulung von Bedien- oder Kontrollpersonal, Kosten f√ľr laufenden Betrieb, Administration, Ver√§nderungsdienst, und Wartungsaufwand. Der Kostensatz wurde f√ľr beide Systeme mit zehn Prozent der Anschaffungskosten angesetzt. Bei einer realen Investitionsentscheidung k√∂nnen sich beim Systemvergleich erhebliche Abweichungen im TCO ergeben, weshalb der TCO ein wichtiges Entscheidungskriterium sein sollte.

F√ľr das gezeigte Beispiel wurden die wirksamsten Unterscheidungsmerkmale bei den erzielten Einsparungen platziert. W√§hrend bei System A der Wirkungsgrad mehr in Richtung Schutz, Kontroll- und Meldefunktion (Zeiterfassung) geht und damit in Verbindung mit T√ľr- und Videotechnik eine Einsparung bei W√§chter- und Empfangsfunktionen erbringt, ist System B mit einem breiteren Wirkungsgrad ausgestattet.

System B besitzt neben den genannten Funktionen weitere Schnittstellen im Zusammenhang mit der Personalzeitwirtschaft, der Personaleinsatzplanung und der Lohnabrechnung sowie zur Auftragsdatenerfassung (z.B. SAP/R3 oder DATEV). Es wird eine segmentiertes Zutrittsmedium eingesetzt, welches den Einsatz in weiteren Service- und Abrechnungsrelevanten Bereichen wie Vending oder Parkraum ermöglicht.

Dadurch ergibt sich f√ľr den Anwender eine selektive Outsourcingm√∂glichkeit im Bereich Personalverwaltung und Lohn- oder Leistungsabrechnung und damit eine sp√ľrbare Reduktion eines CostDriver-Anteils (eigenes Verwaltungspersonal). Der notwendige Gesch√§ftsprozess bleibt individuell erhalten, wird jedoch im Bereich des Aufwandes optimiert. Sinnvoll erscheint in diesem Zusammenhang - sowohl im Hinblick auf eine integrierte Dienstleistung (One face to the customer) als auch auf die betriebswirtschaftliche Komponente - das selektive Outsourcen zum gleichen Dienstleister. Diese Variante wird heute schon von namhaften Systemherstellern am Markt angeboten.

Statische Berechnungsverfahren:




Dynamisches Berechnungsverfahren (KPW-Methode):




Wertschaffung/Wertbeitrag des Beispiels Beide Systeme sind bei einer dynamischen Betrachtungsweise in puncto ihres Wertbeitrages f√ľr den Kunden differenziert einzustufen. Der negative Kapitalwert zeigt, dass System A das zur Reproduktion notwendige Kapital als Minimalforderung nicht erwirtschaftet. Dar√ľber hinaus vernichtet System A Unternehmenswerte in messbarer Form, ausgedr√ľckt durch die Summe des negativen Kapitalwertes.

System B erf√ľllt dagegen neben den Anforderungen der Sicherheit und der Prozessunterst√ľtzung auch die Massgabe, einen Wertbeitrag beim Kunden zu erbringen. Dieser Wertbeitrag ist ebenfalls messbar in Form des positiven Kapitalwertes ausgedr√ľckt.

Wird ein positiver Kapitalwert errechnet, so bedeutet dies f√ľr den Investor: 1. Der Investor erh√§lt seine Anschaffungsausgabe aus den Nettozahlungen (√úbersch√ľsse des Projektes) zur Reproduktion zur√ľck. 2. Die Anschaffungsausgabe erzielt die f√ľr das Unternehmen notwendige Verzinsung. 3. F√ľr den Investor entsteht ein abgezinster Verm√∂genszuwachs in H√∂he des positiven Kapitalwertes. Damit ist ein me√übarer Wertbeitrag in entsprechender H√∂he realisiert.

Im Minimum wird ein Investor jedoch erwarten, dass das Projekt die Punkte 1 und 2 erf√ľllt, wodurch zwar kein direkter zus√§tzlicher Verm√∂genszuwachs entsteht, aber die Reproduktion ohne Wertvernichtung gesichert ist. In diesem Fall m√ľsste der Kapitalwert der Beispielprojekte jedoch Null lauten. Mit Hilfe dieses Berechnungsverfahrens lie√üe sich nunmehr umgekehrt feststellen, welcher periodische Nettozahlungsstrom zum Erzielen des Nullwertes notwendig ist.

Exkurs zum internen Dienstleister In diesem Zusammenhang ist es gerade f√ľr Anbieter und Errichter von Sicherheits- und Servicesystemen von Bedeutung, dass es in Grossunternehmen, welche √ľber interne Dienstleister verf√ľgen, einen verst√§rkte Strategie zu einer wertorientierten Unternehmensf√ľhrung gibt. Ergebnis dieser Entwicklung ist beispielsweise die teilweise bereits vollzogene Ausgliederung von Serviceeinheiten. Dies ist jedoch nur eine M√∂glichkeit der Konzentration auf das Kerngesch√§ft. Alternativ hierzu gibt es Entwicklungen, bei denen die eigenen Serviceeinheiten in diese Strategie eingebunden werden. Dabei werden die Service-Units analog den Buiseness-Units eigenverantwortlich gef√ľhrt und in wertorientierten Kennzahlen dargestellt bzw. abgebildet.

Als wichtige Konsequenz aus Sicht der Systemanbieter- und Errichter folgt daraus, dass die Investitionswerte aus dem Verantwortungsbereich der Service-Unit auch dort verbleiben und dort erwirtschaftet werden m√ľssen. Die bislang √ľblich Zurechnung oder Umlage auf die Business-Units entf√§llt damit. Die internen Service-Units sind damit in die Strategie der Wertschaffung im Unternehmen eingebunden und werden daher darauf achten, dass die von Ihnen zu verantwortenden Projekte, Investitionen oder Bestellungen einen entsprechenden Wertbeitrag erzielen.


Dimension 3 Als dritte Dimension eines Value Added Servicemanagement√Ę ist es unverzichtbar, die Potentiale von Produkt-Innovationen im Hinblick auf die Unterst√ľtzung von Gesch√§ftsprozessen beim Kunden zu betrachten. Die Bedeutung dessen, in Verbindung mit den Dimensionen Kunde und Wertschaffung, ist gleichermassen f√ľr B√ľroimmobilien wie auch f√ľr Industrieparks oder Industrieanlagen herauszustellen.

Wenn wir √ľber Facility Management sprechen, dann bedeutet dies in erster Linie die Maximierung des Geb√§udenutzens und der Infrastruktur des Objektes, unter gleichzeitiger Minimierung der Kosten. Der Einsatz von technischen Systemen und Steuerungen und die Analyse, Integration und Erfassung der im Objekt auftretenden Gesch√§ftsprozesse spielen dabei eine entscheidende Rolle bei der oben genannten Zielerreichung. Dar√ľber hinaus deuten markante Marktentwicklungen bez√ľglich der Zusammenschl√ľsse von Playern im Bereich der Sicherheits- und Servicesysteme und des Facility Managements/Geb√§udeautomation auf eine weitergehende Konzentration von Kompetenz und Produktivit√§t hin. Beispielhaft sei hier die j√ľngste Aktivit√§t von Siemens durch den Erwerb von Teilen der Elektrowatt-Gruppe (Landis&Staefa und Cerberus) genannt.

Das Value Added Servicemanagement betont als Merkmal die Gleichrangigkeit von Innovation als Voraussetzung f√ľr maximierten Infrastrukturnutzen (lohnende Investition = Wachstum) und Gesch√§ftsprozessen in Richtung Kunden (Optimierung/Minimierung der Kosten = Rentabilit√§t). Gerade in Objekten mit einer heterogener Mandantenstruktur, also B√ľroimmobilien, Sitz von Holdings und Industrieparks treten immer wieder die gleichen Hauptprozesse im Service und administrativen Bereich auf. Sie unterscheiden sich in der Regel lediglich durch Ihre Anwendungsbreite und die Art der Inanspruchnahme durch die Kunden.

Gleichzeitig bewegen wir uns bei Service- und Administrationsfunktionen in Leistungsfeldern, die nach wie vor h√§ufig √ľber Kosten-Umlageverfahren und nicht aktivit√§tsbezogen verrechnet werden und damit beim Kunden die Kostensteuerung hemmen oder gar zu falschen Kostenentscheidungen f√ľhren. Sie enthalten als Cost Driver √ľberwiegend Personal, Mengen oder direkt zurechenbare Leistungen.

Der Einsatz von innovativen Sicherheits- und Servicesystemen erm√∂glicht von daher eine wichtige Entlastung im Bereich der Cost Driver und im Bereich der Kostensteuerung, weil dadurch eine prozessorientierte Abrechnung von administrativen Leistungen beim Kunden unterst√ľtzt wird. Dies schafft neben einer sp√ľrbaren Kostenentlastung zus√§tzliche Hilfe bei der Kostensteuerung durch entsprechende Transparenz. Innovative Sicherheits- und Servicesystemen leisten hier einen unverzichtbaren Beitrag zur Erschliessung dieses betriebswirtschaftlichen Potentials und erm√∂glichen ein selektives Outsourcen von Verwaltungsfunktionen beim Kunden.

