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Life-cycle Strategie

Text Datum Benutzer
Life-cycle Strategie
Ich suche informationen zu Lebensdauervorhersage bei Gebäudetechnischen-Bauteilen zB.im Bereich Aufzugstechnik etc. Kann mir jemand auf diesem Gebiet weiterhelfen.

12 Dec 2004
22:42:36
Life


Im Anhang Infos zum Thema! Gruss P.Hubacher


http://www.sses.ch/de/zse/rognon_598.html

Die Wärmepumpe Sonnenenergie 5/98

50% weniger CO2 durch Nutzung erneuerbarer Energien mit Wärmepumpen

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Rund die H√§lfte unseres Nutzenergiebedarfes wird f√ľr die Niedrigtemperatur-Raumw√§rme verbraucht. Hier kann die W√§rmepumpe heute schon die dazu n√∂tigen Prim√§renergien und den Ausstoss von CO2 bedeutend reduzieren. Die grossen Fortschritte der W√§rmepumpe zur effizienten Nutzung von Umweltw√§rme sind noch zu wenig bekannt. Von Fabrice Rognon




(Dieser Artikel gehört zur Sondernummer "Wärmepumpen" der Zeitschrift Sonnenenergie und äussert die freie Meinung des Autors. Lesen Sie auch die Stellungnahme der SSES zu diesem Thema.) Woher kommt der Strom? Auf diese Frage lassen sich alle Diskussionen um die Wärmepumpe reduzieren. Bei deren Beantwortung sind zwei Phasen zu unterscheiden:

Entwicklung gemäss Energie 2000

Die W√§rmepumpe muss einen Beitrag an die Ziele von Energie 2000 zur CO2-Reduktion und zur Stabilisierung der Elektrizit√§tsnachfrage leisten. Die Strategie zur Strombereitstellung f√ľr die neu installierten W√§rmepumpen st√ľtzt sich daher auf zwei Beine:

‚ÄĘ Sanierung: Im nat√ľrlichen Ersatzrhythmus sollen m√∂glichst viele Elektro-Widerstandsheizungen durch W√§rmepumpen ersetzt werden. Dabei werden 1/2 bis 2/3 des Stromes frei (bei den anvisierten h√∂heren Arbeitszahlen entsprechend mehr). Die heute etwa 230 000 festen Elektro-Heizungen fressen im Jahresdurchschnitt 6% des Strom-Landesverbrauches, im Winterhalbjahr sogar 15%.

‚ÄĘ Substitution: Durch vermehrte energetische Verwertung von Abf√§llen in Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA) und vermehrten Einsatz von w√§rmegef√ľhrten ‚Äď meist fossil betriebenen ‚Äď W√§rme-Kraft-Kopplungsanlagen (WKK) k√∂nnen weitere Strommengen bereitgestellt werden. Die Entwicklung dieser flankierenden Technologien werden vom Ressort regenerierbare Energien von Energie 2000 verfolgt. Die entsprechenden j√§hrlichen Zahlen (in GWh/a, siehe Tabelle 1):


Erzeugung durch: 1990 1995 2000 2010 KVA 326 422 626 626 WKK 548 884 998 1598 Ersatz Elektroheizungen 0 2 300 1300 Total 874 1308 1924 3524 Bedarf WP 369 553 1139 2439

Tabelle 1: Bilanz der Stromproduktion durch die flankierenden Massnahmen und Entwicklung des Bedarfes der neuen Wärmepumpen, gemäss Energie 2000, in Gigawatt-Stunden pro Jahr (GWh/a). KVA: Produktion in Kehrichtverbrennungsanlagen, Winterhalbjahr; WKK: Produktion durch Wärme-Kraft-Kopplungsanlagen; Ersatz Elektroheizungen: Ersatz von festen Elektro-Widerstandsheizungen durch Wärmepumpen; Bedarf WP: Stromverbrauch durch die Wärmepumpen


Die Elektizitätsnachfrage von Wärmepumpen ist also bis ins Jahr 2010 problemlos gedeckt. Und nach Energie 2000?

Um 2010‚Äď2015 wird wahrscheinlich das Potential des Ersatzes von Elektro-Heizungen und von vermehrter Stromproduktion in KVA ausgesch√∂pft sein. Dann ben√∂tigen die neu installierten W√§rmepumpen neue Anlagen zur Elektrizit√§tserzeugung. Um eine spekulative Diskussion zu vermeiden, betrachten wir:

bis 2010‚Äď2015 den schweizerischen Winterstrom mit Importen, bestehend aus 46% Wasserkraft, 43% AKW, 12% thermisch (meist Steinkohle), ohne Transitstrom; und f√ľr die Zeit nach Aussch√∂pfung der w√§hrend Energie 2000 eingeleiteten Massnahmen: das europ√§ische Netz (UCPTE); WKK30/86-W√§rme: W√§rme-Kraft-Kopplung mit elektrischem Wirkungsgrad von 30% und gesamtem Nutzungsgrad von 86%. Der W√§rme werden genau soviele Emissionen angelastet, wie wenn sie von einem modernen Gaskessel erzeugt w√ľrde. Die restlichen Emissionen gehen zu Lasten des Stromes. Die WKK wird w√§rmegef√ľhrt; WKK30/86-Elektr.: das gleiche mit allen Emissionen dem Strom zugerechnet, die W√§rme ist also emissionsfrei; GuD58/58: Gas- und Dampf-Turbine im kombinierten Prozess, mit elektrischem Wirkungsgrad von 58%, ohne W√§rmenutzung; Kohle: Steinkohlekraftwerk aus Deutschland; Wasserkraft: schweizerisches Speicherkraftwerk; AKW: Import aus franz√∂sischen Atomkraftwerken. Hier muss ein zentrales Element des Betriebes von W√§rmepumpen in Erinnerung gerufen werden: Praktisch jede neue W√§rmepumpe wird mit unterbrechbaren Stromlieferungen betrieben. Somit tragen sie nicht zu den Tagesspitzen des Elektrizit√§tsverbrauches bei. Falls importiert werden muss, werden sie also nicht durch eine einzelne (Spitzen-)Stromerzeugung gespiesen, sondern durch ein Gemisch aus den 5 oben genannten Quellen.

Unter welchen Bedingungen leisten die Wärmepumpen einen Beitrag an die Reduktion des Primärenergiebedarfes und des CO2?

Wir st√ľtzen uns auf die Methode der √Ėkobilanz oder Life Cycle Analysis, welche im √Ėkoinventar alle Prozessschritte von der Rohstoffgewinnung, der Materialherstellung und des Anlagebaus √ľber den Betrieb bis zur Entsorgung betrachtet. Wir fokussieren uns auf die Einsparung von Prim√§renergien und auf die CO2-Reduktion.

Einsparung von Primärenergien

Wir betrachten die Heizung eines Geb√§udes (Heizleistungsbedarf 10,25 kW) und bestimmen die minimale JAZ (Jahresarbeitszahl als Verh√§ltnis der j√§hrlich produzierten Nutzenergie zur j√§hrlich verbrauchten Elektrizit√§t), welche erreicht werden soll, damit die W√§rmepumpe bei der Bilanzierung der nicht erneuerbaren Energien besser abschneidet als eine Elektro-Heizung, eine √Ėlheizung oder eine Gasheizung. Die Berechnung wird f√ľr verschiedene Herkunft der Elektrizit√§t wiederholt.

Die letzte Kolonne von Tabelle 2 gibt die minimale JAZ an, ab welcher das System Stromerzeugung plus W√§rmepumpe mehr Nutzenergie erzeugt als nicht erneuerbare Energien verbraucht. Dieser ¬ęErntefaktor¬Ľ sagt aus, ob das System die Umwelt belastet (Erntefaktor <1,0) oder schont (Erntefaktor >1,0).

Wir betrachten zwei markt√ľbliche W√§rmepumpen: eine Sole/Wasser, monovalent, mit vertikaler Erdsonde ausgelegt mit 55 W/m Entzugsleistung, mit K√§ltemittel R407C, und eine Luft/Wasser, monovalent, mit K√§ltemittel R290. Da sich die Resultate h√∂chstens um 0,1 unterscheiden, geben wir nur die Zahlen der ersten Anlage an (siehe Tabelle 2).

Herkunft der Elektrizit√§t JAZ mini Elektro JAZ mini √Ėl JAZ mini Gas JAZ mini Erntefaktor = 1 CH Winter mit Importen 1,0 1,9 1,9 2,7 UCPTE 1,0 2,6 2,7 3,8 WKK 30/86-W√§rme 1,0 1,1 1,2 1,7 WKK 30/86-Elektr. 1,0 3,5 3,7 5,1 TAG58/58 1,0 1,8 1,9 2,6 Steinkohle 1,0 3,1 3,3 4,5 Wasserkraft 3,6 0,1 0,1 0,1 AKW 1,0 3,1 3,3 4,5

Tabelle 2: minimale JAZ, damit die W√§rmepumpe √ľber ihren ganzen Lebenszyklus Prim√§renergie einspart bzw. einen Erntefaktor von 1,0 erreicht, in Abh√§ngigkeit der Herkunft der Elektrizit√§t. Gas: Gaskessel low-Nox, kondensierend, Jahresnutzungsgrad 97%; √Ėl: √Ėlkessel low-Nox, kondensierend, Jahresnutzungsgrad 94%; Erntefaktor: Verh√§ltnis der produzierten Nutzenergie zu allen verbrauchten nicht erneuerbaren Prim√§renergien, √ľber den ganzen Lebenszyklus des Systems.

Reduktion des CO2

Wir betrachten wieder die zwei oben genannten W√§rmepumpen und untersuchen die Emissionen in CO2-√Ąquivalenten im Vergleich mit modernen √Ėl- und Gaskesseln. Das CO2 ist haupts√§chlich f√ľr den Treibhauseffekt verantwortlich (siehe Tabelle 3).


Sole/Wasser JAZ mini Sole/Wasser JAZ mini Luft/Wasser JAZ mini Luft/Wasser JAZ mini Herkunft der Elektrizität mazout gaz mazout gaz CH Winter mit Importen 0,5 0,6 0,5 0,6 UCPTE 1,8 2,4 1,8 2,3 WKK 30/86-Wärme 1,0 1,3 1,0 1,3 WKK 30/86-Elektr. 3,0 3,8 2,9 3,7 TAG58/58 1,5 1,9 1,5 1,9 Steinkohle 3,9 5,0 3,8 4,8 Wasserkraft 0,1 0,1 0,1 0,1 AKW 0,1 0,1 0,1 0,1

Tabelle 3: minimale JAZ, damit die W√§rmepumpen die CO2-Emissionen reduzieren, √ľber ihren ganzen Lebenszyklus, f√ľr verschiedene Herkunft der Elektrizit√§t. Sole/Wasser: monovalent, vertikale Erdsonde von 120 m , R407C;Luft/Wasser: monovalent, ohne Zusatzheizung, R290; Gas: Gaskessel low-Nox, kondensierend, Jahresnutzungsgrad 97%; √Ėl: √Ėlkessel low-Nox, kondensierend, Jahresnutzungsgrad 94%.




Wie ist der Stand der Technik?

Auf dem Pr√ľfstand

Die Pionierzeiten mit Jahresarbeitszahlen (JAZ) um 2 sind definitiv vorbei: Ein Haus mit Umgebungsluft √ľber den ganzen Winter mit einer JAZ von 3 und mehr heizen, ist heute durchaus m√∂glich. Das Bundesamt f√ľr Energie hat den Aufbau des W√§rmepumpentest- und Ausbildungszentrums in Winterthur-T√∂ss unterst√ľtzt. Dort werden die Leistungsziffern (COP) nach europ√§ischer Norm gemessen. Dies erlaubt dem Kunden objektive Vergleiche der Leistungsf√§higkeiten (siehe Tabelle 4).

Messpunkte 1994 1995 1996 1997 A2/W50 2,21 2,35 2,48 2,50 A2/W35 2,77 3,14 3,27 3,43 BO/W35 3,61 3,99 4,40 4,44

Tabelle 4: Durchschnitte der j√§hrlich gemessenen Leistungszahlen (COP) im W√§rmepumpentest- und Ausbildungszentrum in Winterthur-T√∂ss gem√§ss europ√§ischer Norm EN255. Dargestellt sind die Messpunkte A2/W50 (COP f√ľr Aussenluft 2¬į C und Heizwasser 50¬į C), A2/W35 (COP f√ľr Aussenluft 2¬į C und Heizwasser 35¬į C), B0/W35 (COP f√ľr Sole aus einer Erdsonde bei 0¬į C und Heizwasser 35¬į C).



Im Feldeinsatz

F√ľr die Analyse und die Optimierung der Leistungen im Feldeinsatz haben wir 1994 eine breite Messkampagne gestartet: 120 Anlagen werden laufend unter realen Betriebsbedingungen ausgemessen und analysiert. Die Anlagen wurden nach strengen Kriterien ausgew√§hlt, das Sortiment soll den Marktverh√§ltnissen entsprechen. Sie wurden zwischen 1994 und 1997 in Betrieb genommen. Pilotanlagen, Laborger√§te oder Forschungsmaschinen wurden absichtlich ausgeschlossen. Nachfolgend sind die zur Zeit verf√ľgbaren Teilresultate von 88 Anlagen aufgef√ľhrt (siehe Tabelle 5).

JAZ gemessen JAZ, gewichteter Durchschnitt, Heizen und Warmwasser JAZ, gewichteter Durchschnitt, nur Heizen Neubauten 2,0 - 4,2 2,8 3,1 Renovationen (Sanierungen) 1,9 - 4,0 2,5 2,7

Tabelle 5: gemessene JAZ (Jahresarbeitszahl) und Durchschnitt der JAZ gewichtet nach jeweils produzierter Energiemenge. Die 88 Anlagen sind nach Wärmequellen (46 Aussenluft, 38 Erdsonden und 4 Grundwasser) und Bauart aufgeteilt.



Zur Zeit ist die nach produzierter Energiemenge durchschnittliche JAZ aller W√§rmepumpen nicht aussagekr√§ftig. Die Sanierungsobjekte sind mit 55% um einen Faktor √ľberproportional repr√§sentiert. Eine marktentsprechenden Aussage wird im Sommer 1999 m√∂glich sein. Sie d√ľrfte um die 3,0 liegen.

Perspektive

Die obigen Zahlen entsprechen 45% der Leistungen einer idealen Maschine. Vor 10 Jahren waren es 35%. Kurz seien die wichtigsten Elemente mit grösstem Verbesserungspotential genannt:

T-Quelle und T-Heizung: Erh√∂hung der Temperatur der W√§rmequelle, insbesondere bei den Erdsonden, und Senkung der Temperatur der Heizverteilung; W√§rme√ľbergang: Verdampfer und Kondenser sind thermodynamisch komplexe W√§rmetauscher; Kompressoren: Wirkungsgrad und Liefergrad erh√∂hen; Steuerung und Regelung: schlechte transiente Zust√§nde vermeiden, Optimierung der Integration im Geb√§ude. JAZ von 4,5 bis 5,5 wurden schon in Pilotanlagen mit handels√ľblichen Komponenten erreicht. Die Senkung des W√§rmebedarfes durch eine gute W√§rmed√§mmung und die intensive Nutzung von passiver Sonnenenergie verbessern noch die Eigenschaften. Eine Zunahme der JAZ von 50% bis 2000 ist durchaus realisierbar. Der Bereich Umgebungsw√§rme/WKK des Bundesamtes f√ľr Energie setzt daf√ľr zwei Drittel seines j√§hrlichen Budgets von 6 Millionen ein.

Gehört die Wärmepumpe der Familie der erneuerbaren Energien?

Wie jedes System, welches erneuerbare Energie nutzt, braucht die W√§rmepumpe auch nicht erneuerbare Energie. F√ľr eine gegebene Dienstleistung sieht die Energiebilanz einer W√§rmepumpe grunds√§tzlich √§hnlich aus, wie bei einer solar-thermischen Anlage:

WP = erneuerbare Energie + Antriebsenergie + eventuell Zusatzenergie. Solar-thermisch = erneuerbare Energie + Antriebsenergie + Zusatzenergie. Nur die Gr√∂ssenordnungen variieren je nach gewollter Dienstleistung. Betrachten wir zwei typische Dienste: die Warmwasseraufbereitung (WW) und die Raumheizung. Die aufgef√ľhrten Prozent-Zahlen verstehen sich als optimistische Gr√∂ssen, welche mit handels√ľblichen Komponenten erreichbar sind (siehe Tabelle 6).

