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Explosionsschutz

Text Datum Benutzer
Explosionsschutz
Hallo, wir interessieren uns f├╝r den Explosionschutz und Infos/Links etc.

Vielen Dank H. Herzig
12 Dec 2004
21:39:08
H. Herzig
Explosionsschutz Leitfaden

Hello, Im Anhang Text (Auszug) und Link zu einem sehr guten Explosionsleitfaden!

Das Ziel des Explosionsschutz Leitfaden:

- Grundkenntnisse im Explosionsschutz zu vermitteln;

- einen schnellen ├ťberblick ├╝ber bestehende Gesetze und Regelungen des Explosionsschutzes zu erlangen;

- die Realisierbarkeit unternehmerischer Projekte in Belangen des Explosionsschutzes mit geringem Aufwand zu pr├╝fen.

Gruss Kr├Ącher


Leitfaden Explosionsschutz

Inhaltsverzeichnis: 1. Einf├╝hrung 1.1 Einleitung Die Verantwortlichen auf Seiten der Regierung und der Industrie sind aufgrund ihrer F├╝rsorgeverpflichtung nach dem Grundgesetz und der Arbeits- und Umweltschutzbestimmungen aufgerufen, Ma├čnahmen zu ergreifen, um ungewollte Explosionsereignisse auszuschlie├čen, oder deren Gef├Ąhrlichkeit und Sch├Ądlichkeit auf ein m├Âglichst niedriges Niveau zu reduzieren.

Die Bundesregierung und die Regierungen der L├Ąnder einerseits erf├╝llen diese Verpflichtung durch den Erla├č entsprechender Schutzgesetze oder anderer Rechtsquellen, und durch die ├ťberwachung z.B. seitens der Staatlichen Arbeitsschutz├Ąmter. Die Produzentenseite andererseits ist gehalten, die bestehenden Regelungen zum Schutz ihrer Mitarbeiter und der Allgemeinheit durchzusetzen, gef├Ąhrliche Anlagenteile wiederkehrenden Kontrollen zu unterziehen und durch Forschung und Entwicklung Sicherheit innovativ mitzugestalten. Auch die Normen zum Qualit├Ąts-(und zuk├╝nftig auch zum Umwelt-) -management und deren freiwillige Umsetzung auf die betrieblichen Gegebenheiten stellen (neben anderen positiven Eigenschaften) ein modernes Instrument dar, um das Schadenspotential bei der Transformation und Bereitstellung von Produkten (dazu z├Ąhlen auch die Dienstleistungen) weiter zu verringern.

In diesem Leitfaden zum Explosionsschutz wird Bezug genommen auf brennbare, und daher unter bestimmten Umst├Ąnden explosionsf├Ąhige Gase, D├Ąmpfe, Nebel und St├Ąube. Diese je nach Anwendungszweck gew├╝nschte oder unerw├╝nschte chemische oder physikalische Stoffeigenschaft bedingt bei Transformation, Umgang, Lagerung oder Transport dieser Materialien die konsequente Anwendung sicherheitstechnischer Vorkehrungen, der sog. vorbeugenden oder konstruktiven Schutzma├čnahmen

Wenn man sich einen umfassenden Einblick in die Materie des Explosionsschutzes verschaffen m├Âchte, ist es zu empfehlen, die einzelnen Kapitel nacheinander kennenzulernen, da im Dokument die grundlegenden Betrachtungen und naturwissenschaftlichen Gesetzm├Ą├čigkeiten der Explosionsereignisse den eigentlichen organisatorischen und technischen Schutzma├čnahmen zum Explosionsschutz vorangestellt sind. 1.2 Zielgruppe

Dieser Leitfaden wurde erarbeitet, um:



- Grundkenntnisse im Explosionsschutz zu vermitteln;

- einen schnellen ├ťberblick ├╝ber bestehende Gesetze und Regelungen des Explosionsschutzes zu erlangen;

- die Realisierbarkeit unternehmerischer Projekte in Belangen des Explosionsschutzes mit geringem Aufwand zu pr├╝fen.

Er orientiert sich dabei haupts├Ąchlich an folgenden Literaturquellen:

- Explosionsschutz - Grundlagen und Anwendung; W. Bartknecht; SpringerVerlag, [1],

- den Explosionsschutz-Richtlinien der Berufsgenossenschaft Chemie [2] sowie

- am "Lexikon sicherheitstechnischer Begriffe in der Chemie; Berthold und L├Âffler; Verlag Chemie, Weinheim [3].

Aufgrund seiner hierarchischen Verweisstruktur erlaubt der Leitfaden vielf├Ąltige Anwendungsm├Âglichkeiten auf technischen und wissenschaftlichen Gebieten, z.B.:

- bei Projektierung, Planung, Erweiterung oder Änderung verfahrenstechnischer Anlagen;

- zur Bearbeitung von Genehmigungsverfahren, bei technischer ├ťberwachung;

- als Instrument akademischer Arbeit in Forschung und Lehre;

- als studienbegleitendes Medium in den Bereichen Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Chemieingenieurwesen, Sicherheitstechnik, etc.

Mithin werden also z.B. folgende Personengruppen einen Nutzen aus der Anwendung sch├Âpfen :

- Chemiker, Maschinenbau-/Sicherheits-/Verfahrenstechnikingenieure, Techniker, etc.

- Technische Aufsichtsbeamte

- Wissenschaftler, wissenschaftliche Mitarbeiter und Studenten in technischen Disziplinen.

Diese Liste der m├Âglichen Anwender des Leitfadens ist nicht ersch├Âpfend; jedem Interessierten sollte das Programm als Verst├Ąndnisgrundlage und als n├╝tzliches Hilfsmittel bei der Beantwortung seiner Fragen dienen.

1.3 Nicht behandelte Themen

2. Grundlegende Betrachtungen


2.1 Einleitung 2.2 Die Explosion als schadenverursachendes Ereignis industrieller T├Ątigkeit - ein geschichtlicher R├╝ckblick

2.3 Betrachtung des Ph├Ąnomens Explosion aus chemisch-physikalischer Sicht

2.3.1 Brennbare Gase / Nebel / D├Ąmpfe

2.3.2 Brennbare St├Ąube

2.3.3 Hybride Gemische

2.4 Sicherheitstechnische Begriffe und Kenngr├Â├čen

3. Der moderne Explosionsschutz - rechtlicher Hintergrund


3.1 Einleitung 3.2 Rechtsquellen zum Explosionsschutz

4. Allgemeine Explosionsschutzma├čnahmen


4.1 Einleitung 4.2 Vorbeugender Explosionsschutz

4.2.1 Ma├čnahmen zur Vermeidung der Entstehung von explosionsf├Ąhiger Atmosph├Ąre (Prim├Ąrer Explosionsschutz)

4.2.2 Ma├čnahmen zur Vermeidung der Entz├╝ndung gef├Ąhrlicher explosionsf├Ąhiger Atmosph├Ąren

4.2.2.1 Die technischen Z├╝ndquellen

4.3 Konstruktiver Explosionsschutz

4.3.1 Explosionsfeste Bauweise f├╝r den maximalen Explosionsdruck

4.3.1.1 Explosionsdruckfeste Bauweise

4.3.1.2 Explosionsdrucksto├čfeste Bauweise

4.3.2 Explosionsfeste Bauweise f├╝r den reduzierten maximalen Explosionsdruck in Verbindung mit Explosionsdruckentlastung

4.3.3 Explosionsfeste Bauweise f├╝r den reduzierten maximalen Explosionsdruck in Verbindung mit Explosionsunterdr├╝ckung

4.3.4 Explosionstechnische Entkopplung und Explosionsabbruch

5. Literatur- und Rechtsgrundlagen [1] "Explosionsschutz - Grundlagen und Anwendung"


Wolfgang Bartknecht / Springer - Verlag 1993


[2] "Explosionsschutz-Richtlinien (Richtlinien f├╝r die Vermeidung der Gefahren durch explosionsf├Ąhige Atmosph├Ąre) mit Beispielsammlung"


Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie (9/94)


[3] "Lexikon sicherheitstechnischer Begriffe in der Chemie"


Berthold, L├Âffler/Verlag Chemie, Weinheim (1981)


[4] "Staubexplosionen - Ablauf und Schutzma├čnahmen"


Wolfgang Bartknecht / Springer - Verlag (1987)


[5] "Brand - und Explosionsverhalten von Stoffen und Materialien"


Prof. H├Âlemann, Vorlesung WS 93/94, BU/GH Wuppertal


[6] "Experimentelle und theorethische Bestimmung der Druck- und Temperaturabh├Ąngigkeit von Z├╝ndgrenzen, dargestellt am Beispiel von Alkohol / Luft-Gemischen"


H.K. Christner/Dissertation an der Technischen Universit├Ąt Erlangen-N├╝rnberg (1974)

[7]


"VDI 2263: Staubbr├Ąnde und Staubexplosionen - Gefahren / Beurteilung / Schutzma├čnahmen; Untersuchungsmethoden zur Ermittlung von sicherheitstechnischen Kenngr├Â├čen von St├Ąuben"

[8] "Gesetzliche Grundlagen der Bestimmung Sicherheitstechnischer Kennwerte im Brand- und Explosionsschutz"


