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Reinraumtechnologie

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Reinraumtechnologie
suche bezüglich reinraumtechnologie alles über

ISO 14641-1 : 1999

VDI 2086/3

VDI 3491

DIN 1964/4

und möglicherweise noch andere Quellen reinlufttechnischer Begriffsdefinitionen.

12 Dec 2004
22:22:56
Lene
Reinraumtechnologie Vorschriften Richtlinien Lexikon
Guten Tag, im Anhang Infos zum Thema Reinraum ( Richtlinien, Vorschriften), viel Erfolg! Gruss Richter




Richtlinien und Empfehlungen Reinraumtechnik •FED STD 209E Airbone Particulate Cleanliness •VDI Richtlinien Reinraumtechnik Messtechnik o VDI 2083 Blatt 3, Feb. 83 o VDI 2066, 1955 Staubmessung in strömenden o IES-Recommended Practice-CC-006-84-T o IES-Recommended Practice-CC-001-86 • IES-Recommended Practice-CC-007-89 • DIN 24184 und DIN 24185 • Eurovent 4/8 (DEHS-(DOP)- Aerosoltest)

Auszug aus:

http://www.gbt.ch/knowhow/doc500029/Reinraum.pdf


Lexikon: Abrieb: Spezielle Form der Partikelemission, die auf das mechanische Abtragen von Material bei reibender Bewegung zurückgeht.

Abriebfestigkeit: In der Reinraumtechnik unbedingt erforderliche Eigenschaft von Oberflächen der verwendeten Baumaterialie, Geräten und Inventare.

Abscheidegrad: Gravimetrisch ermitteltes Verhältnis der im Luftfilter abgeschiedenen Masse der ASHRAE-Staubes zu der, die dem Filter zugeführt wird.

Aerosol: In Luft verteilte, fein dispergierte, feste oder flüssige Materie (Luftkolloid).

Aerosol-Photometer: Gerät zum Feststellen von Aerosolkonzentrationen auf der Basis von Streulichtmessungen; eine Absolutmessung ist nicht möglich, jedoch ist bei einem in bezug auf die Korngrößenverteilung konstanten Aerosol ein Rückschluß von der Intensität des Streulichts auf die Massenkonzentration des Aerosols durch Kalibrieren möglich.

Antistatische Ausrüstung: Ausrüsten der Oberflächen bzw. der Materialien so, daß eine schwache elektrische Leitfähigkeit entstehende statische Aufladungen ausschließen läßt.

Anströmgeschwindigkeit: Luftgeschwindigkeit, mit der die Schwebstoff-Filterelemente senkrecht angeströmt werden. Wegen der unvermeidbaren Flächenverluste im allgemeinen etwas höher als die Geschwindigkeit der turbulenzarmen Verdrängungsströmung.

Archimedes-Zahl: Dimensionslose Kennzahl, gebildet aus dem Verhältnis der Trägheitskraft zu Auftriebskräften infolge entstehender Temperaturunterschiede; sie ist somit ein Maß für die Stabilität der Stabilität der turbulenzarmen Verdrängungsströmung (Cave: Wegen fehlender turbulenter Durchmischung ist die Archimedes-Zahl auf das Raumvolumen zu beschränken, in dem die Wärmequelle lokalisiert ist, darauf ist die in der Zahl eingehende Wärmelast zu beziehen).

ASHRAE*-Test: Luftfilter-Prüfverfahren nach ASHRAE 52 68 (USA), bei dem der Prüfling abwechselnd mit ASHRAE-Staub, einem aus Gesteinsmehl, Ruß und Bauwoll-Linters gemischten Staub, zur Bestimmung des gravimetrischen Abscheidgrades und mit natürlichen Luftaerosol zur Bestimmung des Wirkungsgrades durch die verfärbende Wirkung der Aerosolteilchen beaufschlagt wird.

(*ASHRAE: American Society of Heating, Refrigation, and Airconditioning, Engineers)

Aufnahmerahmenkonstruktion: Rahmenwerk aus winkligen Profilen, in die die Schwebstoff-Filter eingesetzt und mit den zur Aufnahmerahmenkonstruktion gehörenden Anpreßvorrichtungen gleichmäßig dicht in die Filtersitze gepreßt werden.

Behaglichkeit: Aus den Zustandswerten und physischen sowie psychischen Faktoren resultierender Bereich von Temperatur und Feuchte sowie Luftgeschwindigkeit, innerhalb dessen ein "Normalmensch"keine ungehaglichen Erscheinungen (Kälte, Hitze, Zug) wahrnimmt.

Contamination control: Angelsächsischer terminus technicus für Reinraumtechnik (wird auch für Abluftreinigung gebraucht).

Cross-Flow: Angelsächsischer terminus technicus für Querstrom.

Dichtheit: Der Zustand in dem : alle Schwebstoff-Filterelemente luftdicht in der Aufnahmerahmenkonstruktion sitzen und alle in der Filterwand bzw. die Filterdecke eingebauten Schwebstoff-Filterelemente keine Lecks haben.

Dichtheitsprüfung: Übertragung des Lecktests auf die Filterwand bzw. die Filterdecke.

Dichtung: Auf dem Schwebstoff-Filterelement aufgebrachtes dauerelastisches Teil, das sich auf den Filtersitz legt und nach dem Anpressen des Filterelements eine luftdichte Verbindung zwischen Filterelement und Aufnahmerahmenkonstruktion bewirkt.

DOP-Test: Nach Mil.Std. 282 (USA): Prüfmethode zum Prüfen von Schwebstoff-Luftfiltern (Stückprüfung) mit Hilfe eines thermisch erzeugten DOP-(Dioctylphthalat-) Nebels mit nahezu einheitlichem Partikeldurchmesser von 0,3. Die Bestimmung der Aerosolkonzentration vor und hinter dem Prüfling geschieht mit Aerosol-Photometern.

Down-Flow: Angelsächsischer terminus für Vertikalstrom.

Druckdifferenz: Differenz der statischen Drücke vor und hinter einem Filter. Die Druckdifferenz ist --- bei konstanter Anströmgeschwindigkeit --- ein Maß für die Staubbeladung (auch Filtersättigung).

Durchlaßgrad: Wird im allgemeinen statt Abscheide-, Wirkungs- oder Entstauungsgrad bei Schwebstoff-Luftfiltern gebraucht. Der Durchlaßgrad D (in %) ist gegeben durch die Differenz 100 minus Abscheidegrad (bzw. Wirkungs-oder Entstaubungsgrad). Es ist immer an Hand der Testmethode zu prüfen, ob der Durchlaßgrad massenbezogen (Sodium-Flame-Test), streulichtbezogen (DOP-Test) oder teilchenzahlbezogen (Methoden unter Benutzung von Teilchenzählern) ist.