Anteil in % der Nutzenergie WW solar / WP Raumheizung √ľbliches Geb√§ude solar / WP Raumheizung Pilotgeb√§ude solar / WP

Erneuerbare Energie 60..80 / 50 30 / 65 80..90 / 80

Antriebsenergie Mrz 50 Mrz 35 Mrz 20

Zusatzenergie 37..17 / 0 67 / 0 17..7 / 0

Total 100/100 100/100 100/100


Tabelle 6: √Ąhnlichkeit der Energiefl√ľsse einer thermischen Solaranlage und einer W√§rmepumpenanlage, f√ľr die Anteile erneuerbarer Energie, Antriebsenergie und Zusatzenergie. Betrachtet sind die Aufbereitung von Warmwasser (WW) und die Raumheizung. F√ľr die Raumheizung werden ein heute √ľbliches Geb√§ude nach SIA-Norm und ein Pilotgeb√§ude mit Niedrigenergiebedarf (wie Minergie oder √Ėko-Bau) betrachtet.



F√ľr die gleiche Dienstleistung braucht jedes System zur Nutzung erneuerbarer Energie auch nicht erneuerbare Antriebs- und Zusatzenergie. Ihre Herkunft spielt in jedem Fall eine zentrale Rolle, insbesondere bei der Bestimmung des Erntefaktors. Zur Erinnerung: die Erzeugung von Raumw√§rme in bestehenden Geb√§uden (zweite Kolonne) beansprucht die H√§lfte des Nutzenergiebedarfes der Schweiz.

Schlussfolgerungen

Der Strom-Mehrbedarf von Elektrizit√§t ist bis 2010‚Äď2015 durch die im Rahmen von Energie 2000 gef√∂rderten flankierenden Massnahmen gedeckt: Ersatz von Elektro-Heizungen, vermehrte Stromgewinnung in KVA und Einsatz von w√§rmegef√ľhrten W√§rme-Kraft-Kopplungsanlagen (WKK).

Nach den oben aufgef√ľhrten Leistungen im Feldeinsatz ist ersichtlich, dass die W√§rmepumpen im Rahmen von Energie 2000 in jedem Fall eine bedeutende Reduktion des Prim√§renergieverbrauches und der CO2-Emissionen im Vergleich mit konventionell-fossilen Heizungen erzielen.

Die Kombination moderner W√§rme-Kraft-Kopplungsanlagen mit W√§rmepumpen kann heute schon den CO2-Ausstoss um 20% reduzieren. Ihr Erntefaktor liegt deutlich √ľber 1,0. Selbstverst√§ndlich ist die Kombination mit erneuerbarer Stromerzeugung die allerbeste.

Die Aussch√∂pfung der Verbesserungspotentiale um 2010‚Äď2015 wird die durchschnittliche JAZ der W√§rmepumpen gegen 3,5 anheben. Zusammen mit dem fortlaufenden Ersatz √§lterer, ineffizienter, unrentabler Kraftwerke, zugunsten moderner, effizienter Systeme, sind dann die erreichbaren Werte den konventionellen Heizungen noch deutlicher √ľberlegen. Der Erntefaktor d√ľrfte dann √ľber 1,5 liegen und die CO2-Reduktion etwa 50%.

Nach den vorg√§ngigen Ausf√ľhrungen geh√∂ren W√§rmepumpen zweifellos zu den erneuerbaren Energien, weil ihre guten Energiebilanzen allein wegen der Nutzung der Umgebungsw√§rme zustande kommen.






Bibliographie R. Frischknecht et al., √Ėkoinventare von Energiesystemen, 3e √©d., EPF Z√ľrich, 1996 E2000, Jahresbericht des Ressorts regenerierbare Energien, Liestal, 1996 R. Frischknecht, Der Einfluss des Strommodells auf die Umweltbilanz von W√§rmepumpen, 1998 Feldanalyse von W√§rmepumpenanlagen (FAWA), Zwischenbericht (wird im Sommer 1999 publiziert) Prognos AG, Energieperspektiven der Szenarien I bis III 1990‚Äď2030, Bern, 1996 F. Rognon, √Ėkobilanz von W√§rmepumpen, Bern, 1996 M. Zogg, Maximale Prim√§renergienutzung und CO2-Reduktion mit W√§rmepumpenheizsystemen, Oberburg, 1998.


N√ľtzliche Adressen

Bundesamt f√ľr Energie, F. Rognon, 3003 Bern, Fax 031/323 25 00, E-Mail: fabrice.rognon@bfe.admin.ch

Fördergemeinschaft Wärmepumpen Schweiz FWS Informationsstelle, Postfach 298, 3000 Bern 16 Tel. 031/352 41 13, Fax 031/352 42 06

http://www.admin.ch/bfe: Alles √ľber das Bundesamt f√ľr Energie und Energie 2000

http://www.infoenergie.ch: Alles √ľber Pilot- und Demonstrationsprojekte inkl. Bestellung von Berichten

http://fws.ch: Alles √ľber die F√∂rdergemeinschaft W√§rmepumpen Schweiz und ihre Aktivit√§ten

http://www.waermepumpe.ch/hpc : Informationen √ľber die internationalen Aktivit√§ten des Bereiches Umgebungsw√§rme des Bundesamtes f√ľr Energie

http://www.heatpumpcentre.org : Alles √ľber die Aktivit√§ten der internationalen Energieagentur IEA √ľber W√§rmepumpen

http://www.wpz.ch: Alle Pr√ľfresultate des W√§rmepumpentest- und Ausbildungszentrums von Winterthur-T√∂ss



Fabrice Rognon arbeitet im Bundesamt f√ľr Energie im Bereich Umgebungsw√§rme/WKK. Diesen Artikel hat er geschrieben in Zusammenarbeit mit den Herren Prof. P. Suter, R. Frischknecht und P. Hubacher

12 Dec 2004
22:43:39
P.Hubacher
Life-cycle Costs, Links

Guten Abend, Zum Them Text und Links, viel Erfolg! L.Lercher


Zu den Anwendungsbereichen der Lebenskosten gehören ganz allgemein:

- Information bzw. Vorausberechnung der Baunutzungskosten mit Hilfe von Vergleichs- und Richtgrößen;

- Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen von bestehenden Hochbauten, d. h. die finanzielle Auswirkung von baulichen Gegebenheiten, Lebensdauer, Nutzungs-möglichkeiten und Nutzungsziel;

- Kontrolle bei der Investitionsplanung und bei der √úberwachung der Wirtschaftsf√ľhrung bez√ľglich baulicher und technischer Anlagen;

- Entscheidungshilfe bei der Kostenplanung unter dem Aspekt der ‚ÄěSubstitutionsm√∂glichkeit‚Äě von Kosten (d. h. da√ü beispielsweise h√∂here Investitionskosten - bessere Materialien - geringere Folgekosten bedeuten: L√§ngere Lebensdauer, leichtere Reinigung etc.).‚Äě /8/


Die Rechnung mit Baunutzungskosten eignet sich also sowohl zur Vorkalkulation insbesondere der Folgekosten bereits in der Planung als auch zur Nachkalkulation im inner- oder zwischenbetrieblichen Vergleich von in der Nutzung stehenden Geb√§uden oder Bereichen gleicher Nutzungsart. Dabei ist es erforderlich, die einschl√§gigen Normen und die Struktur der Kostenplanung (Gliederung, Bauelemente, Ausf√ľhrungsarten) zu Beginn der Planung mit den daran Beteiligten abzustimmen.

Vor der Durchf√ľhrung von Berechnungen sind deren Grundlagen festzulegen, hierzu geh√∂ren mindestens:

‚Äě- Preisbasis f√ľr Investitionskosten,

- Energiepreise f√ľr W√§rme, K√§lte und Strom (hierbei sind die jeweiligen g√ľltigen Tarife der EVU zu erfragen), - Kosten f√ľr Reinigung (bei gro√üen Projekten evtl. Angebote von verschiedenen Reinigungsunternehmen einholen),

- Nutzungsdauern,

- kalkulatorischer Zinssatz,

- Steigerungsraten f√ľr Betriebs- und Bauunterhaltungskosten,

- Intervalle f√ľr Bauunterhaltungskosten.‚Äě /12/


Bauteile, Konstruktionen, Ausstattungen und Anlagen m√ľssen in allen Phasen der Planung mit den anteiligen Baukosten und dem jeweiligen Folgeaufwand in Beziehung gesetzt werden k√∂nnen. Hierzu sind Kennwerte zu bilden. Als Bezugsmengen zur Bildung von Kennwerten und f√ľr die Ermittlung des Folgeaufwandes k√∂nnen vorzugsweise dienen:

- Grundflächen nach DIN 277 Grundflächen und Rauminhalte im Hochbau /3/ (z. B. BGF, NGF, NF) oder nach anderen geeigneten Gesichtspunkten,

- Bauelemente und Anlagen in Verbindung mit dem jeweiligen Kosteneinflu√ü, z. B. Geb√§udeh√ľlle aus Wand und Dach oder Installationselemente und Installationsgrad, gegebenenfalls unterschiedlich nach der Art der Nutzung, der Geb√§udetiefe, der Gescho√ülage, der Raumaufteilung und den Raumkonditionen,

- Nutzungsvorg√§nge oder Anzahl der Nutzer (z. B. √úbernachtungen im Hotel, Mitarbeiter im B√ľro, Passagiere im Terminal) pro Zeiteinheit.


F√ľr die Ermittlung der technischen Lebensdauer der Konstruktionen und Ausstattungen, und damit der Zeitintervalle von Ma√ünahmen, k√∂nnen, sofern keine Erfahrungswerte vorliegen, ersatzweise die in den Wertermittlungsrichtlinien (WertR ‚Äô91) angegebenen Lebensdauern von Bauelementen und Materialien (wenn auch mit Vorbehalt) herangezogen werden. /11/

Aufgrund der vergleichsweise kurzen technischen bzw. wirtschaftlichen Lebensdauer von Anlagen der Geb√§udetechnik ist bei einer z. B. 50-j√§hrigen Nutzung des gesamten Geb√§udes und entsprechender Betrachtungsdauer von dem ein- bis mehrmaligen vollst√§ndigen Ersatz der Anlagen bzw. von Anlagenteilen auszugehen. Besonderen Beanspruchungen, insbesondere bei gewerblicher Nutzung wie L√§den, B√ľros etc., unterliegen alle Elemente des baulichen Ausbaus (Fu√übodenbel√§ge oder Wandoberfl√§chen, T√ľren u. a.).

Obwohl in den ersten Jahren ab Nutzungsbeginn zun√§chst fast nur die Kosten f√ľr Verwaltung, Steuern und Geb√§udebetrieb zu Ausgaben f√ľhren, sind dennoch im Hinblick auf den sp√§teren Bauunterhalt deren durchschnittliche j√§hrliche Kosten zu ermitteln und, soweit die tats√§chlichen Ausgaben geringer ausfallen, in H√∂he der Differenzbetr√§ge R√ľckstellungen zu bilden. So ist es m√∂glich, auch eine gr√∂√üere Ma√ünahme, z. B. eine neue Dachabdichtung nach 10 Jahren, fr√ľhzeitig zu ber√ľcksichtigten (Liquidit√§t) und als Bauunterhaltung in Form j√§hrlicher Kosten zu erfassen. Zur Sicherung der Nutzbarkeit und zur Werterhaltung von Geb√§uden ist die geplante und vorbeugende Durchf√ľhrung von Ma√ünahmen erforderlich, das hei√üt f√ľr den Betreiber des Geb√§udes:

- nicht erst auf eingetretene Sch√§den reagieren, sondern durch regelm√§√üige √úberpr√ľfung und rechtzeitige Ma√ünahmen gr√∂√üere Sch√§den vermeiden und

- nicht die technische Lebensdauer der einzelnen Bauteile auszusch√∂pfen versuchen, sondern Ma√ünahmen zur Erhaltung planen und vor dem Eintritt eines Schadens durchf√ľhren (z. B. im Bereich der Dachentw√§sserung).

Ziel eines geplanten Bauunterhaltes (Termine und Maßnahmen) muß also sein:

- rechtzeitiges Erkennen der notwendigen Maßnahmen,

- zeitgerechte Bereitstellung der finanziellen Mittel (bzw. deren Beantragung), zeitgerechte Planung, Beauftragung und Durchf√ľhrung der Ma√ünahmen (z. B. vor der Winter- oder Schlechtwetterzeit),

- Kostensicherheit und wirtschaftlicher Einsatz der Mittel,

- Vermeidung bzw. Reduzierung von Schäden und Nutzungsausfällen sowie

- Erhaltung wertvoller Bausubstanz.


Verfahren der Berechnung

Es gibt bei der Planung eines Gebäudes unzählige Situationen, die Entscheidungen notwendig machen. Zu den wirtschaftlichen Gesichtspunkten der Planung gehören die Baukosten wie die Folgekosten. Wie aber lassen sich diese zusammenfassen oder wie lassen sich die unterschiedlichen Baukosten und Folgekosten von Planungsvarianten miteinander vergleichen?

Zur L√∂sung solcher Aufgaben sind die Verfahren der Investitionsrechnung hilfreich. Diese erlauben die Zusammenfassung aller Ausgaben - √ľbrigens auch der Einnahmen - und so die Ermittlung eines Gesamtbetrages, z. B. als Barwert, oder von entsprechenden Jahreswerten, z. B. der j√§hrlichen Kosten eines Geb√§udes, aus Erstellung und Nutzung. Planungsentscheidungen k√∂nnen somit in Kenntnis z. B. des langfristigen Minimums aller Ausgaben getroffen werden.

Solche Modellrechnungen sind der Versuch, zahlreiche variable Faktoren auf einheitliche und einfache Gr√∂√üen zusammenzufassen. W√§hrend die Verfahren vergleichsweise einfach anzuwenden sind, ist die Ber√ľcksichtigung aller wichtigen Einflu√ügr√∂√üen und die Einsch√§tzung langfristiger Entwicklungen um so schwieriger.

Bei langfristigen Betrachtungen spielen die voraussichtlich unterschiedlichen Preisentwicklungen z. B. der Bauleistungen f√ľr den Bauunterhalt oder der Energiekosten eine erhebliche Rolle. Entsprechendes gilt f√ľr die Entwicklung der Kapitalkosten (Zinsen) des im Bauwerk gebundenen Kapitals.

Einschr√§nkend ist allerdings festzustellen, da√ü die Verfahren der Investitionsrechnung eine Beurteilung von Investitionen lediglich unter monet√§rem Aspekt (z. B. Kosten und Erl√∂se) erlauben. Im Regelfall wird eine Investition nur dann als vorteilhaft eingestuft, wenn sie die Wiedergewinnung der Anschaffungsauszahlungen und eine vom Investor als ausreichend angesehene Verzinsung des eingesetzten Kapitals erbringt. Ein Bauherr, der ausschlie√ülich monet√§re Ziele verfolgt, investiert nur dann, wenn er damit rechnen kann, da√ü er das investierte Kapital zur√ľckgewinnt und dieses sich au√üerdem angemessen verzinst. Dar√ľber hinaus sind nat√ľrlich weitere Gesichtspunkte zu beachten (Gestaltung, Umweltvertr√§glichkeit, soziale Ziele).

Bei Anwendung der Investitionsrechnung m√ľssen die folgenden drei prinzipiellen Gr√∂√üen, die in einem direkten Abh√§ngigkeitsverh√§ltnis zueinander stehen, ber√ľcksichtigt werden:

- Zahlungen (einschließlich Anfangs- und Endkapital),

- Zins (Zinssatz, Zinsfuß),

- Zeit (Anfangs- und Endtermin, Dauer).


Die Verfahren der Investitionsrechnung lassen sich danach gliedern, welche dieser drei prinzipiellen Größen bei der Vorteilhaftigkeitsbeurteilung im Vordergrund stehen.

Die sogenannten Hilfsverfahren der Praxis (statische Verfahren) rechnen mit j√§hrlichen Durchschnittsbetr√§gen und ber√ľcksichtigen daher die Zeitstruktur der Zahlungen nicht oder nur unvollkommen. Demgegen√ľber gehen die finanz-mathematischen Verfahren (dynamische Verfahren) von Einzahlungs- und Auszahlungsstr√∂men aus und betrachten sie bis zum Ende der Nutzungsdauer des Investitionsobjektes. Dabei k√∂nnen Unterschiede der Zahlungsbetr√§ge im Zeitablauf ber√ľcksichtigt werden. Fragen der Verfahrenswahl wurden an anderer Stelle /9/ ausf√ľhrlich behandelt und sollen hier nicht vertieft werden.