Beispielhafte Innovationsfelder mit Prozessunterst√ľtzung: Multifunktionale Zutrittssysteme beispielsweise unterst√ľtzen wiederkehrende administrativen Leistungen in puncto ¬∑ Ausweis- und Zutrittskontrolle ¬∑ Besucher- und Lieferantenempfang ¬∑ Zeiterfassung und Zeitwirtschaft ¬∑ Betriebsdatenerfassung ¬∑ Vending und Catering ¬∑ Debitsysteme ¬∑ Nutzung von Kommunikationsmitteln ¬∑ Fuhrpark - Wirtschaft ¬∑ Parkraum - Wirtschaft ¬∑ Betriebskosten - Abrechnung ¬∑ Schaden - Abwicklung ¬∑ Geb√§udesteuerung ¬∑ Notfall - Management ¬∑ Zugangskontrolle zu Datensystemen, Netzen oder Laufwerken inklusive Abrechnung

Interessant erscheint auch der Weg im Bereich von Schnittstellen zwischen der Gefahrenmeldetechnik und computergest√ľtzten Kommunikationsanlagen. W√§hrend bestimmte Funktionen wie Rufnummernidentifikation f√ľr B√ľro- oder Fahrstuhlnotruf oder die Einteilung von Warnbezirken in Geb√§udekomplexen ( leider immer noch ohne verwertbare Anrufquittung) als State of the Art bezeichnet werden kann, ergeben sich in K√ľrze neue Perspektiven beim Einsatz von digitalen Voice-Systemen in B√ľrokomplexen, Hotelanlagen oder multifunktionalen Hochh√§usern gem√§ss den heute schon g√ľltigen US-Standards.

Im Schwerpunkt Menschenrettung ergeben sich f√ľr derartige "Standorte" erhebliche Vorteile: Die heterogene Mandantenstruktur wird st√§rker ber√ľcksichtigt, die Durchsageendger√§te sind funktions√ľberwacht und Erbringen damit die Gewissheit, dass die Durchsage auch ankommt, nicht nur statische Durchsagen (Konserven), sondern auch individuelle Anweisungen der Hilfskr√§fte sind sowohl von festen wie auch mobilen Einrichtungen aus m√∂glich und Alarmmitteilungen, Verhaltensanweisungen oder Fluchtwegdarstellungen werden online auf die laufenden APC an den Arbeitspl√§tzen der Mitarbeiter geschaltet.

Diese Qualit√§tsverbesserung im Hinblick auf den Aufenthalt und den Arbeitsplatz in solchen Anlagen wird durch eine fortschreitende Verbesserung der Meldertechnik ideal erg√§nzt: ¬∑ Steuerung und √úberwachung der Fluchtrichtung bzw. Fluchtbewegung der Menschen durch die Bewegungssensorik in Bewegungsmeldern bis hin zu den Fluchtt√ľren ¬∑ Erfassung der Unf√§higkeit zur weiteren Fortbewegung ¬∑ Bewegungsmelder als FM-Komponente zur Steuerung von Licht, Klima, L√ľftung


Ein weitere wichtige Rolle k√∂nnte der Transpondertechnologie als Funk oder Hybrid-System zufallen: ¬∑ Minimierung der notwendigen und oft teueren Verkabelung ¬∑ Historische Geb√§ude k√∂nnen besser und effizient ausger√ľstet werden ohne Decken oder W√§nde angreifen zu m√ľssen ¬∑ Beim Nachr√ľsten oder Renovieren von Geb√§uden reduziert sich der Installationsaufwand, der Anfall von Bauschutt zur Entsorgung oder die Probleme bei der vorhandenen Kabelqualit√§t ¬∑ Hotelanlagen k√∂nnen schnell ausger√ľstet oder gewartet werden, ohne dass Zimmerbuchungen verloren gehen ¬∑ Hohe Flexibilit√§t bei Nutzungs√§nderungen oder B√ľroumorganisationen bzw. Umgestaltung von Arbeitspl√§tzen

Beim Zusammenwirken von Sicherheits- und Servicesystem und dem Facility Management spielen immer wieder die Leitsysteme und Leitstände eine zentrale Rolle. Dem "Integrierten Gebäude-Managementsystem" gehört sicherlich die Zukunft. Dazu ist es jedoch wichtig, dass sich die zusammenwachsenden Dienstleistungen gegenseitig begreifen lernen, um im Ergebnis eine kompetente, wirtschaftliche und zukunftsorientierte Komplettleistung zu erbringen. Im Bereich von Security und Safety ist das bereits ein Standard, der einen funktionalen und betriebswirtschaftlichen Sicherheitsgewinn ermöglicht. Im Ergebnis wird diese Know-How-Konzentration dem Investor einen wirtschaftlichen Vorteil und ein Differenzierungsfeld bieten und Nachfrage generieren.

Konzeptionell k√∂nnte man sich solch eine Systemkonzentration mit unterschiedlichen Zust√§ndigkeits- und Leistungsmerkmalen zusammengefasst auf einer Oberfl√§che vorstellen. analog etwa Windows NT. Damit entfiele m√∂glicherweise die Vorhaltung mehrere Rechner, die erst auf der Ebene der Workstation zusammengef√ľhrt werden.

Last but not least ist die Thematik der eingesetzten Software zu erw√§hnen. Unter dem Gesichtspunkt eines Value Added Servicemanagement ist der Einsatz von Standardsoftware zu favorisieren (Soviel Standard wie m√∂glich, soviel Varianten wie n√∂tig). Gegen√ľber einer "Tailor made Software" ergeben sich wichtige Vorteile: ¬∑ Sicherheit bei der Weiterentwicklung und Systemdokumentation ¬∑ Einbindung von bestehenden Anlagen/Nachr√ľstung ¬∑ Durchg√§ngige Beschreibung der Prozesse zwischen Kunde und Serviceleister ¬∑ Zunehmender Trend von standardisierten Gesch√§ftsprozessen beim Kunden, beispielsweise durch SAP ¬∑ Keine Abh√§ngigkeit von der wirtschaftlichen Substanz des Entwicklers oder von pers√∂nlichem Wissen

Fazit Es kommt darauf an, dass wir dem Kunden nicht nur den Preis, sondern auch den Wert, sprich Wertbeitrag, einer Dienstleistung vermitteln. Value Added Servicemanagement ist eine M√∂glichkeit zur Br√ľckenbildung zwischen Werteschutz und Wertbeitrag und damit zwischen Sicherheit und Wirtschaftlichkeit. Gerade im Bereich der Dienstleistungen ist der gesellschaftliche Wertewandel und die rasante Ver√§nderung von Arbeitsabl√§ufen, Arbeitszeiten, Arbeitspl√§tzen und Personaleinsatz deutlich sp√ľrbar. Sicherheits- und Servicesysteme m√ľssen deshalb durch Flexibilit√§t, Innovation, Prozessorientierung und Wertschaffung √ľberzeugen. Der Integrationsf√§higkeit von Security und Safety in Richtung Service und Facility Management geh√∂rt die Zukunft. Der Wertbeitrag von Sicherheits- und Servicesystemen ist kein Ausschliesslichkeits-Faktor; aber es lohnt sich bei anstehenden Investitionen diesen Aspekt in der Argumentation zu betrachten. Der Faktor Sicherheitsgewinn muss als wichtiges Element und Entscheidungskriterium erhalten bleiben.

Auszug:http://www.secumedia.com/sicherheitsforum/pw/artikel/artikel1-2001/artikel-5.htm



http://www.bme.de

http://www.gbt.ch

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Using Spatial Data Standards for Facilities, Infrastructure, and the Environment at a U.S. Navy Installation in Willow Grove, Pennsylvania Andrew J. Dickholtz

This presentation will document the success of a sanitary sewer, stormwater, and water distribution GIS project recently completed for a U.S. Naval facility in Willow Grove, Pennsylvania. As part of the contractual obligation, a requirement was made to submit all data following those spatial data and facility management standards set forth by the Computer-Aided Design and Drafting (CADD)/Geographic Information System (GIS) Technology Center for Facilities, Infrastructure, and Environment (SDS) in Vicksburg, Mississippi. Formerly known as Tri-Service Spatial Data Standards (TSSDS) and Tri-Service Facility Management and Standards (TSFMS), the SDS have focused on the development of graphic and non-graphic standards for GIS implementations at Air Force, Army, Navy, and Marine Corps installations, and U.S. Army Corps of Engineers Civil Works activities.

This presentation will detail the project from data acquisition to project completion, including those successes and pitfalls encountered during the project’s lifespan. It will discuss those measures taken to rectify data and its format following its acquisition by our field crew into databases of their own design. It will discuss those obstacles encountered while trying to "scrub" and retrofit the data into its prescribed format. In addition, recommended methods, procedures, and software solutions to facilitate the collection and processing of this detailed standardized data set will be discussed and demonstrated.