Enddruckdifferenz: Maximale, für den Filter in einer Anlage zulässige Druckdifferenz, die in der Mehrzahl der Fälle von der Anlage und ihrem Ventilator gegeben wird. Die maximale Filterdruckdifferenz (die Grenze für Staubdurchbruch oder mechanische Beschädigungen liegt ---oft weit --- höher).

Erstluft: Die Luft, die nach ihrem Austritt aus einem Schwebstoff-Filter noch nicht mit einer Kontaminationsquelle oder mit dem von ihr ausgehenden Kontaminationskörper in Berührung gekommen ist.

Feuchte: Gehalt der Luft an Wasserdampf in Gramm pro Kilogramm trockene Luft. Andere Angaben: Relative Feuchte in %, Taupunkt oder psychrometrische Differenz, die mit einem feuchten Thermofühler gegenüber einem trockenen ermittelt wird.

Filter: Vorrichtung zum Entfernen von Verunreinigungen aus Fluiden.

Filterwand (Filterdecke): In der LF-Reinraumtechnik werden die Schwebstoff-Filter zu Filterwänden (für Querstrom) bzw. zu Filterdecken (für Fallstrom) so in einer Aufnahmerahmenkonstruktion zusammengefaßt, daß die gesamte Fläche der Wand bzw. der Decke bis zu den anschließenden der Strömung führenden Begrenzungen von Schwebstoff-Filtern (nahzu) lückenlos ausgefüllt ist.

Glove-Box: Dichter Kasten mit Sichtscheiben und dicht angebrachten Plastik-Handschuhen zum Durchführen von Arbeiten an hochtoxischem oder hochinfektiösem Material (Isolatortechnik), ggf. mit Luftumwälzung und Filterung der umgewälzten Luft (auch für Schutzgasarbeiten).

Grenzschicht: Übergangsschicht von der Strömung zu einer ruhenden Oberfläche, in der die Strömungsgeschwindigkeit auf Null absinkt. Eine Strömungsablösung beginnt mit Instabilitäten in der Grenzschicht.

HEPA-Filter: Angelsächsischer terminus technicus für HOSCH-Filter (hier: Durchlaßgrad kleiner 0,01% nach DOP-Test).

Horizontalstrom: Die turbulenzarme Verdrängungsströmung wird waagerecht geführt.

Hosch-Filter: Schwebstoff-Luftfilter, das im kritischen Abscheidebereich (etwa 0,2 bis 0,5 um) einen Durchlaßgrad unter 0,01% hat.

Hygiene im Reinen Raum: Alle Körperpflegemaßnahmen zur Verringerung der menschlichen Partikelmission, die Auswahl zweckmäßiger Reinraumkleidung und die Maßnahmen des Reinigens und Verpackens dieser Kleidung sowie das Schaffen eines den Anforderungen entsprechendnen Raumklimas im Reinen Raum.

Klimaanlagen für Reine Räume: Die von Ihnen aufbereitete Luft dient dem Einstellen der gewünschten Temperatur bzw. der gewünschten Feuchte der Luft in der Zirkulationsströmung eines LF-Reinraumsystems.

Kontaminationskörper: Von Hortig (85) geprägter Ausdruck für das Gebiet, in dem unter Berücksichtigung des Quertransports Partikel zu erwarten sind. Der Kontaminationskörper wird zwar von der Kontaminationsquelle ausgehend größer, seine "Reinheit" nimmt aber wegen der Abnahme der Partikelkonzentration zu und die Frage ob und in welcher Entfernung von einer Kontaminationsquelle eine weiter "Reiner Arbeitsplatz" eingerichtet werden kann, ist von den entsprechen Anforderungen abhängig. Wesentlich ist, daß diese sich ausbildenen Kontaminationskörper überschaubar bleiben und die Reinen Arbeitsplätze daher so angefordert werden können, daß ihre gegenseitige Beeinflussung gering gehalten werden kann.

Laminar Air Flow: Angelsächsischer terminur technicus für turblenzarme Ver drängungsströmung, die nicht laminar im strengen Sinne ist (auch: unidirectional air flow oder uniform air flow).

Leck: Stelle im HOSCH-Filterelement, an der der Aerosoldurchlaßgrad den der Umgebung wesentlich überschreitet. Oft wird eine Stelle in einem Filterelement dann als Leck, das nicht mehr toleriert werden kann, angesehen, wenn dort der lokale Durchlaßgrad gegenüber einem kalt erzeugten DOP-Nebel (oder auch Paraffinölnebel) größer als 0,01% ist.

Lecktest: Untersuchung des Filterelements auf Lecks mit Hilfe eines kalt erzeugten DOP-Nebels (oder auch Paraffinölnebels) und eines Aerosolphotometer. Eine Leckbestimmung kann auch mit dem Partikelzähler durchgeführt werden (Cave: Genügend hohe Nebelkonzentration auf der Zuströmseite ist Voraussetzung).

LF-Clean-Room-Technologie: Angelsächsischer terminus technicus für LF-Reinraumtechnik.

LF-Reinraumtechnik: Reinraumtechnik, bei der die Raumluft in Form einer tur bulenzarmen Verdrängungsströmung geführt wird.

Lichtstreuung: Licht, das auf ein Partikel fällt, wird in Abhängigkeit von Partikeldurchmesser (und physikalischen Parametern des Partikels) aus der Einfallrichtung abgelenkt (Tyndall-Effekt). Die Winkelverteilung und Intensität des gestreuten Lichtes hängen von verschiedenen Parametern des Partikels, unter anderen von seiner Größe, ab (das Streulicht, das eine Vielzahl von Molekülen –kleinste Partike!---z.B. von einfallendem Sonnenlicht erzeugt, ist das Himmelblau: die langwelligen roten Spektralanteile des Sonnenlichts werden weniger stark gestreut: Morgen- und Abendrot).

Luftduschen: Vorrichtung zum Abblasen der Reinen Kleidung vor dem Betreten des Reinen Raumes. Ihre Wirkung ist umstritten.

Luftfilter: Vorrichtung zum Entfernen luftgetragener Verunreinigungen aus strömender Luft.