Die Anwendung der Kostenvergleichsrechnung, einem statischen Verfahren der Investitionsrechnung, stellt die einfachste Art der Ermittlung dar und entspricht begrifflich wie methodisch der Rechnung mit Baunutzungskosten. Dies schließt andere Verfahren jedoch nicht grundsätzlich aus.

Das Vorteilhaftigkeitskriterium der Kostenvergleichsrechnung sind die j√§hrlichen Kosten der Bauma√ünahme. Das Verfahren kann allerdings nur dann angewendet werden, wenn Nutzen oder Erl√∂se verschiedener Investitionen gleich sind oder nicht genau ermittelt werden k√∂nnen. Der Vergleich von Varianten mit unterschiedlicher Nutzungsdauer, z. B. eines Geb√§udes mit einer voraussichtlichen Nutzungsdauer von 10 Jahren mit einem anderen von 50 Jahren ist dabei m√∂glich, da f√ľr beide Varianten die Jahreskosten ermittelt werden und eben diese Gegenstand des Vergleichs sind.


Kostenvergleichsrechnung - Beispiel Außenwände A und B

Kostenart Berechnung Kosten pro Jahr _______________________________________________________________________

Abschreibung 180,00 DM/m² : 50 Jahre 3,60 DM/m² Kapitalkosten (Realzins 3%) 0,5 * 180,00 DM/m² * 0,03 2,70 DM/m² Energiekosten 6,50 DM/m² Bauunterhaltungskosten 15,00 DM/m² : 6 Jahre 2,50 DM/m² Kosten der Außenwand A 15,30 DM/m²


Kostenart Berechnung Kosten pro Jahr ________________________________________________________________________

Abschreibung 210,00 DM/m² : 50 Jahre 4,20 DM/m² Kapitalkosten (Realzins 3%) 0,5 * 210,00 DM/m² * 0,03 3,15 DM/m² Energiekosten 2,85 DM/m² Bauunterhaltungskosten 12,00 DM/m² : 6 Jahre 2,00 DM/m² Kosten der Außenwand B 12,20 DM/m²


Dieser bewu√üt einfach gehaltene Vergleich zweier Au√üenw√§nde, zeigt alle notwendigen Angaben und ein gut nachvollziehbares Ergebnis (auf die Ermittlung der Baunutzungskosten im Zusammenhang mit dem Grundst√ľck wird gesondert hingewiesen).

Worauf kommt es an?

- Die Abschreibungsdauer ist f√ľr das gesamte Geb√§ude bzw. f√ľr das einzelne Bauteil festzulegen, der Jahresbetrag (Abschreibung) wird durch einfache Division ermittelt (das Grundst√ľck ist davon grunds√§tzlich ausgenommen).

- Bei der Ermittlung der Kapitalkosten wird die durchschnittlich halbe Kapitalbindung angesetzt, weil im Verlauf der Nutzung der Restbetrag f√ľr die Abschreibung und der Wert des Geb√§udes gegen Null tendieren (beim Grundst√ľck bleibt dagegen die volle Kapitalbindung bestehen).

- Bei der Verzinsung des gebundenen Kapitals ist die Nominalverzinsung (Grundlage der j√§hrlichen Zinszahlung, z. B. 6% p. a.) um die allgemeine Teuerung (Inflation, z. B. 3% p. a.) zu bereinigen. Unabh√§ngig von aktuellen Werten des Kapitalmarktzinses und der allgemeinen Teuerung kann f√ľr vergleichende Ermittlungen mit 3% Realverzinsung (langj√§hriges Mittel) gerechnet werden.

- Die Energiekosten sind zu schätzen und bezogen auf ihre langfristige Entwicklung als Durchschnittswerte anzugeben (besonders schwierig).

- F√ľr die Kosten des Bauunterhalts sind die Kosten der einzelnen Ma√ünahme gegebenenfalls abweichend von der im Neubau zu sch√§tzen. Die Abschreibungsdauer entspricht dem Zeitintervall der Ma√ünahmen.

- In der Rechnung nicht enthaltene Gesichtspunkte wie Gestaltung, Umwelt-vertr√§glichkeit u. a. der Varianten sind argumentativ zu ber√ľcksichtigen.

Ermittlungen f√ľr ein vollst√§ndiges Geb√§ude unterscheiden sich grunds√§tzlich von dem einfachen, oben gezeigten Beispiel nicht; nur das Grundst√ľck ist hinsichtlich der Kapitalkosten (vollst√§ndig und f√ľr die gesamte Nutzungszeit) und der Abschreibung (entf√§llt) zus√§tzlich zu ber√ľcksichtigen.


4. Praktische Erfahrungen - ein Beispiel

Die Ermittlung der Baunutzungskosten kann sowohl f√ľr die Vorbereitung der Planung hilfreich sein, die Planung begleiten als auch der Optimierung der Nutzung von Geb√§uden dienen. Der Verfasser hatte im Jahr 1998 Gelegenheit, an der Auslobung und Vorpr√ľfung eines internationalen Architektenwettbewerbes mitzuwirken und hierbei die Ermittlung nicht nur der Baukosten, sondern auch die der Folgekosten zu koordinieren. Es handelte sich um ein Passagierabfertigungsgeb√§ude f√ľr einen Verkehrsflughafen (vgl. Literatur /7/).

Zur √úberpr√ľfung der Wirtschaftlichkeit (Baukosten und Folgekosten) wurde auf der Grundlage des Raum- und Funktionsprogramms ein Modell entwickelt, welches als Null-Variante bezeichnet wurde. Die Ermittlungen anhand der Null-Variante umfa√üten die Baukosten bezogen auf

- Tragwerk mit Gr√ľndung (Kennwert zur BGF, Beurteilung des statischen Systems),

- Fassade und Dach (Kennwerte zu offenen und geschlossenen Flächen),

- nichttragende Innenwände (Kennwerte zu BGF und Flächenart),

- nichttragende Konstruktionen der Decken (Kennwerte zu BGF und Flächenart),

- Technische Anlagen (ohne Förderanlagen, Kennwerte zu BGF und Flächenart),

- F√∂rderanlagen (Fahrsteige nach L√§nge, Rolltreppen und Aufz√ľge in St√ľck)


sowie √ľber unterschiedliche Bezugsgr√∂√üen (BGF, BRI, Nutzer) die Folgekosten f√ľr

- Gebäudereinigung,

- Abwasser und Wasser,

- Wärme, Kälte und Strom sowie

- Bauunterhalt.


Von Interesse sind in diesem Zusammenhang die Folgekosten, deren Kosten in diesem wie in anderen F√§llen von der Art der Nutzung, der Intensit√§t der Nutzung und von der Planung abh√§ngen. Es lagen Erfahrungswerte von mehreren Verkehrsgeb√§uden vor. Die Informationen wurden dahingehend √ľberpr√ľft, ob sie gem√§√ü DIN 18960 Baunutzungskosten sachlich richtig zugeordnet waren und somit in die Berechnungen eingehen durften. Dies war notwendig, weil erfahrungsgem√§√ü h√§ufig

- Betriebskosten mit anderen Kostenarten zusammengefaßt oder nicht je Gebäude einzeln erfaßt werden und auch

- Bauunterhaltungsmaßnahmen (in der Praxis leider) nicht immer von Neu- und Umbaumaßnahmen getrennt werden bzw. auch nachträglich ohne weiteres zu trennen sind.


Der Aufwand f√ľr 5.1 Geb√§udereinigung ist bei Verkehrsgeb√§uden vergleichsweise hoch, kann jedoch durch die Planung durchaus beeinflu√üt werden. Es wurden Rahmenwerte in drei Klassen (einfache, durchschnittliche, schwierige Bedingungen) f√ľr die Reinigungsarbeiten aufgestellt und mit unterschiedlichen Kosten-Fl√§chen-Kennwerten belegt. Die Planunterlagen waren zu beurteilen hinsichtlich:

- B√∂den: Befahrbarkeit (Reinigungsmaschinen), Gr√∂√üe und Geometrie der Fl√§chen sowie Hindernisse (z. B. St√ľtzen) und Art des Bodenbelages (Gumminoppen-, Teppich- oder Steinbelag); Reinigung t√§glich,

- Fassaden: Material und Konstruktion, Anteil der Glas- und Sonnenschutzfl√§chen, Zug√§nglichkeit der Fl√§chen √ľber Putzbalkons, Fassadenreinigungsanlagen, Leitern, Ger√ľste oder Hubwagen; Reinigung zweimal j√§hrlich.

Die Mengen bzw. Kosten f√ľr 5.2 Abwasser und Wasser sind, von der Dachentw√§sserung abgesehen, direkt vom Passieraufkommen (Intensit√§t der Nutzung) abh√§ngig. Die Geb√§udeplanung hat zum Zeitpunkt des Architektenwettbewerbes einen eher geringen Einflu√ü auf die Kosten (Dachfl√§che). Die Mengen wurden auf der Grundlage der vorliegenden Verkehrsprognose (Anzahl Passagiere) berechnet.

F√ľr 5.3 W√§rme und K√§lte sowie 5.4 Strom erfolgte eine Energiebedarfsberechnung auf der Grundlage von Marktpreisen, die Frage der Energiearten bzw. der Eigen- oder Fremderzeugung wurde zur√ľckgestellt. F√ľr die Ermittlung des Energiebedarfs wurden die folgenden Unterscheidungen und Annahmen (k-Wert) bez√ľglich der Geb√§udeh√ľlle, insbesondere der Fassade, getroffen:

- Anteil der H√ľlle als Pfosten-Riegel-Konstruktion mit Verglasung (k-Wert 1,7) und

- Anteil der H√ľlle als geschlossene Fassade, ged√§mmt (k-Wert 0,4) sowie

- Dachausbildung entsprechend der geschlossenen Fassade,

- Mengenermittlungen der Fassade nach Himmelsrichtungen getrennt.


Die Kostenart 6. Bauunterhaltungskosten wurde √ľber Prozents√§tze (Gliederung entsprechend der Ermittlung der Baukosten) gesch√§tzt. Die Erfahrungswerte waren bei den zur Verf√ľgung stehenden Vergleichsobjekten nicht ohne Korrekturen auf die neuen Ermittlungen √ľbertragbar. Die Betreiber hatten die Kosten f√ľr Bauunterhalt, Umbau- und Erweiterungsma√ünahmen nicht in allen F√§llen unterschieden und entsprechend dokumentiert. Bei verschiedenen betriebstechnischen Anlagen, z. B. Gep√§cksystem, mu√üte festgestellt werden, da√ü in den Vertr√§gen mit den Fachfirmen die Leistungen von 5.6 Wartung und Inspektion sowie 6. Bauunterhaltskosten unter Instandhaltung zusammengefa√üt worden waren.

Die Null-Variante diente somit als Grundlage f√ľr

- die zur Vorbereitung des Wettbewerbes erforderlichen Untersuchungen (Datenerhebung, Arbeitsunterlagen, Ermittlungsschritte)

- die Kostenermittlungen (Baukosten, Folgekosten) f√ľr alle Wettbewerbsarbeiten,

- die vergleichende Beurteilung der Wirtschaftlichkeit sowie

- die anschließende Überarbeitung ausgewählter Beiträge.


Das Beispiel zeigt, da√ü bereits in der Vorbereitung der Planung Werte f√ľr die Folgekosten zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit ermittelt werden k√∂nnen, auch wenn dazu zahlreiche Annahmen notwendig sind. Wichtiger als die Genauigkeit der Daten ist allerdings m. E. das Bewu√ütsein f√ľr die Bedeutung der Folgekosten (Baunutzungskosten) f√ľr die gesamte Planung.


Schlußbemerkung

Es ist zu hoffen, da√ü das in den letzten Jahren st√§rker gewordene Interesse an neuen Methoden wie z. B. dem Facilities Management einerseits, als auch die zu erwartende Diskussion √ľber die neue DIN 18960 - 1 Nutzungskosten im Hochbau zu einer Weiterentwicklung und Verbesserung der Grundlagen beitr√§gt.

Unverzichtbar ist, darauf aufbauend, die verbesserte und umfangreiche Erhebung von Daten nach einheitlichen Regeln und √ľber l√§ngere Zeitr√§ume. Eine zentrale Einrichtung sollte bundesweit die Erhebung und Verbreitung dieser Informationen f√ľr alle Interessierten erm√∂glichen. F√ľr die Ermittlung und Auswertung der Baukosten leistet ja das Baukosteninformationszentrum Deutscher Architektenkammern bereits vorbildliche Arbeit /1/. Warum nicht auch f√ľr die ebenso wichtigen Folgekosten?

Unabh√§ngig davon mu√ü jeder, der Kennwerte aufstellt oder von anderen √ľbernimmt, darauf achten, da√ü die Qualit√§t der Informationen sichergestellt ist. Denn Daten f√ľhren nur dann zu brauchbaren Ermittlungen, wenn

- bei Erhebungen die Baunutzungskosten von anderen Kosten klar erkennbar abgegrenzt werden (z. B. erkennbare Unterscheidung des Bauunterhaltes bzw. der Instandhaltung von Umbaumaßnahmen),

- Daten nach einheitlichen Regeln, z. B. Me√üvorschriften, erhoben werden (z. B. Bezug von Reinigungskosten f√ľr Bodenbel√§ge auf eine einheitlich Fl√§chenart wie die Netto-Grundfl√§che),

- alle Kostenangaben indiziert werden (z. B. Kostenstand 3. Quartal 1998) und √ľber Indexreihen aktualisiert werden k√∂nnen,

- Kostenkennwerte durch eine f√ľr die Kostenverursachung geeignete Beschreibung erg√§nzt werden (hierzu geh√∂ren Angaben wie: W√§rmed√§mmung der Fassade, Anforderungen hinsichtlich des Raumklimas, Angaben zur Nutzungsintensit√§t, Angaben zu Energieverwendung und -verbrauch),

- Informationen in ausreichender Menge zur Verf√ľgung stehen und eine statistisch sichere Anwendung erlauben.




Baukosteninformationszentrum Deutscher Architektenkammern GmbH, Stuttgart, Hrsg. von u. a.: BKI Baukosten 1998 - Teil 1: Kostenkennwerte f√ľr Geb√§ude, erscheint j√§hrlich in aktualisierter Fassung

Siegel, Curt und Wonneberg, Ralf: Bau- und Betriebskosten von B√ľro- und Verwaltungsgeb√§uden - Eine Auswertung der Daten von 110 ausgef√ľhrten und in Betrieb genommenen Geb√§uden, Bauverlag GmbH Wiesbaden


LIFE-CYCLE COST.

Life-cycle cost (LCC) means the total costs of owning, operating, and maintaining a building over its useful life, including its fuel and energy costs. LCC is determined on the basis of a systematic evaluation and comparison of alternative building space-conditioned systems. In the case of leased buildings, the life-cycle cost should be calculated over the effective remaining term of the lease


http://www.geoexchange.org/dsgntool/lccdes.htm

http://www.geoexchange.org/../cases/cs0071.htm

http://www.elitesoft.com/web/hvacr/elite_life_info.html

http://www.e-architect.com/pia/cae/casestudies/home2.asp


EUN/APEM TRAINING SERIES Energy-Minded Preventive Maintenance Management

By KENNETH T. SPAIN Kenneth Spain is a senior research associate with the Johnson Research Center of the University of Alabama in Huntsville. He is project manager for IdEA$, the industrial energy advisory service that provides technical services to help Alabama industries and industrial end users reduce energy costs. Spain was recognized by the Association of Energy Engineers as the 1995 Energy Engineer of the Year.


The EUN/APEM Energy Management Training Series is designed to provide nonspecialists with an introduction to the fundamentals of energy management.


The less proactive maintenance management mantras often define energy systems maintenance as "that which is deferred or ignored until it becomes a problem." This conventional "if it ain't broke, don't fix it" wisdom is reactive maintenance, fixing problems after they occur, or after they become an emergency. Conversely, preventive style of maintenance heads off problems before they occur; moreover, "if it ain't fixed, you might go broke." It involves regularly scheduled procedures of inspecting, testing, and reconditioning to delay system deterioration and prevent early equipment failure.

Economics of Maintenance and Energy Energy is by far the largest component of the total life cycle cost of most energy-using systems. Furthermore, while energy cost may be a distant second to labor expenses as a component of total annual operating costs, it is commonly has the largest potential for significant savings. Maintenance cost usually follows as a close third in rank, yet tends to be the first area where budgets are cut when money is tight. Budget cutting frequently results in deferred maintenance, a strategy that leads to additional energy use and reduced equipment life, followed by capital costs, then maintenance. Deferred maintenance expenditures as a result of short-term budget issues can incidentally result in an increase to the two largest components of the life cycle cost.