The Federal Government considers microsystem technology to be one of the most promising technologies of the 21st century. For this reason the programme "Microsystem Tech-nology 1994 - 1999", sponsored by the Federal Ministry for Education and Research (BMBF), will be conti-nued in the future. In addition, this very year the programme budget is to be raised by 10 Million DM. There-fore 100 Million DM is available in 1999. Further increases are planned for the next few years. During the congress and exhibition "Microsystem Technology - Innova-tions for the 21st Century" on June 28th and 29th in Bonn, the Federal Minister of Education and Research, Edelgard Bulmahn, will officially announce the continuation of the programme as well as outlining its future direction. In future, the pro-gramme will concentrate on the widespread application of microsys-tem technology in important bran-ches of industry. Industrial co-opera-tion projects with partners from industry and research will be the main focus of the support pro-gramme The main emphasis of the pro-gramme is to be put on: ‚ÄĘ Use of microsystems in impor-tant application fields The support programme has already contributed to the deve-lopment of numerous innovative products. In the future microsy-stem technology will play an increasingly important role in our everyday lives, especially in areas such as information, mobility, security, health, sustainability and the improvement of industrial processes. Support will therefore concentrate on the reinforcement of important application fields. The most important fall into the following categories: - Communication technology - Automotive engineering - Mechanical engineering - Chemistry and laboratory tech nology - Medical and pharmaceutical technology - Nutritional technology - Environmental technology, meas- urement instrumentation - Facility management ‚ÄĘ Production of microsystems ‚Äď conditions for a widespread industrial infrastructure The BMBF wants to realize the widespread application of micro-system technology in every impor-tant branch of industry as quickly as possible. The programme there-fore supports the following activi-ties for the industrial production of microsystems: - Tools for design, simulation and testing - Components for modular con struction of microsystems - the "construction kit" - Production processes and con cepts for microsystems which can be used by industry ‚ÄĘ General conditions influencing innovations in microsystem technology The economic success of microsys-tem technology is dependent on both scientific and technical devel-opments as well as socio-economic factors. For this reason the sup-port of R&D projects is compli-mented by measures aimed at overcoming technical and non-technical barriers. ‚ÄĘ Consolidation of the scientific infrastructure In certain special cases where developments could prove benefi-cial to industry, support can be provided for preliminary scientific projects. These would be imple-mented in cases where fundamen-tal knowledge was lacking, for instance regarding the areas in which microsystem technology can be implemented, or the future vision of complex microsystems. Contact: Randolf Schlie√üer VDI/VDE-IT Rheinstr. 10 B D-14513 Teltow, Germany Phone: +49 3328 435-226 Fax: +49 3328 435-104 E-mail: schliesser@vdivde-it.de or mikrosystemtechnik@vdivde-it.de Current situation The National Funding Programme "Microsystems technology 1994 ‚Äď 1999" of the Federal Ministry of Education and Research (BMBF) is currently in a remarkable situation: though 1999 was supposed to be the last year of the running programme, the annual budget was increased in January 1999 from approximately 95 Mio. DM up to 145 Mio. DM. These supplementary resources enabled for a second call for proposals while the selection procedure for the primary budget was already finished in autumn 1998. The second call was accepted very well by the German industry: in total, 145 drafts for collaborative projects with total costs of approxi-mately 400 Mio. DM were received by VDI/VDE-IT till end of January. After a preselection, 125 consortia were requested to work out a more detailed project concept. Based on the detailed concepts, received until March 30th 1999, 38 projects from the second call could be confirmed to start final paperwork. From the first phase, already 39 projects are currently in the contracting process. Regarding the different application areas of all these projects, some interesting aspects can be found: in addition to "classic‚ÄĚ microsystems application areas like medical engineering (10 projects), automo-tive applications (9 projects) or com-munication technology (9 projects) some new applications have gained more and more importance, recently. Above all, the mechanical engineering (12 projects) and manu-facturing of microsystems (8 pro-jects) are currently in focus, while e.g. in the environmental enginee-ring area, there are currently only 3 new proposals. The other 26 projects are spread over a wide range of application fields. Detailed information on each pro-ject can be requested from VDI/VDE-IT. However, this information can not be given prior to the start of each contract. Contact: Joachim Patzer Microsystem Technology 2000+: Continuation and Extension of the German Programme


From:

http://www.vdivde-it.de/
12 Dec 2004
23:23:47
Krausse
Kennzahlen Systematik Gebäudetechnik
Im Anhang SIA Systematik, viel Erfolg.
SIA 416/1:200█ Bauwesen 504416/1 http://www.crb.ch