Studienarbeit Thomas Brieger/BU/GH Wuppertal, Fachbereich Brand- und Explosionsschutz/1993


[9] "Verordnung ├╝ber elektrische Anlagen in explosionsgef├Ąhrdeten R├Ąumen"

(ElexV) vom 27.2.1980/Bundesgesetzblatt Teil I vom 1.3.1980, S. 214




http://teiresias.umsicht.fhg.de/WebTeiresias/leitfaden/exschutz/ex_start.htm

12 Dec 2004
21:40:13
K. Kraecher
Explosionsschutz Arbeitsschutz Arbeitssicherheit Sicherheitstechnik Brand Safety Link Hanbbuch

Hallo, Links und Text zum UMFELD Explosionsschutz, viel Erfolg! Gruss Erker



SAFETY safetynet Europ├Ąisches Netzwerk zur industriellen Sicherheitstechnik: Proze├čsicherheit, Brand- und Explosionsschutz

http://www.safetynet.de


http://www.uni-wuppertal.de/FB14/buex/


Unten aus Link: http://www.sfk-taa.de/Berichte_reports/andere_dokumente/ak_ex.pdf Zusammenstellung von Regeln zum Staubexplosionsschutz Die f├╝r eine erste Einf├╝hrung in die Staubexplosions-Thematik besonders geeigneten Regelwerke und Ver├Âffentlichungen sind grau hinterlegt. A. Technisches Recht 89/392/EWG Richtlinie des Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten f├╝r Maschinen (Maschinen-Richtlinie) 3) 94/9/EG Richtlinie des Europ├Ąischen Parlaments und des Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten f├╝r Ger├Ąte und Schutzsysteme zur bestimmungsgem├Ą├čen Verwendung in explosionsgef├Ąhrdeten Bereichen (ÔÇ×ATEX 100a/95ÔÇť) 3) 1999/92/EG Richtlinie des Europ├Ąischen Parlaments und des Rates ├╝ber Mindestvorschriften zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes und der Sicherheit der Arbeitnehmer, die durch explosionsf├Ąhige Atmosph├Ąren gef├Ąhrdet werden k├Ânnen. (ÔÇ×ATEX 118a/137ÔÇť) 3) ElexV Verordnung ├╝ber elektrische Anlagen in explosionsgef├Ąhrdeten Bereichen (ElexV) vom 19. Dezember 1996, Bundesgesetzblatt Jahrgang 1996 Teil I Nr. 65 1) ExVO Verordnung ├╝ber das Inverkehrbringen von Ger├Ąten und Schutzsystemen f├╝r explosionsgef├Ąhrdete Bereiche - Explosionsschutzverordnung - 11. GSGV (ExVO) vom 19. Dezember 1996, Bundesgesetzblatt Jahrgang 1996 Teil I Nr. 65 1) TAA-GS-15 Explosionsf├Ąhige Staub/Luft-Gemische und St├Ârfall-Verordnung 4) Teil 1: Anwendungsbereich TAA-GS-13 Explosionsf├Ąhige Staub/Luft-Gemische und St├Ârfall-Verordnung 4) Teil 2: St├Ârfallvorsorge und Anhang B. Berufsgenossenschaftliche Regeln ZH 1/10/BGR104 Regeln f├╝r Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit - Explosionsschutz-Regeln - (EX-RL) 1) ZH 1/200 Richtlinien zur Vermeidung von Z├╝ndgefahren infolge elektrostatischer Aufladungen - Richtlinien ÔÇ×Statische Elektrizit├ĄtÔÇť 1) ZH 1/32 Richtlinien zur Vermeidung der Gefahren von Staubbr├Ąnden und Staubexplosionen beim Schleifen, B├╝rsten und Polieren von Aluminium und seinen Legierungen 1) ZH 1/617 Sicherheitsregeln f├╝r den Explosionsschutz bei der Konstruktion und Errichtung von Wirbelschicht-Spr├╝h-Granulatoren, Wirbelschichttrocknern, Wirbelschicht-Coating-Anlagen 1) TRgA 509 Technische Regeln f├╝r gef├Ąhrliche Arbeitsstoffe. Magnesium 1) AK - EX 30.08.2001 ZH 1/328 Regeln f├╝r Sicherheit und Gesundheitsschutz beim Umgang mit Magnesium, (Entwurf Dezember 1995) 1) BGV A 1 (VBG 1) Allgemeine Vorschriften 1) BGV C 15 (VBG 3) Kohlenstaubanlagen 1) BGV D 1 (VBG 15) Schwei├čen, Schneiden und verwandte Arbeitsverfahren1) BGV D 26 (VBG 48) Strahlarbeiten 1) BGV D 13 (VBG 56) Herstellen und Bearbeiten von Aluminiumpulver 1) BGV C 12 (VBG 112) Silos 1) ZH 1/114 Sicherheitsregeln f├╝r den Brand- und Explosionsschutz in Spanplattenanlagen 1) (BGR 121 (ZH 1/140) Regeln f├╝r Sicherheit und Gesundheitsschutz an Arbeitspl├Ątzen mit Arbeitsplatzl├╝ftung 1) ZH 1/180 Sicherheitsregeln f├╝r Anforderungen an ortsfeste Sauerstoff-Warneinrichtungen f├╝r den Explosionsschutz 1) BGR 133 Regeln f├╝r die Ausr├╝stung von Arbeitsst├Ątten mit Feuerl├Âschern 1) (ZH 1/201) BGR 155 Sicherheitsregeln f├╝r elektrostatisches Verspr├╝hen von brennbaren Beschichtungspulvern mit Handspr├╝heinrichtungen 1) (ZH 1/443) BGR 156 Sicherheitsregeln f├╝r ektrostatisches Verspr├╝hen von brennbaren Beschichtungspulvern mit ortsfesten Spr├╝hanlagen 1) (ZH 1/444) Merkblatt T 033 Beispielsammlung zu den Richtlinien ÔÇ×Statische Elektrizit├ĄtÔÇť (ZH 1/200) 1) AK - EX 30.08.2001 C. Nationale Normen und andere Standards VDI 2263 Staubbr├Ąnde und Staubexplosionen Gefahren - Beurteilung ÔÇô Schutzma├čnahmen 2) VDI 2263 Blatt 1, Untersuchungsmethoden zur Ermittlung von sicherheitstechnischen Kenngr├Â├čen von St├Ąuben 2) VDI 2263, Blatt 2, Inertisierung 2) VDI 2263, Blatt 3, Explosionsdrucksto├čfeste Beh├Ąlter und Apparate Berechnung, Bau und Pr├╝fung 2) VDI 2263, Blatt 4, Unterdr├╝ckung von Staubexplosionen 2) VDI 3673, Blatt 1, Druckentlastung von Staubexplosionen 2) VDE 0105, T 9 Bestimmungen f├╝r den Betrieb von Starkstromanlagen, Teil 9 Sonderbestimmungen f├╝r den Betrieb von elektrischen Anlagen in explosionsgef├Ąhrdeten Betriebsst├Ątten 2) VDMA 24 169 Bauliche Explosionsschutzma├čnahmen an Ventilatoren, Teil 2 Richtlinienlinien f├╝r Ventilatoren zur F├Ârderung von brennbare St├Ąube enthaltender Atmosph├Ąre 2) VDMA 24 371 Maschinen und Anlagen f├╝r Oberfl├Ąchentechnik, Richtlinien f├╝r elektrostatisches Teil 1, Teil 2 Beschichten mit Kunststoffpulvern 2) D. Europ├Ąische Normen und andere Standards EN 1127-1 Explosionsf├Ąhige Atmosph├Ąre ÔÇô Explosionsschutz ÔÇô Teil 1: Grundlagen und Methodik 2) DIN EN 50281-1-1 (VDE 0170/0171Teil 15-1-1) Elektrische Betriebsmittel zur Verwendung in Bereichen mit brennbarem Staub Teil 1-1 Elektrische Betriebsmittel mit Schutz durch Geh├Ąuse - Konstruktion und Pr├╝fung 2) DIN EN 50281-1-2 (VDE 0165) Elektrische Betriebsmittel zur Verwendung in Bereichen mit brennbarem Staub, Teil 1-2 Eleketrische Betriebsmittel mit Schutz durch Geh├Ąuse - Auswahl, Errichten und Instandhaltung 2) R044-001 CENELEC Report Safety of machinery Guidance and recommendation for the avoidance of hazards due to static electricity E. weiterf├╝hrende Literatur Bayer AG Handbuch Staubexplosionsschutz 5) W. Bartknecht Explosionen - Ablauf und Schutzma├čnahmen W. Bartknecht Explosionsschutz, Grundlagen und Anwendung, Springer-Verlag, 1993 H. Schacke et al. "Redundanz im Staubexplosionsschutz? - Konzept komplement├Ąrer Schutzma├čnahmen", ├╝berarbeitete Fassung, Staub - Reinhaltung der Luft, 53 (1993), 453, Springer-Verlag, Berlin 1993 H. Schacke: "Vermeidung von Z├╝ndquellen als Schutzma├čnahme gegen Staubexplosionen - Entscheidungshilfen", 9. Internationales Kolloquium f├╝r die Verh├╝tung von Arbeitunf├Ąllen und Berufskrankheiten in der chemischen Industrie, "Sicherheit vor Explosionen", ISSA/IVSS/AISS Bericht, 603, Luzern 1984 R. Eckhoff Dust explosions in the process industries, Butterworth-Heinemann 1991 H. Beck, A, Jeske Berichte ├╝ber Staubexplosionen ÔÇô Einzelereignisse und Dokumentation VDI Berichte 1272 H. Steen Handbuch des Explosionsschutzes, Wiley-VCH Verlag, Weinheim 2000 IVSS Schutz von Staubexplosionen IVSS Statische Elektrizit├Ąt ÔÇô Z├╝ndgefahren und Schutzmassnahmen (dt./engl./fr./it.) IVSS Grundlagen f├╝r das Verh├╝ten von Staubexplosionen - Vorbeugende und konstruktive Schutzma├čnahmen) - Beispielsammlung IVSS Explosionsunterdr├╝ckung (1990) IVSS Bestimmen der Brenn- und Explosionskenngr├Âssen von St├Ąuben (1995) VDI VDI-Berichte 304, 494, 701, 975, 1272 und 1601 F. Bezugsquellen: 1) Carl Heymanns Verlag KG, K├Âln 2) Beuth-Verlag GmbH, Berlin 3) Bundesanzeiger Verlagsges. mbH, K├Âln 4) GfA-Umwelt, Gesch├Ąftsstelle SFK/TAA, K├Ânigswinter 5) Bayer AG