Preventative maintenance is essential to prevent an energy system from using more energy than necessary; keep the system effective in doing its intended job; prevent problems that can lead to reduction in productivity; and help prevent early equipment failure.

There are four basic ways to reduce energy costs that apply to all energy production, distribution, and end-use categories: reduce the price of the purchased energy; reduce operating hours of the energy-using equipment; reduce the load or the need for energy; and increase the operating efficiency of the energy-using equipment. Maintenance of energy-related systems is necessary to ensure that expected energy cost savings are actually achieved. Any situation where maintenance has been deferred is a new opportunity for energy cost savings as a result of corrective maintenance action.

How to Implement a Maintenance Program The following steps are recommended for implementing an effective energy systems maintenance program.

Assess Existing Condition and Correct Deficiencies: A complete audit of existing facilities and equipment should be conducted to identify where operation and maintenance (O&M) deficiencies exist and to recommend specific corrective action. Energy and productivity savings will normally justify the cost necessary to implement recommended O&M changes. For assistance in learning how to conduct an energy audit, refer to the January 1996 "Energy Auditing" training module.

Compile Complete Documentation on Existing Equipment and Facilities: All pertinent drawings of building systems and equipment should be compiled. Original design criteria, specifications, and drawings-both design and as-built-should be included. Manufacturers' manuals, specifications, warranties, and nameplate data should be obtained for all energy-using equipment. This should include sufficient information to safely operate, inspect, maintain, troubleshoot, and repair (or decide to repair) equipment. Replacement and repair part lists, ordering information, installation records, modifications, routine maintenance, and repairs also should be compiled.

Establish a Preventive Maintenance Program: Manufacturers' recommendations and past experience should be used as your primary guides to establish a program of routine and preventive maintenance actions for energy-using systems.

Identify the frequency of maintenance as well as labor and material resources needed to accomplish the maintenance action. Recognize the tradeoff between the benefit of more frequent maintenance versus the overall benefits of the maintenance actions. As with any area of work, too much of a good thing can be a bad thing. On one hand, the more frequent the maintenance, the greater the probability that equipment will operate efficiently and that problems will be identified quickly or prevented. On the other hand, the more often a piece of equipment is maintained, the higher the cost of maintenance and the greater the probability of accidental misadjustment. Somewhere a balance has to be found. Rather than simply defining a calendar time frequency for maintenance action, the ideal situation would be to base maintenance on runtime, change in energy use, change in performance, or some other significant measurable parameter.

A good maintenance management software package can be invaluable in organizing the scheduling, record-keeping, and reporting needed to implement a preventive maintenance program. Consider including long-term maintenance as a deliverable in an energy-savings performance contract; good maintenance practice is critical to a performance contracts success and achievement of expected savings (please see this month's Special Report on page 14).

Create and Maintain a Well-trained Staff: The long-term success of a new maintenance philosophy depends upon proper training and motivation of the personnel assigned to implement the program. Invest in training for maintenance staff on energy awareness, operation, maintenance and repair of energy-using systems, and energy accounting and reporting. Training should be designed or selected to meet the needs of individual staff members and to support the overall goals of the energy system maintenance program. Some equipment vendors may offer training at no additional cost as a part of their business of supplying equipment and replacement parts over time.

Monitor and Report Maintenance Progress and Energy Use: Create reports tailored to the information needs of every level of management and O&M staff. A maintenance management program will produce needed equipment and maintenance tracking reports. Energy accounting software provides the capability to track energy use and report true avoided costs resulting from maintenance actions and capital improvements. See the February 1996 training module on "Energy Accounting and Analysis" for more information about establishing an energy accounting system.

General Suggestions for Maintenance Actions Without consideration to specific end-use equipment or functional area, most energy system maintenance actions could be derived from the following common sense guidance:

Fix leaks promptly. Regularly clean heat transfer surfaces and replace filters. Periodically verify schedules, set points, and proper operation of controls. Follow manufacturers' and designers' recommendations for routine maintenance. Inspect and monitor equipment operation. Keep good records of all operation and maintenance data. Fix minor problems before they result in need for major repairs. If major repairs are required, consider the economic benefit of replacing with more efficient equipment before deciding to repair. Examples of specific maintenance guidance by functional area follow:

Primary Utilities: Primary utilities-such as electricity, natural gas, fuel oil, or coal-are usually purchased from a utility company. Even though they are not energy utilities, water and sewer may impact the cost of operating energy-using systems and are frequently in the domain of the energy manager.

Electric system components include transformers, conductors, switchgears, and distribution panels. These systems should be evaluated for voltage imbalance or deviation, loose connections, or self-heating. Power factor charges on electric bills should be monitored and minimized by correcting problems caused by low power factor or by use of capacitors to offset the reactive power. Any possible problems with the electric billing meter should be brought to the attention of the servicing utility for corrective action.

Distribution systems for piped utilities should be checked for leaks regularly. A leak on the customer side of the natural gas meter represents both an energy cost as well as a safety problem. Leaks in buried water lines or leaking valves or fixtures may go undetected for a long time unless there is a program of regular maintenance inspection.

Secondary Utilities: Secondary utilities are energy sources such as steam, chilled water, or compressed air that may be centrally generated and distributed throughout the facility to supply energy to end-use equipment. Boilers, chillers, air compressors, and their associated distribution systems represent a tremendous opportunity for energy savings in many industrial facilities. There are many maintenance-related questions to ask, including the following: Is the distribution system efficient? Are leaks under control? Are hot or cold lines properly insulated? Are steam traps working properly? Are dead-end lines eliminated? Is piping properly sized to minimize restrictions? Is the boiler, chiller, or air compressor properly adjusted, maintained, and operating at peak efficiency? Are distribution temperatures and pressures minimized to those needed to satisfy the load-and perhaps increase safety-thereby increasing the efficiency of the boiler, chiller, or air compressor? Is the steam condensate being captured and returned? Is the water treatment program well planned and managed to keep blowdown reasonable? Does the compressed air system use outside air to reduce temperature and increase efficiency?

Building Envelope: The building envelope includes the ceilings, walls, windows, doors, and floors that separate the outside from the inside environment. Note the type of construction, insulation levels, and condition of the building envelope components, especially those components that separate conditioned from unconditioned environment. Look for opportunities to reduce the load or need for HVAC conditioning by minimizing thermal conduction and air infiltration. Some pertinent maintenance questions include the following: Are there leaks or openings in the building envelope that could be sealed? Does insulation need to be replaced or added? Are doors and windows properly caulked and weather-stripped? Do they operate properly? Are conditioned areas separated from unconditioned areas with doors, plastic strip curtains, or air curtains, and are these devices being properly used?

HVAC&R Systems: The heating, ventilating, air-conditioning, and refrigeration system consists of all equipment used to condition, cool, or ventilate an indoor environment. Energy costs may be 70 percent to 80 percent of the annual operating cost of HVAC systems and 30 percent to 50 percent of the life cycle cost. Capital costs of HVAC equipment are a major component of life cycle cost; therefore, any deferred maintenance that results in shortened equipment life becomes a significant economic problem. Neglected maintenance that results in reduced worker productivity or even worker illness is both a major economic loss and a potential liability problem. A small reduction in worker productivity can quickly erase the benefit of large energy savings.

All HVAC equipment should be inventoried and their conditions noted. Note what areas are served by the equipment and how it is controlled. Verify that the operating schedule of the system corresponds to the occupancy of the facility. Find out if the time clocks or energy management control systems are properly functioning and set to proper times and schedules. Ask if thermostats are functioning and set properly to maintain productivity and comfort while minimizing energy. Investigate if the proper amount of ventilation air provided to meet the American Society of Heating, Refrigerating, and Air Conditioning Engineers' (ASHRAE) standards for indoor air quality and if dampers are functioning properly and being regularly lubricated and tested.

Regular HVAC maintenance is necessary to maintain proper system balance, help prevent poor indoor air quality, maintain occupant comfort, and prevent excess energy use. High quality air filters should be used and should be replaced regularly according to ASHRAE guidance. Heat transfer surfaces, air handlers, and ducts should be periodically inspected and thoroughly cleaned when necessary. Duct leaks should be repaired using a high-quality mastic designed for that purpose. Refrigerant charge should be checked and any leaks promptly repaired. But keep in mind that an overcharged system uses excess energy just like an undercharged system.

Lighting Systems: Lighting systems consists of lamps, ballasts, fixtures, and controls necessary to provide adequate illumination for the visual task. Skylights, windows, and interior building surfaces all interact with the lighting system and affect its performance. Maintenance record keeping should include an inventory of lighting equipment by space, recording the type of fixture, lamp and wattage, ballast, and controls. Annually measure illuminance at the task and note for comparison with the recommended illuminance published by the Illuminating Engineers Society of North America (IESNA).

Energy is about 80 percent to 90 percent of the annual cost and 65 percent to 85 percent of the life cycle cost of operating a lighting system. While the capital, annual maintenance, and lamp replacement costs of the lighting system can be significant, energy is by far the largest component. Therefore, decisions should be made based on life cycle costs. Ensuring that the lighting system operates at peak efficiency is key to maximizing the performance of the system.

When putting together a lighting system, designers must take into account both recoverable and non-recoverable light loss factors. This helps ensure that the maintained illuminance remains at or above the desired level. Since light output decreases over time, this means that the space is usually over illuminated for much of the system life cycle.

Recoverable light loss factors are lamp lumen depreciation, luminaire dirt depreciation, room surface dirt depreciation, and lamp burnout factor. These factors are multiplied together to determine the total lumen depreciation. With typical inputs, it is predicted that a system will perform at 50 percent to 60 percent of its original useful light output after several years of operation. Energy use would decrease as a result of unattended lamp burnouts. This drastic reduction in performance with little or no associated reduction in energy use means that the efficiency declines over time.

Maintenance in the form of periodic cleaning of surfaces and group replacement of lamps can be used to keep the system operating near peak output and efficiency. Incorporating improved maintenance practices into lighting retrofit projects can allow for reduced initial lumens and system power while resulting in the same maintained illumination. Group relamping at about 70 percent of the average rated life of lamps turns out to be the approximate economic replacement point. Although the number of lamps purchased and disposed of will be greater than with spot replacement, labor will be reduced resulting in a net total savings to the maintenance budget. Furthermore, group relamping provides a scheduled opportunity to clean fixtures and ensure success of the lighting maintenance strategy.

Since lamps-except for occasional burnouts-may not be replaced for three to four years in a group strategy, it is important to carefully budget for the replacement expenses. The replacement interval in years can be calculated by dividing useful operating life in hours (70 percent of rated life) by annual operating hours. For example, given a rated life of 28,000 hours-at 11 hours per start-and annual operation of 3,500 hours, lamps would be group replaced every 5.6 years (28,000 x 0.70 / 3,500). When operating hours are uncertain, a rule of thumb to determine when to replace fluorescent lamps is to purchase 10 percent more lamps for spot replacement stock. According to fluorescent lamp mortality curves, the point at which 10 percent of the lamps have failed is about 70 percent of the rated life. When your last spot replacement lamp has been installed, it's time to group relamp.

With the development and application of new lamps and ballasts comes additional complexity of operation and maintenance. For general guidance regarding troubleshooting of different lamp and ballast types, consult the "Lighting Maintenance" chapter of the IESNA Lighting Handbook. For specific guidance, refer to manufacturers technical literature or consult a qualified lighting consultant or contractor.

Electric Motors: Electric motors are a subcomponent of many energy-using systems. Considering all areas of electricity end-use, motors account for about 50 percent of all electricity used in the U.S. Energy cost is 90 percent to 95 percent of the life cycle cost of an electric motor. Inventory all motors one horsepower (hp) and larger, noting motor size, nameplate data, operating hours, age, and drive system type. Verify motors are operating properly and without excessive vibration or heat. Motors should be lubricated according to manufacturer recommendations. Over lubrication can be just as detrimental as under lubrication. The drive system should be properly adjusted. Standard V-belts may be replaced with grooved belts or cogged belts to reduce drive system losses. An optical tachometer or electrical tester can be used to estimate the load on the motor.

Motors are usually sized to operate at 65 percent to 100 percent load. Motors loaded less than 40 percent should be evaluated for possible replacement with properly sized motors to increase the operating efficiency and power factor. When motors fail, decisions regarding replacement or repair should consider energy and other operating costs, not just initial cost. For older, 40-hp or less motors that have high operating hours, replacement with energy-efficient motors on failure is always cost-effective. For standard motors less than 15 hp, it is almost always cost-effective to replace rather than repair. When rewind cost exceeds 50 percent to 65 percent of the cost of a new energy-efficient motor, purchase the new motor. Also, many working standard efficiency motors can be cost-effectively replaced with high-efficiency motors. MotorMaster+ software from the U.S. Department of Energy Motor Challenge program is an excellent tool to establish a computerized motor inventory and support repair versus replacement decisions.

In conclusion, proper maintenance of energy-using systems is an important part of an effective energy management program. Implementation of a well designed program of scheduled and preventive maintenance will help minimize total life cycle costs by keeping equipment operating efficiently and effectively while extending equipment life. Failure to properly maintain equipment may save a few dollars on this year's budget, but will cost more in the long run and may contribute to a decrease in productivity, which can be a huge, and sometimes hidden, cost.

http://www.energyusernews.com/1197test.htm

B√ľcher: HVAC CONTROLS: OPERATION & MAINTENANCE SECOND EDITION By Guy W. Gupton, Jr. In the eight years since the publication of the first edition of this book, there have been quantum changes in the automated temperature control (ATC) industry due to the widespread and growing use of direct digital control (DDC) systems. The fully updated second edition fully addresses these technology changes, from equipment characteristics and operation, to troubleshooting and maintenance, to training of operating and maintenance personnel. The full range topics pertinent to the effective operation of all types of HVAC control systems currently in use today are explored, including equipment-to-control interactions, control system set-up and functions, local loop to building automation system interfaces, performance prediction and assessment, operational parameters, and maintenance and testing. ISBN: 0-88173-221-46 x 9, 327 pp., Illus., Hardcover, $79.00


WHY IS IT NECESSARY TO PERFORM BUILDING SIMULATION? WHO CAN BENEFIT FROM BUILDING SIMULATION? WHAT ARE THE AVAILABLE SIMULATION PROGRAMS? HOW TO CHOOSE A SIMULATION PROGRAM? HOW TO PERFORM BUILDING SIMULATION? WHERE TO GET RELATED INFORMATION? WHAT IS THE ROAD AHEAD?

WHY IS IT NECESSARY TO PERFORM BUILDING SIMULATION?

Approximately one third of primary energy supply is consumed in buildings. Buildings are consequently a primary contributor to global warming and ozone depletion. From the oil embargo in 1973, building energy efficiency has become one of the world's major concerns. As lighting, heating, ventilating and air conditioning of spaces consume most of the building energy, it is vital that thermal performance of buildings and mechanical systems is well understood and optimized in order to achieve energy efficient buildings (EEB). The tool available to architects, engineers, designers, and managers concerned with energy conservation is computer based building simulation [1, 2].

Computer applications in building design can be categorized into three groups: (1)computerized documentation; (2)computer aided drafting; and (3)computer based calculation and simulation. Today, the first two applications are very popular, which often use personal computers to produce technical documents and drawings. The last application often includes the prediction of peak energy demand for sizing HVAC systems, equipment and plants. Computer aided documenting and drafting indeed improve the working efficiency of building designers, but have hardly impact on building performance. Only computer based simulation can improve building energy efficiency.

Building simulation started in 1960s and became hot topics of 1970s from the energy research community. During these two decades, most research works related to studies of fundamental theory and algorithms of load calculation, which resulted in some simplified methods, e.g., degree-day method, equivalent full load hour method, and bin method, to predict the energy consumption of buildings, and some detail methods like weighting factors to predict peak cooling load. Building simulation was expected to lower building energy consumption upon this period. Although the past of oil crisis in 1970s lessens the motive for energy efficiency, building simulation received growing attention during the 1980s due to the quick advance of computer technology. US Department of Energy funded more than one billion US$ for solar energy R&D projects from 1970s to early 1980s. Actually many popular detailed building and HVAC systems simulation programs (BSP) like DOE-2 [3], ESP [4] and TRNSYS [5] stand for the achievements of this period. Despite the availability of BSPs, they were rarely employed in building design practice because of their hard-to-use and high-cost-to-use. The coming of 1990s reveals two important trends: the first is the widespread use of cheap powerful personal computers; the second is the global concerns of sustainable human settlement, which calls for green buildings that create healthy and comfortable built environment with less energy consumption and less negative impact on the ambient. The design of green buildings makes the application of building simulation a must rather than a need. Thus, BSPs become routine design and analysis tools. Review of building load/energy simulation can be found in some papers like [6-9]. It can be seen that the early 1990s is the real starting point to move BSPs from research community into design community, from the hands of scientists to the hands of professionals.