EINGETRAGENE NORM DER SCHWEIZERISCHEN NORMEN-VEREINIGUNG SNV NORME ENREGISTR√ČE DE L'ASSOCIATION SUISSE DE NORMALISATION
Kennzahlen f√ľr die Geb√§udetechnik
Bauteilabmessungen, Bezugsgr√∂ssen und Kennzahlen f√ľr Bauphysik, Energie- und Geb√§udetechnik
INHALTSVERZEICHN
Vorwort
Geltungsbereich
0.1 Abgrenzung
0.2 Normative Verweisungen
0.3 Hinweise zur Anwendung
Verständigung
1.1 Definitionen
1.2 Indizes
1.3 Begriffe, Symbole und Einheiten
Bauteilabmessungen
2.1 Plangrundlagen
2.2 Abmessungen f√ľr w√§rmetechnische
Berechnungen
2.3 Detailbestimmungen
Bezugsgrössen
3.1 Allgemeines
3.2 Energiebezugsfläche
3.3 Geb√§udeh√ľllfl√§che
Energiekennzahl
4.1 Gesamt-Energiekennzahl
4.2 Teilenergiekennzahlen nach Verwendungszweck
4.3 Teilenergiekennzahlen nach Energieträger
4.4 Energiebilanz mit Eigenproduktion
Weitere Kennzahlen
5.1 Glasanteil
5.2 Glasflächenzahl
5.3 Geb√§udeh√ľllzahl
Anhang A Zuordnung von Räumen zu den Flächen
nach SIA 416 (informativ)Anhang B Brenn- und Heizwerte der Energieträger (informativ) Anhang C PublikationenVORWORT
In den bestehenden SIA-Normen der Bauphysik und Geb√§udetechnik wurden bisher zum Teil unterschiedliche Bauteilabmessungen verwendet. Das hatte zur Folge, dass die Daten f√ľr die Berechnungen nach den verschiedenen Normen immer wieder neu erhoben werden mussten. Auch f√ľr die Bezugsgr√∂ssen wurden teilweise unterschiedliche Definitionen angewendet, sodass die entsprechenden Gr√∂ssen nicht vergleichbar waren.
Es ist der Zweck dieser Norm, Bauteilabmessungen und Bezugsgr√∂ssen f√ľr alle SIA-Normen der Bauphysik und der Geb√§udetechnik einheitlich zu definieren, damit in Zukunft f√ľr alle Berechnungen ein gemeinsamer Datensatz verwendet werden kann. Diese Norm ist eine Erg√§nzung zur Norm SIA 416 Fl√§chen und Volumen von Geb√§uden (Ausgabe 2003). Sie baut auf ihren Definitionen auf. Diese Norm ersetzt die Empfehlung SIA 180/4 Energiekennzahl (Ausgabe 1982). Sie √ľbernimmt die Definition der Energiekennzahl aus dieser Empfehlung und dehnt sie auf Geb√§ude mit Eigenenergieproduktion aus. Sie enth√§lt eine vereinfachte, sich auf die Norm SIA 416 beziehende Definition der Energiebezugsfl√§che. Zur Vereinfachung und Vereinheitlichung verzichtet sie auch auf die Korrekturfaktoren (Teilzeit-, Temperatur- und Raumh√∂hen-Korrekturfaktoren) zur Energiebezugsfl√§che. Diese Norm definiert einige weitere, f√ľr energetische Betrachtungen n√ľtzliche Kenzahlen.
GELTUNGSBEREICH
Abgrenzung 0.1.1 Die vorliegende Norm definiert ‚Äď in Erg√§nzung zur Norm SIA 416 ‚Äď die Bauteilabmessungen und Bezugs- gr√∂ssen, welche bei bauphysikalischen und geb√§udetechnischen Berechnungen verwendet werden. Sie vereinheitlicht damit die Daten, die f√ľr solche Berechnungen erhoben werden m√ľssen.
0.1.2 Diese Norm gilt insbesondere f√ľr Berechnungen nach den folgenden Normen:
Norm SIA 180 W√§rme- und Feuchteschutz im Hochbau Norm SIA 380/1 Thermische Energie im Hochbau (in Revision) Empfehlung SIA 380/4 Elektrische Energie im Hochbau (in Revision: neu Norm) Norm SIA 382/1 L√ľftungs- und Klimaanlagen ‚Äď Allgemeine Grundlagen und Anforderungen Empfehlung SIA V 382/2 K√ľhlleistungsbedarf von Geb√§uden Norm SIA 384/1 Zentralheizungen (in Revision) Norm SIA 384.201 Heizungsanlagen in Geb√§uden ‚Äď Verfahren zur Berechnung der Norm- Heizlast mit Anhang ND Norm SIA 385/3 Warmwasserversorgungen f√ľr Trinkwasser in Geb√§uden
Normative Verweisungen
Der Text dieser Norm enthält normative Verweisungen auf folgende Publikationen:
Norm SIA 180 W√§rme- und Feuchteschutz im Hochbau Norm SIA 380/1 Thermische Energie im Hochbau (in Revision) Norm SIA 416 Fl√§chen und Volumen von Geb√§uden ‚Äď Definitionen prEN 15203 Energieeffizienz von Geb√§uden ‚Äď Bewertung des Energieverbrauchs und Festlegung der Leistungsindikatoren Hinweise zur Anwendung Alle Berechnungen sind nachvollziehbar darzustellen. Die Werte in den Berechnungsunterlagen m√ľssen mit den Massen der dazugeh√∂rigen Pl√§ne √ľbereinstimmen.
VERST√ĄNDIGUNG
1.1 Definitionen
1.1.1 Geschossflächen
Figur 1.1 Die Geschossfläche GF und ihre Aufteilung in Teilflächen gemäss SIA 416
Geschossfl√§che GF Nettogeschossfl√§che NGF Nutzfl√§che NF Hauptnutzfl√§che HNF Nebennutzfl√§che NNF Verkehrsfl√§che VF Funktionsfl√§che FF Konstruktionsfl√§che KF Die Definitionen der Geschossfl√§chen sind SIA 416 entnommen. Pr√§zisierungen durch die vorliegende Norm sind kursiv gesetzt. Geschossfl√§che GF surface du plancher SP AGF m2 Die Geschossfl√§che GF ist die allseitig umschlossene und √ľberdeckte Grundrissfl√§che der zug√§nglichen Geschosse einschliesslich der Konstruktionsfl√§chen. Nicht als Geschossfl√§che gerechnet werden Fl√§chen von Hohlr√§umen unter dem untersten zug√§nglichen Geschoss. Die Geschossfl√§che gliedert sich in - Nettogeschossfl√§che NGF, - Konstruktionsfl√§che KF. Waagrechte Fl√§chen sind in ihren tats√§chlichen Abmessungen, schiefe in ihrer lotrechten Projektion auf eine horizontale Ebene zu messen. In Treppenh√§usern, in Aufzugssch√§chten und in Ver- und Entsorgungssch√§chten wird die Geschossfl√§che bestimmt, wie wenn die Geschoss- decke durchgezogen w√§re. Das gilt auch f√ľr Treppenaugen von einer maximalen Fl√§che von 5 m2. Andernfalls handelt es sich um einen Luftraum, der nicht zur Geschossfl√§che z√§hlt. Vgl. Figur 1.2. Konstruktionsfl√§che KF Surface de construction SC AKF m2 Die Konstruktionsfl√§che ist die Grundrissfl√§che der innerhalb der Geschossfl√§che GF liegenden umschliessenden und innenliegenden Konstruktionsbauteile wie Aussen- und Innenw√§nde, St√ľtzen und Br√ľstungen. Einzuschliessen sind die lichten Querschnitte von Sch√§chten und Kaminen sowie T√ľr- und Fensternischen, sofern sie nicht der Nettogeschossfl√§che zugeordnet sind. Bauteile wie versetzbare Trennw√§nde und Schrankw√§nde sind keine umschliessenden oder innenliegenden Konstruktionsbauteile im Sinne der Norm SIA 416. Trennw√§nde und Schrankw√§nde gelten als versetzbar, wenn der Fertigboden und die Fertigdecke durchgehend sind und eine Versetzung durch den Hauswart m√∂glich ist. Verschliessbare T√ľrnischen und Fensternischen mit Br√ľstungen z√§hlen zur Konstruktionsfl√§che (Vgl. Fig. 1.3 und 1.4). Nettogeschossfl√§che NGF Surface nette SN ANGF m2 Die Nettogeschossfl√§che NGF ist der Teil der Geschossfl√§che GF zwischen den umschliessenden oder innenliegenden Konstruktionsbauteilen. Die Nettogeschossfl√§che gliedert sich in Nutzfl√§che NF, Verkehrsfl√§che VF Funktionsfl√§che FF. Die Fl√§chen von versetzbaren Trennw√§nden, Schrankw√§nden sowie von K√ľchen- und Bad/WC-M√∂bel/Apparate z√§hlen zur Nettogeschossfl√§che. Nicht verschliessbare Wand√∂ffnungen z√§hlen zur Nettogeschossfl√§che. Fensternischen z√§hlen zur Nettogeschossfl√§che, wenn der Fertigboden durchgehend ist. (Vgl. Fig. 1.3 und 1.4) Nutzfl√§che NF Surface utile SU ANF m2 Die Nutzfl√§che ist der Teil der Nettogeschossfl√§che, welcher der Zweckbestimmung und Nutzung des Geb√§udes im weiteren Sinne dient. Sie gliedert sich in Hauptnutzfl√§che HNF, Nebennutzfl√§che NNF. Hauptnutzfl√§che HNF Surface utile principale SUP AHNF m2 Die Hauptnutzfl√§che HNF ist der Teil der Nutzfl√§che, welcher der Zweckbestimmung und Nutzung des Geb√§udes im engeren Sinn dient. Beispiele vgl. Anhang A Nebennutzfl√§che NNF Surface utile secondaire SUS ANNF m2 Die Nebennutzfl√§che NNF ist der Teil der Nutzfl√§che NF, welcher die Hauptnutzfl√§che zur Nutzfl√§che erg√§nzt. Sie ist je nach Zweckbestimmung und Nutzung des Geb√§udes zu definieren. Zu den Nebennutzfl√§chen geh√∂ren z.B. im Wohnungsbau: - Waschk√ľchen, - Estrich- und Kellerr√§ume, - Abstellr√§ume, - Fahrzeugeinstellr√§ume, - Schutzr√§ume, - Kehrichtr√§ume. Weitere