http://www.erich-schmidt-verlag.de/PDF/bgin01.pdf

K├Ąlteanlagen Ammoniak

http://www.sfk-taa.de/Berichte_reports/Berichte_TAA/taa_gs_12.pd f

Ratgeber zur Ermittlung gef├Ąhrdungsbezogener Arbeitsschutzma├čnahmen im Betrieb

http://www.baua.de/info/s/s42.pdf

Die Bundesanstalt f├╝r Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin gibt eine Vielzahl von Publikationen mit dem Ziel heraus, ihre Aktivit├Ąten und Arbeitsergebnisse darzustellen und die breite ├ľffentlichkeit und die Fachwelt ├╝ber den Arbeits- und Gesundheitsschutz aufzukl├Ąren und zu informieren.

http://www.baua.de/info/ipublik.htm

Elektronische Schutzsysteme in explosionsgesch├╝tzten Anlagen

Der vorliegende Bericht behandelt den Aspekt der Verl├Ą├člichkeit apparativer, z.B. elektronisch realisierter, Schutzfunktionen im Explosionsschutz.

Es wird eine Betrachtungsweise entwickelt, welche grunds├Ątzliche Voraussetzungen schafft, um fortschrittliche Technologien, wie die Rechentechnik, im Sinne der Sicherheit auch f├╝r den Explosionsschutz zu nutzen.

In einem Umkehrschritt ergeben sich aus den modernen Methoden der sicherheitsgerichteten Rechentechnik neue Aspekte f├╝r die Beurteilung traditioneller Verfahren des Explosionsschutzes.

Insbesondere die derzeit ├╝bliche ausschlie├čliche Bindung des Risikobegriffes an die bekannte Zoneneinteilung nach Ma├čgabe der zu unterstellenden H├Ąufigkeit und Dauer der Anwesenheit einer explosionsf├Ąhigen Atmosph├Ąre wird als erg├Ąnzungsbed├╝rftig erkannt.

Im Ergebnis entsteht ein Konzept, welches die Auftretenswahrscheinlichkeit und Gr├Â├če eines durch eine Explosion verursachten Schadens durch den Begriff "Schutzanforderungsstufe" mit den Werten eins bis drei fa├čt, denen in Form des Begriffes der "Versagensdistanz" die aktuelle sicherheitstechnische Leistungsf├Ąhigkeit eines Schutzsystems gegen├╝bergestellt wird.

Schlagw├Ârter: Arbeitsschutz, Explosionsschutz, Rechnersicherheit, Elektronische Schutzfunktion, Elektronik, Sicherheitssystem

Forschungsbericht Fb 754 M. Kr├Ąmer, U. Johannsmeyer, H. Wehinger Elektronische Schutzsysteme in explosionsgesch├╝tzten Anlagen ISBN 3-89429-837-5, 1997 132 S. EUR 13,50

Diese Publikation ist in der Schriftenreihe der Bundesanstalt f├╝r Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin erschienen und unter folgender Adresse oder ├╝ber den Buchhandel zu beziehen:

Wirtschaftsverlag NW Verlag f├╝r neue Wissenschaft GmbH Postfach 10 11 10 D-27 511 Bremerhaven

Telefon (0471) 94544-0 Telefax (0471) 94544-88 E-Mail: vertrieb@nw-verlag.de

Eine komplette ├ťbersicht ├╝ber alle Ver├Âffentlichungen der BAuA finden Sie unter dem Punkt Publikationen.

VER├ľFFENTLICHUNGEN aus der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt auf dem Gebiet PHYSIKALISCHE SICHERHEITSTECHNIK, EXPLOSIONSSCHUTZ

http://www.explosionsschutz.ptb.de/beratung-hinweise-literatur.htm

Sicherheitstechnische Ma├čnahmen bei gasexplosionsgef├ĄhrdetenAnlagen


Handbuch zum sicherheitstechnischen Explosionsschutz

http://st.osha.de/publications/pubst.htm


Stahl Explosinsschutz Hersteller Link:

http://www.stahl.de/de/ft/stahlservice/service.pdf

http://www.exguide.de/link-sei.htm

http://www.chemie.de/firmen/2448/schischek_explosionsschutz.php3

Ingenieurb├╝ro Dipl.-Ing. Dirk Eger Sachverst├Ąndiger f├╝r Arbeitssicherheit; sicherheitstechnischer Dienst, Gef├Ąhrdungsanalysen, Messungen, Brand- und Explosionsschutz, techn. Doku. Ingenieurb├╝ro Dipl.-Ing. Dirk Eger Ingenieurb├╝ro Dipl.-Ing. Dirk Eger Milanweg 13 33818 Leopoldsh├Âhe Tel.: 05202 / 881014 Fax: 05202 / 881067 Email: dirk.eger@t-online.de

http://www.incom-ag.ch/deutsch/partner.asp


Brand- und Explosionsschutz DVGW: Technische Regel Arbeitsblatt W 405:

Bereitstellung von L├Âschwasser durch die ├Âffentliche Trinkwasserversorgung VdS: Handbuch der Schadensverh├╝tung Hauptverband der BG: Regeln f├╝r die Ausstattung von Arbeitsst├Ątten mit Feuerl├Âschern (ZH 1/201)

Hauptverband der BG: Richtlinien f├╝r die Vermeidung von Z├╝ndgefahren infolge elektrostatischer Aufladungen" (Richtlinien Statische Elektrizit├Ąt)

BG Chemie: Richtlinien f├╝r die Vermeidung von Gefahren durch explosionsf├Ąhige Atmosph├Ąre mit Beispielsammlung (Explosionsschutz-Regeln)

L├ÂR├╝RL: Richtlinie zur Bemessung von L├Âschwasser-R├╝ckhalteanlagen beim Lagern wassergef├Ąhrdender Stoffe

VDI 2263: Staubexplosionsschutz

VDI 3673: Staubexplosionsschutz

W. Bartknecht: Explosionsschutz, Grundlagen und Anwendung

Springer Verlag, Heidelberg 1993 Nabert-Sch├Ân, Redeker-Sch├Ân: Sicherheitstechnische Kennzahlen brennbarer

Gase und D├Ąmpfe Deutscher Eichverlag, Braunschweig 1990

S. Bussenius: Brand- und Explosionsschutz in der Industrie Staatsverlag der DDR, Berlin 1989

Klingsohr: Vorbeugender baulicher Brandschutz Kohlhammer Verlag, Stuttgart

Rempe: Feuerl├Âschmittel Kohlhammer Verlag, Stuttgart

Rempe/Rodewald: Brandlehre Kohlhammer Verlag, Stuttgart

Bergbauer/Alt: Handbuch der Feuerbeschau Kohlhammer Verlag, Stuttgart

Vereinigung zur F├Ârderung des Deutschen Brandschutzes (VfdB) e. V.:

Vorbeugender Brandschutz Loseblattsammlung in 19 Ordnern, Verlag Kultur und Wissen, Wiesbaden