Luftzustand: Durch Temperatur, Feuchte und Druck wird der Luftzustand im allgemeinen gekennzeichnet;oft werden diese Werte um den der Luftgeschwindigkeit erweitert.

Materialdurchreiche: Schleusenartig ausgeführter, kastenförmiger Wanddurchbruch eines Reinen Raumes zum Ein- oder Ausbringen von Material, Werkzeug. Instrumenten usw.; im Regenfall mit zwei gegeneinander verriegelten Türen und - falls erforderlich - mit Luftdurchspülung.

Partikel: Teilchen festen oder flüssigen Aggregatzustands beliebiger Art, Dichte und Form. In der Reinraumtechnik ist der Begriff "Partikel" auf die begrenzt, deren Durchmesser gleich oder größer 0,5 um ist.

Partikelbewegung: die auf ein Partikel einwirkenden Kräfte, verursachen eine Partikelbewegung, die nicht mit derjenigen der Luftströmung übereinstimmen muß. Abweichungen können herrühren von Restturbulenzen (Quertransport). Wirbelströmungen, Sedimentation unter dem Einfluß der Schwere des Partikels. Coulomb`sche Kräfte bei elektrisch geladenen Partikeln in elektrischen Feldern.

Partikelldurchmesser: Als Partikeldurchmesser wird ein äquivalenter Durchmesser definiert. In der Reinraumtechnik ist dies der Durchmesser eines Polystyrolkügelchens, das die gleiche Streulichtintensität erzeugt wie das Partikel. Andere Äquivalenzdurchmesser: Durchmesser des Kreises, der die gleiche Fläche wie die Projektion des Partikels hat (bei mikroskopischer Betrachtung)! oder Durchmesser der Kugel, die die gleiche Fallgeschwindigkeit wie das Partikel besitzt (Stokes-Durchmesser; Stokes-Geschwindigkeit). Der Partikeldurchmesser wird in Mikrometern (um) = 10-6m=10-3mm (früher auch Mikron) angegeben.

Partikelemission: Unvermeidbare Abgabe von Partikeln bei beliebigen Tätigkeiten.

Partikelkonzentration: Die Konzentration aller luftgetragenen Partikel in der Volumeneinheit Raumluft, d.h. im Kubikmeter (auch im Liter oder im Kubikfuß =28,3 l).

Partikelzähler: Gerät zum Nachweis einzelner Partikel, die frei fliegen, ein Meßvolumen durchqueren und dort einen Teil des sie beleuchtenden Lichts streuen. Die Intensität des Streulichts ist ein Maß für den Partikeldurchmesser. Das Kalibrieren erfolgt mit den kugelförmigen Teilchen einer Polystyrol-Latex, die ihrerseits mikroskopisch vermessen werden. Mit elektronischen Maßnahmen (Diskriminator mit verschiedenen Ansprechschwellen und diesen Ansprechschwellen zugeordneten Zählern) lassen die Partikelzähler eine Bewertung der Partikelkonzentration als Summenhäufigkeit in Abhängigkeit vom Partikeldurchmesser zu.

Quertransport: Die Restturbulenz der turbulzarmen Verdrängungsströmung hat eine Partikelausbreitung quer zur Strömungsrichtung zur Folge. Nach Messungen von Horting liegt der Ausbreitungswinkel bei 1 bis 20. Dies spricht für eine Quertransportgeschwindigkeit von um 10cm/s bei einer Strömungsgeschwindigkeit von um 30 cm/s.

Reiner Arbeitsplatz: Ein in seiner Reinheit durch besondere Maßnahmen kontrollierter Arbeitsbereich, an dem Arbeiten mit Produkten oer an Objekten durchgeführt werden, die durch Umgebungseinflüsse geschädigt werden oder di edie Umgebung schädigen können.

Reiner Raum: Ein in seiner Reinheit durch besondere Maßnahmen kontrollierter Arbeitsbereich, in dem ein oder mehrere Reine Arbeitsplätze so vorhanden sind, daß die an diesen Reinen Arbeitsplätzen beschäftigten Personen an ihm plaziert sind (auch: Reine Arbeitskabine).

Reine Werkbank: Im allgemeinen ein, in Sonderfällen auch mehrere Reine Arbeitsplätze, die so angeordnet sind, daß die an ihm bzw. an ihnen beschäftigte Person außerhalb des in seiner Reinheit kontrollierten Arbeitsbereiches plaziertist.

Reinheit: Die Reinheit ist das Freisein von beliebigen Verunreinigungen: quantitativ wird sie durch den Reinheitsgrad beschrieben. Die absolute Reinheit ist ein Grenzwert, dem man sich in der Praxis nur nähern kann, ohne ihn zu erreichen.

Wie weit dieses Annähern erfolgen kann oder erfolgen muß, hängt von den jeweiligen Umständen ab, wobei der Aufwand mit steigenden Anforderungen an die Reinheit überproportional steigt. In der Reinraumtechnik im allgemeinen auf Aerosol bezogen.

Reinheitsgrad: Quantitative Angabe über die Reinheit; in der Reinraumtechnik im allgemeinen gemessen an der Partikelkonzentration (in Sonderfällen auch Anzahl der Partikel auf Oberflächen).

Reinheitsgrad der Raumluft: Partikelkonzentration, im allgemeinen Zahl der Partikel mit einem Partikeldurchmesser von 0,5 um und größer je Kubikmeter Raumluft (auch je Liter oder je Kubikfuß --- 28,31 ---Raumluft).

Reinraumklasse: Durch Abstufung des Reinheitsgrades entstehende Klassierung. Die Reinheitsklasse dient im allgemeinen zur Kennzeichnung der Anforderungen an die Raumluft oder zum Nachweis des Einhaltens dieser Anforderungen. Sie sind nach VCI 2083 festgelegt durch die Anzahl der Partikel mit Partikeldurchmessern 1 um und größer, wobei die die Reinraumklasse kennzeichnende Grenzkurve für die Summenhäufigkeit der Partikel in Abhängigkeit vom Partikeldurchmesser einer Junge-Verteilung entspricht und gleich der Steigerung der Grenzkurven der Reinheitsklassen des Ferderal Standard 209 der USA ist. Im praktischen Gebrauch stimmen folgende korrespondierenden Klassen überein.

VDI 2083/ Fed.Std. 209

3/100

4/-

5/10000

6/100000

Reinraumtechnik: Die Technik, Fertigungsschritte, Produktionstufen oder an dere gegenüber Verunreinigungen empfindliche Tätigkeiten unter den Bedingungen besonderer äußerer Reinheit durchzuführen.