Beispiele vgl. Anhang A Verkehrsfl√§che VF Surface de d√©gagement SD AVF m2 Die Verkehrsfl√§che VF ist der Teil der Nettogeschossfl√§che NGF, welcher ausschliesslich deren Erschliessung dient. Zur Verkehrsfl√§che geh√∂ren z.B. im Wohnungsbau die Fl√§chen ausserhalb der Wohnung oder der Arbeitsr√§ume liegender Korridore, Eingangshallen, Treppen, Rampen und Aufzugsch√§chten. Weitere Beispiele vgl. Anhang A Funktionsfl√§che FF Surface d‚Äôinstallations SI AFF m2 Die Funktionsfl√§che FF ist jener Teil der Nettogeschossfl√§che NGF, der f√ľr geb√§udetechnische Anlagen zur Verf√ľgung steht. Zur Funktionsfl√§che geh√∂ren Fl√§che wie - R√§ume f√ľr Haustechnikanlagen, - Motorenr√§ume f√ľr Aufzugs- und F√∂rderanlagen; - Ver- und Entsorgungssch√§chte, Installationsgeschosse sowie Ver- und Entsorgungskan√§le, - Tankr√§ume. Weitere Beispiele vgl. Anhang A Fig. 1.2 Geschossfl√§che in Treppenh√§usern, Aufzugssch√§chten und in Versorgungs- und Entsorgungssch√§chten, mit Treppenauge gr√∂sser 5 m2 Fig. 1.3 Zuteilung zur Konstruktions- bzw. Nettogeschossfl√§che: T√ľren, Wanddurchbr√ľche und versetzbare Trenn und Schrankw√§nde (Grundrisse) Fig. 1.4 Zuteilung zur Konstruktions- bzw. Nettogeschossfl√§che:
Fensternischen (Schnitt)
1.1.2 Abmessungen
Bezugsgr√∂sse Grandeur de r√©f√©rence Fl√§che von Geb√§uden, Raumgruppen oder R√§umen, welche zur Berechnung von fl√§chenspezifischen Gr√∂ssen verwendet wird. Diese dienen zur Spezifizierung, Charakterisierung und zum Vergleich von Geb√§uden, Raumgruppen oder R√§umen. Bilanzperimeter P√©rim√®tre de bilan Perimeter, welcher das Geb√§ude (oder die Geb√§udeteile, f√ľr welche die Berechnung der Energiebilanz durchgef√ľhrt werden soll) inkl. die dazu- geh√∂rigen Aussenanlagen vollst√§ndig umschliesst. Er definiert insbesondere die Abgrenzung gegen benachbarte Geb√§ude oder gegen Geb√§udeteile, welche nicht in die Berechnung einbezogen werden sollen. Fassadenfl√§che Surface de la fa√ßade AF m2 Fl√§che der betreffenden Fassade mit Aussenabmessungen. Bei einer raumweisen Betrachtung wird die Fassade gem√§ss Ziffer 2.2.2 aufgeteilt. Vgl. auch Detailbestimmung in Ziffer 2.3.4 Fensterfl√§che Surface (aire) des fen√™tres Aw m2 Als Fensterfl√§che gilt das lichte Mass der Wand- bzw. Dach√∂ffnung. (Vgl. Fig. 1.5) Bei Vorhangfassaden ist das lichte Mass und damit die Fensterfl√§che nicht definiert. Daher wird die entsprechende Gr√∂sse nicht verwendet. Glasfl√§che Surface (aire) vitr√©e m2 Fl√§che der von innen sichtbaren lichtdurchl√§ssigen Verglasung gegen aussen. Als lichtdurchl√§ssig gilt eine Verglasung, wenn ihr Licht- Transmissionsgrad τ gr√∂sser als 10 % ist. Geschossh√∂he Hauteur d‚Äô√©tage H√∂he OK unterer Fertigboden ‚Äď H√∂he OK oberer Fertigboden. Lichte Raumh√∂he hauteur fini d‚Äô√©tage m H√∂he des Raumes von OK Fertigboden bis UK Fertigdecke. Bei Decken mit sichtbaren Balken wird zwischen den Balken gemessen. OK Fertigboden inkl. allf√§llige Doppelb√∂den; UK Fertigdecke inkl. allf√§llige abgeh√§ngte Decken (vgl. Fig. 1.6). Die lichte Raumh√∂he wird bei der Definition der Energiebezugsfl√§che als Kriterium verwendet. Thermische H√ľlle enveloppe thermique Die thermische H√ľlle setzt sich aus den Bauteilen zusammen, welche die beheizten und/oder gek√ľhlten R√§ume allseitig und vollst√§ndig umschliessen. Vgl. Ziffer 2.2.1 T√ľrfl√§che Surface (aire) des portes Ad Als T√ľrfl√§che gilt das lichte Mass der Wand√∂ffnung. Bei Vorhangfassaden ist das lichte Mass und damit die T√ľrfl√§che nicht definiert. Daher wird die entsprechende Gr√∂sse nicht verwendet. W√§rmebr√ľcken ponts thermiques W√§rmebr√ľcken sind lokale St√∂rungen des W√§rmeflusses in der thermischen H√ľlle. Anstelle des eindimensionalen, senkrecht zur thermischen H√ľlle gerichteten W√§rmeflusses ergibt sich bei W√§rmebr√ľcken ein zwei- oder dreidimensionaler W√§rmefluss. Vgl. Ziffern 2.2.1.5 und 2.2.1.6 Fig. 1.5 Fenstermass (Schnitt und Grundriss) Fig. 1.6 Geschossh√∂he und lichte Raumh√∂he
1.1.3 Energetische Grössen
Brennwert (oberer Heizwert) Ho pouvoir calorifique sup√©rieur W√§rmemenge, die bei vollst√§ndiger Verbrennung eines Wasserstoff enthaltenden Brennstoffes frei wird, wenn der bei der Verbrennung entstehende Wasserdampf kondensiert. Eigenenergieproduktion Production d‚Äô√©nergie sur site Innerhalb des Bilanzperimeters aus erneuerbaren Energien (mit Sonnenkollektoren, Sonnenzellen usw.) oder aus zugef√ľhrter Energie (z.B. mit W√§rme-Kraft-Kopplung oder mit einer W√§rmepumpe) produzierte Energie, die entweder innerhalb des Bilanzperimeters genutzt oder an den Handel zur√ľckgeliefert wird. Die passive Nutzung der Sonnenenergie gilt nicht als Eigenenergieproduktion. Endenergie √©nergie finale Energie, die dem Verbraucher zur Umsetzung in Nutzenergie zur Verf√ľgung steht. Dazu z√§hlt die Energie, die von der letzten Stufe des Handels (inkl.nachbarliche Netze) geliefert wird (zugef√ľhrte Energie) und die am Standort gewonnene und benutzte Energie. Energietr√§ger Agent √©nerg√©tique Alle Energieformen, aus denen Nutzenergie direkt oder indirekt gewonnen werden kann. Als Tr√§ger von Endenergie kommen unter anderem in Frage: Holz, Koks, Heiz√∂l, Erdgas, Elektrizit√§t, Fernw√§rme, Sonnenenergie, Biogas, Windenergie und Umgebungsw√§rme. Heizwert (unterer Heizwert) Hu pouvoir calorifique inf√©rieur W√§rmemenge, die bei vollst√§ndiger Verbrennung eines Wasserstoff enthaltenden Brennstoffes frei wird, wenn der bei der Verbrennung entstehende Wasserdampf nicht kondensiert. Nutzenergie √©nergie utile Energie, die dem Verbraucher unmittelbar zur Verf√ľgung steht, z. B. als W√§rme im Raum oder als Warmwasser an der Zapfstelle. W√§rmeverlustkoeffizient Coefficient de d√©perdition thermique H W/K W√§rmeverlust vom beheizten Raum zur √§usseren Umgebung, geteilt durch die Temperaturdifferenz zwischen dem beheizten Raum und der √§usseren Umgebung. Der Begriff kann auch auf den W√§rmefluss zwischen dem beheizten Raum und einem unbeheizten Raum bzw. zwischen einem unbeheizten Raum und der √§usseren Umgebung angewendet werden. Zugef√ľhrte Energie √©nergie fournie Energie, die dem Verbraucher zur Umsetzung in Nutzenergie von der letzten stufe des Handels (inkl. nachbarliche Netze) geliefert wird. Massgebend ist er Bilanzperimeter. Wird vom Verbraucher Energie, welche er ‚Äď z.B. aus erneuerbaren Energien oder mit W√§rme-Kraft-Kopplung - erzeugt hat, dem Handel zur√ľckgeliefert, wird die zur√ľckgelieferte Energie von der gelieferten
Energie abgezogen. Der Energieinhalt brennbarer Energieträger bemisst sich nach ihrem Brennwert (oberer Heizwert).
1.2 Indizes
1.2.1 Indizes f√ľr die Geschossfl√§chen
F√ľr die Geschossfl√§chen werden die Abk√ľrzungen auch als Indizes verwendet.
1.2.2
1.3 Begriffe, Symbole und Einheiten
Bezeichnung Begriff Einheit Ab, Ath, Ainf Geb√§udeh√ľllfl√§che (Geb√§ude, energetisch, f√ľr Infiltration) m2 AE Energiebezugsfl√§che m2 Ath/AE Geb√§udeh√ľllzahl Ag, AF Glasfl√§che, Fassadenfl√§che m2 Ad, Aw T√ľrfl√§che, Fensterfl√§che m2 AGF, ANGF, AKF Geschossfl√§che, Nettogeschossfl√§che, Konstruktionsfl√§che m2 Nutzfl√§che, Hauptnutzfl√§che, Nebennutzfl√§che m2 Verkehrsfl√§che, Funktionsfl√§che m2 Energiekennzahl MJ/m2; kWh/m2 Teilenergiekennzahlen f√ľr Betriebseinrichtungen, MJ/m2 Beleuchtung und Diverse Geb√§udetechnik Teilenergiekennzahlen f√ľr Hilfsenergie Raumheizung und Warmwasser, Transport von Personen und Sachen und weitere geb√§udetechnische Anlagen MJ/m2 Teilenergiekennzahlen f√ľr L√ľftung/Klimatisierung, L√ľftung, K√ľhlung und Befeuchtung MJ/m2 Teilenergiekennzahl W√§rme, Raumheizung und Warmwasser MJ/m2 Glasanteil W√§rmeverlustkoeffizient W/K Geschossh√∂he, lichte Raumh√∂he spezifischer Luftstrom durch die Geb√§udeh√ľlle m3/(m2h) Glasfl√§chenzahl