A. Rempe: Praxishandbuch f├╝r den betrieblichen Brandschutz

Loseblattsammlung in 3 Ordnern, WEKA-Verlag, Augsburg

J. Mayr: Brandschutzatlas Loseblattsammlung in 2 Ordnern, FeuerTRUTZ GmbH, Wolfratshausen

5 Gef├Ąhrliche Arbeiten

5.1 Gef├Ąhrdungsermittlung 5.1.1 Bevor gef├Ąhrliche Arbeiten durchgef├╝hrt werden, hat der Unterneh- mer die damit verbundenen Gefahren zu ermitteln, zu beurteilen und geeignete Ma├čnahmen zur Abwehr der Gefahren festzulegen. Dabei sind neben den eingesetzten Stoffen auch die Stoffe einzubeziehen, die bei normalem Reaktionsablauf entstehen oder bei unerwartetem Reaktionsverlauf entstehen k├Ânnen. Neue Stoffe, f├╝r die es weder toxikologische Daten noch ver- gleichbare Verbindungen mit bekannten Eigenschaften gibt, sind mit erh├Âhter Vorsicht zu handhaben. Siehe ┬ž 16 Abs. 4, ┬ž 28 und Anhang V Gefahrstoffverordnung mit zugeh├Ârigen Technischen Regeln f├╝r Gefahrstoffe, insbe- sondere TRGS 100 "Ausl├Âseschwelle f├╝r gef├Ąhrliche Stoffe", TRGS 402 "Ermittlung und Beurteilung der Konzentrationen gef├Ąhrlicher Stoffe in der Luft in Arbeitsbereichen". Besch├Ąftigungsbeschr├Ąnkungen bestehen z.B. f├╝r Jugend- liche, werdende M├╝tter; siehe ┬ž 26 Gefahrstoffverordnung und Merkblatt M 039 "Fruchtsch├Ądigungen - Schutz am Arbeitsplatz". 5.1.2 Der Unternehmer darf gef├Ąhrliche Arbeiten nur Fachleuten oder unterwiesenen Personen ├╝bertragen, denen die damit verbundenen Gefahren und Schutzma├čnahmen bekannt sind. Als Fachleute gelten Personen, die aufgrund ihrer fachlichen Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrungen sowie Kenntnis der einschl├Ągigen Bestimmungen die ihnen ├╝bertragenen Arbeiten beurteilen und m├Âgliche Gefahren erkennen k├Ânnen. Zur Beurteilung der fachlichen Ausbildung kann auch eine mehr- j├Ąhrige T├Ątigkeit auf dem betreffenden Arbeitsgebiet herange- zogen werden. Als unterwiesene Person gilt, wer ├╝ber die ihr ├╝bertragenen Aufgaben und die m├Âglichen Gefahren bei unsachgem├Ą├čem Verhalten unterrichtet und erforderlichenfalls angelernt sowie ├╝ber die notwendigen Schutzeinrichtungen und Schutzma├č- nahmen belehrt wurde. Gef├Ąhrliche Arbeiten k├Ânnen z.B. sein: Arbeiten mit Bombenrohren und Autoklaven, Druckgas- flaschen, Druckgasen, Vakuum, brennbaren Fl├╝ssigkeiten sowie mit explosionsgef├Ąhrlichen und gesundheitsgef├Ąhrlichen Stoffen. Siehe ┬ž 36 UVV "Allgemeine Vorschriften" (VBG 1) und Abschnitte 4.1.3 und 4.3.4. Siehe auch DIN VDE 1 000 "Allgemeine Leits├Ątze f├╝r das sicherheitsgerechte Gestalten technischer Erzeugnisse". 5.2 Besondere Schutzma├čnahmen


5.2.1 Gef├Ąhrliche chemische Reaktionen m├╝ssen unter besonderen Schutzma├čnahmen durchgef├╝hrt werden. Zu den gef├Ąhrlichen chemischen Reaktionen geh├Âren z.B. Nitrierungen, Oxidationen, Polymerisationen, Diazotierungen. Siehe auch L. Bretherick "Handbook of Chemicals" und "Manual of Hazardous Chemical Reactions" der National Fire Protection Association, L. Roth und U. Weller "Gef├Ąhrliche chemische Reaktionen". Siehe auch Abschnitte 3.7, 4.4, 4.9.5 und 5.4.1. 5.3 Umgang mit Gefahrstoffen


5.3.1 Freiwerden von Gasen, D├Ąmpfen oder Schwebstoffen 5.3.1.1 Arbeiten, bei denen Gase, D├Ąmpfe oder Schwebstoffe in gef├Ąhrlicher Konzentration oder Menge auftreten k├Ânnen, d├╝rfen grunds├Ątzlich nur in Abz├╝gen ausgef├╝hrt werden. Die Frontschieber sind bei sol- chen Arbeiten geschlossen zu halten. Bei ge├Âffnetem Frontschieber darf nur in begr├╝ndeten Aus- nahmef├Ąllen gearbeitet werden, da bei ge├Âffnetem Front- schieber der Schadstoffaustritt h├Âher und der Benutzer des Abzuges nicht gegen verspritzende gef├Ąhrliche Stoffe oder umherfliegende Glassplitter gesch├╝tzt ist. Geeignet sind Abz├╝ge, wenn sie Abschnitt 3.2.1 und DIN 12 924 Teil 1 bzw. E DIN 12 924 Teil 2 entsprechen. Arbeiten, bei denen in der Raumluft Sauerstoff-Konzentratio- nen von mehr als 21 Vol.-% auftreten k├Ânnen; siehe Abschnitt 6.3.2 des Merkblattes "Umgang mit Sauerstoff" (ZH 1/307). Siehe auch Abschnitte 5.3.1.2 und 5.3.1.3. Zur Emissionsminderung sind m├Âglichst auch im Abzug aus- tretende Schadstoffe an ihrer Austritts- oder Entstehungsstelle zu erfassen und zu beseitigen. 5.3.1.2 Au├čerhalb der Abz├╝ge d├╝rfen Arbeiten, bei denen Gase, D├Ąmpfe oder Schwebstoffe in gef├Ąhrlicher Konzentration oder Menge auftre- ten k├Ânnen, nur durchgef├╝hrt werden, wenn durch geeignete Ma├č- nahmen oder durch die Art der Arbeit sichergestellt ist, da├č eine Gef├Ąhrdung der Versicherten durch diese Stoffe ausgeschlossen ist. Zu den geeigneten Ma├čnahmen geh├Âren z.B. die Verwendung von geschlossenen Apparaturen, nachgeschaltete K├╝hlfallen, Gasw├Ąscher oder eine wirksame Quellenabsaugung (├Ârtliche Absaugung). 5.3.1.3 Treten Gase, D├Ąmpfe oder Schwebstoffe unerwartet und in m├Âg- licherweise gef├Ąhrlicher Konzentration oder Menge aus, ist der gef├Ąhrdete Bereich zu r├Ąumen und die betroffene Umgebung zu warnen. Die Beseitigung des gef├Ąhrlichen Zustandes darf nur unter geeigneten Schutzma├čnahmen erfolgen. Siehe auch Abschnitt 4.3.4. 5.3.2 Arbeiten mit brennbaren Stoffen 5.3.2.1 Ist die Bildung gef├Ąhrlicher explosionsf├Ąhiger Atmosph├Ąre bei Arbei- ten mit brennbaren Fl├╝ssigkeiten, Gasen oder St├Ąuben nicht durch prim├Ąre Schutzma├čnahmen vermeidbar, sind Ma├čnahmen durchzu- f├╝hren, welche eine Entz├╝ndung verhindern. Zu den Ma├čnahmen, welche eine Bildung explosionsf├Ąhiger Atmosph├Ąre verhindern, geh├Ârt z.B. der Ersatz von brenn- baren durch nicht brennbare L├Âsemittel oder durch L├Âsemittel mit einem ausreichend sicher ├╝ber Raum- und Verarbeitungs- temperatur liegenden Flammpunkt. Zu den Ma├čnahmen, welche eine Bildung explosionsf├Ąhiger Atmosph├Ąre in gefahrdrohender Menge verhindern, geh├Ârt z.B. das Absaugen der brennbaren Gase, D├Ąmpfe oder St├Ąube an der Entstehungs- oder Austrittstelle, das Arbeiten in Abz├╝gen nach DIN 12 924 Teil 1; siehe Abschnitt E 1 der "Explosionsschutz-Richtlinien (EX-RL)" (ZH 1/10). Ma├čnahmen, welche eine Entz├╝ndung explosionsf├Ąhiger Atmosph├Ąre verhindern, sind z.B. das Vermeiden offener Flammen, der Einsatz explosionsgesch├╝tzter elektrischer Betriebsmittel, das Vermeiden elektrostatischer Aufladung; siehe Abschnitt E 2 der "Explosionsschutz-Richtlinien (EX-RL)" (ZH 1/10) und Abschnitt 5.8. Siehe auch ┬ž 44 UVV "Allgemeine Vorschriften" (VBG 1). 5.3.2.2 Das offene Verdampfen oder Erhitzen von brennbaren Fl├╝ssigkeiten ist nach M├Âglichkeit zu vermeiden. M├╝ssen brennbare Fl├╝ssigkeiten offen verdampft oder erhitzt werden, darf dies nur in geschlossenem Abzug erfolgen. Als zus├Ątzliche Schutzma├čnahme empfiehlt sich das Vermei- den von Z├╝ndquellen. Das offene Verdampfen oder Erhitzen von brennbaren Fl├╝s- sigkeiten ist zul├Ąssig z.B. bei geringen Mengen im Reagenz- glas, bei beh├Ârdlich vorgeschriebenen, genormten oder ├Ąhn- lich festgelegten Untersuchungsmethoden. 5.3.2.3 Bei Arbeiten mit mehr als drei Litern hochentz├╝ndlichen oder leicht- entz├╝ndlichen Fl├╝ssigkeiten in d├╝nnwandigen Glasgef├Ą├čen ist eine geeignete Auffangwanne mit einem Wabengittereinsatz oder einer geeigneten Spezialf├╝llung zu verwenden. Gegebenenfalls sind zus├Ątzliche Schutzma├čnahmen erforderlich. Zus├Ątzliche Schutzma├čnahmen k├Ânnen sein: - Arbeiten in Abz├╝gen, - Automatische L├Âschanlagen, - Explosionsgesch├╝tzte Ger├Ąte, - Verwendung dickwandiger Glasgef├Ą├če. Siehe Abschnitt 4.5.4. Ma├čnahmen gegen Siedeverz├╝ge siehe Abschnitte 4.9.9 und 5.4.4.5. 5.3.2.4 Arbeiten mit selbstentz├╝ndlichen Stoffen m├╝ssen im Abzug durch- gef├╝hrt werden. Alle brennbaren Stoffe, die nicht unmittelbar f├╝r die Fortf├╝hrung der Arbeit ben├Âtigt werden, sind aus dem Abzug zu ent- fernen. Geeignete L├Âschmittel sind bereitzuhalten. Zu den selbstentz├╝ndlichen Stoffen geh├Âren z.B. Metallalkyle, Lithium-Aluminiumhydrid, Silane, wei├čer Phosphor. Geeignete L├Âschmittel siehe Anhang 1. 5.3.2.5 Zeigen sich im Verlauf einer chemischen Umsetzung oder einer Destillation durch pl├Âtzliches Sch├Ąumen oder Ausgasen Anzeichen f├╝r eine beginnende Zersetzung des Kolbeninhaltes, ist der gef├Ąhr- dete Bereich zu r├Ąumen und die betroffene Umgebung zu warnen. Die Beheizung und die in der N├Ąhe befindlichen Z├╝ndquellen sind von ungef├Ąhrdeter Stelle aus abzuschalten. Hauptabsperrvorrichtung f├╝r Brenngase siehe Abschnitt 3.4.2. 5.3.2.6 Fl├╝ssigkeiten, die zur Bildung organischer Peroxide neigen, m├╝ssen vor der Destillation und dem Abdampfen auf Anwesenheit von Peroxi- den untersucht und die Peroxide entfernt werden. Zur Bildung von Peroxiden neigen zahlreiche organische Ver- bindungen, z.B. Dekalin, Diethylether, Dioxan, Tetrahydrofu- ran, ferner unges├Ąttigte Kohlenwasserstoffe, wie Tetralin, Diene, Cumol sowie Aldehyde, Ketone und L├Âsungen dieser Stoffe. Siehe auch D. Bernabei "Sicherheit - Handbuch f├╝r das Labor". In den Destillations- und Abdampfr├╝ckst├Ąnden dieser Fl├╝ssig- keiten und L├Âsungen k├Ânnen sich organische Peroxide anrei- chern und explosionsartig zersetzen. 5.3.2.7 Fl├╝ssigkeiten, die zur Bildung organischer Peroxide neigen, sind vor Licht - insbesondere UV-Strahlung - gesch├╝tzt aufzubewahren. Die Peroxidbildung wird hierdurch jedoch nicht sicher verhin- dert. 5.3.2.8 Bei Arbeiten, bei denen Z├╝ndgefahren durch elektrostatische Auf- ladungen bestehen, sind geeignete Schutzma├čnahmen zu treffen. Z├╝ndgefahren durch elektrostatische Aufladungen k├Ânnen bestehen - bei brennbaren Fl├╝ssigkeiten, z.B. beim Umf├╝llen, durch schnelles Str├Âmen in Schl├Ąuchen oder Verspr├╝hen, - bei brennbaren St├Ąuben und Granulaten, z.B. beim Aufwir- beln, Mahlen, Mischen, F├Ârdern, Sieben (insbesondere in der Anwendungstechnik). Geeignete Schutzma├čnahmen sind z.B.: - Die Erdung leitf├Ąhiger Gef├Ą├če und Ger├Ąte (z.B. Trichter, Heber, Schl├Ąuche). - Beim Umf├╝llen elektrostatisch aufladbarer (nichtleitf├Ąhiger) Fl├╝ssigkeiten (z.B. Benzin, Toluol, Ether, Schwefelkohlen- stoff) sollen jeweils Ger├Ąte und Beh├Ąlter kombiniert werden, die entweder nur leitf├Ąhig oder nur nichtleitf├Ąhig sind. In Beh├Ąlter aus elektrostatisch aufladbaren (nichtleitf├Ąhigen) Stoffen, z.B. Kunststoffbeh├Ąlter, d├╝rfen grunds├Ątzlich keine elektrostatisch aufladbaren (nichtleitf├Ąhigen) brennbaren Fl├╝ssigkeiten eingef├╝llt werden. Hiervon ausgenommen sind Kunststoffbeh├Ąlter mit einem Nennvolumen bis 5 Liter. - Elektrostatisch aufladbare (nichtleitf├Ąhige) Fl├╝ssigkeiten langsam und nicht im freien Fall ausgie├čen, den Trichter bis dicht auf den Boden f├╝hren, um ein Verspritzen der einlau- fenden Fl├╝ssigkeit weitgehend zu vermeiden. Siehe "Richtlinien f├╝r die Vermeidung von Z├╝ndgefahren infolge elektrostatischer Aufladungen" (ZH 1/200) sowie die Merkbl├Ątter T 025 "Sicherer Umgang mit Fl├╝ssigkeiten; Teil 1: Umf├╝llen" und T 033 "Beispielsammlung zu den Richtlinien 'Statische Elektrizit├Ąt'". 5.3.3 Umgang mit explosionsgef├Ąhrlichen Stoffen