Reynold-Zahl: Verhältnis von Trägheitskraft zu Reibungs-(Zähigkeits-) kräften. Bei kleinen Reynoldschen Zahlen ist ein Strömung laminar. Oberhalb einer kritischen Reynold-Zahl (z.B. im zylindrischen Rohr RE>2230) bildet sich nach einem Einlaufvorgang ein turbulentes Strömungsprofil aus.

Sedimentation: Bewegung des Partikels im Schwerefeld der Erde. Zwischen etwa 100 um und etwa 1 um gilt das Stokes-Gesetz, nachdem sich eine konstante Sedimentationsgeschwindigkeit einstellt, die der Dichte des Partikels--Materials und dem Quadrat des Stokes-Durchmessers des Partikels proportional ist. Ein Partikel mit einem Stokes-Duchmesser von 10 um und einer Dichte entsprechend der des Wassers sedimentiert mit 3 mm/s, eines mit 1 um mit 30 um,s.

Schleusen: Zugänge zu in bezug auf ihre Reinheit kontrollierten Bereichen, in den z.B. durch gegeneinander verriegelte Türen unterschiedliche Druckniveaus, die ein Übrströmen von verunreinigter Luft in den kontrollierten Bereich verhindern, aufrecht erhalten werden. Oft dienen derartige Schleusen gleichzeitig als Umkleideraum und sind daher mit Kleiderablagen für unreine Kleidung, einem Vorrat für reine Kleidung, Wascheinrichtungen und ggf. Luftduschen versehen.

Schwebstoff-Luftfilter: Luftfilter zum Abscheiden sehr fein (kolloidal) dispergierter luftgetragener Schwebstoffe.

Sodium-Flame-Test nach Brit. Std. 3921: Prüfmethode zum Prüfen von Schwebstoff-Luftfiltern (Stückprüfung) mit Hilfe eines aus verdüster Natriumchloridlösung erzeugtem NaCI-Aerosols mit Partikeldurchmesser im Bereich von 0,05 um bis 2 um. Die Konzentrationsbestimmung erfolgt mit Hilfe spektralanalytischer Methoden (Gelbfärbung einer Flamme!).

Stabilität der turbulenzarmen Verdrängungsströmung: Die Trägheit der von Ventilatoren angetriebenen Strömung muß thermischen Auftrieb überwinden können, ohne daß an den umströmten Körpern Turbulenzzonen in einem größeren unvermeidbaren Ausmaß entstehen.

Statische Elektrizität: Vorwiegend durch Rei bungsaufladung entstehende Ladungsanhäufunf, die zu elektrischen Feldern führt. Ausgleich u.U. durch Funken, der zündfähige Gemische zu zünden in der Lage ist.

Staubspeicherfähigkeit: Die Masse des abgeschiedenen und in der Flächeneinheit eingelagerten Staubes (beiüblichen HOSCH-Filtern größenordnungsmäßig um 10 2 Gramm pro Quadratmeter.

Stückprüfung: Prüfung jedes gefertigten Schwebstoff-Luftfilters mit einer geeigneten Methode (z.B. DOP, Sodium-Flame-und ggf. Lecktest).

Temperatur: Thermodynamische Zustandsgröße, die mit (trockenen!) Thermofühlern (Thermometern) gemessen wird.

Turbulenz: Statistisch verteilte, ungeordnete Schwankungen der Strömungsgeschwindigkeit, die quantitativ als Turbulenzgrad angegeben werden kann. Turbulenz darf nicht mit Wirbeln verwechselt werden.

Turbulenzarme Verdrängungsströmung: Strömungsform, bei der der gesamte zur Strömungsrichtung senkrecht liegende Raumquerschnitt mit gleichförmiger Geschwindigkeit von der Raumluft durchströmt wird. Die Strömung entspricht einer gleichgerichteten Kanal-Anlaufströmung mit großer Reynold-Zahl. Verunreinigungen in der Raumluft werden verdrängt; daher: Lüftung mit turbulenzarmer Verdrängungsströmung: turbulenzarme Verdrängungslüftung (Kennzeichnung: Geschwindigkeit der Strömung).

Turbulenzreiche Strahlströmung: Strömungsform, bei der die Zuluft als Strahl in den Raum eingeblasen wird. Der Strahl erzeugt eine innere Zirkulationsströmung (das etwa 10 40fache des eingeblasenen Volumenstromes!!). In den turbulenten Randzonen des Strahls vermischt sich die Zuluft mit der Raumluft. In der Raumluft vorhandene Verunreinigungen werden verdünnt: daher: Lüftung mit turbulenzreicher Strahllüftung auch turbulenzreiche Verdünnungslüftung (Kennzeichnung durch Luftwechselzahl, d. h. auf das Raumvolumen bezogener Zuluftvolumenstrom.

Turbulenzgrad: Der Turbulenzgrad der turbulenzarmen Verdrängungsströmung übersteigt im allgemeinen 10% nicht.

Typprüfung nach DIN 24 184: Prüfung von Schwebstoff-Luftfiltern auf das Einhalten vorgegeener Abscheidegrenzen, die einmal an einem Typ einer Konstruktion durchgeführt wird und ggf. in gewissen Zeitabständen wiederholt wird. Geprüft wird mit Paraffin-Ölnebel (thermisch erzeugt), radioaktiv markierten natürlichen Luftaerosol, frisch erzeugtem Quarzstaub (in Sonderfällen): daneben wird ein Lecktest durchgeführt (Ölfadentest).

Vertikalstrom: Die turbulenzarme Verdrängungsströmung wird senkrecht geführt.

Vorfilter: Luftfilter mit geringerer Abscheidewirkung, die zur Entlastung nachgeschalteter Feinfilter eingesetzt werden.

Wirbel: Zirkulationsströmung um einen Wirbelkern als drehungsfreie Potentialströmung (Potentialwirbel) oder um eine Strömungssenke bzw. Strömungsquelle als drehungsbehaftete Senker-bzw. Wellströmung. Bei der LF-Reinraumtechnik wichtig: Wirbelpaare (Karman-Wirbel) die sich bei der Strömungsablösung an umströmten Körpern ausbilden, ablösen und abklingend mit der Strömung "fortschwimmen" sowie (relativ) stationäre Wirbelpaare in strömungstoten Gebieten. Dort kann ein Partikeltransport scheinbar gegen die Strömungsrichtung erfolgen.