2 BAUTEILABMESSUNGEN
2.1 Plangrundlagen
2.1.1 In den Grundrisspl√§nen, welche die Grundlage f√ľr bauphysikalische und energetische Berechnungen bilden, sind die Netto-Raummasse (Innenabmessungen der Netto-Geschossfl√§chen) und die Masse der Konstruk- tionsfl√§chen sowie die Masse der √Ėffnungen (Fenster, T√ľren und Wanddurchbr√ľche) anzugeben (vgl. Fig. 2.1). Zus√§tzlich sind die Aussenabmessungen der thermischen H√ľlle anzugeben.
2.1.2 In den entsprechenden Schnitten sind f√ľr jedes Geschoss die Geschossh√∂he und die St√§rke der einzelnen horizontalen Konstruktionselemente (Boden, Trenndecken, Dach) sowie das Niveau des Erdreichs anzugeben (vgl. Fig. 2.2). Zus√§tzlich sind die Aussenabmessungen der thermischen H√ľlle und die lichten Raumh√∂hen anzugeben. 2.1.3 In den Fassadenpl√§nen sind die Gesamtmasse der Fassaden (Aussenmasse) und falls davon abweichend die Gesamtmasse der thermischen H√ľlle sowie die Masse der √Ėffnungen (Fenster, T√ľren etc.) und das Niveau des Erdreichs anzugeben (vgl. Figur 2.3) Fig. 2.1 Beispiel eines Grundrissplans Fig. 2.2 Beispiel eines Schnittes 15 Fig. 2.3 Beispiel eines Fassadenplans
2.2 Abmessungen f√ľr w√§rmetechnische Berechnungen
2.2.1 Thermische H√ľlle
2.2.1.1 Die thermische H√ľlle setzt sich aus den Bauteilen zusammen, welche die beheizten und/oder gek√ľhlten R√§ume allseitig und vollst√§ndig umschliessen. Als beheizte resp. gek√ľhlte R√§ume gelten alle R√§ume, welche auf eine Solltemperatur beheizt oder gek√ľhlt werden. Die thermische H√ľlle muss zugleich w√§rmeged√§mmt und luftdicht sein. Wenn die Berechnung der Energiebilanz nur √ľber einen Geb√§udeteil erfolgt, wird dort, wo beheizte oder gek√ľhlte R√§ume an beheizte oder gek√ľhlte R√§ume ausserhalb des Bilanzperimeters anstossen, die thermische H√ľlle durch den Bilanzperimeter bestimmt.
2.2.1.2 Nicht beheizte oder gek√ľhlte R√§ume k√∂nnen in die thermische H√ľlle einbezogen werden, zum Beispiel wenn das zu einer kleineren Fl√§che der thermische H√ľlle f√ľhrt oder wenn dadurch W√§rmebr√ľcken vermieden werden k√∂nnen. Kriterium ist die Minimierung des Heizw√§rme- und K√ľhlbedarfs unter Ber√ľcksichtigung der Wirtschaftlichkeit.
2.2.1.3 Wenn bei einer vorgegebenen Situation nicht klar ist, welche Seite eines Raumes als thermische H√ľlle bezeichnet werden soll, wird sie durch die Fl√§che mit dem kleineren W√§rmeverlustkoeffizienten H gelegt (vgl. Figur 2.4). Fig. 2.4 Lage der thermischen H√ľlle bei unbeheizten R√§umen H1 W√§rmeverlustkoeffizient zwischen unbeheizt und aussen H2 W√§rmeverlustkoeffizient zwischen innen und unbeheizt
2.2.1.4 Nicht beheizte oder gek√ľhlte R√§ume, welche innerhalb der thermische H√ľlle liegen, werden als ‚Äěnicht aktiv beheizte oder gek√ľhlte R√§ume‚Äú bezeichnet zur Unterscheidung von den ausserhalb der thermischen H√ľlle liegenden unbeheizten R√§umen. Beheizte, gek√ľhlte und nicht aktiv beheizte oder gek√ľhlte R√§ume f√ľllen die thermischen H√ľlle vollst√§ndig aus.
2.2.1.5 Nicht aktiv beheizte R√§ume innerhalb der thermischen H√ľlle m√ľssen luftdicht gegen aussen abgeschlossen sein. Das gilt insbesondere f√ľr Trocken- und Heizr√§ume. Trockenr√§ume innerhalb der thermischen H√ľlle m√ľssen mit Raumluftw√§rmetrocknern oder mit Tumblern ausger√ľstet sein. Bei Heizr√§umen in der thermischen H√ľlle muss die Verbrennungsluft direkt dem Brenner zugef√ľhrt werden.
2.2.1.6 Die thermische H√ľlle setzt sich aus fl√§chigen Bauteilen zusammen. Alle Linien, welche zwei fl√§chige Bauteile trennen, sind grunds√§tzlich als lineare W√§rmebr√ľcken zu betrachten. Der Bezugspunkt der linearen W√§rmebr√ľcken befindet sich an der Schnittstelle der Messebenen der beiden angrenzenden fl√§chigen Bauteile. Punktuelle St√∂rungen des Aufbaus eines Bauelementes werden als punktuelle W√§rmebr√ľcken behandelt.
2.2.1.7 Innerhalb eines Bauteils wiederholt vorkommende W√§rmebr√ľcken (Sparren, Lattungen, Befestigungsanker usw.) werden i.a. beim W√§rmedurchgangskoeffizienten des betreffenden Bauteils ber√ľcksichtigt. F√ľr Verbundelemente wie Fenster, T√ľren, Fassadenelemente usw. wird ein mittlerer W√§rmedurchgangskoeffizient √ľber das Verbundelement berechnet oder gemessen.
2.2.2 Gebäudeweise Berechnungen
Bei gebäudeweisen Berechnungen werden die Flächen der Bauteile (Wände, Böden und Decken) und die
L√§ngen der W√§rmebr√ľcken der thermischen H√ľlle mit Aussenabmessungen bestimmt. Bei aussen an die
thermischen H√ľlle anstossenden unbeheizten R√§ume gelten ebenfalls die Aussenabmessungen der
thermischen H√ľlle. Vgl. Figur 2.5.
2.2.3 Raumweise Berechnungen
Bei raumweisen Berechnungen werden die Bauteile der thermischen H√ľlle auf Grund der Mittelachsen der
Innenwände und der OK Geschossdecken aufgeteilt und den betreffenden Räumen zugeordnet. Beim Boden
gegen unbeheizte Räume oder Erdreich und bei einer auskragenden Geschossdecke wird die
Konstruktionsdicke dem entsprechenden Bauteil des dar√ľber liegenden Raumes zugerechnet.
Die Summe der den R√§umen zugeordneten Fl√§chen muss gleich der Fl√§che der thermischen H√ľlle sein. F√ľr
Innenbauteile (Innenwände und Innen-Geschossdecken) werden die Abmessungen durch die Aussenflächen
der thermischen H√ľlle und die Mittelachsen von Innenw√§nden und Innen-Geschossdecken bestimmt. Vgl.
Figur 2.6. Wenn f√ľr bestimmte Berechungen R√§ume zu Raumgruppen zusammengefasst werden, entfallen die Abgrenzungen zwischen den R√§umen der gleichen Raumgruppe.
Fig. 2.5 Beispiel eines Grundrisses und einer Fassade bei gebäudeweiser Berechnung
Fig. 2.6 Beispiel eines Grundrisses und einer Fassade bei raumweiser Berechnung
2.3 Detailbestimmungen
2.3.1 F√ľr die einzelnen Projektphasen gelten die dem jeweiligen Massstab entsprechenden Masse und Genauig- keiten. Bei ausgef√ľhrten Bauten ergeben sich die Fl√§chen aus den Fertigmassen der begrenzenden Bauteile.
2.3.2 Grunds√§tzlich gilt die √§usserste Ebene des Bauteils (Bedeckung) als Aussenabmessung. In Doppelfassaden mit Luftr√§umen von mehr als 10 cm Dicke gilt die innere Begrenzung des Luftraumes als Aussenabmessung. Das gilt auch f√ľr abgeh√§ngte Decken an der Untersicht von auskragenden Bauteilen. In Geschossdecken mit einer Erdbedeckung von mehr als 20 cm gilt UK Erdreich als Aussenabmessung. Vgl. Figur 2.7.
2.3.3 Runde Bauteile m√ľssen mit geeigneten N√§herungsformeln berechnet werden.
2.3.4 Balkonnischen, Geb√§udevorspr√ľnge usw. sind in ihrer vollen Abwicklung zu erfassen. Strukturierte Bauteile werden als ebene Fl√§chen behandelt, sofern die effektive Oberfl√§che nicht mehr als + 30 cm von der als √§usserste Hauptebene der Fassade definierten Fl√§che vor- oder zur√ľckspringt. Vgl. Figur 2.8
Fig 2.7 Messebene der thermischen H√ľlle bei Doppelfassaden, hinterl√ľfteten Aussenw√§nden, abgeh√§ngten Decken an der Untersicht von auskragenden Bauteilen und bei erd√ľberdeckten Geschossdecken (Schnitte)
Fig. 2.8 Messebene der thermischen H√ľlle bei Balkonen und Geb√§udevorspr√ľngen sowie bei strukturierten Bauteilen (Grundrisse)
BEZUGSGR√ĖSSEN
3.1 Allgemeines
3.1.1 Als Bezugsgrösse zur Spezifizierung oder Charakterisierung von Räumen, Raumgruppen oder Gebäuden dient die Fläche der betreffenden Räume, Raumgruppen oder Gebäude.
3.1.2 Bei Räumen und Raumgruppen wird die Nettogeschossfläche ANGF (Nutzfläche, Verkehrsfläche und/oder Funktionsfläche) als Bezugsgrösse verwendet.
3.1.3 Bei ganzen Gebäuden wird die Geschossfläche AGF als Bezugsgrösse verwendet. Ein Spezialfall einer solchen Bezugsgrösse ist die Energiebezugsfläche AE gemäss Ziffer 3.2.
Wenn die Geschossfl√§che als Bezugsgr√∂sse f√ľr Teile eines Geschosses angewendet wird, wird die zwischen