5.3.3.1 Beim Arbeiten mit explosionsgef├Ąhrlichen Stoffen und deren Gemi- schen sind die einschl├Ągigen Vorschriften zu beachten. Explosionsgef├Ąhrliche Stoffe sind unter anderem zahlreiche organische Nitroso- und Nitroverbindungen, Salpeters├Ąure- ester, Diazoverbindungen, Stickstoffwasserstoffs├Ąure, ihre Salze und Ester, Salze der Knalls├Ąure, des Acetylens und sei- ner Derivate, Schwermetallperchlorate, Chlorstickstoff, orga- nische Peroxide und Pers├Ąuren. Mischungen oxidierender Verbindungen, z.B. Nitrate, Chro- mate, Chlorate, Perchlorate, rauchende Salpeters├Ąure, kon- zentrierte Perchlors├Ąure und Wasserstoffperoxidl├Âsungen (> 30 %) mit brennbaren oder reduzierenden Stoffen k├Ânnen die Eigenschaften von explosionsgef├Ąhrlichen Stoffen haben, z.B. reagiert rauchende Salpeters├Ąure explosionsartig mit Aceton, Ethern, Alkoholen, Terpentin├Âl. Siehe ┬ž 2 der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz, ┬ž 19 Abs. 2 UVV "Explosivstoffe und Gegenst├Ąnde mit Explo- sivstoff - Allgemeine Vorschrift" (VBG 55a), UVV "Organische Peroxide" (VBG 58). 5.3.3.2 Explosionsgef├Ąhrliche Stoffe und Gemische sind in m├Âglichst kleinen Mengen und nur an ausreichend abgeschirmten Arbeitspl├Ątzen zu handhaben. ├ťberhitzung, Flammenn├Ąhe, Funkenbildung, Schlag, Reibung und gef├Ąhrlicher Einschlu├č (Verd├Ąmmung) sind zu vermei- den. 5.3.3.3 Vorr├Ąte an explosionsgef├Ąhrlichen Stoffen und Gemischen sind so gering wie m├Âglich zu halten. Sie sind gegen Flammen- und Hitzeein- wirkung gesichert, verschlossen und von den Arbeitspl├Ątzen entfernt, m├Âglichst in einem besonderen Raum, aufzubewahren. 5.3.3.4 Ammoniakalische silbersalzhaltige L├Âsungen m├╝ssen nach ihrer Herstellung sofort weiterverarbeitet werden. Beim Arbeiten mit ammoniakalischen silbersalzhaltigen L├Âsungen ist zu beachten, da├č sich nach einiger Zeit ein schwarzer Niederschlag abscheidet, der teilweise aus Knall- silber besteht und beim Ber├╝hren, Umr├╝hren oder Sch├╝tteln heftig explodieren kann. 5.3.3.5 Acetylen darf auf keinen Fall mit Kupfer oder Kupferlegierungen mit mehr als 70 % Cu in Ber├╝hrung kommen. Apparateteile, die bei chemischen Reaktionen mit Acetylen in Ber├╝hrung kommen, d├╝rfen auch nicht aus Legierungen mit geringerem Kupfergehalt bestehen. Beim Arbeiten mit Acetylen ist zu beachten, da├č das Acetylen mit zahlreichen Schwermetallen Acetylide bildet, die sehr leicht explodieren k├Ânnen. Siehe Technische Regeln f├╝r Acetylenanlagen und Calcium- carbidlager TRAC 204 "Acetylenleitungen". Hinsichtlich pers├Ânlicher Schutzausr├╝stungen siehe Ab- schnitt 8. 5.3.3.6 Beim Umgang mit Perchlors├Ąure mu├č sichergestellt sein, da├č sich nicht unkontrolliert explosionsgef├Ąhrliche Perchlorate bilden k├Ânnen. Dies ist z.B. bei einer Einwirkung von Perchlors├Ąure auf Holz (Laborm├Âbel) m├Âglich. Das Abrauchen von Perchlors├Ąure kann z.B. den Einsatz von Abz├╝gen nach E DIN 12 924 Teil 2 erfordern. 5.3.4 Abf├╝llen und Transport gef├Ąhrlicher Stoffe