The energy requirements of a building depend not only on the individual performance of the envelope components (walls, windows, roofs), the HVAC systems, and the lighting systems, but also on their combined performance as a system within a unique building. It is estimated that energy savings exceeding 50% can be achieved through careful energy efficient design. There is no way that complex designs could be attempted without using computer based building simulation techniques. Also, it is now possible to carry out sophisticated environmental simulations that were not possible a few years ago.

Before the computer based building simulation, architects and mechanical engineers have to design a building and its mechanical systems based on their professional rules of the thumb, which often lead to oversized design and poor energy performance. Now with BSPs, architects and engineers can apply, extend and refine their expertise. Thus some passive design options and energy efficient technology can be applied in every building design project not just the demonstration projects. Building simulation can not only help architects and engineers to test their ideas but also help them to popped new ideas.

In recognition of the significance of energy use in buildings, IEA (International Energy Agency) have funded wide R&D activities in building sector. Started with the first Annex in 1977, IEA Energy Conservation in Buildings and Community Systems (ECBCS) has now 34 IEA-ECBCS Annexes aiming at initiating research and providing an international focus for building energy efficiency. Tasks are directed at generic energy saving technologies and activities that support their application in practice. Results are also used both nationally and internationally to develop relevant standards and guidelines. Within these annexes, building simulation has been one of the key technologies that help construct future buildings, which are more energy efficient, more health responsive, and more environment friendly.

WHO CAN BENEFIT FROM BUILDING SIMULATION?

The use of computer simulation by building professionals is now considered commonplace. Building simulation can be applied in the life cycle of a building, including design, construction, operation, and management.

1 Popular applications include Building heating/cooling load calculation (peak energy demand and its profile) Building load is the criteria to select and size HVAC equipment, systems, and plants.

2 Building energy performance analysis By analyzing the annual building energy consumption, optimal design of a building and its mechanical systems can be realized, and energy budget can be well estimated for making energy policy. Furthermore, energy innovative strategies like new HVAC systems, heat recovery system, and thermal storage system can be evaluated.

3 Building energy management and control system (BEMCS)design BEMCS plays the role to operate and control a building and its facilities, to supply the required lighting, heating and cooling energy through mechanical systems to spaces with minimum waste. With BEMCS, some energy efficient control strategies like enthalpy control and optimal start/stop control can be investigated and applied. BEMCS can help to realize the potential energy efficiency of a good building design. Current BEMCS analysis has concentrated on providing guidelines for selecting appropriate systems, the development of management rules, diagnostic and fault detection techniques, and the evaluation of emulation methods.

4 Building regulations/codes/standards compliance checking Which helps to check if the designed buildings compile with the current regulations, codes or standards for energy audit, envelope insulation, indoor overheating, surface condensation, daylighting level, etc.

5 Cost analysis Which can provide detailed analysis of life cycle cost (LCC) of a building. LCC is the best way to evaluate a building design.

6 Passive design features study Which can investigate the technical and economical feasibility of passive design options such as daylighting, evaporative cooling, earth cooling, night ventilation, solar heat collectors, windows shading, trombe walls, transwalls, phase change material walls, roof pond, and movable insulation.

7 Computational Fluid Dynamics (CFD) CFD is widely used in the study of global warming, urban climate, microclimate, building ventilation, indoor air quality, indoor and outdoor thermal comfort, fire safety, and smoke extraction. Detail discussion of CFD applications in the design and analysis of building and HVAC systems is beyond the scope of this paper. Readers can find CFD related publications like Chen's papers [10-12].

Computer survey by the Construction Industry Computing Association (CICA, UK) shows that up to 85% of the building services design use computers [13, 14]. Software for technical and design applications includes: pipework design (hot and cold services, pipework sizing, fluid dynamics, and heat emissions), drainage (design of drainage systems, soakaway design, stormwater flow, manhole and pipeline schedules), other pipework (sprinkler systems and rainwater gutter sizing) and energy consumption (U-value calculation and envelope analysis, analysis of domestic fuel use, thermal and comfort analysis and analysis of energy consumption and cost).

VisualDOE (Eley Associates, USA) shows how it can help building professionals.

WHAT ARE THE AVAILABLE SIMULATION PROGRAMS?

Building simulation programs can be grouped into two categories: design tools (DT) and detailed simulation programs (DSP).

Design tools are more purpose specific, they are often used in the early design phases because they require less and simpler input data. DTs are easy to develop and test, so their quantity is large, many of them are in-house, while some of them are public domain. DTs are very useful in the compliance checking of prescriptive building regulations.

Detailed simulation programs often adopt complex methods such as finite difference, state space, and weighting factors (thermal response factors) for building load/energy calculation on the basis of hour-by-hour (sometimes even minute-by-minute), and zone-by-zone to reveal the complete dynamic interaction between all thermal-based elements associated with comfort and energy consumption, including the building envelope, HVAC systems, lighting, and control devices. Thus, optimal design and operation of a building and its facilities can be achieved. DSPs are also useful in the compliance checking of performance based building regulations.

Although there are lots of DTs and DSPs used in building design, only few of them are public domain and used worldwide. Table 2 lists some programs that joined IEA-ECBCS Annex 1, 4, 12 &21. Several popular DSPs are

DOE-2 DOE-2 is a public domain program that performs an hour-by-hour simulation of a building's expected energy use and energy cost given a description of the building's climate, architecture, materials, operating schedules, and HVAC equipment. DOE-2 has been supported by the US Department of Energy (DOE), and has its origins in the Post Office program written in the late 1960s for the US Post Office. DOE-2 is widely used in the United States and 42 other countries to design energy-efficient buildings, to analyze the impact of new technologies and to develop energy conservation standards. DOE-2 was developed by the Simulation Research Group at Lawrence Berkeley Laboratory (LBL), it was first released in 1979 and the latest Windows based version PowerDOE was available in 1996. There are several commercial variant versions of DOE-2 like VisualDOE (Eley Associates) and EZDOE (Elite Software), which utilize the DOE-2 calculating core and provide graphical user interface for the user to prepare input and browse results. DOE-2 has been integrated into COMBINE.

ESP ESP (Environmental System Performance) is a public domain transient energy simulation system capable of modelling the energy and mass flows within combined building and plant systems. ESP was developed during 1977 to 1984 by Energy Systems Research Unit at University of Strathclyde. The ESP-r is the European Reference building simulation program, it allows designers to assess the manner in which actual weather patterns, occupant interactions, design parameter changes and control systems affect energy requirements and environmental states. ESP has been integrated into COMBINE.

TRNSYS TRNSYS (Transient Systems Simulation) is used primarily to simulate thermal energy systems. Each physical component in the system, such as a pump or solar collector, is represented by a different FORTRAN subroutine. The subroutines are combined into an executable file controlled with an input file which states what physical components are involved in the system and how they are connected. TRNSYS has been used for simulating solar thermal systems as well as more general HVAC systems. TRNSYS was developed by Solar Energy Laboratory at University of Wisconsin. It was first available in 1975, the latest version available in 1996 is TRNSYS 14.2 for Microsoft Windows. Besides TRNSYS, there are some similar programs like HVACSIM+ and SPARK that can model HVAC systems.

BLAST BLAST (Building Load Analysis and System Thermodynamics) is a set of computer programs for predicting heating and cooling energy consumption in buildings, and analyzing energy costs. BLAST was developed by Department of Mechanical and Industrial Engineering, University of Illinois at Urbana Champaign. BLAST has been supported by the US Department of Defense (DOD), and has its origins in the NBSLD program developed at the US National Bureau of Standards in the early 1970s. BLAST and DOE-2 will be merged into a new simulation system in 1998.

COMBINE COMBINE (COmputer Models for the Building INdustry in Europe) is a major research project within the JOULE programme of the European Commission's Directorate General XII for Science, Research and Development. It seeks to develop an operational computer based Integrated Building Design System (IBDS). COMBINE began in 1990 and ended in 1995. There are two integrated systems developed in COMBINE. The first system is for architectural practice, which integrates more than ten design tools into an Intergraph based architectural CAD system. The second system is for HVAC design. It is an AutoCAD based HVAC CAD system, which integrates Superlink for lighting design, TSBI3, ESP-r and DOE-2 for detailed thermal simulation, VENT for duct sizing, cost evaluator, HVAC components database, DocLinks for document management.

A US design tools project, formerly named AEDOT, aims to integrate a suite of energy tools with CAD systems. This project is collaborated between Softdesk, University of Oregon, and Pacific Northwest Laboratory.

Engineering design software for building & HVAC systems is commercially available at many software vendors like Carmel Software, Elite Software, Hevacomp, Finite Technology, SoftDesk, and Eley Associates. In the CFD domain, the most common commercial codes include FLOW3D, VORTEX, PHOENICS, FIDAP, FLOVENT, FLUENT, RAMPANT, and NEKTON.

BSPs mentioned above all belong to deterministic type, which means that these BSPs simulate the thermal performance of buildings and HVAC systems according to the certain input of the building and HVAC systems, the indoor casual gains, and the weather conditions for a design day, a TRY (Test Reference Year), a TMY (Typical Meteorological Year), or an ECWY (Energy Calculation Weather Year). This kind of simulation is typical and traditional in building design and analysis. But some applications like overheating risk analysis and peak load calculation have to consider the random effects of indoor casual gains and outdoor weather conditions [15]. These applications require results as probability distribution of some parameters concerned rather than their hourly simulated values [16, 17]. Thus, stochastic modelling of buildings and HVAC systems represents one of the trends in building simulation [18]. http://www.geocities.com/CapeCanaveral/5190/bsfaq.html

12 Dec 2004
22:44:57
Lercher
Der Lebenszyklus einer Immobilie
Immobilien unterliegen einem Lebenszyklus, der mit Produktlebenszyklen vergleichbar ist, sich jedoch in seiner L√§nge erheblich von dem anderer Produkte unterscheiden kann. Die eigentliche Entwicklung und Erstellung eines Geb√§udes beansprucht ca. zwei bis f√ľnf Jahre, die Nutzung des Geb√§udes dagegen meist mehrere Jahrzehnte. Ziel dieser Ausarbeitung ist es, den Lebenszyklus der Immobilie als Prozess zu definieren. Daraus werden die einzelnen Phasen mit ihren Besonderheiten und Interaktionen untereinander abgeleitet.
DARSTELLUNG DES GESAMTEN PROZESSES Die Besonderheit des Lebenszyklusses bezogen auf Immobilien besteht darin, dass eine Anfang-Ende-Betrachtung nicht prinzipiell richtig ist. Daraus folgt, dass der Lebenszyklus einer Immobilie insgesamt einem Kreislauf entspricht, der Lebenszyklus eines Gebäudes hingegen einem Anfang-Ende-Prozess.
In der vorliegenden Ausarbeitung liegt der Schwerpunkt auf dem Immobilienlebenszyklus, da vor allem die Betrachtung des Geb√§udes und seine Nutzung von Relevanz ist. Vor diesem Hintergrund erfolgt in den sich anschlie√üenden Punkten die Definition der einzelnen Phasen Planung/Entwicklung, Ausf√ľhrung, Nutzung und Verwertung einschlie√ülich der Interaktionen zwischen den Phasen. Um diese inhaltlich zu hinterlegen, wird zun√§chst der Immobilienlebenszyklus i.e.S. in detaillierter Form dargestellt:

Entwicklungsphase
Chrakteristisch f√ľr diese Phase ist, dass sie die Voraussetzung f√ľr die folgenden Phasen des Lebenszyklusses, den wirtschaftlichen Erfolg der Immobilie und die M√∂glichkeit der Nutzung schafft. Zu diesem Zeitpunkt

k√∂nnen Gestaltung und Kosten der Immobilie aktiv gesteuert werden, was in den nachfolgenden Phasen nur noch teilweise bzw. √ľberhaupt nicht mehr m√∂glich ist.7 Ist die Idee f√ľr ein Projekt vorhanden, wird zun√§chst eine grobe Projektbeschreibung erstellt. In Verbindung mit einer einfachen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung kann die prinzipielle Durchf√ľhrbarkeit des Projektes gepr√ľft werden. W√§hrend der Projektkonzeption geht es vor allem darum, die bis dahin gesammelten Ideen und Informationen zu konkretisieren und anhand von detaillierten Analysen und Prognosen dar√ľber zu urteilen, ob und wie das Projekt realisierungsf√§hig ist.8 Nach einer sich anschlie√üenden Wirtschaftlichkeitsbetrachtung f√§llt die Entscheidung f√ľr oder gegen die Realisierung. Die Realisierung wird im abschlie√üenden Schritt dieser Phase mit einer Grobplanung des Projektes vorbereitet.
Einfluss der Phase Entwicklung auf den gesamten Immobilienlebenszyklus Da eine Immobilie bei der Projektentwicklung meist unter dem Gesichtspunkt der Finanzierbarkeit betrachtet wird, kommt es zu einer sehr einseitigen Beurteilung zugunsten der Anfangs-Investitionsausgaben
Die Baunutzungskosten lassen sich in die zwei Kostengruppen Betriebs- und Instandhaltungskosten sowie Erneuerungskosten unterteilen. Entscheidend ist, dass beide Kostengruppen ma√ügeblich durch die in den Planungsvorgaben gew√§hlten Bauteile oder -stoffe beeinflusst werden. Diese Betrachtungsweise muss f√ľr die Investitionsentscheidung im Hinblick auf Bauteile und -stoffe ausschlaggebend sein. Aber auch der sp√§tere R√ľckbauaufwand eines Geb√§udes kann bereits in der Planung beeinflusst werden.
2.2 Realisierungsphase Der √úbergang von der Entwicklungs- zur Realisierungsphase ist flie√üend, er beginnt mit der Detailplanung und endet mit der √úbernahme durch den Nutzer. Die bauliche Umsetzung erfordert es, die zuk√ľnftige Funktionsf√§higkeit und Kosteng√ľnstigkeit der Immobiliesicherzustellen sowie die Teilprozesse der Planung und Ausf√ľhrung zu einem Gesamtprozess zusammenzuf√ľgen. Zur Bew√§ltigung dieser Aufgabe wird ein Projektmanagement herangezogen, das meist schon w√§hrend der Grobplanung installiert wird. Die Detailplanung kn√ľpft an die Planungsunterlagen aus der Projektkonzeption an und detailliert diese in verschiedenen Stufen. Nach der aufgrund der Genehmigungsplanung erteilten Baugenehmigung beginnt meist parallel die Erstellung der Ausf√ľhrungsplanung und die Vorbereitung der Vergabe. Nachdem die Bauleistungen durch die oder den Auftragnehmer erbracht wurden, sind diese entsprechend VOB abzunehmen. Treten M√§ngel auf, kann entweder die Abnahme bis zur Beseitigung dieser verweigert werden (nur bei groben M√§ngel m√∂glich) oder aber die Beseitigung der kleineren M√§ngel nach Art und Umfang auf dem sogenannten Abnahmeprotokoll vermerkt werden.
Die Inbetriebnahme der Immobilie markiert den √úbergang zwischen den vorangegangenen Phasen Entwicklung und Realisierung und der nun beginnenden Nutzungsphase. Zu diesem Zeitpunkt wird die Immobilie ihrem prim√§ren Nutzen zugef√ľhrt, die Betreiber- bzw. Nutzungsphase beginnt.
Einfluss der Phase Realisierung auf den gesamten Immobilienlebenszyklus War der Übergang zwischen Entwicklung und Realisierung fließend, so ist beim Übergang zur Nutzung ein Wechsel fast aller mit der Immobilie in Zusammenhang stehenden Personen festzustellen. Dabei kann es zu entscheidenden Informationsverlusten kommen. Es muss daher sichergestellt sein, dass den späteren Betreibern bzw. Nutzern alle immobilienbezogenen Informationen zur
Verf√ľgung stehen und diese Informationen auch w√§hrend der Nutzungsphase aktualisiert und vervollst√§ndigt werden.
Nutzungsphase
Die Nutzungsphase einer Immobilie nimmt im gesamten Lebenszyklus den l√§ngsten Zeitraum ein. Au√üerdem entstehen in dieser Phase die mit Abstand h√∂chsten Kosten. Nach einer Nutzungszeit von ca. vier Jahren √ľbersteigen bei einer Gesamtnutzungszeit von 20 Jahren die Nutzungskosten bereits die Investitionskosten.16 Nach Fertigstellung eines Geb√§udes (Ende Realisierungs-phase, Anfang Nutzungsphase) sind erst ca. 20-25% der gesamten Lebenszyklus-kosten einer Immobilie investiert worden,17 im Vergleich dazu sind es zum Beispiel bei einem Computerchip nach dessen Fertigstellung bereits 80% der gesamten Lebenszykluskosten.