den beiden Teilen liegende Konstruktionsfl√§che h√§lftig geteilt. Konstruktionsfl√§chen AKF, welche die thermische H√ľlle bilden, werden immer ganz zur Energiebezugsfl√§che gem√§ss Ziffer 3.2 gez√§hlt .
3.2 Energiebezugsfläche
3.2.1 Ermittlung der Energiebezugsfläche
Die Energiebezugsfl√§che AE ist die Summe aller ober- und unterirdischen Geschossfl√§chen AGF, die innerhalb der thermischen H√ľlle liegen und f√ľr deren Nutzung ein Beheizen oder Klimatisieren notwendig ist. Bei einer mehrfachen Nutzung des Raumes ist f√ľr die Zuordnung zur Energiebezugsfl√§che massgebend, ob eine Nutzung vorhanden ist, welche ein Beheizen oder Klimatisieren erfordert. In den Ziffern 3.2.2 und 3.2.3 wird auf Grund der Fl√§chenklassierung nach SIA 416 genau definiert, welche Fl√§chen zur Energiebezugsfl√§che geh√∂ren. Vgl. Fig. 3.1. Fig. 3.1 Schema der zur Energiebezugsfl√§chen geh√∂renden Geschossfl√§chen
3.2.2 Flächen, die zur Energiebezugsfläche zählen
Zur Energiebezugsflächen zählen die Hauptnutzflächen AHNF , die Verkehrsflächen AVF und die Flächen der Sanitärräume und Garderoben (Teile der Nebennutzflächen ANNF), sofern diese Flächen innerhalb der
thermischen H√ľlle liegen. Das gilt auch, wenn sie nicht beheizt sind. Teile dieser Fl√§chen mit einer Raumh√∂he kleiner als 1.0 m z√§hlen nicht zur Energiebezugsfl√§che (vgl. Figur 3.2). In Abweichung von Ziffer 3.2.3 geh√∂ren Ver- und Entsorgungssch√§chte und Abstellr√§ume kleiner 10 m2, welche von R√§umen,die zur Energiebezugsfl√§che z√§hlen, oder von der thermischen H√ľlle umgeben sind, zurEnergiebezugsfl√§che. Fig. 3.2 Energiebezugsfl√§che in Dachgeschossen
3.2.3 Flächen, die nicht zur Energiebezugsfläche zählen
Nicht zur Energiebezugsfl√§che zahlen die Nebennutzfl√§chen ANNF (ausser Sanit√§rr√§ume und Garderoben) und die Funktionsfl√§chen AFF, auch wenn sie innerhalb der thermischen H√ľlle liegen und beheizt sind. Ausnahme siehe Ziffer 3.2.2.
3.3 Geb√§udeh√ľllfl√§che
3.3.1 Die gesamte Geb√§udeh√ľllfl√§che Ab ist die Fl√§che der thermischen H√ľlle (Aussenabmessungen). Sie setzt sich zusammen aus den Fl√§chen gegen aussen, gegen unbeheizte R√§ume und gegen Erdreich sowie gegen allf√§llige benachbarte beheizte R√§ume.
3.3.2 Bei der Berechnung der thermischen Geb√§udeh√ľllfl√§che Ath werden die Fl√§chen gegen unbeheizt und gegen Erdreich mit ihren jeweiligen Reduktionsfaktoren gem√§ss SIA 380/1 multipliziert. Fl√§chen gegen benachbarte beheizte R√§ume werden nicht mitgez√§hlt. Vgl. Figur 3.3. Die thermische Geb√§udeh√ľllfl√§che wird verwendet zur Bestimmung der Geb√§udeh√ľllzahl Ath/AE gem√§ss Ziffer 5.3.
3.3.3 Bei der Berechnung der Geb√§udeh√ľllfl√§che Ainf zur Bestimmung der Luftdurchl√§ssigkeit der Geb√§udeh√ľlle gem√§ss SIA 180 werden Fl√§chen gegen Erdreich nicht mitgez√§hlt (vgl. Fig. 3.4).In der ISO-Norm 9972 ‚ÄěBestimmung der Luftdichtheit der Geb√§udeh√ľlle ‚ÄďDifferenzdruckmethode‚Äú werden
Innenabmessungen verwendet, gem√§ss SIA 180 aber ausdr√ľcklich Aussenabmessungen.
Fig. 3.3 Geb√§udeh√ľllfl√§che Ath zur Bestimmung der
Fig. 3.4 Geb√§udeh√ľllefl√§che Ainf zur Bestimmung Geb√§udeh√ľllzahl der Luftdurchl√§ssigkeit
ENERGIEKENNZAHL
4.1 Gesamt-Energiekennzahl
4.1.1 Die Energiekennzahl E ist ein Mass f√ľr den spezifischen Energieverbrauch eines Geb√§udes, wie er sich aus dem Zusammenwirken des Bauk√∂rpers und der Geb√§udetechnikanlage ergibt. Sie ist gleich der gesamten,
einem Geb√§ude w√§hrend eines Jahres zugef√ľhrte Energie geteilt durch die Energiebezugsfl√§che AE des
Geb√§udes. Eigenerzeugte Energie, die an den Handel zur√ľckgeliefert wird, wird von der gelieferten Energie in Abzug gebracht.
4.1.2 Der Energieinhalt von Brenn- und Treibstoffen bemisst sich nach dem Brennwert (oberer
Heizwert)Ho.
4.1.3 Zur Ber√ľcksichtigung ihrer Wertigkeit k√∂nnen die Energietr√§ger gewichtet werden. Die Gewichtung kann gem√§ss prEN 15203 auf Grund des Prim√§renergiefaktors, der Emissionen, insbesondere des CO2-Ausstosses, oder der Kosten erfolgen.
4.1.4 Um Energiekennzahlen verschiedener Geb√§ude vergleichbar zu machen, m√ľssen f√ľr die Berechnungbei Neubauten standardisierte Annahmen √ľber das Klima, die Betriebsweise und die Nutzung getroffen werden.
4.1.5 Bei bestehenden Geb√§uden werden die gemessenen Verbrauchswerte mit der Berechnung unter Annahmen der effektiven Werte f√ľr das Klima w√§hrend der Messperiode, die Betriebsweise und die Nutzung verglichen. Bei wesentlichen Abweichungen m√ľssen alle der Berechnung zu Grunde liegenden Annahmen √ľberpr√ľft und allenfalls angepasst werden. Zum Vergleich mit Energiekennzahlen anderer Geb√§ude wird anschliessend der Verbrauch unter den standardisierten Annahmen berechnet. Falls die Energiekennzahl zur Vorhersage des Verbrauchs verwendet wird, wird sie auf das mittlere Klima umgerechnet . Eine detaillierte Beschreibung der Verfahren ist in prEN 15203 enthalten.
4.2 Teilenergiekennzahlen nach Verwendungszweck
4.2.1 Die Energiekennzahl kann als Summe der Teilenergiekennzahlen nach Verwendungszweck dargestellt werden.
4.2.2 Zu den einzelnen Verwendungszwecken gehören immer auch die entsprechenden elektrischen Hilfs-
aggregate, wie Betriebsger√§te, Steuerungen, Pumpen usw. (Ausnahme Hilfsenergie f√ľr Raumheizung und
Warmwasser).
4.2.3
Die Verwendungszwecke werden wie folgt definiert: Verwendungszweck Definition Beleuchtung Beleuchtung von Innen- und Aussen-R√§umen (Raumbeleuchtung, Dekorationsbeleuchtung, Sicherheits- und Notbeleuchtung, Aussenbeleuchtung usw.). Betriebseinrichtungen Berieb der Ger√§te, welche dem Betrieb der R√§ume dienen, in welchen sie installiert sind oder welche diesen R√§umen zugeordnet werden k√∂nnen (ohne Beleuchtung und L√ľftung/Klimatisierung). Diverse Geb√§udetechnik Hilfsenergie f√ľr Raumheizung und Warmwasser, Transport von Personen und Sachen und weitere geb√§udetechnische Anlagen. Hilfsenergie f√ľr Raumheizung und Warmwasser Betrieb der elektrischen Hilfsaggregate f√ľr die Erzeugung, Speicherung, Verteilung und Abgabe von Raumw√§rme und Warmwasser, welche auch
bei nicht elektrischer Wärmeerzeugung notwendig oder anwendbar sind,
wie Pumpen, Brenner, elektrische Begleitheizungen usw.
2 Standardisierte Annahmen √ľber die Betriebsweise und Nutzung von Geb√§uden sind in SIA 380/1 festgehalten.
Annahmen f√ľr Raumnutzungen sind im Merkblatt SIA 2025 Nutzungsbedingungen [1] angegeben.
Transport von Personen und Waren Transport von Personen und Waren (Waren- und Personen-Aufz√ľge,
Rolltreppen, Speditionseinrichtungen usw.) Weitere gebäudetechnische Anlagen
Sicherheitsanlagen, Schliessanlagen, √úberwachungskameras, Brandschutzanlagen, Frostschutzheizungen. L√ľftung/Klimatisierung L√ľftung, K√ľhlung und Befeuchtung. L√ľftung Luftf√∂rderung in mechanischen L√ľftungsanlagen (Zu- und Abluft-Ventilaroren, Antriebe f√ľr die W√§rmer√ľckgewinnung, F√∂rderpumpen usw.). Zum Elektrizit√§tsbedarf L√ľftung geh√∂ren auch die Auswirkungen der luftseitigen Druckverluste der Komponenten f√ľr die K√ľhlung, Be- und Entfeuchtung sowie Erw√§rmung der gef√∂rderten Luft. K√ľhlung und Entfeuchtung der Raumluft (K√§ltemaschinen, F√∂rderpumpenf√ľr K√ľhlmittel- und Wasserkreisl√§ufe, Antriebe und Ventilatoren f√ľr R√ľckk√ľhlung usw.). Bei Absorptionsk√§ltemaschinen z√§hlt nur die f√ľr den Betrieb notwendige elektrische Energie zum Elektrizit√§tsbedarf K√ľhlung. Befeuchtung der Raumluft. Die nicht elektrische Erzeugung von Dampf f√ľr die Befeuchtung z√§hlt nicht zum Elektrizit√§tsbedarf f√ľr die Befeuchtung. W√§rme Elektrische Erzeugung von Raumw√§rme und elektrische Wassererw√§rmung. W√§rme f√ľr Raumheizung Elektrische Erzeugung von Raumw√§rme (Elektroheizungen, W√§rmepumpen, elektrische Lufterhitzer usw. ohne elektrische Hilfsenergie f√ľr die Speicherung, Verteilung und Abgabe von Raumw√§rme). W√§rme f√ľr Warmwasser Elektrischen Wassererw√§rmung (Wassererw√§rmer, W√§rmepumpen usw. ohne elektrische Hilfsenergie f√ľr die Speicherung, Verteilung und Abgabe von Warmwasser).