5.3.4.1 Beim Umf├╝llen gef├Ąhrlicher Stoffe aus F├Ąssern, Ballons, Kanistern und anderen Beh├Ąltern sind geeignete Einrichtungen zu benutzen. Damit soll ein Verspritzen oder Versch├╝tten von gef├Ąhrlichen Stoffen vermieden werden. Geeignete Vorrichtungen sind z.B. Pumpen, Ballonkipper, Sicherheitsheber und selbstschlie├čende Ventile. Siehe auch Abschnitte 5.3.1.3, 5.3.2.1 und 5.3.2.8. 5.3.4.2 Beh├Ąlter in Fa├č- oder Ballonkippern m├╝ssen gegen das Herausglei- ten beim Kippen gesichert werden. 5.3.4.3 Beim Abf├╝llen in enghalsige Gef├Ą├če sind Trichter zu benutzen, wobei darauf zu achten ist, da├č die Luft beim Eingie├čen ungehindert entwei- chen kann. Siehe auch Abschnitt 5.3.2.8. 5.3.4.4 F├Ąsser und Kannen f├╝r Fl├╝ssigkeiten d├╝rfen mit einem ├ťberdruck bis zu 0,2 bar entleert werden, wenn 1. das Fa├č oder die Kanne f├╝r die vorgesehene Druckbeanspru- chung geeignet ist und das Fa├č oder die Kanne sich in einwand- freiem Zustand befindet, 2. die Druckzuleitung bei Anwendung eines ├ťberdruckes bis 0,2 bar mit einem Manometer und einem Sicherheitsventil oder einer anderen Sicherheitseinrichtung ausger├╝stet ist. 5.3.4.5 Zur Erzeugung des ├ťberdrucks zum Abf├╝llen brennbarer Fl├╝ssigkei- ten d├╝rfen nur Inertgase verwendet werden. Zu den Inertgasen geh├Âren z.B. Stickstoff und die Edelgase. Siehe auch Abschnitte 4.7.1, 4.7.3, 5.3.2.1 und 5.3.2.8. 5.3.4.6 Nicht bruchsichere Beh├Ąltnisse m├╝ssen beim Tragen am Beh├Ąlter- boden unterst├╝tzt werden. Beh├Ąltnisse, die aus K├╝hlger├Ąten oder kalten R├Ąumen ent- nommen werden, k├Ânnen infolge Beschlagens sehr glatt oder rutschig sein. 5.3.4.7 Nicht bruchsichere Beh├Ąltnisse d├╝rfen in andere R├Ąume nur mit Hilfs- mitteln bef├Ârdert werden, die ein sicheres Halten und Tragen erm├Âg- lichen. Dies sind z.B. Eimer oder Tragk├Ąsten. 5.4 Umgang mit Apparaturen

5.4.1 Versuchsautoklaven


5.4.1.1 Werden Versuchsautoklaven aus Glas mit nichtbrennbaren Fl├╝ssig- keiten oder Gasen au├čerhalb von besonderen Kammern (Autokla- venr├Ąumen) oder nicht hinter Schutzw├Ąnden betrieben, ist ein geeig- neter Splitterschutz zu verwenden. Bei Versuchsautoklaven aus Glas mu├č damit gerechnet wer- den, da├č ein Zerplatzen bereits durch Spannungen infolge fehlerhaften Zusammenbaus, durch mechanische Einwirkun- gen von au├čen oder durch ├Ârtliche Temperaturspitzen eintre- ten kann. Siehe auch Abschnitte 3.7.2 und 11.4. 5.4.1.2 Mit brennbaren Fl├╝ssigkeiten oder Gasen d├╝rfen Versuchsautokla- ven aus Glas nur in besonderen Kammern (Autoklavenr├Ąumen) betrieben werden. Bei Versuchen mit brennbaren Fl├╝ssigkeiten oder Gasen k├Ân- nen beim Zerknall von Autoklaven schlagartig gr├Â├čere Men- gen explosionsf├Ąhiger Atmosph├Ąre entstehen. Siehe auch Abschnitte 3.7.2 und 11.4. 5.4.2 Bombenrohre, Schie├č├Âfen


5.4.2.1 Bombenrohre d├╝rfen nur dann verwendet werden, wenn sie nicht durch andere, weniger gef├Ąhrliche Apparaturen ersetzt werden k├Ân- nen. Weniger gef├Ąhrliche Apparaturen sind z.B. verschraubbare Aufschlu├čbomben. 5.4.2.2 Beim Zuschmelzen von Bombenrohren sind geeignete Schutzma├č- nahmen zu treffen. Als Schutzma├čnahmen gelten z.B. das K├╝hlen der Proben, Evakuieren oder Inertisieren des Bombenrohres. 5.4.2.3 Bombenrohre sind sofort nach dem Zuschmelzen in eine Stahlh├╝lse zu legen. Nach dem Versuch d├╝rfen sie erst nach vollst├Ąndigem Erkalten und nur in der Schutzh├╝lse aus dem Schie├čofen herausge- nommen werden. 5.4.2.4 Bombenrohre d├╝rfen erst aus der Schutzh├╝lse genommen werden, wenn sie drucklos gemacht sind. Dies erfolgt z.B. durch Aufschmelzen, Abschlagen oder Abkneifen der Spitze. 5.4.2.5 Schie├č├Âfen sind so aufzustellen, da├č im Falle des Zerknalls eines Bombenrohres keine Gef├Ąhrdung der Versicherten eintreten kann. 5.4.3 Druckgasflaschen und Armaturen