Facility Management und Gebäudemanagement
Zwei Begriffe, welche die Nutzungsphase einer Immobilie wesentlich pr√§gen, sind das Facility Management und das Geb√§udemanagement. Sehr h√§ufig werden diese beiden Begriffe synonym verwendet, was jedoch falsch ist. Eine Verkn√ľpfung des Facility Managements zu den anderen Lebenszyklusphasen einer Immobilie bietet die von Braun, Oesterle und Haller aufgestellte Definition:‚ÄěFacility Management ist ein unternehmerischer Prozess, der durch die Integration von Planung, Kontrolle und Bewirtschaftung bei Geb√§uden, Anlagen und Einrichtungen (facilities) und unter Ber√ľcksichtigung von Arbeitsplatz und Arbeitsumfeld eine verbesserte Nutzungsflexibilit√§t, Arbeitsproduktivit√§t und Kapitalrentabilit√§t zum Ziel hat. ‚ÄěFacilities‚Äú werden als strategische Ressourcen
in den unternehmerischen Gesamtprozess integriert.‚Äú Neben dem Facility Management gibt es noch einen zweiten Begriff, der in diesem Zusammenhang von Wichtigkeit ist, das Geb√§udemanagement. Es ‚Äěist ein Teilbereich von Facility Management, der Aktivit√§ten w√§hrend der Nutzungsphase des Geb√§udes zum Gegenstand hat. Es enth√§lt auch Dienstleistungen ohne Bezug zum Geb√§ude.‚Äú

Resultierend aus den Definitionen von Facility Management und Geb√§udemanagement werden beim Betreiben einer Immobilie bzw. eines Geb√§udes die verschiedensten Ziele z.B. die Optimierung des Geb√§udes in seiner Funktion, die Optimierung der Dienstleistungen durch Erh√∂hung der Verf√ľgbarkeit und Reaktionsschnelligkeit und somit erh√∂hte Kapitalrentabilit√§t, die Abstimmung auf die arbeitenden Menschen, die Abstimmung auf die betrieblichen Bed√ľrfnisse (bauliche Anlagen, Einrichtungen, Umwelt) und somit Produktivit√§tssteigerung sowie Attraktivierung der Gesamtimmobilie mit dem Ziel einer hohen Wertsch√∂pfung verfolgt.
So bleibt festzuhalten, dass Facility Management f√ľr einen wirtschaftlichen Betrieb von Immobilien verantwortlich ist. Diese Verantwortlichkeit beginnt aber nicht erst mit der √úbergabe der Immobilie an den Nutzer, sie muss vielmehr schon in der Entwicklungsphase einsetzen und wichtige Impulse bei der Erstellung der Immobilie geben. Denn nur dann hat das Geb√§udemanagement als Teildisziplin des Facility Managements die M√∂glichkeit, in der Nutzungsphase so wirtschaftlich wie m√∂glich mit der Immobilie umzugehen.25 26

Umnutzung / Umbau / Erneuerung Die drei Bereiche Umnutzung, Umbau und Erneuerung k√∂nnen dazu f√ľhren, dass eine Immobilie einer erneuten Nutzung zur Verf√ľgung gestellt wird und der Immobilienlebenszyklus nicht in die Verwertungsphase √ľbergeht.
Eine Umnutzung ist immer eine Nutzungsänderung, dies muss jedoch nicht mit einer baulichen Veränderung verbunden sein. Im Gegensatz zur Umnutzung ist

ein Umbau immer mit einer baulichen Ver√§nderung verbunden. Auch hier sind die Ausl√∂ser ver√§nderte Nutzeranforderungen oder andere Nutzer. Die Erneuerung bzw. Modernisierung ist nicht zwangsl√§ufig mit ver√§nderten Nutzeranforderungen oder Nutzern verbunden. Sie wird h√§ufig dann notwendig, wenn die Immobilie bereits l√§nger genutzt wurde und bauliche und/oder technische Anlagen nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen. Einfluss der Phase Nutzung auf den gesamten Immobilienlebenszyklus Wie bereits erw√§hnt, nimmt die Nutzungsphase die entscheidende Rolle im Lebenszyklus einer Immobilie ein, wobei der besondere Fokus auf dem Kostenverhalten der Immobilie liegt. Um die Immobilie wirtschaftlich betreiben zu k√∂nnen, ist ein durchdachtes Konzept, eine ordnungsgem√§√üe Bauausf√ľhrung und ein professionelles Facility Management notwendig.

Verwertungsphase
Ist zum Ende der Nutzungsphase die Entscheidung gefallen, dass eine Umnutzung, Erneuerung oder ein Umbau nicht m√∂glich oder gew√ľnscht ist, geht der Immobilienlebenszyklus in die Verwertungsphase √ľber. Die Verwertungsphase ist im Vergleich zu den anderen Phasen sehr kurz und beinhaltet letztlich nur die Entscheidung, welche der drei Verwertungsm√∂glichkeiten Verkauf, Abriss oder neue Projektentwicklung genutzt werden soll. Der Lebenszyklus der Immobilie beginnt in allen drei F√§llen von vorn, einzig der Faktor Zeit ist hinsichtlich des Neubeginns unterschiedlich. Einen Sonderfall stellt der Leerstand einer Immobile dar. Auch dies ist jedoch kein Endzustand, die Immobilie wird zwangsl√§ufig irgendwann abgerissen, saniert oder verkauft. Daher ist Leerstand nur eine Zwischenstation bis zur Verwertung. Einfluss der Phase Verwertung auf den gesamten Immobilienlebenszyklus

Der Einfluss der Verwertungsphase auf den Immobilienlebenszyklus ist vergleichsweise gering. Jedoch hat die gewählte Verwertungsart einen Einfluss darauf, ob und in welcher Weise der Lebenszyklus der Immobilie erneut beginnt.
Homann, K.: Immobiliencontrolling, in Schulte, K.-W. (Hrsg.): Immobilien√∂konomie, M√ľnchen 1998, S. 716.

Herrmann, O. / Neumann, B.: Kosten-Management von Immobilien, in Falk, B. (Hrsg.): Das große Handbuch Immobilien-Management, Landsberg/Lech 1997

Bobber, M. / Brade, K.: Immobilienmarketing, in Schulte, K.-W. (Hrsg.): Immobilien√∂konomie, M√ľnchen 1998, S. 583.
497 LACER No. 7, 2002

Pfn√ľr, A.: Modernes Immobilienmanagement, Berlin / Heidelberg / New York 2002, S. 108f. Vgl. Bone-Winkel S.: Das strategische Management von offenen Immobilienfonds, K√∂ln

Der Lebenszyklus einer Immobilie
12 Vgl. Homann K.: Bau-Projektmanagement, in Schulte, K.-W. (Hrsg.): Immobilien√∂konomie, M√ľnchen 1998, S. 231. Zur Ausf√ľhrungsplanung geh√∂rt neben der Planung der reinen Bauleistungen auch die Planung von Kosten, Terminen, Kapazit√§ten und Qualit√§t.

Gossow , V.: Baubetriebspraxis, Berlin 1998, S. 68.
N√§vy, J.: Facility-Management: Grundlagen, Computerunterst√ľtzung, Einf√ľhrungsstrategie, Praxisbeispiele, Facilities = Geb√§ude + Anlagen + Einrichtungen.
Der Lebenszyklus einer Immobilie
Berlin 2000, S. 26. Vgl. Schulze, M.: Die Kosten lebenslang im Griff, in Immobilien Manager 5/2001, o.O., S. 60.

Schneider, S.: √úberwindung der Gewerkegrenzen, in Immobilien Manager 12/2001, S.
Prischl, P. C.: eBusiness und Facility Management, Vortrag im Rahmen des Kongresses ‚ÄěeBusiness in der Immobilienwirtschaft, K√∂ln

Galonska, J.: Der strategische Ansatz des Facility Managements, in Galonska, J. / Erbsl√∂h, F. D. (Hrsg.): Facility Management: Praxishandbuch f√ľr integriertes Immobilienmanagement, K√∂ln

Braun, H. P. / Oesterle, E. / Haller, P.: Facility Management ‚Äď Erfolg in der Immobilienwirtschaft, Berlin / Heidelberg / New York 1996, S. 2.

GEFMA 100: Facility Management; Begriff, Struktur, Inhalte, 1996, S. 5. Vgl. Bruhnke, K.-H.: Technisches und infrastrukturelles Management baulicher Anlagen / Vorlesungsskript der Universität Leipzig, Leipzig 1999,

Brown, R. K. / Lapides, P. D. / Rondeau, E. P.: Managing Corporate Real Estate ‚Äď Forms and Procedures, New York / Chichester / Brisbane 1994,

Pfeiffer, M. / Steinwachs, M.: Facility Management ‚Äď Das neue Leistungsangebot f√ľr Planer und Bauausf√ľhrende, Merching 1999, Teil 2 / S. 9. Vgl. Pfn√ľr, A.: Modernes Immobilienmanagement, Berlin / Heidelberg / New York 2002,

Sch√§fers, W.: Strategisches Management von Unternehmensimmobilien, K√∂ln 1997, S. 26 und Homann, K.: Immobilien-Management ‚Äď Ein erfolgspotentialorientierter Ansatz, in Gondring, H. / Lammel, E. (Hrsg.): Handbuch Immobilienwirtschaft, Wiesbaden 2001, S. 375.

23 Apr 2010
15:08:02
Immobilien Gebäude Lebenszyklus Strategie Facility Management Praxis Literatur Prozess Phasen
Abfallvermeidung Abfallrecycling Lebenszyklus Vermeidung ökologische soziale wirtschaftliche Herausforderung
Hallo, Input zum Thema, am Ende des Lebenzykluses.
Gruss Leber

Fragen und Antworten zur thematischen Strategie f√ľr Abfallvermeidung und -recycling
1. Worum geht es?
Abfall stellt f√ľr alle modernen Volkswirtschaften eine √∂kologische, soziale und wirtschaftliche Herausforderung von stetig zunehmender Bedeutung dar. Die Abfallmengen steigen im Gleichschritt mit den wirtschaftlichen Wachstumsraten und mitunter sogar noch rascher. Die Art, in der Abfall erzeugt und behandelt wird, hat Auswirkungen auf das gesamte Gemeinwesen, vom einzelnen B√ľrger √ľber kleine Unternehmen bis zu Beh√∂rden und internationalen Konzernen.
Abfallerzeugung und behandlung stehen in engem Zusammenhang mit der Art der Ressourcennutzung. Übermäßiges Abfallaufkommen ist ein Symptom ineffizienter Ressourcennutzung, und die Verwertung der in Abfällen enthaltenen Materialien und Energie kann zu einer besseren Ressourcennutzung beitragen. Deshalb kann und muss die Abfallpolitik auf die Verringerung der mit der Ressourcennutzung verbundenen ökologischen Gesamtfolgen ausgerichtet sein.
Unter √∂kologischen Gesichtspunkten ist das Deponieren von Abf√§llen die schlechteste abfallwirtschaftliche Option. Sie geht mit Landschaftsverbrauch und potenziellen k√ľnftigen Umweltrisiken einher. Deponieren von Abf√§llen ist Ressourcenverschwendung. Das Gemeinschaftsrecht setzt hohe Standards f√ľr den Schutz von Boden und Grundwasser vor Verschmutzung und zur Verringerung von Emissionen beispielsweise von Methan, eines Gases mit ausgepr√§gter Treibhaus¬¨wirkung in die Atmosph√§re. In einigen F√§llen wird das Gemeinschaftsrecht jedoch nur unzureichend umgesetzt in den Mitgliedstaaten bestehen noch immer Tausende unsachgem√§√ü betriebener und ungenehmigter Deponien.
Die M√ľllverbrennung ist nun auf EU-Ebene durch strenge Normen geregelt, die zu einer erheblichen Verringerung der Emissionen gef√ľhrt haben. So sind beispielsweise die Emissionen von Dioxinen einer Gruppe hochtoxischer Stoffe aus der Verbrennung von Siedlungsabf√§llen auf ungef√§hr 0,5 % der gesamte Dioxinemissionen in der EU 25 abgesunken. Die Verbrennung kann auch zur energetischen Verwertung von Abf√§llen sinnvoll eingesetzt werden.
Gef√§hrliche Abf√§lle stellen ein besonderes Problem dar, da sie behandelt werden m√ľssen, bevor eine sichere Entsorgung m√∂glich ist; ferner k√∂nnen sie teilweise nur auf Sonderm√ľlldeponien entsorgt werden.
Insgesamt entfallen auf die Abfallwirtschaft 2 % der Treibhausgasemissionen der EU. Die Abfallwirtschaft verursacht Emissionen in Luft, Wasser und Boden sowie L√§rm und andere Umweltbelastungen. Abfall ist auch √∂konomisch eine B√ľrde. Die Kosten, die allein die Bewirtschaftung von gef√§hrlichen Abf√§llen und Siedlungsabf√§llen Industrie und B√ľrgern verursacht, werden auf 75 Mrd. EUR j√§hrlich gesch√§tzt.

Gleichzeitig schafft das europ√§ische Konzept der √∂kologisch vertr√§glichen Abfallwirtschaft Arbeitspl√§tze und Gesch√§ftsm√∂glichkeiten. Die Wachstumsraten in Abfallwirtschaft und recycling in der EU sind hoch, der Umsatz des Sektors wird auf √ľber 100 Mrd. EUR j√§hrlich gesch√§tzt.
Es ist ein besch√§ftigungsintensiver Sektor, der 1,2 bis 1,5 Mio. Arbeitspl√§tze bietet. Die Recyclingindustrie beliefert die verarbeitende Industrie in zunehmendem Ma√üe mit Ressourcen: der Anteil von Recyclingmaterialien an der derzeitigen Rohstoffherstellung in der EU betr√§gt f√ľr Papier und Stahl mindestens 50 %, f√ľr Glas 43 % und f√ľr Nichteisenmetalle 40 %.
Die Abfallwirtschaft ist eine tragende S√§ule der gemeinschaftlichen Umweltpolitik, und in den letzten 30 Jahren wurden darin erhebliche Fortschritte erzielt. Allerdings ist in einigen F√§llen die Umsetzung der bestehenden Rechtsvorschriften unzureichend, und das Potenzial von Abfallvermeidung und recycling wird noch nicht vollst√§ndig genutzt. Das zunehmend gewonnene Wissen √ľber die √∂kologischen Auswirkungen der Nutzung nat√ľrlicher Ressourcen, die am Ende ihres Lebenszyklus zu Abfall werden, schl√§gt sich noch nicht umfassend in der Abfallpolitik nieder.
2) Wie viel Abfall wird in der EU erzeugt, und welche Prognosen gibt es f√ľr die Zukunft?
Es ist schwierig, zuverl√§ssige Abfallstatistiken zu erhalten. F√ľr das Jahr 2002 bestehen fundierte Zahlen zum Bausektor (510 Mio. t), f√ľr die verarbeitende Industrie (427 Mio. t), zu Siedlungsabf√§llen (241 Mio. t) sowie zu den Abf√§llen aus Energieerzeugung und Wasserversorgung (127 Mio. t). Das allein bedeutet, dass j√§hrlich in der EU √ľber 1,3 Mrd. t Abf√§lle erzeugt werden, wovon 58 Mio. t nach gesicherten Erkenntnissen gef√§hrliche Abf√§lle sind. Allerdings sind die Daten f√ľr Bergbau, Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, den Dienstleistungs- und den √∂ffentlichen Sektor l√ľckenhaft, so dass die tats√§chliche Menge gr√∂√üer ist.
Pro Einwohner und Jahr fallen ca. 530 kg Siedlungsabfall an. Hinter diesem Durchschnittswert verbergen sich jedoch erhebliche Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten. So liegt beispielsweise die jährliche Abfallerzeugung pro Kopf der Bevölkerung in den zehn neuen Mitgliedstaaten zwischen 300 und 350 kg, während sie in den Staaten der EU-15 ca. 570 kg beträgt.
Insgesamt wachsen die Abfallmengen im gleichen Maß wie die Wirtschaft, oder sogar noch schneller:
‚ÄĘ Zwischen 1990 und 1995 stieg das Gesamtabfallaufkommen in Europa um 10 % an, w√§hrend das BIP um 6,5 % zunahm.
‚ÄĘ Die Erzeugung von Siedlungsabf√§llen hatte erheblichen Anteil an diesem Anstieg. Zwischen 1995 und 2003 wuchs sowohl das Siedlungsabfallaufkommen als auch das BIP in der EU-25 um 19 %.
‚ÄĘ Kleinere, aber dennoch wichtige Abfallstr√∂me nehmen ebenfalls zu: das Aufkommen gef√§hrlicher Abf√§lle stieg zwischen 1998 und 2002 um 13 %, w√§hrend das BIP in diesem Zeitraum um 10 % anstieg.
Mit den erwarteten h√∂heren wirtschaftlichen Wachstumsraten wird auch eine Fortsetzung dieses Trends f√ľr die meisten Abf√§lle prognostiziert. Die Europ√§ische Umweltagentur sagt beispielsweise bis 2020 einen Anstieg des Aufkommens an Altpapier, Altglas und Kunststoffabf√§llen um 40 % gegen√ľber dem Niveau von 1990 voraus.