Wirkungsgrad: Aus dem Unterschied der Verfärbung zweier Filterpapiere, eines mit Luft von dem zu prüfenden Luftfilter beaufschlagt, eines mit der im Prüfling gereinigten Luft, ermitteltes Maß für die Abscheidewirkung.


Aus: http://www.kp-audio.de/Reinraum_Lexikon.htm

Witere Literatur: USA http://www.techstreet.com/info/ashrae.html http://www.ashrae.org http://tis.eh.doe.gov/hepa/nuke_air/chap1.pdf

12 Dec 2004
22:24:09
E. Richter


Begriffe der Reinraumtechnik


Abrieb: Spezielle Form der Partikelemission, die auf das mechanische Abtragen von Material bei reibender Bewegung zurückgeht.

Abriebfestigkeit: In der Reinraumtechnik unbedingt erforderliche Eigenschaft von Oberflächen der verwendeten Baumaterialie, Geräten und Inventare.

Abscheidegrad: Gravimetrisch ermitteltes Verhältnis der im Luftfilter abgeschiedenen Masse der ASHRAE-Staubes zu der, die dem Filter zugeführt wird.

Aerosol: In Luft verteilte, fein dispergierte, feste oder flüssige Materie (Luftkolloid).

Aerosol-Photometer: Gerät zum Feststellen von Aerosolkonzentrationen auf der Basis von Streulichtmessungen; eine Absolutmessung ist nicht möglich, jedoch ist bei einem in bezug auf die Korngrößenverteilung konstanten Aerosol ein Rückschluß von der Intensität des Streulichts auf die Massenkonzentration des Aerosols durch Kalibrieren möglich.

Antistatische Ausrüstung: Ausrüsten der Oberflächen bzw. der Materialien so, daß eine schwache elektrische Leitfähigkeit entstehende statische Aufladungen ausschließen läßt.

Anströmgeschwindigkeit: Luftgeschwindigkeit, mit der die Schwebstoff-Filterelemente senkrecht angeströmt werden. Wegen der unvermeidbaren Flächenverluste im allgemeinen etwas höher als die Geschwindigkeit der turbulenzarmen Verdrängungsströmung.

Archimedes-Zahl: Dimensionslose Kennzahl, gebildet aus dem Verhältnis der Trägheitskraft zu Auftriebskräften infolge entstehender Temperaturunterschiede; sie ist somit ein Maß für die Stabilität der Stabilität der turbulenzarmen Verdrängungsströmung (Cave: Wegen fehlender turbulenter Durchmischung ist die Archimedes-Zahl auf das Raumvolumen zu beschränken, in dem die Wärmequelle lokalisiert ist, darauf ist die in der Zahl eingehende Wärmelast zu beziehen).

ASHRAE*-Test: Luftfilter-Prüfverfahren nach ASHRAE 52 68 (USA), bei dem der Prüfling abwechselnd mit ASHRAE-Staub, einem aus Gesteinsmehl, Ruß und Bauwoll-Linters gemischten Staub, zur Bestimmung des gravimetrischen Abscheidgrades und mit natürlichen Luftaerosol zur Bestimmung des Wirkungsgrades durch die verfärbende Wirkung der Aerosolteilchen beaufschlagt wird.

(*ASHRAE: American Society of Heating, Refrigation, and Airconditioning, Engineers)

Aufnahmerahmenkonstruktion: Rahmenwerk aus winkligen Profilen, in die die Schwebstoff-Filter eingesetzt und mit den zur Aufnahmerahmenkonstruktion gehörenden Anpreßvorrichtungen gleichmäßig dicht in die Filtersitze gepreßt werden.

Behaglichkeit: Aus den Zustandswerten und physischen sowie psychischen Faktoren resultierender Bereich von Temperatur und Feuchte sowie Luftgeschwindigkeit, innerhalb dessen ein "Normalmensch"keine ungehaglichen Erscheinungen (Kälte, Hitze, Zug) wahrnimmt.

Contamination control: Angelsächsischer terminus technicus für Reinraumtechnik (wird auch für Abluftreinigung gebraucht).

Cross-Flow: Angelsächsischer terminus technicus für Querstrom.

Dichtheit: Der Zustand in dem : alle Schwebstoff-Filterelemente luftdicht in der Aufnahmerahmenkonstruktion sitzen und alle in der Filterwand bzw. die Filterdecke eingebauten Schwebstoff-Filterelemente keine Lecks haben.

Dichtheitsprüfung: Übertragung des Lecktests auf die Filterwand bzw. die Filterdecke.

Dichtung: Auf dem Schwebstoff-Filterelement aufgebrachtes dauerelastisches Teil, das sich auf den Filtersitz legt und nach dem Anpressen des Filterelements eine luftdichte Verbindung zwischen Filterelement und Aufnahmerahmenkonstruktion bewirkt.

DOP-Test: Nach Mil.Std. 282 (USA): Prüfmethode zum Prüfen von Schwebstoff-Luftfiltern (Stückprüfung) mit Hilfe eines thermisch erzeugten DOP-(Dioctylphthalat-) Nebels mit nahezu einheitlichem Partikeldurchmesser von 0,3. Die Bestimmung der Aerosolkonzentration vor und hinter dem Prüfling geschieht mit Aerosol-Photometern.

Down-Flow: Angelsächsischer terminus für Vertikalstrom.

Druckdifferenz: Differenz der statischen Drücke vor und hinter einem Filter. Die Druckdifferenz ist --- bei konstanter Anströmgeschwindigkeit --- ein Maß für die Staubbeladung (auch Filtersättigung).

Durchlaßgrad: Wird im allgemeinen statt Abscheide-, Wirkungs- oder Entstauungsgrad bei Schwebstoff-Luftfiltern gebraucht. Der Durchlaßgrad D (in %) ist gegeben durch die Differenz 100 minus Abscheidegrad (bzw. Wirkungs-oder Entstaubungsgrad). Es ist immer an Hand der Testmethode zu prüfen, ob der Durchlaßgrad massenbezogen (Sodium-Flame-Test), streulichtbezogen (DOP-Test) oder teilchenzahlbezogen (Methoden unter Benutzung von Teilchenzählern) ist.

Enddruckdifferenz: Maximale, für den Filter in einer Anlage zulässige Druckdifferenz, die in der Mehrzahl der Fälle von der Anlage und ihrem Ventilator gegeben wird. Die maximale Filterdruckdifferenz (die Grenze für Staubdurchbruch oder mechanische Beschädigungen liegt ---oft weit --- höher).