5.4.3.1 Druckgasflaschen sind zur Vermeidung von Gefahren m├Âglichst au├čerhalb der Laboratorien aufzustellen und die Gase den Arbeits- pl├Ątzen durch festverlegte Rohrleitungen zuzuf├╝hren. Ist dies nicht m├Âglich, und m├╝ssen in Laboratorien mit erh├Âhter Brandgefahr Druckgasflaschen betrieben werden, sind die Druckgasflaschen durch besondere Schutzma├čnahmen im Brandfall vor zu starker Erw├Ąrmung zu sch├╝tzen. Sind solche Schutzma├čnahmen nicht m├Âg- lich oder zweckm├Ą├čig, m├╝ssen Druckgasflaschen nach Arbeitsschlu├č oder nach Beendigung einer Versuchsreihe an einen sicheren Ort gebracht werden. Gefahren bestehen z.B. bei Br├Ąnden durch Zerknall oder beim Flaschentransport. Druckgasflaschen sind in Abh├Ąngigkeit von der m├Âglichen Brandlast z.B. gesch├╝tzt durch - Unterbringen in Schr├Ąnken nach DIN 12 925 Teil 2 "Labor- einrichtungen; Schr├Ąnke f├╝r Druckgasflaschen; Sicher- heitstechnische Anforderungen, Pr├╝fung", - Unterbringen in dauerbel├╝fteten Flaschenschr├Ąnken nach den Technischen Regeln Druckgase TRG 280 "Allgemeine Anforderungen an Druckgasbeh├Ąlter; Betreiben von Druckgasbeh├Ąltern", - Einrichtungen, die Druckgasflaschen selbstt├Ątig mit Wasser berieseln (z.B. nach DIN 14 494 "Spr├╝hwasser-L├Âsch- anlagen, ortsfest, mit offenen D├╝sen"), - Aufstellen der Druckgasflaschen hinter feuerhemmender Abtrennung. 5.4.3.2 Laboratorien, in denen Druckgasflaschen aufgestellt sind, m├╝ssen mit dem Warnzeichen W 15 "Warnung vor Gasflaschen" gekenn- zeichnet sein. Das Zeichen mu├č der UVV "Sicherheitskennzeichnung am Arbeitsplatz" (VBG 125) entsprechen. Siehe auch DIN 12 001 Teil 1 "Sicherheitszeichen im Labor; Warnung vor Gasflaschen". 5.4.3.3 Druckgasflaschen sind gegen Umst├╝rzen zu sichern und vor starker Erw├Ąrmung zu sch├╝tzen. Druckgasflaschen k├Ânnen z.B. durch Ketten, Rohrschellen oder Einstellvorrichtungen gesichert werden. Siehe auch Technische Regeln Druckgase TRG 280 "Allge- meine Anforderungen an Druckgasbeh├Ąlter; Betreiben von Druckgasbeh├Ąltern". Siehe auch Abschnitt 5.4.3.8. 5.4.3.4 Druckgasflaschen mit sehr giftigen, giftigen oder krebserzeugenden Gasen m├╝ssen, sofern sie im Labor aufgestellt werden, dauerhaft abgesaugt werden. Dies wird z.B. erreicht durch Aufstellen in Abz├╝gen oder in bel├╝fteten Flaschenschr├Ąnken. Siehe Anhang "Giftige Gase" der UVV "Gase" (VBG 61). 5.4.3.5 F├╝r sehr giftige, giftige und krebserzeugende Gase m├╝ssen m├Âglichst kleine Druckgasflaschen verwendet werden. Bew├Ąhrt haben sich sogenannte "Lecture bottles". 5.4.3.6 Armaturen, Manometer, Dichtungen und andere Teile f├╝r stark oxidie- rende Druckgase m├╝ssen frei von ├ľl, Fett und Glycerin gehalten wer- den. Sie d├╝rfen auch nicht mit ├Âlhaltigen Putzlappen oder mit fettigen Fingern ber├╝hrt werden. Reste von L├Âsemitteln, die zum Entfetten verwendet werden, m├╝ssen durch Abblasen mit ├Âlfreier Luft entfernt werden. Stark oxidierende Druckgase sind z.B. Sauerstoff, Distick- stoffmonoxid. Siehe ┬ž 12 UVV "Sauerstoff" (VBG 62). 5.4.3.7 F├╝r Sauerstoff d├╝rfen nur Manometer verwendet werden, die blau gekennzeichnet sind und die Aufschrift "Sauerstoff! ├ľl- und fettfrei halten" tragen. 5.4.3.8 Beim Verdampfen von verfl├╝ssigten Gasen durch ├Ąu├čere Erw├Ąrmung mu├č eine ├Ârtliche ├ťberhitzung vermieden werden. Die Temperatur des Heizmediums darf 50 C nicht ├╝berschreiten. Die ├Ąu├čere Erw├Ąrmung kann erfolgen z.B. durch feuchte, hei├če T├╝cher, temperaturgeregelte Wasserb├Ąder, Berieselung mit warmem Wasser. 5.4.3.9 Beim Umf├╝llen von Gasen in fl├╝ssigem Zustand in kleinere Druck- gasflaschen mu├č eine ├ťberf├╝llung sicher vermieden werden. Der zul├Ąssige F├╝llgrad ist durch W├Ągen der kleineren Druckgasflaschen zu kontrollieren. Ist dies z.B. bei einer Probenahme nicht m├Âglich, ist ein Teil des verfl├╝ssigten Gases nach der F├╝llung in eine Abgas- leitung abzulassen. Siehe Technische Regeln Druckgase TRG 402 "Betreiben von F├╝llanlagen" mit Anlage 1 "Volumetrisches F├╝llen von Handwerkerflaschen mit Fl├╝ssiggas" und Merkblatt "F├╝llen von Druckbeh├Ąltern mit Gasen" (ZH 1/308). 5.4.3.10 Druckgasschl├Ąuche sind sicher zu befestigen und die Schlauch- anschl├╝sse bzw. Schlauchverbindungen vor Inbetriebnahme auf Dichtheit zu pr├╝fen. Fest eingebundene Schl├Ąuche sind der Befesti- gung des Schlauches auf Schlaucht├╝llen mit Schlauchschellen oder Schlauchbindern vorzuziehen. Die Dichtheitspr├╝fung kann z.B. mit einer geeigneten Deter- genzl├Âsung erfolgen. Siehe DIN 4815 Teil 2 "Schl├Ąuche f├╝r Fl├╝ssiggas; Schlauchleitun- gen", DIN 3017 Teil 1 "Schlauchschellen mit Schneckentrieb; Form A", DIN 32 620 "Schlauchbinder; Spanner und Band", DIN 8542 "Schlauchanschl├╝sse und Schlauchverbindungen f├╝r Ger├Ąte zum Schwei├čen, Schneiden und verwandte Verfah- ren". 5.4.3.11 Ventile von Druckgasflaschen f├╝r brennbare und brandf├Ârdernde (oxidierende) Gase sind langsam zu ├Âffnen. Dies gilt insbesondere f├╝r Wasserstoff, Sauerstoff und Fluor. Hierdurch soll eine Entz├╝ndung dieser Gase bzw. Ventil- br├Ąnde vermieden werden. 5.4.3.12 Zum ├ľffnen der Ventile von Druckgasflaschen d├╝rfen keine dreh- momenterh├Âhenden Werkzeuge verwendet werden. 5.4.3.13 Druckgasflaschen, deren Ventile sich nicht von Hand ├Âffnen lassen, sind au├čer Betrieb zu nehmen, entsprechend zu kennzeichnen und dem F├╝llbetrieb zuzustellen. 5.4.3.14 Ventile von Druckgasflaschen sind nach Gebrauch und auch nach dem Entleeren zu schlie├čen. Entleerte Druckgasflaschen enthalten einen Rest├╝berdruck, der zur Gasentnahme nicht mehr ausreicht. Dieser Rest- ├╝berdruck mu├č durch Schlie├čen des Ventiles bis zur Anliefe- rung im F├╝llwerk erhalten bleiben. Bei offenem Ventil kann durch Temperatur- oder Luftdruck├Ąnderungen unkontrolliert Luft in die Flasche gelangen. 5.4.3.15 Gase d├╝rfen in Apparaturen nur eingeleitet werden, wenn sicher- gestellt ist, da├č sich in der Apparatur kein unzul├Ąssiger ├ťberdruck aufbauen kann. Ein unzul├Ąssiger ├ťberdruck kann sich z.B. aufbauen bei der Verwendung von Nadelventilen, da diese nur "Str├Âmungs- begrenzer", jedoch keine Druckminderer sind. Bew├Ąhrt hat sich eine Sicherheitstauchung. Siehe hierzu auch die Abschnitte 5.4.3.16, 5.3.1.2 und 5.3.1.3. 5.4.3.16 Beim Einleiten von Gasen in Fl├╝ssigkeiten m├╝ssen Einrichtungen verwendet werden, die ein Zur├╝cksteigen von Fl├╝ssigkeiten in die Lei- tung oder in das Entnahmegef├Ą├č sicher verhindern. Das Zur├╝cksteigen von Fl├╝ssigkeit kann z.B. durch ausrei- chend bemessene Zwischengef├Ą├če verhindert werden. Beim Einbau der Zwischengef├Ą├če ist auf die richtige Durchflu├črich- tung zu achten. 5.4.3.17 Druckgasflaschen m├╝ssen, soweit dies m├Âglich ist, mit geeigneten Druckminderern betrieben werden. Druckminderer (Druckminder-, Druckreduzierventile) sind nicht f├╝r alle Gase erh├Ąltlich. Nadelventile sind keine Druckminderer; siehe Erl├Ąuterungen zu Abschnitt 5.4.3.15. 5.4.3.18 Manometer d├╝rfen an Druckminderern nur von Fachleuten aus- gewechselt werden. Undichte Verschraubungen der Druckminderer d├╝rfen nur angezogen werden, wenn das Flaschenventil geschlossen ist. Als Fachleute gelten Personen, die aufgrund ihrer fachlichen Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrungen sowie Kenntnis der einschl├Ągigen Bestimmungen die ihnen ├╝bertragenen Arbeiten beurteilen und m├Âgliche Gefahren erkennen k├Ânnen. Zur Beurteilung der fachlichen Ausbildung kann auch eine mehr- j├Ąhrige T├Ątigkeit auf dem betreffenden Arbeitsgebiet heran- gezogen werden. Als unterwiesene Person gilt, wer ├╝ber die ihr ├╝bertragenen Aufgaben und die m├Âglichen Gefahren bei unsachgem├Ą├čem Verhalten unterrichtet und erforderlichenfalls angelernt sowie ├╝ber die notwendigen Schutzeinrichtungen und Schutzma├č- nahmen belehrt wurde. Siehe auch Druckbeh├Ąlterverordnung. 5.4.3.19 Vor Arbeiten mit gef├Ąhrlichen Gasen ist die Apparatur dahingehend zu ├╝berpr├╝fen, ob ├╝bersch├╝ssiges Gas nur an der daf├╝r vorgesehe- nen Stelle entweichen kann. Siehe Abschnitte 5.3.1.2 und 5.3.1.3. 5.4.3.20 Druckgasflaschen d├╝rfen nur mit geeigneten Hilfsmitteln und grund- s├Ątzlich nur mit Schutzkappe transportiert werden. Geeignete Hilfsmittel sind z.B. Flaschentransportwagen. 5.4.3.21 Bei Druckgasflaschen ist das Datum der n├Ąchst f├Ąlligen Pr├╝fung zu beachten. Ist das Pr├╝fdatum ├╝berschritten und befinden sich die Druck- gasflaschen in einem augenscheinlich einwandfreien Zustand, so d├╝rfen sie zum Zwecke der Entleerung am Arbeitsplatz weiter betrieben werden. Sind Druckgasflaschen mit gef├Ąhrlichen Gasen nach Ablauf der Pr├╝ffrist nicht entleert und sollen sie z.B. zum F├╝llwerk transportiert werden, ist f├╝r den Transport eine Ausnahme- genehmigung erforderlich. Siehe auch Gefahrgutverordnung Stra├če (GGVS). 5.4.4 Arbeiten mit Vakuum