3) Wie viel Abfall wird jeweils deponiert, verbrannt und recycled?
Unionsweite Statistiken zur Abfallbehandlung liegen nur f√ľr Siedlungsabf√§lle vor, die ca. 14 % der insgesamt erzeugten Abf√§lle ausmachen. Dies √§ndert sich im n√§chsten Jahr aufgrund einer neuen Verordnung zur Abfallstatistik , wonach Eurostat Daten zur Erzeugung und Behandlung aller Abfallarten erfassen und ver√∂ffentlichen wird.
Siedlungsabf√§lle werden in der EU derzeit zu 49 % deponiert, zu 18 % verbrannt und zu 27 % dem Recycling oder der Kompostierung zugef√ľhrt. Es bestehen jedoch erhebliche Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten. Einige deponieren ihre Siedlungsabf√§lle zu 90 %, andere nur zu 10 %.
Es wird zwar ein stetig zunehmender Anteil der Siedlungsabfälle recycled, dieser Fortschritt wird jedoch durch das steigende Abfallaufkommen aufgehoben. Daher verringert sich die Menge der deponierten Abfälle nur langsam. So nahm beispielsweise zwischen 1990 und 2002 die Menge der deponierten Kunststoffabfälle um 21,7 % zu, während der relative Anteil der deponierten Plastikabfälle von 77 % auf 62 % fiel.
Die Menge der rezyklierten Siedlungsabf√§lle hat sich zwischen 1995 und 2003 nahezu verdoppelt und bel√§uft sich nun auf 82,3 Mio. t j√§hrlich. Die Abfallverbrennung wird langsam ausgebaut; die dabei gewonnene Energie bel√§uft sich auf 8 Mio. t √Ėl√§quivalent.
Einige Staaten der EU-15 berichten auch hohe Verwertungs- und Recyclingraten f√ľr Abf√§lle der verarbeitenden Industrie und einen Deponieanteil von lediglich 10 %. Auch zum Recycling von Verpackungsabfall liegen Daten vor (siehe http://europa.eu/oldaddress.htm?reference=IP/05/1057&format=HTML&aged=1&language=DE&guiLanguage=en ).
4) Wie hat sich die EU-Abfallpolitik bislang entwickelt?
Abfall war eines der ersten Themen, die von der EU-Umweltpolitik in den siebziger Jahren aufgegriffen wurden. Die Abfallrahmenrichtlinie wurde 1975 verabschiedet; sie bildet den Gesamtrahmen f√ľr die Abfallwirtschaft in der EU und soll gew√§hrleisten, dass diese keine Gefahr f√ľr die menschliche Gesundheit und die Umwelt darstellt. Die Richtlinie √ľber gef√§hrliche Abf√§lle erg√§nzt die Rahmenrichtlinie um Normen f√ľr die Bewirtschaftung gef√§hrlicher Abf√§lle. 1984 wurde eine erste Richtlinie zur Verbringung gef√§hrlicher Abf√§lle verabschiedet, die 1993 durch eine Verordnung zur Verbringung von Abf√§llen ersetzt wurde, deren Zweck die Gew√§hrleistung einer sicheren Bef√∂rderung aller Arten von Abf√§llen ist.
Wie oben erwähnt, sind im Gemeinschaftsrecht auch strenge Anforderungen an Deponien und Verbrennungsanlagen festgelegt. Spezifische Richtlinien hat die EU seit 1989 zu Verbrennungsanlagen und 1999 zu Deponien verabschiedet.
Und schließlich bestehen detaillierte Rechtsvorschriften zu bestimmten Abfallströmen wie Altöl (75/439/EWG), Klärschlamm (86/278/EWG), Batterien (91/157/EWG, 93/86/EWG und KOM[2003] 723), Verpackungen (94/62/EG), polychlorierten Biphenylen und polychlorierten Terphenylen (PCB/PCT) (96/59/EG), Altfahrzeugen (2000/53/EG) sowie Elektro- und Elektronikaltgeräten (2002/95/EG).
Diese einzelnen Abfallströme schwellen größtenteils rasch an und könnten wegen der von den betreffenden Abfällen ausgehenden Gefahren ein besonderes Risiko darstellen. Die genannten Rechtsakte zielen auf Wiederverwendung, Recycling und Verwertung im größtmöglichen Umfang ab.
Die gegenwärtige Abfallpolitik der EU basiert auf dem Konzept einer Hierarchie der Optionen in der Abfallbewirtschaftung, worin die verschiedenen abfallwirtschaftlichen Optionen in absteigender Rangfolge von der ökologisch besten bis zur schlechtesten Lösung abgestuft sind:
1. Abfallvermeidung
2. Wiederverwendung des Erzeugnisses
3. Recycling oder Kompostierung des Materials
4. Energetische Verwertung durch Verbrennung
5. Deponierung.
Die Rangfolge der abfallwirtschaftlichen Ziele sollte nicht als feststehende Vorschrift betrachtet werden, da unterschiedliche Abfallbewirtschaftungsmethoden unter-schiedliche Umweltfolgen nach sich ziehen k√∂nnen. Deshalb sollte eine nachrangige Abfallbewirtschaftungsoption, die in einer bestimmten Situation mit geringeren Umweltfolgen behaftet ist, in diesem Fall den Vorzug erhalten. Die Einf√ľhrung der (nachfolgend erl√§uterten) neuen Vorstellung des Lebenszyklus soll gew√§hrleisten, dass in jedem spezifischen Fall die √∂kologisch optimale Option gew√§hlt wird.
5) Welche Ziele verfolgt die thematische Strategie f√ľr Abfallvermeidung und recycling?
Das zentrale Ziel der Strategie besteht darin, Europa zu einer Recyclinggesellschaft zu entwickeln, in der Abfall nach Möglichkeit vermieden und sofern dies nicht möglich ist als Ressource genutzt wird. Im Einzelnen werden folgende Ziele angestrebt:
1. Verringerung der Umweltauswirkungen von Abf√§llen durch Konzentration der Abfallpolitik auf die wesentlichen √∂kologischen Auswirkungen unter Ber√ľcksichtigung des gesamten Lebenszyklus von Ressourcen und Erzeugnissen. Das Lebenszykluskonzept tr√§gt den Umweltauswirkungen jeder einzelnen Phase der Nutzung einer Ressource oder eines Erzeugnisses mit dem Ziel Rechnung, die Gesamtfolgen zu minimieren. Die Anwendung des Lebenszykluskonzepts auf Abf√§lle d.h. auf die letzte Phase im Lebenszyklus einer Ressource bedeutet, dass die Abfallpolitik sich nicht nur mit der durch Abf√§lle verursachten Umweltverschmutzung befasst, sondern auch mit dem potentiellen Beitrag von Abf√§llen zur Verringerung der Umweltauswirkungen der Ressourcennutzung. Aus diesem Grund steht die Abfallstrategie in engem Zusammenhang mit der thematischen Strategie zur nachhaltigen Nutzung nat√ľrlicher Ressourcen, die ebenfalls am 21. Dezember 2005 verabschiedet wurde. Ein Beispiel: Es gibt verschiedene Arten von Kunststoffen. Das Recycling qualitativ hochwertiger Kunststoffe ist sinnvoll, weil diese zur Herstellung neuer Kunststofferzeugnisse eingesetzt werden k√∂nnen. Das Produkt des Recyclings unsortierter Kunststoffabf√§lle sind qualitativ minderwertige Kunststoffe mit geringeren Einsatzm√∂glichkeiten; sie k√∂nnen in der Regel lediglich als Ersatz f√ľr Beton, Fliesen oder Holzsp√§ne dienen, die allesamt geringe Umweltauswirkungen haben. Das Lebenszykluskonzept erm√∂glicht es, die Umweltauswirkungen des Recyclings unsortierter Plastikabf√§lle und der Herstellung der Materialien, die durch das Recyclingprodukt ersetzt werden sollen, einander gegen√ľberzustellen und die Option mit den geringeren √∂kologischen Folgen zu ermitteln.

2. F√∂rderung der Abfallvermeidung durch Einrichtung eines europ√§ischen Rahmens, der die Abfallvermeidung in pragmatischer und wissenschaftlicher Weise beg√ľnstigt. Alle Mitgliedstaaten sollen im Interesse einer besseren Ressourcennutzung zur Entwicklung von Abfallvermeidungsstrategien verpflichtet werden. Diese Strategien m√ľssen die B√ľrger und Unternehmen erreichen, deren Entscheidungen das Abfallaufkommen beeinflussen.
3. F√∂rderung und Intensivierung des Recyclings durch Normsetzung. In der EU kam es zu F√§llen unsachgem√§√üen Recyclings, z. B. zur Erzeugung von kontaminiertem Kompost. Dies hatte aufgrund des ersch√ľtterten Verbraucher-vertrauens negative Marktauswirkungen. Recyclingqualit√§tsnormen werden die Entwicklung eines europ√§ischen Marktes f√ľr Recyclingmaterialien unterst√ľtzen.
4. Modernisierung und Vereinfachung des Abfallrechts. Das Abfallrecht entwickelte sich im Lauf der Zeit. Es bestehen einige √úberschneidungen, und die praktische Anwendung hat die Notwendigkeit bestimmter Klarstellungen verdeutlicht. Um ein klares ordnungspolitisches Umfeld f√ľr die Abfallwirtschaft zu schaffen, sollte das Abfallrecht modernisiert werden.
5. Bessere Umsetzung. Teile des Abfallrechts, z. B. die Deponierichtlinie und die Verordnung √ľber die Verbringung von Abf√§llen, m√ľssen besser umgesetzt werden. In der EU bestehen Tausende unsachgem√§√ü betriebener oder ungenehmigter Deponien, und nicht alle Verbringungen von Abf√§llen werden von den Mitgliedstaaten wirksam √ľberwacht.
6) Welche Maßnahmen sind in der Strategie vorgesehen?
Die Kommission schlägt als ersten Schritt eine Überarbeitung der Abfallrahmenrichtlinie mit folgender Zielsetzung vor:
‚ÄĘ Konzentration der Abfallpolitik auf die wichtigsten √∂kologischen Auswirkungen und auf die Verbesserung der Ressourcennutzung durch Einf√ľhrung des Lebenszykluskonzepts in die Abfallpolitik.
‚ÄĘ Verpflichtung der Mitgliedstaaten zur Entwicklung nationaler Abfallvermeidungsprogramme innerhalb von drei Jahren nach Inkrafttreten der √ľberarbeiteten Abfallrahmenrichtlinie.
‚ÄĘ Verbesserung des Recyclingmarktes durch die Festlegung √∂kologischer Normen, die die Bedingungen regeln, unter denen bestimmte Recyclingmaterialien nicht mehr als Abf√§lle, sondern als hochwertige Sekund√§rrohstoffe betrachtet werden.
‚ÄĘ F√∂rderung des Einsatzes wirtschaftlicher Instrumente durch die Mitgliedstaaten, z. B. Deponiegeb√ľhren, zur Beg√ľnstigung alternativer Abfallbewirtschaftungsmethoden und einer verursacherbezogenen Abfallgeb√ľhrenerhebung (‚ÄěPay-As-You-Throw‚Äú-Regelungen) als Anreiz f√ľr die B√ľrger zur Beteiligung am Recycling.
‚ÄĘ Modernisierung und Vereinfachung des Abfallrechts. Dies geschieht durch die Kl√§rung von Definitionen, die Straffung von Bestimmungen und die Integration der gesamten Richtlinie √ľber gef√§hrliche Abf√§lle sowie von Teilen der Alt√∂lrichtlinie in die Abfallrahmenrichtlinie. Daneben wird klargestellt werden, dass abfallverwertende Industrien keine zwei separaten Genehmigungen nach dem Abfallrecht und der IVU-Richtlinie ben√∂tigen.

Au√üerdem sieht die Strategie √ľber die kommenden Jahre noch viele weitere Ma√ünahmen vor. Einige dieser Ma√ünahmen m√ľssen sequentiell entwickelt werden, w√§hrend andere am besten dann durchgef√ľhrt werden, wenn die Auswirkungen der ersten Ma√ünahmen und noch in Kraft zu setzenden bestehenden Rechtsvorschriften deutlich werden.
Neben dem Abfallrecht beabsichtigt die Kommission auch andere Mittel einzusetzen, um die Ziele der neuen Strategie zu verwirklichen. So h√§lt sie beispielsweise die Mitgliedstaaten dazu an, die Marktbedingungen f√ľr Recycling und die Nachfrage nach Recyclingmaterialien zu verbessern, indem diese Aspekte in den Ende 2005 f√§lligen nationalen Strategien zur Umsetzung des Aktionsplans f√ľr Umwelttechno¬¨logie ber√ľcksichtigt werden. Die Kommission wird daf√ľr Sorge tragen, dass die auf europ√§ischer Ebene f√ľr Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Abfall¬¨technologie verf√ľgbaren Mittel zur Bek√§mpfung der wichtigsten Umweltauswirkun¬¨gen von Abfall eingesetzt werden. Im Rahmen der √úberarbeitung der Leitlinien zu staatlichen Beihilfen f√ľr den Umweltschutz wird sie klarstellen, unter welchen Umst√§nden staatliche Beihilfen zur F√∂rderung des Abfallrecycling gew√§hrt werden k√∂nnen. Die Kommission wird auch Verbreitung und Transfer der besten Verfahren zur Sensibilisierung, Ausbildung und Entwicklung von Anreizsystemen f√ľr Abfall¬¨vermeidung und Recycling auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene f√∂rdern.
Im Jahr 2010 erfolgt eine √úberpr√ľfung der thematischen Strategie f√ľr Abfall. Erforderlichenfalls werden weitere Ma√ünahmen zur F√∂rderung der Abfallvermeidung, zur Anwendung des Lebenszykluskonzepts in der Abfallwirtschaft und zum Erzielen von Fortschritten auf dem Weg zur europ√§ischen Recyclinggesellschaft ermittelt.
7) Wie ist die thematische Strategie f√ľr Abfall mit der thematischen Strategie f√ľr nat√ľrliche Ressourcen verkn√ľpft?
Die Strategie f√ľr Ressourcen bildet die wissenschaftliche und strukturelle Grundlage f√ľr die Abfallstrategie. Sie propagiert das Lebenszykluskonzept, um die Umweltauswirkungen der Nutzung nat√ľrlicher Ressourcen von der Gewinnung von Rohstoffen bis zu dem Moment, wo ihre Nutzung endet und sie zu Abf√§llen werden, zu minimieren. Abfallvermeidung und recycling k√∂nnen die √∂kologischen Gesamtfolgen der Ressourcennutzung reduzieren.
8) Auf welche Weise kommt die Strategie den Betroffenen B√ľrger, Beh√∂rden und Abfallwirtschaft zugute?
Von besserer Umweltqualit√§t profitieren alle. Es wird weniger Abfall erzeugt, und deshalb werden weniger Deponien angelegt und geringere Abfallmengen ohne Energier√ľckgewinnung verbrannt. Durch die zunehmende Verf√ľgbarkeit von Recyclingmaterialien werden weniger nat√ľrliche Ressourcen zur Herstellung von Erzeugnissen ben√∂tigt.
Der Nutzen f√ľr die B√ľrger besteht darin, dass aufgrund der Strategie nationale, regionale und lokale Abfallvermeidungsprogramme erstellt werden, die den B√ľrgern vermitteln, wie sie zu Abfallvermeidung und effizienterer Ressourcennutzung beitragen k√∂nnen. Au√üerdem wird durch die Strategie neuer Nachdruck auf die Umsetzung von Vorschriften gelegt, die B√ľrger unmittelbar betreffen, z. B. Bestimmungen in Bezug auf illegale Deponien, die eine Bel√§stigung und ein √∂kologisches Risiko darstellen.
Der Nutzen f√ľr Beh√∂rden besteht darin, dass die Rechtsvorschriften klarer werden und weniger Auslegungsprobleme aufwerfen. L√§ngerfristig werden geringere Sanierungskosten anfallen.