4.3 Teilenergiekennzahlen nach Energieträger
Die Energiekennzahl kann auch als Summe der Teilenergiekennzahlen nach Energieträger dargestellt
werden. F√ľr die zugef√ľhrte Energie k√∂nnen die folgenden Energietr√§ger unterschieden werden:
‚Äď Holz
‚Äď Kohle
‚Äď Heiz√∂l
‚Äď Erdgas, Fl√ľssiggas
‚Äď Elektrizit√§t
‚Äď Fernw√§rme, Nahw√§rme.
4.4 Energiebilanz mit Eigenproduktion
4.4.1 Die Energiebilanz mit Eigenproduktion wird gem√§ss Tabelle 4.1 dargestellt. Nicht zutreffende Zeilen und Spalten k√∂nnen weggelassen werden und zus√§tzliche Zeilen oder Spalten k√∂nnen eingef√ľgt werden. Alle Angaben erfolgen auf der Stufe Endenergie. Vgl. prEN 15203.
Tabelle 4.1 Energiekennzahl aufgeteilt in Teilenergiekennzahlen nach Energietr√§ger und Verwendungszweck Energietr√§ger Energie aus Eigenproduktion Holz Kohle Heiz√∂l Erdgas, Fl√ľssiggas Elektrizit√§t Betriebseinrichtungen Beleuchtung L√ľftung/Klima Diverse Geb√§udetechnik Raumheizung Verwendungszwecke Warmwasser
Endenergie
solar thermische Produktion photovoltaische Produktion/Windgenerator Wärme-Kraft-Kopplung
Eigenproduktion Wärmepumpe Teilenergiekennzahlen nach Energieträger Gewichtungsfaktoren
Teilenergiekennzahlen (gewichtet)
4.4.2 Zugef√ľhrte Energien (Holz, Kohle, Heiz√∂l, Erd/Fl√ľssiggas, Elektrizit√§t, Nah- oder Fernw√§rme), welche f√ľr einen der Verwendungszwecke eingesetzt werden, werden in den entsprechenden Zellen (hellbraun) eingesetzt. Von der W√§rme-Kraft-Kopplung und der W√§rmepumpe verbrauchte zugef√ľhrte Energien und die elektrische Hilfsenergie f√ľr die solarthermische Produktion werden in den entsprechenden Zellen (hellblau) eingetragen. Die eigenproduzierte Energie wird in den entsprechenden Zellen (hellgr√ľn) als negativer Wert eingetragen. Die eigenproduzierte Energie, welche f√ľr einen bestimmten Verwendungszweck eingesetzt wird, wird in den hellgelben Zellen als positiver Wert angegeben.
4.4.3 Wenn bei kombinierter Produktion (z.B. kombinierte W√§rmeerzeugung f√ľr Heizung und Warmwasser) die Zuordnung der Verluste auf die Verwendungszwecke nicht bekannt ist, k√∂nnen diese proportional zum Nutzenergiebedarf zugeteilt werden. Wenn die Aufteilung der eigenproduzierten Energie auf die Verwendungszwecke (z.B. W√§rme aus Solarenergie f√ľr Raumheizung und Warmwasser oder Elektrizit√§t aus W√§rme-Kraft-Kopplung f√ľr Betriebseinrichtungen, Beleuchtung, L√ľftung/Klima usw.) nicht bekannt ist, kann die Aufteilung ebenfalls proportional zum betreffenden Nutzenergiebedarf erfolgen. Die Verluste der W√§rme- Kraft-Kopplung werden der erzeugten W√§rme zugerechnet.
4.4.4 Die Teilenergiekennzahlen nach ungewichteten Energietr√§gern sind gleich der Summe der dar√ľber liegenden Zellen. F√ľr eigenproduzierte Energien ist der Wert null oder negativ (R√ľcklieferung). R√ľckgelieferte Elektrizit√§t oder W√§rme kann von der gelieferten Elektrizit√§t bzw. W√§rme in Abzug gebracht werden. Durch Multiplikation
mit den Gewichtungsfaktoren ergeben sich die gewichteten Teilenergiekennzahlen (unterste Zeile).
4.4.5 Die Teilenergiekennzahlen nach Verwendungszweck (rechte Spalte) sind gleich der gewichteten Summe der links stehenden Zellen. F√ľr die Gewichtung werden die Gewichtungsfaktoren der zweituntersten Zeile
verwendet. F√ľr die eigenproduzierte Energie ergibt sich ein negativer Wert.
4.4.6 Die Zelle in der rechten unteren Ecke stellt die gewichtete Gesamt-Energiekennzahl dar. Sie ist gleich der Summe der Zellen der untersten Zeile und gleich der Summe der Zellen der rechten Spalte.
WEITERE KENNZAHLEN
5.1 Glasanteil
Der Glasanteil fg eines Gebäudes, einer Fassade oder eines Raumes ist gleich dem Verhältnis der Summe
der lichtdurchlässigen Glasflächen Ag zur Summe der Fassaden AF. bzw zur betreffenden Fassadenfläche.
Bei der Bestimmung des Glasanteils pro Raum wird die Fassade gemäss Ziffer 2.2.2 auf die Räume
aufgeteilt. Der Glasanteil kann auch auf Dachflächen mit Dachfenstern angewendet werden. Der Glasanteil
wird verwendet zur Beurteilung des Risikos von thermischen Behaglichkeitsproblemen von Gebäuden oder
Räumen [2].
5.2 Glasflächenzahl
Die Glasflächenzahl zg eines Raumes ist gleich dem Verhältnis der lichtdurchlässigen Glasfläche Ag zur
Nettogeschossfläche ANGF des Raumes. Sie wird verwendet zur Beurteilung des Risikos von thermischen
Behaglichkeitsproblemen in Räumen.
5.3 Geb√§udeh√ľllzahl
Die Geb√§udeh√ľllzahl Ath/AE eines Geb√§udes oder eines Geb√§udeteils ist gleich dem Verh√§ltnis der
Geb√§udeh√ľllfl√§che Ath zur Energiebezugsfl√§che AE. Sie charakterisiert die Kompaktheit des Geb√§udes. Sie
wird in SIA 380/1 verwendet zur Bestimmung der Grenzwerte des Heizwärmebedarfs.
Anhang A Zuordnung von Räumen zu den Flächen nach SIA 416 (informativ)
Die folgenden Raumbezeichnungen lehnen sich an die Norm DIN 277 Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau [ 4] an.
HNF Hauptnutzflächen
Wohnen und Aufenthalt:
Wohnr√§ume (inkl. K√ľchen und Sanit√§rr√§ume), Gemeinschaftsr√§ume, Pausenr√§ume, Warter√§ume, Speise-
räume, Haftzellen
HNF2
B√ľroarbeit:
B√ľror√§ume, Grossraumb√ľros, Besprechungsr√§ume, Konstruktionsr√§ume, Schalterr√§ume,
Bedienungsr√§ume, Aufsichtsr√§ume, B√ľrotechnikr√§ume
HNF3
Produktion, Hand- und Maschinenarbeit, Experimente:
Werkhallen, Werkst√§tten, Labors, R√§ume f√ľr Tierhaltung und Pflanzenzucht, gewerbliche K√ľchen,
Sonderarbeitsräume
Lagern, Verteilen, Verkaufen:
Lagerr√§ume, Archive, Sammlungsr√§ume, K√ľhlr√§ume, Annahme- und Ausgaber√§ume, Verkaufsr√§ume, Aus-
stellungsräume
Bildung, Unterricht und Kultur:
Unterrichtsräume, Übungsräume, Bibliotheksräume, Sporträume, Versammlungsräume (Kino, Theater,
Aulen, Mehrzweckhallen), B√ľhnen- und Studior√§ume, Schaur√§ume (f√ľr Museen, Galerien,
Kunstausstellungen usw.), Sakralräume
Heilen und Pflegen:
R√§ume mit medizinischer Ausstattung, R√§ume f√ľr operative Eingriffe, R√§ume f√ľr Strahlendiagnostik und
Strahlentherapie, R√§ume f√ľr Physiotherapie und Rehabilitation, Bettenr√§ume in Krankenh√§usern, Pfleg-
heimen, Heil- und Pflegeanstalten
NNF Nebennutzflächen
Sanitärräume, Garderoben, Abstellräume, Fahrzeugabstellflächen, Fahrgastflächen ((Bahnsteige,
Flugsteige inkl. dazugeh√∂rige Zug√§nge, Treppen und Rollsteige), R√§ume f√ľr zentrale Technik (R√§ume in
Kraftwerken, Kesselh√§usern, M√ľllverbrennungsanlagen usw.), Schutzr√§ume (R√§ume f√ľr den zivilen
Bevölkerungsschutz, auch wenn zeitweilig anders genutzt)
FF Funktionsflächen
R√§ume f√ľr betriebstechnische Anlagen f√ľr die Ver- und Entsorgung des Bauwerkes selbst, inkl. der
unmittelbar zum Betrieb geh√∂rigen Fl√§chen f√ľr Brennstoffe, L√∂schwasser, Abwasser und Abfallbeseitigung,
Hausanschlussräume, Installationsräume, -schächte und -kanäle.
VF Verkehrsflächen
Verkehrserschliessung und ‚Äďsicherung: Flure, Hallen, Treppen, Sch√§chte f√ľr F√∂rderanlagen,
Fahrzeugverkehrsflächen
Anhang B Brenn- und Heizwerte der Energieträger (informativ)
Tabelle B.1
Brenn- und Heizwerte von Energieträgern
Energieträger
Dichte
Heizwert Hu
Brennwert Ho
Hu/Ho
kg/l
MJ/kg
kWh/kg
MJ/kg
kWh/kg
Erdölprodukte:
- Rohöl
- Heizöl extra leicht
- Heizöl schwer
- Petrolkoks
- Propan
- Butan
- Benzin
- Diesel
- Flugtriebstoffe
Kohle:
- Steinkohle
- Braunkohle
Holz1:
- St√ľckholz lufttrocken
- Holzschnitzel
- Holzkohle
- Pellets
02 Jan 2010
13:59:25
Gross Michael

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