5.4.4.1 D├╝nnwandige Glasgef├Ą├če d├╝rfen nur evakuiert werden, wenn sie von der Form her daf├╝r geeignet sind. Geeignet sind z.B. Rundkolben, Spitzkolben und K├╝hler. Nicht geeignet sind z.B. Erlenmeyer- und Stehkolben. 5.4.4.2 Evakuierte Glasgef├Ą├če d├╝rfen nicht einseitig erhitzt werden. Durch gleichm├Ą├čige Erhitzung kann Glasbruch infolge Span- nungen im Glas verhindert werden. 5.4.4.3 Vor jedem Evakuieren von Glasgef├Ą├čen sind diese einer Sichtkon- trolle auf festigkeitsgef├Ąhrdende Besch├Ądigungen zu unterziehen. Festigkeitsgef├Ąhrdende Besch├Ądigungen sind z.B. sogenannte "Sternchen". 5.4.4.4 Zum Schutz gegen umherfliegende Glassplitter infolge Implosion sind geeignete Ma├čnahmen zu treffen. Zu den geeigneten Ma├čnahmen geh├Ârt z.B. die Verwendung von Schutzscheiben, Schutzvorh├Ąngen - gegebenenfalls auch auf der R├╝ckseite - sowie Schutzhauben oder das Arbeiten im Abzug. Das Beschichten mit Kunststoff oder das Bekleben mit Folien hat sich z.B. bei Exsikkatoren und Saugflaschen bew├Ąhrt. 5.4.4.5 Bei Vakuumdestillationen mu├č daf├╝r gesorgt werden, da├č kein Siede- verzug auftritt. Bew├Ąhrt haben sich Kapillaren zum Durchsaugen von Luft oder inerten Gasen oder R├╝hren. Siehe auch Abschnitt 4.9.9. 5.4.4.6 Bei Vakuumdestillationen m├╝ssen nicht kondensierte D├Ąmpfe aus- kondensiert oder auf sonstige Weise gefahrlos abgef├╝hrt werden. Verwendung von K├╝hlfallen siehe Abschnitt 5.4.6. 5.4.4.7 Bei Vakuumdestillationen sind die Apparaturen vor Beginn des Auf- heizens zu evakuieren und erst nach dem Abk├╝hlen zu bel├╝ften. Dies mu├č ohne Entfernen von Sicherheitseinrichtungen m├Âglich sein. Siehe auch Abschnitt 5.4.4.4. 5.4.4.8 Besteht die Gefahr, da├č sich der Destillationsr├╝ckstand in Gegenwart von Sauerstoff zersetzt, darf nur Inertgas zum Entspannen eingelas- sen werden. 5.4.5 Trocknen in W├Ąrmeschr├Ąnken


5.4.5.1 Werden in W├Ąrmeschr├Ąnken Produkte getrocknet, aus denen sich gef├Ąhrliche explosionsf├Ąhige Atmosph├Ąre entwickeln kann, m├╝ssen Ma├čnahmen des Explosionsschutzes getroffen werden. Siehe ┬ž 44 UVV "Allgemeine Vorschriften" (VBG 1), ┬ž 6 UVV "Trockner f├╝r Beschichtungsstoffe" (VBG 24) und DIN 12 880 Teil 1. 5.4.5.2 W├Ąrmeschr├Ąnke, aus denen Gase, D├Ąmpfe oder Nebel in gef├Ąhr- licher Konzentration oder Menge austreten k├Ânnen, m├╝ssen an eine st├Ąndig wirksame Entl├╝ftung angeschlossen werden. Sonderabsaugungen siehe DIN 1946 Teil 7 "Raumlufttechnik; Raumlufttechnische Anlagen in Laboratorien (VDI-L├╝ftungs- regeln)". 5.4.5.3 Das Trocknen von thermisch instabilen Stoffen sowie von Stoffen mit leicht entz├╝ndlichen Bestandteilen darf nur in W├Ąrmeschr├Ąnken mit einer zus├Ątzlichen Temperatur-Sicherheitseinrichtung erfolgen. Die eingestellte Temperatur der Temperatur-Sicherheitseinrichtung mu├č unterhalb der Zersetzungs- bzw. Z├╝ndtemperatur liegen. Die Temperatur-Sicherheitseinrichtung soll, wenn die gew├Ąhlte Einstelltemperatur (Arbeitstemperatur), z.B. bei Ver- sagen der Temperaturregeleinrichtung, ├╝berschritten wird, die Heizung bleibend abschalten; siehe DIN 12 880 Teil 1. Bei thermisch instabilen Stoffen sollen die eingestellte Temperatur der Temperatur-Sicherheitseinrichtung mindestens 20 % unterhalb der Zersetzungstemperatur und bei leichtent- z├╝ndlichen Stoffen mindestens 20 % unterhalb der Z├╝ndtem- peratur liegen. Die Prozentangaben beziehen sich auf die Temperaturangaben in C. 5.4.6 Tiefk├╝hlung


5.4.6.1 Bei Verwendung eines Tiefk├╝hlbades aus festem Kohlendioxid und organischen L├Âsemitteln ist zu verhindern, da├č bei Bruch der zu k├╝h- lenden Glasgef├Ą├če deren Inhalt mit dem K├╝hlmittel gef├Ąhrlich rea- giert. Es darf z.B. Aceton nicht als Tiefk├╝hlmedium verwendet wer- den, wenn wasserstoffperoxidhaltige Fl├╝ssigkeiten gek├╝hlt werden. Bei Bruch der Glasgef├Ą├če kann explosionsgef├Ąhr- liches Acetonperoxid entstehen, das sto├čempfindlich ist. 5.4.6.2 Festes Kohlendioxid mu├č den L├Âsemitteln vorsichtig zugegeben wer- den. Durch entweichendes Kohlendioxid kann das L├Âsemittel sehr leicht ├╝bersch├Ąumen. Dies kann bei brennbaren L├Âsemitteln zu Br├Ąnden f├╝hren. 5.4.6.3 Nach Gebrauch der Tiefk├╝hlb├Ąder sind diese umgehend abzu- decken. 5.4.6.4 Dewargef├Ą├če d├╝rfen nur in trockenem und sauberen Zustand mit verfl├╝ssigten Gasen gef├╝llt werden. 5.4.6.5 Wird zur Tiefk├╝hlung organischer Stoffe fl├╝ssiger Stickstoff ver- wendet, mu├č die Verweilzeit von fl├╝ssigem Stickstoff in offenen Dewargef├Ą├čen begrenzt werden. Sofern Sauerstoff in den fl├╝ssigen Stickstoff einkondensiert ist, mu├č das Dewargef├Ą├č umgehend ausge- leert werden. Eine kurze Verweilzeit verhindert, da├č Sauerstoff nach einiger Zeit in den Stickstoff einkondensieren kann. Einkondensierter Sauerstoff kann an der leichten Blauf├Ąrbung des Fl├╝ssigstick- stoffes erkannt werden. 5.4.6.6 Die Verwendung von fl├╝ssigem Sauerstoff oder fl├╝ssiger Luft zur Tief- k├╝hlung ist nicht zul├Ąssig. Fl├╝ssige Luft oder fl├╝ssiger Sauerstoff bilden mit organischen Stoffen ein explosionsgef├Ąhrliches Gemisch. 5.4.6.7 Zur Erzeugung von Tieftemperatur-K├╝hlb├Ądern d├╝rfen verfl├╝ssigte Gase nur in kleinen Portionen unter R├╝hren in die Badfl├╝ssigkeit ein- getragen werden. Andernfalls k├Ânnte es zum explosionsartigen Verdampfen des verfl├╝ssigten Gases kommen. 5.4.7 Zentrifugen

F├╝r den Betrieb von Zentrifugen ist eine Betriebsanweisung zu erstel- len. Zentrifugen d├╝rfen nur von unterwiesenen Personen benutzt wer- den.

F├╝r Ultrazentrifugen ist ein Betriebsbuch zu f├╝hren. Versicherte, die mit Ultrazentrifugen umgehen, sind namentlich festzuhalten. Auf die besonderen Gefahren beim Umgang mit leicht- und hochentz├╝ndlichen Stoffen ist zu achten (Explosionsgefahr). Siehe DIN 24 403 "Betriebsanleitungen f├╝r Zentrifugen; Hin- weise f├╝r die Erstellung" und DIN VDE 0411 Teil 112 "Sicher- heitsanforderungen an elektrische Me├č-, Steuer-, Regel- und Laborger├Ąte; Besondere Bestimmungen f├╝r Laborzentrifugen" und UVV "Zentrifugen" (VBG 7z).

Aus: http://www.uni-wuerzburg.de/strahlenschutzstelle/unfall/richtl/b5.html

BUGH Bergische Universit├Ąt - Gesamthochschule Wuppertal: FB 14 Sicherheitstechnik: Brand- und Explosionsschutz Prof. (Pohl + Wittbecker): neben allgemeinen Informationen auch Ver├Âffentlichungslisten

http://www.uni-wuppertal.de/FB14/pohl/fgbuex.html

http://vfdb10.umsicht.fhg.de/firelinks.htm

12 Dec 2004
22:21:01
E. Erker
Ex-Schutz
Gibt es eine Liste , in der Fl├╝ssigkeiten nach ihrem Gefahrenpotential (Abst├Ąnde zu einer Z├╝ndquelle) aufgelistet sind !?
15 Aug 2005
11:47:35
Ulrich Noller
Ex-Schutz
Der Link zum "Leitfaden Explosionsschutz" ist nicht mehr g├╝ltig. Kannn mir jemand Bezugsquelle etc. dazu angeben
Besten Dank im Voraus
19 Nov 2007
17:26:26

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