Der Nutzen f√ľr die Wirtschaft besteht darin, dass durch die Strategie und die √úberarbeitung der Abfallrahmenrichtlinie zentrale Fragen f√ľr Unternehmen, z. B. die Abfalldefinition, weiter gekl√§rt werden. Durch die Strategie werden Normen gesetzt, was im Interesse der in Abfallrecycling und Verwertung t√§tigen Unternehmen liegt und au√üerdem der Marktentwicklung f√∂rderlich ist.
9) Welche Kosten verursacht die Umsetzung, und wer wird sie tragen?
Da der Industrie und den Mitgliedstaaten durch die Strategie (ebenso wie durch die √ľberarbeitete Abfallrahmenrichtlinie) keine quantitativen Ziele auferlegt werden, sollte sie keine quantifizierbaren finanziellen Kosten verursachen. Die Folgenabsch√§tzung zur Strategie zeigt, dass die neue Abfallpolitik Umweltschutzfragen zus√§tzliches Gewicht verleiht und mit Verbesserungen im ordnungspolitischen Umfeld verbunden ist. Sie verursacht der Industrie Kosten in vernachl√§ssigbarer H√∂he und kann sich l√§ngerfristig durch die gesteigerte Wettbewerbsf√§higkeit des Recyclingsektors f√ľr die EU auszahlen. Angesichts des Rahmencharakters dieser Politik wird die Verantwortung f√ľr die Einleitung konkreter Schritte zur Realisierung des Umweltnutzens von Abfallvermeidung und Recycling √ľberwiegend bei den Mitgliedstaaten liegen.
10) Hat die Strategie Auswirkungen auf Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung und Wachstum?
Die Folgenabsch√§tzung belegt, dass die Strategie keine erheblichen Auswirkungen haben, aber Wettbewerbsf√§higkeit, Besch√§ftigung und Wachstum in begrenztem Umfang positiv beeinflussen wird. Abfallrecycling ist in der Regel arbeitsintensiv, ein Ausbau der entsprechenden T√§tigkeiten wird daher zum Entstehen neuer Arbeitspl√§tze f√ľhren. Das Recycling von 10 000 t Abfall schafft ungef√§hr 240 Arbeitspl√§tze. Die Verbrennung derselben Menge schafft 20 bis 40 Arbeitspl√§tze, die Deponierung ca. 10. Durch eine Verbesserung des ordnungspolitischen Umfelds von Abfallrecycling und verwertung werden Sekund√§rrohstoffe und kraftstoffe in st√§rkerem Ma√üe verf√ľgbar. Das wiederum wird sich positiv auf Wettbewerbsf√§higkeit und Wachstum auswirken.
11) In welcher Weise wird Recycling durch die Strategie gefördert?
In die Strategie floss die Erkenntnis ein, dass Recycling im Lauf des n√§chsten Jahr-zehnts weiterhin durch zahlreiche Ma√ünahmen gef√∂rdert wird, die sich aus fr√ľheren Rechtsvorschriften ergeben (z.B. Vermeidungsziele der Deponierichtlinie f√ľr das Deponieren biologischer Abf√§lle, Recycling- und Verwertungsziele nach den Richt-linien √ľber Verpackungsabf√§lle, Altfahrzeuge sowie Elektro- und Elektronikaltger√§te).
Darauf aufbauend bildet die Strategie einen Rahmen f√ľr die allgemeine F√∂rderung von Recycling. Durch ein marktorientiertes Konzept, das EU-Normen f√ľr den Recyc¬¨lingmarkt mit einzelstaatlichen wirtschaftlichen Instrumenten kombiniert, die den √∂ko¬¨logischen Nutzen des Recycling in den Abfallbewirtschaftungskosten widerspiegeln, werden die Bedingungen f√ľr die Weiterentwicklung des Recycling geschaffen.
Die Folgenabsch√§tzung hat au√üerdem gezeigt, dass die Festlegung starrer Ziele in neuen abfallstromspezifischen Richtlinien nicht immer wirksam w√§re. Die Kosten und der Verwaltungsaufwand, die damit verbunden sind, k√∂nnten den Umweltnutzen √ľbersteigen.
Falls es sich k√ľnftig als notwendig erweist, das Recycling bestimmter Abf√§lle zu f√∂rdern, wird dies wahrscheinlich eher √ľber einen rohstoffspezifischen als wie bisher √ľber einen produktspezifischen Ansatz erfolgen.

Beispielsweise w√ľrde ein Recyc¬¨lingziel f√ľr Kunststoffe das Recycling von Rohren aus Bauschutt ebenso f√∂rdern wie das Recycling von Plastikflaschen, in der Landwirtschaft genutzten Folien und Sto√üd√§mpfern von Kraftfahrzeugen. Derartige Ziele w√ľrden die Abfallsegmente mit dem h√∂chsten Recyclingpotenzial bei geringsten Kosten erfassen.
12) Wie werden Verbrennungsanlagen von der Strategie behandelt?
Verbrennungsanlagen wurden im Laufe der letzten f√ľnfzehn Jahre deutlich sauberer. In einigen St√§dten, z. B. in Wien, liegen die Standorte von Verbrennungsanlagen, die Energie r√ľckgewinnen und deren Emissionen kein Gesundheitsrisiko mehr darstellen, in besiedelten Gebieten.
Auf der Grundlage von Ende der achtziger Jahre verabschiedeten Rechtsvorschriften wurden durch die Richtlinie √ľber die Verbrennung von Abf√§llen aus dem Jahr 2000 noch strengere Anforderungen und Grenzwerte in Bezug auf die Emission von Schadstoffen wie Dioxinen, Quecksilber und anderen Schwermetallen sowie Staub eingef√ľhrt. Die Richtlinie erfasst sowohl Abfallverbrennungsanlagen als auch die Verwendung von Abfall als Brennstoff in Industrieanlagen, z. B. Kraftwerken und Zement√∂fen (Mitverbrennungsanlagen). Neuen Anlagen wurde die Auflage erteilt, die Normen ab Ende 2002 einzuhalten, w√§hrend bestehende Anlagen den Vorgaben ab dem 28. Dezember 2005 entsprechen m√ľssen.
Saubere Abfallverbrennung kann als Teil einer √∂kologisch optimierten Strategie einen erheblichen Beitrag zur Verwertung der in Abf√§llen enthaltenen energetischen Ressourcen leisten. Der Umweltnutzen h√§ngt davon ab, wie viel Energie tats√§chlich aus dem verbrannten Abfall gewonnen wird. Im Zusammenhang mit der neuen Abfallstrategie hat die Kommission beschlossen, die Effizienz der energetischen Verwertung von Abfall durch die Festlegung eines ehrgeizigen Benchmarks f√ľr st√§dtische Abfallverbrennungsanlagen weiter zu steigern. Dies erfolgt durch eine √úberarbeitung der IVU-Richtlinie. Das neue Benchmark f√ľr Energieeffizienz ist ausschlaggebend daf√ľr, ob eine Verbrennungsanlage als Verwertungsanlage oder als Beseitigungsanlage eingestuft wird. Die Einstufung als Verwertungsanlage schafft besseren Marktzugang, und die Menge der verwerteten Abf√§lle kann auf die in den EU-Richtlinien (z. B. √ľber Elektro- und Elektronikaltger√§te) festgelegten verbindlichen Verwertungsziele angerechnet werden.
13) Warum wird der Altölaufbereitung nicht mehr wie bislang Vorrang eingeräumt?
Nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen haben die Aufbereitung von Alt√∂len (Reinigung zur Wiederverwendung) und deren Einsatz als Brennstoff vergleichbare Umweltauswirkungen, d.h. durch beide Verfahren werden Schadstoff- und Treibhausgasemissionen erheblich verringert. Es besteht daher kein Grund, den in der Alt√∂lrichtlinie festgelegten rechtlichen Vorrang f√ľr die Alt√∂laufbereitung beizube¬¨halten. Die Mitgliedstaaten k√∂nnen auf Wunsch den Vorrang auf nationaler Ebene beibehalten, sind aber nicht mehr durch das Gemeinschaftsrecht dazu verpflichtet.
Statistische und wissenschaftliche Daten belegen, dass die Alt√∂lsammlung noch nicht ihr volles Potenzial erreicht hat. Dies deutet darauf hin, dass in der EU weiterhin eine unkontrollierte und umweltbelastende Entsorgung von Alt√∂l erfolgt. Aus diesem Grund schl√§gt die Kommission vor, k√ľnftige Anstrengungen eher auf die Verbesserung der Alt√∂lsammlung als auf die F√∂rderung einer bestimmten Verwertungstechnik zu konzentrieren. Diese Schwerpunktsetzung wird durch die Einf√ľhrung einer Sammlungsverpflichtung in die Abfallrahmenrichtlinien verdeutlicht.

14) Warum werden keine Rechtsvorschriften zu Bioabfällen vorgeschlagen?
Unter die biologischen Abf√§lle fallen organische Stoffe wie Garten-, K√ľchen- und Speiseabf√§lle. Sie stellen normalerweise den gr√∂√üten Teil der Haushaltsabf√§lle dar. In zahlreichen St√§dten und Gemeinden der EU mit obligatorischer Hausm√ľlltrennung erfolgt das Recycling biologischer Abf√§lle im Wege der Kompostierung, wobei diese durch Fermentation in organisches Material verwandelt werden, das zur Bodensanierung verwendet werden kann.
Eine separate Richtlinie f√ľr biologische Abf√§lle ist daher nicht notwendig. Das √∂kologische Hauptrisiko, das von Bioabf√§llen ausgeht, ist die Entstehung von Methan auf Deponien, die 1995 ca. 3 % der Treibhausgasemissionen der EU-15 ausmachte. Durch die Deponierichtlinie werden die Mitgliedstaaten verpflichtet, die deponierte Menge biologisch abbaubarer Abf√§lle bis 2016 auf 35 % des Niveaus von 1995 zu senken; dadurch wird das Ausma√ü des Problems erheblich verringert. F√ľr die Kommission ist vorrangig, zu gew√§hrleisten, dass die Mitgliedstaaten dieser rechtlichen Verpflichtung vollst√§ndig und rechtzeitig nachkommen.
Ein auf europaweit harmonisierten Kompostierungszielen basierendes pauschales Konzept ist in jedem Fall unzweckm√§√üig, da √∂rtliche Gegebenheiten, von klimatischen Bedingungen bis zur Zusammensetzung der gesammelten Bioabf√§lle, zur Ermittlung der √∂kologisch optimalen Strategie f√ľr die Bioabfallbewirtschaftung von entscheidender Bedeutung sind.
Allerdings m√ľssen zur F√∂rderung der Kompostierung einige Ma√ünahmen auf EU-Ebene getroffen werden. Dazu geh√∂rt diese Festlegung von Qualit√§tsnormen f√ľr Kompost, damit sich M√§rkte daf√ľr entwickeln k√∂nnen. Die Kommission plant, dass diese beim Inkrafttreten der √ľberarbeiteten Abfallrahmenrichtlinie verf√ľgbar sind. Eine weitere Ma√ünahme ist die Festlegung hoher Umweltschutzstandards f√ľr Anlagen zur Behandlung biologischer Abf√§lle. Auch das geschieht im Rahmen der anstehenden √úberarbeitung der IVU-Richtlinie.
Das Gemeinschaftsrecht stellt klar, dass die Mitgliedstaaten bei der Erarbeitung ihrer nationalen Abfallpolitik allen √∂kologisch relevanten Aspekten Rechnung tragen m√ľssen. Das bedeutet, dass die Beh√∂rden in Mitgliedstaaten, in denen Kompost zur Bodenverbesserung ben√∂tigt wird, sich auf entsprechende Ma√ünahmen konzentrieren sollten. Die Kommission wird dies durch die f√ľr 2006 geplante Vorlage von Leitlinien ohne Rechtscharakter zur Entwicklung nationaler Abfallstrategien und pl√§ne f√ľr die Bioabfallbewirtschaftung unterst√ľtzen. Und schlie√ülich wird die thematische Strategie f√ľr B√∂den, die demn√§chst vorgelegt werden soll, die M√∂glichkeiten der Verwendung von Kompost als Mittel zur Steigerung des Kohlenstoffgehalts von B√∂den ber√ľcksichtigen.
15) Wie wurde diese Strategie entwickelt? Wurden die Betroffenen konsultiert?
Die Arbeit an der Strategie begann 2003 in Ankn√ľpfung an das sechste Umweltaktionsprogramm (2002-2012), worin die Kommission beauftragt wurde, eine thematische Strategie f√ľr Abfall vorzulegen. Erster Schritt war die Vorlage einer Mitteilung mit dem Titel ‚ÄěEine thematische Strategie f√ľr Abfallvermeidung und recycling‚Äú (KOM[2003] 301). Darin wurden eine Analyse der bestehenden Situation vorgenommen sowie dauerhaft nicht tragbare Entwicklungen und Gebiete ermittelt, auf denen ein Wandel notwendig sein k√∂nnte. Die weitere Vorgehensweise wurde nicht festgelegt. Diese per Internet durchgef√ľhrte Konsultation erfolgte zwischen Mai und November 2003; dabei gingen 220 Erwiderungen ein, die im Internet eingesehen werden k√∂nnen.

Auf der Grundlage der eingegangenen Antworten unternahm die Kommission die Erarbeitung einer Strategie, und viele weitere Konsultationen und Zusammenk√ľnfte mit Sachverst√§ndigen, Vertretern von Mitgliedstaaten und Beteiligten fanden statt.
16) Wird die Strategie zur Initiative f√ľr eine bessere Rechtsetzung beitragen?
Wie die anderen thematischen Strategien , die derzeit von der Kommission verabschiedet werden, geh√∂rt die Abfallstrategie zur n√§chsten Generation der Umweltpolitik. Sie ist global und mittelfristig angelegt, enth√§lt klare Umweltziele und ist darauf ausgerichtet, die geeignetsten Instrumente zur Erreichung dieser Ziele zu ermitteln. Sie st√ľtzt sich auf umfangreiche Forschungsarbeiten und die Anh√∂rung der interessierten Kreise und geht auf ganzheitliche Weise an das Thema heran, wobei Verbindungen zu anderen Problemen und Politikbereichen ber√ľcksichtigt werden.



Actions proposed and/or planned by the Thematic Strategy on the prevention and recycling of waste Timing
Proposal for a Directive amending the Waste Framework Directive, merging it with the Hazardous Waste Directive and repealing the waste oils Directive regeneration priority Proposed together with this Strategy
Report on the implementation of Directive 94/62/EC on packaging and packaging waste 2006
Review of the targets set under Directive 2000/53/EC on end-of-life vehicles 2006
Proposal for a Directive bringing together the three Directives on waste from the titanium dioxide industry into one Directive 2006
Publication of guidelines, based on the jurisprudence of the European Court of Justice, on the issue of when by-products should or should not be considered as waste 2006
Publication of guidelines for Member States on applying life-cycle thinking to the management of biodegradable waste that is diverted from landfill 2006
Improving the knowledge base on impacts of resource use, waste generation and waste management and more systematic forecasting and modelling Starting in 2006
Proposal for the clarification and extension of the scope of the Directive on Integrated Pollution Prevention and Control (IPPC) to additional waste management activities including biological treatment for recovery of waste, preparation of hazardous waste for incineration and of incineration slags for recovery 2007, when the IPPC Directive will be subject to a general review
Proposal for a revision of Directive 86/278/EC on the use of sewage sludge in agriculture 2007
Publication of basic guidelines to make life-cycle tools easily useable in waste policy making, with an agreed approach and methodology. 2007
Publication of guidelines on certain provisions of the waste shipment regulation to combat sham recovery 2007
Publication of guidelines on minimum environmental standards for permits of installations that are not covered by the IPPC Directive and on Best Available Techniques for the mixing of hazardous waste 2007
Assessment of the state of play and of the need for additional measures to stimulate the move to a European recycling society 2007
Review of the targets under Directive 2002/96/EC on waste electrical and electronic equipment 2008
Adoption of a first set of quality standards for defining when certain waste flows cease to be waste, starting with compost and recycled aggregates 2008 ‚Äď subject to the entry into force of the revised Waste Framework Directive


05 Dec 2010
13:32:04
Leber Rudolf

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