Erstluft: Die Luft, die nach ihrem Austritt aus einem Schwebstoff-Filter noch nicht mit einer Kontaminationsquelle oder mit dem von ihr ausgehenden Kontaminationskörper in Berührung gekommen ist.

Feuchte: Gehalt der Luft an Wasserdampf in Gramm pro Kilogramm trockene Luft. Andere Angaben: Relative Feuchte in %, Taupunkt oder psychrometrische Differenz, die mit einem feuchten Thermofühler gegenüber einem trockenen ermittelt wird.

Filter: Vorrichtung zum Entfernen von Verunreinigungen aus Fluiden.

Filterwand (Filterdecke): In der LF-Reinraumtechnik werden die Schwebstoff-Filter zu Filterwänden (für Querstrom) bzw. zu Filterdecken (für Fallstrom) so in einer Aufnahmerahmenkonstruktion zusammengefaßt, daß die gesamte Fläche der Wand bzw. der Decke bis zu den anschließenden der Strömung führenden Begrenzungen von Schwebstoff-Filtern (nahzu) lückenlos ausgefüllt ist.

Filter Fan Unit : FFU's zeichnen sich aus durch geringen Energiebedarf, niedrige Betriebskosten und einem hohen statischen Gesamtdruck bei voller Luftmenge. Es sind selbständig arbeitende Decken-Module für den Einsatz in Reinräumen mit turbulenter Mischlüftung oder laminarer Verdrängungsströmung. Der Schalldruckpegel beträgt für ein Modul bei voller Luftlast und sauberem Filter 53 dB (a) 1 Meter unterhalb des Filters

Glove-Box: Dichter Kasten mit Sichtscheiben und dicht angebrachten Plastik-Handschuhen zum Durchführen von Arbeiten an hochtoxischem oder hochinfektiösem Material (Isolatortechnik), ggf. mit Luftumwälzung und Filterung der umgewälzten Luft (auch für Schutzgasarbeiten).

Grenzschicht: Übergangsschicht von der Strömung zu einer ruhenden Oberfläche, in der die Strömungsgeschwindigkeit auf Null absinkt. Eine Strömungsablösung beginnt mit Instabilitäten in der Grenzschicht.

HEPA-Filter: Angelsächsischer terminus technicus für HOSCH-Filter (hier: Durchlaßgrad kleiner 0,01% nach DOP-Test).

Horizontalstrom: Die turbulenzarme Verdrängungsströmung wird waagerecht geführt.

Hosch-Filter: Schwebstoff-Luftfilter, das im kritischen Abscheidebereich (etwa 0,2 bis 0,5 um) einen Durchlaßgrad unter 0,01% hat.

Hygiene im Reinen Raum: Alle Körperpflegemaßnahmen zur Verringerung der menschlichen Partikelmission, die Auswahl zweckmäßiger Reinraumkleidung und die Maßnahmen des Reinigens und Verpackens dieser Kleidung sowie das Schaffen eines den Anforderungen entsprechendnen Raumklimas im Reinen Raum.

Klimaanlagen für Reine Räume: Die von Ihnen aufbereitete Luft dient dem Einstellen der gewünschten Temperatur bzw. der gewünschten Feuchte der Luft in der Zirkulationsströmung eines LF-Reinraumsystems.

Kontaminationskörper: Von Hortig (85) geprägter Ausdruck für das Gebiet, in dem unter Berücksichtigung des Quertransports Partikel zu erwarten sind. Der Kontaminationskörper wird zwar von der Kontaminationsquelle ausgehend größer, seine "Reinheit" nimmt aber wegen der Abnahme der Partikelkonzentration zu und die Frage ob und in welcher Entfernung von einer Kontaminationsquelle eine weiter "Reiner Arbeitsplatz" eingerichtet werden kann, ist von den entsprechen Anforderungen abhängig. Wesentlich ist, daß diese sich ausbildenen Kontaminationskörper überschaubar bleiben und die Reinen Arbeitsplätze daher so angefordert werden können, daß ihre gegenseitige Beeinflussung gering gehalten werden kann.

Laminar Air Flow: Angelsächsischer terminur technicus für turblenzarme Ver drängungsströmung, die nicht laminar im strengen Sinne ist (auch: unidirectional air flow oder uniform air flow).

Leck: Stelle im HOSCH-Filterelement, an der der Aerosoldurchlaßgrad den der Umgebung wesentlich überschreitet. Oft wird eine Stelle in einem Filterelement dann als Leck, das nicht mehr toleriert werden kann, angesehen, wenn dort der lokale Durchlaßgrad gegenüber einem kalt erzeugten DOP-Nebel (oder auch Paraffinölnebel) größer als 0,01% ist.

Lecktest: Untersuchung des Filterelements auf Lecks mit Hilfe eines kalt erzeugten DOP-Nebels (oder auch Paraffinölnebels) und eines Aerosolphotometer. Eine Leckbestimmung kann auch mit dem Partikelzähler durchgeführt werden (Cave: Genügend hohe Nebelkonzentration auf der Zuströmseite ist Voraussetzung).

LF-Clean-Room-Technologie: Angelsächsischer terminus technicus für LF-Reinraumtechnik.

LF-Reinraumtechnik: Reinraumtechnik, bei der die Raumluft in Form einer tur bulenzarmen Verdrängungsströmung geführt wird.

Lichtstreuung: Licht, das auf ein Partikel fällt, wird in Abhängigkeit von Partikeldurchmesser (und physikalischen Parametern des Partikels) aus der Einfallrichtung abgelenkt (Tyndall-Effekt). Die Winkelverteilung und Intensität des gestreuten Lichtes hängen von verschiedenen Parametern des Partikels, unter anderen von seiner Größe, ab (das Streulicht, das eine Vielzahl von Molekülen –kleinste Partike!---z.B. von einfallendem Sonnenlicht erzeugt, ist das Himmelblau: die langwelligen roten Spektralanteile des Sonnenlichts werden weniger stark gestreut: Morgen- und Abendrot).

Luftduschen: Vorrichtung zum Abblasen der Reinen Kleidung vor dem Betreten des Reinen Raumes. Ihre Wirkung ist umstritten.

Luftfilter: Vorrichtung zum Entfernen luftgetragener Verunreinigungen aus strömender Luft.

Luftzustand: Durch Temperatur, Feuchte und Druck wird der Luftzustand im allgemeinen gekennzeichnet;oft werden diese Werte um den der Luftgeschwindigkeit erweitert.

