Gebäudetechnik
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Permafrost
 
Als Permafrost - oder Dauerfrostboden bezeichnet man Untergrund, welcher während mind. zwei Jahren das ganze Jahr hindurch gefroren ist. Permafrostböden können im Sommer nur oberflächlich auftauen. Permafrost dringt unterschiedlich tief in den Untergrund, von bis 1 zu 1.450 Meter Bodentiefe. Permafrostgebiete finden sich auf der Erde in den Gebieten mit arktischem und antarktischem Einfluss, große Teile Nordkanadas, Alaskas, Grönlands und Ostsibiriens.
Permafrostareale gibt es aber auch in Hochgebirgsregionen, wie beispielsweise den Alpen. Sie sind während der Eiszeit entstanden. Die Permafrostuntergrenze befindet sich in Nordexpositionen zwischen 2300 und 2600 m ü.M., während in Südlagen über 3000 m ü.M. permafrostfreie Gebiete auftreten können. Der Fels wird durch das Klufteis stabilisiert und ist in gefrorenem Zustand relativ trocken. Im Zuge des Klimawandels wurde in den letzten Jahrzehnten eine Nordwärtswanderung der Permafrostgrenze in Nordamerika und in Eurasien beobachtet. Langfristig wird ein Auftauen in noch wesentlich größerem Ausmaß befürchtet, da die Klimamodelle eine weit überdurchschnittliche Erwärmung besonders - in der Arktis - voraussagen. Beim Rückzug von Permafrost könnte es zu erheblichen Konsequenzen in verschiedenen Bereichen wie Hydrologie (Oberflächen- und Grundwasser), Ökosystem, Umwelt und Infrastruktur kommen. Als direkte Folgeerscheinungen beim Auftauen der Permafrostböden in den Alpen treten Schlammlawinen (Murgänge), Steinschlag und ganze Bergstürze ein. Doch die Folgen könnten noch viel weitreichender sein. Innsbrucker Mineralogen, Ökologen und Meteorologen haben nämlich gemeinsam mit Südtiroler Geologen entdeckt, dass der abschmelzende Permafrost Hochgebirgsseen mit Schwermetallen anreichert. (...) Bei einem See in Vinschgau sei etwa der Nickelgehalt so hoch, das er die erlaubten Grenzwerte um das Vielfache überschreite. Befürchtet wird aber auch, dass der Dauerfrost in der arktischen Tundra so weit schmelzen könnte, dass enorme Mengen von CO2 und Methangas in die Atmosphäre abgehen. Nach jüngsten Schätzungen würden diese Stoffe dreimal so viel CO2 in die Erdatmosphäre absetzen wie die Verbrennung von Treibstoff seit Beginn der industriellen Revolution, warnen Klimaexperten.