Materialdurchreiche: Schleusenartig ausgeführter, kastenförmiger Wanddurchbruch eines Reinen Raumes zum Ein- oder Ausbringen von Material, Werkzeug. Instrumenten usw.; im Regenfall mit zwei gegeneinander verriegelten Türen und - falls erforderlich - mit Luftdurchspülung.

Partikel: Teilchen festen oder flüssigen Aggregatzustands beliebiger Art, Dichte und Form. In der Reinraumtechnik ist der Begriff "Partikel" auf die begrenzt, deren Durchmesser gleich oder größer 0,5 um ist.

Partikelbewegung: die auf ein Partikel einwirkenden Kräfte, verursachen eine Partikelbewegung, die nicht mit derjenigen der Luftströmung übereinstimmen muß. Abweichungen können herrühren von Restturbulenzen (Quertransport). Wirbelströmungen, Sedimentation unter dem Einfluß der Schwere des Partikels. Coulomb`sche Kräfte bei elektrisch geladenen Partikeln in elektrischen Feldern.

Partikelldurchmesser: Als Partikeldurchmesser wird ein äquivalenter Durchmesser definiert. In der Reinraumtechnik ist dies der Durchmesser eines Polystyrolkügelchens, das die gleiche Streulichtintensität erzeugt wie das Partikel. Andere Äquivalenzdurchmesser: Durchmesser des Kreises, der die gleiche Fläche wie die Projektion des Partikels hat (bei mikroskopischer Betrachtung)! oder Durchmesser der Kugel, die die gleiche Fallgeschwindigkeit wie das Partikel besitzt (Stokes-Durchmesser; Stokes-Geschwindigkeit). Der Partikeldurchmesser wird in Mikrometern (um) = 10-6m=10-3mm (früher auch Mikron) angegeben.

Partikelemission: Unvermeidbare Abgabe von Partikeln bei beliebigen Tätigkeiten.

Partikelkonzentration: Die Konzentration aller luftgetragenen Partikel in der Volumeneinheit Raumluft, d.h. im Kubikmeter (auch im Liter oder im Kubikfuß =28,3 l).

Partikelzähler: Gerät zum Nachweis einzelner Partikel, die frei fliegen, ein Meßvolumen durchqueren und dort einen Teil des sie beleuchtenden Lichts streuen. Die Intensität des Streulichts ist ein Maß für den Partikeldurchmesser. Das Kalibrieren erfolgt mit den kugelförmigen Teilchen einer Polystyrol-Latex, die ihrerseits mikroskopisch vermessen werden. Mit elektronischen Maßnahmen (Diskriminator mit verschiedenen Ansprechschwellen und diesen Ansprechschwellen zugeordneten Zählern) lassen die Partikelzähler eine Bewertung der Partikelkonzentration als Summenhäufigkeit in Abhängigkeit vom Partikeldurchmesser zu.

Quertransport: Die Restturbulenz der turbulzarmen Verdrängungsströmung hat eine Partikelausbreitung quer zur Strömungsrichtung zur Folge. Nach Messungen von Horting liegt der Ausbreitungswinkel bei 1 bis 20. Dies spricht für eine Quertransportgeschwindigkeit von um 10cm/s bei einer Strömungsgeschwindigkeit von um 30 cm/s.

Reiner Arbeitsplatz: Ein in seiner Reinheit durch besondere Maßnahmen kontrollierter Arbeitsbereich, an dem Arbeiten mit Produkten oer an Objekten durchgeführt werden, die durch Umgebungseinflüsse geschädigt werden oder di edie Umgebung schädigen können.

Reiner Raum: Ein in seiner Reinheit durch besondere Maßnahmen kontrollierter Arbeitsbereich, in dem ein oder mehrere Reine Arbeitsplätze so vorhanden sind, daß die an diesen Reinen Arbeitsplätzen beschäftigten Personen an ihm plaziert sind (auch: Reine Arbeitskabine).

Reine Werkbank: Im allgemeinen ein, in Sonderfällen auch mehrere Reine Arbeitsplätze, die so angeordnet sind, daß die an ihm bzw. an ihnen beschäftigte Person außerhalb des in seiner Reinheit kontrollierten Arbeitsbereiches plaziertist.

Reinheit: Die Reinheit ist das Freisein von beliebigen Verunreinigungen: quantitativ wird sie durch den Reinheitsgrad beschrieben. Die absolute Reinheit ist ein Grenzwert, dem man sich in der Praxis nur nähern kann, ohne ihn zu erreichen.

Wie weit dieses Annähern erfolgen kann oder erfolgen muß, hängt von den jeweiligen Umständen ab, wobei der Aufwand mit steigenden Anforderungen an die Reinheit überproportional steigt. In der Reinraumtechnik im allgemeinen auf Aerosol bezogen.

Reinheitsgrad: Quantitative Angabe über die Reinheit; in der Reinraumtechnik im allgemeinen gemessen an der Partikelkonzentration (in Sonderfällen auch Anzahl der Partikel auf Oberflächen).

Reinheitsgrad der Raumluft: Partikelkonzentration, im allgemeinen Zahl der Partikel mit einem Partikeldurchmesser von 0,5 um und größer je Kubikmeter Raumluft (auch je Liter oder je Kubikfuß --- 28,31 ---Raumluft).

Reinraumklasse: Durch Abstufung des Reinheitsgrades entstehende Klassierung. Die Reinheitsklasse dient im allgemeinen zur Kennzeichnung der Anforderungen an die Raumluft oder zum Nachweis des Einhaltens dieser Anforderungen. Sie sind nach VCI 2083 festgelegt durch die Anzahl der Partikel mit Partikeldurchmessern 1 um und größer, wobei die die Reinraumklasse kennzeichnende Grenzkurve für die Summenhäufigkeit der Partikel in Abhängigkeit vom Partikeldurchmesser einer Junge-Verteilung entspricht und gleich der Steigerung der Grenzkurven der Reinheitsklassen des Ferderal Standard 209 der USA ist. Im praktischen Gebrauch stimmen folgende korrespondierenden Klassen überein.

VDI 2083/ Fed.Std. 209

3/100

4/-

5/10000

6/100000

Reinraumtechnik: Die Technik, Fertigungsschritte, Produktionstufen oder an dere gegenüber Verunreinigungen empfindliche Tätigkeiten unter den Bedingungen besonderer äußerer Reinheit durchzuführen.

Reynold-Zahl: Verhältnis von Trägheitskraft zu Reibungs-(Zähigkeits-) kräften. Bei kleinen Reynoldschen Zahlen ist ein Strömung laminar. Oberhalb einer kritischen Reynold-Zahl (z.B. im zylindrischen Rohr RE>2230) bildet sich nach einem Einlaufvorgang ein turbulentes Strömungsprofil aus.

Sedimentation: Bewegung des Partikels im Schwerefeld der Erde. Zwischen etwa 100 um und etwa 1 um gilt das Stokes-Gesetz, nachdem sich eine konstante Sedimentationsgeschwindigkeit einstellt, die der Dichte des Partikels--Materials und dem Quadrat des Stokes-Durchmessers des Partikels proportional ist. Ein Partikel mit einem Stokes-Duchmesser von 10 um und einer Dichte entsprechend der des Wassers sedimentiert mit 3 mm/s, eines mit 1 um mit 30 um,s.

Schleusen: Zugänge zu in bezug auf ihre Reinheit kontrollierten Bereichen, in den z.B. durch gegeneinander verriegelte Türen unterschiedliche Druckniveaus, die ein Übrströmen von verunreinigter Luft in den kontrollierten Bereich verhindern, aufrecht erhalten werden. Oft dienen derartige Schleusen gleichzeitig als Umkleideraum und sind daher mit Kleiderablagen für unreine Kleidung, einem Vorrat für reine Kleidung, Wascheinrichtungen und ggf. Luftduschen versehen.

Schwebstoff-Luftfilter: Luftfilter zum Abscheiden sehr fein (kolloidal) dispergierter luftgetragener Schwebstoffe.

Sodium-Flame-Test nach Brit. Std. 3921: Prüfmethode zum Prüfen von Schwebstoff-Luftfiltern (Stückprüfung) mit Hilfe eines aus verdüster Natriumchloridlösung erzeugtem NaCI-Aerosols mit Partikeldurchmesser im Bereich von 0,05 um bis 2 um. Die Konzentrationsbestimmung erfolgt mit Hilfe spektralanalytischer Methoden (Gelbfärbung einer Flamme!).

Stabilität der turbulenzarmen Verdrängungsströmung: Die Trägheit der von Ventilatoren angetriebenen Strömung muß thermischen Auftrieb überwinden können, ohne daß an den umströmten Körpern Turbulenzzonen in einem größeren unvermeidbaren Ausmaß entstehen.

Statische Elektrizität: Vorwiegend durch Rei bungsaufladung entstehende Ladungsanhäufunf, die zu elektrischen Feldern führt. Ausgleich u.U. durch Funken, der zündfähige Gemische zu zünden in der Lage ist.

Staubspeicherfähigkeit: Die Masse des abgeschiedenen und in der Flächeneinheit eingelagerten Staubes (beiüblichen HOSCH-Filtern größenordnungsmäßig um 10 2 Gramm pro Quadratmeter.

Stückprüfung: Prüfung jedes gefertigten Schwebstoff-Luftfilters mit einer geeigneten Methode (z.B. DOP, Sodium-Flame-und ggf. Lecktest).

Temperatur: Thermodynamische Zustandsgröße, die mit (trockenen!) Thermofühlern (Thermometern) gemessen wird.

Turbulenz: Statistisch verteilte, ungeordnete Schwankungen der Strömungsgeschwindigkeit, die quantitativ als Turbulenzgrad angegeben werden kann. Turbulenz darf nicht mit Wirbeln verwechselt werden.

Turbulenzarme Verdrängungsströmung: Strömungsform, bei der der gesamte zur Strömungsrichtung senkrecht liegende Raumquerschnitt mit gleichförmiger Geschwindigkeit von der Raumluft durchströmt wird. Die Strömung entspricht einer gleichgerichteten Kanal-Anlaufströmung mit großer Reynold-Zahl. Verunreinigungen in der Raumluft werden verdrängt; daher: Lüftung mit turbulenzarmer Verdrängungsströmung: turbulenzarme Verdrängungslüftung (Kennzeichnung: Geschwindigkeit der Strömung).

Turbulenzreiche Strahlströmung: Strömungsform, bei der die Zuluft als Strahl in den Raum eingeblasen wird. Der Strahl erzeugt eine innere Zirkulationsströmung (das etwa 10 40fache des eingeblasenen Volumenstromes!!). In den turbulenten Randzonen des Strahls vermischt sich die Zuluft mit der Raumluft. In der Raumluft vorhandene Verunreinigungen werden verdünnt: daher: Lüftung mit turbulenzreicher Strahllüftung auch turbulenzreiche Verdünnungslüftung (Kennzeichnung durch Luftwechselzahl, d. h. auf das Raumvolumen bezogener Zuluftvolumenstrom.

Turbulenzgrad: Der Turbulenzgrad der turbulenzarmen Verdrängungsströmung übersteigt im allgemeinen 10% nicht.

Typprüfung nach DIN 24 184: Prüfung von Schwebstoff-Luftfiltern auf das Einhalten vorgegeener Abscheidegrenzen, die einmal an einem Typ einer Konstruktion durchgeführt wird und ggf. in gewissen Zeitabständen wiederholt wird. Geprüft wird mit Paraffin-Ölnebel (thermisch erzeugt), radioaktiv markierten natürlichen Luftaerosol, frisch erzeugtem Quarzstaub (in Sonderfällen): daneben wird ein Lecktest durchgeführt (Ölfadentest).

Vertikalstrom: Die turbulenzarme Verdrängungsströmung wird senkrecht geführt.

Vorfilter: Luftfilter mit geringerer Abscheidewirkung, die zur Entlastung nachgeschalteter Feinfilter eingesetzt werden.

Wirbel: Zirkulationsströmung um einen Wirbelkern als drehungsfreie Potentialströmung (Potentialwirbel) oder um eine Strömungssenke bzw. Strömungsquelle als drehungsbehaftete Senker-bzw. Wellströmung. Bei der LF-Reinraumtechnik wichtig: Wirbelpaare (Karman-Wirbel) die sich bei der Strömungsablösung an umströmten Körpern ausbilden, ablösen und abklingend mit der Strömung "fortschwimmen" sowie (relativ) stationäre Wirbelpaare in strömungstoten Gebieten. Dort kann ein Partikeltransport scheinbar gegen die Strömungsrichtung erfolgen.

Wirkungsgrad: Aus dem Unterschied der Verfärbung zweier Filterpapiere, eines mit Luft von dem zu prüfenden Luftfilter beaufschlagt, eines mit der im Prüfling gereinigten Luft, ermitteltes Maß für die Abscheidewirkung.

12 Dec 2004
22:25:52
Rauter

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